Maximiliansh├╝tte-Eisenwerk-Gesellschaft GmbH


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Maximiliansh├╝tte-Eisenwerk-Gesellschaft GmbH: Maxh├╝tte-Eisenwerk-GmbH: Hauptwerk Rosenberg


Allgemeines

FirmennameMaximiliansh├╝tte-Eisenwerk-Gesellschaft GmbH
OrtssitzSulzbach-Rosenberg (Opf)
OrtsteilRosenberg
Stra├čePostfach 1180
Postleitzahl92237
Art des UnternehmensH├╝ttenwerk
AnmerkungenUrsrpung war um 1851 die Kommanditgesellschaft auf Aktien "T. Michiels, Henri Goffard & Co." Hier: Sulzbach-Rosenberg. 1900/1943: "Eisenwerkgesellschaft Maximiliansh├╝tte". 1995: "NMH Stahlwerke GmbH"
Quellenangaben[Reichs-Adre├čbuch (1900) 564] Informationen beim Besuch der H├╝tte 26.06.1988/07.06.2000/11.09.2002 [FAZ, 06.06.2002, S. 16] [Handbuch Akt.-Ges. (1943) 3649]
Hinweise[Industrie der Oberpfalz in Wort und Bild (1914) 177]: Ansicht des Hauptwerks.
Denkmalpflege in strukturschwachen Regionen Probleme und Chancen; Arbeitshefte des Bayerischen Landesamtes f├╝r Denkmalspflege, Band 115; 11. Jahrestagung der Bayerischen Denkmalspflege 5.-6.Juli 2001 in Sulzbach-Rosenberg / Bayerisches Landesamt f├╝r Denkmalpflege, M├╝nchen 2003. - ISBN 3-87490-730-9. -
Vertrieb Karl M. Lipp Verlag, Meglingerstra├če 60, 81477 M├╝nchen
Die Seite 29-98 beziehen sich auf die Maxh├╝tte. Die Dampfmaschinen werden in den Seiten 77-87 allein behandelt inkl. der Kondensationsanlage. Autor: Eberhard Lantz.
Generalkonservator Prof. Dr. Egon Johannes Greipl.




