Christoph & Unmack Aktiengesellschaft


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Christoph & Unmack Aktiengesellschaft: Christoph & Unmack Aktiengesellschaft: Werksansicht


Allgemeines

FirmennameChristoph & Unmack Aktiengesellschaft
OrtssitzNiesky (Oberlausitz)
Postleitzahl02906
Internet-Seitehttp://www.stahlbau-niesky.de
Art des UnternehmensMaschinenfabrik
AnmerkungenBis 1922: "Maschinenfabrik J. E. Christoph AG". Mit Abt. Maschinenbau. [Kolonialhandbuch (1901)]: in Niesky, Bunzendorf und Warschau; Georg Goldschmidt, Generalvertreter, Berlin, Kurf√ľrstendamm 233. 1925: Die Fabrikanlagen bedecken eine Fl√§che von rund 50 ha, von welchen ca. 9,5 ha bebaut sind; eine eigene Kraftanlage von 1900 PS liefert die Antriebskraft; als Reserve ist ein Anschlu√ü an eine √úberlandzentrale vorhanden; der Transport des Rohmaterials und der Fertigfabrikate innerhalb des Werkes erfolgt auf einer Schmalspur-Gleisanlage mittels feuerloser Lokomotiven. Der Stahlbau ab 1940 als "Stahlbau Niesky GmbH" (s.d.).
Quellenangaben[M√ľller-Kalender (1926) Anh.] [Handbuch Akt.-Ges. (1943) 2225] [Fitzner: Dt. Kolonialhandbuch 2. Aufl. (1901), S. 426, Anzeige] [Monographien deutscher St√§dte (1925) 38] Homepage (2015)
Hinweise[Fitzner: Dt. Kolonialhandbuch 2. Aufl., S. 426]: Anzeige. [Monographien deutscher Städte (1925) 38]: Luftaufnahme des Werks [Ost-Europa-Markt, 4. Jg., Heft 9, 1. Febr. 1924]: Anzeige




