Schultheiss' Brauerei Aktien-Gesellschaft

Allgemeines

FirmennameSchultheiss' Brauerei Aktien-Gesellschaft
OrtssitzBerlin
Stra├čeSch├Ânhauser Allee 36/39
Postleitzahl10435
Art des UnternehmensBrauerei
AnmerkungenGeh├Ârte urspr. dem Berliner Apotheker August Heinrich Prell (mit Lagerkellern an der Sch├Ânhauser Allee), dann 1864 bis 1871 "Ad. Roesicke'sche Lagerbier-Brauerei" an der Sch├Ânhauser Allee. Verwaltung bis 1904: Vo├čstr. 26, dann K├Ânigsplatz. Siehe auch einzelne Betriebe (Berlin und Breslau)! Seit 1920 durch Zusammenschlu├č mit der "Patzenhofer-Brauerei AG" zu "Schultheiss-Patzenhofer AG" (s.d.); Namensform bis 1938, dann wieder "Schultheiss-Brauerei AG". Ab 1951: auch Feldschl├Â├čchen, Minden (s.d.). Adresse (1943): Berlin-Charlottenburg, Kaiserdamm 49-50.
Quellenangaben[Rieseler: Fr├╝he Gro├čbrauereien (2003) 148] [Ehlert: Schultheiss-Patzenhofer (1921)] [Handbuch Akt.-Ges. (1943) 817] http://www.landesarchiv-berlin.de
Hinweise[Ehlert: Schultheiss-Patzenhofer (1921)] Ansicht




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1842 Gr├╝ndung der Vorg├Ąnger-Firma, der sp├Ąteren "Ad. Roesickeschen Lagerbier-Brauerei", durch August Heinrich Prell
1843 Gr├╝ndung der Vorg├Ąnger-Brauerei vom Apotheker August Heinrich Prell in Berlin im Hause Neue Jakobstr. 26. Der Brauereibetrieb ist im Verh├Ąltnis zu dieser Zeit als technisch besonders fortgeschritten zu bezeichnen. Er verf├╝gt bereits ├╝ber ein eigenes K├╝hlhaus mit K├╝hlschiff. Prell hat den Wagemut, ausschlie├člich oberg├Ąriges, "bayerisches" Bier zu brauen.
1843/44 Prell erwirbt nach 1842 Lagerkeller in der Sch├Ânhauser Allee 39 auf dem Prenzlauer Berg, die 1843/44 errichtet worden waren. Damit tr├Ągt er der Nachfrageverschiebung zu unterg├Ąrigem Bier seit den 1840er Jahren Rechnung. Die Lagerkeller bilden die Keimzelle der sp├Ąteren Schultheiss Brauerei.
1853 Die Brauerei von Apotheker Prell geht in den Besitz von Jobst Schultheiss ├╝ber, der zuvor in der Stadt ein Putzgesch├Ąft gef├╝hrt hatte. Er gibt dem Betrieb seinem Namen und baut ihn aus, nicht zuletzt durch die Einrichtung der immer beliebter werdenden Bierg├Ąrten.
1860 Die Schulthei├č'sche Brauerei deckt rd. 1/7 des auf 70.000 hl bayerisch Bier gesch├Ątzten Bedarfs in Berlin.
1862 Jobst Schulthei├č hat sein Unternehmen so weit ausgedehnt, da├č er in der Neuen Jakobstra├če zu dem Prell'schen Stammhaus die beiden Nachbarh├Ąuser hinzu kaufen kann.
1864 Die Brauerei von Jobst Schultheiss wird von dem Kaufmann Adolf Roesicke erworben, der die Leitung seinem zu dieser Zeit noch nicht einmal 20 Jahre alten und dem Brauereigewerbe v├Âllig fernstehendem Sohn Richard Roesicke ├╝bertr├Ągt.
1860er Jahre Verlegung der Produktion von der Neuen Jakobstra├če an die Sch├Ânhauser Allee, wo eine ganz neue Brauerei entsteht. - Sie ist bis 1891 die einzige Schultheiss-Braust├Ątte (danach die Abteilung I).
1868/69 Bau einer Lager- und Eiskelleranlage
1871 Bau eines Sudhauses durch den sp├Ąteren Ratsmaurermeister A. Rohmer
1871 Bau eines Maschinen- und Kesselhauses
1871 Bau einer K├╝hlhaus- und G├Ąrkelleranlage, gebaut vermutlich ├╝ber der 1868/69 errichteten Lager- und Eiskelleranlage
27.05.1871 Umwandlung der "Ad. Roesickeschen Lagerbier-Brauerei" in eine Aktiengesellschaft mit einem Grundkapital von M 1.500.000,00 als "Schultheiss' Brauerei Actien-Gesellschaft", um ausreichend Finanzmittel zur Modernisierung des Unternehmens zu erlangen. Damit reagiert Adolph Roesicke auf den wachsenden Konkurrenzdruck auf dem Biermarkt der Gr├╝nderjahre und das gesteigerte industrielle Brauwesen.
1872 Lagerkellererweiterung mit aus f├╝nf Abteilungen bestehenden, ca. 37 x 16 m gro├čen Lagerkellern. Diese unterirdischen Keller schlie├čen sich, von offenen Schuppen ├╝berdacht, n├Ârdlich an das G├Ąr- und K├╝hlhaus an.
1873/74 Sudhauserweiterung zu einem l├Ąngsrechteckigen, ca. 33 x 17 m gro├čen Bauk├Ârper mit einem doppelten Sudwerk
1874 An Stelle der alten M├Ąlzerei in der Jakobstra├če wird eine neue Malzfabrik in Pankow in Betrieb genommen.
1874/75 K├╝hlhaus- und G├Ąrkellererweiterung (ca. 24 x 17 m gro├čer G├Ąrkeller mit dar├╝ber liegendem K├╝hlhaus)
1876/77 Erh├Âhung des Kapitals um 300.000 Mark
1876/77 Die Zeitverh├Ąltnisse bedingen einen allgemeinen R├╝ckgang des Bierabsatzes.
