| Zeit |
Ereignis |
| 1802 |
Geburt des Firmengründers, Christian Nikolaus Dingler |
| 1826 |
Gründung der "Dingler'schen Maschinenfabrik" als mechanische Werkstatt durch den Mechanikus Christian Nikolaus Dingler, der mit zehn Arbeitern Buchdruckpresse, Öl- und Schneidemühlen herstellt. - Seine Buchdruckpressen werden überall hin verkauft, bis die moderne Schnellpresse sie ersetzt und der selbst sich anderen Fabrikationszweigen zuwendet. |
| 1833 |
Chr. Dingler erwirbt den Gutshof "Schönhof", richtet die vorhandenen Gebäude für Zwecke der Fabrikation her und beginnt nun dem Bau von Pumpen, Feuerspritzen und hydraulischen Pressen. |
| 1838-1839 |
Eröffnung der Gießerei (1838 oder 1839), wozu ihn die schlechten Straßen bewegen |
| 1838 |
Ingangsetzung der ersten Betriebsdampfmaschine |
| 18.09.1838 |
Entschließung der Königlichen Regierung, daß den Klagen der Nachbarn wegen der Rauch- und Rußbelästigung nicht stattgegeben wird. |
| 1839 |
Aufstellung der ersten Dampfmaschine für die Gießerei, eine Balanciermaschine Watt'schen Typs mit 12 PS Leistung. Es ist unsicher, ob diese selbst gefertigt ist. |
| 1840-1849 |
Baubeginn von Dampfkesseln in den 1840er Jahren |
| 1840 |
In Betrieb gehen Gießerei und Kraftzentrale. |
| 1843 |
Baubeginn von Dampfmaschinen wenn nicht 1839, dann sicher 1843 - die erste pfälzische Dampfmaschine mit Balancier mit 20 PS Leistung. Sie wird zum größten Teil von Hand gefertigt. |
| 1844 |
Der erste Dampfkessel verläßt das Werk. |
| 1848 |
Die Werksanlagen werden vergrößert. |
| 1848 |
Herr Professor Selinger von der Polytechnischen Schule Augsburg wird technischer Direktor des Unternehmens. |
| 1853 |
Ein großer Brand zerstört die Fabrik |
| 1853 |
Es gelingt, die zerstörte Fabrik in sechs Wochen wieder aufzubauen |
| 1853 |
Das Werk umfaßt einen Flächenraum von 13.000 m², davon 5.000 m² überbaute Fläche |
| 1854 |
Haindl erhält eine neue Papiermaschine von Dingler |
| 1857 |
Die technische Leitung geht in die Hände von Herrn Ingenieur J. B. Wolf über. |
| 1857 |
Das Werk wird an das Pfälzisch-Saarbrückener Eisenbahn-Verkehrsnetz angeschlossen. |
| 1858 |
Tod des Firmengründers |
| 1858 |
Die erste große Kolbendampfmaschine mit 1 000 mm Hub verläßt das Werk. |
| Frühjahr 1860 |
Im Frühjahr [VDI (1905)] oder 1861 [Rothenburger]: Einstellung von Ludwig Erhardt bei Dingler |
| 1862 |
Die Fabrik tritt mit vorzüglichen Dampfmaschinen auf der Ausstellung in London auf. |
| 1862 |
Die Firma Dingler erhält auf einer Ausstellung in London hohe Auszeichnungen. |
| 1865 |
Johannes Klein beginnt als Schlosser in der Dingler'schen Maschinenfabrik für 12 Kreuzer Lohn je Tag. |
| 1866 |
Die Herren Dingler und Wolf müssen Johannes Klein eröffnen, daß sie nach Ablauf des praktischen Jahres keine Arbeit für ihn haben, denn die Geschäfte gehen nach dem Krieg von 1866 schlecht. Er erhält die vorzüglichsten Zeugnisse |
| 1867 |
Ausstellung einer Dingler-Dampfmaschine mit Expansionssteuerung von Ehrhardt auf der Weltausstellung in Paris, die mit einer silbernen Medaille ausgezeichnet wird. Hierbei ist zwischen Schieberschubstange und Schieberstange des Expansionsschiebers ein einarmiger Schwinghebel geschaltet, dessen Hebellänge durch ein Gleitstück mit Schwalbenschwanzführung durch den Regler verändert werden kann. Ein zweiter Exzenter bewegt den Grundschieber. Ehrhard profitiert von seinem dreimonatigen Aufenthalt in Paris, während dessen er die Dingler-Maschine auf- und abbaut, und macht Studien in den Pariser Sammlungen und auf der Ausstellung selbst. |
