Norddeutsche Seekabelwerke GmbH & Co. KG

Allgemeines

FirmennameNorddeutsche Seekabelwerke GmbH & Co. KG
OrtssitzNordenham (Unterweser)
StraßeKabelstr. 9-11
Postleitzahl26954
Art des UnternehmensSeekabelwerke
AnmerkungenZunächst zu Felten & Guilleaume, dann Siemens, dann Corning. Um 1943/1955: "Norddeutsche Seekabelwerke Aktiengesellschaft"
QuellenangabenFirmenchroniken [Kunert: Telegraphen-Seekabel (1962) 59] [ABC d dt. Wirtschaft (1955) II/676] [Handbuch Akt.-Ges. (1943) 5911]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1898 Um 1898 planen die Felten & Guilleaume Carlswerk AG. und die Land- und Seekabelwerke AG., eine Gründung von Franz Clouth, unabhängig voneinander, je ein Seekabelwerk an der deutschen Küste
anzulegen.
11.05.1898 Als die deutschen Pläne, ein deutsches überseeisches Kabelnetz zu schaffen, ihrer Verwirklichung entgegenreifen, gründet Franz Clouth in Köln-Nippes die Land- und Seekabelwerke AG. Aber diese Kabelwerke liegen im Innern Deutschlands, die Beförderung längerer Seekabel nach den Landungsstellen an der deutschen Küste oder nach Übersee ist zeitraubend, umständlich und kostspielig. Keines der deutschen Werke ist imstande, lange Seekabel durch eigene Kabeldampfer auszulegen. Abhilfe ist nur dadurch möglich, daß ein neues Kabelwerk an einer geeigneten Stelle der deutschen Seeküste gebaut werde, wo die fertigen Kabel unmittelbar aus den Lagerbehältern (Kabeltanks) des Werks in die Kabeldampfer verladen werden können.
28.09.1898 bis 23.12.1898 Die Land- und Seekabelwerke AG. verhandeln mit der oldenburgischen Regierung, schließen mit ihr am 28. September und 16./23. Dezember 1898 Verträge über die Errichtung einer Kabelfabrik
23.10.1898 Die Land- und Seekabelwerke bestellen durch Vertrag vom 23. Oktober 1898 einen Kabeldampfer bei der Werft David J. Dunlop & Co. in Port Glasgow (England), da die deutschen Werften die Lieferung eines solchen Dampfers in der verlangten Frist von 12 Monaten nicht übernehmen wollen.
01.11.1898 bis 31.12.1898 Die Land- und Seekabelwerke AG erwirbt ein geeignetes, 13 Hektar großes Gelände am linken Weserufer in Nordenham. Es liegt weseraufwärts nicht weit von Bremerhaven, die Weser kann dort bei allen Witterungsverhältnissen, auch bei Frost, von größeren Seeschiffen befahren werden. beginnt mit den Bauarbeiten und bestellt einen Kabeldampfer in England. Da zwei Seekabelfabriken nebeneinander nicht genügend beschäftigt werden können, einigen sich die Beteiligten auf Anregung des Reichspostamts: Es wird eine neue Aktiengesellschaft Norddeutsche Seekabelwerke gegründet, deren Aktien Felten & Guilleaume und die Deutsch-Atlantische Telegraphengesellschaft übernehmen. Die Land- und Seekabelwerke erhalten Genußscheine mit begrenzter Dividendenberechtigung als Abstand. Die Norddeutsche Seekabelwerke AG. erwirbt die Anlagen in Nordenham sowie den Kabeldampfer und vollendet den Ausbau der Kabelfabrik.
1899 J. Engler findet Anstellung bei den Norddeutschen Seekabelwerken, noch in ihrer Kölner Verwaltung. Er bleibt dem Werk Zeit seines Lebens verbunden. Er beginnt seine Laufbahn als Lege-Ingenieur und macht als solcher die Lotungsreisen und großen Legungen in Südostasien, im Nord- und Südatlantik mit, anfänglich noch unter der Leitung des Engländers Mr. Henry Bligh Forde.
