Berliner Wasserbetriebe

Allgemeines

FirmennameBerliner Wasserbetriebe
OrtssitzBerlin
StraßeHohenzollerndamm 45
Postleitzahl10713
Art des UnternehmensWasserwerke
AnmerkungenHerr Stetter (Pumpen): -6970; Frau Sanders: -3900. Siehe auch Wasserwerk vor dem Stralauer Tor (1856-1894), Tegel (1877) M√ľggelsee (1893), Lichtenberg.
QuellenangabenNachfragen X. 1997 [Handbuch Akt.-Ges. (1943)] [Rutz: Entstehung der Berliner Wasserwerke; Mitt. Ver. Gesch. Berlins 3/1969]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
14.08.1660 Der Markgraf zu Brandenburg, Friedrich Wilhelm (Gro√üer Kurf√ľrst), erl√§√üt "die Brunnen- und Gassen-Ordnung beyder Residentz- und Haupt-St√§dte Berlin und C√∂lln an der Spree", nach welcher jede Besch√§digung und Verunreinigung √∂ffentlicher und privater Brunnen streng mit Gef√§ngnis oder Pranger bestraft wird. - Diese Ordnung gilt bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts.
1848 Der Polizeipr√§sident empfiehlt dem Magistrat einen Plan zur Wasserversorgung Berlins durch einen Aqu√§dukt vom Wandlitz- und Liepnitzsee her. Die Stadtverwaltung √§u√üert sich dazu: "da√ü wir uns aber nur insofern dabei beteiligen k√∂nnen, als uns dadurch keine Kosten erwachsen, zu deren Tragung es uns ganz an Mitteln fehlen w√ľrde."
1852 Abschluss eines Vertrags durch den Polizeipr√§sidenten von Hinckeldey mit den Engl√§ndern Fox und Crampton √ľber die Versorgung der Stadt Berlin mit flie√üendem Wasser
1852 Polizeipr√§sident von Hinckeldey setzt den Bau einer Wasserleitung gegen alle Widerst√§nde durch. Er sieht sich im Ausland um, und es gelang ihm, mehrere englische Gesellschaften f√ľr seinen Plan zu interessieren. Von diesen tritt er 1852 mit einer Londoner in n√§here Verhandlungen ein. W√§hrend seiner Unterhandlungen mit der Londoner Gesellschaft unterl√§√üt es der Polizeipr√§sident nicht, die Stadt Berlin selbst - gewisserma√üen in letzter Stunde - f√ľr die Durchf√ľhrung des Unternehmens zu gewinnen.
11.12.1852 Von Hinckeley h√§lt dem Handelsminister und dem Innenminister pers√∂nlich Vortrag √ľber seine Bem√ľhungen, Berlin mit flie√üendem Wasser zu versorgen, und erreicht damit, da√ü K√∂nig Friedrich Wilhelm IV., dem der Bau einer Wasserleitung in Berlin ein Lieblingsprojekt war, ihn am 11. Dezember 1852 beauftragte, den Vertrag mit den englischen Unternehmern Sir Charles Fox und Mr. Thomas Rushell Crampton abzuschlie√üen. Die endlich am 10. Dezember 1852 erkl√§rte Bereitwilligkeit der Stadt Berlin, aus Kommunalmitteln 1 Million Taler zur Anlage eines Wasserwerkes unter bestimmten Bedingungen f√ľr die Ausf√ľhrung und sp√§tere Verwaltung des Werks herzugeben, findet damit ihre Erledigung.
14.12.1852 Der Vertrag zwischen dem Polizeipr√§sidenten von Hinckeldey und den Herren Charles Fox und Crampton wird abgeschlossen. Letztere √ľbernehmen es, auf ihre alleinigen Kosten Anlagen und Einrichtungen nach den vollkommensten und am meisten erprobten Methoden auszuf√ľhren, durch die Stra√üen, Gassen und Pl√§tze der Stadt Berlin auf 25 Jahre, welche mit R√ľcksicht auf die Bauzeit vom 1. Juli 1856 zu laufen beginnen, mit flie√üendem Wasser versorgt werden sollen. In London wird die "Berlin-Water-Works Company" gebildet, die zu ihrem Generalbevollm√§chtigten in Berlin den Geh. Admiralit√§tsrat z. D. Dr. Gaebler bestellt. Das Anlagekapital f√ľr das Unternehmen wird vertraglich zu 1.500.000 Taler angenommen. Unter der Leitung des englischen Ingenieurs Henry Gill wird der Bau im Jahre 1853 in Angriff genommen.
Ende 1852 Oberb√ľrgermeister Krausnick erkennt zwar die Zweckm√§√üigkeit einer Wasserleitung f√ľr Berlin an, jedoch nicht ihre Notwendigkeit aus gesundheitlichen Gr√ľnden, da u.a. die zahlreichen Choleraepidemien in Berlin, welche √ľberdies stets ausnehmend milder als in anderen St√§dten aufgetreten w√§ren, weder ihre Entstehung und noch weniger ihre Verbreitung in der Entbehrung einer Wasserversorgungsanlage gefunden h√§tten.
1853 Gr√ľndung der Berlin Waterworks Company, London
1856 Inbetriebnahme des ersten Wasserwerks der Berlin Waterworks Company vor dem Stralauer Tor
1856 Henry Gill wird Betriebsleiter der englischen "Berlin-Water-Works Company" in Berlin
M√§rz 1857 Es sind erst 341 H√§user, hiervon 314 Privath√§user, mit flie√üendem Wasser versehen. Die geringe Abnahme von Wasser hat zur Folge, da√ü aus dem Unternehmen anf√§nglich kein Gewinn erzielt wird, von dem ein Teil zum Bau einer Kanalisation, welcher Berlin noch entbehrt, zur√ľckgelegt werden soll. Die Aktien der Gesellschaft werden daher zu 50% ihres Nominalwertes gehandelt.
ab ca. 1867 Die englische "Berlin-Water-Works Company" weigert sich, das Leitungsnetz weiter auszudehnen, so daß die neuen Stadtteile ohne Wasserversorgung bleiben.
1873 Kauf der "Berlin Waterworks Company" durch die Stadt Berlin unter dem Oberb√ľrgermeister Hobrecht
1873 Bildung einer st√§dtischen Baukommission f√ľr die Kanalisation Berlins unter Leitung von James Hobrecht
02.01.1874 Die Stadt Berlin tritt in die Verwaltung der nunmehr städtischen Wasserwerke ein. Zu ihrem Direktor wird Henry Gill bestellt, der bislang der Betriebsdirektor der englischen Gesellschaft gewesen war. Der Ausbau der Wasserversorgungsanlage wird tatkräftig aufgenommen.
1876 Inbetriebnahme der ersten Entwässerungsanlagen in Berlin
1878 Gr√ľndung der Charlottenburger Wasserwerke AG.
1878 Offizielle Übernahme der bisher erstellten Entwässerungsanlagen
1892 Lieferung von zwei Dampfmaschinen durch G. Kuhn, Stuttgart-Berg.
1894 Betriebseinstellung des alten Wasserwerks am Stralauer Tor
1920 Bildung der neuen Stadtgemeinde Berlin, Zusammenschluss von acht Städten, 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirken
1923 Neuorganisation der Stadtentwässerung
1924 Gr√ľndung der Berliner St√§dtischen Wasserwerke AG als Aktiengesellschaft im Eigentum der Stadt Berlin
1937 Umwandlung der Städtischen Wasserwerke AG in einen Eigenbetrieb der Stadt
1945 Zusammenschluss der Berliner Städtischen Wasserwerke und der Charlottenburger Wasser- und Industriewerke AG als Eigenbetrieb Berliner Wasserwerke
1949 Teilung der Stadt Berlin, Spaltung der Berliner Wasserversorgung und Stadtentwässerung
1951 Zusammenlegung der Berliner Stadtentwässerung und der Berliner Wasserwerke in Berlin (Ost) zu den Groß-Berliner Wasser- und Entwässerungswerken
1962 Organisatorische Verflechtung der Berliner Stadtentwässerung mit den Berliner Wasserwerken in Berlin (West)
1964 Bildung des VEB Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Berlin in Berlin (Ost)
1988 Fusion der Berliner Wasserwerke und der Berliner Entwässerungswerke zu den Berliner Wasser-Betrieben in Berlin (West)
1992 Fusion der Berliner Wasser-Betriebe und der Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Berlin zu den Berliner Wasserbetrieben
1994 Umwandlung der Berliner Wasserbetriebe in eine Anstalt des √Ėffentlichen Rechts
1999 Teilprivatisierung der Berliner Wasserbetriebe. 50,1 Prozent der Anteile verbleiben im Besitz des Landes Berlin, 49,9 Prozent halten ein Konsortium, bestehend aus dem internationalen Wasserversorger Veolia - ehemals Vivendi - und dem Multi-Utility-Konzern RWE. Die Berliner Wasserbetriebe bleiben als Anstalt des öffentlichen Rechts erhalten