1876 Lagerkellererweiterung durch (bis 1885/86) mit offenen Schuppen ├╝berdachte unterirdische Lagerkeller zwischen den Erweiterungen von 1872 und 1874/75 und der Tresckowstra├če. Es ist eine 38 x 24 bzw. 32 m gro├če Stirneisanlage, die sich aus f├╝nf tonnengew├Âlbten, ca. 5,80 m hohen, parallel angeordneten Kellerr├Ąumen zusammensetzt.
1877 Die "Brauerei zum Waldschl├Â├čchen" in Dessau geht in den Besitz Richard Roesickes ├╝ber. Sie wird zu einem gro├čen Betrieb umgewandelt.
1886/87 Bau einer B├Âttcherei und eines Werkst├Ąttengeb├Ąudes
1887 Bedeutende Grundst├╝ckserweiterung. Dabei erh├Ąlt das Brauereigel├Ąnde seinen trapezf├Ârmigen Grundri├č.
1887/88 Lagerkellererweiterung
1888 Bau eines Wagenschuppens
1888/89 Bau einer Ladehalle und eines Lagerkellers an Stelle der zum Innenhof weisenden offenen Schuppen. Der Lagerkeller setzt sich aus zwei auf Erdgeschossniveau befindlichen, unterschiedlich gro├čen R├Ąumen zusammen. Dar├╝ber ist eine Halle zur Aufbewahrung und Beladung von F├Ąssern.
1889 Bau eines Kesselhauses
1889/90 Der G├Ąrkeller der Schultheiss-Brauerei wird nach S├╝den bis an die Franseckistra├če erweitert. Der langgestreckte, ein- bis zweigeschossige Bauk├Ârper auf dreieckigem Grundriss erh├Ąlt durch Schwechten eine zur Franseckistra├če ausgerichtete, knapp 37 m lange Schaufassade
1890 Schaffung einer Betriebssparkasse
1890 Gr├╝ndung eines Kinderheims in Pankow
1890/91 Bau einer B├Âttcherei und einer Pichhalle, erbaut von Rohmer
1890/91 Bau eines Pferdestalls
1891 Erwerb der an der Kreuzberger Methfesselstra├če gelegenen "Berliner Brauereigesellschaft Tivoli". Das neu erworbene Unternehmen, das Ende der 1850er Jahre auf dem Gel├Ąnde des aufgegebenen Vergn├╝gungsparks "Tivoli" errichtet worden war und als eines der gr├Â├čeren in Berlin gilt, wird als Abteilung II in die Schultheiss-Brauerei eingegliedert, ferner die dazugeh├Ârige Malzfabrik in F├╝rstenwalde a.d. Spree. Das Stammhaus wird fortan als Abteilung I gef├╝hrt.
1891 Erh├Âhung des Kapitals auf 5.400.000 Mark im Zusammenhang mit der Fusion mit der Tivoli-Brauerei
1891/92 Bau eines Restaurations- und Wohngeb├Ąudes der Schultheiss-Brauerei an der Ecke Sch├Ânhauser Allee/ Sredzkistra├če in romanisierenden Formen nach den Pl├Ąnen von Schwechten
1891/92 Bau eines Eismaschinengeb├Ąudes
1891/92 Bau einer Ladehalle (Sp├╝lkeller- und Ladehallengeb├Ąude) der Schultheiss-Brauerei s├╝dlich des Eismaschinengeb├Ąudes mit Fassade mit dreieckigem Giebel von Schwechten
1896 Vereinigung mit der "Brauerei zum Waldschl├Â├čchen Akt.-Ges." in Dessau. Sie wird als Abt. III gef├╝hrt.
1898 Erwerb der Brauerei Borussia von Otto Hewald in Niedersch├Âneweide. Sie versieht fortan als Abt. IV die Kundschaft im S├╝dosten Berlins und Umgebung.
1898 Bau einer B├Âttcherei, Neuverblendung von Pichhalle, B├Âttcherei, Schwankhalle der Schultheiss-Brauerei. Die werden nach einem Entwurf von Schwechten durch eine einheitliche Neuverblendung zusammengefa├čt.
1899/1900 Nach dem Erwerb der Brauerei Borussia wird das Aktienkapital auf 9.000.000 Mark erh├Âht
1899 Bau eines Werkst├Ąttengeb├Ąudes
1899 Umbau des Maschinenhauses II
1901 Die Brauerei verf├╝gt ├╝ber 45 Provinzniederlagen
1901 Bau eines zweigeschossigen Flaschenkellereigeb├Ąudes mit zwei Eckt├╝rmen, von Regierungsbaumeister Carl Teichen geplant und vom K├Âniglichen Hofmaurermeister Ernst Tielebier ausgef├╝hrt
1902 Bau einer Schmiede
1903 Richard Roesicke steht 40 Jahre lang bis 1903 an der Spitze der Brauerei. Er hat in dieser Zeit ein Werk geschaffen, wie es alle Fortschritte der Technik und Wissenschaft in seinen Dienst zwingend, so gesund in seiner finanziellen Fundierung und so getragen von sozialplitischem Verst├Ąndnis f├╝r die geschriebenen und ungeschriebenen Bed├╝rfnisse der Arbeiterschaft in der Entwicklungsgeschichte deutscher Gro├čbetriebe nur wenige gibt.
1904 Erwerbung eines eigenen Verwaltungsgeb├Ąudes am Berliner K├Ânigsplatz. Vorher bestand ein Zentralb├╝ro an der Vo├čstra├če.
20.08.1904 Das erste Mal wird innerhalb eines Jahres die erste Million Hektoliter Bier ausgesto├čen.
1907 Das Gesch├Ąftsjahr 1906/07 bringt eine Absatzsteigerung auf 1.231.504 hl
1907/08 Bau eines Pferdestalls am n├Ârdlichen Ende des Innenhofs gelegenen Pferdestallgeb├Ąudes durch den Architekten Emil Neumann mit Anbau und 1910-12
1910 Erwerb der "Brauerei Pfeifferhof Carl Scholtz" in Breslau. Sie bildet die Abteilung V und hat die Aufgabe, durch Frachtersparnis den Schultheiss-Bieren ihre Konkurrenzf├Ąhigkeit in Schlesien trotz der neuen Brausteuererh├Âhung zu wahren.
