Gaswerk Köln


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Gaswerk Köln: Röhrenwasserkühlanlage Gaswerk Köln: Gassaugeranlage Gaswerk Köln: Bayenthaler Teerabscheider für 75.000 m³ Tagesleistung Gaswerk Köln: Ammoniakwascher für eine Tagesleistung von je 60.000 m³
Gaswerk Köln: Reinigeranlage mit trockener Dichtung Gaswerk Köln: Wiederbelebungsraum für Reinigermasse unter den Reinigern


Allgemeines

FirmennameGaswerk Köln
OrtssitzKöln
OrtsteilEhrenfeld
Art des UnternehmensGaswerk
AnmerkungenEigentümerin: die Stadt Köln. Direktor: Herr August Hegener. Die Fabriken gehörten früher der Imperial-Continental-Gas-Association (Prozesse bis 1877). Direkt an der Ehrenfelder Eisenbahnlinie errichtet, auf der die Kohle per Bahn aus Aachen herantransportiert wurde. Um 1900 wurden dort bereits etwa 1000 Menschen beschäftigt, die täglich bis 150.000 m³ Gas produzierten. Das Verwaltungsgebäude und zahlreiche andere Bauten des ehem. Gaswerkes blieben erhalten.
Quellenangaben[Schillings statistische Mitteilungen Gasanstalten (1885) 375] http://www.lfs-koeln.de




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1840 Bau der ersten Gasanstalt in der Rosenstraße durch Ingenieur Olifant
1861 Es wird mit dem Bau der zweiten Fabrik begonnen.
1865 Der Vertrag mit der "Imperial-Continental-Gas-Association" ist abgelaufen, es kommt in der Folge zu Rechtsstreitigkeiten und die Übernahme durch die Stadt verzögert sich.
1874 Wegen des schlechten Zustands der Werke wird ein vollständiger Neubau beschlossen
1875 Der Neubau wird in Angriff genommen
1876 Das neue Gaswerk wird fertiggestellt.
01.12.1876 Nur noch die durch den Direktor August Hegener erbaute Gasfabrik ist in Betrieb.
1877 Die Stadt Köln muß bis zum Jahre 1873 mit der "Imperial-Continental-Gas-Association" prozessieren, ehe sie in den Besitz der Werke gelangt. Sie findet zwei Werke vor, die auf dem Maximum der Produktionsfähigkeit angelangt und zum großen Teil so verkommen sind
07.10.1933 Die Gasproduktion wird eingestellt, weil die Ferngasbezugsverträge zwischen der Stadt Köln und den Lieferanten "Ruhrgas AG" und den "Thyssenschen Gas- und Wasserwerken" vom 10. August 1929 mittlerweile eine wirtschaftlichere Versorgung ermöglichen.
1945 Übernahme durch Thyssengas




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Stadtgas 1840 Beginn (in Ehrenfeld seit 1876) 1933 Ende der Eigenproduktion  




Betriebene Dampfmaschinen

Bezeichnung Bauzeit Hersteller
Dampfmaschine vor 1922 Berlin-Anhaltische Maschinenbau-Aktiengesellschaft
Dampfmaschine vor 1922 Berlin-Anhaltische Maschinenbau-Aktiengesellschaft




Allgemeines

ZEIT1885
THEMAVerträge, Tarife
TEXTDie öffentliche Beleuchtung sowie die der städtischen Gebäude wird nicht berechnet. Vom 1. Juli 1881 ab bis auf Weiteres beträgt der Gaspreis für Private bei einem Konsum von 1 - 3.000 m³ 15 Pf., bis 25.000 m³ 13 Pf., von mehr als 25.000 m³ 12 Pf. pro l m³, der Gaspreis zum Heizen, Kochen und zum Betriebe von Motoren 12 Pf. pro l m³. Die Lichtstärke betrug pro 1884/85 im Jahresdurchschnitt 19,3 Kerzen. Dieselbe wurde unter Zugrundelegung der englischen Parlamentskerze, mit 120 Grains stündlichem Verbrauch bezw. 45 mm Flammenhöhe, als Einheit, sowie einem Gasverbrauch von 170 l pro Stunde im Dumas'schen Argandbrenner, festgestellt. Die Lichtkontrolle wird durch eigene Beamte ausgeführt. Geschäftsjahr 1884/85: Jahresproduktion 15.218.480 m³, Maximal-Tagesproduktion 72.950 m³, Minimal-Tagesproduktion 19.060 m³. Zahl der Straßenflammen 2826 Stück. Gasabgabe an öffentliche Beleuchtung 2.296.002 m³, Private 11.529.559 m³, Selbstverbrauch 290.306 m³, Verlust 1.101.513 m³. Stündlicher Konsum einer Straßenflamme ca. 216 l. Brennstunden einer Straßenflamme im Jahr 3735. Verbrauch: 52.000.000 kg Steinkohlen aus dem Ruhrgebiet. Am 1. April 1885 waren aufgestellt: 102 Stück Gasmotoren mit zusammen 310 Pferdestärken; System Langen & Otto und Gilles. Zur Übernahme der alten Gasfabrik von der Imperial-Continental-Gas-Association im Jahre 1873 wurde eine Anleihe von 4.500.000 Mk. beim Invaliden-Fonds gemacht. Zum Neubau der Gasfabrik im Jahre 1875 wurde eine Anleihe von 5.125.000 Mk. gemacht. Von diesen Anleihen sind getilgt: in ordentlicher Amortisation 1.893.960 Mk. 25 Pf., in außerordentlicher Amortisation 2.164.639 Mk. 75 Pf., durch Vorschuß an die Wasserwerke 1.180.000 Mk., so daß als Anleihe am 1. April 1885 4.386.400 Mk. verbleibt. Näheres Journ. f. Gasbel. 1859, 199. 1862, 217. 1865, 20, 83. 1869, 138, 377. 1871, 406, 701. 1873, 140, 262, 522, 523. 1874, 25, 46, 315. 1875, 70, 71, 196, 469, 601, 870. 1876, 244, 591, 772. 1877, 88, 255, 283, 383, 570. 1878, 345. 1879, 608. 1880, 773. 1881, 446. 1885, 417, 720. 1883, 309, 546, 744.
QUELLE[Stat. Mitt. Gasanstalten (1885) 375]


