| Zeit |
Ereignis |
| 1837 |
J. F. L. Wöhlert folgt Borsig in seine neugegründete Fabrik [vmtl. gleich ab Gründung] |
| 06.1837 |
Gründung durch Johann August Borsig |
| 22.07.1837 |
August Borsig gründet seine Maschinenbauanstalt und Eisengießerei in der Chausseestraße 1. |
| 22.07.1837 |
Anläßlich des ersten Eisengusses aus Kupolöfen wird die "A. Borsig'sche Eisengießerei- und Maschinenbau-Anstalt" gegründet. Dieser Tag gilt als Gründungsdatum des Borsig-Unternehmens. |
| 1838 |
Die erste Dampfmaschine wird hergestellt. |
| 1839 |
Gruson beginnt nach Abschluß der Gewerbe- und Handelsschule (1839), nach Ableistung eines einjährigen Militärdienstes und dem Besuch der Universität in Berlin für 5 Jahre in der Maschinenfabrik von Wilhelm Borsig, der mit seinem Vater befreundet ist und lernt so den Maschinenbau kennen. Neben dem eigentlichen Maschinenbau befaßt er sich auch mit Fragen des Gießereiwesens, besonders des Eisengusses. Mit dem "Lokomotivkönig" verbindet ihn ein persönliches Verhältnis, das auf die zwischen diesem und seinem Vater Louis Abraham Gruson bestehenden freundschaftlichen Beziehungen zurückgeht. Gruson verkehrt in der Villa von Borsig und empfängt dort manche Anregung. So entsteht auch seine Leidenschaft für die tropische und subtropische Botanik. - Am Ende seiner Tätigkeit in der Maschinenfabrik stellt ihm Borsig ein glänzendes Zeugnis aus, in dem er Gruson sehr gute theoretische Kenntnisse und praktisches Können bescheinigt und als eine besondere Leistung die eigenverantwortliche Montage einer Lokomotive anführt. |
| 1840 |
Die erste Lokomotive wird in den am Oranienburger Tor befindlichen Werkstätten hergestellt. |
| 24.07.1841 |
Erste Fahrt der Borsig-Lokomotive; sie wird am 24.08. an die Berlin-Anhaltische Bahn geliefert |
| 24.07.1841 |
Die erste deutsche Lokomotive, die in der Borsigschen Maschinenbauanstalt hergestellt und auf den Namen "Borsig" getauft worden war, gewinnt eine Wettfahrt mit einer englischen Stephenson-Lokomotive auf der Strecke Berlin - Jüterbog. |
| 1844 |
Auf der allgemeinen Ausstellung deutscher Gewerbeerzeugnisse wird die von Borsig erbaute Lokomotive "Beuth" ganz besonders bewundert. |
| 1845-1847 |
Zweijähriges Praktikum von Louis Schwartzkopff bei Borsig, er wird dann Maschinenmeister der Magdeburg-Wittenberger Eisenbahn |
| 1846 |
Bis 1846 wurden bereits 90 Lokomotiven gebaut |
| 1847 |
Baubeginn eines bedeutenden Eisenwerks in Moabit |
| 26.09.1847 |
Die 100. Lokomotive wird in der Maschinenbau-Anstalt und Eisengießerei August Borsig fertiggestellt. |
| 1849 |
Inbetriebnahme des Eisenwerks in Moabit |
| 1849 |
Das "Eisenwerk der Preußischen Seehandlung" wird dazu erworben. |
| 1850 |
Borsig kauft eine der Kgl. Seehandlung gehörende Maschinenfabrik in Berlin und gliedert sie seinem Eisenwerk an. |
| 1853-1854 |
Borsig kann 1853 und 1854 zum ersten Mal Lokomotiven ins Ausland liefern. |
| 1854 |