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1882 Gr√ľndung der Ursprungsfirma "Doecker'sche Barackenfabrikation Christoph & Unmack" von dem aus D√§nemark stammenden Tischler Christoph und dem Architekten Unmack in Neuhof bei Niesky
1885 Auszeichnung durch durch einem Preis von 5000 Francs und eine Goldende Medaille (grand prix et la Medaille d'or) bei der Internationalen Baracken-Konferenz der Gesellschaft des Roten Kreuzes in Antwerpen f√ľr eine neu entwickelte Lazarettbaracke
1891 Gr√ľndung eines Zweigbetriebs von "Christoph & Unmack" in Bunzendorf, B√∂hmen, als Fabrik f√ľr die Herstellung von Baracken f√ľr Arbeitersiedlungen
29.11.1898 Umwandlung in eine Aktiengesellschaft unter Übernahme der Firma "Doecker'sche Barackenfabrikation Christoph & Unmack" in Neuhof bei Niesky (Oberlausitz) und der unter der Firma "Christoph & Unmack" in Bunzendorf (Böhmen) betriebenen Fabriken mit einem Grundkapital von M 1.000.000,00.
um 1900 Das Produktionsprogramm wird um Land- und Familienhäuser aus Holzfertigteilen in Tafel- und Blockbauweise erweitert.
1914 Vor dem Kriege 1914-18 stellt die Gesellschaft als reines Holzverarbeitungsunternehmen haupts√§chlich transportable Baracken f√ľr das Sanit√§ts- und Schulwesen sowie Holzh√§user in Tafel- und Blockbauweise her.
1. Weltkrieg Die Betriebe werden während des Krieges stark erweitert.
21.06.1915 Die Fabrik f√ľr die Herstellung von Baracken f√ľr Arbeitersiedlungen in Bunzendorf brennt ab
1915 "Christoph & Unmack" verlegt seine in Bunzendorf abgebrannte Fabrik transportabler Baracken an die Bahnstation Tschernhausen.
1917-1918 Errichtung einer Waggonfabrik.
1922 Fusion mit "J. E. Christoph A.-G. Maschinenfabrik", Niesky, damit Ausdehnung der Produktion auf Motoren, Dampfmaschinen, Kessel, Eisenkonstruktionen usw.
1926 Konrad Wachmann wird Chefarchitekt f√ľr den Holzhausbau
1926 Gr√ľndung der "Christoph & Unmack Tiefbau G.m.b.H.", Berlin.
1927 Aufnahme der Herstellung einer feuerhemmenden Innenbekleidung (C. & U.-Bauplatte D.R.P.) f√ľr den Holzhausbau.
1929 Ende der Tätigkeit von Konrad Wachmann als Chefarchitekt im Holzhausbau
02.06.1932 Die Hauptversammlung vom 2. Juni 1932 beschließt die Herabsetzung des Grundkapitals in erleichterter Form von RM 8.000.000,00 auf RM 2.400.000,00 durch Herabsetzung im Verhältnis 10 : 3.
17.06.1933 In der Hauptversammlung vom 17. Juni 1933 wird der Beschlu√ü der Kapitalherabsetzung vom Juni 1932 best√§tigt und eine weitere Herabsetzung des Grundkapitals in erleichterter Form auf RM 1.950.000,00 durch Einziehung von nom. RM 450.000,00 zusammengelegter Aktien beschlossen, die in H√∂he von nom. RM 348.000,00 der Gesellschaft von Aktion√§rseite zu diesem Zweck unentgeltlich zur Verf√ľgung gestellt werden, und von nom. RM 102.000,00 eigener Aktien. Der Buchgewinn von RM 450.000,00 wird zur teilweisen Deckung des Verlustes verwendet.
1934 Im Rahmen des Arbeitsbeschaffungsprogramms macht die Gesellschaft f√ľr Verbesserung ihrer Anlagen und Einrichtungen erhebliche Aufwendungen.
1934 Ein Gro√üfeuer vernichtet die Anlagen f√ľr Holzproduktion
1935 Weitere Verbesserung der Werksanlagen
1935 Beteiligung an der "Schlesische Zellwolle A.-G.", Hirschberg
1936 Erhöhung des Kapitals bei der "Christoph & Unmack Tiefbau G. m. b. H.", Berlin, von RM 5.000,00 auf Reichsmark 150.000,00 und gleichzeitige Übernahme weiterer Anteile, so daß die Beteiligung auf 75 % gesteigert werden kann.
1936 Zwecks schärferer Umschreibung des Arbeitsgebietes dieser Gesellschaft wird die Firmenbezeichnung in "Eisenbeton- und Tiefbau-Gesellschaft m. b. H. Christoph & Unmack" geändert.
1937 Ankauf mehrerer Wohnh√§user und von Gel√§nde f√ľr Wohnungsbauten
1937 Infolge Beendigung der Abwicklung werden die "Ostpreußische Holzbau G.m.b.H.", Ortelsburg, und die "Holzbau-Ostpreußen-Rotkrug G.m.b.H.", Rotkrug, (bisher Teile von "Christoph & Unmack") gelöscht.
1937 Der Gr√ľndungsanteil an der Schlesischen Zellwolle A.-G., Hirschberg (Riesengeb.), in H√∂he von nom. RM 15.000,00 wird abgesto√üen.
1938 Wiederinbetriebnahme eines Tochterwerkes im Sudetengau, das auf dem Gebiete des Holzbaues tätig ist.
1938 Ankauf mehrerer Wohngrundst√ľcke und Bau von zwei Vierfamilien- und einem Zweifamilien-Wohnhaus.
1939 Bau mehrerer Wohnh√§user und Ankauf verschiedener Wohngrundst√ľcke. Verkauf von Siedlungsh√§usern
1939 Umwandlung eines Tochterwerkes im Sudetengau in eine G.m.b.H., Tschernhausen, und ferner Beteiligung an der Eisenbeton- und Tiefbaugesellschaft m. b. H. Christoph & Unmack, Berlin.
01.11.1939 Mit Wirkung vom 1. November 1939 Ausgliederung der Werksabteilung Stahl- und Br√ľckenbau in ein selbst√§ndiges Unternehmen unter der Firma "Stahlbau Niesky G.m.b.H.", Niesky, und ferner Beteiligung an der "Siedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Niesky G.m.b.H.", Niesky, sowie der "Jugoslawischen Asbestminen-A.-G.", Belgrad.
01.11,1939 Ausgliederung des Stahl- und Br√ľckenbaues in "Stahlbau Niesky GmbH"
1940 Fortsetzung des Ausbaues der Werksanlagen.
01.04.1942 Durch Beschlu√ü des Aufsichtsrats vom 1. April 1942 Berichtigung des Grundkapitals gem√§√ü DAV vom 12. Juni 1941 um RM 1.3 Mill. auf RM 3,25 Mill. durch Heraufstempelung der Aktien auf RM 500,00. Der erforderliche Betrag einschlie√ülich RM 130.000,00 Pauschsteuer wird gewonnen durch Entnahme aus der gesetzlichen R√ľcklage mit RM 330.000,00 und durch Entnahme aus freien R√ľcklagen mit RM 1.100.000,00.
1949 Umfirmierung in "VEB Waggonbau Niesky" und Produktion von G√ľterwagen und G√ľterwagen-Drehgestellen
1990 √úbernahme durch die "die Deutsche Waggonbau AG" (DWA)
1998 √úbernahme durch den kanadischen Bombardier-Konzern
2001 Bombardier richtet in Niesky sein europ√§isches G√ľterwagenzentrum ein.
30.04.2005 Der Betrieb wird aus dem Bombardier-Konzern herausgelöst.
Juli 2008 Der Betrieb geht nach einer Insolvenz als selbstständiges Unternehmen in den Besitz der Deutschen Bahn AG (DB Waggonbau Niesky GmbH)
16.07.2014 Die Deutschen Bahn AG gibt den Verkauf der "DB Waggonbau Niesky GmbH" an die M√ľnchner Unternehmensholding Quantum bekannt.




