Riegeler Brauerei, Brauereigesellschaft vorm. Meyer & S├Âhne

Allgemeines

FirmennameRiegeler Brauerei, Brauereigesellschaft vorm. Meyer & S├Âhne
OrtssitzRiegel (Kaiserstuhl)
Stra├čeHauptstr. 1-3
Postleitzahl79359
Internet-Seitehttp://www.riegeler.de
Art des UnternehmensBrauerei
AnmerkungenSeit 1834: "Mayer". 1955: "Brauerei Meyer & S├Âhne". Seit 1999 zu Binding. Um 1943 und 2002: "Brauereigesellschaft vorm. Meyer & S├Âhne AG". Seit 2000 zu F├╝rstlich F├╝rstenbergische Brauerei. Um 2007 ├ťbernahme der 100.000 qm gro├čen Immobilie durch das Freiburger Immobilienunternehmen Gisinger; f├╝r 32 Millionen ? sollen Wohnungen und Gewerber├Ąume entstehen.
Quellenangaben[Westdt Wirtschaftschronik III (1955) 413] [Strobl: Geschichte der Riegeler Brauerei (2000)] [Handbuch Akt.-Ges. (1943) 4262]
HinweiseDie Sulzer-Dampfmaschine wurde von der traditionsbewu├čten Brauerei ist betriebsf├Ąhig vor der ├ťbernahme durch die Brauerei F├╝rstenberg betriebsf├Ąhig gehalten und zu besonderen Anl├Ąssen (z.B. Tag des offenen Denkmals) unter Dampf vorgef├╝hrt. Nach Schlie├čung der Riegeler Brauerei Umwandlung in komfortable Wohnungen durch die Gisinger GmbH, und das Maschinenhaus wird f├╝r Kulturzwecke genutzt. - Ein besonderes Dankesch├Ân an Herrn Dr. Strobl f├╝r die um 2000 freundlicherweise ├╝berlassenen Bild- und Textinformationen.




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1650 Seit 1650 lassen sich in Riegel acht Familien mit dem Namen Meyer nachweisen. Vorfahre der Brauerfamilie ist Thomas Meyer (um 1640 bis um 1705). Er wird als Krumholz bezeichnet (Berufsbezeichnung f├╝r Wagner).
04.02.1716 Der Sohn von Thomas Meyer, Johann Jakob Meyer, Wagner, Bauer und B├╝rger (19. April 1683 bis 6. M├Ąrz 1757) heiratet am 4. Februar 1716 Agatha Rither in Riegel. Er wird ebenfalls Krumholz gerufen
20.11.1742 Der Sohn von Johann Jacob Meyer, Johann Meyer, geb. am 17.Dezember 1717, gestorben am 12. Juli 1791, verehelicht mit Barbara Kieker am 20. November 1742.
01.05.1748 Der Sohn von Johann Meyer, Philipp, ( 1. Mai 1748 bis 4. Dezember 1812) wird im Gegensatz zu seinem Bruder Joseph Meyer dem Wagner-Beruf untreu. Er wird in den Kirchenb├╝chern als M├╝ller, B├╝rger und Handelsmann bezeichnet.
06.02.1778 Philipp Meyer heiratet Barbara Wahl.
1783 Silvester Meyer wird als Sohn von Philipp und Barbara Meyer geboren.
1794 Philipp Meyer fungiert 1794 und 1795 als obrigkeitlich bestellter Vogtmann.
1807 Auf dem Plan von 1807 ist in der Gegend des heutigen "Braumeistergartens" dort noch die Herschaffts-M├╝hle angesiedelt. An der Stelle der Brauerei ist eine Ziegelei verzeichnet. Von dort bis in die Gegend der heutigen Tennispl├Ątze ist ein Steinbruch ausgewiesen.
1810 Silvester Meyer, H├Ąndler, Seifensieder und Lichterfabrikant, erwirbt 1810 das B├╝rgerrecht in Riegel.
31.01.1810 Silvester Meyer heiratet Verena Stahl, Tochter von Joseph und Maria Anna Stahl aus Vogtsburg.
13.01.1815 Verena Meyer, geb. Stahl, stirbt. Aus dieser Ehe gibt es keine Kinder.
20.02.1815 Silvester Meyer verm├Ąhlt sich zum zweiten Mal, mit der B├Ąckermeistertochter Maria Anna M├╝ller, geb. 1795.
1816 Herr Meyer erwirbt f├╝r seinen j├╝ngsten Sohn Wilhelm ein gro├čes Anwesen s├╝dlich des Rathauses.
26.02.1816 Silvester erbt Gut. Am 26. Februar 1816 erhaelt er ein dreist├Âckiges Wohnhaus nebst Scheuer Stallung und Hofstatt ( die heutige Hauptstra├če 16). Hier lebt die Familie. In diesem Haus befindet sich auch die Seifensiederwerkstatt. Nebenbei betreibt er eine "Spezerey- Handlung", eine Art Kr├Ąmerladen auf dem Land.
10.05.1816 Silvester Meyer erwirbt eine weitere Scheuer, Stallung und Hofstatt vom Lehrer Haberer im Bereich des sp├Ąteren Stammhausareals.
16.10.1816 Aus der zweiten Ehe von Silvester Meyer gehen 13 Kinder hervor: Wilhelm Meyer * 16.10. 1816; Maria Anna * 18.10. 1817 oo Franz Xaver Stecher (Gasthaus zum Kopf); Franz Xaver Meyer * 1818 oo Josepha L├Âsch + 12.2. 1854, drei Kinder; Amalia * 26.10.1819 oo Amand Hensler 28. Sept. 1843 + 5.8. 1853 in Freiburg; Joseph August 1820 bis 21; Theresia * 1821; Josepha 1823 bis 1884 in Gernsbach oo Friedrich Sch├Âpflin, praktischer Arzt; Franziska *1824 oo Silvester Julius; Katharina *1825 +1825; Maria Rosa * 17.9.1827 oo Hermann Fink ( 15.9. 1846?), Kaufmann + 1893; August Meyer 1830, Kaffeewirt in Paris, + 3.Mai 1878 in Paris; Barbara 1.10.1832 bis 1878 oo Gustav Schmidt, Handelsmann in Wehr; Silvester Julius Meyer, Kaufmann
04.04.1821 Der am 6. 7. 1792 geborene Bauer- und Bestandsm├╝llerssohn Johann Franz ├╝bernimmt mit seiner Frau Marianne Hen├čler die Gemeindestube. Bereits nach 1 ┬Ż Jahren wandern sie nach Amerika aus. Riegel ist zu dieser Zeit eine Weinbaugemeinde. In 11 Gastwirtschaften werden eigen angebaute Produkte ausgeschenkt.
19.09.1822 Das Anwesen wird zwangsversteigert. Der Bauern- und L├Âwenwirtssohn Anton Fuchs aus Herbolzheim ( geb. am 9. 9. 1795) ├╝bernimmt das Anwesen mit seiner Frau Rosina Mutschler. Als Bierbrauer mit Meistertitel richtet er sofort eine Bierbrauerei ein, zun├Ąchst f├╝r den Bedarf der eigenen Gastst├Ątte. Dies ist die erste Brauerei in Riegel. Sie hei├čt Brauerei Fuchs.
