Waggonfabrik L. Steinfurt Aktiengesellschaft


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Waggonfabrik L. Steinfurt Aktiengesellschaft: Waggonfabrik L. Steinfurt Aktiengesellschaft: Gesamtansicht


Allgemeines

FirmennameWaggonfabrik L. Steinfurt Aktiengesellschaft
OrtssitzK├Ânigsberg (Ostpr)
OrtsteilRathshof
Stra├čeArndtstr.
Art des UnternehmensWaggonfabrik
AnmerkungenStandort 1830 - 1843: Badergasse; 1843 - 1903: Weidendamm. Seit 1909 eine neue Fabrik an der Arndtstra├če an den Pregelwiesen, die einen Bahnanschlu├č am Bf Rathshof zur K├Ânigsberg-Pillauer Bahn und eigene Ladebr├╝cken zum L├Âschen der wasserseitig ankommenden Materialen hatte. Ab 1871 eine KG, ab 1906 eine GmbH und ab 1922 eine AG.
Quellenangaben[100 Jahre LHB (1959) I, 169] [Handbuch Akt.-Ges. (1943) 4165] http://www.ostpreussen.net [St├Âriko: Geschichte der Waggonfabrik Steinfurt(1976)]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
07.06.1804 Geburt von Benjamin Leopold Steinfurt in K├Ânigsberg
13.01.1830 Die Firma f├╝hrt ihren Ursprung zur├╝ck auf die seit dem 13. Januar 1830 bestehende "Metallspritzen- und Maschinenfabrik Leopold Steinfurt", die handwerksm├Ą├čig hydraulische Pressen, Schrauben, Pumpen, Spritzen und ├Ąhnliche Erzeugnisse herstellt.
M├Ąrz 1831 Da der Platz in der der v├Ąterlichen Werkstatt in der Badergasse nicht ausreicht, wird zun├Ąchst ein Nachbargrundst├╝ck und anschlie├čend ein danebenliegendes Grundst├╝ck gekauft.
Nov. 1831 L. Steinfurt heiratet die Tochter des Rauchwarenh├Ąndlers Wulff. - Aus dieser Ehe gehen elf Kinder hervor. Eine der T├Âchter heiratet den Ingenieur und sp├Ąteren Leiter des Werks, Fritz Heumann.
1832 Kauf eines weiteren Nachbargrundst├╝cks im Bereich der Badergasse. F├╝r die Grundst├╝ckswerwerbungen und die Beschaffung von Maschinen und Werkzeugen sind erhebliche Mittel erforderlich, die aus Freundes- und Verwandtenkreisen (dazu geh├Ârt auch der ber├╝hmte Astronom Bessel) in Form eines Darlehns von 1.000 Talern f├╝r 5% Zinsen beschafft werden k├Ânnen.
1833 Das Unternehmen zeigt auf der zweiten Kunst- und Gewerbeausstellung in K├Ânigsberg das Modell einer Dampfmaschine
22.08.1835 Geburt von Fritz Heumann in Aachen. - Er er sammelt praktische Erfahrungen in anderen industriellen Werken wird 1865 Leiter und 1886 Alleininhaber der Waggonfabrik Steinfurt in K├Ânigsberg (Pr).
1843 Kauf eines neuen Grundst├╝cks am Weidendamm, auf das der gesamte Betrieb verlegt wird. - Die Firma hatte f├╝r den Bau einer Gie├čerei auf dem in der Innenstadt gelegenen Gel├Ąnde an der Badergasse keine Konzession erhalten.
1843-1845 Bau einer neuen Maschinenwerkstatt auf dem neu erworbenen Grundst├╝ck am Weidendamm mit Schlosserei, Messinggie├čerei, Maschinen- und Kesselhaus sowie einer Gie├čerei mit zwei Kupol├Âfen.