1910 Die Brauerei verf├╝gt ├╝ber 68 Provinzniederlagen in drei Gr├Â├čenklassen. Drei eigene Bahnh├Âfe und 109 eigene Eisenbahnwagenversorgen diese Niederlagen, die zwecks Einf├╝hrung der Schultheiss-Biere in der Provinz Brandenburg und den umliegenden Gebieten gegr├╝ndet wurden. Das Unternehmen verf├╝gt ├╝ber 896 Wagen (darunter 8 Automobil-Lastwagen) und einen eigenen Doppelschrauben-Dampfer.
1912 2000 Sparer (2/3 der Arbeiterschaft) sind Mitglieder der Betriebssparkasse
1913/14 Das Aktienkapital wird zur Erweiterung der Anlagen und der Malzfabrikation auf 15.000.000 Mark erh├Âht
1913/14 Bed├╝rfnis zur Erweiterung der Malzfabrikation und Erwerb eines ca. 27.000 qm gro├čen Grundst├╝cks mit Gleisanschlu├č in Sch├Âneberg. Ferner Ankauf eines gro├čen Grundst├╝cks in Pankow zwecks Errichtung besonderer, dem Bahnversand dienender Anlagen.
1914 Das letzte Gesch├Ąftsjahr 1913/14 vor dem Weltkriegsausbruch bringt einen Absatz von 1.700.000 hl
Febr. 1914 Vereinigung mit der "Berliner Unions-Brauerei" in Berlin-Hasenheide. Sie besitzt neben der Eberswalder Brauerei "Zum Jagdschl├Â├čchen" auch eine Zweigstelle in Schneidem├╝hl. Sie ist die neue Abteilung VI des Gesamtunternehmens
1917 Vereinigung mit der "Spandauer Berg-Brauerei Akt.-Ges., vormals C. Bechmann" in Westend
1919 Vereinigung mit der "Brauerei Pfefferberg vormals Schneider & Hillig A.-G." in Berlin
12.07.1920 Den Namen "Schultheiss-Patzenhofer Brauerei-A.-G." erh├Ąlt die Gesellschaft durch Beschlu├č der Hauptversammlung vom 12. Juli 1920 bei der Vereinigung mit der "Patzenhofer Brauerei A.-G.", Berlin.
1920 Fusion mit der "Patzenhofer Brauerei A.-G." in Berlin und ├änderung der Firma in "Schultheiss-Patzenhofer Brauerei-Aktiengesellschaft". Die Patzenhofer-Brauerei AG galt bis dahin als einer der gr├Â├čten Konkurrenten von Schultheiss. Die "Schultheiss-Patzenhofer AG" steigt durch den Zusammenschlu├č zur gr├Â├čten Lagerbrauerei der Welt auf.
1925/26 Bau einer Ladehalle und Aufstockung der Flaschenkellerei
1925/27 Bau eines Flaschenkellereigeb├Ąudes
1925/27 Bau eines Maschinen- und Kesselhauses mit Generatorhaus
1928 Kesselhauserweiterung
27.01.1938 Umfirmierung aus "Schultheiss-Patzenhofer Brauerei-A.-G." in "Schultheiss-Brauerei Aktiengesellschaft"
30.03.1938 Eintragung unter der Firma "Schultheiss-Brauerei Aktiengesellschaft"
01.05.1938 Die Brauerei wird zum zweiten Male als "Nationalsozialistischer Musterbetrieb" ausgezeichnet.
1939-1940 Ver├Ąu├čerung eines kleinen wesensfremden Unternehmens.
01.05.1939 Die Brauerei wird zum dritten Male als "Nationalsozialistischer Musterbetrieb" ausgezeichnet.
01.07.1939 Das Gesch├Ąftshaus der Hauptverwaltung in der Roonstra├če wird bei der Neugestaltung Berlins in Anspruch genommen. Die Gesellschaft errichtet einen Neubau am Kaiserdamm, der am 1. Juli 1939 bezogen wird.
1941-1942 Erh├Âhung der Beteiligungen von RM 3.800.000,00 auf RM 10.900.000,00 durch Interessenahme an einem Hotel-Unternehmen und Erwerb einer Brauerei nebst M├Ąlzerei sowie einer Gastst├Ątte in Posen.
22.01.1942 Laut Aufsichtsratsbeschlu├č vom 22. Januar 1942 Kapitalberichtigung gem├Ą├č DAV vom 12. Juni 1941 um 20 % = RM 8.280.000,00 auf Stammaktien und RM 3.000.000,00 auf Vorzugsaktien auf zusammen RM 67.680.000,00. Der zur Berichtigung erforderliche Betrag wird aufgebracht durch Zuschreibungen zum Anlageverm├Âgen auf Lagerf├Ąsser und Bottiche mit RM 2 Mill., auf Maschinen und maschinelle Anlagen mit RM 5 Mill., durch Zuschreibungen zum Umlaufverm├Âgen auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe Reichsmark 1.4 Mill., auf halbfertige Erzeugnisse, fertige Erzeugnisse, Waren RM 600.000,00, auf Forderungen auf Grund von Lieferungen und Leistungen RM 280.000,00, auf Darlehn und sonstige Forderungen RM 2 Mill. Der Betrag f├╝r die Pauschsteuer und f├╝r die Zuweisung zur gesetzlichen R├╝cklage mit je RM 1.128.000,00- wird dem Gewinn des abgelaufenen Gesch├Ąftsjahres entnommen.
20.02.1943 Letzte ordentliche Hauptversammlung bis 1943/44
1946 Die im Ostteil Berlins befindlichen Abteilungen werden sequestriert und unter Treuhandverwaltung gestellt.
1948 Die unterg├Ąrige Abteilung der Versuchs- und Lehrbrauerei (Seestra├če) wird stillgelegt. Die Abteilung NW von Schultheiss ├╝bernimmt die Produktion im Lohnbrauverfahren.
1949 Die im Ostteil Berlins befindlichen Abteilungen werden enteignet und als "VEB Schultheiss-Brauerei" fortgef├╝hrt.
1951 ├ťbernahme der Feldschl├Â├čchen-Brauerei, Minden
1954 ├ťbernahme der "Engelhardt-Brauerei AG" und der "Malzbierbrauerei Groterjan AG" sowie die "L├Âwenbrauerei - B├Âhmisches Brauhaus AG", alle in Berlin
1955 Die Hochschul-Brauerei beginnt nach zw├Âlfj├Ąhriger Pause wieder mit der Bierherstellung. Das Lohnbrauverfahren bei Schultheiss wird beendet.