1823 B├Ąckermeister M├╝ller (Schwiegervater von Silvester Meyer) wird Gemeindevogt in Riegel.
23.11.1823 Anton Fuchs erwirbt den Meistertitel im K├╝ferhandwerk
1834 Gr├╝ndung des Unternehmens durch Herrn Silvester Meyer.
1834 Sohn Wilhelm beginnt mit der Brauerlehre im v├Ąterlichen Betrieb.
21.08.1834 Anton Fuchs verkauft sein Anwesen an Sylvester Meyer und seine Frau Maria-Anna M├╝ller. Silvester Meyer erwirbt ebenfalls das Grundst├╝ck zwischen Elz und Michaelsberg mit Steinbruch, gro├čem Garten und Pavillon, sowie den daran anschlie├čenden Halden und Felsenkellern. Dort wird bereits in der Gemeindestube gebrautes Bier gelagert und ausgeschenkt.
15.12.1835 Wilhelm Meyer beginnt seine Wanderschaft, die ihn nach Waldkirch, H├╝fingen, in die f├╝rstliche Brauerei in Donaueschingen, nach Stuttgart, nach Neu-Ulm und in das Elsa├č, in das gr├Ąfl. von Rechbergsches Brauhaus Pfleger f├╝hrt.
17.04.1836 Silvester Meyer beantragt die Erbauung einer S├Ągem├╝hle und einer Hanfreibe. Der Riegeler Gemeinderat steht dem Gesuch positiv gegen├╝ber (Schwiegervater Franz Josef M├╝ller ist seit 1823 Vogt), und will ihm Gel├Ąnde am W├Ąsserungskanal zur Verf├╝gung stellen. Der Einspruch der K├Ândringer und Kenzinger M├╝ller sowie der Riegeler Mattenbesitzer im Gwann und Br├╝hl verhindert das Vorhaben.
1838 Herr Wilhelm Meyer betreibt die Brauerei seines Vaters.
1838 Maria Anna bekommt mit ihrem Mann Franz Xaver Stecher das Anwesen der Gemeindestube (heute Gasthaus Kopf) von ihren Eltern ├╝bereignet. Im selben Jahr wird die Zunftherberge vom Ochsen in die Gemeindestube verlegt.
1838 Silvester und Maria Anna Meyer ├╝bergeben das Brauereigesch├Ąft an ihren Sohn Wilhelm.
1838 Wilhelm Meyer reicht in Kenzingen ein Gesuch zur Errichtung einer Brauerei (im Stammhaus) in Riegel ein. In Riegel bestehen zu dieser Zeit 10 Gastwirtschaften, zum Pfauen, Ochsen, Rebstock, Krone, Engel, Hirschen, Goldener Kopf, und zum L├Âwen. Der Gemeinderat h├Ąlt dies f├╝r genug und keine weitere Wirtschaft vonn├Âten.
12.12.1838 Wilhelm reicht erneut "ein Gesuch um Concession zur Errichtung einer Bierbrauerei und Betreibung einer Bier- und Branntweinwirtschaft" f├╝r die Geb├Ąude des Stammhauses ein. Es sind keine Bier- und Branntweinwirtschaften in Riegel vorhanden, auch keine Restauration oder Speiselokale. Die anderen Gasth├Ąuser sind also alles Weinwirtschaften.
1839 Die Bierbraumeisterpr├╝fung wird Wilhelm Meyer von zwei Meistern in Kenzingen abgenommen.
1839 Die Bierbrauerei wird um 1839 von der Stube in das bereits 1816 erworbene Anwesen s├╝dlich des Rathauses und westlich des Weges auf den Aschberg verlegt. Neben einer neuen Brauerei wird eine neue M├Ąlzerei errichtet. Die Bezeichnung wird ge├Ąndert in "Brauerei Wilhelm Meyer".
1839 Die Gemeindestube wird 1839 umbenannt in Zum goldenen Kopf, in Bezug zu einer r├Âmischen M├╝nze, die in Riegel gefunden wird.
17.12.1839 Wilhelm Meyer wird in das Meisterbuch der Riegeler Handwerkszunft eingetragen.
02.03.1840 Wilhelm Meyer heiratet Auguste Bilharz von Kenzingen. Folgende Kinder stammen aus dieser Ehe: Albert 1841 bis 1847; Marie 24.3.1842 bis 30.7.1842; Adolf 26.7.1843 bis 31.8. 1843; Adolf 1.5.1846 bis22. Nov.1923 oo Maria Dietsche; Ernst 20.6.1848 bis 29 Dez. 1922 oo Flora Meyer; Hugo Eduard 2.8.1852 bis 19. April 1853; Anton Eduard Wilhelm 25.4.1856 bis 13. Jan. 1909 oo Louise Maurer
1842 Anton Fuchs zieht mit Frau und 4 Kindern nach Amerika, wo er 1842 stirbt.
1845 Anton Schindler erhaelt die Erlaubnis zur Braugenehmigung in seinem Haus am Amtshof. Dazu geh├Ârt auch ein Ausschank.
1845 Riegel bekommt einen Bahnhof an der Strecke Mannheim - Basel. Obwohl die Malterdinger Wirte sich um den Ausschank am Bahnhof bem├╝hen, auf deren Gemarkung die Bahnstrecke liegt, bekommt Wilhelm Meyer vom Innenministerium die entsprechende Erlaubnis.
1846 Wilhelm Meyer bem├╝ht sich darum, an der neu erbauten Eisenbahn Rheintalstrecke eine Gastwirtschaft er├Âffnen zu d├╝rfen.
1847 Meyer hatte bereits ein gr├Â├čeres Waldst├╝ck erworben und beginnt mit dem Bau der Bahnhofswirtschaft.
19.03.1857 Silvester Meyer verkauft "eine neue Seifensiederei Werkst├Ątte" an den Branntweinfabrikanten Karl Binz". Pfarreiverweser Georg Schaffner erw├Ąhnt 1843, "da├č die Lichter  und Seifenfabrikanten ihre "Waare durch das Inland und zum Theil auch ins Ausland liefern".
30.12.1858 Anton Schindler stirbt im Alter von 36 Jahren. Ein Mitarbeiter f├╝hrt die Brauerei weiter, stirbt aber auch bald, die Brauerei erlischt.
30.05.1860 bis 22.06.1860 Wilhelm Meyer macht Pl├Ąne f├╝r neue Wohnr├Ąume, die von B├╝rgermeister Knoebel genehmigt werden (Baugesuch vom 30. Mai 1860, genehmigt 22. Juni 1860).
01.10.1861 Franz Henssler er├Âffnet eine Brauerei in der Hauptstra├če 25.
21.10.1861 Silvester Meyer stirbt im Alter von 78 Jahren.
1864 Die Meyersche Brauerei hat 12 Mitarbeiter.
1868 Franz Henssler stirbt 7 Jahre nach Erffnung seiner Brauerei. Seine Witwe heiratet Wilhelm Spuler aus Forchheim
1869 Die Riegeler Brauerei erh├Ąlt anl├Ą├člich der 50- Jahr- Jubelfeier des landwirtschaftlichen Vereins in Stra├čburg eine Pr├Ąmierung (Goldm├╝nze).
