Stettiner Chamottefabrik-Actien-Gesellschaft vorm. Didier

Allgemeines

FirmennameStettiner Chamottefabrik-Actien-Gesellschaft vorm. Didier
OrtssitzStettin (Pomm)
StraßeSchwarzer Damm 13a
Art des UnternehmensChamottefabrik
Anmerkungen1885: Fabriken in Stettin und Gleiwitz; bisher prämiert auf den Ausstellungen in Moskau, Wien, Philadelphia, Sidney, Melbourne, Leipzig, Stettin, Kolberg, Braunschweig, Amsterdam, Madrid, London und Antwerpen. Seit 1925 in Berlin unter der Firma "Didier-Werke AG" (s.d.).
Quellenangaben[Schilling's Statistische Mittheilungen über die Gasanstalten (1885) Anzeige]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
05.01.1801 Geburt von Ferdinand Didier in Stettin
1834 Ferdinand Didier erwirbt vom preußischen Staat eine Ziegelei und Kalkbrennerei in Podejuch bei Stettin
1849 Ferdinand Didier findet bei Podejuch natürliche Vorkommen von Quarzkies und Quarzsand, die er – als einer der ersten Unternehmer in Deutschland – zur Herstellung feuerfester Materialien, sogenannter Schamotte oder Chamotte, verwendet.
1864/5 oder 1867 Gründung unter der Firma "Stettiner Chamottefabrik Didier" durch Wilhelm Kornhardt und Ferdinand Didier, der seit 1834 eine Ziegelei und Kalkbrennerei in Podejuch bei Stettin betrieb.
1867 Tod von Ferdinand Didier. Die Chamottefabrik wird zunächst von Wilhelm Kornhardt als Alleininhaber weitergeführt.
09./17.12.1872 Gründung der Aktiengesellschaft am 9./17. Dezember 1872 unter Übernahme der "Stettiner Chamottefabrik Didier" mit einem Grundkapital von M 750.000,00 als "Stettiner Chamotte-Fabrik Actien-Gesellschaft vormals Didier" durch den Stettiner Unternehmer Zander
1889 Gründung der Arbeitsstätte in Niederlahnstein
1890 Gründung der Arbeitsstätte in Bodenbach
1899 Die Bildung des Didier-Konzerns beginnt mit dem Erwerbe der "Thonwerk Biebrich A.-G." und der "Vereinigten Chamottefabriken vorm. C. Kulmiz G. m. b. H." in Saarau.
1899 Vertrag zur Zusammenarbeit mit der "Vereinigte Chamottefabrik vormals C. Kulmiz GmbH" in Saarau
1909 Weitere Vergrößerung durch den Ankauf einer Arbeitsstätte in Podejuch (Sie wird bis 1943 wieder abgestoßen)
1. Weltkrieg Vor dem Ersten Weltkriege besitzt die "Stettiner Chamotte-Fabrik" auch in den Vereinigten Staaten eine Tochtergesellschaft. Der Erlös aus dem Verkauf dieser Beteiligung, der nach dem Kriege erfolgt, wird beschlagnahmt. Dadurch hat auch Didier einen Freigabeanspruch auf rund 715.000,00, von welchen 124.000,00 noch nicht ausgeschüttet sind. Diese Forderung ist in der Bilanz nicht bewertet.




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Chamotteziegel 1867 Beginn als "Stettiner Chamottefabrik Didier" 1925 Verlegung nach Berlin  
Gasgeneratorfeuerungen 1885 [Stat. Mitt. Gasanstalten (1885) Anzeige] 1885 [Stat. Mitt. Gasanstalten (1885) Anzeige] Münchner System (Dr. Schilling und Dr. Bunte) und System Hasse-Didier
Retortenofenanlagen 1885 [Stat. Mitt. Gasanstalten (1885) Anzeige] 1885 [Stat. Mitt. Gasanstalten (1885) Anzeige] mit Generator- oder Rostfeuerung
Rostfeuerung 1885 [Stat. Mitt. Gasanstalten (1885) Anzeige] 1885 [Stat. Mitt. Gasanstalten (1885) Anzeige] mit Vorwärmung der primären und sekundären Verbrennungsluft, System Hasse-Vacherot (vmtl. NICHT für Dampfkessel, sondern für Gasretorten!)




Maschinelle Ausstattung

Zeit Objekt Anz. Betriebsteil Hersteller Kennwert Wert [...] Beschreibung Verwendung
um/vor 1930 Heißgas-Exhaustor     G. Schiele & Co., Ventilatoren, lufttechnische Anlagen          




Firmen-Änderungen, Zusammenschüsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1899 Zusammenarbeit beider Unternehmen zuvor Vereinigte Chamotte-Fabriken (vorm. C. Kulmiz)  
1925 Umbenennung danach Didier-Werke Aktiengesellschaft Umfirmierung und Ortswechsel