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1341 "Hammereinigung" zwischen Amberg und Sulzbach, die insbesondere zur Hebung der Vormachtstellung Ambergs dient
1348 Die Sulzbacher B├╝rger werden mit dem Erzberg auf dem Eichelberg bei Rosenberg belehnt.
1354 Sulzbach tritt in Wettbewerb mit der Schwesterstadt Amberg
29.07.1366 Friedrich der Castner zu Rosenberg erh├Ąlt das Recht, auf der Holzm├╝hle einen Eisenhammer zu errichten und als Warenzeichen die "Rosen" zu f├╝hren.
1387 Amberg und Sulzbach schlie├čen sich zusammen und beherrschen dadurch unter Einbeziehung des wichtigen Handelsplatzes N├╝rnberg durch die Erneuerung ihrer "Hammereinigung" von 1387 die gesamte Eisenerzeugung der Oberpfalz, die weit ├╝ber Deutschland hinaus bis Frankreich und Ungarn vertrieben wird. Die Verbandserneuerung schafft it 64 Mitgliedern, under denen sich H├Ąmmer in der Oberpalz betriebene B├╝rger befinden, und 77 Schienh├Ąmmer, die etwa 67% der vorhandenen H├Ąmmer dieser Erzeugung umfassen, einen machtvollen Zusammenschlu├č des Oberpf├Ąlzer Bergbaues und der Eisenindustrie. Die vom Landesherrn best├Ątigte, 43 Artikel enthaltende Satzung regelt sogar die Normung des Eisens, das F├╝hren von Warenzeichen, Kontrollrechte, Strafgewalt und beweist mit ihren Richtlinien zur Lohngestaltung, bezahltem Jahresurlaub usw. ein erstaunliches soziales Verst├Ąndnis.
1387 Um 1387 gibt es wahrscheinlich in Rosenberg zwei H├Ąmmer: bei der "Hammereinigung" unterzeichnen neben dem Hammer zur Holzm├╝hle auch ein Peter Beheimb zu Rosenberg. Auch sp├Ąter werden zwei H├Ąmmer bei Rosenberg erw├Ąhnt. Es treten bis 1738 neben der angesehenen Gewerkenfamilie Castner auch die Familien Alhart, Sauerzapf, Stibar, Erlbeck und Doles auf.
1394 Den B├╝rgern Sulzbachs werden die Erzgruben auf dem Neuberg an der Dornzeil ├╝bergeben
1432 Es wird eine neue Grube am "Viechtlberg" (Teil des unmittelbar s├╝dlich an das sp├Ątere H├╝ttenwerk angrenzenden Eichelbergs) aufgeschlossen
1526 Gr├╝ndung einer "Gesellschaft des eysenhandels zu Amberg", die keine besondere Bedeutung erlangt
1569 Erneute Gr├╝ndung einer Eisenhandelsgesellschaft der Stadt Amberg, die auch ├╝ber Niederlassungen in Regensburg und Kelheim verf├╝gt.
1738 Der Rosenberger "Hammer Philippsburg" (so 1703 nach dem regierenden Herzog benannt) mu├č (wahrscheinlich wegen Holzmangels) seine Produktion einstellen
1848 Gustav von Schl├Âr regt in einer Eingabe "Die volkswirtschaftlichen Verh├Ąltnisse der Oberpfalz" an K├Ânig Maximilian II. (1848-1864) den Plan an, die Schmiedeeisen-Erzeugung der Oberpfalz in einem vom Staate zu errichtenden Walzwerk zusammenzufassen, um den Holzkohlen-Hoch├Âfen den Absatz zu sichern und dien Schienenbedarf wenigstens teilweise zu befriedigen. Seine Vorschl├Ąge werden jedoch zun├Ąchst verworfen, da es der Staatsreegierung offenbar an dem zur Durchf├╝hrung eiens solchen Projektes ben├Âtigten Kapital mangelt.
12.10.1850 T├ęl├ęmaque Michiels (belgischer Konsul in M├╝nchen und Miteigent├╝mer der "Collektiv-Gesellschaft T. Michiels & Cie" in Eschweiler-Aue) und Henri Goffard (f├╝hrt Eisenbahnbauten in Bayern durch) regen bei der kgl. Staatsregierung die Errichtung eines Walzwerkes bei M├╝nchen auf Grundlage der oberbayerischen Pechkohle und des Roheisens aus den kgl. H├╝tten Bergen und Sonthofen an.
22.12.1850 Ein Fremder kommt in dem stillen Burglengenfeld an und tr├Ągt sich im Gasthof zur Post als Monsieur T├ęl├ęmaque Michiels ein. Der Gast zieht mitten im Winter durch W├Ąlder und H├Âhen, forscht bei Bauern und Amtspersonen, fragt nach Zweck und Umfang der umliegenden Holzkohlenhoch├Âfen und steckt viel mit dem Hofbesitzer Sulzberger im Sauforst und dem Apotheker Brenner in Burglengenfeld zusammen.
27.12.1850 T├ęl├ęmaque Michiels fa├čt in einem Brief an seinen Freund Henri Goffard nach Verviers seine Meinung ├╝ber den Zweck seiner Reise nach Burglengenfeld und seine Eindr├╝cke zusammen: " Enfin, je le r├ęp├Ęte, e'est un pays des loups et de sauvages, bon pour la fabrication de la fonte et du fer."
1851 Unter Mitwirkung zahlreicher bayerischer Gesch├Ąftsleute wird die Kommanditgesellschaft auf Aktien "T. Michiels, Henri Goffard & Co." (ab ca. 1855: Maximiliansh├╝tte) im Sauforst bei Burglengenfeld (Opf) gegr├╝ndet. Michiels und Giffard erhalten je 75 Aktien bei einem Grundkapital von 600 000 fl. Sie sollen den Betrieb leiten. Durch seine unternehmerische Doppelt├Ątigkeit ├╝bernimmt sich Michiels, denn Goffard ist nicht in der Lage, die Gesch├Ąftsf├╝hrung wahrzunehmen, wenn Michiels' Anwesenheit in Eschweiler erforderlich ist. Zudem gibt es in Bayern keine f├╝r den H├╝ttenbetrieb ausgebildeten Arbeiter.
16.01.1851 Gesuch von Michiels an den K├Ânig Maximilian II. zur Gr├╝ndung eines Eisenwerks im Sauforst bei Burglengenfeld. Hier steht eine Roheisenmenge von j├Ąhrlich 150.000 Zentnern zur Verf├╝gung, das auf den umliegenden etwa 50 mehr oder minder kleinen Hoch├Âfen mit Holzkohlenfeuerung zum billiegen Preis von 3 Gulden f├╝r den Zentner und darunter gewonnen wird.
17.04.1851 Vertrag mit der bayerischen Regierung zur Etablierung der Commanditgesellschaft auf Actien "Michiels, Goffard & Cie." in M├╝nchen, um eine "Eisenbahnschienenfabrik" im Sauforst bei Burglengenfeld zu errichten (Vorg├Ąngerin der Maximiliansh├╝tte). Die eigene Lignitkohle des Sauforstes, das billig zu habende Roheisen der umliegenden Holzkohlenhoch├Âfen und der zu erwartende gro├če Bedarf an Eisenbahnschienen f├╝r das wachsende Netz der bayerischen Bahnen sind die drei Hauptgr├╝nde f├╝r das Entstehen dieses Unternehmens. In dem Vertrag wird festgelegt, da├č im neuen Werk nur inl├Ąndisches Roheisen verearbeitet, da├č weder Holz, noch Holzkohle verheizt und mit Ausnahme der Facharbeiter und des Aufsichtspersonals und einheimische Arbeitskr├Ąfte besch├Ąftigt werden d├╝rfen.
17.04.1851 Zusammen mit der Gr├╝ndung der Firma "Michiels, Goffard & Cie." wird mit der bayerischen Regierung ein Vertrag auf Schienenlieferung abgeschlossen, und man verpflichtet sich, so schnell als m├Âglich das Schienenwalzwerk im Sauforst fertigzustellen.
10.01.1853 Das Werk "Michiels, Goffard & Cie." kommt in Betrieb. - Das Betriebsergebnis des ersten Betriebsjahrs ist ├╝ber die Ma├čen schlecht.
31.05.1853 Die Generalversammlung im Sauforst bringt die Trennung der beiden Gr├╝nder, Telemaque Michiels scheidet aus und tritt all' seine Rechte, auch hinsichtlich des Schienenlieferungsvertrags vollst├Ąndig ab. Henri Goffard ├╝bernimmt als "alleiniger G├ęrant" die Leitung des Unternehmens. Der Verwaltungsrat beschlie├čt die Umwandlung der Kommanditgesellschaft. Das Unternehmen "Michiels, Goffard & Cie." wird neu finanziert und zu Ehren des regierenden bayerischen K├Ânigs Max II. "Eisenwerkgesellschaft Maximiliansh├╝tte" genannt. Ernst Fromm wird als technischer Direktor verpflichtet. J. A. von Maffei aus Hirschau bei M├╝nchen st├╝tzt das bereits f├╝r verloren gehaltende Unternehmen mit einer gr├Â├čeren Kapitalanlagen. Ebenso ein weiterer Aktion├Ąr, die belgische Firma Lieutenant und Peltzer in Verviers. So kann sich das Werk dank der unerm├╝dlichen und umsichtigen Leitung seines technischen Direktors Fromm in wenigen Jahren gesund entfalten. Die H├╝tte arbeitet anfangs mit 6 Puddel├Âfen und 4 Schwei├č├Âfen, die mit der getrockneten eigenen Lignitkohle des Sauforstes betireben werden.
31.05.1853 Umwandlung in eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Maximiliansh├╝tte unter ├ťbernahme der seit 17. April 1851 bestehenden Kommandit-Gesellschaft "Michiels, Goffard & Co.", Sauforst bei Burglengenfeld (Oberpfalz), mit einem Grundkapital von tl. 600.000,00 s├╝ddeutscher W├Ąhrung.
26.09.1853 Gr├╝ndung der "Maximiliansh├╝tte", hervorgegangen aus dem Schienenwalzwerk im Sauforst bei Burglengenfeld.
1856 Es taucht der Plan, eine eigene Hochofenanlage in Rosenberg zu errichten zum ersten Mal auf. Der alte Fromm macht mit Hinweis auf die geringe Verl├Ą├člichkeit der Erzlieferungen aus den Amberger Staatsgruben an die f├╝r die Maxh├╝tte arbeitenden kleinen Holzkohlenhoch├Âfen den Vorschlag, nach modernstem Verfahren aus eigenen Erzen und eigenen Hoch├Âfen sich das Rohheisen selbst herzustellen.
31.05.1856 Es gelingt der Gesellschaft der Maxh├╝tte, durch Gesellschaftsvertrag mit dem Bergwerksbesitzer Steinbrecher im Krumbach, zum ersten Mal in den Besitz eigener Erzfelder zu kommen. Das kleine Erzrevier mu├č den Erzbedarf der ersten Holzkohlenhoch├Âfen der Maxh├╝tte decken (bis 1873).
Sommer 1856 Um sich von den Oberpf├Ąlzer Hochofenbesitzern unabh├Ąngig zu machen wird von der Maxh├╝tte als erster eigener Hochofen die Anlage Lichtenwald bei Donaustauf von dem H├╝ttenbesitzer Herrn von Sperl und kurz darauf die Holzkohlenhoch├Âfen am "Anger" in Nittenau am Regen (bisher im Eigentum der alteingesessenen Hammerwerksfamilie Loritz) und Luckahammer an der b├Âhmischen Grenze erworben.
1857 Ab 1857 wird bei Lichtenwald, bei bei Sulzbach, bei Kirchenthumbach, bei K├Ânigstein und an manchen anderen Orten im Lias und Dogger, teilweise auch im Keuper, auf Eisenerz gesch├╝rft
09.01.1859 Schaffung einer eigenen Erzbasis durch den Kauf von Erzfeldern bei Sulzbach. Dieses Erzrevier (bestehend aus den Feldern Etzmannsberg, Karoline, St. Anna, St. Georg, Delphin und Eichelberg) kommt durch Vertrag vom 9. Januar am 1. Februar f├╝r 170.000 Gulden aus dem Besitz des Grafen Poninsky an die Maxh├╝tte. Mit diesem Kauf der Sulzbacher Erzgruben, welcher beinahe ├╝ber die finanzielle Kraft des Unternehmens geht, ist der Grundstein f├╝r die Entwicklung der Maxh├╝tte gelegt.
08.1861 Die Maxh├╝tte erwirbt gegen├╝ber dem Dorf Rosenberg entlang der Bahnlinie ein gr├Â├čeres Gel├Ąnde mit Kalksteinbruch.
1863 Die Grube R├Âschen im Hersbrucker Revier ist vorgerichtet. Ihr rosenrotes Erz wird ab 1864 bis zu 15 Prozent im Rosenberger M├Âller verwendet.
06.1863 Der schnelle R├╝ckgang der Oberpf├Ąlzer Roheisenerzeugung, verursacht durch den Mangel an Holzkohlen, zwingt die Maxh├╝tte, die Fertigstellung der Hochofenanlage in Rosenberg mit Hochdruck zu betreiben, und so beginnt man im Juni mit dem Bau aus eigenen Mitteln.
27.08.1864 Im Dorf Rosenberg bei Sulzbach wird der erste Hochofen in Betrieb gesetzt, der mit der neu er├Âffneten b├Âhmischen Bahn mit Koks und aus den Sulzbacher Gruben mit Erz versorgt wird. Der erste Abstich liefert bereits 60 Zentner graues Gie├čereiroheisen von guter Qualit├Ąt, und am zweiten Tage des Betriebs rechten die Hochofengase vollst├Ąndig aus, um den Dampf f├╝r die 100 Pferdekraft starke Gebl├Ąsemaschine zu erzeugen und die Gebl├Ąseluft auf 200 Grad R├ęaumur zu erhitzen. Von einer stillgelegten Hochofenanlage bei Hof wurden dazu zwei horizontale Dampfgebel├Ąsemaschinen, zwei Windregulatoren (Druckausgleichkessel), zwei Dampfpumpen, Windleitungsrohre und Schlackenwagen erworben und in Rosenberg aufgestellt. Der Hochofen hat eine H├Âhe vom Bodenstein bis zur Gicht von 14,652 m, Gestelldurchmesser: 1,459 m, Gichtdurchmesser: 2,627 m, Gesamtinhalt: 106,6 cbm, Tageserzeugung: 30 - 40 t Roheisen