01.1899 Die Land- und Seekabelwerke beginnen bereits im Januar 1899, das Gelände aufzuhöhen, die Uferböschung zu befestigen, einen Pier in den Fluß hineinzubauen, an dem später die Kabeldampfer anlegen sollen, und einige Fabrikgebäude zu errichten
Anfang 1899 Anfang 1899 wird mit der Großherzoglichen Eisenbahndirektion in Oldenburg ein Vertrag über den Anschluß der Fabrikanlagen an die Bahngleise usw. getätigt und der Bau des Anschlußgleises in Angriff genommen.
27.05.1899 Gründung der Norddeutsche Seekabelwerke Aktiengesellschaft (NSW) mit einem Kapital von 2.000.000 Mark in Köln durch Felten & Guilleaume Carlswerk AG (F&G) und die Deutsch-Atlantische Telegraphengesellschaft (DAT) Firmensitz: Köln
27.05.1899 Die Norddeutsche Seekabelwerke werden in Köln gegründet.
20.06.1899 Eintragung in das Handelsregister. Die Aufgabe der Gesellschaft ist nach § 3 des Gesellschaftsvertrages:
a) die Herstellung von elektrischen Kabeln und Zubehör, namentlich von solchen Kabeln, welche zur Herstellung von überseeischen Verbindungen dienen (Seekabeln);
b) die Übernahme von Arbeiten für die Legung von Kabeln der unter a) gedachten Art und für die Reparatur an solchen Kabeln;
c) der An- und Verkauf von Materialien und Fabrikaten, welche bei der Tätigkeit gemäß a) und b) direkt oder indirekt in Frage kommen, und die Ausführung aller sonstigen damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte. --
Das Aktienkapital von 2 Millionen Mark zeichnen die Felten & Guilleaume Carlswerk AG und die Deutsch-Atlantische Telegraphengesellschaft je zur Hälfte
20.06.1899 Am 20. Juni 1899 übernimmt die Norddeutsche Seekabelwerke AG. (NSW) den Kabeldampfer und die Anlagen in Nordenham, für welche die Land- und Seekabelwerke AG. (L&S) bis dahin rd. 672 420 Mark aufgewendet hatte.
08.1899 Im August 1899 wird zwischen Felten & Guilleaume und der Dt.-Atlantischen Telegraphengesellschaft folgender Vertrag abgeschlossen: Die NSW tritt in alle bis dahin abgeschlossenen Verträge ein, übernimmt die eingestellten Beamten, verpflichtet sich zur Erstattung der bisherigen Aufwendungen, zur Zahlung einer Vergütung von 30 000 Mark für allgemeine Unkosten usw. und gewährt den L&S Genußscheine entsprechend der Anzahl der jeweils ausgegebenen Aktien, die zum Bezuge von 1/3 der 5 Prozent des Aktienkapitals übersteigenden Dividenden berechtigen (vgl. § 8 und § 31 des Gesellschaftsvertrages).
14.10.1899 Die Abmachungen des Vertrags vom August werden in einem Vertrage zwischen der Firma Felten & Guilleaume (F&G), der Land- und Seekabelwerke AG. (L&S), der Deutsch-Atlantischen Telegraphengesellschaft (DAT) und der Norddeutsche Seekabelwerke AG. (NSW) bestätigt: F&G und DAT übernehmen alle etwaigen Kapitalerhöhungen je zur Hälfte und behalten ihren Aktienbesitz ungeteilt für die Dauer von 15 Jahren vom 15. Juni 1899 an; die Übertragung der Aktien ist während dieser Zeit nach § 4 Absatz 3 des Gesellschaftsvertrages an die Einwilligung der Generalversammlung gebunden. F&G, L&S und DAT errichten während desselben Zeitraums keine Konkurrenzunternehmungen in Europa für die Herstellung von Seekabeln, die zwei Küstenpunkte verbinden sollen, deren Entfernung voneinander in der Luftlinie 200 km übersteigt, und beteiligen sich auch nicht an solchen Unternehmen. F&G und L&S stellen während des gleichen Zeitraums keine derartigen Seekabel her. NSW wird dagegen während der nächsten 5 Jahre, vom 15. Juni 1899 an, Landkabel nur anfertigen,
a) wenn es sich um Landkabel im Anschluß an ein Seekabel für dessen Einführung in das Kabelhaus oder in die Telegraphenstation handelt, dessen Ausführung NSW übernimmt; b) wenn es sich um Aufträge handelt, die NSW von F&G oder L&S zugewiesen erhält.