1959 Die im Ostteil Berlins befindliche, 1949 verstaatlichte "VEB Schultheiss-Brauerei" wird mit dem "VEB Berliner B├╝rgerbr├Ąu", dem "VEB Berliner Kindl-Brauerei", dem "VEB Engelhardt-Brauerei" und dem "VEB B├Ąrenquell" zum "VEB Berliner Brauereien" vereinigt.
1969 Die im Ostteil Berlins befindlichen Teile der ehemaligen "VEB Schultheiss-Brauerei" gehen mit den "VEB Berliner Brauereien" im "VEB Getr├Ąnkekombinat Berlin" auf.
1972 Die Schultheiss-Brauerei schlie├čt sich mit der 1873 gegr├╝ndeten "Dortmunder Union-Brauerei AG" zusammen
1988 Der Zusammenschlu├č der Schultheiss-Brauerei mit der "Dortmunder Union-Brauerei AG" firmiert nunmehr als "Brau und Brunnen AG". Sie geh├Ârt mehrheitlich zur HypoVereinsbank, M├╝nchen.
1990 Schlie├čung der Niederlassung Minden (ex Feldschl├Â├čchen)
2004 Die "Brau und Brunnen AG" (bisher mehrheitlich im Besitz der HypoVereinsbank, M├╝nchen) wird an die Bielefelder Oetker-Gruppe ver├Ąu├čert.
2005 Der f├╝hrende deutsche Bierhersteller Dr. Oetker will 2005 zwei Gro├čbrauereien (Brinkhoff in Dortmund und Kindl in Berlin) schlie├čen. Mit dem Abbau von 450 Stellen soll "Brau und Brunnen" saniert werden. Bei DAB in Dortmund und bei Schultheiss in Berlin sollen 50 Mio Euro investiert werden.




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Bier 1884 [MAN-Dampfmaschinenliste] 1900 [Reichs-Adre├čbuch (1900)]  




Betriebene Dampfmaschinen

Bezeichnung Bauzeit Hersteller
Dampfmaschine 1884 Maschinenfabrik Augsburg AG
Dampfmaschine 1885 Maschinenfabrik Augsburg AG
Dampfmaschine 1891 Maschinenfabrik Augsburg AG
Dampfmaschine 1907? Maschinenfabrik Augsburg-N├╝rnberg AG




Firmen-Änderungen, Zusammenschüsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1891 Nebenwerk danach Malzfabrik F├╝rstenwalde, alte M├Ąlzerei mit ├ťbernahme von Tivoli
1914 Anschlu├č (Namensverlust) zuvor Berliner Unions-Brauerei Actiengesellschaft  
1891 Anschlu├č (Namensverlust) zuvor Berliner Brauerei-Gesellschaft Tivoli  
1881 Nebenwerk danach Schultheiss' Brauerei AG, Malzfabrik Pankow  
1896 Anschlu├č (Namensverlust) zuvor Brauerei zum Waldschl├Â├čchen Akt.-Ges.  
1951 Anschlu├č (Namensverlust) danach Aktienbrauerei Feldschl├Âsschen Feldschl├Â├čchen zu Schultheiss
1917 Anschlu├č (Namensverlust) zuvor Spandauer Berg-Brauerei vorm. C. Bechmann  
1920 Zusammenschlu├č, neuer Name danach Aktien-Brauerei-Gesellschaft Friedrichsh├Âhe vorm. Patzenhofer zur "Schultheiss-Patzenhofer AG"
1919 Anschlu├č (Namensverlust) zuvor Brauerei Pfefferberg, vorm. Schneider & Hillig Actien-Gesellschaft  
1938 Umbenennung zuvor Schultheiss-Patzenhofer Brauerei  
1920 Zusammenschlu├č, neuer Name danach Schultheiss-Patzenhofer Brauerei  
1910 Anschlu├č (Namensverlust) zuvor Brauerei Pfeifferhof, Carl Scholtz  
1898 Anschlu├č (Namensverlust) zuvor Borussia-Brauerei Otto Hewald  




Allgemeines

ZEIT1943
THEMAOrgane und Kapital der Gesellschaft
TEXTVorstand: Regierungsrat a. D. Rudolf Wienbeck, Berlin, Vorsitzer; Franz Enderle, Berlin; Walter Nadohry, Berlin; Dr. Walter Klein, Berlin; Dr. Bernhard Scheublein, Berlin. Abteilungsleiter: Erhard Wilke, Abteilung I; Otto Wudtke, Abteilung II; Hans Pasche, Abteilung III; Ernst Braun, Abteilung IV; Richard B├Âhme, Abteilung V; Erich Blomert, Abteilung Nordost; Carl Heinrich Ciaassen, Abteilung Nordwest; Dr. Alfred Fischer, Abteilung Spandau; Ernst Gerloff, Abteilung Hindenburg; Joachim von Scheven, Abteilung Oppeln; Ernst Gerloff, Abteilung Hindenburg; Fritz Vontura, Abteilung- Beuthen. Braumeister: Betriebsdirektor Josef Dettenhofer, Hauptverwaltung; Georg Krammel, Abteilung I; Ludwig Keller, Abteilung II; Joseph J. Sautner, Abteilung III; Karl Gruber, Abteilung IV; Ludwig Moser, Abteilung V; Ludwig Ruf, Abteilung Nordost; Carl Wenninger, Abteilung Nordwest; Karl Sterzbach, Abteilung Spandau; Franz Hei├č, Abteilung Hindenburg; Alexander T├Ânsmann, Abteilung Oppeln; Herbert Eber, Abteilung Beuthen. Aufsichtsrat: Friedrich Reinhart, Preu├čischer Staatsrat, Pr├Ąsident der Gauwirtschaftskammer Berlin - Brandenburg, Berlin, Vorsitzer; Johannes Kiehl, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, - Berlin, stellv. Vorsitzer; Ernst Kuhlmay, Senator des deutschen Braugewerbes, Berlin, stellv. Vorsitzer; Dr. Hans Schippel, Vorstandsmitglied der Dresdner Bank, Berlin, stellv. Vorsitzer; Joseph Frisch, Bankier, Stuttgart; Dr. e. h. Dr. Bernhard Grund, i. Fa. Bernh. Jos. Grund, K├Ânigl. Schwedischer Generalkonsul, Breslau; Dr. Hermann Heyers, Rechtsanwalf, Berlin, Dr. Fritz Koppe, Rechtsanwalt, Berlin; Dr. Robert Schoepf, Vorstandsmitglied der Metallgesellschaft A.