1865 Die Maxh├╝tte erwirbt das Bessemer-Patent. Das aus den phosphorhaltigen Sulzbacher Erzen in Rosenberg erzeugte Rohseisen ist f├╝r diesen neuen Proze├č nicht verwendbar; es kann nur in den Puddel├Âfen verarbeitet werden.
02.1865 Schlie├čung der Hochofenanlage Luckahammer (an der b├Âhmischen Grenze)
07.1865 Schlie├čung der Hochofenanlage Lichtenwald der Maxh├╝tte bei Donaustauf
08.1865 Der zweite Hochofen (Abmessungen wie Hochofen I, aber Gesamtinhalt: 124,cbm) in Rosenberg geht in Betrieb, und schon zeigt es sich, da├č die Erzeugung f├╝r die Anforderungen des Haidhofer Puddelbetriebes nicht mehr ausreicht.
1868 Bestellung/Lieferung von zwei Dampfmaschinen durch Maschinenbau-AG N├╝rnberg
Fr├╝hjahr 1868 Inbetriebnahme der Bessemer-H├╝tte in Haidhof im Sauforst f├╝r eine Jahreserzeugung von 80.000 Zentner Stahl. Die H├╝tte leidet an dem Mangel des f├╝r diesen Betrieb so wichtigen phosphorarmen Roheisens. Aus diesem Grunde kauft die Maxh├╝tte im gleichen Jahre, unmittelbar nach der Er├Âffnung der Bessemer-H├╝tte, die vereinigten Reviere von Kamsdorf in Th├╝ringen.
24.08.1868 bis 25.08.1868 In der Nacht entsteht ein Feuer, angeblich, weil das im Schmelzprozesse befindliche Eisen des einen Hochofens sich ein ├ľffnung an einer schadhaften Stelle erzwang und somit explodierte. Die Feuermasse ergreift den sogen. Gichtturm, dann die F├╝hrung der F├Ârdermaschine sowie die Treppe hierzu und legt diese in Asche.
1869 Wegen Erzmangel der Maxh├╝tte m├╝ssen auf mehrere Jahre die staatlichen Gruben in Amberg aushelfen. Es werden weitere Konzessionen in Arzberg (Ofr) und im Bergamt Steben erworben. Dazu kommt eine Mutung an der neu errichteten Bahn Weiden-Neukirchen.
1869 Die Maxh├╝tte erwirbt das Erzrevier Ilmenau/Gehren
09.1870 Inbetriebnahme des dritten Hochofens in Rosenberg, um den Anforderungen des Haidhofer Puddelbetriebes gerecht zu werden. Er wird mit Saarkoks betrieben
1871 Verlegung des Firmensitzes von Maximiliansh├╝tte nach M├╝nchen
1872 Baubeginn des Werkes Unterwellenborn in Th├╝ringen. (weitere historische Daten dieses Werks s.d.)
1872 Ende der Erzf├Ârderung (Oolithe) in der Grube R├Âschen (Hersbrucker Revier)
1872 Die Maxh├╝tte erwirbt das Erzrevier Elgersburg
1873 Ende der Erzf├Ârderung in der Grube Krumbach durch die Maxh├╝tte
10.06.1873 Nach Anblasen des 1. Hochofens in Unterwellenborn kann die Bessemer-H├╝tte in Maxh├╝tte flott arbeiten, w├Ąhrend die Rosenberger Anlage wie zuvor das Roheisen f├╝r die Puddel├Âfen liefert.
1874 Tod des Gesch├Ąftsf├╝hrers der Maxh├╝tte, Carl Seeligmann. Sein Nachfolger wird Ernst Fromm; dieser ├╝bernimmt die Gesamtleitung der Werke.
1876 Die Maxh├╝tte besitzt in ihren s├Ąmtlichen Werken: 40 Dampfkessel, 34 Dampfmaschinen, 5 Dampfh├Ąmmer, 1 Holzkohlenhochofen, 2 Kokshoch├Âfen, 21 Doppelpuddel├Âfen, 1 einfacher Puddelofen, 12 Schwei├č├Âfen und 7 Walzwerke.
1877 Die Maxh├╝tte kauft aus dem Besitz des N├╝rnberger Gro├čindustriellen Cramer-Klett das Erzrevier von Auerbach und das Vorkommen von Langenbruck. Es sind mit Aufschlu├čarbeiten und Bohrungen in diesen Revieren gro├če Mittel festgelegt, doch wird bald erkannt, wie wertvoll dieses Gebiet bei Auerbach f├╝r die Maxh├╝tte ist.
1878 Das Auerbacher Eisenerzrevier der Kreideformation geh├Ârt seit 1878 zur Maximiliansh├╝tte, Sulzbach-Rosenberg (1877 erworben)
01.10.1878 Ernst Fromm jun. wird als Oberingenieur in den Beamtenk├Ârper der Maxh├╝tte ├╝bernommen
1879 Ernst Fromm sen. erwirbt f├╝r die Maxh├╝tte das Thomaspatent. Er kann jedoch wegen der angespannten Wirtschaftslage seine Ideen nicht mehr umsetzen
1879 Die Erzgrube Leonie wird von der Maxh├╝tte erworben. Hier ist in besten Zeiten mit einer Belegschaft von 70 Mann, die "Alte Leonie" in Betrieb. Als sich herausstellt, da├č das Erz f├╝r Rosenberg wegen des hohen Phosphorgehaltes wenig brauchbar ist und es der Transport mit Fuhrwerken nach Ranna, der n├Ąchstliegenden Bahnstation, noch unwirtschaftlicher macht, bangt man um das Leben der Grube.
01.10.1879 Schaffung der Beamten-Pensionskasse
1881 Bau einer Schlackenziegelei
01.06.1881 bis 31.12.1881 Inangriffnahme umfassender Bauten. Man spricht von einer Bausumme von 5 Millionen. Eion Entphosphorungswerk (= Thomasstahlwerk), ein Warmbl├Ąsewerk, ein Walzwerk, zwei Drahtseilbahnen (vor Etzmannsdorf, Anschlu├č Lobenhof nach Rosenberg; sowie Auerbach-Michelfeld) sollen hergestellt werden.
1882 Schlie├čung der Hochofenanlage der Maxh├╝tte am "Anger" in Nittenau. Sie war nach Verlegung der alten Anlage nach dem sogenannten "Wechsel" bei Bergham mit gutem Erfolg in Betrieb. Von da ab ist in Nittenau nur noch die Gie├čerei besch├Ąftigt.
1882 Schaffung der Pensionskasse f├╝r Angestellte, Meister und Arbeiter
1882 Hugo von Maffei ├╝bernimmt den Vorsitz im Aufsichtsrat der Maxh├╝tte
1882-1883 Inbetriebnahme der neu erbauten Schlackenziegelei
04.1882 Der dritte Hochofen kommt wieder in Betrieb, da sich die Roheisenanforderungen von Haidhof vergr├Â├čert haben
1883 Er├Âffnung einer Seilbahn vom Erzrevier von Auerbach zur Station Ranna an der Bayreuther Bahn. Dem Bau dieser Bahn wurden vorher gro├če Schwierigkeiten in den Weg gelegt
1886 Bau des ersten Schachts der Erzgrube "Caroline" in Sulzbach
31.03.1886 Ernst Fromm sen. tritt in den Ruhestand. Der Aufsichtsrat ├╝bertr├Ągt die Leitung der Maxh├╝tte seinem Sohn Ernst Fromm. Der letzte Jahresbericht des Scheidenden schlie├čt mit den Worten: "Mein Nachfolger in der Leitung der Werke d├╝rfte nicht zu beneiden sein."
Fr├╝hjahr 1887 Auf Antrag von Fromm jun. wird im Fr├╝hjahr der Bau einer Thomash├╝tte in Rosenberg beschlossen.
1887 Der Eisenberg bei Ludwigstadt wird erworben
1887 Erste Cowper-Winderhitzer. Diese Neuerung bringt eine Kostenminderung um etwa drei Mark je Tonne Roheisen.
08.1887 Schlie├čung der Gie├čerei der Maxh├╝tte in Nittenau (bis 1882 auch H├╝ttenwerk) und Verlegung nach Haidhof. Diese Gie├čereien stehen unter der Leitung des jungen Franz Loritz, der bis zu seinem Tod als Gie├čereiverwalter t├Ątig ist.
01.11.1887 bis 01.12.1887 Der Bau einer Thomash├╝tte in Rosenberg wird nach langen und schwerwiegenden ├ťberlegungen Wirklichkeit.
1888 Erwerbung der Grubenfelder von Herrn von Swaine in Schmiedefeld am Rennsteig, Wittmannsgereuth und Eisenberg
1888 Bau einer Seilbahn zur Erzgrube "Caroline" in Sulzbach
1888 Die Maxh├╝tte hat Gelegeheit, das trotz der geringf├╝gigen Stabeisenerzeugung als Wettbewerber l├Ąstige Eisenwerk Fronberg mit Kupolofen und Graugie├čerei auzukaufen.
15.10.1888 Die Maxh├╝tte entschlie├čt sich zum Ankauf der Grubenfelder von Schmiedefeld am Rennsteig, ein Vorkommen, das infolge seines Phosphorgehaltes die Maxh├╝tte noch mehr auf den Thomasproze├č hinweist.
1889 Das im Januar in Betrieb genommene Thomas-Stahlwerk in Rosenberg wird durch ein Blockwalzwerk und eine Platinenstra├če erweitert
1889 Auf den Sulzbacher Gruben entstehen um 1889 die Zechen Karoline und Fromm und haben die Erzvorr├Ąte der Maxh├╝tte in unerwarteter Weise vermehrt.
Ende Januar 1889 Inbetriebnahme des Thomas-Stahlwerkes in Rosenberg f├╝r eine Leitung von 30.000 Jahrestonnen. Es besteht aus drei Konvertern mit ca. 5 t Fassungsinhalt, die gegen├╝ber dem sp├Ąteren Mischer stehen und in Richtung Eichelberg blasen. Das Roheisen wird von den Hoch├Âfen in einem Tunnel mit einem Seilzug zum Stahlwerk bef├Ârdert. Die Ergebnisse sind von Anfang an derartig, da├č das Material ohne Anstand f├╝r die Erzeugung von Schienen, welche vorerst noch in Haidhof fertiggewalzt werden, zugelassen wird. Im Anschlu├č an das Thomaswerk wird eine Blockstra├če mit einem Platinenger├╝st erbaut, welche zun├Ąchst nach Haidhof liefert. Haidhof ben├Âtigt daher nicht mehr die Bessemer-Bl├Âcke aus Unterwellenborn.
1890 Bestellung/Lieferung einer Dampfmaschine durch Maschinenbau-AG N├╝rnberg
Anfang 1890er Bau einer 825er-Triofertigsta├če im Anschlu├č an das Thomasstahlwerk, welche zu dieser Zeit das neuest auf diesem Gebiete darstellt. Auch die Verwertung der im Stahlwerk anfallenden Thomasschlacke wird von der Maxh├╝tte selbst in die Hand genommen. Einige Jahre sp├Ąter wird eine 700er-Stra├če errichtet; diese ist das fr├╝here Platinenger├╝st am Stahlwerk.
1890 Der kontinuierliche Stahlwerksbetrieb erfordert ab 1890 die Tag- und Nachtschicht. Die Arbeitszeit betr├Ągt zweimal 12 Stunden. Alle 14 Tage ist von Samstag 18 Uhr bis Montag 6 Uhr im Stahl- und Walzwerk Stillstand (Reparaturschichten). An den anderen beiden Sonntagen im Monat wird nur von Sonntag fr├╝h 6 Uhr bis abends 18 Uhr nicht gearbeitet.
1891 Bestellung/Lieferung einer Dampfmaschine durch Maschinenbau-AG N├╝rnberg
02.01.1891 Aufgrund weiterer Erzfunde im Sulzbacher Revier kommt ein vierter Hochofen in Betrieb, der fast die doppelte Erzeugung wie einer der drei alten ├ľfen aufweist. Gleichzeitig werden zwei neue Senkrechtaufz├╝ge, die nicht mehr in der Ofenachse, sondern vor den ├ľfen (Richtung Rosenberg) stehen und durch je eine Br├╝cke mit der Gicht verbunden sind, aufgestellt. - Der neue Hochofen bew├Ąhrt sich bald so gut, da├č man auch die anderen ├ľfen vergr├Â├čert.
15.04.1891 Tod von Ernst Fromm sen. auf seinem Alterssitz in Etterzhausen
1892 Umzug der Hauptverwaltung von Haidhof nach Rosenberg.
1892 Bau des ersten Stollens im Grubenfeld der Maxh├╝tte in Schmiedefeld
13.10.1892 Die Erkenntnis, da├č das Werk in Haidhof nicht mehr am richtigen Platz ist, l├Ą├čt in Rosenberg ein modernes Fertigwalzwerk (mit einer Bockstra├če und einer 700er-Stra├če) entstehen. In Haidhof wird am 13. Oktober die letzte Schiene gewalzt. (= Verlegung der Erzeugung von Schienen und Oberbaumaterial von Haidhof nach Rosenberg)
1893 Einrichtung einer neuen Schlackenhalde infolge des gr├Â├čeren Schlackenanfalls (4 Hoch├Âfen in Betrieb)
02.1893 Zum Ausgleich der Rosenberger Blocklieferungen f├╝r die Mittel- und Feinstra├čen in Haidhof wird dort der erste Martinofen in Betrieb genommen.
1894 Bau des ersten noch mit Kohle beheizten Siemens-Regenerations-Tiefofens zum Aufw├Ąrmen der Bl├Âcke
1895 Bestellung/Lieferung von 3 Dampfmaschinen durch Maschinenbau-AG N├╝rnberg
1896 Der langj├Ąhrige Hochofendirektor der Maxh├╝tte, Firdrich Werlisch, stirbt, nachdem er fast 34 Jahre lang die Hoch├Âfen und Bergwerke in Rosenberg und Sulzbach geleitet hatte.
1896 Aufnahme der Elektrizit├Ątserzeugung, zun├Ąchst f├╝r Beleuchtungszwecke
1897 Bau der Grubenbahn im Grubenfeld der Maxh├╝tte in Schmiedefeld
1898 Betriebser├Âffnung im Grubenfeld der Maxh├╝tte in Schmiedefeld
1898 Bau der Trinkwasserversorgung im Werk
24.06.1898 Einrichtung einer Werksbadeanstalt mit Brauseb├Ądern, Auskleider├Ąumen und Kabinen mit Wannenb├Ądern
