Norddeutsche Seekabelwerke GmbH & Co. KG

Allgemeines

FirmennameNorddeutsche Seekabelwerke GmbH & Co. KG
OrtssitzNordenham (Unterweser)
StraßeKabelstr. 9-11
Postleitzahl26954
Art des UnternehmensSeekabelwerke
AnmerkungenZunächst zu Felten & Guilleaume, dann Siemens, dann Corning. Um 1943/1955: "Norddeutsche Seekabelwerke Aktiengesellschaft"
QuellenangabenFirmenchroniken [Kunert: Telegraphen-Seekabel (1962) 59] [ABC d dt. Wirtschaft (1955) II/676] [Handbuch Akt.-Ges. (1943) 5911]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1898 Um 1898 planen die Felten & Guilleaume Carlswerk AG. und die Land- und Seekabelwerke AG., eine Gr√ľndung von Franz Clouth, unabh√§ngig voneinander, je ein Seekabelwerk an der deutschen K√ľste
anzulegen.
11.05.1898 Als die deutschen Pl√§ne, ein deutsches √ľberseeisches Kabelnetz zu schaffen, ihrer Verwirklichung entgegenreifen, gr√ľndet Franz Clouth in K√∂ln-Nippes die Land- und Seekabelwerke AG. Aber diese Kabelwerke liegen im Innern Deutschlands, die Bef√∂rderung l√§ngerer Seekabel nach den Landungsstellen an der deutschen K√ľste oder nach √úbersee ist zeitraubend, umst√§ndlich und kostspielig. Keines der deutschen Werke ist imstande, lange Seekabel durch eigene Kabeldampfer auszulegen. Abhilfe ist nur dadurch m√∂glich, da√ü ein neues Kabelwerk an einer geeigneten Stelle der deutschen Seek√ľste gebaut werde, wo die fertigen Kabel unmittelbar aus den Lagerbeh√§ltern (Kabeltanks) des Werks in die Kabeldampfer verladen werden k√∂nnen.
28.09.1898 bis 23.12.1898 Die Land- und Seekabelwerke AG. verhandeln mit der oldenburgischen Regierung, schlie√üen mit ihr am 28. September und 16./23. Dezember 1898 Vertr√§ge √ľber die Errichtung einer Kabelfabrik
23.10.1898 Die Land- und Seekabelwerke bestellen durch Vertrag vom 23. Oktober 1898 einen Kabeldampfer bei der Werft David J. Dunlop & Co. in Port Glasgow (England), da die deutschen Werften die Lieferung eines solchen Dampfers in der verlangten Frist von 12 Monaten nicht √ľbernehmen wollen.
01.11.1898 bis 31.12.1898 Die Land- und Seekabelwerke AG erwirbt ein geeignetes, 13 Hektar gro√ües Gel√§nde am linken Weserufer in Nordenham. Es liegt weseraufw√§rts nicht weit von Bremerhaven, die Weser kann dort bei allen Witterungsverh√§ltnissen, auch bei Frost, von gr√∂√üeren Seeschiffen befahren werden. beginnt mit den Bauarbeiten und bestellt einen Kabeldampfer in England. Da zwei Seekabelfabriken nebeneinander nicht gen√ľgend besch√§ftigt werden k√∂nnen, einigen sich die Beteiligten auf Anregung des Reichspostamts: Es wird eine neue Aktiengesellschaft Norddeutsche Seekabelwerke gegr√ľndet, deren Aktien Felten & Guilleaume und die Deutsch-Atlantische Telegraphengesellschaft √ľbernehmen. Die Land- und Seekabelwerke erhalten Genu√üscheine mit begrenzter Dividendenberechtigung als Abstand. Die Norddeutsche Seekabelwerke AG. erwirbt die Anlagen in Nordenham sowie den Kabeldampfer und vollendet den Ausbau der Kabelfabrik.