-G., Frankfurt (Main); Dr. Eduard von Schwartzkoppen, Rechtsanwalt, Syndikus der Berliner Handels-Gesellschaft, Berlin. Gesch├Ąftsjahr: 1. September bis 31. August. Hauptversammlung (Stimmrecht): je nom. RM 100,00 Stammaktien 1 Stimme, je nom. RM 100,00 Vorzugsaktien 1 Stimme. Reingewinn-Verwendung: Der durch die Bilanz nach Vornahme ordnungsm├Ą├čiger Abschreibungen, Wertberichtigungen, R├╝ckstellungen und R├╝cklagen (einschlie├člich Einstellung in die gesetzliche R├╝cklage und des Gewinnvortrages auf neue Rechnung) sich ergebende Reingewinn ist in nachstehender Reihenfolge zu verwenden: 1. Ein vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats vorzuschlagender Betrag ist der "Wohlfahrtsf├╝rsorge der Schultheiss-Brauerei Aktiengesellschaft in B&rlin E. V." f├╝r die Gefolgschaft zuzuweisen; 2. 15 % des Jahresgewinnes, welcher einem Stammaktienkapital von RM 21.6 Mill. im Verh├Ąltnis zum gesamten Stammaktienkapital entspricht, sind zur Auszahlung als Gewinnbeteiligung an die Gefolgschaft nach n├Ąherer Bestimmung des Vorstandes mit Zustimmung des Aufsichtsrats zu verwenden; 3. alsdann sind, und zwar verh├Ąltnism├Ą├čig entsprechend den jeweilig am Ende eines Gesch├Ąftsjahres sich ergebenden Nennbetr├Ągen, auf die Vorzugsaktien eine Dividende bis zu 5 %, auf die Genu├čscheine eine Dividende bis zu 6 % dieser Nennbetr├Ąge sowie etwaige r├╝ckst├Ąndige Dividenden auszuzahlen; 4. die Hauptversammlung kann auf Antrag des Vorstandes mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Verwendung eines Teiles des Reingewinns zu sonstigen au├čerordentlichen R├╝cklagen beschlie├čen; 5. von dem verbleibenden Betrag des Reingewinns ist ein Zehntel zur Tilgung der Genu├čscheine zu verwenden; 6. der Rest des Reingewinns ist, soweit nicht die Hauptversammlung eine andere Verwendung, insbesondere zu einer st├Ąrkeren Tilgung der Genu├čscheine, beschlie├čt, abz├╝glich des an den Aufsichtsrat flie├čenden. Gewinnanteils unter die Stammaktion├Ąre zu verteilen. Grundkapital: nom. RM 49.680.000,00 Stammaktien in 47 060 St├╝cken zu je RM 1.000,00 (Nr. l - 36000, zw. 36001 - 49680), 26 200 St├╝cken zu je RM 100,00 (Nr. zw. 36001 - SO 000), nom. RM 18.000.000,00 Vorzugsaktien in 17 839 St├╝cken zu je RM 1.000,00 (Nr. zw. 1 - 18000), l 310 St├╝cken zu je RM 1QO,00; Summe: RM 67.680.000,00 Au├čerdem bestehen RM 1.000.000,00 Genu├čscheine in 1000 St├╝cken zu je RM 1.000,00, die in der Bilanz nicht ausgewiesen sind. Besondere Rechte: Die RM 18.000.000,00 Vorzugsaktien befinden sich im Bank- und Privatbesitz und erhalten aus dem verteilbaren Reingewinn im gleichen Range mit den Inhabern der Genu├čscheine mit Vorzugsrecht vor den Stammaktien f├╝r jedes Gesch├Ąftsjahr - f├╝r 1931/32 hinsichtlich der am 1. August 1932 eingezahlten 75 % des Nennbetrages anteilig vom 1. August 1932 an - eine Dividende bis zu 5 % des Nennbetrages der Vorzugsaktien; dar├╝ber hinaus steht ihnen ein Anteil am Gewinn nicht zu. Reicht in einem Gesch├Ąftsjahr der verteilbare Reingewinn zur Zahlung dieser bevorrechtigten Dividende von 5 % nicht aus, so ist das Fehlende auf die Vorzugsaktien und die Genu├čscheine nach Verh├Ąltnis der jeweiligen Nennbetr├Ąge aus dem Reingewinn der folgenden Gesch├Ąftsjahre nachzuzahlen. Diese Nachzahlung ist auf die Dividendenscheine der Vorzugsaktien nach der Reihenfolge der Gesch├Ąftsjahre zu leisten. Bei Abwicklung der Gesellschaft erhalten die Inhaber der Vorzugsaktien vor denen der Stammaktien Befriedigung bis zur H├Âhe von 5/6 des Nennbetrages der Vorzugsaktien, wobei auf insgesamt je RM 1.200,00 Nennbetrag ein Auszahlungsbetrag von je RM 1.000,00 entf├Ąllt. Jeder Inhaber von Vorzugsaktien ist berechtigt, durch eine mit einmonatiger Frist f├╝r Ende Februar bzw. Ende August jeden Jahres abzugebende Erkl├Ąrung gegen├╝ber der Gesellschaft die Umwandlung seiner Vorz.