Von den 69 Lokomotiven, die 1854 von den preußischen Eisenbahnen beschafft werden, baut Borsig allein 67 |
| 1854 |
Borsig erwirbt eigene Kohlengruben in Oberschlesien und errichtet dort Hochofenanlagen |
| 01.01.1854 bis 30.06.1854 |
Fertigstellung der 500. Lokomotive in der ersten Jahreshälfte. |
| Frühjahr 1854 |
Borsig kauft vom Grafen Ballestrem in Oberschlesien einen drei Felder unfassenden Grubenkomplex |
| 25.03.1854 |
Die 500. Lokomotive wird in der Maschinenbauanstalt August Borsig fertiggestellt und zum Berlin-Hamburger Bahnhof transportiert. |
| 06.07.1854 |
Tod von August Borsig durch einen Schlaganfall. Sein Sohn Albert übernimmt die Leitung der Firma |
| 1858 |
Leitung durch Albert Borsig nach dem Tod August Borsigs |
| 21.08.1858 |
Mit einer Feier begeht die Firma Borsig auf dem Hof des Fabrikgeländes an der Chausseestraße die Fertigstellung der 1 000. Lokomotive. Sie wurde im Auftrag der Köln-Mindener Eisenbahn gebaut und auf den Namen "Borussia" getauft. |
| 1862 |
Inbetriebnahme der Steinkohlengrube Hedwigswunsch bei Biskupitz |
| 1862-1863 |
Bau der Neuen Halleschen Zuckerraffinierie in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs in feuerfester Stahlkonstruktion. Sie ist weltweit die größte Zuckerraffinerie und ist wegweisend für den Bau moderner Zuckerraffinieren. Bau und Einrichtung mit Dampfmaschinen, Dampfkesseln, der Siedeeinrichtung, dem Filterturm und den Feinzuckermühlen werden von A. Borsig in Berlin ausgeführt. |
| 1862 |
Emil Rathenau findet eine Anstellung als Zeichner im Konstruktionsbüro der Firma Borsig. Die Stelle ist schlecht bezahlt und entspricht nicht seiner Ausbildung. - Er geht mit einem Empfehlungsschreiben Borsigs nach England, um dort für zwei Jahre seine Fachkenntnisse zu vertiefen. |
| 1865 |
2 Hochöfen in Betrieb [vmtl. in Biskupitz] |
| 01.08.1865 |
Carl von Linde beginnt als Ingenieur bei Borsig in Berlin |
| 1868 |
Inbetriebnahme des Puddel-, Hammer- und Walzwerks [vmtl. in Biskupitz] |
| 1872 |
Das Stahlwerk und die Stahlformgießerei in Borsigwerk (OS) gehen in Betrieb |
| 1873 |
Die 3000. Lokomotive wird fertiggestellt; unter diesen Maschinen waren 600 an das Ausland verkauft, und zwar an Holland, Dänemark, Österreich, Italien, Rußland und Schweden. |
| 1878 |
Bis 1878: 4190 Lokomotiven abgeliefert |
| 10.04.1878 |
Tod von Albert Borsig. Bis zur Großjährigkeit seiner Söhne führt ein Nachlaßkuratorium die Leitung der Werke weiter. |
| 1879 |
Die Firma befaßt sich mit dem Bau von Wasserrohrkesseln |
| 1879 |
Die Firma übernimmt Patente von Heine-Wasserrohrkesseln |
| 1886 |
Auflösung der Lokomotivfabrik am Oranienburger Tor |
| 23.04.1894 |
Beginn der Leitung durch die Brüder Arnold, Ernst und Conrad Borsig. Seit dem Tod Albert Borsigs übernahm ein Nachlaß-Kuratorium unter der Leitung des Justizrates Riem die Führung der Geschäfte |
| 23.04.1894 |
Arnold Borsig tritt an die Spitze der Borsigwerker Verwaltung und beginnt dort mit großer Energie und Umsicht eine durchgreifende Verbesserung und Erweiterung zunächst der Grubenbetriebe und teilweise von Neuanlagen in den Hüttenwerken |