10.08.1898 Nach dem Aufh├Âren des Blocklieferungsvertrages mit der K├Ânigin-Marienh├╝tte in Cainsdorf verliert die Bessemer-H├╝tte in Unterwellenborn ein wichtiges Absatzgebiet. Man entschlie├čt sich daher und mit R├╝cksicht auf die zu erwartenden gro├čen Schienenauftr├Ąge der S├Ąchsischen Staatsbahn zur Errichtung eines modernen Thomasstahlwerks mit Block- und Fertigstra├čen in Lichtentanne. Inbetriebsetzung am 10. August.
Winter 1899/1900 Nach eingehender Untersuchung kauft die Maxh├╝tte 7 1/2 preu├čische Maximalfelder in der Gegend von Hamm und beginnt mit dem Aufteufen einer Doppelschachtanlage.
1900 Gro├če Erzfunde im Bereich des Grubenfelds Sulzbach
1901 Inbetriebnahme des zweiten Siemens-Regenerations-Tiefofens zum Aufw├Ąrmen der Bl├Âcke
1902 Wassereinbruch in Grube "Caroline" in Sulzbach
1902 Bau einer elektrischen Zentrale
1902 Aufstellung einer 90-PS-Sauggasmaschine von der Maschinenbaugesellschaft N├╝rnberg. Sie wird mit Generatorgas aus Koks und Anthrazit betrieben. Die Anlage steht in der N├Ąhe des sp├Ąteren Hochofens V.
18.08.1902 Die Absicht, sich auch in bezug auf Kohle von Fremden unabh├Ąngig zu machen, f├╝hrt zum Erwerb von Steinkohlenfeldern in der N├Ąhe von Hamm (Westf). Am 18. August wird die f├╝r die Maxh├╝tte so folgenschwere Abteufung zweier Sch├Ąchte auf der neu erworbenen Maximilianszeche beschlossen. Es zeigen sich gro├če Schwierigkeiten durch starke Sohleinbr├╝che mit Kohlens├Ąure, so da├č der Fortschritt der beiden Sch├Ąchte nur langsam vor sich geht.
1904-1905 Die Maxh├╝tte errichtet die Doppelschachtanlage "Maffei" in Auerbach
1904-1906 Aufstellung vom zwei Gleichstrommaschinen mit Dampfantrieb in den Jahren 1904 und 1906
1905 Er├Âffnung des Ostfelds im Grubenfeld der Maxh├╝tte in Schmiedefeld
1905-1906 Das Ergebnis mit dem 90-PS-Gasmotor ist zufriedenstellend, so da├č 1905 und 1906 die beiden ersten mit Gichtgas betriebenen Gebl├Ąsemaschinen folgen.
1905-1906 Aufstellung einer Gasw├Ąsche f├╝r das Gichtgas der Gasmaschinen. Standort oberhalb der sp├Ąteren elektrischen Zentrale
05.1905 In einer in Rosenberg stattfindenen Aufsichtsratssitzung wird der Neubau der verschiedenen Betriebe in Rosenberg beschlossen. Eingehend wird die Frage gepr├╝ft, ob die Rosenberger Anlage umzubauen oder ein vollst├Ąndig neues Werk zu errichten sei, sei es nur in der N├Ąhe von Rosenberg oder in Auerbach oder in Hersbruck. Die Entscheidung f├Ąllt aber mit R├╝cksicht auf die anderweitigen, die Mittel der Gesellschaft stark in Anspruch nehmenden Aufgaben (Ausbau der neuen Kohlenzeche in Hamm) auf den Ausbau der Rosenberger Werksanlage.
15.11.1905 Bau eines neuen Kamins mit einer H├Âhe von 60 m und einer oberen Lichtweite von 2 m. In einer H├Âhe von 23 m erh├Ąlt der Kamin einen Wasserbeh├Ąlter von 130 cbm. Dieser Riesenkamin, der ein m├Ąchtiges Fundament besitzt, dient zur Ableitung von Rauchgasen. Erbaut wird der vom Baugesch├Ąft Kaiser & Schoor in N├╝rnberg.
1906 Die Maxh├╝tte erwirbt von der K├Ânigin Marienh├╝tte nach langen Verhandlungen die Auerbacher Erzfelder Barbara II und Altenberg II. Durch einen weiteren Vertrag mit dem bayerischen Fiskus gelingt es der Maxh├╝tte, ihre durch fortgesetzte Bohrungen erschlossenen Erzfelder gegen├╝ber denen des bayerischen Staates in g├╝nstiger Weise abzugrenzen.
1906-1907 Eine Schr├Ągbahn mit Seilzug und H├Ąngewagen kommt als neue Transporteinrichtung zur Gicht der Hoch├Âfen in Betrieb. Sie wurde von der Firma Bleichert gebaut.
1906-1907 Der Waggonkipper wird gebaut, und vom Waggonkipper zu den neuen Erzbunkern wird die sogenannte "Kombinierte Bahn" errichtet, eine H├Ąngebahn mit teilweise Seilzug und auf ebener Strecke mit Elektro-Einzelantrieb f├╝r jeden Wagen.
1906 Das an des Stahlwerk gelieferte Roheisen wird ab 1906 gewogen
11.05.1906 F├╝r die neue Hochofenanlage wird ein neuer Kamin gebaut, welcher 70 m hoch wird und am oberen Ende 2,75 m im lichten weit ist.
02.11.1906 Die Maxh├╝tte erbaut, nachdemm der vierte neue Hochofen in der Ausf├╝hrung begriffen ist, nun auch noch einen f├╝nften Hochofen (Meldung vom 2. Nov.)
1907 Aufstellung des ersten Gasdynamos
21.02.1907 Das erste Kohlenfl├Âz auf Zeche Maximilian b. Hamm wird angefahren
07.1907 Unter der verantwortlichen Leitung des Dipl.-Ing. E. B├Âhringer - des nachmaligen ersten Vorstandsmitglieds der Maxh├╝tte - entsteht auf dem Rosenberger Gel├Ąnde ein neues Thomasstahlwerk mit vorl├Ąufig 3 Konvertern ├á 12 Tonnen Inhalt, die nicht mehr in Richtung Eichelberg, sondern in Richtung Schlo├čberg-Rosenberg blasen. Das Werk geht im Juli in Betrieb. Infolge der Vergr├Â├čerung der Konverter kann das Blockgewicht auf 2,5 t erh├Âht werden, was eine Verbesserung des Ausbringens bringt. Daran schlie├čen sich eine schwere Reversierblockstra├če, eine 700er Triostra├če f├╝r Schienen und Tr├Ąger mit zugeh├Ârigen Nebenbetrieben, Adjustageeinrichtungen und Lagerpl├Ątzen an. Eine moderne Gasmaschinenzentrale erzeugt den elektrischen Strom und den Gebl├Ąsewind f├╝r die Hoch├Âfen und das Thomasstahlwerk. Den Abschlu├č bildet der Umbau der alten 825er Triostra├če, die Errichtung eines vierten und f├╝nften Konverters, eines Mischers von 300 Tonnen Fassung und die Erweiterung der Hochofenanlage durch einen f├╝nften und sechsten Ofen.
1908 Einstellung der F├Ârderung im Ostfeld des Grubenfelds der Maxh├╝tte in Schmiedefeld
1908 Blockstra├če und 700er-Walzwerk gehen in Betrieb
25.08.1908 Bau eines neuen Kamins mit 58 m H├Âhe, es wird der 7. steinerne Kamin (Meldung vom 26.08.)
03.12.1908 Bei Inbetriebnahme des Walzwerks am Samstag ereignet sich ein schwerer Defekt am Kessel, der wie eine Papiert├╝te zusammenklappt und dabei seine Grundlage mit in die H├Âhe rei├čt. Der Kessel wurde statt aus 8 mm starkem Eisenblech aus nur 6 mm starkem Blech hergestellt.
1909 Erzfunde im Bereich Grube Anne und Etzmannsberg (Revier Sulzbach)
1909 Aufstellung von drei Gasgebl├Ąsemaschinen
06.01.1909 Nach Wiederinbetriebnahme des Walzwerks bricht ein Zahnrad infolge schlechten Materials oder eines Gu├čfehlers, so da├č der Betrieb eingestellt werden mu├č
1910 Bau der 800er-Walzenstra├če
Herbst 1910 Aufstellung des dritten Gasgebl├Ąses
1911 Bau von [Sto├č-?]Ofen III und Mischer
1911 Der Firmensitz wird von M├╝nchen nach Sulzbach-Rosenberg H├╝tte verlegt
1912 Unter Aufwendung aller technischen und finanziellen Mittel gelingt es, die Schachtanlage Maximilian b. Hamm bis zum Jahre 1912 soweit auszubauen, da├č die Kohle gef├Ârdert werden kann.
1912 Die Maxh├╝tte erwirbt die Zeche "Crux"
1912 Bau des Klenzeschachts im Revier Sulzbach
1912 Aufstellung des Stahlwerks-Gasgebl├Ąses
1912 Es wird ein Roheisenmischer von 200 t Fassungsinhalt errichtet (sp├Ąter auf 400 t vergr├Â├čert)
1912 Umbau der 825er-Stra├če als Reversierstra├če mit fahrbaren Hebetischen
1912 Aufstellung des zweiten Gasdynamos
1912 Das Stahlwerks-Dampfgebl├Ąse wird durch ein Zwillings-Gasgebl├Ąse ersetzt
1912 Mit dem Bau des vierten Konverters im Stahlwerk wird begonnen
1913 Elektrifizierung der Schachtanlagen im Revier Sulzbach
30.09.1913 Der f├╝nfte Hochofen wird angeblasen, und mit dem Bau des sechsten Ofens wird begonnen
01.1914 Die Koks├Âfen auf Zeche Maximilian in Hamm werden in Betrieb genommen (1913 oder 1914)
1. Weltkrieg Der Erste Weltkrieg entrei├čt der Maxh├╝tte 20 Beamte und 402 Arbeiter
Anfang 1. Weltkrieg Die Aufw├Ąltigung des schweren Sohlbruchs in der Zeche Maximilian kommt zum Erliegen, da durch die bei der Mobilmachung Einberufenen fehlen. Das Werk, das nach zw├Âlfj├Ąhriger, m├╝hevoller Arbeit mit gro├čen finanziellen Opfern geschaffen wurde, geht durch Ersaufen der Sch├Ąche verloren.
03.08.1914 Durch den Ausbruch des Ersten Weltkriegs kann der Betrieb mit f├╝nf Hoch├Âfen nur bis zum 3. August aufrecht erhalten werden. Wegen Koksmangels sind danach meist nur vier Hoch├Âfen in Betrieb
1915 Die H├╝tte leidet unter Koksmangel
30.09.1915 Geheimrat Ernst Fromm legt nach 37j├Ąhriger T├Ątigkeit sein Amt als Vorstand der Gesellschaft nieder und stellt seine langj├Ąhrigen Erfahrungen der Maxh├╝tte als Mitglied und Delegierter des Aufsichtsrates zur Verf├╝gung.
01.10.1915 Generaldirektor Dr. Hans Hilbenz wird zum Nachfolger von Ernst Fromm berufen
1916 ├ťbernahme der Felder der Gewerkschaft Wittelsbach. Hierdurch wird eine umfangreiche Erweiterung des Felderbesitzes erzielt, der f├╝r die "fernste Zukunft" [sic - H├╝tte 2002 geschlossen!] die Erzversorgung der Maxh├╝tte sichert, insbesondere, wenn es gelingt, die in gro├čen Mengen anstehenden Doggererze wirtschaftlich aufzubereiten.
1916 Die Gruben Crux und Elgersburg in Th├╝ringen f├Ârdern Erz
1916 Neue Aufschl├╝sse im Revier Sulzbach
1917 Brand in Grube "Caroline" (Revier Sulzbach)
1917 Verkaufsverhandlungen mit der Ilseder H├╝tte wegen des Verkaufs der Zeche "Maximilian" an diese (Kauf kommt nicht zustande)
1917 Bau der Kolonie Tafelberg
31.10.1917 Dr. Hans Hilbenz tritt von seinem Vorstandsamt zur├╝ck. Bis zur Bestellung eines neuen Vorstandes ├╝bernimmt E. von Fromm nochmals auf kurze Zeit die Leitung der Maxh├╝tte
01.05.1918 Dipl.-Ing. Eugen B├Âhringer, bisheriger Direktor des Eschweiler Bergwerksvereins (sp├Ąter auch Vorstandsvorsitzender), ├╝bernimmt die Leitung der Maxh├╝tte als technisches Mitglied und Direktor Engelbert Gstettenbauer als kaufm├Ąnnisches Mitglied.
1919 Die F├Ârderung im Ostfeld des Grubenfelds der Maxh├╝tte in Schmiedefeld wird neu begonnen
1920 Seit 1920 wird durch Baugeldzusch├╝sse bis ca. 1928 die Herstellung von insgesamt 232 Wohnungen erm├Âglicht, davon 207 in Bayern und 25 in Th├╝ringen
1920 Brand in Grube "Fromm" (Revier Sulzbach)
1920 5 ├ľfen sind in Betrieb
31.03.1920 Direktor Engelbert Gstettenbauer tirtt nach 43j├Ąhriger aufopfernder T├Ątigkeit im Dienste der Gesellschaft in den wohlverdienten Ruhestand. Seine T├Ątigkeit ├╝bernimmt der bisherige kaufm├Ąnnische Leider in Haidhof, Herr Oberregierungsrat Fritz Glaser.
1921 Beginn des Sp├╝lversatzes auf Grube "Caroline" (Revier Sulzbach)
1921 Die Arbeiten in der Grube "Maximilian" b. Hamm werden eingestellt
1921 6 ├ľfen sind im Feuer
1921 Hugo von Maffei scheidet durch Tod aus dem Aufsichtsrat der Maxh├╝tte aus
1921 Kommerzienrat Karl Ludwig Schneider betreut das Verkaufsressort ab 1921
07.04.1921 Erwerb der Aktienmehrheit durch die Familie R├Âchling. In der am 07. April stattfindenden Generalversammlung treten der langj├Ąhriger Vorsitzende des Aufsichtsrates, Dr.-Ing. e.h. Exz. Hugo Ritter von Maffei und Herr Geheimrat Ernst von Fromm als Delegierter des Aufsichtsrates zur├╝ck. Herr Kommerzienrat Dr. H. R├Âchling ├╝bernimmt den Vorsitz im Aufsichtsrat der Gesellschaft. Mit besonders ehrenden Worten gedenkt Herr R├Âchling der Verdienste der beiden um das Wohl der Maxh├╝tte so sehr verdienten M├Ąnner. Er f├╝hrt aus, da├č die Erfolge, welche die Maxh├╝tte bis dahin erzielt habe, neben den au├čergew├Âhnlichen Verdiensten der Familie von Maffei, in erster Linie den beiden M├Ąnnern zu verdanken seien, welche die Maxh├╝tte fast 70 Jahre lang gef├╝hrt haben und es verstanden haben, ├╝ber alle F├Ąhrnisse hinweg dem Unternehmen dasjenige Fundament zu geben, auf dem es heute steht.