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Apparate f√ľr Brauereien 1925 [Monographien dt. St√§dte (1925)] 1925 [Monographien dt. St√§dte (1925)]  
Apparate f√ľr die chemische Industrie 1925 [Monographien dt. St√§dte (1925)] 1925 [Monographien dt. St√§dte (1925)]  
Baracken 1901 [Dt. Kolonialhandb] 1925 [Monographien dt. Städte (1925)] 1901: zerlegbare, tragbare, Döcker'sche Tropenbaracken und Häuser jeder Art
Brennerei-Einrichtungen 1925 [Monographien dt. Städte (1925)] 1925 [Monographien dt. Städte (1925)] vollständige
Dampfkessel 1925 [Monographien dt. Städte (1925)] 1925 [Monographien dt. Städte (1925)] Kessel verschiedener Systeme, Steilrohrkessel, Wärmespeicher, Überhitzungsanlagen
Dampfmaschinen 1925 [Monographien dt. Städte (1925)] 1925 [Monographien dt. Städte (1925)] vmtl. seit Übernahme von J. E. Christoph
Dieselmotoren 1922 √úbernahme von Christoph 1926 [M√ľller-Kalender (1926) Anh.] station√§re und transportable Motoren, kompressorlose "Christoph"-Diesel-Motoren
eiserne Dachkonstruktionen 1925 [Monographien dt. St√§dte (1925)] 1925 [Monographien dt. St√§dte (1925)] Auch Hallen f√ľr Werkst√§tten, Montagehallen
Einrichtungen f√ľr die Braunkohlenindustrie 1925 [Monographien dt. St√§dte (1925)] 1925 [Monographien dt. St√§dte (1925)] wie ganze Aufbereitungsgeb√§ude
Eisenbahn-Personenwagen 1918 Beginn 1917/18 1925 [Monographien dt. Städte (1925)] Abteil- und Durchgangswagen
Eisengu√üst√ľcke 1925 [Monographien dt. St√§dte (1925)] 1925 [Monographien dt. St√§dte (1925)]  
Förderwagen 1925 [Monographien dt. Städte (1925)] 1925 [Monographien dt. Städte (1925)] auch Kippwagen und Seitenentlader
Gasmotoren 1922 Übernahme von Christoph 1925 [Monographien dt. Städte (1925)] Sauggas-Motoranlagen
Gelb- und Rotgu√ü 1925 [Monographien dt. St√§dte (1925)] 1925 [Monographien dt. St√§dte (1925)]  
Gittermaste 1925 [Monographien dt. St√§dte (1925)] 1925 [Monographien dt. St√§dte (1925)]  
G√ľterwagen 1918 Beginn 1917/18 1925 [Monographien dt. St√§dte (1925)] auch Spezialwagen f√ľr jede Spurweite
Holzbr√ľcken 1925 [Monographien dt. St√§dte (1925)] 1925 [Monographien dt. St√§dte (1925)] bis 50 m Spannweite
Holzhäuser 1900 Beginn um 1900 1925 [Monographien dt. Städte (1925)] Ein- und Mehrfamilienhäuser, Siedlungsbauten, Werkstätten, Wirtschaftsgebäude, Schulgebäude, Kinder-, Ferien- und Genesungsheime ...
Kesselh√§user 1925 [Monographien dt. St√§dte (1925)] 1925 [Monographien dt. St√§dte (1925)]  
Kranbahnen und Kranbr√ľcken 1925 [Monographien dt. St√§dte (1925)] 1925 [Monographien dt. St√§dte (1925)]  
Lastauto-K√§sten und ?Anh√§nger 1925 [Monographien dt. St√§dte (1925)] 1925 [Monographien dt. St√§dte (1925)]  
Reparatur von Personen- und G√ľterwagen 1925 [Monographien dt. St√§dte (1925)] 1925 [Monographien dt. St√§dte (1925)]  
Stra√üenbahnwagen 1925 [Monographien dt. St√§dte (1925)] 1925 [Monographien dt. St√§dte (1925)]  
Verbrennungslokomotiven 1925 [Monographien dt. St√§dte (1925)] 1925 [Monographien dt. St√§dte (1925)] Roh√∂lmotor-Loks f√ľr Abraumbetrieb
Verbrennungsmotoren 1922 vmtl. seit √úbernahme von Christoph 1925 [Monographien dt. St√§dte (1925)] f√ľr Landwirtschaft und Industrie
Verbrennungstriebwagen 1925 [Monographien dt. Städte (1925)] 1925 [Monographien dt. Städte (1925)] Rohölmotor-Triebwagen




