Felten & Guilleaume Carlswerk Actien-Gesellschaft

Allgemeines

FirmennameFelten & Guilleaume Carlswerk Actien-Gesellschaft
OrtssitzK├Âln
OrtsteilM├╝lheim
Stra├čeSchanzenstr. 28
Postleitzahl51061
Art des UnternehmensSeil-, Kabel- und Fernmeldewerk
AnmerkungenBesitzer (um 1892): Theod. Guilleaume; Dampfbetrieb. Vorher als "Felten & Guilleaume" (ohne Zusatz "Carlswerk"); siehe diese auch als Hanfspinnerei und Tauwerksfabrik. Um 1908: "Felten & Guilleaume-Lahmeyerwerke Actien-Gesellschaft" mit Sitzen in (K├Âln-)M├╝lheim und Frankfurt am Main (s.d.; die ehemaligen "E.A.G. vorm. Lahmeyer"). Firmenzeichen: "im Kreis eine Neptuns-Gabel mit "F. G.", unten "NEPTUN") oder "FGF" (in Raute, diese in schwarzem Rechteck); auch ├Ąhnlich, im Kreis. Auch Werke in Budapest (R├╝stungs-K├╝rzel: "mek") und Bruck an der Mur ("alk"). 1888: Mech. Hanfspinnerei, Bindfaden-Fabrik & Hanfseilerei. PLZ unsicher. Vergl auch 1943 : "Felten & Guilleaume Carlswerk Eisen und Stahl, Aktiengesellschaft" und: "Felten & Guilleaume-Eschweiler Draht Aktiengesellschaft" beide in K├Âln-M├╝lheim. Seit 1981 zu Philips
Quellenangaben[Reichs-Adre├čbuch (1900) 2402] [Seibt: Bezugsquellennachweis (um 1930) 99] [Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 172] [Dt. Elektro-Adre├čbuch (1940) 205] [Adressbuch Elektr.-Branche (1892) 54]
Hinweise[50 Jahre K├Âlner Bezirksverein des VDI (1911) 191]: Drahtfabrik; [192]: Drahtwalzwerk; [193]: Drahtwalzwerk; [194]: Produktionsanlage; [195]: Gie├čerei; [196]: Verseilmaschine; [197]: Stra├čenbr├╝cke ├╝ber die Argen bei Langenargen (gebaut 1896-97)




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1826 Gr├╝ndung der Hanfseilerei als offene Handelsgesellschaft durch Johann Theodor Felten, dem Besitzer einer Seilerei, und seinen Schwiegersohn Franz Carl Guilleaume f├╝r die Herstellung und den Vertrieb von Seilerwaren. (auch mit 1824 angegeben)
1827 Nach dem Tode Feltens f├╝hrt F. C. Guilleaume das Gesch├Ąft allein weiter.
1838 Theodor Guilleaume nimmt zu den Hanfseilen die Herstellung von Eisendrahtseilen auf und f├╝gt dem ersten Betrieb im "Rosenthal" in K├Âln die Seilerkolonie "Theodorsh├Âhe" in Linderheide bei Wahn hinzu. Dort k├Ânnen l├Ąngere Drahtseile als in K├Âln angefertigt werden.
15.08.1842 Ein neues aus Stra├čburger Kern-Schlei├čhanf gefertigtes Seil (Gewicht: 120 Ztr., 34 Pfund = 6.017 kg wird bei der geneigten Ebene Erkrath-Hochdahl aufgelegt. Es kostet fast 3.000 Thaler, entspricht aber den Erwartungen der Bahndirektion nicht.
1845 Gr├╝ndung einer Seilerkolonie auf der Linderhaide bei Wahn
1850 Bei dem Bau der unterirdischen Linie Berlin-K├Âln im Fr├╝hjahr 1849 hat Theodor Guilleaume Gelegenheit, mit Werner Siemens zusammenzukommen und die neuen Leitungen kennen zu lernen. In dem strebsamen jungen Fabrikanten entsteht der Wunsch, derartige Leitungen auch in seinem Betrieb anzufertigen. Das baldige allgemeine Versagen der ersten unterirdischen Leitungen veranla├čt ihn, auf Verbesserungen zu sinnen. Als die durch den Rhein bei K├Âln gelegten Guttaperchaadern trotz der vorgelegten starken Schiffskette mehrfach einschlie├člich der Gelenkrohre zerrissen werden, weil die Kette nach und nach versandet, so da├č die Schiffsanker dar├╝ber hinweggleiten, verhandelt die preu├čische Telegraphenverwaltung mit Felten &. Guineaume ├╝ber die Lieferung eines Drahtseils als Ersatz f├╝r die Kette. Theodor Guilleaume kommt auf den Gedanken, die Kabel wie Drahtseile, mit den er vertraut ist, zu gestalten, und schl├Ągt um 1850 vor, die Guttaperchaadern zur Seele eines Drahtseils zu machen, also ein bewehrtes Kabel zu legen. Wegen der Kosten geht man auf diesen Vorschlag zun├Ąchst nicht ein.
