Otto Gruson & Co., Stahlwerke u. ZahnrÀderfabrik

Allgemeines

FirmennameOtto Gruson & Co., Stahlwerke u. ZahnrÀderfabrik
OrtssitzMagdeburg
OrtsteilBuckau
StraßeSchönebecker Str. 66
Postleitzahl39104
Art des UnternehmensZahnrĂ€derfabrik und Stahlgießerei
AnmerkungenZweck: Stahlgießerei. Das Unternehmen fertigte neben verschiedenen anderen Halbfabrikaten auch komplette Antriebe in öldichten GehĂ€usen fĂŒr den Maschinenbau sowie Stocklose und Stockanker fĂŒr die Fluß- und Seeschiffahrt. Neben der Gießerei umfaßte der Betrieb auch eine Modelltischlerei, eine Gußputzerei und verschiedene BearbeitungswerkstĂ€tten. Produkte wurden in zahlreiche europĂ€ische LĂ€nder sowie nach Japan und in die Sowjetunion exportiert. Gegr. durch Heinrich Ludwig Otto Gruson (1831-1886, jĂŒngerer Bruder von Hermann Gruson); 1886 von dessen Sohn Otto ĂŒbernommen. 1943: Kommanditgesellschaft.
Quellenangaben[Masch-Ind Dt Reich (1939/40) 596] [MAN-Dampfmaschinenliste] [Handbuch Akt.-Ges. (1943) 3626] Magdeburger Biographisches Lexikon (Internet) [Industriearchitektur in Magdeburg (1999) 35+146]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
06.01.1831 Geburt von Heinrich Ludwig Otto Gruson als fĂŒnftes Kind des Ingenieur-Hauptmanns Louis Abraham Gruson in Magdeburg. - Er besucht die Realschule der Franckeschen Stiftung in Halle und anschließend in seiner Vaterstadt die höhere Gewerbe- und Handelsschule.
1850 Otto Gruson geht nach Berlin, wo er unter der Anleitung seines Bruders Hermann Gruson in der Maschinenfabrik von Friedrich Wöhlert den Beruf eines Maschinenbauers erlernt.
1855 Otto Gruson verlĂ€ĂŸt Berlin, um eine Stelle als Mitarbeiter in der Maschinenfabrik von Ernst Hofmann in Breslau anzutreten.
1855 Otto Gruson arbeitet nach wenigen Wochen TĂ€tigkeit bei Ernst Hofmann in Breslau als Assistent des Obermaschinenmeisters der Oberschlesischen Eisenbahn.
01.06.1856 [http://www.uni-magdeburg.de]: Otto Gruson wird Maschinenmeister bei der neueröffneten Berlin-Posener Eisenbahn. (Vmtl. gemeint: Strecke Breslau - Rawitsch - Posen)
1858 Otto Gruson wird im Eisenbahndienst von Lissa nach Kattowitz beschÀftigt
1860 Otto Gruson wird nach Stargard in Pommern versetzt. Dort leitet er sieben Jahre die Eisenbahn-WerkstÀtten mit 250 Arbeitern.
17.12.1863 Geburt von Otto Gruson (Sohn des GrĂŒnders) in Stargard (Pomm)
1867 Otto Gruson folgt einem Angebot seines Bruders Hermann, in dessen Maschinenfabrik in Buckau bei Magdeburg eine verantwortungsvolle Aufgabe zu ĂŒbernehmen.
1870 GrĂŒndung. Nach einigen fehlgeschlagenen Versuchen, eine neue angemessene Stellung zu finden, und nach Auseinandersetzungen mit seinem Bruder Hermann, in dessen Werk er drei Jahre gearbeitet hat, grĂŒndet Heinrich Ludwig Otto Gruson mit UnterstĂŒtzung des Magdeburger Maschinenbau-Industriellen Rudolf Wolf in Buckau eine eigene Eisengießerei.
1871 Das Unternehmen nimmt mit dem ersten Guß von ZahnrĂ€dern seinen Betrieb auf. - Otto Gruson rationalisiert in der Folge die ehemals mit Holzmodeln arbeitende Zahnradherstellung auf entscheidende Weise und stellt erste Zahnradformmaschinen auf.
ab 1873 Es werden vorwiegend ZahnrĂ€der aller GrĂ¶ĂŸen zwischen 50 und 7.000 mm mit einem StĂŒckgewicht bis zu 25.000 kg hergestellt. Die Firma ist mit einem Bestand von mehr als 60 Zahnradformmaschinen eine der grĂ¶ĂŸten ihrer Art weltweit.
1873 Tod von Louis Bantelmann. Der Kaufmann Julius Höfert aus Buckau tritt an seine Stelle.
1881 Kauf des NachbargrundstĂŒcks von der ehemaligen Spiritusbrennerei und Pottaschefabrik Gerson und Errichtung einer Gießerei fĂŒr Eisengußwaren.
1881 Errichtung einer Filiale von "Koch, Bantelmann & Paasch" in Paris
15.06.1886 Tod von Otto Gruson in Magdeburg
1893 Otto Gruson beginnt mit der Stahlgießerei
1894 Bau des ersten Abschnitts der Dreherei an der Schönebecker Straße (spĂ€ter: mechanische Werkstatt) durch C. A. Schmidt. - Das dreigeschossige GebĂ€ude wird nach Kriegszerstörungen nur eingeschossig wieder aufgebaut.
1904 Beginn der Produktion von Automobilteilen und MotorgehÀusen aus einer Aluminiumlegierung ("Albidur")
1904 Errichtung einer Klein-Bessemerei
1905 Bau des zweiten Abschnitts der Dreherei an der Schönebecker Straße (spĂ€ter: mechanische Werkstatt)
1916 Bau des dritten Abschnitts der Dreherei an der Schönebecker Straße (spĂ€ter: mechanische Werkstatt)
1921 Bau des neuen, dreistöckigen VerwaltungsgebĂ€udes nach den PlĂ€nen von Paul Schaeffer-Heyrothsberge an der Ecke Schönebecker Straße 66
1930 Fusion mit der Maschinenfabrik "Buckau R. Wolf AG"
1936 Bau des vierten und letzten Abschnitts der Dreherei an der Schönebecker Straße (spĂ€ter: mechanische Werkstatt)
nach 1945 Umwandlung in einen SAG-Betrieb
1946 Der Betriebsteil "Otto Gruson" wird von der "Maschinenfabrik Buckau R. Wolf" abgetrennt
1952 Umbenennung in "Georgi-Dimitroff-Werk"
1952 Die ehemalige Maschinenfabrik "Otto Gruson" wird in "Georgij-Dimitroff-Werk" umbenannt.
.
1956 Das "Georgi-Dimitroff-Werk" geht zusammen mit dem Buckauer Betriebsteil der frĂŒheren "Maschinenfabrik Buckau R. Wolf AG" im "VEB Schwermaschinenbau 'Georgi Dimitroff'" auf. (Seit den 1960er Jahren zum SKET)




