Bavaria-St. Pauli-Brauerei

Allgemeines

FirmennameBavaria-St. Pauli-Brauerei
OrtssitzHamburg
StraßeHopfenstr. 15
Postleitzahl20359
Art des UnternehmensBrauerei
Anmerkungen--> [Hoppenstedt] Entstanden 1922 aus "Bavaria-Brauerei" und "Actien-Brauerei Hamburg" (s.d.); siehe auch: Abt. Harburg. Um 1943: "Bavaria- und St. Pauli-Brauerei". Um 2004: Postfach 302820, 20302 Hamburg. Adresse (1943): Hamburg 4, Taubenstr. l.
Quellenangaben[MAN-Dampfmaschinenliste (19.06.1929)] [Handbuch Akt.-Ges. (1943) 625] Wikipedia




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
11.05.1897 GrĂŒndung als Aktiengesellschaft unter der Firma "Bavaria-Brauerei" mit einem Grundkapital von M 2.500.000,00
1917 Erwerb der Exportbrauerei Elmshorn und der Rantzauer Schloßbrauerei, Barmstedt.
1918 Übernahme der BĂŒrgerbrĂ€u G. m. b. H., Segeberg
1918 Übernahme der Friesenbrauerei, Altona, einschl. Bahrenfelder Brauerei
1918 Übernahme der Brauerei Scheel in Pinneberg.
1919 Die Löwenbrauerei Hamburg, die die Union-Brauerei besitzt, wird erworben.
1920 Übernahme des Kieler Brauhauses Jacobsen & Co. A.-G. i. L.
1920 Übernahme der Brauerei Hastedt in Harburg
1920 Übernahme der Harburger Aktienbrauerei
1921 Übernahme der BergschlĂ¶ĂŸchen-Brauerei A.-G., Stade
1921 Übernahme der Tivoli-Brauerei, Eidelstedt.
1922 Erwerb der Aktienbrauerei Itzehoe A.-G.
1922 Übernahme der Actien-Bierbrauerei Hamburg einschl. der Actien-Bierbrauerei Marienthal
1922 Übernahme der Brauerei Doornkaat in Norden.
12.06.1922 AnlĂ€ĂŸlich der am 12. Juni 1922 beschlossenen Fusion mit der "Aktien-Bier-Brauerei in Hamburg" wird die Firma "Bavaria- und St. Pauli-Brauerei" angenommen.
1923 Die Brauerei Theodor Fetköter G. m. b. H., Jever, wird ĂŒbernommen.
1923 Die Ostfriesische Aktienbrauerei, Aurich, wird ĂŒbernommen.
12.02.1925 Das bis auf M 45.000.000,00 Stammaktien erhöhte Kapital wird auf RM 9.000.000,00 Stammaktien umgestellt. ZusammenlegungsverhÀltnis: 5:1.
1926-1927 Erwerb der bisher bereits pachtweise betriebenen Brauerei A. WĂŒchner in Oldenburg
1926-1927 Weiterer Ausbau fast aller Betriebsabteilungen in baulicher und technischer Beziehung.
1927-1928 Erwerb von GrundstĂŒcken in Elmshorn und in Sande bei Bergedorf. Das letztere wird zu einer modernen Niederlage mit Eiskeller ausgebaut.
1928-1929 In der Abteilung Jever wird eine neue Picherei erbaut
1928-1929 In einzelnen Niederlassungen werden neue KĂ€ltemaschinen aufgestellt.
1929-1930 Im GeschĂ€ftsbereiche der BetriebsstĂ€tten Oldenburg und Jever werden neue NiederlagsgrundstĂŒcke erworben.
1929-1930 In der Abteilung Bavaria werden zwei neue große Dampfkessel eingebaut
1929-1930 In der Abteilung St. Pauli wird eine neue Dampfmaschine eingebaut.
1931-1932 Stillegung des Betriebes Altona und ÜberfĂŒhrung in die Abteilung St. Pauli zu Hamburg
1931-1932 Im Zusammenhange mit der Stillegung des Altonaer Betriebs: Verlegung des Sitzes der Gesellschaft von Altona nach Hamburg.
1931-1932 Erwerb je eines GrundstĂŒcks in Oldenburg und Schleswig-Holstein.
1933-1934 Erwerb einer Beteiligung.
1935-1936 Erwerb eines volleingezahlten Anteils an der neugegrĂŒndeten "Hof von Oldenburg G. m. b. H." in Jever.
1935-1936 Erwerb eines GrundstĂŒckes in der Provinz. VerĂ€ußerung von 3 kleinen GrundstĂŒcken
1935-1936 Erweiterung und teilweise technische Erneuerung der Harburger BraustÀtte.
1936-1937 Umbau und teilweise Neubau des Sudhauses der BraustÀtte St. Pauli und der BraustÀtte in Harburg
1936-1937 VerĂ€ußerung von zwei kleinen GrundstĂŒcken.
1937-1938 Die in den letzten Jahren begonnenen Erneuerungen und Verbesserungen der BraustÀtten werden fortgesetzt.
