S├╝ddeutsche Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft

Allgemeines

FirmennameS├╝ddeutsche Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft
OrtssitzRegensburg
Postleitzahl930xx
Art des UnternehmensSchiffahrtsgesellschaft
AnmerkungenFirma um 1943: "S├╝ddeutsche Donau-Dampfschiffahrts-Aktiengesellschaft"
Quellenangaben[Reichs-Adre├čbuch (1900) 522] [Uebigau-Referenzliste (1896)] [Handbuch Akt.-Ges. (1943) 3828] [Industrie der Oberpfalz in Wort und Bild (1914) 163]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1880 Die k.k. priv. Eisenbahn Pilsen-Priesen-Komotau (E.P.P.K.) beschlie├čt, in Deggendorf einen Umschlagplatz f├╝r Kohlentransporte nach Wien und Budapest zu errichten, um mit Benuzung des billigeren Wasserweges den Kohlenverkehr aus dem Br├╝x-Komotauer Braunkohlenrevier ├╝ber ihre Linien zu steigern und damit die Rentabilit├Ąt ihres Unternehmens zu heben. Der gleichzeitig geplante Abschlu├č eines Transportvertrages mit der "Ersten k.k. priv. Donau-Dampschifffahrt-Gesellschaft" an den zu hohen Schiffsfrachts├Ątzen dieser Gesellschaft scheitert jedoch.
nach 1880 Nach dem Scheitern der der Verhandlungen mit der "Ersten k.k. priv. Donau-Dampfschiffahrt-Gesellschaft" beschlie├čt die "k.k. priv. Eisenbahn Pilsen-Priesen-Komotau" (E.P.P.K.) die Durchf├╝hrung der Schiffstransporte in eigene Regie und gibt einen Remork├Âr und 14 Holzk├Ąhne in Bau
26.07.1882 Gegr├╝ndet unter der Firma "S├╝ddeutsche Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft" mit Sitz in M├╝nchen durch Erteilung der bayerischen Schiffahrtkonzession
20.03.1883 Die "k.k. priv. Eisenbahn Pilsen-Priesen-Komotau" (E.P.P.K.) er├Âffnet die Schiffahrt auf der Donau
Juli 1884 Die Hoffnungen, die man bei der "k.k. priv. Eisenbahn Pilsen-Priesen-Komotau" auf den 1883 er├Âffneten Schifffahrtbetrieb gesetzt hat, erweisen sich jedoch in der Folge als tr├╝gerisch, und bei der im Juli 1884 durchgef├╝hrten Verstaatlichung der Bahn werden die Deggendorfer Umschlagsanlage und der Schiffspark von der k. k. ├Âsterreichischen Regierung nicht ├╝bernommen.
1884-1886 Die sodann im Besitz der Baufirma A. Lana, Prag, befindliche ehemalige Schiffahrtsunternehmung der 1884 verstaatlichten "k.k. priv. Eisenbahn Pilsen-Priesen-Komotau" und als "S├╝ddeutsche Donau-Dampfschiffahrt-Gesellschaft Deggendorf" weitergef├╝hrte Reederei f├╝hrt bis Ende 1886 ein k├╝mmerliches Dasein
Ende 1886 Die "S├╝ddeutsche Donau-Dampfschiffahrt-Gesellschaft Deggendorf" wird von der Berliner Handelsgesellschaft um 400.000 Mark erworben, nachdem F├╝rst Bismarck f├╝r die Errichtung einer deutschen Donauschiffahrt eingetreten war.
07.12.1888 Die "S├╝ddeutsche Donau-Dampfschiffahrt-Gesellschaft Deggendorf" wird in eine Aktiengesellschaft mit 1.000.000 Mark Kapital umgewandelt. Das erm├Âglicht wohl die Aufnahme eines regelm├Ą├čigen Frachtverkehrs zwischen Wien und Budapest mit periodischen Fahrten nach Bayern, doch bleiben auch in der n├Ąchsten Zeit die Betriebsergebnisse dauernd ung├╝nstige.
1895 Die Gesellschaft ├╝bernimmt s├Ąmtliche Aktiven der "Drau-Dampfschiffahrt-Unternehmung Schenker & Co., A. Henry" gegen M 1.307.000,00 Aktien al pari. - Diese Fusionierung bringt eine dauernde Sanierung: Der Schiffpark wird durch zahlreiche Neubauten sowie durch Absto├čen der veralteten Holzschlepper leistungsf├Ąhiger gestaltet; die Mittel hierf├╝r werden durch Verdoppelung des Aktienkapitals sowie durch Ausgabe von Obligationen im Betrage von 2.000.000 Mark beschafft. - Die folgenden Jahre bringen denn auch, abgesehen von den unvermeidlichen Konjunkturschwankungen, eine stete Besserung der Betriebsergebnisse.
1898 Vertragsabschlu├č mit der "Navigation Fluviale Roumaine". Er erm├Âglicht der "S├╝ddeutschen Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft" die Aufnahme des G├╝terverkehrs nach der unteren Donau und die Festsetzung direkter Tarife nach den rum├Ąnischen Umschlag- und Eisenbahnstationen
1904 Die deutschen Eisenbahnverwaltungen gew├Ąhren erm├Ą├čigte, speziell nur nach den gesellschaftlichen Stationen in Bayern g├╝ltige Sondertarife, die eine intensive F├Ârderung des deutschen Exports bezwecken.
1905 Erh├Âhung des Aktienkapitals auf 3.000.000 Mark
1909 Durch die gesellschaftlichen Fahrzeuge wurden von Regensburg 29.522 t zu Tal bef├Ârdert
01.01.1910 S├Ąmtliche gesellschaftliche Aktien der "S├╝ddeutschen Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft" gehen durch Kauf in den Besitz der ├Âsterreichischen Regierung ├╝ber [vergl. 1911]. Obgleich die deutschen Eisenbahnverwaltungen diesen Anla├č dazu benutzen, die 1904 gew├Ąhrten Sondertarife zu k├╝ndigen, wendet die "S├╝ddeutsche" auch weiterhin der F├Ârderung des deutschen Donauexports ein reges Augenmerk zu.
1911 Die Aktien der "S├╝ddeutschen Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft" gehen in den Besitz der ├Âsterreichischen Regierung ├╝ber [vergl. 1. Januar 1910]. Damit ist der gesamte Verkehr auf der oberen Donau v├Âllig dem deutschen Einflu├č auf die Gestaltung der Tarife und die Ausbildung des Verkehrs entr├╝ckt.
Jan. 1911 Die Gesellschaft und die "Kgl. Ungarische Flu├č- und Seeschiffahrts-Aktien-Gesellschaft" sind seitdem mit ihrem gesamten Betrieb in den neuen Regensburger Luitpoldhafen ├╝bergesiedelt.
2. H├Ąlfte 1912 Indienststellung von drei mit Roh├Âlmotoren (System Bolinder) betriebenen Frachtschiffen von je 650 Tonnen Tragf├Ąhigkeit, die von der Dresdener Maschinenfabrik und Schiffswerft Uebigau erbaut wurden und mit denen die "S├╝ddeutsche" den G├╝terverkehr mit Motorbetrieb auf der Donau inauguriert.
1912 Durch die gesellschaftlichen Fahrzeuge wurden von Regensburg 41.220 t zu Tal bef├Ârdert
1913 Durch die gesellschaftlichen Fahrzeuge wurden von Regensburg 47.131 t zu Tal bef├Ârdert
Fr├╝hj. 1914 Beschaffung von drei weiteren mit Roh├Âlmotoren (System Bolinder) betriebenen Frachtschiffen, erbaut in der Christof Ruthof'schen Schiffswerft in Regensburg
26.06.1937 Änderung der Firma aus "Süddeutsche Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft" mit Sitz in München in "Süddeutsche Donau-Dampfschiffahrts-Aktiengesellschaft"
30.07.1938 Laut Hauptversammlungsbeschlu├č vom 30. Juli 1938 Aufl├Âsung der Gesellschaft mit dem 31. Dezember 1938 beschlossen. Abwickler: Dr. Franz Wildner, Wien; Nikolaus v. Roediger-Schluga, Budapest. - Die Aktiva und Passiva gehen auf die beiden Aktion├Ąre (Erste Donau- Dampfschiff-Gesellschaft, Wien, und Kgl. Ungar. Flu├č- und Seeschiffahrts-Aktien-Gesellschaft) ├╝ber.
08.07.1942 Letzte ordentliche Hauptversammlung bis 1943/44
28.07.1943 Letzte ordentliche Hauptversammlung bis 1943/44