01.1899 Die Land- und Seekabelwerke beginnen bereits im Januar 1899, das Gelände aufzuhöhen, die Uferböschung zu befestigen, einen Pier in den Fluß hineinzubauen, an dem später die Kabeldampfer anlegen sollen, und einige Fabrikgebäude zu errichten
Anfang 1899 Anfang 1899 wird mit der Gro√üherzoglichen Eisenbahndirektion in Oldenburg ein Vertrag √ľber den Anschlu√ü der Fabrikanlagen an die Bahngleise usw. get√§tigt und der Bau des Anschlu√ügleises in Angriff genommen.
1899 J. Engler findet Anstellung bei den Norddeutschen Seekabelwerken, noch in ihrer K√∂lner Verwaltung. Er bleibt dem Werk Zeit seines Lebens verbunden. Er beginnt seine Laufbahn als Lege-Ingenieur und macht als solcher die Lotungsreisen und gro√üen Legungen in S√ľdostasien, im Nord- und S√ľdatlantik mit, anf√§nglich noch unter der Leitung des Engl√§nders Mr. Henry Bligh Forde.
27.05.1899 Gr√ľndung der Norddeutsche Seekabelwerke Aktiengesellschaft (NSW) mit einem Kapital von 2.000.000 Mark in K√∂ln durch Felten & Guilleaume Carlswerk AG (F&G) und die Deutsch-Atlantische Telegraphengesellschaft (DAT) Firmensitz: K√∂ln
27.05.1899 Die Norddeutsche Seekabelwerke werden in K√∂ln gegr√ľndet.
20.06.1899 Eintragung in das Handelsregister. Die Aufgabe der Gesellschaft ist nach § 3 des Gesellschaftsvertrages:
a) die Herstellung von elektrischen Kabeln und Zubeh√∂r, namentlich von solchen Kabeln, welche zur Herstellung von √ľberseeischen Verbindungen dienen (Seekabeln);
b) die √úbernahme von Arbeiten f√ľr die Legung von Kabeln der unter a) gedachten Art und f√ľr die Reparatur an solchen Kabeln;
c) der An- und Verkauf von Materialien und Fabrikaten, welche bei der T√§tigkeit gem√§√ü a) und b) direkt oder indirekt in Frage kommen, und die Ausf√ľhrung aller sonstigen damit im Zusammenhang stehenden Gesch√§fte. --
Das Aktienkapital von 2 Millionen Mark zeichnen die Felten & Guilleaume Carlswerk AG und die Deutsch-Atlantische Telegraphengesellschaft je zur Hälfte
20.06.1899 Am 20. Juni 1899 √ľbernimmt die Norddeutsche Seekabelwerke AG. (NSW) den Kabeldampfer und die Anlagen in Nordenham, f√ľr welche die Land- und Seekabelwerke AG. (L&S) bis dahin rd. 672 420 Mark aufgewendet hatte.
08.1899 Im August 1899 wird zwischen Felten & Guilleaume und der Dt.-Atlantischen Telegraphengesellschaft folgender Vertrag abgeschlossen: Die NSW tritt in alle bis dahin abgeschlossenen Vertr√§ge ein, √ľbernimmt die eingestellten Beamten, verpflichtet sich zur Erstattung der bisherigen Aufwendungen, zur Zahlung einer Verg√ľtung von 30 000 Mark f√ľr allgemeine Unkosten usw. und gew√§hrt den L&S Genu√üscheine entsprechend der Anzahl der jeweils ausgegebenen Aktien, die zum Bezuge von 1/3 der 5 Prozent des Aktienkapitals √ľbersteigenden Dividenden berechtigen (vgl. ¬ß 8 und ¬ß 31 des Gesellschaftsvertrages).