1938-1939 Kauf von zwei Wirtschaftsanwesen und eines BaugelĂ€ndes im Stadtgebiet von Harburg; Neubau eines NiederlagengebĂ€udes, Erwerb eines GrundstĂŒckes in Rotenburg und in der Zwangsversteigerung eines unbebauten GrundstĂŒckes in Blankenese. Verkauf eines nicht mehr geeigneten Anwesens. VerĂ€ußerung einer Beteiligung.
1939-1940 Erwerb eines NiederlagengrundstĂŒckes, eines Gastwirtschaftsanwesens, sowie drei anderer GrundstĂŒcke. Ein WirtschaftsgrundstĂŒck und zwei kleine NiederlagengrundstĂŒcke werden verkauft.
1940-1941 Erwerb eines NiederlagengrundstĂŒckes und zweier WohnhĂ€user; zwei fĂŒr Zwecke der Gesellschaft nicht mehr geeignete GrundstĂŒcke werden verĂ€ußert.
1941-1942 Neu erworben werden zwei WohngrundstĂŒcke in Jever, welche als Werkswohnungen Verwendung finden sollen. Ein WirtschaftsgrundstĂŒck wird verĂ€ußert.
1941-1942 In den BrauereigebĂ€uden werden die notwendigsten Arbeiten durchgefĂŒhrt.
1941-1942 Der schon frĂŒher vorgenommene Ankauf eines unbebauten GrundstĂŒckes in Harburg muß wegen der Preisstopverordnung rĂŒckgĂ€ngig gemacht werden.
20.11.1941 Laut Beschluß des Aufsichtsrats vom 20. November 1941 Kapitalberichtigung gemĂ€ĂŸ DAV. um 50 % = RM 4.500.000,00 auf RM 13.500.000,00 mit Wirkung ab 1. Oktober 1941. Der Berichtigungsbetrag einschließlich Pauschsteuer wird aufgebracht durch Zuschreibung zum Anlagevermögen mit RM 1.400.000,00 (davon auf GeschĂ€fts- und WohngebĂ€ude RM 500.000,00, Maschinen und maschinelle Anlagen Reichsmark 360.000,00, LagerfĂ€sser, Lagertanks und Bottiche RM 80.000,00, Betriebs- und GeschĂ€ftsinventar Reichsmark 460.000,00); durch Zuschreibung zum Umlaufvermögen mit RM 3.550.000,00 (davon auf Rohstoffe RM 500.000,00, BierbestĂ€nde RM 500.000,00, Darlehen RM 2.200.000,00, Forderungen RM 350.000,00).
30.09.1942 Bemerkungen zum Abschluß per 30. September 1942: Der Umsatz verringerte sich infolge der Kontingentierung, doch war das Gesamtergebnis befriedigend. ErlĂ€uterungen zur Bilanz: GeschĂ€fts- und WohngebĂ€ude. Neu erworben sind zwei WohngrundstĂŒcke in Jever, die kĂŒnftig als Werkswohnungen benutzt werden sollen. Ein WirtschaftsgrundstĂŒck wurde verĂ€ußert. In den BrauereigebĂ€uden sind die notwendigsten Arbeiten durchgefĂŒhrt worden. Der schon frĂŒher vorgenommene Ankauf eines unbebauten GrundstĂŒckes in Harburg mußte wagen der Preisstopverordnung rĂŒckgĂ€ngig gemacht werden. FĂŒr Betriebs- und GeschĂ€ftsinventar wurden im Berichtsjahr RM 451 943.89 aufgewandt. Der ganze Buchwert in Höhe von RM 911 943.89 wurde bis auf Erinnerungsposten abgeschrieben. Bei den Beteiligungen wurde ein Buchwert berichtigt. Der Wertpapierbestand hat sich gegen das" Vorjahr um RM 2 104815.88 erhöht. Er besteht aus Staatspapieren und betriebsverwandten Industriewerten. FĂŒr bisher noch nicht gelieferte Maschinen sind Anzahlungen in Höhe von RM 375.823,00 geleistet.
15.01.1943 Letzte ordentliche Hauptversammlung bis 1943/44
1990 Die Bavaria-St. Pauli-Brauerei und damit auch das Friesische Brauhaus zu Jever wechseln zur "Gebr. MĂ€rz AG"
1994 Verkauf von der "Gebr. MĂ€rz AG" an die "Brau und Brunnen AG"
1996 Die "Elbschloss-Brauerei GmbH" wird in die "Bavaria-St. Pauli-Brauerei AG" integriert
Febr. 1997 Der Vorstand der "Brau und Brunnen AG" beschließt die Schließung des Hamburger Standortes
01.01.1998 Der Widerstand der Unternehmensleitung, der Belegschaft und des Betriebsrats gegen die Stillegung durch "Brau und Brunnen" fĂŒhrt zum Verkauf der Hamburger BraustĂ€tte an die Freie und Hansestadt Hamburg.
22.12.1998 Die "Holsten-Brauerei AG" erwirbt mit Wirkung vom 22. Dezember das als "Bavaria-St. Pauli-Brauerei GmbH" firmierende Unternehmen.
2003 Schließung und Abriß der GebĂ€ude
2004 Auf dem ehemaligen BrauereigelÀnde werden die drei HochhÀuser "Empire Riverside Hotel", "Astra-Turm" und "Atlantic-Haus" errichtet. Sie bilden zusammen die neue Skyline, auch Hafenkrone genannt, am Hamburger Hafen.