07.10.1843 Geburt von Heinrich Konrad Gaedeke. - Er wird 1906 Aufsichtsratsvorsitzender
1845 Beteiligung an der gro├čen Gewerbeausstellung f├╝r die Provinz Preu├čen. Ausgestellt werden 20 Erzeugnisse, darunter eine Dampfmaschine mit niedrigem Druck, ein (aus englischen Stahlplatten gefertigter) Kessel, ferner verschiedene Pumpen, hydraulische Pressen. Die Ausstellung bringt dem Werk gro├čen Erfolg.
1851 Steinfurt kauft die 1848 durch einen Brand zerst├Ârte und seitdem stillliegende Vulkan-Gie├čerei
01.11.1851 Der Betrieb der neu erworbenen, seit drei Jahren stilliegenden Vulkan-Gie├čerei wird teilweise wieder aufgenommen
1856 Bau des ersten und einzigen Schiffs. Der Dampfer, gebaut im Auftrag der Regierung, hat 50 t Tragf├Ąhigkeit und l├Ąuft nach einer Bauzeit von nur 6 Monaten vom Stapel und absolviert seine Probefahrten zur Zufriedenheit der Auftraggeber.
1858 Verkauf der verlustbringenden Gie├čerei
1864 Tod des Gr├╝nders Benjamin Leopold Steinfurt in K├Ânigsberg
1865 Leopold Steinfurt nimmt unter Erweiterung der Anlagen den Bau von Eisenbahnwaggons auf.
1865 Das Werk erh├Ąlt von der K├Âniglichen Ostbahn den Auftrag zur Lieferung von 50 offnen G├╝terwagen
1865 Fritz Heumann (*22.8.1835 +27.11.1905) ├╝bernimmt die Leitung der Waggonfabrik
1867 Auftrag zum Bau von 100 gedeckten G├╝terwagen f├╝r die Ostbahn und 50 St├╝ck der selben Bauart f├╝r die Rheinisch-Westf├Ąlischen Eisenbahnen
1869 Der erste Sohn von Fritz Heumann, Felix, wird geboren. - Er studiert Maschinenbau an der Technischen Hochschule in Charlottenburg, erh├Ąlt dort eine Silbermedaille "f├╝r erfolgreichen Flei├č" und besteht seine Pr├╝fung als Bauf├╝hrer "mit Auszeichnung".
1870 Der 500. Wagen wird ausgeliefert
01.04.1871 Umwandlung in eine Kommanditgesellschaft, die das gesamte Unternehmen von den Steinfurt'schen Erben f├╝r 80.500 Taler ├╝bernimmt und auf eigene Rechnunt fortf├╝hrt.
um 1871 Das das Fabrikgel├Ąnde nicht ausreicht, wird ein weiteres Grundst├╝ck am Weidendamm erworben
1871 F. H. Heumann tritt als pers├Ânlich haftender Gesellschafter und alleiniger Gesch├Ąftsf├╝hrer in die Firma ein, zun├Ąchst aufgrund eines zehnj├Ąhrigen Vertrags, der sp├Ąter um f├╝nf Jahre verl├Ąngert wird
Herbst 1871 Durch Blitzschlag entsteht ein gro├čer Brand, bei dem ein erheblicher Teil des Werks zerst├Ârt wird. Der Schaden ist durch die Versicherung gedeckt und wird schnell behoben.
1872 Lieferung des ersten Personenzugwagens: sechs Personenwagen der IV. Klasse f├╝r die Ostpreu├čische S├╝dbahn
1873 K. Gaedeke wird Kommanditist
1873 Der 1000. Wagen wird ausgeliefert
1876/77 Im Gesch├Ąftsjahr 1876/77 betr├Ągt der Umsatz nur 128.000 Taler
1881 Steinfurt liefert die ersten Wagen f├╝r die neue K├Ânigsberger Pferdebahn (Spurweite 1435 mm)
1882/83 Vom Gesch├Ąftsjahr 1882/83 an bessern sich die Gesch├Ąftsergebnisse deutlich. Der Umsatz steigt auf 933.000 Taler