-Akt. in Stammaktien, und zwar beide mit Dividendenscheinen f├╝r das laufende Gesch├Ąftsjahr, zu verlangen. Das Verlangen ist nur zul├Ąssig f├╝r volle Betr├Ąge von RM 100.000,00. Die Inhaber der zur Zeit noch RM l 000.000,00 Genu├čscheine erhalten im gleichen Range mit den Inhabern der Vorzugsaktien mit Vorzugsrecht vor den Stammaktien f├╝r jedes Gesch├Ąftsjahr eine Dividende bis zu 6% des Nennbetrages; dar├╝ber hinaus steht ihnen ein Anteil am Gewinn nicht zu. Bei Ausf├Ąllen ist die Dividende in der gleichen Weise nachzuzahlen wie die der Vorzugsaktien. Diese Nachzahlung ist auf die Dividendenscheine der Genu├čscheine nach der Reihenfolge der Gesch├Ąftsjahre zu leisten. Am Abwicklungserl├Âs gew├Ąhren die Genu├čscheine keinen Anteil. Sie sind aus dem Reingewinn zu tilgen, und zwar ist zur Tilgung ein Zehntel desjenigen Reingewinns zu verwenden, welcher laut Satzung nach Ma├čgabe der in dem Absatz ├╝ber den Reingewinn angegebenen Verteilung f├╝r die Berechnung dieser. Tilgungsquote verbleibt, wobei der Gesellschaft eine st├Ąrkere Tilgung, wiederum aus dem Reingewinn, vorbehalten ist. Die Tilgung geschieht durch Auslosung in der Weise, da├č soviel St├╝cke ausgelost werden,, als der f├╝r Tilgung der Genu├čscheine in Betracht kommende Teil des Reingewinns ein Vielfaches von RM 1.000,00 ausmacht. Die Auslosung hat zu gerichtlicher oder notarischer Niederschrift unverz├╝glich nach der ordentlichen Hauptversammlung zu erfolgen. Au├čer dem Tilgungsbetrag erhalten die ausgelosten St├╝cke eine Verzinsung von 6 % des Nennbetrages vom Beginn des zur Zeit der Auslosung laufenden Gesch├Ąftsjahres an bis zum Tage der Verlegung, sp├Ątestens bis zum Ablauf eines Monats nach der Bekanntmachung der Auslosung. F├╝r die Rechte der Genu├čscheininhaber auf Reingewinn und Tilgungsquote sind die Beschl├╝sse der Hauptversammlung der Gesellschaft ma├čgebend. Beschl├╝sse der Hauptversammlung ├╝ber Kapitalerh├Âhung, Satzungs├Ąnderung und Kapitalherabsetzung sowie Beschl├╝sse, welche die Aufl├Âsung der Gesellschaft zum Gegenstand oder zur Folge haben, bed├╝rfen, soweit hierdurch die Rechte der Genu├čscheine beeintr├Ąchtigt werden, im Verh├Ąltnis der Genu├čscheininhaber zur Gesellschaft der Zustimmung einer Hauptversammlung der Genu├čscheininhaber mit einer Mehrheit von drei Viertel des vertretenen Genu├čscheinkapitals. Grundkapital: nom. RM 49.680.000,00 Stammaktien in 47 060 St├╝cken zu je RM 1.000,00 (Nr. l - 36000, zw. 36001 - 49680), 26 200 St├╝cken zu je RM 100,00 (Nr. zw. 36001 - SO 000), nom. RM 18.000.000,00 Vorzugsaktien in 17 839 St├╝cken zu je RM 1.000,00 (Nr. zw. 1 - 18000), l 310 St├╝cken zu je RM 100,00. RM 67.680.000,00. Au├čerdem bestehen RM 1.000.000,00 Genu├čscheine in 1000 St├╝cken zu je RM 1.000,00, die in der Bilanz nicht ausgewiesen sind. Besondere Rechte: Die RM 18.000.000,00 Vorzugsaktien befinden sich im Bank- und Privatbesitz und erhalten aus dem verteilbaren Reingewinn im gleichen Range mit den Inhabern der Genu├čscheine mit Vorzugsrecht vor den Stammaktien f├╝r jedes Gesch├Ąftsjahr - f├╝r 1931/32 hinsichtlich der am 1. August 1932 eingezahlten 75 % des Nennbetrages anteilig vom 1. August 1932 an - eine Dividende bis zu 5 % des Nennbetrages der Vorzugsaktien; dar├╝ber hinaus steht ihnen ein Anteil am Gewinn nicht zu. Reicht in einem Gesch├Ąftsjahr der verteilbare Reingewinn zur Zahlung dieser bevorrechtigten Dividende von 5 % nicht aus, so ist das Fehlende auf die Vorzugsaktien und die Genu├čscheine nach Verh├Ąltnis der jeweiligen Nennbetr├Ąge aus dem Reingewinn der folgenden Gesch├Ąftsjahre nachzuzahlen. Diese Nachzahlung ist auf die Dividendenscheine der Vorzugsaktien nach der Reihenfolge der Gesch├Ąftsjahre zu leisten. Bei Abwicklung der Gesellschaft erhalten die Inhaber der Vorzugsaktien vor denen der Stammaktien Befriedigung bis zur H├Âhe von 5/6 des Nennbetrages der Vorzugsaktien, wobei auf insgesamt je RM 1.200,00 Nennbetrag ein Auszahlungsbetrag von je RM 1.000,00 entf├Ąllt. Jeder Inhaber von Vorzugsaktien ist berechtigt, durch eine mit einmonatiger Frist f├╝r Ende Februar bzw. Ende August jeden Jahres abzugebende Erkl├Ąrung gegen├╝ber der Gesellschaft die Umwandlung seiner Vorz.-Akt. in Stammaktien, und zwar beide mit Dividendenscheinen f├╝r das laufende Gesch├Ąftsjahr, zu verlangen. Das Verlangen ist nur zul├Ąssig f├╝r volle Betr├Ąge von RM 100.000,00. Die Inhaber der zur Zeit noch RM l.000.000,00 Genu├čscheine erhalten im gleichen Range mit den Inhabern der Vorzugsaktien mit Vorzugsrecht vor den Stammaktien f├╝r jedes Gesch├Ąftsjahr eine Dividende bis zu 6% des Nennbetrages; dar├╝ber hinaus steht ihnen ein Anteil am Gewinn nicht zu. 2) Von den durch die Banken angekauften Aktien nom. RM 14.567.800,00 ├╝bernahmen die Banken RM 12.000.000,00 gegen Aufrechnung von Forderungen in gleicher H├Âhe, die von der Einziehung bzw. Zusammenlegung ausgenommen waren. Bei Ausf├Ąllen ist die Dividende in der gleichen Weise nachzuzahlen wie die der Vorzugsaktien. Diese Nachzahlung ist auf die Dividendenscheine der Genu├čscheine nach der Reihenfolge der Gesch├Ąftsjahre zu leisten. Am Abwicklungserl├Âs