23.11.1869 Maria Anna Meyer stirbt im Alter von 74 Jahren. Sohn Julius erh├Ąlt bei der Erbteilung das dreist├Âckige Wohnhaus in der Hauptstra├če 22.
1870 Seit mindestens 1870, also vor dem Kriege, besch├Ąftigt sich Wilhelm Meyer mit dem Neubau einer Brauerei.
27.01.1870 Julius Meyer verkauft das vor 14 Monaten geerbte dreist├Âckige Wohnhaus in der Hauptstra├če 22 an seinen Schwager Hermann Fink am 27. Januar 1870.
1871 Der Absatz von Meyer-Bier beginnt im Elsa├č, nachdem das Elsa├č nach dem deutsch-franz├Âsischen Krieg deutsch geworden ist.
1871 Wilhelm Meyer l├Ą├čt das Geb├Ąude in der Hauptstra├če 5 erbauen.
1871 Auf dem Gel├Ąnde der Brauerei befindet sich neben einer Fa├čremise eine Terrasse und eine Kegelbahn in einem Holzschoppen, eingebettet in Gr├╝nanlagen. Die Felsenkeller dienen als Fa├č  und Eiskeller.
30.05.1874 Das Bezirksamt Emmendingen erteilt dem Bierbrauer Wilhelm Meyer die Genehmigung zur Errichtung einer neuen Brauerei (mit leichten Abwandlungen).
1875 Der Neubau der Brauerei kann bezogen werden.
1875 H. Walder aus Carlsruhe entwirft 1875 einen Situationsplan f├╝r Wilhelm Meyer. Vom Ort her kommend ist die "Fassremise" mit Zugang zu den Lagerbierkellern zu sehen. Von dort gelangt man in das Bishaus (Pichhaus) mit dar├╝berliegenden Speicher f├╝r Fa├čdauben. Geradeaus (sp├Ątere Malerwerkstatt) ist der Kohlenhof und der Kessel. Ostw├Ąrts die Schwenkhalle, dar├╝ber die Wohnung. Weiter s├╝dlich ( sp├Ąter Sternen) ist das "Sutthaus" mit Maschine. Von dort kommt man zu der weiteren Fa├čremise ( sp├Ąterer Br├╝denverdicht
11.10.1875 Wilhelm Meyer reicht ein Gesuch zur Errichtung einer Dampfkesselanlage ein.
1876-1878 Herr Wilhelm Meyer verlegt 1876/78 die Brauerei.
1876 Die Brauerei wird offiziell vom Gel├Ąnde des Stammhauses auf das Grundst├╝ck am Fu├č des Michaelsberges an den "Elzflu├č" verlegt. Die Brauerei wird umbenannt in "Brauerei Wilhelm Meyer & S├Âhne".
1876-1887 Von 1876 bis 1887 nimmt die Brauerei unter der Leitung von Wilhelm und seinen S├Âhnen Adolf (1846 bis 1923) Ernst Meyer ( 1848 - 1922) und Eduard (1850 - 1909) einen gewaltigen Aufschwung. Adolf ist der leitende Kaufmann und Braumeister. Ernst ist zust├Ąndig f├╝r die ├ľkonomie, den Bierexport, den Transport, die Stallungen und die M├Ąlzerei im Stammhaus. Eduard ist der Architekt der Brauerei.
1880 Architekt Leonhardt aus Emmendingen skizziert f├╝r Wilhelm Meyer ein Comptoir mit Waschk├╝che, Badezimmer und Burschenzimmer. ├ťber dem Comptoir ist eine Dachterrasse mit Verbindungst├╝r zum Hauptgeb├Ąude eingeplant.
1883 Die Brauereigesellschaft Meyer & S├Âhne erwirbt die ehemalige Brauerei Weiss in der Hauptstra├če 9, die sp├Ątere Warteck.
06.06.1884 Ein neuer Kessel wird anstelle des alten aufgestellt. Zwei Hallen werden an die Brauerei angebaut.
23.07.1884 Brauereigr├╝nder und Gemeinderat Wilhelm Meyer stirbt.
1888 Die Gebr. Meyer erwerben das Haus Hauptstra├če / Ecke Leopoldstra├če. Es ist bereits im 17. Jahrhundert erbaut worden.
20.03.1888 Es wird ein zweiter Dampfkessel errichtet.
01.10.1888 Die Brauerei wird in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und firmiert von nun ab unter "Brauereigesellschaft vormals Meyer & S├Âhne". Jeweils 2 Br├╝der m├╝ssen sich einig sein, um den Dritten zu ├╝berstimmen. Die qualifizierte Mehrheit wird entsprechend bei 66,6% festgelegt.
1889 Die Brauerei feiert ihr 50 j├Ąhriges Bestehen. Im Briefkopf wird die Goldmedaille aus Stra├čburg von 1869, sowie das Portrait des Gro├čherzogs Friedrich aufgenommen.
1889 Eine Kellervergr├Â├čerung wird durchgef├╝hrt, indem die alten Eisgruben der Keller erweitert wurden. Die Fundamente werden betoniert. Die Mauern des Lagerkellers werden aus 1,35 m dicken Bruchsteinen aufgebaut. Der dar├╝ber liegende G├Ąrkeller wird aus Backsteinmauerwerk aufgebaut. Die Ma├če sind 13,85 m x 33,17m.
1889 Bau des Comptoirgeb├Ąudes. Adolf l├Ą├čt das Geb├Ąude in der Hauptstra├če 5 restaurieren.
30.07.1889 Umwandlung in eine Aktiengesellschaft mit einem Kapital von urspr├╝nglich M 1.400.000,00 in 1.400 Aktien zu RM 1.000,00
1890 Ein Antrag zur Schopfvergr├Â├čerung bei der Bahnhofswirtschaft wird gestellt.
1891 Die Brauereidirektion erwirbt in L├Ârrach das Gasthaus "zum Adler".
31.05.1891 Wilhelms Meyers Ehefrau Auguste stirbt.
1892 Die Brauereigesellschaft erl├Ą├čt eine Arbeitsordnung.
1893-1894 1893 und 1894 erfolgt ein Gesuch zur Aufstellung eines feststehenden Dampfkessels.
1893-1894 Als 1893/94 der Bau der Kaiserstuhlbahn geplant wird, bem├╝ht sich die Direktion erfolgreich um einen Gleisanschlu├č. Die Riegeler Brauerei bezuschu├čt den Bau mit 18 000 Mark, w├Ąhrend die Gemeinde mit dem Hinweis auf Sch├Ądigung der Riegeler Wirte ablehnt. Die Belieferung mit Gerste, Malz und Kohle erfolgt von dieser Zeit an mit der Bahn.
1893 Die 1997 noch funktionst├╝chtige Dampfmaschine wird 1893 aufgestellt ( Fabrikat Sulzer , Winterthur).
1894 Der Vertrieb von Riegeler Bier ├╝ber die Niederlassungen, die in den gr├Â├čeren Ortschaften in der N├Ąhe der Bahnh├Âfe zu finden sind, erfolgt ebenfalls per Bahn. Die Brauerei kann einen gro├čen Anteil an Pferden und Fuhrwerken verkaufen und spart dadurch 5000 bis 6000 Mark im Jahr.