| 1869 |
Die Firma erhält auf der Weltausstellung in Paris hohe Auszeichnungen. |
| 1869 |
Die erste Dingler-Fördermaschine mit 1.600 mm Hub beginnt auf einer Saargrube ihren Betrieb. |
| bis Ende 1869 |
Im Zeitabschnitt 1857 bis Ende 1869 wurden 110 Dampfmaschinen mit zusammen 2.000 PS Normalleistung hergestellt, worunter sich solche mit Einzelleistungen von 150 PS bei 1250 mm Kolbenhub befinden. |
| 1870 |
Der erste Hochofen geht in Betrieb. |
| 1872 |
Sehr bedeutende Erweiterung der Werke |
| 1873 |
Ausstellung einer Dingler-Verbunddampfmaschine von Ehrhardt mit rotierender Kegelhahnsteuerung in Wien |
| 1873 |
Eine Doppel-Dampfmaschine kommt auf den Markt. Sie arbeitet mit 10 bar Druck bei 120 U/min. |
| 1873 |
Die Firma erhält auf der Wiener Weltausstellung für die erste Doppel-Dampfmaschine die höchste Auszeichnung, das Ehrendiplom. |
| 1876 |
Die erste Gabelmaschine (Fabr.-Nr. 544) verläßt die Werkstatt. Sie gehört zu eine Reihe von bloß 2 Modellen von 3 und 4 PS, hat eine eckige Form und eienn einzigen Verteilschieber mit Drosselregulator. Von diesen zwei Modellen werden 37 Stück erstellt. |
| 01.04.1876 |
Erhardt verläßt die Firma Dingler, um die Maschinenfabrik Schleifmühle zu gründen. |
| 1879 |
Die technische Leitung der Firma Dingler wird vom Ingenieur Johannes Franziskus Meyjes übernommen. |
| bis Ende 1879 |
Bis Ende 1879 steigt die Zahl der glieferten Dampfmaschinen auf 637 mit zusammen 12.000 PS Normalleistung. |
| 1880 |
Die erste 200 PS Dampfmaschine verläßt das Werk. |
| 1881 |
Die erste Maschine mit Ventilsteuerung verläßt das Werk. |
| 1882 |
In den Werkstätten wird die elektrische Beleuchtung eingeführt. |
| 1882 |
Die zweite Reihe von Gabelmaschinen wird gebaut. Sie umfaßt 15 Modelle vom 3 - 25 PS, hat abgerundete Hohlgußformen, Ridersteuerung udn Porterregulator. Von diesen Modellen werden 444 Stück erstellt. |
| 1888 |
Der Bau von Kompressoren wird aufgenommen. |
| 16.06.1888 |
Baubeginn (?) einer Dampfluftpumpe durch G. Kuhn, Stuttgart-Berg. |
| 1891 |
Das Werkareal wird vergrößert. |
| 1894 |
Dingler erwirbt die Heißdampf-Patente von Wilhelm Schmidt und nimmt daraufhin eine Neukonstruktion aller Dampfmaschinentypen vor. Man unterscheidet zwei Haupttypen: Gabeldampfmaschinen mit Achsenregler (System Doerfel-Proell) in neun Größen mit Leistungen von 10 bis 200 PS (die kleineren mit Einkammer- und die größeren mit Zweikammer-Kolbenschieber, System Doerfel; bis 1927 rd. 2.000 Stück gebaut; die Maschinen werden fertig montiert angeliefert); Bajonettdampfmaschinen, zunächst mit zwangläufiger Rolldaumen-Ventilsteuerung, später (für Dampfdrücke bis zu 35 und 60 bar) mit Proell'scher Kolbenventilsteuerung und Proell-Achsenregler. |
| 1895 |
Sehr bedeutende Erweiterung der Werke |
| 1896 |
Die neue Reihe von Gabelmaschinen kommt heraus. Sie hat geschlossene Rahmenformen, Kolbensteuerung und Achsenregulator und wird in 7 Modellen von 7 - 75 PS gebaut. Bis Ende 1902 sind 234 Exemplare abgesetzt. |
| 1897 |
Umwandlung in eine AG |
| 05.11.1897 |