14.10.1899 Die Abmachungen des Vertrags vom August werden in einem Vertrage zwischen der Firma Felten & Guilleaume (F&G), der Land- und Seekabelwerke AG. (L&S), der Deutsch-Atlantischen Telegraphengesellschaft (DAT) und der Norddeutsche Seekabelwerke AG. (NSW) best√§tigt: F&G und DAT √ľbernehmen alle etwaigen Kapitalerh√∂hungen je zur H√§lfte und behalten ihren Aktienbesitz ungeteilt f√ľr die Dauer von 15 Jahren vom 15. Juni 1899 an; die √úbertragung der Aktien ist w√§hrend dieser Zeit nach ¬ß 4 Absatz 3 des Gesellschaftsvertrages an die Einwilligung der Generalversammlung gebunden. F&G, L&S und DAT errichten w√§hrend desselben Zeitraums keine Konkurrenzunternehmungen in Europa f√ľr die Herstellung von Seekabeln, die zwei K√ľstenpunkte verbinden sollen, deren Entfernung voneinander in der Luftlinie 200 km √ľbersteigt, und beteiligen sich auch nicht an solchen Unternehmen. F&G und L&S stellen w√§hrend des gleichen Zeitraums keine derartigen Seekabel her. NSW wird dagegen w√§hrend der n√§chsten 5 Jahre, vom 15. Juni 1899 an, Landkabel nur anfertigen,
a) wenn es sich um Landkabel im Anschlu√ü an ein Seekabel f√ľr dessen Einf√ľhrung in das Kabelhaus oder in die Telegraphenstation handelt, dessen Ausf√ľhrung NSW √ľbernimmt; b) wenn es sich um Auftr√§ge handelt, die NSW von F&G oder L&S zugewiesen erh√§lt.
09.11.1899 Stapellauf des Kabellegedampfers "von Podbielski" in der Werft Dunlop in Glasgow
1900-1902 Bau und erste Erweiterung der Werksanlagen und der Wohnhauskolonie (Kabelkolonie) in Nordenham
Anfang 1900 Anfang 1900 sind die Kabel- und Aderfabrik gebaut
1900 Erhöhung des Gesellschaftskapitals um M 2.000.000,00 auf 4 Millionen Mark
03.02.1900 Indienststellung des Kabellegedampfers "von Podbielski" (nach dem Staatssekret√§r im Postministerium benannt). Daten: L√§nge √ľber alles 77,2 m, gr√∂√üte Breite: 10.67 m, Gesamtladeverm√∂gen: 1320 t, Kabelladung: 980 t, Tiefgang beladen: 5,03 m, Maschinenleistung: 1600 PS, Geschwindigkeit: 13 sm/h
10.08.1900 Die Norddeutschen Seekabelwerke errichten eine Zweigniederlassung in Nordenham
10.08.1900 Die Zweigniederlassung der Norddeutschen Seekabelwerke in Nordenham wird errichtet.
11.09.1900 Direktor Diederichs √ľbernimmt von den Land- und Seekabelwerken die Leitung der Norddeutschen Seekabelwerke
01.10.1900 Die Seekabelfabrik nimmt den Betrieb auf. Zunächst wurden dort nur Telegraphen-Seekabel hergestellt
Herbst 1900 Die erste Kabellieferung ist ein Vorratskabel f√ľr die Deutsch-Atlantische Telegraphengesellschaft im Herbst 1900
Ende 1900 An die erste Kabellieferung schließt sich Ende 1900 die Anfertigung des vieradrigen Kabels Borkum - Bacton III.
05.-18.12.1900 Die erste Arbeit des Kabeldampfers "von Podbielski" ist die Legung eines von Felten & Guilleaume im Carlswerk hergestellten Kabels Tsingtau-Shanghai in der Zeit vom 5. bie 18. Dezember 1900.
01.04.1901 Die Norddeutsche Seekabelwerke verlegen ihren Geschäftsbetrieb von Köln nach Nordenham. [auch 1908 genannt]
1902 Es kommen ein neues Werkstättengebäude, eine Lager-Tankhalle und eine neue große Tankhalle, Guttaperchakeller, Imprägnierungs- und Lagergebäude hinzu.
1902 Sch√ľtte √ľbernimmt die Bauaufsicht des ersten deutschen Kabeldampfers "von Podbielski" auf einer Glasgower Werft [schon 1899 vom Stapel gelaufen!!] sowie den Entwurf und die Aufsicht der beiden folgenden Kabeldampfer "Stephan" in Stettin und "Gro√üherzog von Oldenburg" in Elbing.