09.11.1899 Stapellauf des Kabellegedampfers "von Podbielski" in der Werft Dunlop in Glasgow
1900-1902 Bau und erste Erweiterung der Werksanlagen und der Wohnhauskolonie (Kabelkolonie) in Nordenham
Anfang 1900 Anfang 1900 sind die Kabel- und Aderfabrik gebaut
1900 Erhöhung des Gesellschaftskapitals um M 2.000.000,00 auf 4 Millionen Mark
03.02.1900 Indienststellung des Kabellegedampfers "von Podbielski" (nach dem Staatssekretär im Postministerium benannt). Daten: Länge über alles 77,2 m, größte Breite: 10.67 m, Gesamtladevermögen: 1320 t, Kabelladung: 980 t, Tiefgang beladen: 5,03 m, Maschinenleistung: 1600 PS, Geschwindigkeit: 13 sm/h
10.08.1900 Die Norddeutschen Seekabelwerke errichten eine Zweigniederlassung in Nordenham
10.08.1900 Die Zweigniederlassung der Norddeutschen Seekabelwerke in Nordenham wird errichtet.
11.09.1900 Direktor Diederichs übernimmt von den Land- und Seekabelwerken die Leitung der Norddeutschen Seekabelwerke
01.10.1900 Die Seekabelfabrik nimmt den Betrieb auf. Zunächst wurden dort nur Telegraphen-Seekabel hergestellt
Herbst 1900 Die erste Kabellieferung ist ein Vorratskabel für die Deutsch-Atlantische Telegraphengesellschaft im Herbst 1900
Ende 1900 An die erste Kabellieferung schließt sich Ende 1900 die Anfertigung des vieradrigen Kabels Borkum - Bacton III.
05.-18.12.1900 Die erste Arbeit des Kabeldampfers "von Podbielski" ist die Legung eines von Felten & Guilleaume im Carlswerk hergestellten Kabels Tsingtau-Shanghai in der Zeit vom 5. bie 18. Dezember 1900.
01.04.1901 Die Norddeutsche Seekabelwerke verlegen ihren Geschäftsbetrieb von Köln nach Nordenham. [auch 1908 genannt]
1902 Schütte übernimmt die Bauaufsicht des ersten deutschen Kabeldampfers "von Podbielski" auf einer Glasgower Werft [schon 1899 vom Stapel gelaufen!!] sowie den Entwurf und die Aufsicht der beiden folgenden Kabeldampfer "Stephan" in Stettin und "Großherzog von Oldenburg" in Elbing.
1902 Es kommen ein neues Werkstättengebäude, eine Lager-Tankhalle und eine neue große Tankhalle, Guttaperchakeller, Imprägnierungs- und Lagergebäude hinzu.
30.06.1902 Erhöhung des Gesellschaftskapitals um M 2.000.000,00 auf 6 Millionen Mark
29.12.1902 Stapellauf des Kabellegedampfers "Stephan" (nach dem Generalpostmeister benannt). Das Schiff ist 115,82 m lang, 14,63 m breit, hat 7,49 m Tiefgang, 6050 t Tragfähigkeit, davon 4500 t für Kabel. Die Maschinenleistung beträgt 2400 PS, die Geschwindigkeit 11,5 sm/h
Frühjahr 1903 Der Kabellegedampfer "Stephan" wird im Frühjahr in Dienst gestellt
1904 Erstes großes Guttapercha-isoliertes Telegraphen-Seekabel von NSW gefertigt und von den eigenen Kabelschiffen »von Podbielski« und »Stephan« gelegt Borkum Azoren - New York (7.993 km)
1905 Fie Fabrikanlagen werden nochmals erweitert.
06.1905 Der Kabellegedampfer "von Podbielski" wird an die niederländische Regierung für Niederländisch-Indien verkauft. Er erhält den Namen "Telegraaf"
15.11.1905 bis 19.11.1905 Das Seekabel Makassar-Balikpapan wird durch die Norddeutsche Seekabelwerke geliefert und gelegt, als Zubringer für das deutsch-niederländische Kabelnetz im Stillen Ozean.