Umwandlung in eine Aktiengesellschaft unter der Firma "Dinglersche Maschinenfabrik A.-G." mit Wirkung ab 1. April 1897 und einem Kapital von 2.800.000 Mark. Julius Dingler und J. B. Wolf treten in den Aufsichtsrat ein. Vorsitzender des Aufsichtsrats wird Geheimrat Dr. h.c. Dr. R. Brosien in Mannheim. Die technische Leitung liegt bei den Ingenieuren Joh. Fr. Meyjes, Vikto Laeis und Julius Dingler jr. Die Gesellschaft geht hervor aus der im Jahre 1827 von Christian Nikolaus Dingler gegründeten Firma. |
| 1899 |
Bisher sind über 3000 Dampfmaschinen aus der Fabrik hervorgegangen |
| 1899 |
Bisher sind über 4400 Dampfmaschinen aus der Fabrik hervorgegangen |
| 1907 |
Vergrößerung des Werks. Die Werkstätten für den Großmaschinenbau werden umgebaut und mit den modernsten Werkzeugmaschinen und Transporteinrichtungen versehen, das Neuwerk erstellt, die Kesselschmiede und Blechbearbeitungswerkstätten vergrößert und die Kraftzentrale modernisiert. |
| 1907 |
Als neues Fabrikationsgebiet werden Reinigunganlagen von Hochofengasen auf nassem Wege durch den Bau von sogenannten "Theisen-Waschern" aufgenommen. |
| 1910 |
Seit 1907 wurden bereits 90 Gasreinigungsanlagen mit einer stündlichen Leistung von 3 000 000 cbm für die Naßreinigung von Hochofengasen gebaut. |
| 1910 |
Das Werk schaut auf 50 gebaute Hochöfen, 80 ausgeführte Gichtverschlüsse, auf zahlreiche Bauten von Winderhitzern und Gasbehältern zurück. |
| 1910 |
Johannes Fr. Meyjes scheidet aus der Firmenleitung von Dingler aus. An seine Stelle tritt Herr Dipl.-Ing. Otto Oesterlen. |
| 1911 |
Die erste Trocken-Gasreinigungsanlage mit einer stündlichen Leistung von 18 000 cbm geht auf der Burbacher-Hütte, Saarbrücken, in Betrieb. |
| 1916 |
Ein großes Stahlwerk wird gebaut. |
| 1916 |
Dipl.-Ing. Maximilian Schwartz übernimmt nach dem Ausscheiden von Otto Oesterlen die technische Leitung des Unternehmens. |
| 1920-1923 |
Das Kapital wird erhöht von 1920 bis 1923 auf RM 42.000.000,00 in 40 000 St.-Aktien und 2000 Vorz.-Aktien zu RM. 1.000,00. |
| 1924 |
Gründung eines Zweigwerks in Bierbach |
| 10.09.1924 |
Lt. Hauptversammlung vom 10. September 1924 Umstellung des Kapitals von RM 42.000.000,00 auf RM 4.200.000,00 (10 : 1) in 40000 St.-Aktien und 2000 Vorz.-Aktien zu je RM 100,00 (davon RM 1.000.000,00 St.-Aktien Vorrats-Aktien). |
| 1926 |
Ein Ausführungsrecht eines Hochdruck- und Heißdampfschiebers wird erworben. |
| 1926 |
Eine Abteilung für Straßenbau-Maschinen wird eingerichtet. |
| 12.01.1926 |
Die Hauptversammlung vom 12. Januar 1926 beschließt Herabsetzung des G.-K. unter Streichung der Vorrats- und Vorz.-Aktien durch Zusammenlegung im Verhältnis 8 : 1 auf RM 375.000,00 und Erhöhung um bis zu RM 1.000.000,00. Die Erhöhung ist im Betrage von Reichsmark 825.000,00 durchgeführt durch Ausgabe von 825 Aktien zu RM 1.000,00. |
| 01.06.1926 bis 31.07.1926 |
Herr Walter Mehl wird als weiteres Vorstandsmitglied berufen. |
| 1927 |
Bisher wurden über 3.300 Dampfmaschinen mit einer Gesamtleistung von ca. 260.000 PS gebaut. |
| 04.1927 |
Herr Dipl.-Ing. Otto Noelle übernimmt nach dem Ausscheiden von Dipl.-Ing. Wilhelm Rodenhauser die technische Leitung des Betriebes. |
| 1935 |
Seit der Rückkehr des für die damalige Beschäftigung maßgebenden Wirtschaftsgebietes der Saar und als Folge der nationalsozialistischen Wirtschaftsführung nimmt das Werk eine stetige Aufwärtsentwicklung. |
| 28.11.1935 |
Änderung der Firma in "Dinglerwerke Aktiengesellschaft Zweibrücken" |