30.06.1902 Erhöhung des Gesellschaftskapitals um M 2.000.000,00 auf 6 Millionen Mark
29.12.1902 Stapellauf des Kabellegedampfers "Stephan" (nach dem Generalpostmeister benannt). Das Schiff ist 115,82 m lang, 14,63 m breit, hat 7,49 m Tiefgang, 6050 t Tragf√§higkeit, davon 4500 t f√ľr Kabel. Die Maschinenleistung betr√§gt 2400 PS, die Geschwindigkeit 11,5 sm/h
Fr√ľhjahr 1903 Der Kabellegedampfer "Stephan" wird im Fr√ľhjahr in Dienst gestellt
1904 Erstes gro√ües Guttapercha-isoliertes Telegraphen-Seekabel von NSW gefertigt und von den eigenen Kabelschiffen ¬Ľvon Podbielski¬ę und ¬ĽStephan¬ę gelegt Borkum Azoren - New York (7.993 km)
1905 Fie Fabrikanlagen werden nochmals erweitert.
06.1905 Der Kabellegedampfer "von Podbielski" wird an die niederl√§ndische Regierung f√ľr Niederl√§ndisch-Indien verkauft. Er erh√§lt den Namen "Telegraaf"
15.11.1905 bis 19.11.1905 Das Seekabel Makassar-Balikpapan wird durch die Norddeutsche Seekabelwerke geliefert und gelegt, als Zubringer f√ľr das deutsch-niederl√§ndische Kabelnetz im Stillen Ozean.
1906 Bau des Verwaltungsgebäudes in Nordenham
23.02.1906 The Electrical Review, London, bringt einen Aufsatz, in dem u.a. ausgef√ľhrt wird:

"Wir f√ľrchten, da√ü einige unserer Kabelhersteller die Dinge leicht nehmen und verabs√§umen, sich hinsichtlich ihrer Maschinen und Schiffe auf der H√∂he zu erhalten. Da h√∂rt man von Elektromotoren, die alle Kabelmaschinen in Nordenham treiben, von R√∂ntgenger√§ten zur Pr√ľfung der Adern und L√∂tstellen, von elektrischer Schwei√üung der Schutzdr√§hte usw. und ist betroffen √ľber den Unterschied zwischen diesen neuzeitlichen Verfahren und den Einrichtungen einiger unserer Kabelwerke. Bei den Schiffen ist der Unterschied noch weit mehr ausgepr√§gt. Man vergleiche den Stephan' mit einigen unserer Kabeldampfer, die ungeachtet der von ihnen geleisteten bewundernswerten Arbeit, kaum als auf der H√∂he der Leistungsf√§higkeit stehend bezeichnet werden k√∂nnen. ...."
Ende Januar 1907 Das Verwaltungsgebäude wird bezogen
1908 Ein Kabelpr√ľfgeb√§ude kommt hinzu
14.04.1908 Verlegung des Firmensitzes von Köln nach Nordenham
1909 Der Vertrag vom 14.10.1899 wird bereits 1909 √ľber das Jahr 1914 hinaus auf unbestimmte Zeit mit sechsmonatiger K√ľndigung verl√§ngert.
05.03.1911 Die franz√∂sische Zeitschrift "R√©vue G√©n√©rale" schreibt nach der Legung des deutsch-s√ľdamerikanischen Kabels: "Der Wettbewerb der englischen Gesellschaften, die politischen Verh√§ltnisse, die technischen Schwierigkeiten bei der Legung von 11.000 km Kabel machen den Erfolg zu einem einzigartigen. Die hohe Leistungsf√§higkeit der Norddeutschen Seekabelwerke war schon unzweifelhaft festgestellt ...."
1912 Seit 1912 werden auch Fernsprech-Seekabel, beide mit Guttaperchah√ľlle, hergestellt
03.1912 Eine elektrische Krafterzeugungsanlage von 1000 PS wird in Betrieb genommen
27.05.1913 bis 03.06.1913 Die Norddeutsche Seekabelwerke liefern und legen Seekabel das Panama - Santa Elena.
01.11.1913 bis 31.12.1913 Das Seekabel Soerabaja-Balikpapan und Kema-Ternate wird im Nov./Dez. von den Norddeutschen Seekabelwerken geliefert und gelegt.