1906 Bau des Verwaltungsgebäudes in Nordenham
23.02.1906 The Electrical Review, London, bringt einen Aufsatz, in dem u.a. ausgeführt wird:

"Wir fürchten, daß einige unserer Kabelhersteller die Dinge leicht nehmen und verabsäumen, sich hinsichtlich ihrer Maschinen und Schiffe auf der Höhe zu erhalten. Da hört man von Elektromotoren, die alle Kabelmaschinen in Nordenham treiben, von Röntgengeräten zur Prüfung der Adern und Lötstellen, von elektrischer Schweißung der Schutzdrähte usw. und ist betroffen über den Unterschied zwischen diesen neuzeitlichen Verfahren und den Einrichtungen einiger unserer Kabelwerke. Bei den Schiffen ist der Unterschied noch weit mehr ausgeprägt. Man vergleiche den Stephan' mit einigen unserer Kabeldampfer, die ungeachtet der von ihnen geleisteten bewundernswerten Arbeit, kaum als auf der Höhe der Leistungsfähigkeit stehend bezeichnet werden können. ...."
Ende Januar 1907 Das Verwaltungsgebäude wird bezogen
1908 Ein Kabelprüfgebäude kommt hinzu
14.04.1908 Verlegung des Firmensitzes von Köln nach Nordenham
1909 Der Vertrag vom 14.10.1899 wird bereits 1909 über das Jahr 1914 hinaus auf unbestimmte Zeit mit sechsmonatiger Kündigung verlängert.
05.03.1911 Die französische Zeitschrift "Révue Générale" schreibt nach der Legung des deutsch-südamerikanischen Kabels: "Der Wettbewerb der englischen Gesellschaften, die politischen Verhältnisse, die technischen Schwierigkeiten bei der Legung von 11.000 km Kabel machen den Erfolg zu einem einzigartigen. Die hohe Leistungsfähigkeit der Norddeutschen Seekabelwerke war schon unzweifelhaft festgestellt ...."
1912 Seit 1912 werden auch Fernsprech-Seekabel, beide mit Guttaperchahülle, hergestellt
03.1912 Eine elektrische Krafterzeugungsanlage von 1000 PS wird in Betrieb genommen
27.05.1913 bis 03.06.1913 Die Norddeutsche Seekabelwerke liefern und legen Seekabel das Panama - Santa Elena.
01.11.1913 bis 31.12.1913 Das Seekabel Soerabaja-Balikpapan und Kema-Ternate wird im Nov./Dez. von den Norddeutschen Seekabelwerken geliefert und gelegt.
10.03.1918 Tod des Kabelingenieurs Giessen (seit 1903 im Unternehmen)
12.03.1920 Ludwig Schneidt und Ewald Dreyling werden zu stellvertretenden Vorstandsmitgliedern bestellt
1921 Übernahme des Aktienanteils der Deutsch-Atlantischen Telegraphengesellschaft durch F&G
19.05.1922 Erhöhung des Gesellschaftskapitals während des Währungsverfalls m Mark 18.000.000,00 auf 24 Millionen Papiermark
1924 Umstellung des Kapitals von M 24.000.000,00 auf RM 2.400.000,00
02.12.1924 J. Engler wird stellvertretendes Vorstandsmitglied der Norddeutschen Seekabelwerke.
16.01.1925 Direktor Julius Engler wird Stellvertreter des Direktors Diederichs bzw. Felix Maria Connemanns
1925 Diederichs legt die Leitung der Norddeutsche Seekabelwerke AG nieder.
01.01.1926 Nach dem Ausscheiden des Direktors Diederichs übernimmt Direktor Felix Maria Connemann die Leitung des Werkes.
928 Seit Ende 1928 werden auch Fernsprechkabel mit Bleimantel angefertigt
1929 Aufnahme der Fertigung von papierisolierten bleiummantelten Telefon-Landkabeln
01.04.1931 Felten & Guilleaume Carlswerk AG und die Siemens & Halske AG einigen sich dahin, ihre Seekabelbelange in dem Nordenhamer Kabelwerk zu vereinigen; das Aktienkapital der NSW entfällt von diesem Zeitpunkt an je zur Hälfte auf F&G und S&H.