30.08.1921 Die alte Zeche Leonie I bei Auerbach kommt als abgebaut zur Ruhe
01.09.1921 Direktor Karl Schneider wird als kaufm├Ąnnisches Mitglied in den Vorstand berufen
1921 Fritz Glaser tritt auf Grund freundschaftlichen ├ťbereinkommens zur├╝ck
1922 Nach Aufgabe der Zeche Maximilian b. Hamm wird als Ersatz daf├╝r die Mehrheit der Kuxe der Zeche Mont Cenis in Sodingen (Westfalen) erworben. Ferner Kauf der Gewerkschaft Viktoria-Lobst├Ądt (Braunkohlengrube) und der Mehrheit der Aktien der Bayerischen Eggenfabrik in Feucht und der neuerrichteten Bergbau-Gesellschaft Ingeborg mbH, Berlin.
1923 Es werden verschiedene Neubauten durchgef├╝hrt
1923 Es folgt ein f├╝nfter Konverter im Stahlwerk
1923 Aufstellung der beiden ersten Gasmaschinen f├╝r Drehstromerzeugung
20.02.1923 Geheimrat Dr.-Ing. e.h. Ernst Ritter von Fromm stirbt nach kurzer Krankheit auf seinem Ruhesitz in Etterzhausen. Mit ihm verscheidet eine Pers├Ânlichkeit, die wie sein Vater mit der Geschichte der deutschen Eisenindustrie und dem Namen Maxh├╝tte unl├Âsbar verbunden bleibt.
1924 Vor├╝bergehende Betriebseinstellung im Grubenfeld der Maxh├╝tte in Schmiedefeld
1924 Einstellung der F├Ârderung in den Gruben Elgersburg/Crux
1924 Beginn der Seilf├Ârderung auf Grube "Caroline" (Revier Sulzbach)
1924 Erweiterung der elektrischen Zentrale (s.a. Gasmaschinen f├╝r Drehstromerzeugung, 1923!)
1924 Eine Trockengasreinigung (System Beth) kommt in Betrieb. Nach Ausbau dieser Anlage wird die alte Na├čreinigung stillgelegt.
924 Die Grube "Maffei" bei Auerbach wird auf elektrischen F├Ârderbetrieb umgestellt
1925 Erneute F├Ârderung im Grubenfeld der Maxh├╝tte in Schmiedefeld
1926 Stillegung der Erzgrube "Fromm" (Revier Sulzbach)
06.1926 Die Maxh├╝tte bringt eine nach eigenen Patenten hergestellte, besonders verschlei├čfeste Schinene heraus, deren Kopf geh├Ąrtet ist, w├Ąhrend der Steg und der Fu├č z├Ąh bleiben. Das H├Ąrten des Kopfs geschieht durch kurzzeitiges Abschrecken mit Wasser. Nach dem Erkalten an freier Luft hat die Lauffl├Ąche eine Festigkeit zwischen 120 und 160 kp/qmm gegen├╝ber 70-80 kp/qmm bei der gew├Âhnlichen Schiene
1927 Um sich den Erzbesitz der Gewerkschaft "Kleiner Johannes" bei Pegnitz f├╝r die Zukunft zu sichern, erwirbt der bayerische Staat die Kuxe und ├╝berl├Ą├čt die H├Ąlfte der Maxh├╝tte
1927 Grube "Caroline" (Revier Sulzbach) erreicht die 144-m-Sohle
1927 Man wendet sich der Verwendung sauerstoff-angereicherten Winds im Stahlwerk zu. 1927 wird mit dem Bau einer "Stickstoffausscheidungsanlage" begonnen. Hersteller ist die Maschinenfabrik Augsburg-Plattling AG (MAPAG)
1928 Hans Krugmann ├╝bernimmt das Finanzressort und die allgemeine Verwaltung als stellvertretendes Mitglied des Vorstands
1928-1929 Die Stahlproduktion von Maxh├╝tte, Mittelstahl und Havelgruppe betr├Ągt 1928/29 922.000 Tonnen
1929 Betriebsversuche an der "Stickstoffausscheidungsanlage" im Stahlwerk. Es treten zahlreiche Schwierigkeiten auf.
1929-1930 ├ťbergang der Aktienmehrheit von der R├Âchling-Gruppe auf die Gruppe Charlottenh├╝tte
01.12.1929 bis 31.01.1930 1929/30 Erwerb des R├Âchling-Aktienbesitzes und der in Belgien liegenden Gesch├Ąftsanteile durch Friedrich Flick.
1931 Die "Stickstoffausscheidungsanlage" im Stahlwerk nimmt ihren geregelten Betrieb auf. Sie ist f├╝r eine Nennleistung von 4.500 cbm/h 45prozentigen Sauerstoffs ausgelegt. Dieser wird kurz vor dem Konverter der ├╝brigen Gebl├Ąseluft so zugesetzt, da├č ein Gemisch von 28-30% Sauerstoff und 72-70% Stickstoff entsteht, gegen├╝ber 21% Sauerstoff und 79% Stickstoff beim Blasen mit Luft. Durch den Sauerstoffzusatz kann 6-7% mehr Schrott zur K├╝hlung der Charge zugegeben werden, und die Sauerstoffanreicherung des Gebl├Ąsewindes bewirkt eine Verk├╝rzung der Blasezeit und eine Qualit├Ątsverbesserung durch Senkung des Phosphor- und Stickstoffgehaltes im Stahl.
1931 Nach dem ├ťbergang der Aktienmehrheit von der R├Âchling-Gruppe auf die Gruppe Charlottenh├╝tte (vergl. 1929/30) wird im Jahre 1931 mit der "Mitteldeutsche Stahlwerke A.-G." ein Abkommen getroffen, das die Zusammenlegung der Quoten beim Stahlwerks-Verband vorsieht. Gemeinsam mit der Charlottenh├╝tte wird sodann die Mehrheit der "Mitteldeutsche Stahlwerke A.-G." (um 1943: G. m. b. H.) aus dem Besitze der "Vereinigten Stahlwerke A.-G." erworben.
1931 Stillegung der Eisenerzgruben in Auerbach (Oberpfalz); vergl. 1933!
11.04.1931 Die Hauptversammlung vom 11. April 1931 genehmigt im Zusammenhang mit der Mehrheits-Erwerbung der "Mitteldeutsche Stahlwerke A.-G." einen mit der Charlottenh├╝tte abgeschlossenen Interessengemeinschaftsvertrag. Die Interessengemeinschaft Maxh├╝tte-Mittelstahl steht mit ihrer Rohstahlquote von 1.250.000 t an dritter Stelle im Deutschen Reich.
01.10.1932 bis 30.09.1933 Die Aktien der "Mitteldeutschen Stahlwerke" werden an die Charlottenh├╝tte abgegeben und dagegen Aktien der "Harpener Bergbau A.-G." und des "Rheinisch-Westf├Ąlischen Elektrizit├Ątswerkes" sowie Gesch├Ąftsanteile der "A. T. G. Allgemeine Transportanlagen Gesellschaft m. b. H." ├╝bernommen.
01.1933 Im Januar wird in den seit zwei Jahren stilliegenden Eisenerzgruben in Auerbach (Oberpfalz) sowie in den in Th├╝ringen gelegenen Eisenerzgruben Kamsdorf und Schmiedefeld die Erzf├Ârderung wieder aufgenommen.
01.10.1933 bis 30.09.1934 Auf den Werken Fronberg und Haidhof werden Betriebsverbesserungen durchgef├╝hrt
01.10.1933 bis 30.09.1934 Auf dem Werk Sulzbach-Rosenberg H├╝tte wird ein neuer Elektrostahlofen errichtet.
01.10.1933 bis 30.09.1934 Der Besitz an Harpen-Aktien wird gegen Abgabe von RWE-Aktien verst├Ąrkt.
01.10.1933 bis 30.09.1934 Die Kuxe der "Gewerkschaft Viktoria" bei Lobst├Ądt (├╝ber 980 von 1000 St├╝ck) werden an die "Deutsche Erd├Âl A.-G.", Berlin, verkauft.
1934 Vergr├Â├čerung des Roheisenmischers von 1912 auf 400 t Fassungsverm├Âgen
1934 Aufstellung eines Elektroofens, eines 15-t-Dreiphasen-Lichtbogenofens
13.01.1934 Im Zusammenhang mit der Abgabe und Erwerbung von Gesch├Ąftsanteilen im laufenden Gesch├Ąftsjahr und der Verschmelzung der "Actiengesellschaft Charlottenh├╝tte" mit der "Mitteldeutsche Stahlwerke A.-G." (sp├Ąter: G. m. b. H.), Riesa, beschlie├čt die au├čerordentliche Hauptversammlung vom 13. Januar 1934 auch die Aufhebung des Interessengemeinsch├Ąftsvertrages zwischen der "Eisenwerk-Gesellschaft Maximiliansh├╝tte", der "Mitteldeutsche Stahlwerke A.-G." und der "Actiengesellschaft Charlottenh├╝tte" sowie die ├änderung des Interessengemeinschaftsvertrages zwischen der "Actiengesellschaft Charlottenh├╝tte" und der Gesellschaft
08.1934 Das Stahl- und Walzwerk Unterwellenborn (Th├╝r.) wird wieder in Betrieb genommen.
01.10.1934 bis 30.09.1935 Erneuerung des Blechwalzwerkes in Haidhof
01.10.1934 bis 30.09.1935 Erweiterung der Anlagen in Unterwellenborn
01.10.1934 bis 30.09.1935 Die Beteiligung an der "A. T. G. Allgemeine Transportanlagen G. m. b. H. Maschinenfabrik", Leipzig, wird aus organisatorischen Gr├╝nden auf eine andere Konzerngesellschaft ├╝bertragen.
01.10.1934 bis 30.09.1935 Unter Abl├Âsung der 6 % Dollar-Anleihe wird eine Reichsmark-Anleihe in H├Âhe von RM 20.000.000,00 aufgenommen.
01.10.1935 bis 30.09.1936 Die Gesellschaft erwirbt die im Besitz von "Mittelstahl" befindlichen Aktien der "Harpener Bergbau-A.-G." und erh├Âht dadurch ihre Beteiligung auf ├╝ber 51 % des Gesamtkapitals von Harpen.
01.10.1935 bis 30.09.1936 Die Beteiligung an der Gewerkschaft der Steinkohlenzeche "Mont Cenis", Sodingen (Westf.), wird an die "Harpener Bergbau-A.-G." verkauft. Die Bezahlung erfolgt durch Kokslieferungen, die sich auf mehrere Jahre erstrecken.
1936 Aufstellung einer weiteren Gasmaschine zur Ausnutzung gro├čen anfallenden Gichtgasmengen (sechs Hoch├Âfen vorhanden, davon f├╝nf in Betrieb)
1937 Kommerzienrat Karl Ludwig Schneider betreut bis 1937 das Verkaufsressort
1937 Generaldirektor Dipl.-Ing. Karl Raabe ├╝bernimmt den Vorsitz im Vorstand und die gesamte technische Leitung der Gesellschaft
1937 Hermann Terberger ├╝bernimmt die Leitung des Einkaufs und Verkaufs
01.10.1937 bis 30.09.1938 Beteiligung an der "Hochofenwerk L├╝beck A.-G.", L├╝beck, sowie im Zusammenhang damit an der "Rawack & Gr├╝nfeld A.-G." (sp├Ąter: "A.-G. f├╝r Montaninteressen"), Berlin.
01.10.1937 bis 30.09.1938 Erh├Âhung des Besitzes an Aktien der "Harpener Bergbau-Aktien-Gesellschaft"
01.10.1937 bis 30.09.1938 Die Kuxe der Gewerkschaft "Kleiner Johannes" werden verkauft.
01.10.1937 bis 30.09.1938 Die bei der "Fella-Werk A.-G." durchgef├╝hrte Kapitalerh├Âhung von RM 1.080.000,00 wird von der Eisenwerk-Gesellschaft Maximiliansh├╝tte ├╝bernommen.
01.10.1938 bis 30.09.1939 Gr├╝ndung der "Exportkontor f├╝r Stahlerzeugnisse, Maschinen und Bahnbedarf G. m. b. H., Berlin", die sich mit dem Vertrieb der nicht syndizierten Erzeugnisse der Konzerngesellschaften der Friedrich-Flick-Gruppe befa├čt.
01.10.1938 bis 30.09.1939 Untersuchungs- und Aufschlu├čarbeiten in den Eisenerzfeldern in Bayern und Th├╝ringen.
10.1939 Die Maxh├╝tte fordert Kriegsgefangene f├╝r ihre Erzgruben an, bald darauf werden polnische, franz├Âsische und belgische Arbeiter in allen gr├Â├čeren Betrieben besch├Ąftigt.
01.10.1939 bis 30.09.1940 Abtretung eines Teilpostens des Besitzes von Aktien der "Fella-Werk A.-G." an eine nahestehende Gesellschaft.
1940 Hans Krugmann wird ordentliches Mitglied des Vorstands
01.01.1940 Abgabe der Grubenfelder "Bayern" und "Maximilian" bei Hamm (Westf.) an die "Reichswerke A.-G. f├╝r Erzbergbau und Eisenh├╝tten "Hermann G├Âring"" mit s├Ąmtlichen Grundst├╝cken und Geb├Ąuden gegen ├ťbernahme von Aktien der "Anhaltischen Kohlenwerke" aus dem Besitze der Reichswerke "Hermann G├Âring", die ihre Abteilungen Welzow und Niederlausitz in die Anhaltischen Kohlenweike einbringen und den ihnen aus dieser Einbringung zuflie├čenden Betrag an Aktien der Anhaltischen Kohlenwerke auf die Steinkohle abgebenden Unternehmungen ├╝bertragen. Die ├ťbernahme der Aktien der Anhaltischen Kohlenwerke gegen den Gesamtbesitz Hamm erfolgt zum 1. Januar 1940.
01.10.1940 bis 30.09.1941 Ausgabe einer 4 % Obligationsanleihe von RM 20.000.000,00 zur Konvertierung der bereits gek├╝ndigten 5 % Anleihe von 1935 von RM 5.000.000,00 und ferner zur Konvertierung der ebenfalls im Jahre 1935 ausgegebenen Anleihe von RM 15.000.000,00, die zum 1. Oktober 1941 gek├╝ndigt wird.
1941 Dr.-Ing. Fritz Wesemann tritt als technisches Vorstandsmitglied ein, da Karl Raabe die technische Leitung der Rombacher H├╝ttenwerke ├╝bernimmt.