10.03.1918 Tod des Kabelingenieurs Giessen (seit 1903 im Unternehmen)
12.03.1920 Ludwig Schneidt und Ewald Dreyling werden zu stellvertretenden Vorstandsmitgliedern bestellt
1921 √úbernahme des Aktienanteils der Deutsch-Atlantischen Telegraphengesellschaft durch F&G
19.05.1922 Erhöhung des Gesellschaftskapitals während des Währungsverfalls m Mark 18.000.000,00 auf 24 Millionen Papiermark
1924 Umstellung des Kapitals von M 24.000.000,00 auf RM 2.400.000,00
02.12.1924 J. Engler wird stellvertretendes Vorstandsmitglied der Norddeutschen Seekabelwerke.
16.01.1925 Direktor Julius Engler wird Stellvertreter des Direktors Diederichs bzw. Felix Maria Connemanns
1925 Diederichs legt die Leitung der Norddeutsche Seekabelwerke AG nieder.
01.01.1926 Nach dem Ausscheiden des Direktors Diederichs √ľbernimmt Direktor Felix Maria Connemann die Leitung des Werkes.
928 Seit Ende 1928 werden auch Fernsprechkabel mit Bleimantel angefertigt
1929 Aufnahme der Fertigung von papierisolierten bleiummantelten Telefon-Landkabeln
01.04.1931 Felten & Guilleaume Carlswerk AG und die Siemens & Halske AG einigen sich dahin, ihre Seekabelbelange in dem Nordenhamer Kabelwerk zu vereinigen; das Aktienkapital der NSW entfällt von diesem Zeitpunkt an je zur Hälfte auf F&G und S&H.
1932-1935 Entwicklung der Elektroisolierfolie Styroflex* aus Polystyrol und Einrichtung der Styroflex-Fabrik Einf√ľhrung der Kunststoffextrasionstechnik und damit Beginn der NSW-Kunststofftechnik
21.03.1932 Ludwig Schneidt und Ewald Dreyling scheiden aus dem Vorstand aus
1938 Seit der Betriebsaufnahme bis zum Jahre 1938 haben die Kabelwerke rd. 66000 km Seekabel nach dem In- und Auslande geliefert und zum größten Teil mit ihren Dampfern gelegt.
10.07.1942 Lt. Beschlu√ü des Aufsichtsrats vom 10. Juli 1942 Kapitalberichtigung gem√§√ü DAV vom 12. Juni 1941 um 50 % von RM 2.400.000,00 auf RM 3.600.000,00 mit Wirkung ab 31. Dezember 1941. Die zur Durchf√ľhrung der Berichtigung erforderlichen Betr√§ge werden gewonnen aus Anlagewerten mit RM 626.698,00 und aus sonstigen Bilanzposten mit RM 783.302,00.
16.09.1942 Julius Engler wird zum ordentlichen Vorstandsmitglied, Maximilian Greis und Heinz Horn werden zu stellvertretenden Mitgliedern berufen.