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Stahlguß, roh u. bearbeitet 1893 Beginn 1943 [Handb Akt.-Ges. (1943) 3626]  
Zahnradgetriebe 1939 [Masch-Ind Dt Reich (1939/40) 596] 1939 [Masch-Ind Dt Reich (1939/40) 596]  
ZahnrĂ€der 1871 Beginn 1939 [Masch-Ind Dt Reich (1939/40) 596]  
ZahnrĂ€der mit gefrĂ€sten ZĂ€hnen 1939 [Masch-Ind Dt Reich (1939/40) 596] 1939 [Masch-Ind Dt Reich (1939/40) 596]  




Betriebene Dampfmaschinen

Bezeichnung Bauzeit Hersteller
Dampfmaschine 1907 Vereinigte Maschinenfabrik Augsburg und Maschinenbaugesellschaft NĂŒrnberg, Werk NĂŒrnberg
Dampfmaschine 22.11.1907 Maschinenfabrik Augsburg-NĂŒrnberg AG




Firmen-Änderungen, ZusammenschĂŒsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1930 Anschluß (Namensverlust) danach Maschinenfabrik Buckau R. Wolf AG  




Allgemeines

ZEIT1943
THEMAOrgane und Kapital der Gesellschaft
TEXTKapital: RM 1.195.576,19, davon Kommanditkapital RM 835.483,21. Beteiligung der Maschinenfabrik Buckau R.Wolf Aktiengesellschaft: 100 %.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 3626]