1941-1942 Die Stahlproduktion von Maxh├╝tte, Mittelstahl und Havelgruppe betr├Ągt 1941/42 1.575.000 Tonnen, einschie├člich der neu hinzugekommenen Werke sogar 2,2 Millionen Tonnen. Die besonders kriegswichtige Elektrostahlerzeugung vervielfacht sich auf 146.000 Tonnen.
27.05.1941 Durch Beschlu├č der ordentlichen Hauptversammlung vom 27. Mai 1941 Erm├Ąchtigung des Vorstandes f├╝r f├╝nf Jahre, das Grundkapital um einen Betrag von h├Âchstens RM 10.000.000,00 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Geld- oder Sacheinlagen zu erh├Âhen.
Anfang Juli 1941 Das Engagement der Unternehmensleitung bei der Beschaffung von Kriegs- und Zivilgefangenen zeigt sich auch im Zuge des Angriffs auf die Sowjetunion. Schon Anfang Juli, vier Monate bevor der Einsatz von sowjetischen Kriegsgefangenen und Zivilisten offiziell sanktioniert wurde, fordert der Vorstand in Sulzbach-Rosenberg solche Kr├Ąfte anm.
01.07.1941 K├╝ndigung der 5% Anleihe ├╝ber RM 5.000.000,00 vom Juni 1935 zum 1. Juli 1941
01.10.1941 bis 30.09.1942 Umwandlung des I.-G.-Vertrages mit "Mittelstahl" in einen Organvertrag. Dauer 10 Jahre mit stillschweigender Verl├Ąngerung um jeweils den gleichen Zeitraum. Dividendengaraniie von 5 % auf 5 Jahre, alsdann Verst├Ąndigung ├╝ber den weiteren Dividendensatz.
01.10.1941 bis 30.09.1942 Bildung einer mit RM 1.000.000,00 dotierten "Friedrich-Flick-S├╝ftung"
12.05.1942 Laut Aufsichtsratsbeschlu├č vom 12. Mai 1942 Kapitalberichtigung gem├Ą├č DAV vom 12. Juni 1941 um 66,67 % = Reichsmark 17.500.000,00 auf RM 43.750.000,00 durch Entnahme von RM 6.000.000,00 aus anderen R├╝cklagen, durch Zuschreibung von RM 4.800.000,00 zum Anlageverm├Âgen, RM 3.200.000,00 zu Beteiligungen, RM 3.500.000,00 aus sonstigen Bilanzposten.
14.05.1943 Laut Hauptversammlungsbeschlu├č vom 14. Mai 1943 Umwandlung der Inhaberaktien in Namensaktien.
1944 Aufstellung einer weiteren Gasmaschine
1945 Verlust der th├╝ringischen Eisenerzgruben und der th├╝ringischen und s├Ąchsischen Werke im bisherigen Hauptabsatzgebiet.
Ende Januar 1945 Hans Krugmann scheidet aus dem Finanzressort und allgemeine Verwaltung wegen schwerer Krankheit aus
Ende Januar 1945 Generaldirektor Dipl.-Ing. Karl Raabe tritt als Vorsitzender im Vorstand wegen schwerer Krankheit zur├╝ck
04.1945 Alle Betriebe und Gruben kommen zum Stillstand.
01.07.1945 bis 31.12.1945 Der Vorstand einschlie├člich Otto-Ernst Flick mu├č auf Anordnung der Alliierten seine T├Ątigkeit einstellen. Mit diesem Zeitpunkt ├╝bernimmt Dr. rer.pol. h.c. Erich Enzmann die treuh├Ąnderische Leitung der Gesellschaft
1947 Dipl.-Ing. Eduard Czeike-Zentzytzki steht dem Leiter der Gesellschaft, Dr. rer.pol. h.c. Erich Enzmann, als technischer Treuh├Ąnder zu Seite
Herbst 1950 Bau eines neuen Kraftwerks zur Dampf- und Stromerzeugung. Es geht im Herbst in Betrieb und besteht aus drei Hochdruckkesseln mit einer Leistung von 20-35 t/h Dampf pro Kessel mit p= 60 bar und zwei Dampfturbinen. Eine der Turbinen arbeitet als Entspannungsturbine von 60 auf 10 bar. Der Abdampf wird teils ├╝ber Ruths-Speicher den Walzenzugmaschinen zugef├╝hrt, teils in der anderen Turbine zur Stromerzeugung genutzt.
13.12.1951 ├ťbernahme von 26% der MH-Gesch├Ąftsanteile durch den bayerischen Staat im Zuge der Entflechtung der deutschen Montanindustrie durch einen vom bayerischen Landtag fast einstimmig genehmigten Vertrag. Dabei macht Dr. Flick unter weitgehender Zur├╝ckstellung seines Kohlenbesitzes an der Ruhr seinen ganzen Einflu├č dahingehend geltend, da├č keine Ver├Ąnderung der Eigentumsverh├Ąltnisse in der gesamten westdeutschen Montanindustrie nach dem Ausland eintritt.
1952 Die 74 Prozent nicht vom bayerischen Staat ├╝bernommenen Anteile werden aus dem Besitz der Friedrich-Flick-Kommanditgesellschaft im Zuge der Entflechtungs-Anordnung an die Merkur-Gesellschaft f├╝r Industrie- und Handelsunternehmen m.b.H. ├╝bergef├╝hrt. An der Merkur-Gesellschaft sind die beiden S├Âhne von Dr. Friedrich Flick, die Herren Otto-Ernst Flick und Fritz-Karl Flick, je zur H├Ąlfte beteiligt, so da├č der Mehrheitsbesitz nach wie vor geschlossen bei der Familie Flick liegt.
01.07.1952 Nach der vor├╝bergehenden Beteiligung an der Zeche Mont Cenis und sp├Ąter der Harpener Bergbau-AG in Dortmund werden mit Wirkung vom 1. Juli 50% der Monopol-Steinkohlenbergwerke AG in Kamen erworben, die ├╝ber ein gutes Steinkohlenvorkommen verf├╝gt. Die Schachtanlagen Grimberg 1/2 geh├Âren zu den modernsten F├Ârdereinrichtungen an der Ruhr
1953 Umbau des Elektroofens von 1934 auf Korbbeschickung.
1954 Inbetriebnahme des MH-Rohrwerkes.
1955 Die Maxh├╝tte geh├Ârt wieder 100%ig zur Flick-Gruppe.
1962 Bau und Inbetriebnahme eines Kaltwalzwerkes in Haidhof
1968 Inbetriebnahme des ersten OBM-Konverters im Stahlwerk Rosenberg.
1970 Umstellung des Thomasstahlwerkes auf das OBM-Verfahren.
1970-1971 Umstrukturierung des Werkes Haidhof durch kontinuierliche Stab- und Betonstahlstra├čen, Konzentration der Stahlproduktion auf Rosenberg.
1970 Inbetriebnahme der Bandverzinkungsanlage Salzgitter.
1974-1977 Umbau des OBM-Stahlwerkes Rosenberg.
1976-1978 Die F├Ârderung im Erzbergwerk Auerbach wird 1976 oder 1978 eingestellt
1977 Erwerb der Mehrheit der MH-Gesch├Ąftsanteile durch die Kl├Âckner-Werke AG. Der Kl├Âckner-Konzern erh├Ąlt nicht geringe ├Âffentliche Subventionen.
1978 Konzentration des Bergbaus der Maxh├╝tte auf den Leonie-Schacht bei Auerbach.
1979 Die Maxh├╝tte geh├Ârt fast 100%ig zur Kl├Âckner-Werke AG.
1980 Entwicklung des KMS-Stahlherstellungsverfahrens (Kl├Âckner-Maxh├╝tte-Stahl).
1981 Stillegung des E-Ofens.
1983-1984 Inbetriebnahme der Vorblock-Stranggie├čanlage, des Hubbalkenofens, der neuen Adjustage f├╝r Halbzeug und Einrichtung f├╝r die Ringfertigung. Modernisierung der schweren Profilstra├če.
Stillegung von Gie├čgrube, Tief├Âfen und zwei Profilstra├čen (Mitteleisenstra├čen).
01.01.1984 15%ige Beteiligung der Eschweiler Bergwerks-Verein AG am Stammkapital der Maxh├╝tte durch Einbringung der Eschweiler H├╝ttenbetriebe.
01.07.1984 49%ige Beteiligung der MH an SALMAX/Salzgitter-Dr├╝tte durch Einbringung der Bandverzinkungsanlage.
Die "Gesellschaft f├╝r oberfl├Ąchenveredelte Feinbleche mbH" erzeugt feuerverziktes Feinblech, Kunststoffbeschichtetes Feinblech und Trapezprofile.
30.09.1985 Verkauf des Kaltwalzwerkes in Haidhof.
1987 Verkauf der SALMAX-Gesch├Ąftsanteile durch den Sequester
1987 "Gr├╝nes Licht" der Bayerischen Staatsregierung f├╝r eine Auffangl├Âsung mit den Gesellschaftern Freistaat Bayern, Saarstahl, Kl├Âckner, Thyssen, Krupp und Mannesmann
16.04.1987 Konkurs der Maxh├╝tte, Weiterf├╝hrung des Betriebes durch Maxh├╝tte i.K.
11.05.1987 Schlie├čung der Grube Leonie in Auerbach
1988 Verkauf der Eschweiler H├╝ttenbetriebe
1988 Genehmigungsverfahren des Investitions- und Kapazit├Ątsumfanges f├╝r die neue Gesellschaft
1988-1989 Gr├╝ndung der Vorschaltgesellschaften zur Fortf├╝hrung des Unternehmens
30.06.1990 Stillegung des Werkes Maxh├╝tte-Haidhof.
01.07.1990 Start der NMH Stahlwerke GmbH mit der Tochtergesellschaft "Rohrwerk Neue Maxh├╝tte GmbH" in Sulzbach-Rosenberg nach umfangreichen investiven Ma├čnahmen.
1993 Die Aicher-Gruppe erwirbt die jeweils elfprozentigen Maxh├╝tten-Anteile von Thyssen, Kl├Âckner und Krupp und ├╝bernimmt die industrielle F├╝hrung
1994 ├ťbertragung der NMH-Gesch├Ąftsanteile des Freistaates an die Lechstahlwerke
06.11.1998 Antrag auf Er├Âffnung des Vergleichsverfahrens NMH Stahlwerke GmbH beim Amtsgericht Amberg. Zum Sequester wird Rechtsanwalt Dr. Jobst Wellensiek bestellt.
12.11.1998 Antrag auf Er├Âffnung des Vergleichsverfahrens Rohrwerk Neue Maxh├╝tte GmbH.
1998 Er├Âffnung des Konkursverfahrens NMH Stahlwerke GmbH und Rohrwerk Neue Maxh├╝tte GmbH und bis auf weiteres Betriebsfortf├╝hrung durch den Konkursverwalter Dr. Wellensiek
03.2000 Der bayerische Ministerpr├Ąsident Edmund Stoiber verk├╝ndet auf einer Betriebsversammlung, die Maxh├╝tte sei gerettet. Mit dem Miteigent├╝mer Max Aicher sei eine Einigung dar├╝ber erzielt worden, da├č der Stahlunternehmer J├╝rgen Gro├čmann das Werk ├╝bernehme. - Aicher l├Ą├čt Stoiber ins Leere laufen: Der Unternehmer verhindert ├╝berraschend einen Neuanfang.
2001 Das Rohrwerk wird Betriebsstelle der ARI-Baustahl GmbH.
05.06.2002 Auf einer Betriebsversammlung k├╝ndigt der Betriebsratsvorsitzende Albert Vetter an, im kommenden Monat werde damit begonnen, die Neue Maxh├╝tte GmbH in Schritten stillzulegen. Derzeitig gebe es kein seri├Âses ├ťbernahmeangebot f├╝r das Unternehmen. Die Verhandlungen mit mehreren Investoren seien gescheitert. Mit der alten Technik sei das Stahlwerk nicht mehr l├Ąnger konkurrenzf├Ąhig. Von der Schlie├čung seien nicht nur die 850 Stahlwerker betroffen. 1500 Stellen hingen bei Handwerkern und anderen Betrieben von der Maxh├╝tte ab. Vetter fordert von der bayerischen Staatsregierung ein Besch├Ąftigungsprogramm f├╝r die Region. Nach den Worten von Konkursverwalter Jobst Wellensiek gaben nicht mehr aufschiebbare Ausgaben f├╝r Reparaturen und Umweltschutzma├čnahmen den letzten Ansto├č f├╝r den Einstellungsbeschlu├č. Hierf├╝r w├Ąren 12 Millionen Euro notwendig gewesen, die der Betrieb in der gegenw├Ąrtigen Konjunkturkrise nicht erwirtschaftet habe.
23.09.2002 Nach dem letzten Abstich erl├Âschen die Feuer am Hochofen f├╝r immer. Von den einst 10.000 Arbeitern sind zu dieser Zeit nur noch 900 ├╝brig.
24.09.2002 Ein St├╝ck Industriegeschichte in Bayern geht zu Ende. Nach jahrelangen Rettungsversuchen wird das insolvente Stahlwerk endg├╝ltig stillgelegt. Etwa 2/3 der 850 ([NN]: 750) Besch├Ąftigten werden von einer Auffanggesellschaft (Besch├Ąftigungsgesellschaft) ├╝bernommen, die anderen werden arbeitslos oder gehen in den Vorruhestand. F├╝r die soziale Abfederung der Arbeitnehmer gibt der Freistaat 29 Millionen Euro aus, weitere 17 Millionen Euro flie├čen in die Regien. Die 47 Auszubildenden werden von der Pumpenfabrik KSB in Pegnitz, von Siemens in Amberg und vom Regensburger BMW-Werk ├╝bernommen. Die veralteten Produktionsanlagen werden abgerissen. Die Stadt hofft, auf dem Gel├Ąnde neue Betriebe ansiedeln zu k├Ânnen. Betriebsratschef Albert Vetter erkl├Ąrt am 24.09. auf der letzten Betriebsversammlung, das Roheisen des abgelegenen Werks mit seinem kleinen, veralteten Hochofen sei um die H├Ąlfte teuerer als in Duisburg. Ein Einstieg des Osnabr├╝cker Stahlunternehmers J├╝rgen Gro├čmann, der das Werk modernisieren wollte, sei am Maxh├╝tte-Miteigner Max Aicher gescheitert. Ein anderer Investor fand sich nicht.
20.07.2004 Nach fast sechs Jahren ist das Konkursverfahren der Maxh├╝tte mangels Masse laut Auskunft des Konkursverwalters Jobst Wellensiek beendet. Nach dem geschlossenen Vergleich erhalten zwei Firmen des Alteigent├╝mers Max Aicher das Grundstr├╝ck zur Verrechnung mit den Pfandrechten. (Bericht vom 20. Juli)