17.08.1943 Letzte ordentliche Hauptversammlung bis 1943/44
01.01.1944 Heinz Horn scheidet als stellvertretendes Vorstandsmitglied aus und wird durch Bernhard Boos ersetzt.
01.08.1944 Walter Fuhr wird stellvertretendes Vorstandsmitglied
05.08.1945 Vorstandsmitgliede M. Greis scheidet aus
1947 Aufnahme der Fertigung von kunststoffisolierten Wickeldr√§hten f√ľr Unterwassermotoren
04.07.1947 Bernhard Boos und Walter Fuhr werden ordentliche Vorstandsmitglieder
04.07.1947 J. Engler scheidet als Vorstandsmitglied aus den Norddeutschen Seekabelwerken.
20.08.1948 J. Engler wird in den Aufsichtsrat der Norddeutschen Seekabelwerke berufen
1950 Entwicklung des Northylen, einer Poly√§thylen (PE)-Schlauchfolie f√ľr Verpackungszwecke
28.04.1950 J. Engler ist bis zum 28. April im Aufsichtsrat der Norddeutsche Seekabelwerke
1951 Lieferung und Legung des ersten NSW-Seekabels nach dem Zweiten Weltkrieg. 50 km PE-isoliertes Telefon-Seekabel f√ľr die Verbindung Schweden - Finnland
1957 Einstellung der Fertigung von Seekabeln mit Guttapercha-Isolierung
1958-1959 Lieferung von 1.855 km Telefon-Seekabel mit PE-Isolierung f√ľr die Transatlantik-Verbindung TAT 2
1959 Aufnahme der Fertigung von extrudierten knotenlosen Kunststoffnetzen, Poly-Net
1960 Aufnahme der Fertigung von Verpackungsfolien aus Polystyrol, Norflex
1962 Überflutung und starke Beschädigung der Fabrikationsanlagen infolge einer schweren Sturmflut
1962 Fertigung und Legung des ICECAM-Telefon-Seekabels Island - Grönland - Kanada (3.224 km)
1963-1964 Aufbau der Fabrikationsanlagen f√ľr Light-WeightSeekabel (LWC)
1965 Lieferung von 2.223 km LWC-Kabel f√ľr die Transatlantik-Verbindung TAT 4. Durch das Comsat-Abkommen kein weiteres Engagement von deutscher Seite bei transozeanischen Seekabeln
1968 Zerstörung der Draht- und Leitungsfabrik sowie großer Teile der Seekabelfertigung durch einen Großbrand
1968 Verkauf der nicht mehr beschäftigten LWC-Fabrikationsanlagen an die Simplex Wire & Cable Co., USA
1968 Aufgabe des transozeanischen Seekabelgesch√§ftes nach √ľber 80.000 km Kabel seit Gr√ľndung des Unternehmens
1969 Wiederherstellung der durch Brand zerstörten Kabelfabrik 2 und Aufnahme der Fertigung
1970 Bau der Poly-Net-Fahrik Entwicklung
1970 Fertigungsaufnahme von Ger√§ten f√ľr die Meeresme√ütechnik
1973 Neubau der Kabelfabrik 1 f√ľr Fernmeldelandkabel
1977 Einstellung der Fertigung von Fernmeldekabeln mit Papierisolierung
1978 Einstieg in die Umwelttechnik Entwicklung von Methoden f√ľr die Behandlung von Grund- und Abwasser
1979 Aufnahme der Fertigung von Kunststoff-Riemen f√ľr die F√∂rdertechnik
1979 √úbernahme der Leuchtenfirma Cristallux in Waldachtal
1980 Gr√ľndung der NSW Offshore Ltd. in Aberdeen, zum Vertrieb von Spezialkabeln f√ľr die Offshoreindustrie
1981 Gr√ľndung der NSW Corporation in Roanoke, VA, USA Fertigung und Vertrieb von NSW-Nunststofferzeugnissen und NSW-Umwelttechnik
1981 Umbenennung der Felten & Guilleaume Carlswerk AG (F&G) in Philips Kommunikations Industrie AG (PKI)
1988 Umwandlung der NSW Offshore Ltd. in Aberdeen in "NSW Technology Ltd." (Vertrieb von Spezialkabeln f√ľr die Offshoreindustrie)
1988 Verkauf von Cristallux
1989 Neubeginn des Seekabelgeschäftes - nun mit Lichtwellenleiter (LWL)-Nachrichtenseekabeln
1992 Einstellung der Ger√§tefertigung f√ľr die Meeresme√ütechnik
1994 Lieferung von 288 km LWL-Seekabel f√ľr die Verbindung Lettland - Schweden; zu der Zeit gr√∂√üte regeneratorfreie L√§nge