Betriebene Dampfmaschinen

Bezeichnung Bauzeit Hersteller
Lokomobile 1933 Maschinenfabrik Badenia vorm. Wm. Platz Söhne GmbH




Firmen-√Ąnderungen, Zusammensch√ľsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1922 Anschluß (Namensverlust) zuvor Maschinenfabrik J. E. Christoph AG "Christoph & Unmack" schon seit 1882
1939 Trennung, Namensverlust danach Stahlbau Niesky G.m.b.H. auch 1940 genannt




Allgemeines

ZEIT1943
THEMAOrgane und Kapital der Gesellschaft
TEXTVorstand: Direktor Friedrich Abel, Niesky (Oberlausitz); Otto Becker, Niesky (Oberlausitz), Stellvertreter; Adolf Hoffmann, Niesky (Oberlausitz), Stellvertreter. Aufsichtsrat: Rechtsanwalt Friedrich Wilhelm Kr√ľger, Berlin, Vorsitzer; Ministerialdirektor z. D. Dr. Johannes Heintze, Berlin-Zehlendorf, 1. stellv. Vorsitzer; Alfred Kurzmeyer, Direktor der Deutschen Bank, Berlin, 2. stellv. Vorsitzer; Kommerzienrat Max Hensel, Fabrikdirektor, Berlin-Wittenau; Bankdirektor Alfred Keichel, Vorstandsmitglied der Deutschen Industriebank, Berlin; Frau Erna Kr√ľger, geb. Thun, Berlin-Dahlem; Wilhelm Classen, Generalhauptf√ľhrer des Deutschen Roten Kreuzes, Babelsberg. Abschlu√üpr√ľfer f√ľr das Gesch√§ftsjahr 1942/43: Treuverkehr Deutsche Treuhand-A.-G., Berlin NW 7. Gesch√§ftsjahr: 1. November bis 31. Oktober. Hauptversammlung (Stimmrecht): Je nom. RM 100,00 Stammaktie l Stimme. Reingewinn-Verwendung: √úber die Verteilung des Reingewinnes, der sich nach Vornahme von Abschreibungen, Wertberichtigungen, R√ľckstellungen und R√ľcklagen einschlie√ülich der in die gesetzliche R√ľcklage einzustellenden Betr√§ge und des Gewinnvortrages aus dem Vorjahre ergibt, beschlie√üt die Hauptversammlung. Grundkapital: nom. RM 3.250.000,00 Stammaktien in 6500 St√ľcken zu je RM 500,00 (Nr. 1-6500). Gro√üaktion√§r: Frau Erna Kr√ľger, Berlin-Dahlem.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 2225]


ZEIT1943
THEMAZweck und Gegenstand des Unternehmens
TEXTGegenstand des Unternehmens: Die Herstellung, die Anschaffung und der Vertrieb s√§mtlicher Erzeugnisse der Holz-, Eisen- und Baustoffindustrie und √§hnlicher Fachgebiete. Die Ausf√ľhrung von Bauarbeiten jeder Art. Der Erwerb und der Betrieb von Handelsgesch√§ften und Anlagen gleicher oder verwandter Art. Innerhalb dieser Grenzen ist die Gesellschaft zu allen Gesch√§ften und Ma√ünahmen berechtigt, die zur Erreichung des Gesellschaftszweckes notwendig oder n√ľtzlich sind, insbesondere zum Erwerb und zur Ver√§u√üerung von Grundst√ľcken, zur Errichtung von Zweigniederlassungen und Gesch√§ftsstellen im In- und Ausland und zum Abschlu√ü von Interessengemeinschaftsvertr√§gen. Erzeugnisse: 1. Eisenbahnwagen jeder Art und Spurweite. Stra√üen- und Schnellbahnwagen, Spezialwagen, Omnibus-Aufbauten, Lastwagenanh√§nger; 2. Holzh√§user, freitragende Holzkonstruktionen, Funkt√ľrme, Baracken, Bautischlerarbeiten, B√ľrom√∂bel, Bauplatten.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 2225]