1895 Die Brauerei erh├Ąlt den ersten Telefonanschlu├č.
1895 Die Niederlassung in der Freiburger Schnewlinstra├če 9 wird gebaut. Architekt ist Friedrich Ploch.
1895 Die Bierablage in Lahr in der Kaiserstra├če 86 wird erworben und nach Pl├Ąnen von dem Architekten Carl Sch├Ąfer umgebaut.
16.04.1895 Der Ausbau der Keller wird genehmigt. Die bisherigen Felsenkeller befinden sich unter dem geplanten Kesselhaus und sind nicht eben. Die Eisgrube und der gro├če Lagerkeller sind nur durch andere Lagerkeller zu erreichen.
18.04.1895 bis 31.12.1896 Der Kriegsverein will 1895/96 ein gr├Â├čeres Lokal, damit auch die Frauen teilnehmen k├Ânnen. Am 18. April 1895 erteilt das Bezirksamt die Genehmigung f├╝r einen Saalbau an der Warteck.
1896 In Maulburg, Hauptstra├če 32 wird das Gasthaus "zur Blume" erworben und umgestaltet. Es wird nach Abschlu├č der Arbeiten in Meyerhof umbenannt.
1896 Die Niederlassung Sch├Ânau in der Landstra├če 96 wird neu gebaut.
27.08.1896 Ein provisorisches Eishaus aus Holz hinter der Wohnung von Adolf Meyer wird am 27. August 1896 f├╝r 3 - 4 Jahre genehmigt, sowie eine provisorische Fa├čhalle.
1897 Der Sohn von Wilhelm Spuler aus Forchheim er├Âffnet ebenfalls eine Bierbrauerei in Riegel.
1897 Wilhelm Spuler erbaut eine Brauerei in Riegel, die zur Konkurrenz f├╝r die Meyersche Brauerei wird.
1897-1898 1897/98 entsteht die Niederlassung Oberrottweil, Bahnhofsstra├če 48
1897-1898 1897/98 entsteht die Niederlassung Rheinfelden, Alte Landstra├če 6.
1898-1901 Die Brauerei Meyer ist um die Jahrhundertwende eine der gr├Â├čten in Baden.
05.01.1898 Die Pl├Ąne f├╝r den Neubau eines Dampfsudhauses werden von Architekt Hermann Walder vorgelegt.
07.02.1898 Die Pl├Ąne f├╝r den Neubau eines Dampfsudhauses werden genehmigt.
18.05.1899 Der Neubau eines Dampfkesselhauses wird beantragt.
1900 Architekt Br├╝tsch aus Freiburg baut die Niederlassung Emmendingen, Bismarckstra├če 6, Ettenheim wird durch Max Meckel in der J.-v.-Wei├č-Str. 10 errichtet.
03.12.1900 Das neue Dampfkesselhaus ist im Rohbau fertig.
1901-1902 Die Brauereigesellschaft bittet 1901/02 um die Genehmigung der Verlegung des bisherigen Dampfkessels.
05.1901 Der Wohnungsanbau an die Hauswirtschaft wird im Mai bezogen.
1902 Das Haus Hauptstra├če / Ecke Leopoldstra├če wird renoviert.
1902 Der Dampfkessel von 1884 und der von 1888 werden abgerissen
15.04.1902 Antrag auf Erstellung eines Anbaus an die Eisfabrik. Die neue Eishalle soll an der Grenze n├Ąchst dem Berg errichtet werden.
1903 Max Meckel baut im Auftrag der Brauerei die Niederlassungen in L├Ârrach und Maulburg.
1903-1904 Die Niederlassung in Colmar entsteht 1903 - 1904 in der rue de Logelbach.
22.05.1903 Das Baugesuch f├╝r die Errichtung einer Friedhofskapelle wird am 22. Mai 1903 eingereicht. Der Baubeginn ist noch im selben Jahr geplant. Die Leichen sollen in verl├Âteten Zinkk├Ąsten ruhen, so da├č kein Geruch entsteht
1904 Es entsteht die Bierablage in M├╝llheim nach Pl├Ąnen von Julius von der Ohe in der Werderstra├če 26.
1904 Es werden Wohnungen fertiggestellt.
18.04.1904 Adolfs Sohn Dr. Robert Meyer heiratet die Freiburgerin Luise Koch, Tochter von Prof. Synesius Koch.
24.10.1904 Julius von der Ohe liefert einen Plan zur Errichtung eines Schopfes an der Warteck ein.
1905 Erlaubnis zur Aufstellung eines weiteren Dampfkessels.
1905 Die Niederlassung Staufen wird in der Bahnhofstra├če gebaut.
02.1905 Im Februar 1905 wird die Kinderschule in Riegel eingeweiht. Sie wird auf Kosten der Brauerei errichtet und der Gemeinde als Schenkung ├╝bergeben. Die Architekten sind Wilhelm Blaue und Julius von der Ohe.
06.10.1905 Ein Gesuch zur Errichtung einer Kegelbahn bei der Wirtschaft Warteck wird eingereicht. Es bestehen keine Einw├Ąnde, da der Bau frei, au├čerhalb des Ortes liegt und die Nachbarn nichts dagegen einzuwenden haben. Des weiteren wird die Waschk├╝che umgebaut.
1906 Bau der Niederlassung in St. Louis, die 1919 nach der Requirierung an den H├Ąndler Jules Katz verkauft wird.
1906 Es entsteht die Niederlassung in Murg in der Hauptstra├če 35 nach Pl├Ąnen von Julius von der Ohe.
1906 In Kandern wird ein Wohnhaus mit Laden errichtet in der Bahnhofsstra├če 19.
1906 Die Bierablagen in St. Luois und Kandern in der Bahnhofstra├če 19 entstehen.
1906-1907 Die Hausordnung der Brauereigesellschaft wird 1906/07 erlassen.
03.11.1906 Es wird der Antrag zum Bau eines Maschinenhauses, K├╝hlturms und Akkumulatorenraums gestellt.
21.11.1906 Es erfolgt die Genehmigung zum Bau eines Maschinenhauses, K├╝hlturms und Akkumulatorenraums.
21.11.1906 Eine zweite Dampfmaschine wird installiert.
1907 Die Friedhofskapelle wird 1907 eingeweiht. Sie ist ein Geschenk der Br├╝der Meyer an die Gemeinde Riegel. Max Meckel erstellte die Pl├Ąne. Der Bau dauerte von 1903 bis 1907. Die Fassade erhielt das neobarocke Aussehen. Die Kirche sollte trotzdem den Charakter einer Dorfkapelle beibehalten. Eduard Meyer ist der einzige, der in der Kapelle begraben wird. Seine Br├╝der wurden im Schatten der Kapelle begraben.