01.10.1995 √úbernahme des von PKI (Philips) gehaltenen NSW-Aktienpaketes durch die Siemens AG zum 1. Oktober 1995
1996 Umwandlung der NSW AG in die NSW GmbH
1996 Zertifizierung des Geschäftsfeldes Kabel nach DIN ISO 9001
1996 Neuausrichtung von NSW zum Kompetenz-Zentrum f√ľr armierte Lichtwellenleiter-Kabel im Siemens-Konzern
1996-1998 Lieferung von mehr als 6.000 km LWL-Seekabeln an die Siemens AG f√ľr die Projekte Nigeria, Kolunthien, Cap Verde, Philippinen und Azoren in den Jahren 1996 - 1998
1997 Modernisierung und Spezialisierung der Kabelfabrik f√ľr die Fertigung von LWL-Seekabeln und LWL-Erdseil-Luftkabein
1997 Einstellung der Styroflex-Fertigung
1998-1999 Mit Beginn des Gesch√§ftsjahres 1998199 werden die Seekabel-Aktivit√§ten der Siemens AG komplett von NSW wahrgenommen, NSW √ľbernimmt damit weltweit alle Gesch√§ftsfunktionen wie Entwicklung, Vertrieb, Projektierung, Herstellung, Legung, Wartung und Reparatur von Seekabelanlagen




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Fernmeldekabel 1955 [ABC d dt. Wirtschaft (1955) II/676] 1955 [ABC d dt. Wirtschaft (1955) II/676]  
Seekabel 1902 Beginn (Bau des Werks) 2002 aktiv  




Betriebene Dampfmaschinen

Bezeichnung Bauzeit Hersteller
Schiffsdampfmaschine 1902/03 Stettiner Maschinenbau-Aktiengesellschaft Vulcan
Lokomobile 1899-1903 Heinrich Lanz Aktiengesellschaft




Personal

Zeit gesamt Arbeiter Angest. Lehrl. Kommentar
1950 229       am 1.1.




Allgemeines

ZEIT1943
THEMAOrgane und Kapital der Gesellschaft
TEXTVorstand: Julius Engler, Nordenham; Dr. Maximilian Greis, Nordenham, stellvertretend; Heinrich H√∂rn, Nordenham, stellvertretend. Aufsichtsrat: Generaldirektor Fritz Lehmann, K√∂ln-M√ľlheim, Vorsitzer; Direktor Dr. Erich Th√ľrmel, Berlin-Siemensstadt, stellv. Vorsitzer; Direktor Felix M. Connemann, Bremen; Ministerial-Dir. a. D. Geh. Oberposrat Dr. Peter Craemer, B√ľckeburg; Direktor Theodor Frenzel, Berlin-Siemensstadt; Dr. Fritz Luschen, Berlin-Siemensstadt; Generaldirektor Dr. Aloys Meyer, Luxemburg; Direktor Dr. Ulfilas Meyer, K√∂ln-M√ľlheim; Direktor Kurt Sontag, Berlin. Gewinn-Verwendung: Gem√§√ü Aktiengesetz. Grundkapital: nom. RM 3.600.000,00 Stammaktien in 3600 St√ľcken zu je RM 1.000,00. Gro√üaktion√§re: Felten & Guilleaume Carlswerk A.-G. in K√∂ln-M√ľlheim (50%), Siemens & Halske A.-G. in Berlin (50 %). Dividenden: 1927-1939: 0%; 1940-1942: 6, 4*), 4 %; *) auf das berichtigte Kapital.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 5911]


ZEIT1943
THEMAZweck und Gegenstand des Unternehmens
TEXTZweck: Herstellung von elektrischen Kabeln und Zubeh√∂r, namentlich von solchen Kabeln, die zur Herstellung von √ľberseeischen Verbindungen dienen (Seekabeln); √úbernahme von Arbeiten f√ľr die Legung und Instandsetzung von Kabeln der vorgedachten Art sowie anderweitige Ausnutzung eigener und zur Verf√ľgung stehender Fahrzeuge; Herstellung von Isolations- und √§hnlichen Materialien und von Fabrikaten hieraus. Die Fabrik der Gesellschaft in Nordenham kam im Herbst 1900 in Betrieb. Die Werkst√§tten werden verschiedentlich erweitert.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 5911]


ZEIT1943
THEMABesitzverhältnisse
TEXTAnlagen: Fabrik in Nordenham, Kabelschiff "Neptun" und Kabelschiff "Norderney".
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 5911]