1884/85 Im Gesch├Ąftsjahr 1884/85 ├╝bersteigt der Umsatz die 1.000.000 Taler
1886 Fritz Heumann wird Alleininhaber und betreibt das Werk auf eigene Rechnung. - Er erweitert das Unternehmen und baute Lackier- und Montagehallen und eine Holztrocknungsanlage. Er betteiligt sich an einem Lieferanten-Kartell unter 14 norddeutschen Waggonfabriken mit festen Bestellungen der k├Âniglich preu├čischen Eisenbahnverwaltung.
11.06.1890 Steinfurt ist Gr├╝ndungsmitgied der "Norddeutschen Wagenbau-Vereinigung" (NWV), welche Vereinbarungen mit der preu├čischen Eisenbahnverwaltung trifft.
11.06.1891 25 Jahre nach Beginn des Waggonbaues wird der 5000. Wagen wird ausgeliefert
1896 K. Scharfenberg beginnt seine Arbeit in der Waggonfabrik Steinfurt in K├Ânigsberg
01.04.1898 Fritz Heumann nimmt seinen ├Ąltesten, 29j├Ąhrigen Sohn Felix zu seiner Unterst├╝tzung als Prokurist ins Werk.
1899 Der 10.000.Wagen wird ausgeliefert
1903-1909 Da im Stadtinnern einer erfolgreichen Weiterentwicklung sehr erhebliche Schwierigkeiten entgegen steht und kein Gleisanschlu├č vorhanden ist, wird die Fabrik nach einem g├╝nstigeren Terrain (89.000 qm, am rechten Pregel-Ufer, Kaufpreis: 3 Mark/qm) verlegt. Es entsteht hier ein neues, in jeder Beziehung modernes Werk. Dort unterhalb der Stadt am schiffbaren Pregel stehen eigene Ladebr├╝cken mit 5 m Wassertiefe zum L├Âschen der wasserseitig ankommenden Materialien und ein Bahnanschlu├č an den Bahnhof Rathshof der K├Ânigsberg-Pillauer Bahn zur Verf├╝gung. Der gesamte Bedarf an Maschinen- und Schmiedekohle, soweit er nicht per Bahn ankommt und direkt im Waggon auf den Fabrikhof gelant, wird nunmehr an den Ladebr├╝cken aus den Schiffen in Empfang genommen und auf den Fabrikgleisen hereingeschafft. Die maschinelle Ausstattung der Waggopnfabrik umfa├čt eine gro├če Anzahl von Dampf- und Lufth├Ąmmern, Fallh├Ąmmern, Schmiedemaschinen, Pressen, Drehb├Ąnken, Fr├Ąs-, Bohr- und Hobelmaschinen, Werkzeugen f├╝r Pre├čluftberieb, elektrische Bohrmaschinen, Horizontal- und Vertikal-Gatter, Band- und Kreiss├Ągen uzws. Eine Einrichtung f├╝r selbstt├Ątige Sp├Ąneabsaugung sichert in den Werkst├Ątten f├╝r Holzbearbeitung und der Tischlerei gr├Â├čte Sauberkeit.
1903 Baubeginn f├╝r eine gro├če Montagehalle, einer elektrischen Zentrale, einer Holztrockenanlage und von Lagerpl├Ątzen f├╝r Rund- und Schnittholz f├╝r das neue Werk am Pregel-Ufer.
1904 Der Sohn von Fritz Heumann Dr. Felix Heumann, wird Teilhaber.
1904 Vom neuen Werk wrden die ersten vierachsigen Personenwagen abgeliefert
27.11.1905 Tod des Eigent├╝mers Fritz Heumann
1905 Nach dem Tod von Fritz Heumann ├╝bernimmt sein Sohn Kommerzienrat Dr. h.c.Felix Heumann die Leitung der Firma, nachdem er ein Jahr zuvor Teilhaber geworden war. - Er hatte an der TH Berlin-Charlottenburg Maschinenbau studiert und wurde bei Siemens-Schuckert im Eisenbahnbereich ausgebildet.