gew├Ąhren die Genu├čscheine keinen Anteil. Sie sind aus dem Reingewinn zu tilgen, und zwar ist zur Tilgung ein Zehntel desjenigen Reingewinns zu verwenden, welcher laut Satzung nach Ma├čgabe der in dem Absatz ├╝ber den Reingewinn angegebenen Verteilung f├╝r die Berechnung dieser. Tilgungsquote verbleibt, wobei der Gesellschaft eine st├Ąrkere Tilgung, wiederum aus dem Reingewinn, vorbehalten ist. Die Tilgung geschieht durch Auslosung in der Weise, da├č soviel St├╝cke ausgelost werden,, als der f├╝r Tilgung der Genu├čscheine in Betracht kommende Teil des Reingewinns ein Vielfaches von RM 1.000,00 ausmacht. Die Auslosung hat zu gerichtlicher oder notarischer Niederschrift unverz├╝glich nach der ordentlichen Hauptversammlung zu erfolgen. Au├čer dem Tilgungsbetrag erhalten die ausgelosten St├╝cke eine Verzinsung von 6 % des Nennbetrages vom Beginn des zur Zeit der Auslosung laufenden Gesch├Ąftsjahres an bis zum Tage der Verlegung, sp├Ątestens bis zum Ablauf eines Monats nach der Bekanntmachung der Auslosung. F├╝r die Rechte der Genu├čscheininhaber auf Reingewinn und Tilgungsquote sind die Beschl├╝sse der Hauptversammlung der Gesellschaft ma├čgebend. Beschl├╝sse der Hauptversammlung ├╝ber Kapitalerh├Âhung, Satzungs├Ąnderung und Kapitalherabsetzung sowie Beschl├╝sse, welche die Aufl├Âsung der Gesellschaft zum Gegenstand oder zur Folge haben, bed├╝rfen, soweit hierdurch die Rechte der Genu├čscheine beeintr├Ąchtigt werden, im Verh├Ąltnis der Genu├čscheininhaber zur Gesellschaft der Zustimmung einer Hauptversammlung der Genu├čscheininhaber mit einer Mehrheit von drei Viertel des vertretenen Genu├čscheinkapitals.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 817]


ZEIT1943
THEMAZweck und Gegenstand des Unternehmens
TEXTGegenstand des Unternehmens: Betrieb des Braugewerbes und aller dazugeh├Ârigen und damit in Zusammenhang stehenden Nebengewerbe. Zu diesem Zweck darf die Gesellschaft Grundst├╝cke erwerben und wieder ver├Ąu├čern, Zweigniederlassungen errichten, bestehende Anlagen pachten, sich durch Kapitaleinlagen oder durch Erwerb von Aktien oder in sonstiger Weise bei anderen, dem gleichen Zweck dienenden Unternehmungen beteiligen oder solche anderen Unternehmungen durch Kauf oder Vereinigung erwerben. Erzeugnisse: Markenbiere: Schultheiss Hell, Schultheiss Dunkel, Schultheiss Deutsches Pilsner, Schultheiss Urbock, Schultheiss Wei├čer Bock, Schultheiss Malzbier (alkoholarm, f├╝r Blutarme und Genesende). Au├čer diesem Malzbier werden in der Berliner Monopol-Brauerei G. m. b. H. "Monopol-Porter", "Monopol-Rauchbier" (nach Gr├Ątzer Art) hergestellt, die den Bieren der Ursprungsst├Ątten im Geschmack in keiner Weise nachstehen.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 817]


ZEIT1943
THEMABesitzverh├Ąltnisse
TEXTGrundbesitz: Die der Gesellschaft geh├Ârenden Grundst├╝cke haben eine Gr├Â├če von 946.638 qm, wovon einschlie├člich Hofraum 849.914 qm bebaut sind. Das Gesamtunternehmen umfa├čt: Hauptverwaltung, Berlin-Charlottenburg 9, Kaiserdamm 49/50; elf in Betrieb befindliche Brauereiabteilungen, und zwar: Abteilung I, Berlin N 58, Sch├Ânhauser Allee 36-39, Abteilung II. Berlin SW 61, Methfesselstra├če 28-48, Abteilung III, Dessau, Brauereistra├če 1/2, Abteilung IV, Berlin-Niedersch├Âneweide, Berliner Stra├če 137, Abteilung V, Breslau, Matthiasstra├če 204-208, Abteilung Nordost, Berlin NO 18, Landsberger Allee 24-27, Abteilung Nordwest, Berlin NW 21, Stromstra├če 11-16, Abteilung Spandau, Berlin-Spandau, Neuendorfer Stra├če 26-29, Abteilung Hindenburg-Oberschlesien, Kronprinzenstra├če 327, Abteilung Oppeln, Marienstra├če 2, Abteilung Beuthen, Hindenburgstra├če 3. Jede dieser Abteilungen, mit Ausnahme von Beuthen und Breslau, verwaltet wieder Niederlagen, von denen Schultheiss 88 besitzt. Das inl├Ąndische Absatzgebiet erstreckt sich im Norden von Wilhelmshayen ├╝ber Cuxhaven, Sylt nach Kiel, sodann ├╝ber die Ostseek├╝ste bis Dievenow. Von hier l├Ąuft die Grenze s├╝d├Âstlich nach Schneidem├╝hl und folgt der alten Landesgrenze bis Z├╝llichau. Die Verl├Ąngerung in s├╝dwestlicher Richtung wird durch die Niederlausitz und Th├╝ringen, die westliche durch die Provinzen Hannover, Sachsen und Braunschweig gebildet. Im S├╝dosten ist Oberschlesien und das Stadtgebiet Breslau erfa├čt. Schultheiss verf├╝gt ├╝ber 77 eigene, von erprobten Vertretern des Gastwirtsgewerbes bewirtschaftete Ausschankst├Ątten. Die Gesellschaft verf├╝gt ├╝ber sechs eigene Malzfabriken, und zwar in Sch├Âneberg (von Schultheiss erbaut), Pankow, F├╝rstenwalde-Spree, Frankfurt-Oder, Strehlen und Gro├č-Strehlitz, au├čerdem ├╝ber den Besitz der Berliner Monopol-Brauerei G. m. b. H. und der Eberswalder Brauerei-Aktiengesellschaft; sie ist weiter an den nachstehend unter "Wertpapiere und Beteiligungen" aufgef├╝hrten Brauereiunternehmungen beteiligt. Stillgelegte Betriebe: Abteilung VI, Berlin SW 29, Hasenheide 22-31, Brauerei und M├Ąlzerei; die Abteilung ist stillgelegt, zum Teil gr├Â├čere R├Ąume vermietet. Abteilung S├╝dwest, Berlin SW 29, Fidicinstra├če 2/3, Brauerei; der Betrieb ist stillgelegt, teilweise vermietet. Abteilung Norden, Berlin N 65, Schulzendorfer Stra├če 10/11, Chausseestr. 