1850 Theodor Guilleaume bietet der Preu├čischen Telegaphenverwaltung an, ihre zur Kreuzung des Rheines bestimmten Guttapercha-Adern zum Schutz gegen Schiffsanker in die Seele eines Drahtseiles einzuseilen. - Die Verwaltung geht erst sp├Ąter darauf ein.
1853 Theodor Guilleaume d.├ä. f├╝gt seinem Unternehmen immer weitere Betriebszweige hinzu, vor allem 1853 die Herstellung von Telegraphenkabeln, mit denen er die verschiedensten europ├Ąischen Staaten beliefert.
1853 Die Firma Felten & Guilleaume nimmt die Herstellung von Telegraphenkabeln auf, legt ein 3adriges Guttaperchakabel mit Litzendrahtbewehrung durch den Rhein bei K├Âln und liefert Kabel f├╝r die Kreuzung der Weichsel und Nogat an die Ostbahn.
1853 Zwei sechsadrige Flu├čkabel von "Felten & Guilleaume Rheinkabel" werden bei Worms in eisernen Muffenrohren verlegt.
1853 Als Christine Guilleaume 1853 stirbt, ├╝bernehmen ihre S├Âhne Theodor und Karl August das Gesch├Ąft zun├Ąchst gemeinsam.
1853 Theodor Guilleaume verfolgt seinen Plan f├╝r ein Drahtseil-bewehrtes Guttapercha-Kabel weiter, stellt in Theodorsh├Âhe eine Drahtseilmaschine auf, richtet eine Verzinkerei ein und f├Ąngt an, dort Telegraphenkabel f├╝r unterirdische und Unterwasserlinien herzustellen. Die Guttaperchaadern bezieht er aus England, verseilt sie und versieht sie mit einem Jutepolster und einer Bewehrung aus Eisendrahtlitzen, an die er durch die Drahtseile gew├Âhnt ist. F├╝r Seekabel verwendee er einzelne st├Ąrkere Rundeisendr├Ąhte statt der Litzen.
1853 Als die Linie von Berlin bis Verviers durch eine oberirdische ersetzt wird, liefert Guilleaume ein dreiadriges Kabel f├╝r die Rheinkreuzung. Nach einer im Archiv der Siemens & Halske A.G. erhaltenen Querschnittszeichnung haben die Leiter aus Runddraht 2,2 mm Durchmesser und waren mit 3 Lagen Guttapercha bis zu einem Durchmesser von 6,8 mm isoliert. Die verseilten Adern sind mit zwei Lagen Jute bewickelt. Die Bewehrung besteht aus 10 Eisendrahtlitzen, bei denen 5 Dr├Ąhte von 3 mm Durchmesser um einen mittleren 2 mm dicken Draht verseilt sind. Das Kabel hat einschlie├člich der ├Ąu├čeren Bekleidung einen Durchmesser von 36 mm. Dieses ist das erste in Deutschland hergestellte bewehrte Guttapercha-Flu├čkabel, wohl auch das erste auf dem europ├Ąischen Festland ├╝berhaupt.
1853 Siemens bezieht seine Kabel seit 1853 von Felten & Guilleaume.
1853 Einrichtung einer Verzinkungsanstalt, der ersten Drahtverzinkerei auf dem Kontinent
ab 1853 Die Firma liefert in gr├Â├čerer Zahl Flu├čkabel, k├╝rzere Seekabel und Erdkabel zum Ersatz oberirdischer Stadtleitungen
08.1853 Felten & Guilleaume liefern Telegraphenkabel f├╝r die Kreuzung der Weichsel und Nogat an die Kgl. Eisenbahndirektion der Ostbahn.
1854 Felten & Guilleaume liefern 33 km Flu├čkabel f├╝r Ru├čland an Siemens & Halske
Anfang Januar 1854 Als Werner Siemens den Bau der oberirdischen Telegraphenlinie Petersburg-Warschau f├╝r die russische Regierung ├╝bernommen hatte, erf├Ąhrt er von den Kabeln der Firma Felten & Guilleaume und bezieht Anfang 1854 von ihnen f├╝r die Durchschreitung der verschiedenen Fl├╝sse rd. 33 km Flu├čkabel, mit denen er gute Erfahrungen macht. Durch die Weichsel bei Warschau wird ein vieradriges Kabel gelegt, das mit 11 Drahtlitzen. bewehrt ist und einen Durchmesser von 40 mm hat; die Bauart isr die gleiche wie beim Rheiiakabel. Au├čerdem wird ebenda ein einadriges, etwas schw├Ącheres Kabel gelegt: Isolation 2 Lagen Guttapercha bis 4,8 mm Durchmesser, bewehrt mit 11 Runddr├Ąhten von 3,4 mm St├Ąrke, Kabeldurchmesser 19 mm.