25.04.1906 Gr├╝ndung der GmbH der Firma "Waggonfabrik L. Steinfurt G.m.b.H." mit einem Stammkapital von 2.080.000 Mark in Erf├╝llung einer testamentarischen Bestimmung von Fritz Heumann. Das Stammkapital wird von den Erben ├╝bernommen, alleiniger Gesch├Ąftsf├╝hrer wird der ├Ąlteste Sohn des Verstorbenen, Felix Heumann. Die Fabrikanlagen der G. m. b. H. befinden sich im Innern der Stadt K├Ânigsberg. Heinrich Konrad Gaedeke, Bankier im Bankhaus Jacobi, Aufsichtsrat bei der Union-Gie├čerei, der Brauerei Ponarth, der K├Ânigsberger Vereinsbank und erster Konsul der USA in K├Ânigsberg sowie Industrieller, wird Aufsichtratsvorsitzender.
1907 Durch Ankauf eines nahen S├Ągewerks mit ca. 80 000 qm gro├čem Holzlagerplatz erfolgt eine erhebliche Erweiterung. Zum S├Ągewerk geh├Ârt ein gro├čes Bassin zur Na├č-Lagerung des Holzes, das ├╝berwiegend aus Ostpreu├čen und Ru├čland stammt.
1908 Die Mittelpufferkupplung, Bauart Scharfenberg (D.R.P. Nr. 188845), f├╝r deren Fabrikation bei Steinfurt eine Spezialabteilung eingerichtet wurde, wird erstmals bei der Memeler Kleinbahn eingef├╝hrt.
1909 Nachdem die Staatsbahn die Erprobung und Anwendung der Kupplung zun├Ąchst abgelehnt hatte, l├Ą├čt sie Scharfenberg ab 1909 in der Waggonfabrik L. Steinfurt in K├Ânigsberg bauen.
1910 Als letzte der Werkst├Ątten wird die Eisen- und Metallgie├čerei von den alten Anlagen auf dem Weidendamm nach der neuen Fabrik verlegt.
17.05.1912 Tod des Aufsichtsratsvorsitzenden Heinrich Konrad Gaedeke
1915 Das Werk bekommt mehr Arbeitskr├Ąfte durch die Zuf├╝hrung von Kriegsgefangenen und Hilfsdienstpflichtigen. Trotz wachsender Schwierigkeiten bei der Materal- und Brennstroffversorgung kann der Betrieb bis Kriegsende aufrecht erhalten werden.
15.11.1915 Fritz Radok tritt in die Waggonfabrik ein. Bald nach dem Eintritt erh├Ąlt er Prokura und ist gemeinsam mit Felix Heumann, dem Vorstandsvorsitzenden, kaufm├Ąnnischer Direktor.
1920 Da aufgrund der Reparationsleistungen an das Ausland die abgegebenen Wagen dringend ersetzt werden m├╝ssen, erlebt das Werk einen kurzen Aufschung
1920 Der 25.000. Wagen wird ausgeliefert
23.02.1921 Das Kapital der GmbH wird auf M 5.200.000,00 erh├Âht.
18.10.1922 Gr├╝ndungsversammlung zur Umwandlung der GmbH in eine Aktiengesellschaft mit Wirkung ab 1. April 1922 unter ├ťbernahme der Firma "Waggonfabrik L. Steinfurt G.m.b.H." mit einem Grundkapital von M 14.000.000,00, davon M 2.000.000,00 Vorzugsaktien mit dreifachem Stimmrecht. Fritz Radok wird in der Aktiengesellschaft in den Vorstand gew├Ąhlt. Die AG ├╝bernimmt die gesamten zum Betrieb des Werks erforderlichen Grundst├╝cke. Die ├╝brigen Liegenschaften verbleiben bei der GmbH unter dem Namen "Heumannsche Verm├Âgensverwaltung L. Steinfurt GmbH" im Besitz der Familie. Karl Scharfenberg gr├╝ndet zusammen mit Steinfurt und Busch, Bautzen, in Berlin die "Scharfenberg-Kupplung AG"