1932-1935 Entwicklung der Elektroisolierfolie Styroflex* aus Polystyrol und Einrichtung der Styroflex-Fabrik Einführung der Kunststoffextrasionstechnik und damit Beginn der NSW-Kunststofftechnik
21.03.1932 Ludwig Schneidt und Ewald Dreyling scheiden aus dem Vorstand aus
1938 Seit der Betriebsaufnahme bis zum Jahre 1938 haben die Kabelwerke rd. 66000 km Seekabel nach dem In- und Auslande geliefert und zum größten Teil mit ihren Dampfern gelegt.
10.07.1942 Lt. Beschluß des Aufsichtsrats vom 10. Juli 1942 Kapitalberichtigung gemäß DAV vom 12. Juni 1941 um 50 % von RM 2.400.000,00 auf RM 3.600.000,00 mit Wirkung ab 31. Dezember 1941. Die zur Durchführung der Berichtigung erforderlichen Beträge werden gewonnen aus Anlagewerten mit RM 626.698,00 und aus sonstigen Bilanzposten mit RM 783.302,00.
16.09.1942 Julius Engler wird zum ordentlichen Vorstandsmitglied, Maximilian Greis und Heinz Horn werden zu stellvertretenden Mitgliedern berufen.
17.08.1943 Letzte ordentliche Hauptversammlung bis 1943/44
01.01.1944 Heinz Horn scheidet als stellvertretendes Vorstandsmitglied aus und wird durch Bernhard Boos ersetzt.
01.08.1944 Walter Fuhr wird stellvertretendes Vorstandsmitglied
05.08.1945 Vorstandsmitgliede M. Greis scheidet aus
1947 Aufnahme der Fertigung von kunststoffisolierten Wickeldrähten für Unterwassermotoren
04.07.1947 J. Engler scheidet als Vorstandsmitglied aus den Norddeutschen Seekabelwerken.
04.07.1947 Bernhard Boos und Walter Fuhr werden ordentliche Vorstandsmitglieder
20.08.1948 J. Engler wird in den Aufsichtsrat der Norddeutschen Seekabelwerke berufen
1950 Entwicklung des Northylen, einer Polyäthylen (PE)-Schlauchfolie für Verpackungszwecke
28.04.1950 J. Engler ist bis zum 28. April im Aufsichtsrat der Norddeutsche Seekabelwerke
1951 Lieferung und Legung des ersten NSW-Seekabels nach dem Zweiten Weltkrieg. 50 km PE-isoliertes Telefon-Seekabel für die Verbindung Schweden - Finnland
1957 Einstellung der Fertigung von Seekabeln mit Guttapercha-Isolierung
1958-1959 Lieferung von 1.855 km Telefon-Seekabel mit PE-Isolierung für die Transatlantik-Verbindung TAT 2
1959 Aufnahme der Fertigung von extrudierten knotenlosen Kunststoffnetzen, Poly-Net
1960 Aufnahme der Fertigung von Verpackungsfolien aus Polystyrol, Norflex
1962 Überflutung und starke Beschädigung der Fabrikationsanlagen infolge einer schweren Sturmflut
1962 Fertigung und Legung des ICECAM-Telefon-Seekabels Island - Grönland - Kanada (3.224 km)
1963-1964 Aufbau der Fabrikationsanlagen für Light-WeightSeekabel (LWC)
1965 Lieferung von 2.223 km LWC-Kabel für die Transatlantik-Verbindung TAT 4. Durch das Comsat-Abkommen kein weiteres Engagement von deutscher Seite bei transozeanischen Seekabeln
1968 Zerstörung der Draht- und Leitungsfabrik sowie großer Teile der Seekabelfertigung durch einen Großbrand
1968 Verkauf der nicht mehr beschäftigten LWC-Fabrikationsanlagen an die Simplex Wire & Cable Co., USA