ZEIT1943
THEMABesitzverhältnisse
TEXTBesitz- und Betriebsbeschreibung: I. Betriebsanlagen. 1. Abteilung Waggonbau. Waggonfabrik verbunden mit Beschlagteilschmiede zur Fabrikation von Personen-, G√ľter- und Spezialwagen f√ľr Voll; und Kleinbahnen des In- und Auslandes, Stra√üenbahnwagen, Omnibusaufbauten und Lastwagenanh√§nger. 2. Abteilung Holzbau. Fabrik verbunden mit S√§gewerk zur Herstellung von Wohnh√§usern, Wochenendh√§usern, Krankenpavillons, Schulpavillons, Arbeiterunterk√ľnften und B√ľrogeb√§uden sowie jeglicher Art von Tischlerarbeiten (Treppen, T√ľren, Fenster). Holzkonstruktionen (Hallen-, Br√ľckenbau), B√ľrom√∂bel und Bauplatten. 3. Kraftanlagen, a) Eigene Krafterzeugungsanlagen: Dampfkessel, Dampfmaschinen, b) Strombezug vom √úberlandwerk. 4. Gleisanschlu√ü. 5. Maschinelle Gesamteinrichtungen. Sp√§neabsaugungsanlagen, Krananlagen, Holzbearbeitungsmaschinen, Eisenbearbeitungsmaschinen. II. Hausgrundst√ľcke. Gr√∂√üe: 180652 qm. Anlagen: 92 Wohnh√§user mit 261 Wohnungen; 9 Baracken mit 68 Notwohnungen; l Heim f√ľr ledige Gefolgschaftsmitglieder. III. Acker, Forst und Wiesen. Gr√∂√üe: l 000595 qm. IV. Zweigb√ľro: Berlin.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 2225]


ZEIT1943
THEMABeteiligung an folgenden Unternehmen
TEXTBeteiligungen: 1. K√∂lner Holzbauwerke G. m. b. H., Kalscheuren bei K√∂ln, Beteiligung: 100 % (Buchwert RM 200.000,00-). 2. Eisenbeton- und Tiefbau-Gesellschaft m. b. H. Christoph & Unmack, Berlin (fr√ľher Christoph & Unmack Tiefbau G. m. b. H., Berlin), Beteiligung: 90 % (Buchwert Reichsmark 66.525,00). 3. Stahlbau Niesky G. m. b. H., Niesky (Oberlausitz), Beteiligung: 100 %. 4. Sudetendeutsche Holzbau-Industrie Christoph & Unmack G. m. b. H., Tschernhausen, Beteiligung: 100 %. 5. Siedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Niesky G. m. b. H., Niesky (Oberlausitz), Beteiligung. RM 15.000,00. 6. Jugoslawische Asbestminien-A.-G., Beigrad (jetzt: Asbestminen-Gesellschaft S√ľdost A.-G.); Beteiligung: RM 5.700,00. Buchwert der Beteiligungen: RM 771.525,00. Buchwert der Wertpapiere des Anlageverm√∂gens: Reichsmark 26.420,55.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 2225]


