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M. Kahn Söhne, Bettfedernfabrik
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| Firmenname | M. Kahn Söhne, Bettfedernfabrik |
| Ortssitz | Mannheim |
| Ortsteil | Industriehafen |
| Straße | Industriestr. 35 |
| Postleitzahl | 68159 |
| Art des Unternehmens | Bettfedernfabrik |
| Anmerkungen | Auch Adresse J 6, 1/2. Siehe auch gleichnamiges Bankhaus. 1922: GmbH. Seit 1904 im Industriehafen. Um 1937: "Mannheimer Bettfedernfabrik vorm. M Kahn Söhne KG". Seit 1938 "Mannheimer Bettfedernfabrik Kauffmann & Co.". Seit 1972 als GmbH & Co.. Seit 1988 Angliederung als 100%ige Tochter der Stuttgarter "Nord-Feder". Seit 1990 unter der Firma "Mannheimer Bettfedernfabrik Nord-Feder GmbH & Co." (s.d.) |
| Quellenangaben | [Reichs-Adreßbuch (1900) 106] [Dt. Städte: Mannheim (1922)] [Führer durch die Ind.- u. Hafenanlagen von Mannheim (1909)] Info-Blatt Nord-Feder [MM, 17.12.2004, S. 7] |
| Zeit |
Ereignis |
| 1826 |
Gründung durch den jüdischen Kaufmann Michael Kahn in Stebbach (b. Sinsheim), der sich auf die Reinigung von Bettfedern spezialisiert hat. Er nimmt das Aufbereiten und Sortieren der Bettfedern auf. Das Federnaufkommen der Umgebung reicht bald nicht mehr aus, und Einkaufsbeziehungen ins weite europäische Ausland werden geknüpft, besonders nach Ungarn. |
| 1850 |
Aus räumlichen und verkehrstechnischen Gründen Verlegung des Firmensitzes nach Mannheim. Es werden Federn und Daunen aus Böhmen, Ungarn, Russland/Sibirien und China selbst gekauft oder über Kommissionäre in Hamburg und London beschafft. Für die Federnbearbeitung gibt es modernste Maschinen, selbst konstruiert, um Federn zu reinigen und zu entstauben. |
| 1905 |
Errichtung einer Fabrikanlage in Rheinau. Sie umfaßt einen größeren Hauptbau sowie zwei Nebenbauten. Erbauer: Fa. Ludwig & Söhne |
| 1938 |
Die Familie Kauffmann gelangt in den Besitz von Grundstücken und Betrieb. Damit Umbenennung in "Mannheimer Bettfedernfabrik Kauffmann & Co." |
| 1972 |
Die "Nordisk Fjerfabrik A/S", Kopenhagen, der größte Bettfedern-Produzent, tritt als Teilhaber ein. |
| 16.04.1988 |
Die "Nordisk Fjerfabrik A/S" übernimmt die restlichen 46% Anteile und wird Alleininhaber. Die Mannheimer Firma wird an die 100%ige Stuttgarter Tochter, die Nord-Feder, angegliedert. |
| 26.02.1996 |
Lt. Schreiben des Amtes für Baurecht und Umweltschutz ist die Erhaltung der Fabrikanlage in öffentlichem Interesse. Man beruft sich auf eine Expertise von Dr. Andreas Schenk vom Juli 1995. |
| 15.03.1996 |
Die Firma legt gegen das Schreiben vom 26.02.1996 (Denkmalschutz) Widerspruch ein. |
| 28.05.1996 |
Es folgt die Widerspruchsbegründung gegen das Schreiben vom 26.02.1996 (Denkmalschutz). Das im Gutachten Schenk als "qualitätsvoll" eingestufte Hauptgebäude erreiche nicht die nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofs geforderte GESTEIGERTE ästhetische oder gestalterische Qualität. Es handele sich vielmehr nur um eine Stilmischung. |
| 05.03.1997 |
Das Regierungspräsidium Karlsruhe weist den Widerspruch des Eigentümers vom 28.05.1996 gegen die Denkmalschutz-Stellung zurück. |
| 04.04.1997 |
Die Firma erhebt Klage wegen des Bescheids zur Unterschutzstellung der Fabrikgebäude. |
| 2001 |
Bisher wurden in der Mannheimer Fabrik über 250.000 t Federn und Daunen in Inletts gefüllt. |
| 2001 |
Der Absatz verschlechtert sich, und es folgen drei Jahre Kurzarbeit, ohne daß ein Aufschwung eintritt. |
| 31.12.2004 |
Zum Jahresende schließt die Fabrik mit zuletzt 30 Mitarbeitern. Grund sind die Einzelhandelskrise und das Schlingern des Karstadt-Quelle-Konzerns. - Ein aufstrebendes Unternehmen hat Interesse angemeldet, in die Fabrikgebäude umzuziehen. |
| Produkt |
ab |
Kommentar |
bis |
Kommentar |
| Bettfedern |
1850 |
Umzug von Stebbach nach Mannheim |
2004 |
Ende (Schließung Ende 2004) |
| Bettfedern |
1850 |
Umzug von Stebbach nach Mannheim |
2004 |
Ende (Schließung Ende 2004) |
| Bezeichnung |
Bauzeit |
Hersteller |
| Dampfmaschine |
1900-1911 |
Gebr. Sulzer AG |
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