1968 Aufgabe des transozeanischen Seekabelgeschäftes nach über 80.000 km Kabel seit Gründung des Unternehmens
1969 Wiederherstellung der durch Brand zerstörten Kabelfabrik 2 und Aufnahme der Fertigung
1970 Bau der Poly-Net-Fahrik Entwicklung
1970 Fertigungsaufnahme von Geräten für die Meeresmeßtechnik
1973 Neubau der Kabelfabrik 1 für Fernmeldelandkabel
1977 Einstellung der Fertigung von Fernmeldekabeln mit Papierisolierung
1978 Einstieg in die Umwelttechnik Entwicklung von Methoden für die Behandlung von Grund- und Abwasser
1979 Aufnahme der Fertigung von Kunststoff-Riemen für die Fördertechnik
1979 Übernahme der Leuchtenfirma Cristallux in Waldachtal
1980 Gründung der NSW Offshore Ltd. in Aberdeen, zum Vertrieb von Spezialkabeln für die Offshoreindustrie
1981 Gründung der NSW Corporation in Roanoke, VA, USA Fertigung und Vertrieb von NSW-Nunststofferzeugnissen und NSW-Umwelttechnik
1981 Umbenennung der Felten & Guilleaume Carlswerk AG (F&G) in Philips Kommunikations Industrie AG (PKI)
1988 Umwandlung der NSW Offshore Ltd. in Aberdeen in "NSW Technology Ltd." (Vertrieb von Spezialkabeln für die Offshoreindustrie)
1988 Verkauf von Cristallux
1989 Neubeginn des Seekabelgeschäftes - nun mit Lichtwellenleiter (LWL)-Nachrichtenseekabeln
1992 Einstellung der Gerätefertigung für die Meeresmeßtechnik
1994 Lieferung von 288 km LWL-Seekabel für die Verbindung Lettland - Schweden; zu der Zeit größte regeneratorfreie Länge
01.10.1995 Übernahme des von PKI (Philips) gehaltenen NSW-Aktienpaketes durch die Siemens AG zum 1. Oktober 1995
1996 Umwandlung der NSW AG in die NSW GmbH
1996 Zertifizierung des Geschäftsfeldes Kabel nach DIN ISO 9001
1996 Neuausrichtung von NSW zum Kompetenz-Zentrum für armierte Lichtwellenleiter-Kabel im Siemens-Konzern
1996-1998 Lieferung von mehr als 6.000 km LWL-Seekabeln an die Siemens AG für die Projekte Nigeria, Kolunthien, Cap Verde, Philippinen und Azoren in den Jahren 1996 - 1998
1997 Modernisierung und Spezialisierung der Kabelfabrik für die Fertigung von LWL-Seekabeln und LWL-Erdseil-Luftkabein
1997 Einstellung der Styroflex-Fertigung
1998-1999 Mit Beginn des Geschäftsjahres 1998199 werden die Seekabel-Aktivitäten der Siemens AG komplett von NSW wahrgenommen, NSW übernimmt damit weltweit alle Geschäftsfunktionen wie Entwicklung, Vertrieb, Projektierung, Herstellung, Legung, Wartung und Reparatur von Seekabelanlagen




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Fernmeldekabel 1955 [ABC d dt. Wirtschaft (1955) II/676] 1955 [ABC d dt. Wirtschaft (1955) II/676]  
Seekabel 1902 Beginn (Bau des Werks) 2002 aktiv  




Betriebene Dampfmaschinen

Bezeichnung Bauzeit Hersteller
Lokomobile 1899-1903 Heinrich Lanz Aktiengesellschaft
Schiffsdampfmaschine 1902/03 Stettiner Maschinenbau-Aktiengesellschaft Vulcan




Personal

Zeit gesamt Arbeiter Angest. Lehrl. Kommentar
1950 229       am 1.1.