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Binnenschiffsverkehr 1883 Beginn als E.P.P.K. 1914 [Industrie d. Oberpfalz] auf der Donau




Betriebene Dampfmaschinen

Bezeichnung Bauzeit Hersteller
Dampfsteuerwinde 1896 Dresdener Maschinenfabrik und Schiffswerft Uebigau AG
Dampfsteuerwinde 1896 Dresdener Maschinenfabrik und Schiffswerft Uebigau AG
Dampfsteuerwinde 1896 Dresdener Maschinenfabrik und Schiffswerft Uebigau AG




Maschinelle Ausstattung

Zeit Objekt Anz. Betriebsteil Hersteller Kennwert Wert [...] Beschreibung Verwendung
1896 Dampfer 8   unbekannt Leistung ges. 2180 PS    
1896 eiserne K├Ąhne 16   unbekannt          
1896 h├Âlzerne K├Ąhne 36   unbekannt          
1896 K├Ąhne (gesamt) 52   unbekannt Tragf├Ąhigkeit 20566 t h├Âlzerne + eiserne  
Ende 1913 Dampfer 12   unbekannt Leistung ges. 6800 PS    
Ende 1913 K├Ąhne 115   unbekannt Tragf├Ąhigkeit ges. 76751 t eiserne  
Ende 1913 Motorschiffe 3   Dresdener Maschinenfabrik und Schiffswerft Uebigau AG Leistung 750 PS Tragf├Ąhigkeit : 1950 t  




Allgemeines

ZEIT1943
THEMAOrgane und Kapital der Gesellschaft
TEXTAufsichtsrat: Generaldirektor Ober-Ing. Hermann Dilg, Wien, Vorsitzer; Generaldirektor Ministerialrat Dr. Julius von Komarnicki, Budapest, stellv. Vorsitzer; Dr. Rudolf Kurzweil, Wien; Dr. Helmut Foltinak, Wien; Josef Kornay, Budapest. Gesch├Ąftsjahr: Kalenderjahr. Grundkapital: nom. RM 1.400.000,00 Stammaktien in 1400 St├╝cken zu je RM 1.000,00. Gro├čaktion├Ąre: Erste Donau-Dampfschiffahrts-Gessllschaft, Wien (60%), Kgl. Ungarische Flu├č- und Seesehiffahrts-Aktien-Gesellschaft (40%). Dividenden 1927-1937: 0%.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 3828]


ZEIT1943
THEMAZweck und Gegenstand des Unternehmens
TEXTZweck: Die Gesellschaft betreibt die Flu├č- und Seeschifffahrt auf der Donau und ihren Nebenfl├╝ssen und auf dem Meer, sie beschr├Ąnkt sich ausschlie├člich auf den G├╝terverkehr.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 3828]