1854 Felten & Guilleaume ver├Âffentlichen einen Aufsatz mit einer ausf├╝hrlichen Beschreibung der Bauart und der Herstellung ihrer "Telegraphen- Seile f├╝r unter Wasser fortzuf├╝hrende Leitungen". Darin wird ein vieradriges Kabel mit einer Bewehrung aus 9 Drahtlitzen abgebildet. Als Vorteil der Litzen gegen├╝ber den Volldr├Ąhten wird angef├╝hrt, da├č das Kabel dadurch biegsamer wird, und da├č ein etwaiger Bruch eines oder mehrerer Litzendr├Ąhte infolge Materialfehlers den Bestand des Kabels nicht gef├Ąhrdet. Kabel mit einer Bewehrung aus Volldr├Ąhten werden wegen des geringeren Preises f├╝r Seekabel empfohlen.
1854 Werner Siemens beabsichtigt, die von Felten & Guilleaume bezogenen Flu├čkabel f├╝r die oberirdische Kabellinie Warschau-Petersburg durch seinen "Maulwurfspflug" in das Flu├čbett einzubaggern. In seinem Briefe vom 21. Januar 1854 schreibt er: "Durch einen Pflug wollen wir den Draht 3 Zoll unter Grund des Flusses einf├╝gen, was nicht schwierig sein wird, da keine Steine in der Weichsel sein sollen. Ich m├Âchte dasselbe bei den ├╝brigen Fl├╝ssen anwenden. Der Pflug nach unserem englischen Patent konstruiert."
1855 Flu├čkabel f├╝r die Elbe bei Pillnitz von Felten & Guilleaume
1855 Die s├Ąchsische Regierung erh├Ąlt ein Flu├čkabel f├╝r die Elbe bei Pillnitz, das nach einer Bescheinigung der S├Ąchsischen Telegraphen-Direktion vom 23. November 1858 sich "vollkommen gut bew├Ąhrt hat, nachdem es sowohl durch Eisgang, als auch durch gro├če Holzfl├Â├če den h├Ąrtesten Proben ausgesetzt gewesen war".
1856 In M├╝nchen werden 3 km 8adrige Guttaperchakabel von Felten & Guilleaume als Stadtleitung gelegt.
1856 Die bayrische Regierung ist gen├Âtigt, die im Jahre 1850 gelegten Guttaperchaadern in M├╝nchen, die unbrauchbar geworden waren, im Jahre 1856 durch Guttaperchakabel zu ersetzen. Sie w├Ąhlt daf├╝r achtadrige Kabel von Felten & Guilleaume mit 18 Bewehrungsdr├Ąhten und legt davon zun├Ąchst 8 Kabel von zusammen 9520 rhein. Fu├č (rd. 3 km) L├Ąnge. 1857 bestellte sie zwei gleichartige Kabel von je 1,07 km L├Ąnge (Anlage 4 Nr. 7). In einem weiteren Schreiben vom 10. Oktober 1859 best├Ątigt das Kgl. Bayrische Telegraphenamt, da├č diese Kabel "nicht die mindeste Ver├Ąnderung erlitten haben und, wie aus den wiederholten Untersuchungen hervorgegangen ist, noch so vollst├Ąndig isoliert sind, wie bei deren Einlegung".
1856 In einer Ver├Âffentlichung von 1856 wird neben dem vieradrigen Kabel, jetzt mit 11 sechsdr├Ąhtigen Litzen bewehrt, ein zehnadriges Kabel abgebildet: 4 verseilte Adern bilden die Seele, darum sind 6 je mit 12 Rundeisendr├Ąhten bewehrte Adern als Au├čenlage verseilt. Au├čerdem ist ein sechsadriges Kabel mit einer Bewehrung aus 11 Rundeisendr├Ąhten wiedergegeben.
1856 Dem zunehmenden Absatz an Kabeln mu├č sich die Erweiterung der Werkseinrichtungen anpassen. Das Bestreben der Firma geht vor allem dahin, alle f├╝r die Kabelherstellung notwendigen Rohstoffe immer mehr im eigenen Betriebe zu erzeugen oder wenigstens m├Âglichst weitgehend selbst vom Rohstoff in die endg├╝ltige Form zu bringen. 1856 wird eine Maschine zur Herstellung von Kupferdrahtlitzen beschafft.