1907 Die mechanische Werkstatt wird neben das Kesselhaus verlegt.
12.01.1907 Das Wohnhaus in der Leopoldstra├če Nr.282 brennt
10.04.1907 Es beginnt der Wiederaufbau des sogenannten Luxhofes. Die Seitenbauten links und rechts im Hof, die vor dem Brand als Magazinr├Ąume dienten, werden zu Wohnzwecken ausgebaut.
04.05.1907 Die Brauerei schreibt, da├č ├änderungen gew├╝nscht sind, um zeitgem├Ą├če und gesunde Wohnungen zu erhalten, sowie mehr Luft und Licht. Die Durchfahrt wird nicht mehr ├╝berdacht. Die Hofmauer wird im Erdgescho├č mit einem Tor abgeschlossen. S├Ąmtliche Decken ├╝ber Keller, K├╝chen, Aborten, Badezimmer & Waschk├╝che werden jetzt massiv hergestellt.
1908 Ein Wagenschuppen wird an der Niederlassung in Waldkirch errichtet.
1908 Das Maschinenhaus wird vergr├Â├čert.
1908 Ein Pumpenhaus an der Elz in Richtung Hecklingen wird f├╝r die Gemeinde durch die Brauerei errichtet
1908 Ein Wasserwerkhochbeh├Ąlter oberhalb der Schule wird errichtet.
1908-1909 Die Bierablage Offenburg in der Okenstra├če 73 wird 1908/09 errichtet.
18.01.1908 Richard Meyer, Sohn von Ernst und Flora Meyer, verm├Ąhlt sich mit Paula Dietsche.
05.04.1908 Ein provisorischer Kohleschuppen, gedeckt mit Falzziegeln, wird fertiggestellt.
25.06.1908 Die statischen Berechnungen zum Bau des Wasserturms werden eingereicht.
29.09.1908 Die statischen Berechnungen zum Kontoranbau werden eingereicht.
1909 Der Wasserturm wird vollendet. Die Pl├Ąne hat Julius von der Ohe gezeichnet. Grund f├╝r den Wasserturm ist u.a. die Verlegung der Wasserleitung im Dorf. Die Niederlassung in Offenburg wird vollendet.
1909 Eduard Meyer stirbt und wird auf dem Riegeler Friedhof in der 1903 erbauten Friedhofskapelle beigesetzt, deren Bau er als Architekt begleitet hatte.
1909 Nach Pl├Ąnen von Julius von der Ohe wird ein Gruppenhaus mit Kegelbahn und Pergola im neobarocken Brauereistil gebaut.
1909 Die Brauereifamilie Meyer stiftet f├╝r den Umbau und die Modernisierung des Riegeler Rathauses 10.000,- Reichsmark. Julius von der Ohe zeichnet die Pl├Ąne.
16.03.1909 Ein Antrag zum Umbau der Bahnhofswirtschaft wird eingereicht. Es geht um die Nutzung des vorhandenen Brunnens. Das Dach wird h├Âher gebaut und eine Pergola und eine neue Kegelbahn eingerichtet. Der Wirtschaftsraum wird vergr├Â├čert.
04.10.1909 Der Bau eines Generatorkellers, sowie eines Lagerkellers wird beantragt. Das neue Geb├Ąude wird neben dem neuen Wasserturm mit Eisenbetonkonstruktion errichtet.
12.10.1909 Der Bau eines provisorischen Schuppens als Bauh├╝tte wird eingereicht.
1910 Die Bierablage in Lahr wird vergr├Â├čert.
01.07.1910 Die Erstellung eines Wohnungsanbaus an die Hauswirtschaft wird beantragt.
01.06.1911 F├╝r 90 m├Ąnnliche Personen beantragt die Brauereigesellschaft die Errichtung einer Abortanlage mit 5 Abortzellen und Pissoir neben dem Maschinenhaus.
13.07.1911 Die Brauereigesellschaft beantragt die Verlegung des provisorischen Bauschuppens.
01.09.1911 Die Erbauung eines G├Ąr- und Lagerkellers in einem Bierk├╝hlturm wird beantragt.
1912 Ernst Meyer erbaut ein Wohnhaus neben dem Luxhof in der Leopoldstra├če 13. Er wohnte bisher im Luxhof.
1912 Eine Ortsbereisung von Amtsleuten aus Kenzingen 1912 ergibt, da├č die Abortanlagen f├╝r die Wirtschaft zum Brauereiausschank ungen├╝gend und zu klein sind. Eine Vergr├Â├čerung wird verlangt.
1912 Richard Meyer legt die Pl├Ąne f├╝r ein Landhaus vor (1912) Die Pl├Ąne f├╝r die Villa Flora in der Leopoldstra├če21 zeichnete Julius von der Ohe.
1912-1913 Die Riegeler Brauerei ist zu dieser Zeit die zweitgr├Â├čte Brauerei in Baden mit 180 000 hl Jahresaussto├č im Braujahr 1912 / 13.
27.03.1912 Die statischen Berechnungen zum Bau eines G├Ąr- und Lagerkellers in einem Bierk├╝hlturm werden abgegeben.
25.06.1912 Die statischen Berechnungen f?r den Bau eines Landhauses an der Stra├če nach Kenzingen werden eingereicht.
15.08.1912 Die Genehmigung f├╝r den Bau eines Landhauses an der Stra├če nach Kenzingen erfolgt am 15. August.
28.08.1912 Julius von der Ohe reicht einen Antrag auf Errichtung eines Landhauses an der Stra├če nach Kenzingen ein.
12.10.1912 Nach dem Bauantrag vom 12. Oktober 1912 soll im Hof der Warteck eine neue Waschk├╝che aus Backstein, mit Bieberschwanzziegeln gedeckt, errichtet werden. Die bestehende K├╝che mit Speisekammer, sowie der Abort werden verlegt. Der Saal wird vergr├Â├čert.
24.10.1912 Der Bau einer mechanischen Werkstatt n├Ârdlich des Kesselhauses wird beantragt.
1913 Bahnhofswirt Naudascher f├Ąhrt den ersten LKW der Riegeler Brauerei.
07.02.1913 Es werden Pl├Ąne f├╝r neue Abortnalagen vorgelegt. Das alte Abort und Pissoir werden entfernt.
15.07.1913 F├╝r die Wirtschaft zur Brauerei wird ein Erkerausbau, Dachgauben und die Ver├Ąnderung des Kamins beantragt.
1914 Die Riegeler Brauerei verf├╝gt ├╝ber 30 Bierablagen und hat 50 Milit├Ąrkantinen zu beliefern. Aus Kapazit├Ątsgr├╝nden obliegt der Meyerschen Brauerei die Versorgung der Mannschaften des Milit├Ąrs, das sich an der Grenze zu Frankreich im Elsa├č sammelt. Die Brauerei Wilhelm Spuler in Riegel versorgt die Offiziere.