64, Brauerei; der Betrieb ist stillgelegt, das Grundst├╝ck ist vermietet. Aus den folgenden zusammengestellten Zahlen ergibt sich ein Bild vom Umfang des technischen Betriebes der Gesellschaft: Aus einer Million Zentner Gerste werden in eigenen M├Ąlzereien j├Ąhrlich ungef├Ąhr 750.000 Zentner Malz auf 40 000 Quadratmeter Tennenfl├Ąche hergestellt. Dem gleichen Zweck dienen 56 Keimtrommeln mit einem Fassungsraum von 100 bis 250 Zentnern pro Trommel. Au├čerdem werden allj├Ąhrlich gro├če Mengen fertiger Malze gekauft. Das Malz wird auf 75 Hordendarren auf einer Hordenfl├Ąche von 5000 Quadratmetern gedarrt und auf 25 Sudwerken verbraut, die imstande sind, t├Ąglich bis zu 22 000 Hektoliter Bierw├╝rze herzustellen. Die G├Ąrbottiche haben einen Inhalt von je 40 bis 600 Hektolitern, die G├Ąrkeller einen Fassungsraum von 180.000 Hektolitern. ├ťber 240000 St├╝ck Transportf├Ąsser stehen zur Verf├╝gung; die t├Ągliche Leistung des Flaschenkellers betr├Ągt etwa 1000000 Flaschen. 117 eigene Eisenbahnwaggons und 276 Lastautomobile einschlie├člich Zugmaschinen mit 159 Anh├Ąngern vermitteln den Vertrieb einschlie├člich der Niederlagen. 40 Personenkraftwagen (Ziffern des Vorkriegsbestandes vom 31. August 1939). Aus den Brauereiabteilungen und den Niederlagen bedienen fast 1000 Gespanne die Kundschaft. Die Ausdehnung des Unternehmens setzt nat├╝rlich gro├če Betriebskr├Ąfte voraus: 57 Dampfkessel von 6 bis 32 Atm. mit einer Gesamtheizfl├Ąche von 7.800 qm liefern die notwendige W├Ąrme und den Betriebsdampf f├╝r 35 Dampfmaschinen mit insgesamt 10000 PS; 60 Ammoniakkompressoren mit zusammen 12.000.000 Kalorien st├╝ndlicher Leistung erzeugen die K├Ąlte f├╝r die ausgedehnten Kellereien zur Abk├╝hlung der W├╝rze und verm├Âgen t├Ąglich nebenher bis zu 10.000 Zentnern Kunsteis herzustellen; K├╝hlleitungsrohre, die bestimmt sind, die Kellertemperatur indirekt auf ungef├Ąhr 0 Grad zu erhalten, haben eine Gesamtl├Ąnge von 300 km, w├╝rden also von Berlin bis nach Breslau reichen. Au├čerdem verf├╝gt die Brauerei ├╝ber 8 Dieselmotoren mit 1500 PS, ferner ├╝ber 34 Gleichstromdynamos mit 4000 Kilowatt und 6 Drehstromdynamos mit 3500 Kilowatt Leistung. 20 Akkumulatorenbatterien und 2.000 Motoren vervollst├Ąndigen und verteilen die erzeugten Kr├Ąfte. Umfangreiche Laboratoriumseinrichtungen und ein kleines Versuchssudwerk dienen Zwecken eingehender Versuche zur richtigen Auswahl und Verwendung der Rohstoffe, zur Sicherstellung des Betriebes und zur Erzielung eines dauernd gleichm├Ą├čigen hochwertigen Erzeugnisses. F├╝r die Wohlfahrt ihrer Belegschaft hat die Gesellschaft durch zahlreiche Einrichtungen weitgehend Sorge getragen. Produktionsf├Ąhigkeit: 4.500.000 hl Bier.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 817]


ZEIT1943
THEMABeteiligung an folgenden Unternehmens
TEXTWertpapiere und Beteiligungen (s.d.): 1. Breslauer Actien-Malzfabrik, Breslau, Beteiligung: 96%; 2. Eberswalder Brauerei Act.-Ges., Eberswalde, Beteiligung: 100%. 3. Haase-Brauerei G. m. b. H., Breslau, Beteiligung: 70 % = nom. RM 2.450.000,00; 4. Weitere Beteiligungen: Berliner Monopol-Brauerei G. m. b. H., Berlin. Kapital: RM 50.000,00. Beteiligung: 100%. Deutsche Vitamin-Hefe G. m. b. H., M├╝nchen. Kapital: RM 200.000,00. Beteiligung: 50%. Grundst├╝cksverwertungs-Ges. Kaiserallee 219/220 m. b. H., Berlin. Kapital: Reichsmark 100.000,00. Beteiligung: 50%. Gleiwitzer Biervertriebs-G. m. b. H., Gleiwitz. Kapital: RM 20.000,00. Beteiligung: 51 %. Brieger Brauhaus G. m. b. H., Brieg. Kapital: RM 375.000,00. Beteiligung: 25%. Hugger Brauerei G. m. b. H., Posen. Kapital: RM 3.500.000,00. Beteiligung: 94%. Hotel Ostland G. in. b. H., Posen. Kapital: RM 2.500.000,00. Beteiligung: 92 %. Buchwert der Beteiligungen: RM 10.886.798,59. Buchwert der Wertpapiere: RM 25.274.587,03.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 817]