Betriebene Dampfmaschinen

Bezeichnung Bauzeit Hersteller
Walzenzug-Dampfmaschine 1907 Lokomotiv- und Maschinenfabrik J. A. Maffei
Walzenzug-Dampfmaschine 1913 Lokomotiv- und Maschinenfabrik J. A. Maffei
Walzenzug-Dampfmaschine 1910/11 Sack & Kiesselbach Maschinenfabrik GmbH
Dampfmaschine 1908 Sack & Kiesselbach Maschinenfabrik GmbH
Dampfmaschine 1900-1911 Gebr. Sulzer AG
Dampfmaschine 1868 Maschinenbau-Aktiengesellschaft N├╝rnberg
Dampfmaschine 1868 Maschinenbau-Aktiengesellschaft N├╝rnberg
Dampfmaschine 1890 Maschinenbau-Aktiengesellschaft N├╝rnberg
Dampfmaschine 1891 Maschinenbau-Aktiengesellschaft N├╝rnberg
Dampfmaschine 1895 Maschinenbau-Aktiengesellschaft N├╝rnberg
Dampfmaschine 1895 Maschinenbau-Aktiengesellschaft N├╝rnberg
Dampfmaschine 1895 Maschinenbau-Aktiengesellschaft N├╝rnberg
Dampfgebl├Ąsemaschine 1856 unbekannt




Maschinelle Ausstattung

Zeit Objekt Anz. Betriebsteil Hersteller Kennwert Wert [...] Beschreibung Verwendung
um 1900 Lokomobilen 4 diverse Betriebe R. Wolf Aktiengesellschaft          




Personal

Zeit gesamt Arbeiter Angest. Lehrl. Kommentar
1914   6550     zus. in Bayern, Th├╝ringen, Sachsen und Zeche Maximiilan
1914   3000     Berg- u. H├╝ttenarbeiter zus. in bayr. Werken
1914   1150     zus. in th├╝r. und s├Ąchs. Werken
  1083        
1928 6001 5683 318   "tritt ihr Jubeljahr mit .... an"; davon in Bayern 4107 bzw. 243
  6000   316    
1953 2825 2371 454   "neueste Zahlen des Belgeschaftsstandes"




Firmen-Änderungen, Zusammenschüsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1861 Nebenwerk zuvor Maximiliansh├╝tte, Werk Haidhof  
1904 Nebenwerk danach Eisenerzbergwerk Maffei Maffei-Schacht zu Maxh├╝tte
1902 Nebenwerk danach Zeche Maximilian Am 18.08. Beschlu├č zum Abteufen
1898 Nebenwerk danach K├Ânig-Albert-Werk seit 10.08.1898 in Betrieb
1 Nebenwerk danach Grube Leonie vmtl. ab den 1880er Jahren betrieben
1879 Nebenwerk danach Grube Leonie erworben
1863 Nebenwerk danach Grube R├Âschen 1863 vorgerichtet
1869 Nebenwerk danach Bergwerke Crux und Elgersburg Anfang der Aktivit├Ąten in Th├╝ringen
1868 Nebenwerk danach Kamsdorfer Eisensteingruben erworben
1859 Nebenwerk danach Grube Etzmannsberg Kauf des Sulzbacher Erzreviers
1859 Nebenwerk danach Grube Karoline Kauf des Sulzbacher Erzreviers
1859 Nebenwerk danach Grube Sankt Anna Kauf des Sulzbacher Erzreviers
1859 Nebenwerk danach Grube Fromm Kauf des Sulzbacher Erzreviers
1859 Nebenwerk danach Grube Sulzbach Kauf des Sulzbacher Erzreviers
1859 Nebenwerk danach Grube Eichelberg Kauf des Sulzbacher Erzreviers
1859 Nebenwerk danach Grube Sankt Georg Kauf des Sulzbacher Erzreviers
1888 Nebenwerk danach Eisenwerk Fronberg erworben




Allgemeines

ZEIT1943
THEMAOrgane und Kapital der Gesellschaft
TEXTVorstand: Gen.-Dir. Dipl.-Ing. Karl Raabe, Sulzbach-Rosenberg H├╝tte, Vorsitzer; Direktor Dr. jur. Hermann Terberger, Sulzbach-Rosenberg H├╝tte; Direktor Hans Krugmann, Sulzbach-Rosenberg H├╝tte; Direktor Dr. Fritz Wesemann, Sulzbach-Rosenberg H├╝tte, stellv. Mitglied. Aufsichtsrat: Generaldirektor Dr. Friedrich Flick, Berlin, Vorsitzer; Direktor Konrad Kaletsch, Mitglied des Vorstandes der Mitteldeutsche Stahlwerke G. m. b. H., Berlin, stellv. Vorsitzer; Direktor Dr. Odilo Burkart, Mitglied des Vorstandes der Mitteldeutsche Stahlwerke G. m. b. H., Berlin; Generaldirektor Bergassessor Ernst Busk├╝hl, Vorsitzer des Vorstandes der Harpener Bergbau-A.-G., Dortmund; Bankier August von Finck, M├╝nchen; Bankdirektor Johannes Kiehl, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Bank, Berlin; Dr.-Ing. e. h. Gustav Knepper, Vorsitzer des Vorstandes der Gelsenkirchener Bergwerks-A.-G., Essen; Dr.-Ing. e. h. Dr. rer. techn. h. c. Generaldirektor Heinrich Koppenberg, Vorsitzer des Vorstandes der Junkers-Flugzeug- und Motorenwerke A.-G., Dessau; Geheimer Kommerzienrat Franz Kustermann, Tutzing; Graf Moritz Lippens, Br├╝ssel; Dr. Paul Marx, Mitglied des Vorstandes der Commerzbank A.-G., Berlin; Prof. Dr. Dr. jur. E. H. Meyer, Vorstandsmitglied der Dresdner Bank, Berlin; Ministerialdirektor z. D. Dr. Alfred Olscher, Berlin; Generaldirektor Dr. Ernst Poensgen, Vorsitzer des Vorstandes der Vereinigte Stahlwerke A.-G., D├╝sseldorf; Kommerzienrat Dr. h. c. Hermann R├Âchling, V├Âlklingen; Bergassessor Friedrich Schleifenbaum, Siegen; Kommarzianrat Curt Ludwig Schneider, M├╝nchen; Bankier Dr. Heinrich v. Stein, K├Âln; Fritz Tegtmeyer, Mitglied des Vorstandes der H├╝ttenwerke Siegerland A.-G., Siegen. Abschlu├čpr├╝fer f├╝r das Gesch├Ąftsjahr 1942/43: Wirtschaftspr├╝fer Fritz Lang, Berlin. Gesch├Ąftsjahr: 1. Oktober bis 30. September (Zwischengesch├Ąftsjahr 1. April bis 30. September 1930). Hauptversammlung (Stimmrecht): Je nom. RM 1.000,00 Stammaktie l Stimme. Reingewinn-Verwendung: Die Hauptversammlung kann bei dem Beschlu├č ├╝ber die Verwendung des Reingewinns auch Abschreibungen, Wertberichtigungen, R├╝cklagen und R├╝ckstellungen nach freiem Ermessen beschlie├čen. Grundkapital: nom. RM 43.750.000,00 Stammaktien in 43 750 St├╝cken zu je RM 1.000,00 (Nr. 1-43 750). Genehmigtes Kapital: RM 10.000.000,00. Gro├čaktion├Ąr: Mitteldeutsche Stahlwerke G. m. b. H., Riesa (etwa 85%).
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 3649]