THEMAAnlagen (Verträge, Tarife)
TEXTDie Anstalt hat 535 ovale Retorten, 14 maulförmige Retorten, 80 Öfen mit 7 Retorten, 60 Generatoröfen, 20 gewöhnliche Rostöfen, 24 Kondensatoren mit Wasserkühlung, jeder 8 m hoch, 1,21 m Durchmesser mit je 19 inneren Kühlrohren, 16 Scrubber, 8,01 m hoch, 2,50 m Durchmesser, 3 Exhaustoren nach Beale, 1,20 m Durchmesser, 24 Reiniger, 6,50 x 4,00 x l,80 m. Kalk- und Eisenreinigung. 2 Stationsgasmesser, 4,60 m Durchmesser der Trommel. 3 Gasbehälter à 23.500 m³ mit zusammen 70.500 m³ Inhalt, l Ammoniakfabrik, l Fabrik zur Darstellung von Salmiakgeist, Salmiak und salpetersaurem Ammoniak. Länge und Dimension der Gasrohrleitung: 3.592 m 1.200 mm, 1.639 m 800 mm, 4.528 m 600 mm, 1.574 m 500 mm, 524 m 400 mm, 10 m 392 mm, 4.382 m 315 mm, 7.208 m 300 mm, 1.238 m 250 mm, 7.553 m 235 mm, 3.711 m 200 mm, 23.749 m 150 mm, 47.348 m 100 mm, 9.638 m 75 mm, 6.988 m 50 mm, Gesamtlänge des Gasrohrnetzes: 123.682 m. Zahl der aufgestellten Gasmesser: 6281 nasse und 1552 trockene, zusammen 7833. (Die öffentliche Beleuchtung sowie die der städtischen Gebäude wird nicht berechnet. Vom 1. Juli 1881 ab bis auf Weiteres beträgt der Gaspreis für Private bei einem Konsum von 1 - 3.000 m³ 15 Pf., bis 25.000 m³ 13 Pf., von mehr als 25.000 m³ 12 Pf. pro l m³, der Gaspreis zum Heizen, Kochen und zum Betriebe von Motoren 12 Pf. pro l m³. Die Lichtstärke betrug pro 1884/85 im Jahresdurchschnitt 19,3 Kerzen. Dieselbe wurde unter Zugrundelegung der englischen Parlamentskerze, mit 120 Grains stündlichem Verbrauch bezw. 45 mm Flammenhöhe, als Einheit, sowie einem Gasverbrauch von 170 l pro Stunde im Dumas'schen Argandbrenner, festgestellt. Die Lichtkontrolle wird durch eigene Beamte ausgeführt. Geschäftsjahr 1884/85: Jahresproduktion 15.218.480 m³, Maximal-Tagesproduktion 72.950 m³, Minimal-Tagesproduktion 19.060 m³. Zahl der Straßenflammen 2826 Stück. Gasabgabe an öffentliche Beleuchtung 2.296.002 m³, Private 11.529.559 m³, Selbstverbrauch 290.306 m³, Verlust 1.101.513 m³. Stündlicher Konsum einer Straßenflamme ca. 216 l. Brennstunden einer Straßenflamme im Jahr 3735. Verbrauch: 52.000.000 kg Steinkohlen aus dem Ruhrgebiet. Am 1. April 1885 waren aufgestellt: 102 Stück Gasmotoren mit zusammen 310 Pferdestärken; System Langen & Otto und Gilles. Zur Übernahme der alten Gasfabrik von der Imperial-Continental-Gas-Association im Jahre 1873 wurde eine Anleihe von 4.500.000 Mk. beim Invaliden-Fonds gemacht. Zum Neubau der Gasfabrik im Jahre 1875 wurde eine Anleihe von 5.125.000 Mk. gemacht. Von diesen Anleihen sind getilgt: in ordentlicher Amortisation 1.893.960 Mk. 25 Pf., in außerordentlicher Amortisation 2.164.639 Mk. 75 Pf., durch Vorschuß an die Wasserwerke 1.180.000 Mk., so daß als Anleihe am 1. April 1885 4.386.400 Mk. verbleibt. Näheres Journ. f. Gasbel. 1859, 199. 1862, 217. 1865, 20, 83. 1869, 138, 377. 1871, 406, 701. 1873, 140, 262, 522, 523. 1874, 25, 46, 315. 1875, 70, 71, 196, 469, 601, 870. 1876, 244, 591, 772. 1877, 88, 255, 283, 383, 570. 1878, 345. 1879, 608. 1880, 773. 1881, 446. 1885, 417, 720. 1883, 309, 546, 744.)