1923 Nach Einstellung der Reparationslieferungen gibt es so gut wie keine Auftr├Ąge von der Reichsbahn
06.03.1923 Durch Beschlu├č der au├čerordentlichen Hauptversammlung vom 6. M├Ąrz 1923 wird das Grundkapital um Mark 12.000.000,00 auf M 26.000.000,00 erh├Âht.
10.09.1924 Die Hauptversammlung vom 10. September 1924 beschlie├čt R├╝ckkauf der M 2.000.000,00 Vorzugsaktien.
15.12.1924 Laut Hauptversammlungsbeschlu├č vom 15. Dezember 1924 erfolgt die Kapitalumstellung von Mark 24.000.000,00 Stammaktien auf RM 2.400.000,00 durch Abstempelung des Nennwertes der Aktien von bisher M 1.000,00 auf Reichsmark 100,00.
1926 Scharfenberg kehrt als Oberingenieur zur Waggonfabrik L. Steinfurt zur├╝ck
15.09.1926 Laut Hauptversammlungsbeschlu├č vom 15. September 1926 Herabsetzung des Aktienkapitals um RM 400.000,00 auf RM 2.000.000,00 durch Einziehung von Vorrats-Stammaktien.
1930 Im Jubil├Ąumsjahr wird der 30.000. Wagen ausgeliefert
1932 Tod des langj├Ąhrigen Leiters, Kommerzienrat Felix Heumann. - Seine beiden S├Âhne Friedrich und Max treten an seine Stelle
31.03.1932 Per 31. M├Ąrz 1932 zieht die Gesellschaft nom. RM 200.000,00 eigene Aktien ein.
1938-1939 Erwerb eines in der N├Ąhe des Werkes gelegenen Grundst├╝ckskomplexes, der von den Mitgliedern der Familie Heumann unentgeltlich ├╝bereignet wird, um auf diesem Gel├Ąnde Wohnbauten zu schaffen.
1938 Der langj├Ąhrige, verdiente kaufm├Ąnnische Vorstand Fritz Radok mu├č als Nicht-Arier ausscheiden und wandert aus.
1940 Aufnahme eines hypothekarisch gesicherten langfristigen Darlehns von RM 1.500.000
16.07.1940 Laut Hauptversammlungsbeschlu├č vom 16. Juli 1940 Kapitalerh├Âhung um RM 600.000,00
16.05.1942 Laut Aufsichtsratsbeschlu├č vom 16. Mai 1942 Kapitalberichtigung gem├Ą├č DAV vom 12. Juni 1941 um 25 %: RM 600.000,00 auf RM 3.000.000,00 mit Wirkung zum 31. Dezember 1941 aus den Zuschreibungen zum Anlageverm├Âgen.
11.06.1943 Letzte ordentliche Hauptversammlung bis 1943/44
Ende Aug. 1944 Bei den Fliegerangriffen auf K├Ânigsberg erleidet Steinfurt erhebliche Sch├Ąden.
08.04.1945 Die Fabrik wird von sowjetischen Truppen besetzt, und die vorhandenen Belegschaftsmitglieder geraten in Gefangenschaft. - Der nicht sehr stark besch├Ądigte Betrieb wird von den Russen bald wieder in Gang gebracht.
1956 Die Altgesellschaft wird nach Hamburg verlagert
1966 ├ťber die nach Hamburg verlagerte Gesellschaft wird ein Konkursverfahren eingeleitet.
1968 Die zuletzt in Hamburg registrierte Gesellschaft wird wegen Verm├Âgenslosigkeit gel├Âscht.
06.12.1968 Tod des fr├╝heren kaufm├Ąnnischen Direktors Fritz Radok in Melbourne