Allgemeines

ZEIT1943
THEMAOrgane und Kapital der Gesellschaft
TEXTVorstand: Julius Engler, Nordenham; Dr. Maximilian Greis, Nordenham, stellvertretend; Heinrich Hörn, Nordenham, stellvertretend. Aufsichtsrat: Generaldirektor Fritz Lehmann, Köln-Mülheim, Vorsitzer; Direktor Dr. Erich Thürmel, Berlin-Siemensstadt, stellv. Vorsitzer; Direktor Felix M. Connemann, Bremen; Ministerial-Dir. a. D. Geh. Oberposrat Dr. Peter Craemer, Bückeburg; Direktor Theodor Frenzel, Berlin-Siemensstadt; Dr. Fritz Luschen, Berlin-Siemensstadt; Generaldirektor Dr. Aloys Meyer, Luxemburg; Direktor Dr. Ulfilas Meyer, Köln-Mülheim; Direktor Kurt Sontag, Berlin. Gewinn-Verwendung: Gemäß Aktiengesetz. Grundkapital: nom. RM 3.600.000,00 Stammaktien in 3600 Stücken zu je RM 1.000,00. Großaktionäre: Felten & Guilleaume Carlswerk A.-G. in Köln-Mülheim (50%), Siemens & Halske A.-G. in Berlin (50 %). Dividenden: 1927-1939: 0%; 1940-1942: 6, 4*), 4 %; *) auf das berichtigte Kapital.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 5911]


THEMAZweck und Gegenstand des Unternehmens (Organe und Kapital der Gesellschaft)
TEXTZweck: Herstellung von elektrischen Kabeln und Zubehör, namentlich von solchen Kabeln, die zur Herstellung von überseeischen Verbindungen dienen (Seekabeln); Übernahme von Arbeiten für die Legung und Instandsetzung von Kabeln der vorgedachten Art sowie anderweitige Ausnutzung eigener und zur Verfügung stehender Fahrzeuge; Herstellung von Isolations- und ähnlichen Materialien und von Fabrikaten hieraus. Die Fabrik der Gesellschaft in Nordenham kam im Herbst 1900 in Betrieb. Die Werkstätten werden verschiedentlich erweitert. (Vorstand: Julius Engler, Nordenham; Dr. Maximilian Greis, Nordenham, stellvertretend; Heinrich Hörn, Nordenham, stellvertretend. Aufsichtsrat: Generaldirektor Fritz Lehmann, Köln-Mülheim, Vorsitzer; Direktor Dr. Erich Thürmel, Berlin-Siemensstadt, stellv. Vorsitzer; Direktor Felix M. Connemann, Bremen; Ministerial-Dir. a. D. Geh. Oberposrat Dr. Peter Craemer, Bückeburg; Direktor Theodor Frenzel, Berlin-Siemensstadt; Dr. Fritz Luschen, Berlin-Siemensstadt; Generaldirektor Dr. Aloys Meyer, Luxemburg; Direktor Dr. Ulfilas Meyer, Köln-Mülheim; Direktor Kurt Sontag, Berlin. Gewinn-Verwendung: Gemäß Aktiengesetz. Grundkapital: nom. RM 3.600.000,00 Stammaktien in 3600 Stücken zu je RM 1.000,00. Großaktionäre: Felten & Guilleaume Carlswerk A.-G. in Köln-Mülheim (50%), Siemens & Halske A.-G. in Berlin (50 %). Dividenden: 1927-1939: 0%; 1940-1942: 6, 4*), 4 %; *) auf das berichtigte Kapital.)


THEMABesitzverhältnisse (Organe und Kapital der Gesellschaft)
TEXTAnlagen: Fabrik in Nordenham, Kabelschiff "Neptun" und Kabelschiff "Norderney". (Vorstand: Julius Engler, Nordenham; Dr. Maximilian Greis, Nordenham, stellvertretend; Heinrich Hörn, Nordenham, stellvertretend. Aufsichtsrat: Generaldirektor Fritz Lehmann, Köln-Mülheim, Vorsitzer; Direktor Dr. Erich Thürmel, Berlin-Siemensstadt, stellv. Vorsitzer; Direktor Felix M. Connemann, Bremen; Ministerial-Dir. a. D. Geh. Oberposrat Dr. Peter Craemer, Bückeburg; Direktor Theodor Frenzel, Berlin-Siemensstadt; Dr. Fritz Luschen, Berlin-Siemensstadt; Generaldirektor Dr. Aloys Meyer, Luxemburg; Direktor Dr. Ulfilas Meyer, Köln-Mülheim; Direktor Kurt Sontag, Berlin. Gewinn-Verwendung: Gemäß Aktiengesetz. Grundkapital: nom. RM 3.600.000,00 Stammaktien in 3600 Stücken zu je RM 1.000,00. Großaktionäre: Felten & Guilleaume Carlswerk A.-G. in Köln-Mülheim (50%), Siemens & Halske A.-G. in Berlin (50 %). Dividenden: 1927-1939: 0%; 1940-1942: 6, 4*), 4 %; *) auf das berichtigte Kapital.)