A. Borsig, Borsigm├╝hle

Allgemeines

FirmennameA. Borsig, Borsigm├╝hle
OrtssitzBerlin
OrtsteilMoabit
Stra├čeLevetzowstr.
Postleitzahl10555
Art des UnternehmensM├╝hle
AnmerkungenGeh├Ârte der Firma A. Borsig. Seit 1895 an die "Berliner Dampfm├╝hlen-Aktiengesellschaft" verpachtet. Eine Postkarte von 1884 ist mit dem Aufdruck "Borsigm├╝hle, Weinstein & Co., Berlin-Moabit" bezeichnet. Der Standort wird oft mit der nahe gelegenen Sch├╝tt-M├╝hle an der Stromstra├če/Alt-Moabit verwechselt; die Borsigm├╝hle befand sich jedoch an der Levetzowstr. (in der N├Ąhe des Borsig'schen Eisen- und Walzwerks, welches das ganze Gebiet um die sp├Ątere Essener Stra├če f├╝llte); das zeigt sich an historischen Pl├Ąnen und dem Gru├čdri├č-Plan im Zentralblatt der Bauverwaltung.
Quellenangaben[Zentralbl Bauverw (1898) 371: Abb. vom Brand] [Aschenbrenner: Wo einst die Borsigm├╝hle stand; Edition Luisenstadt (1998), Internet] E-Mail Z.A. M├╝ller (27.05.2013)
Hinweise[Vom Brande der Borsigm├╝hle in Berlin; Zentralbl Bauverw (1898) 371] 3 Abb.




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1895 Lieferung einer Dampfmaschine durch A. Borsig
18.03.1895 Die M├╝hle geht per Pachtvertrag auf die "Berliner Dampfm├╝hlen-Aktiengesellschaft" ├╝ber.
1896 Lieferung einer Dampfmaschine durch A. Borsig
1897 Die M├╝hle wird mit einer Hauptfront von 100 Meter L├Ąnge nach Pl├Ąnen der Berliner Firma "Maschinenfabrik f├╝r M├╝hlenbau, vormals C. G. W. Kapler" umgebaut und mit modernsten Maschinen ausgestattet. Die Vermahlleistung betr├Ągt 150 t/d. F├╝r die Vermahlung sorgen 46 Walzenst├╝hle, zehn Mahlg├Ąnge und f├╝nf Desintegratoren. Das Fassungsverm├Âgen des Getreidespeichers betr├Ągt 4.000 t. ├ťber ein unterirdisches, 60 m langes F├Ârdergurt wird das fertige Mehl bzw. die Kleie vom Mehlspeicher zur Spree und zu den Schiffen gebracht.
Herbst 1897 Die M├╝hle wird nach einem umfassenden, gro├čen Um- und Erweiterungsbau erneut in Betrieb genommen
07.01.1898 Die M├╝hle steht in Flammen. Die Transmissionssch├Ąchte, welche durch alle Etagen des in seinen T├╝rmen und Erkern bis zu acht Stockwerken hoch festungsartig gebauten Komplexes laufen, erweisen sich f├╝r die Verbreitung des Feuers als die denkbar g├╝nstigsten Bedingungen. Die eisernen T├╝ren, welche innerhalb des Geb├Ąudes eine Isolierschicht gegen einen etwaigen Brand bilden sollten, waren von den Arbeitern bei der Flucht aus dem brennenden Hause offen gelassen worden. So kommt es, da├č innerhalb einer Viertelstunde nach Ausbruch des Feuers das gewaltige Geb├Ąude einen einzigen Brandherd bildet.
24.01.1898 Es glimmt bis zum 24. Januar im Rest-Gem├Ąuer
05.1898 Verkauf des Grundst├╝cks mit der ausgebrannten M├╝hle f├╝r 3,5 Millionen Mark an die Magdeburger Bau- und Kreditbank. Es geht sp├Ąter an die Baugesellschaft "Neu-Bellevue", die hier Mietsh├Ąuser errichtet.
20.05.1898 Die Ruine der ausgebrannten M├╝hle wird erstmals gesprengt. (Die Spree-Fassade war beim Brand bereits eingest├╝rzt)
11.06.1898 Volst├Ąndige Sprengung der M├╝hle durch ein Kommando des Eisenbahn-Regiments Nr. 1.




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Mehl 1895 Aufstellung Dampfmaschine 1898 Ende (v├Âllig abgebrannt, nicht wieder aufgebaut)  




Betriebene Dampfmaschinen

Bezeichnung Bauzeit Hersteller
Dampfmaschine 1895 August Borsig
Dampfmaschine 1896 August Borsig