| Frühjahr 1896 |
Baubeginn des Tegeler Werks im Frühjahr |
| 01.04.1897 |
Arnold Borsig kommt bei einer Gasexplosion in der Hedwigswunschgrube zusammen mit fünf Beamten ums Leben |
| 1898 |
Vollendung der Fabrikanlage in Tegel |
| 1898 |
Lieferung von 4 Dampfmaschinen durch A. Borsig |
| Herbst 1898 |
Das Tegeler Werk kommt im Herbst voll in Betrieb |
| 1899 |
Ein komplettes »Elektrisches Gehöft« wird auf der Wanderausstellung der DLG vorgeführt. Dazu gehören auch Elektropflüge von den Firmen Borsig und Förster (Berlin) |
| 1902 |
Fertigstellung der 5000. Lokomotive |
| 1902 |
Die Firma beteiligt sich am Bau von Großgasmaschinen (Zweitaktmaschinen nach den Patenten von W. v. Oechelhäuser) |
| 1903 |
Lieferung einer Dampfmaschine durch A. Borsig |
| 31.12.1905 |
Bis Ende 1905 wurden über 20.000 Dampfkessel geliefert |
| 31.12.1905 |
Bis Ende 1905 wurden 5230 Dampfmaschinen geliefert |
| 1906 |
Fertigstellung der 6000. Lokomotive |
| 1909 |
Fertigstellung der 7000. Lokomotive |
| 21.06.1909 |
Die 7000. von der Firma Borsig gebaute Lokomotive wird in Berlin-Tegel im Rahmen einer feierlichen Zeremonie französischen Staatsvertretern übergeben. |
| 1910 |
Fertigstellung der 8000. Lokomotive |
| bis Mitte 1914 |
Bis zum Ausbruch des Ersen Weltkrieges waren 9000 Lokomotiven hergestellt. |
| 1. Weltkrieg |
Während des Ersten Weltkrieges ist das Werk in der Hauptsache mit Lieferungen für Heer und Marine beschäftigt: alle Arten von Geschossen, von 7.8- bis 42-cm-Granaten, werden hergestellt. Daneben Torpedoausstoßrohre, Unterseebootsruder, Schiffssteven usw. |
| 12.10.1918 |
Die Borsigschen Maschinenfabriken liefern die 10000. Lokomotive (eine preußische G12) an die Heeresverwaltung ab. |
| 1919 |
Nach dem Ersten Weltkriege nimmt die als G. m. b. H. neugegründete Firma ihre Fabrikation im allgemeinen Maschinenbau, neben dem Lokomotivbau, in vollem Umfange wieder auf: Dampfmaschinen und Kompressoren, Eis- und Kältemaschinen, Pumpen und Kessel werden nach allen Erdteilen wieder versandt. |
| 04.03.1920 |
Erste Probefahrt der von A. Meister bei Borsig entworfenen fünffach gekuppelten Tenderlokomotive "Mammut" auf der Rübelandbahn. Sie vermag auf der Steigung von 60 o/oo 240 t Last zu ziehen. Ihr Erfolg ist der Anlaß zum Bau der Baureihe 95 (auch unter Meister) und der Beendigung des Zahnradbetriebs auch auf den DR-Strecken in Thüringen, am Mittelrhein und im Schwarzwald. |
| 1922 |
Die 11 000. Lokomotive wird fertiggestellt. |
| 1925 |
Im Siemens-Kraftwerk Berlin entsteht 1925 eines der ersten Hochdruckkraftwerke mit Dampfturbinen (90 bar, 400 øC), allerdings mit der geringen Leistung von 1000 kW. |
| 06.04.1925 |
Infolge des am vergangenen Montag begonnenen Metallarbeiterstreiks in Berlin haben die Firmen "Schwartzkopff" und "Orenstein & Koppel" ihre Betriebe geschlossen; bei AEG, in der Lokomotivfabrik Hennigsdorf sowie bei Borsig wurden etwa 4000 Arbeiter entlassen. |