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Bier 1929 [MAN-Dampfmaschinenliste] 1929 [MAN-Dampfmaschinenliste]  




Betriebene Dampfmaschinen

Bezeichnung Bauzeit Hersteller
Dampfmaschine 19.06.1929 Maschinenfabrik Augsburg-NĂŒrnberg AG, Werk NĂŒrnberg




Allgemeines

ZEIT1943
THEMAOrgane und Kapital der Gesellschaft
TEXTVorstand: Otto Glasen, Hamburg; Anton Lindemann, Hamburg; Wilhelm Abrahams, Hamburg, Stellvertreter; Hans Erichsen, Hamburg, Stellvertreter. Braumeister: Abt. Bavaria-St. Pauli: A. Steinsch, A. Wagner; Abt. Uhlenhorst: M. Fischer; Abt. Harburg: B. Weber; Abt. Brauhaus Oldenburg: W. Grabbe; Abt. Jever: E. Böhme. Aufsichtsrat: Hermann Huth, Hamburg, Vorsitzer; Konsul Harry KĂŒhne, stellv. Vorstandsmitglied der Commerzbank Aktiengesellschaft, Hamburg, stellv. Vorsitzer; Generaldirektor i. R. Dr.-Ing. h. c. Albert Bannwarth, Hamburg; Konsul Franz Belitz, MĂŒnchen; Richard Eisenbeiß, Fabrikant, Dresden-Radebeul; Johann HĂ€fker, Hamburg; Karl Keßler, Vorstandsmitglied der Johann Wehrli & Cie. A.-G., ZĂŒrich; Bankdirektor Paul Wittmeyer, Vorstandsmitglied der Vereinsbank in Hamburg, Hamburg. GeschĂ€ftsjahr: 1. Oktober bis 30. September. Hauptversammlung (Stimmrecht): je nom. RM 100,00 Stammaktien l Stimme. Reingewinn-Verwendung: Der aus der Bilanz sich ergebende Reingewinn wird nach ordnungsmĂ€ĂŸigen Abschreibungen wie folgt verwendet: 1. 5% an die gesetzliche RĂŒcklage; 2. bis 4 % Dividende an die AktionĂ€re; 3. 12,5 % als Tantieme an den Aufsichtsrat; 4. RĂŒcklagen fĂŒr Delkredere, Speziaireservefonds usw. nach VorschlĂ€gen des Aufsichtsrats und Vorstands; 5. der verbleibende Rest wird nach Abzug eines Vortrages auf neue Rechnung gleichmĂ€ĂŸig unter sĂ€mtliche AktionĂ€re verteilt, sofern die Hauptversammlung nicht anders beschließt. Grundkapital: nom. RM 13.500.000,00 Stammaktien in 45 000 StĂŒcken zu je RM 200,00 45 000 StĂŒcken zu je RM 100,00 (Nr. 1 - 45000), (Nr. 45001 - 90000).
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 625]


ZEIT1943
THEMAZweck und Gegenstand des Unternehmens
TEXTGegenstand des Unternehmens: Der Betrieb von Brauereien oder im Zusammenhang mit Brauereien stehender Betriebe sowie aller damit zusammenhÀngenden GeschÀfte aller Art. Die Gesellschaft ist berechtigt, weitere Brauereien zu erwerben und Zweigniederlassungen im Inland und Ausland zu errichten.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 625]


ZEIT1943
THEMABesitzverhÀltnisse
TEXTGrundbesitz: 229 840 qm, wovon 54 310 qm bebaut sind. BraustĂ€tten (s.d.): 1. BetriebsstĂ€tte in Altona, Abteilung Bavaria (Stammhaus), stillgelegt. 2. BetriebsstĂ€tte in Hamburg-St. Pauli, Taubenstr. 1 (Abteilung Bavaria-St. Pauli) 3. BetriebsstĂ€tte in Hamburg-Uhlenhorst, Winterhuderweg 78 (Abteilung Uhlenhorst). 4. BetriebsstĂ€tte in Hamburg-Marburg l, Wallstraße 31. 5. BetriebsstĂ€tte in Oldenburg (Oldb.), Ziegelhofstraße 93/95 (Abteilung Brauhaus Oldenburg). 6. BetriebsstĂ€tte in Jever (Oldb.), Elisabethufer (Abteilung Jever). 7. Sonstiger Grundbesitz. GesamtgrĂ¶ĂŸe 186 255 qm, bebaut 19366 qm. GrundstĂŒcke in zahlreichen Orten. - Die LeistungsfĂ€higkeit betrĂ€gt insgesamt 800 000 hl.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 625]