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Dampfmaschinen 1845 ausgestellt 1856 Schiffsmaschine  
G├╝terwagen 1865 Beginn     Beginn Waggonbau auch 1860 genannt
Schiffsdampfmaschine 1856 nur 1 Schiff gebaut 1856 nur 1 Schiff gebaut Beginn Waggonbau auch 1860 genannt
Waggons 1860 Beginn     auch 1865 genannt.




Personal

Zeit gesamt Arbeiter Angest. Lehrl. Kommentar
1837   15      
1840   55     45 - 65 Arbeiter
um 1871 200       Leistungsf├Ąhigkeit: 400 - 500 offene G├╝terwagen




Allgemeines

ZEIT1943
THEMAOrgane und Kapital der Gesellschaft
TEXTVorstand: Alfred Pelikan, K├Ânigsberg (Pr); Friedrich-August Heumann, K├Ânigsberg (Pr). Aufsichtsrat: Gustav Hoffmann, in Firma A. Hoffmann, K├Ânigsberg (Pr), Vorsitzer; Kurt Atzler, Fabrikdirektor (Feldm├╝hle A.-G.), K├Ânigsberg (Pr), stellv. Vorsitzer; Bankier Adelbert Delbr├╝ck in Firma Delbr├╝ck Schickler & Co., Berlin; Bruno Fugmann, Direktor der Fried. Krupp. A.-G., Rheinhausen; Bankdirektor Hans Kehl, Deutsche Bank, Filiale K├Ânigsberg (Pr), K├Ânigsberg (Pr); Curt Schnevoigt, Vorsitzer des Vorstandes der Voigt & Haeffner A.-G., Frankfurt (Main). Abschlu├čpr├╝fer f├╝r das Gesch├Ąftsjahr 1943: Deutsche Treuhand-Gesellschaft, Berlin. Gesch├Ąftsjahr: 1. Januar bis 31. Dezember (fr├╝her April/M├Ąrz, Zwischengesch├Ąftsjahr vom 1. April bis 31. Dezember 1939). Hauptversammlung (Stimmrecht): Je nom. RM 100,00 Stammaktien l Stimme. Reingewinn-Verwendung: 1. Zur Abf├╝hrung von mindestens 5 % an den gesetzlichen Reservefonds (bis 10 % des Grundkapitals); 2. zur Zahlung einer ordentlichen Dividende bis zu 4% an die Stammaktien; 3. von dem alsdann verbleibenden Betrag erh├Ąlt der Aufsichtsrat 8 %; 4. der Rest wird als weiterer Gewinnanteil an die Inhaber der Stammaktien verteilt, soweit nicht die Hauptversammlung eine andere Verteilung beschlie├čt. Grundkapital: nom. RM 3.000.000,00 Stammaktien in 2910 St├╝cken zu je RM 1.000,00 (Nr. 25 501-28 410), 900 St├╝cken zu je RM 100,00 (Nr. 28 501-29 400). Gro├čaktion├Ąre: Die Aktien befinden sich zum gr├Â├čten Teil im Familienbesitz.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 4165]


ZEIT1943
THEMAZweck und Gegenstand des Unternehmens
TEXTGegenstand des Unternehmens: Der Betrieb einer Maschinenbauanstalt, Eisengie├čerei und Fahrzeugfabrik. Die Gesellschaft ist zu allen Gesch├Ąften und Ma├čnahmen berechtigt, die zur Erreichung des Gesellschaftszweckes dienlich erscheinen, insbesondere zum Erwerb und zur Ver├Ąu├čerung von Grundst├╝cken, zur Errichtung und zum Erwerb von Unternehmungen gleicher oder ├Ąhnlicher Art sowie zur Beteiligung an solchen Unternehmungen, zur Errichtung von Zweigniederlassungen im In- und Auslande sowie zum Abschlu├č von Interessengemeinschaftsvertr├Ągen jeder Art. Erzeugnisse: G├╝ter-, Personen- und Spezialwagen aller Art f├╝r Voll- und Schmalspur, Stra├čenbahnwagen, Transport- und Ackerwagen, Lastwagenanh├Ąnger, Wagenzubeh├Ârteile, R├Ąder- und Wagenbeschl├Ąge, Karosserien, Eisenkonstruktionen, leichte und schwere Schmiedeteile, Gesenkschmiedest├╝cke als Massenartikel, Eisen- und Metallgu├č, insbesondere Handels-, Ofen- und Herdgu├č, Holzmaterial f├╝r Bau- und Tischlerzwecke, Schulm├Âbel.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 4165]


ZEIT1943
THEMABesitzverh├Ąltnisse
TEXTBesitz- und Betriebsbeschreibung: Fabrikanlagen: Maschinenbauanstalt; Eisengie├čerei; Eisenbahnwaggonfabrik; Hammerschmiede; S├Ągewerk. Maschinelle Einrichtungen: S├Ąmtliche Werkst├Ątten sind mit den erforderlichen neuzeitlichen Maschinen reichlich ausgestattet. Kraftanlagen: Eigene Anlage f├╝r Kraft und Licht, Anschlu├č an das St├Ądtische Elektrizit├Ątswerk. Wagenpark usw.: Personenfahrzeuge, Lieferwagen. Umfangreicher Wagenpark f├╝r Pferdezug mit Bespannung, Lokomotor f├╝r Rangierbetrieb. Sonstige Anlagen: Eigenes Anschlu├čgleis; mehrere Ladebr├╝cken am Pregel. Elektrische Schiebeb├╝hnen; Portalkran; Normal- und Schmalspuranlagen innerhalb der Fabrik. Geb├Ąude: l Verwaltungsgeb├Ąude, 18 Wohngeb├Ąude mit 80 Werkswohnungen.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 4165]


ZEIT1943
THEMABeteiligung an folgenden Unternehmens
TEXTBeteiligung: Scharfenbergkupplung Aktiengesellschaft in Berlin (s.d.), Beteiligung: 42.75% (Rest bei Busch Waggon). Buchwert der Wertpapiere des Umlaufverm├Âgens: Reichsmark l 559 979.62.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 4165]