ZEIT1943
THEMAZweck und Gegenstand des Unternehmens
TEXTGegenstand des Unternehmens: Erzeugung und Verarbeitung von Eisen und Stahl; Bergbau und die Verarbeitung der durch den Bergbau gewonnenen Mineralien (Stoffe); Handel mit Erzeugnissen der Eisen- und Stahlindustrie, mit Mineralien und mit Erzeugnissen aus diesen. Die Gesellschaft kann andere Unternehmungen erwerben oder sich an solchen beteiligen, falls sie wegen der genannten Gegenst├Ąnde ein Interesse daran hat. Sie kann Gewinngemeinschaften und sonstige Vertr├Ąge der im ┬ž 256 des AG genannten Art abschlie├čen. Erzeugnisse: Halbzeug aus Flu├čeisen und Elektrostahl, Oberbaustoffe, Formeisen, Stabeisen, Maximit, Maxeton, Bleche, Grau-, Stahl- und Handelsgu├č, Thomasmehl, D├╝ngekalk und Schlackenziegelsteine.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 3649]


ZEIT1943
THEMABesitzverh├Ąltnisse
TEXTBesitz- und Betriebsbeschreibung: Grund und Boden, Gerechtsame und Geb├Ąude: Die der Gesellschaft geh├Ârenden Grundst├╝cke haben eine Gr├Â├če von rd. 927 ha, davon entfallen 321 ha auf Industriegel├Ąnde und Wohnungskolonien, der Rest ist teils Vorratsgel├Ąnde, teils aus bergbaulichen Interessen erworben; teils dient er landwirtschaftlichen Zwecken. 47812 ha Erzgrubenfelderbesitz in Bayern, Th├╝ringen und Preu├čen und rd. 88 603 ha der im Vollbesitz der Gesellschaft befindlichen Gewerkschaft Wittelsbach. Erzgerechtsame: 478 122 200 qm. Zur Zeit in Betrieb befindliche Anlagen: 7 Erzgruben mit 7 F├Ârdersch├Ąchten, Stollen- und Tagebau; 2 Hochofenwerke mit 10 Hoch├Âfen; 2 Thomasstahlwerke mit 9 Konvertern; 3 Elektroofen; l Siemens-Martin-Stahlwerk mit 4 ├ľfen; 3 Walzwerksanlagen mit 3 Blockstra├čen, l Mittelstrecke, 4 schweren Schienen- und Tr├Ągerstra├čen, 3 Stabeisenstra├čen, 3 Feinblechstra├čen. Die Maxh├╝tte besitzt ferner je eine Graugu├č-, Stahl- und Handelsgie├čerei, 2 Thomasschlackenm├╝hlen, 2 Kalkwerke und 3 Schlackenziegeleien. Die Ausr├╝stung s├Ąmtlicher Werke entspricht in jeder Hinsicht dem heutigen Stand der Technik. Kraftquellen: Auf s├Ąmtlichen Werksanlagen in der Hauptsache elektrische Energie, die auf dem Hauptwerk Sulzbach-Rosenberg H├╝tte und auf dem Werk Unterwellenborn durch Gichtgasmaschinen und auf den ├╝brigen Werken durch Turbozentralen erzeugt wird. Zur Versorgung der in Sulzbach und Auerbach gelegenen Erzgruben dient eine 35 000-Volt-Leitung, die von der Gichtgasmaschinenzentrale der Rosenberger Hochofenanlage gespeist wird. Die zur Verf├╝gung stehende Energiemenge betr├Ągt 52200 PS. Sonstige Anlagen: Au├čer 3 Erzgruben und der Handelsgie├čerei sind s├Ąmtliche Anlagen mit der Reichsbahn durch eigene Gleisanschl├╝sse verbunden. Die Gesamtl├Ąnge der Gleise in den Betrieben der Maxh├╝tte betr├Ągt rd. 46 km.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 3649]


ZEIT1943
THEMABeteiligung an folgenden Unternehmens
TEXTBeteiligungen (s.d.): 1. Harpener Bergbau-Aktien-Gesellschaft, Dortmund, Beteiligung: 60%; 2. Gewerkschaft Wittelsbach, Sulzbach - Rosenberg H├╝tte (Bayr. Ostmark), Beteiligung: 100 %; 3. Fellawerk Aktiengesellschaft, Feucht bei N├╝rnberg, Beteiligung: ├╝ber 51 %; 4. Weitere Beteiligungen der Maxh├╝tte: Eisenkontor G. m. b. H., Sulzbach-Rosenberg H├╝tte, Beteiligung: RM 100.000,00 (100%); Maxh├╝tte-Industrie-Gesellschaft m. b. H., Regensburg, Beteiligung: 25.000 RM (100%); F. Sachs Nachf. G. m. b. H., Plauen (Vogtl.), Beteiligung: 240.000 RM (etwa 66,6%); Kalkd├╝ngerwerk Oberpfalz G. m. b. H., Vilshofen bei Amberg, Beteiligung: 100.000 RM (etwa 90%); Exportkontor f├╝r Stahlerzeugnisse, Maschinen und Bahnbedarf G. m. b. H., Berlin. Buchwert der Beteiligungen am 30. September 1942: Reichsmark 41 401 493.42. Wertpapiere des Umlaufverm├Âgens am 30. September 1942: RM 3 901 812.38.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 3649]


ZEIT1911
THEMAWerksbeschreibung
TEXTHauptwerk Rosenberg: 5 Hoch├Âfen, Thomasstahlwerk mit 3 Konverern ├á 12 t und Schlackenm├╝hle, 1 Blockwalzwerk und Trio-Fertigwalzwerke mit 700 mm und mit 800 mm Walzendurchmesser. Zweigniederlassungen in Bayern: Eisensteingruben bei Sulzbach; Kalksteinbruch und Kalkofenanlagen bei Auerbach (Opf); Kalksteinbruch und Kalkofenanlage in Lengenfeld (b. Amberg, Opf); Martinstahlwerk, Stabeisen- und Feinblechwalzwerke nebst Eisengie├čerei in Maxh├╝tte-Haidhof; Eisenwerk Fronberg mit Eisengie├čerei und Maschinenfabrik. Zweigniederlassungen in Th├╝ringen, Sachsen und Preu├čen: Eisensteingruben in Schmiedefeld und Kamsdorf (Th├╝r); Hochofenanlage in Unterwellenborn (Th├╝r) mit drei Hoch├Âfen und Schlackenziegelei; Kalksteinbruch und Kalkofenanlage in ├ľpitz (b. P├Âssneck); K├Ânig-Albert-Werk in Zwickau (Thomasstahlwerk mit drei Konvertern ├á 17 t nebst Thomasschlackenm├╝hle, einem Blockwalzwerk und einer Fertigstra├če mit 700 mm und einer mit 850 mm Walzendurchmesser und einem Feinblechwalzwerk); Kohlenzeche Maximilian bei Hamm (Westf).
QUELLE[Eisenbahnwesen der Gegenwart 2 (1911) 442]


ZEIT1914
THEMABeschreibung
TEXTDie Eisenwerkgesellschaft Maximiliansh├╝tte umfa├čt folgende Werke:
1. Das Hauptwerk in Rosenberg, bestehend aus
a) 6 Hoch├Âfen nebst Schlackenziegelei,
b) einem Thomasstahlwerk mit 4 Konvertern à 12 t nebst Thomasschlackenmühle,
c) einem Blockwalzwerk, einem Trio-Fertigwalzwerk von 700 und einem solchen von 800 mm Walzendurchmesser.
2. Die Zweigniederlassungen in Bayern:
a) die Eisensteingruben bei Sulzbach (Oberpfalz).
b) die Eisensteingruben bei Auerbach (Oberpfalz),
c) der Kalksteinbruch und die Kalkofenanlage in Lengenfeld bei Amberg (Oberpfalz),
d) das Martinstahlwerk, die Stabeisen- und Feinblechwalzwerke nebst Eisengie├čerei in Maxh├╝tte-Haidhof,
e) das Eisenwerk in Fronberg, bestehend aus Eisengie├čerei und Maschinenfabrik.
3. Die Zweigniederlassungen in Th├╝ringen, Sachsen und Preu├čen:
a) die Eisensteingruben in Schmiedefeld und Kamsdorf (Th├╝ringen),
b) die Hochofenanlage in Unterwellenborn (Th├╝ringen) mit 3 Hoch├Âfen und Schlackenziegelei,
c) der Kalksteinbruch und die Kalkofenanlage in Oepitz bei P├Â├čneck (Th├╝ringen),
d) das K├Ânig Albert-Werk in Zwickau i. Sa., bestehend aus einem Thomasstahlwerk mit 3 Convertern ├á 17 t nebst Thomasschlackenm├╝hle, einem Blockwalzwerk, einer Fertigstra├čc von 700 und einer solchen von 850 mm Walzendurclnnesser, und einem Feinblechwalzwerk,
e) die Kohlenzeche Maximilian bei Hamm i.W.
Die Gesellschaft war anf├Ąnglich basiert auf die bei Burglengenfeld i. Opf. vorkommenden Lignitlager; mit dem Roheisen, welches die damals bestehenden vielen kleinen Holzkohleneisenwerke herstellten, sollte in erster Linie ein Schienenwalzwerk betrieben werden. Der Ankauf der Sulzbacher Eisensteingruben im Jahre 1858 und die dann anfangs der 60er Jahre anschlie├čende Errichtung der Hochofenanlage in Rosenberg machte die Gesellschaft von dem Ankauf fremden Roheisens unabh├Ąngig. Im Jahre 1872 errichtete die Gesellschaft auf Grund der inzwischen angekauften Gruben bei Kamsdorf i. Th├╝r, ein Hochofen- und Stahlwerk in Unterwellenborn, um aus den phosphorfreien Erzen Bessemerstahl zur Schienenfabrikation herzustellen. Durch die Erfindung des Thomasstahlprozesses wurden die Anlagen der Maximiliansh├╝tte neuerlich umgew├Ąlzt und wurde die Herstellung von Bessemerstahl im Jahre 1898 aufgegeben, nachdem schon vorher im Jahre 1889 auf dem Rosenberger Werk mit der Herstellung von Thomasstahl begonnen worden war. Der Mitte der 1890er Jahre erfolgte Ankauf der Schmiedefelder Gruben setzte das Unternehmen in den Stand, auch in Th├╝ringen Thomasstahl herzustellen und f├╝hrte hierauf zur Erbauung des K├Ânig Albert-Werks bei Zwickau i. Sa., haupts├Ąchlich zur Herstellung von Eisenbahnmaterial, Tr├Ągern, Grobeisen, Feinblechen und Thomasphosphatmehl.
Aus den in den Sulzbacher und Auerbacher Gruben gef├Ârderten Erzen werden auf den bayerischen Werken der Gesellschaft au├čer Eisenbahnschienen alle sonstigen Sorten von ├ťberbaumaterial - wie Laschen, Unterlagsplatten und flu├čeiserne Schwellen - hergestellt; ferner aber besteht die Hauptproduktion jetzt aus Tr├Ągern, Stab- und Profileisen und Feinblechen; die F├Ârderung von Kohlen und Herstellung von Koks auf der Zeche Maximilian bei Hamm i.W. nebst Gewinnung der Nebenprodukte wie Teer, Benzol und schwefelsaueres Ammoniak, ist seit kurzem aufgenommen worden.
QUELLE[Industrie der Oberpfalz in Wort und Bild (1914) 177]