ZEIT1928
THEMAEigendarstellung
TEXTDas Unternehmen umfa√üt Werke f√ľr Holzbau, Maschinenbau, Hoch- und Br√ľckenbau und Waggonbau. Es ist hervorgegangen aus der 1882 gegr√ľndeten Firma Christoph & Unmack, Fabrik transportabler Baracken und H√§user. Die Abteilung Waggonbau entstand im Jahre 1917 und entwickelte sich schnell zu hoher Leistungsf√§higkeit. Durch die 1922 erfolgte √úbernahme der Maschinenfabrik J. E. Christoph, deren Haupterzeugnis der weltbekannte Christoph-Roh√∂l-Motor ist, wurde die enge Verbindung verschiedenartiger Produktionswerkst√§tten, wie sie dieser Gro√übetrieb als wesentliches Merkmal aufweist, vollendet. Es ergeben sich hieraus Vorteile, welche vor allem in der Qualit√§t der Erzeugnisse sichtbaren Ausdruck finden. Besonders beim Waggonbau greifen Eisen- und Holzverarbeitung so eng ineinander, dass die Tradition exakter Arbeit auf beiden Gebieten als wesentliche Vorbedingung guter Werkstattarbeit angesehen werden darf. Bei normalem Gesch√§ftsgang werden ca. 4000 Arbeiter und 400 Angestellte besch√§ftigt. Die Fabrikanlagen bedecken eine Fl√§che von rund 50 ha, von welchen ca. 9,5 ha bebaut sind. Eine eigene Kraftanlage von 1900 PS liefert die Antriebskraft. Als Reserve ist ein Anschluss an eine √úberlandzentrale vorhanden. Der Transport des Rohmaterials und der Fertigfabrikate innerhalb des Werkes erfolgt auf einer Schmalspur-Gleisanlage mittels feuerloser Lokomotiven.
Zweigniederlassungen:
- Berlin W9; Linkstraße 9
- Essen-Bredeney, Brachtstraße 20
- Hamburg, Stadthausbr√ľcke 3
- M√ľnchen, Innere Wiener Stra√üe 50
- Wien, Abt Karlgasse 25
Vertreter in:
Aachen, Beuthen (Oberschlesien), Breslau, Cassel, Chemnitz, Cottbus, Dresden, Emden, Frankfurt a.M., Gleiwitz, hannover, Kattowitz, Leipzig, K√∂nigsberg i.Pr., Magdeburg, M√ľnster i.W., Naunhof b. Leipzig, Neustrelitz i. Mecklenburg, Nordenham a. Weser, Schwelm i.W. Ulm a.D., Weimar
Aus unseren Arbeitsgebieten.
Abt. Holzbau:
Zerlegbare, transportable Holzbauten nach bew√§hrtem Original-Doecker-System, wie Ein- und Mehrfamilienh√§user, Siedlungsbauten, Werkst√§tten, Wirtschaftsgeb√§ude, Schulgeb√§ude, Kinder-, Ferien- und Genesungsheime, Kranken-, Ausstellungs- und Verkaufspavillons, Holzh√§user in Blockbauweise, wie ein- und mehrst√∂ckige Villen und Landh√§user, Garten- und Jagdh√§user, Holzbauten mit freitragenden Dachkonstruktionen (Freibau in Holz), wie Industriehallen, Lagerhallen, Bahnsteighallen und Bahnsteig√ľberdachungen, Lokomotiv- und Wagenschuppen, Ausstellungs- und Flugzeughallen, Br√ľcken, s√§mtlich bis 50 m Spannweite, Bautischler-Arbeiten, wie Fenster, T√ľren, Treppen usw. in Serienausf√ľhrung.
Abt. Maschinenbau:
Eisenkonstruktionen, wie eiserne Br√ľcken und Dachkonstruktionen, hallen f√ľr Werkst√§tten, Montagehallen, Kesselh√§user, Kranbahnen und Kranbr√ľcken, Gitternaste, F√∂rderwagen, Kippwagen und Seitenentlader, Einrichtungen f√ľr die Braunkohlenindustrie, wie ganze Aufbereitungsgeb√§ude, Transportanlagen aller Art, Eisengussst√ľcke, Gelb- und Rotguss, Dampfmaschinen, Dampfkessel verschiedener Systeme, Steilrohrkessel, W√§rmespeicher, √úberhitzungsanlagen, vollst√§ndige Brennerei-Einrichtungen, Apparate f√ľr Brauereien und f√ľr die chemische Industrie, station√§re und transportable Motoren, kompressorlose ?Christoph?-Diesel-Motoren, Motor-Lokomobilen f√ľr Landwirtschaft und Industrie, Sauggas-Motoranlagen, Reparatur von Lokomotiven und Kesseln.
Abt. Waggonbau:
Personen-Abteil- und Durchgangswagen, G√ľterwagen und Spezialwagen f√ľr jede Spurweite, Stra√üenbahnwagen, Roh√∂lmotor-Triebwagen und Roh√∂l-Lokomotiven f√ľr Abraumbetrieb, Lastauto-K√§sten und ?Anh√§nger, Waggonbeschlagteile, Reparatur von Personen- und G√ľterwagen, Einbau der Kunze-Knorr-Bremse.
QUELLE[Monographien deutscher Städte (1925) 38]