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Abwasserreinigung     1997 bekannt  
Trinkwasser     1997 bekannt  




Betriebene Dampfmaschinen

Bezeichnung Bauzeit Hersteller
Dampfmaschine 1892 Maschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgießerei von G. Kuhn
Dampfmaschine 1892 Maschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgießerei von G. Kuhn




Firmen-√Ąnderungen, Zusammensch√ľsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1 Nebenwerk danach Wasserwerk Stolpe Stolpe zu Berliner Wasserbetriebe




Allgemeines

THEMAOrgane und Kapital der Gesellschaft
TEXTDie Berliner Wasserbetriebe, ein Unternehmen von Berlinwasser, geh√∂ren zu den gr√∂√üten Unternehmen der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in Deutschland. Sie sind eine Anstalt des √∂ffentlichen Rechts. 50,1 Prozent der Anteile sind im Besitz des Landes Berlin, 49,9 Prozent halten ein Konsortium, bestehend aus dem internationalen Wasserversorger Veolia - fr√ľher Vivendi - und dem Multi-Utility-Konzern RWE.
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THEMAZweck und Gegenstand des Unternehmens
TEXTBerlinwasser koordiniert und steuert als strategische F√ľhrungsholding s√§mtliche T√§tigkeiten der Berlinwasser Gruppe, in der die Berliner Wasserbetriebe und die im Wettbewerbsgesch√§ft und im sonstigen Gesch√§ft gehaltenen Unternehmen im In- und Ausland zusammengefasst sind. Die Berliner Wasserbetriebe versorgen 3,7 Millionen Menschen in Berlin und in der n√§heren Umgebung mit Trinkwasser und entsorgen das Abwasser.
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