1. Weltkrieg Im ersten Weltkrieg fallen von den 112 insgesamt Besch├Ąftigten folgende Mitarbeiter: Karl Friedrich Boos , Bahlingen; Franz Faber, Riegel; Karl Friedrich Huber, Riegel; Robert Johner, Riegel; Johann Georg Koch, Bahlingen; Johann Georg Merklin, Bahlingen; Johann Metzger, Riegel; Prosper M├╝ller, Riegel; Albert Reinacher, Malterdingen; Karl Friedrich Rinklin, Riegel; Michael Schweizer, Freiburg; Valentin Siegel, Malterdingen; Karl Z├╝gel, Bahlingen: - Der erste Weltkrieg f├╝hrt zu herben Verlusten. Neben dem Verlust von Mitarbeitern, Kunden, Pferdefuhrwerken, G├╝terwagons und Lastwagen stehen die Niederlassungen im Elsa├č, wie auch das Absatzgebiet Elsa├č nach dem verlorenen Weltkrieg nicht mehr zur Verf├╝gung. Reparationszahlungen werden f├Ąllig, und die Kohle wird knapp .
1918 Die Firma verliert ihr bedeutendes Absatzgebiet Elsa├č, auf Grund des Ausganges des ersten Weltkriegs.
07.07.1918 Am Sonntag, dem 7. Juli 1918, findet ein gro├čes Fest in Riegel anl├Ą├člich des 30 j├Ąhrigen Bestehens der Brauereigesellschaft Meyer und S├Âhne statt. Es ist gleichzeitig das 80 j├Ąhrige Bestehen der Brauerei. Aus diesem Anla├č sollte dem Brauereidirektor Adolf Meyer der Titel Kommerzienrat verliehen werden. Als Begr├╝ndung wurden die gro├čen Liefermengen an Bier f├╝r das Heer und die Zurverf├╝gungstellung gro├čer Mittel f├╝r die Kriegswohlfahrtspflege angegeben. Doch, da es ein Jahr zuvor eine Strafverhandlung wegen Un
1919 Eine Lagerhalle wird errichtet.
29.03.1919 Ein Baugesuch zur Verk├╝rzung des fr├╝heren Eiskellers um 5,15 m und die Verringerung der H├Âhe wird beantragt. Das Geb├Ąude soll als Lagerkeller genutzt werden. Es soll eine Malerwerkstatt zum Streichen der Anh├Ąnger f├╝r Bier und Eis errichtet werden. Die Pl├Ąne werden nicht ausgef├╝hrt.
28.08.1919 Nach dem Antrag vom 28. August 1919 wird der alte Eiskeller ganz abgebrochen. Aus dem anfallenden Material wird ein Schuppen errichtet.
29.12.1922 Ernst Meyer stirbt im Alter von 74 Jahren
1923 Es erfolgt der Einbau der Schreinerwerkstatt neben dem Maschinenhaus.
1923 Dr. Robert Meyer ( 15. Dezember 1878 - 1967), der einzige Sohn von Adolf Meyer, wird im Betrieb als Maschinenbauer, Chemiker und Braumeister ausgebildet. Er ├╝bernimmt 1923 die Gesch├Ąftsleitung zusammen mit seinem Vetter Willy Meyer (1884 - 1958).Willy wird ebenfalls kaufm├Ąnnisch ausgebildet, und absolviert das Maschinenbau- und Chemiestudium. Wie sein Bruder Richard Meyer bleibt er ohne Kinder und bleibt ledig. Seine eine Schwester Hedwig heiratet den Oberamtsrichter in Kenzingen, Stumpf, die andere Schwester, Maria L. wird Ehefrau des d.C.A. Loesch in Endingen.
22.11.1923 Ernst Meyers Bruder, Adolf Meyer, stirbt knapp ein Jahr nach Ernst Meyer im Alter von 77 Jahren.
1925 In der Warteck erfolgten ├änderungen am ├ľkonomiegeb├Ąude
28.03.1925 Laut Generalversammlung vom 28. M├Ąrz 1925 Umstellung des Kapitals in voller H├Âhe auf RM 1.400.000,00
1926 Nach dem Tod von Wilhelm Spuler erlischt auch dessen Brauerei.
1927 Ein Benzinraum mit Einfriedung wird errichtet.
1927 Der Meyerhof in Villingen in der Niederen Stra├če 46 wird fertig.
1928 Eine Transport├Âffnung mit St├╝tzmauer wird errichtet.
1930 In der Bierablage in Rheinfelden wird eine Eismaschine installiert.
1931 Es werden Autohallen gebaut.
1933-1939 In den 30er Jahren finden Sitzungen der NSDAP im braunen Saal in der Brauerei statt. Fanatiker befestigen sogar zeitweilig ein ├╝berdimensionales Hakenkreuz auf dem Sudhausdach.
1934 Man errichtetin der Brauerei einen Verbindungsgang mit Luftschutzr├Ąumen.
1939 Teile der Schwankhalle werden unterkellert.
2. Weltkrieg Die Brauerei bleibt trotz mehrfachen Bombeneinschl├Ągen erhalten.
06.1940 Der Bahnhof wird zum ersten Mal bombardiert.
1941 Das Verwaltungsgeb├Ąude soll vergr├Â├čert werden.
1942 Dr. Robert Meyer hat zwei S├Âhne, Roland und Dr. Herbert Meyer. Letzterer bleibt ledig und ohne Kinder. Roland heiratet die Brauf├╝hrerstochter K├Ąthe G├╝ndler. Roland f├Ąllt in Ru├čland 1942. Sie haben zwei S├Âhne, Dietmar und Roland.
29.09.1942 Letzte ordentliche Hauptversammlung bis 1943/44
1943 Hedwig Stumpf hat drei S├Âhne und eine Tochter. Wolfgang (1914 bis 1943) und Heinrich (1919 bis 1943) fielen in Ru├čland. Marianne blieb kinderlos. Sohn Wilhelm jedoch hatte vier Kinder, 3 T├Âchter und Sohn Michael (* 9.9. 1945). Wilhelm kam nach der Kriegsgefangenschaft wieder nach Endingen nach Hause.
14.09.1943 Lt. Beschlu├č des Aufsichtsrats vom 14. September 1943 Kapitalberichtigung um 100 % gem├Ą├č DAV. vom 12. Juni 1941 von RM 1.400.000,00 auf RM 2.800.000,00 mit Wirkung zum 30. September 1942. Die zur Berichtigung erforderlichen Betr├Ąge werden gewonnen mit RM 1.100.000,00 aus Zuschreibung zum Anlageverm├Âgen, mit RM 400.000,00 durch Entnahme aus den freien R├╝cklagen und mit RM 120.000,00 durch Entnahme aus dem Gewinn.
26.12.1944 Als am 26. Dezember 1944 der Ortskern von Riegel bombardiert wird, wird auch das Stammhaus getroffen. Die bemalte Decke im Wirtschaftsraum ist f├╝r immer verloren, der Dachstuhl abgebrannt.
Anfang Jan. 1945 Eine Flak auf einer Eisenbahnlafette, die aus dem Schutz des W├Ąldchens an der Dreisaminsel auf die Flugzeuge schie├čt, lockt in den fr├╝hen Tagen des Jahres 1945 einen amerikanischen Mustang Jagdbomber an. Er fliegt von Freiburg aus zur├╝ck nach Norden, wendet dann aber ├╝ber Kenzingen, um die Flak zu bombardieren. Er klinkt zwei Bomben aus. die eine trifft zwischen K├╝hl- und Sudhaus in den alten G├Ąrkellertrakt, die andere schl├Ągt einen Krater auf dem Michaelsberg. Niemand wird verletzt, doch das alte Geb├Ąude ist bis auf die Kellerdecke zerst├Ârt. Der Gambrinus ragt noch auf der Fassade.