| 01.10.1925 bis 31.12.1925 |
Indienststellung der ersten Einheits-Dampflokomotiven mit den Betriebsnummern 02 001 (2'C1'h4v) von Henschel & Sohn, Kassel im Oktober und 01 001 (2'C1'h2) von Borsig, Berlin im Dezember. |
| 1928 |
Kemna übernimmt die Dampfpflug-Produktion von Borsig |
| 22.02.1929 |
Ernst von Borsig überreicht der Reichsregierung im Auftrag der deutschen Lokomotivindustrie eine Denkschrift zur Lage der deutschen Eisenbahnwirtschaft, in der u.a. ein Reichsauftrag über 100 Lokomotiven gefordert wird. |
| 1931 |
Vereinigung der AEG-Lokomotivfabrik mit dem Lokomotivbau der Firma Borsig unter dem Namen "Borsig-Lokomotivwerke G. m. b. H.". |
| 1932-1933 |
Von der in Abwicklung befindlichen "A. Borsig G. m. b. H.", Berlin-Tegel, übernimmt die "Rheinmetall" zum Weiterbetrieb des Geschäfts dieser Firma deren Werksanlagen und Beteiligungen sowie einen Teil der Vorräte und Halbfabrikate käuflich. |
| 1933-1934 |
Im Laufe des Jahres erfolgt die Kapitalvollzahlung bei der "Rheinmetall"-Tochtergesellschaft, der "A. Borsig Maschinenbau A.-G.", Berlin-Tegel, in Höhe von RM 4.500.000,00. |
| 28.04.1933 |
Zur Erhaltung des Namens Borsig wird die "A. Borsig Maschinenbau A.-G.", Berlin-Tegel, mit einem Stammkapital von RM 6.000.000,00 gegründet und in diese die übernommenen Anlagen der in Abwicklung befindlichen "A. Borsig G. m. b. H." eingebracht. Das gesamte Kapital wird von der Gesellschaft übernommen. Der Kaufpreis für das Objekt beträgt Reichsmark 3.600.000,00 und ist in vier gleichen Jahresraten zu tilgen. |
| 09.1934 |
Das Kapital der "A. Borsig Maschinenbau A.-G." wird um RM 2.000.000,00 auf RM 8.000.000,00 erhöht und von Rheinmetall übernommen und voll bezahlt. |
| 18.12.1935 |
Laut Generalversammlungsbeschluß vom 18. Dezember 1935 Umwandlung der Gesellschaft durch Vermögensübertragung ohne Liquidation (Gesetz vom 5. Juli 1934) auf den alleinigen Gesellschafter, die Rheinische Metallwaaren- und Maschinenfabrik, Düsseldorf. |
| 18.12.1935 |
Änderung der Firma aus "A. Borsig Maschinenbau A.-G." in "Rheinmetall-Borsig Aktiengesellschaft" nach Vereinigung mit der "Rheinmetall, Rheinische Metallwaaren- und Maschinenfabrik" mit Sitz in Düsseldorf zur Erhaltung des Borsig-Firmennamens |
| 18.12.1935 |
Die Generalversammlung vom 18. Dezember 1935 beschließt die Übernahme des gesamten Vermögens der "A. Borsig Maschinenbau A.-G.", Berlin-Tegel, durch die "Rheinmetall-Borsig Aktiengesellschaft", Düsseldorf (später in Berlin) |
| 30.12.1935 |
Die Firma ist erloschen |
| 1950 |
neu entstanden |
| 1956 |
Übernahme durch Salzgitter AG |
| 1956 |
Aufstellung einer Dampfmaschine mit einer Leistung von 880 PS und mit BBC- Generator mit 600 KVA in das Dampfkessel- und Maschinenhaus der Matth. Hohner AG, Trossingen, (gebaut 1913) |
| 1999 |
Babcock nimmt den traditionsreichen Namen "Borsig" in seine Firmierung auf |