1950 Das Stammhaus wird wieder instand gesetzt.
1955 Die Mitarbeiterzahl betraegt 98 im Jahre 1955
1958-1961 Von 1958 bis 1961 leitet Braumeister Hefter die Produktion in der Riegeler Brauerei.
1959 Am Ende der 50er Jahre setzt der Aufschwung ein
1959 Es wird mit dem Bau eines mehrst├Âckigen Abf├╝llgeb├Ąudes an der Stelle des alten G├Ąrkellers begonnen, wo die Bombe einschlug.
1960 Das neue Abf├╝llgeb├Ąude wird fertiggestellt.
1960 Karl Loesch ├╝bernimmt trotz seiner Beinamputationen auf Grund der Kriegsverletzung die Gesch├Ąftsf├╝hrung zusammen mit Dr. Robert Meyer. Er hatte Betriebswirtschaft studiert und ist u.a. in Amerika bei Anheuser Busch ausgebildet worden.
1962 Dipl. Brauerei Ing. Hans Radetzky ├╝bernimmt die technische Leitung der Riegeler Brauerei. Unter seiner Leitung werden die Holzf├Ąsser durch Edelstahltanks ersetzt, das Sudhaus automatisiert, zun├Ąchst Zentrifugen, dann ein Whirlpool zur W├╝rzekl├Ąrung angeschafft, die Schroterei erneuert
1965 Die Mitarbeiterzahl betraegt 250 im Jahre 1965
1967-1978 Zwischen 1967 und 1978 finden im Hochsommer die Riegeler Bockbierfeste statt. Die Resonanz ist gro├č, der soziale Eingriff in die friedliche Struktur des Landkreises heftig.
1967 Dietmar Meyer ├╝bernimmt die Gesch├Ąftsleitung von seinem Gro├čvater Dr. Robert Meyer.
1972-1973 Es werden neue Malzsilos gebaut (1972/73)
1972-1973 Eine Dampfturbine und eine Adsorptionsk├Ąlteanlage werden angeschafft, die aber nur kurz laufen
1972 Dietmar Meyer verkauft seinen Aktienanteil und den seines Bruders Roland an die Binding Brauerei AG Frankfurt und scheidet aus der Gesch├Ąftsleitung aus. Es folgt eine Zeit der Verwirrung um die Aktienmehrheit. Die Binding Brauerei hatte 51,1 % der Aktien erworben und f├╝hlt sich im Besitz der Aktienmehrheit. Diese ist jedoch 1888 mit 66, 1 % festgelegt worden, da zu dieser Zeit die drei S├Âhne von Wilhelm Meyer parit├Ątisch die neu gegr├╝ndete AG f├╝hrten. Diese Bestimmung wird vom Bundesgerichtshof best├Ątigt. Nach einer Zeit mit Notvorst├Ąnden, die einerseits der Binding Brauerei und andererseits Herrn Karl Loesch berichteten, findet man eine M├Âglichkeit der Zusammenarbeit. Karl Loesch bekleidete weiterhin seinen Vorstandsposten. F├╝r die Binding Brauerei kommt Walter Hubel, ein Verkaufsfachmann von der Binding Niederlassung in Karlsruhe, der 1976 von dem Juristen Dr. Dieter Just abgel├Âst wird.
1976 Der Umzug der Abf├╝llerei ├╝ber die Elz ist vollzogen.
1976 Es wird ein neues Flaschenkellergeb├Ąude eingeweiht, mit einer modernen Abf├╝llanlage, die 60 000 Flaschen in der Stunde abf├╝llen kann. Anstatt 42 Mitarbeiter in der alten Abf├╝llerei sind nur noch 20 n├Âtig.
1977 1977 sind es 400 Mitarbeiter.
1979 Karl Loesch ├╝bergibt er die Aufgabe des Gesch├Ąftsf├╝hrers an seinen Neffen Michael.
1979 Karl Loesch ├╝bergab das operative Gesch├Ąft an seinen Neffen Michael Stumpf- Rodenstock, der nach dem Studium der Rechtswissenschaften bei der Paulaner Brauerei in M├╝nchen volontierte.
1984 Die Brauerei feiert mit einer halben Mio DM Aufwand ihr 150-Jahr-Fest.
1985-1986 1985 bis 1986 beeintr├Ąchtigt eine Infektion in einem Puffertank nach der Filtration die Haltbarkeit des Riegeler Bieres. Gr├Â├čere Mengen an R├╝ckbier kommen aus dem Handel und der Gastronomie zur├╝ck. Hans Staab von der Binding Brauerei und Georg Riester aus dem Brauereilabor finden die Ursache des ├ťbels nach mehreren Wochen Suche.
1986 Die Stillegung einiger Lagerkellerabteilungen wird veranla├čt.
1988 Die Bierablage in Freiburg, Schnewlinstr., wird abgerissen.
1988 Es wird ein neues M├Âbellager erstellt, in dem auch die mechanische Werkstatt angesiedelt wird.
1989 Ende der 80er Jahre exportiert die Brauerei Bier nach Spanien. Dr. Dieter Just spricht spanisch und errichtet einige Absatzst├╝tzpunkte.
16.07.1991 Das Stammhaus der Riegeler Brauerei brennt ab. Die Feuerwehr aus Riegel wird zwar tatkr├Ąftig von der Feuerwehr aus Emmendingen unterst├╝tzt, doch sind die Reste des Geb├Ąudes abbruchreif.
03.10.1991 Nach der Wiedervereinigung Deutschlands errichtet die Riegeler Brauerei errichtet eine Niederlassung in Magdeburg
1992 Die Keller werden erweitert und das Maschinenhaus wird gebaut.
1992 Bau einer neuen Vollguthalle f├╝r alkoholfreie Getr├Ąnke und Handelsware sowie zum Komissionieren. Daf├╝r werden die Niederlassungen in Emmendingen und Freiburg geschlossen und die Kunden direkt von Riegel aus beliefert.
1992 Der Prinzen und der Sternen in Lahr werden renoviert.
02.1992 Im Februar wird ein neuer 60 000er Krones F├╝ller installiert.
10.1992 Im Oktober folgt eine neue Waschmaschine der Firma Krones
11.1992 Der Trockenteil der Firma Kettner wird aufgestellt. Die alte 0,5- l-Euro-Flasche wird durch die 0,5-l-NRW-Flasche ersetzt. Die elfenbeinfarbenen Eurok├Ąsten werden durch rote Modulk├Ąsten ersetzt. Insgesamt werden 6 Mio DM f├╝r Leergut und 6 Mio f├╝r die technischen Anlagen investiert.
1993 Die Kanadier ziehen aus Lahr und Bremgarten ab. Die Riegeler Brauerei verliert gute und treue Kunden. Durch Belieferung einer bayerischen Flugstaffel in Labrador bleibt der Kontakt zur neuen Welt erhalten.
10.1993 Dr. Dieter Just scheidet im Oktober 1993 als Vorstand der Riegeler Brauerei aus. Als neuer Vertriebsvorstand kommt Hans-Peter Blank, vorher Verkaufsvorstand bei der Henninger Brauerei in Frankfurt. Er f├╝hrt eine neue Werbelinie ein, strukturiert Logistik und Verkauf um und sorgt f├╝r geminderte Absatzr├╝ckg├Ąnge.
1994 Ab 1894 fungiert das Gasthaus zum Adler in L├Ârrach als Bierablage und Gastst├Ątte "zum Meyerhof" in der Baseler Stra├če 162.
1994 Mangels Absatz wird der Export nach Spanien vom Nachfolger Justs, Hans-Peter Blank, abgebrochen.
1995 Die Niederlasssung in Magdeburg der Riegeler Brauerei wird wieder verkauft.
1995 Das Stammhaus wird wieder aufgebaut und im Dezember eingeweiht. Es enth├Ąlt wider eine Wirtschaft, sowie ein Fris├Âr  und ein Eisgesch├Ąft sowie 11 moderne Wohnungen.
1995 Die Technik erh├Ąlt einen neuen L├Ąuterbottich.
1996 Michael Stumpf- Rodenstock veranla├čt den Bau eines Garni-Hotels in L├Ârrach. Der Bau wird 1996 abgeschlossen.
1996 In der Technik wird ein neuer 10-t-Dampfkessel eingeweiht.
1997 Am Drucktankraum wird ein neuer Ventilknoten installiert.
1998 Es f├Ąllt die Entscheidung, das Bayersepple in Waldkirch zu renovieren und die Warteck umzubauen und mit einem gr├Â├čeren Biegarten zu versehen.
1998 Eine neue K├Ąlteanlage wird fertiggestellt.
1999 Die Binding Brauerei AG, die bisher 51 % der Aktien hielt, schluckt die Riegeler Brauerei; der Aktienanteil wird auf 99 % erh├Âht. Man sieht darin die beste Absicherung des Standorts trotz der Schwierigkeiten aufgrund der Kaufzur├╝ckhaltung und der Gastronomiekrise.
01.09.1999 bis 20.09.1999 Rechtzeitig zum goldenen Sp├Ątsommer 1999 wird der Biergarten des Riegeler Brauhauses (Fr├╝here Warteck) eingeweiht. In 4 Monaten werden 250 hl Bier vornehmlich im Garten und im Saal bei Weihnachtsfeiern verkauft.
28.04.2000 Die F├╝rstlich F├╝rstenbergische Brauerei aus Donaueschingen erwirbt die Aktien der Riegeler Brauerei, um ihre Wettbewerbssituation in Baden-W├╝rtemberg zu st├Ąrken. Dr. R├╝diger Schewe geht in den Aufsichtsrat, und Bernd Treptau wird Vorstand ohne Ressort. Logistik, Abf├╝llung und Vertrieb werden nach Donaueschingen verlagert, der Braubetrieb bleibt zun├Ąchst erhalten.
Ende 2003 Zweieinhalb Jahre nach der ├ťbernahme durch die F├╝rstlich F├╝rstenbergische Brauerei wird der Braubetrieb nach Donaueschingen verlagert. Grund sind erhebliche Kostenersparnisse; die Produktion an zwei Standorten sei auf die Dauer zu teuer. Zuletzt sind noch sieben Mitarbeiter in Riegel besch├Ąftigt
2006 Zusammenarbeit mit der Gemeinde Riegel und der Firma Gisinger findet die bisherige "Elchb├Ąu" R├Ąumlichkeiten in den alten Geb├Ąuden der Riegeler Brauerei und wird in "R├Âmerbr├Ąu Riegel" umbenannt.
Herbst 2006 Ankauf der Brauereigeb├Ąude und des Grundst├╝cks durch die Gisinger-Gruppe aus Freiburg
10.07.2007 Start f├╝r das Projekt "Riegeler Lofts" mit Wohn- und Arbeitsr├Ąumen sowie Dienstleistungs- und Gewerbefl├Ąchen
April 2008 Beginn des ersten Bauabschnitts vom Projekt "Riegeler Lofts"
Winter 2009 Beginn des zweiten Bauabschnitts vom Projekt "Riegeler Lofts"
Fr├╝hj. 2011 Beginn des dritten Bauabschnitts vom Projekt "Riegeler Lofts"
Fr├╝hj. 2012 Die noch in Planung und Bau befindlichen Geb├Ąudeteile des Projekts "Riegeler Lofts" sind vollst├Ąndig ausverkauft
2014 Die Kleinbrauerei "R├Âmerbr├Ąu Riegel" zieht in neue R├Ąume in den Riegeler Lofts ein und setzt die Braukultur am alten Standort fort.
Ende 2014 Das Maschinenhaus mit der Dampfmaschine noch nicht restauriert und umgenutzt




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Bier 1834 Beginn (├ťbernahme durch Meyer) 2003 Ende (Verlagerung nach Donaueschingen)  




Betriebene Dampfmaschinen

Bezeichnung Bauzeit Hersteller
Dampfmaschine 1893 Gebr. Sulzer AG
Dampfmaschine 1888 Maschinenfabrik Augsburg AG
Dampfmaschine 1906 Maschinenfabrik Augsburg-N├╝rnberg AG




Personal

Zeit gesamt Arbeiter Angest. Lehrl. Kommentar
1999 125       Aussto├č: 200.000 hl Bier
  120       bei ├ťbernahme durch F├╝rstenberg
  7       vor Schlie├čung




Allgemeines

ZEIT1943
THEMAOrgane und Kapital der Gesellschaft
TEXTVorstand: Dr. Robert Meyer, Riegel; Willy Meyer, Riegel. Aufsichtsrat: Dr. Wilhelm Rohn, Bankdirektor, Mannheim, Vorsitzer; Dr. Herbert Meyer, Diplomvolkswirt, Freiburg, stellv. Vorsitzer; Allwill Loesch, Fabrikant, Endingen; Matthias Callenberg, Bankdirektor, Freiburg; Otto Stirnkorb, Freiburg; Otto Dullenkopf, Bankdirektor a. D., Freiburg. Stimmrecht: Je nom. RM 2.000,00 Grundkapital l Stimme. Gewinn-Verwendung: 5 % zum Reservefonds (bis 10 % des Grundkapitals). Gesch├Ąftsjahr: 1. Oktober bis 30. September. Grundkapital: nom. RM 2.800.000,00 Stammaktien in 1400 St├╝cken zu je RM 2.000,00. Dividenden 1931/32-1941/42: 0, 0, 0, 0, 0, 0, 5, 7, 7, 7, 3,5*) %; *) auf das berichtigte Kapital.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 4262]


ZEIT1943
THEMAZweck und Gegenstand des Unternehmens
TEXTZweck: Herstellung und Verkauf1 von unterg├Ąrigem Bier und Malz.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 4262]


ZEIT1943
THEMABesitzverh├Ąltnisse
TEXTAnlagen: Sudhaus mit Dampfkochung, Eismaschine (Linde), Dampfmaschine, elektrischer Antrieb.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 4262]