07.1856 Zwei Rheinkabel und zwei bewehrte Erdkabel in K├Âln von Felten & Guilleaume
07.1856 In K├Âln werden zwei bewehrte Flu├čkabel von Felten & Guilleaume durch den Rhein am Th├╝rmchen und zwei bewehrte Erdkabel vom Trankgassentor durch die Trankgasse zu der Zentral-Telegraphenstation verlegt
1857 Nach der Trennung von seinem Bruder baut Theodor Guilleaume ein neues Fabrikgeb├Ąude in Rosenthal und richtet dort eine Drahtzieherei ein
1859 Guttaperchakabelnetz, 16 km, f├╝r die Festungen Koblenz und Ehrenbreitstein, Lieferer Felten & Guilleaume
1859 Ein Draht-Schnellwalzwerk kommt hinzu.
1859 In den Festungen Koblenz und Ehrenbreitstein werden zur Verbindung des Gouvernementsgeb├Ąudes mit den Au├čenforts Erdkabel von Felten & Guilleaume in einer L├Ąnge von 16 km 90 bis 120 cm tief gelegt. Zwischen Koblenz und Ehrenbreitstein kreuzt den Rhein auch ein Flu├čkabel f├╝r die allgemeinen Telegraphenlinien.
20.09.1859 Zwei siebenadrige Erdkabel von Felten & Guilleaume in K├Âln gelegt.
20.09.1859 Es werden in K├Âln zwei siebenadrige Telegraphen-Erdkabel von je 267 in L├Ąnge von Felten & Guilleaume f├╝r die Verbindung der am 20. September 1859 nach dem Obergescho├č des Zentralbahnhofs-Geb├Ąudes verlegten Zentralstation mit der oberirdischen Linie am Festungsgraben beim Eigelsteindurchbruch verlegt: Kupferleiter l,22 mm dick, Volldraht, Aderdurchmesser 4,6 mm, Bewehrung aus 13 verzinkten Rundeisendr├Ąhten von 4,35 mm Durchmesser;
01.01.1860 Franz Carl Guilleaume tritt als Teilhaber in die Firma Felten & Guilleaume ein
1860 Zwei vieradrige Guttaperchakabel von Felten & Guilleaume f├╝r die Elbkreuzung in Hamburg.
1860 Infolge Verkehrssteigerung m├╝ssen die Kabel der Telegraphenleitung Hamburg - Harburg verdoppelt werden. Neue vieradrige Kabel, in der Norderelbe 470 m, durch die S├╝derelbe 565 m lang, werden von Felten & Guilleaume geliefert: Leiter vierdr├Ąhtige Litze von 2,2 mm Durchmesser, durch zwei Lagen Guttapercha bis 6,8 mm isoliert; Bewehrung 10 unverzinkte runde Walzeisendr├Ąhte 9,4 mm dick; Kabeldurchmesser 38,5 mm (Bild 11). Frischen erw├Ąhnt lobend, da├č "die Eisendr├Ąhte das Kabel sehr fest umschlie├čen und keinen Raum zwischen sich lassen; es hat ├╝berhaupt kein einziger Fehler in dem ganzen Kabel sich gezeigt". Auch diese Kabel werden im Winter 1860/61 durch Grundeis an die Oberfl├Ąche gehoben, aber nicht besch├Ądigt.
01.07.1860 bis 31.08.1860 Felten & Guilleaume liefern und legen im Sommer ein Seekabel durch die Zuidersee.
1862 Felten & Guilleaume liefern die Seekabel Spalato-Lesina-Lissa-Halbinsel Sabioncello Curzola an ├ľsterreich.
1864 Von 1864 an werden in der Schweiz jedes Jahr k├╝rzere oder l├Ąngere Telegraphenkabel gelegt, die in erster Linie von Felten & Guilleaume bezogen werden und sich bew├Ąhren. Die Landkabel werden teils unmittelbar in die Erde eingegraben, teils in Holzkan├Ąle oder Sand gebettet; als Abdeckung dienen Ziegelsteine, sp├Ąter Zoreseisen.
01.10.1865 Franz Carl Guilleaume wird alleiniger Inhaber von Felten & Guilleaume.
1867 Es wird der erste Anfang zur mechanischen Seilerwarenfabrik gemacht durch Aufstellung von Polier- und Zwirnmaschinen
17.03.1867 Bei einer Untersuchung der Uferstrecken des mit Eisendrahtlitzen ummantelten Kabels f├╝r die Rheinkreuzung im Zuge der Telegraphenlinie Berlin-Verviers wird festgestellt, da├č die Adern v├Âllig gut erhalten sind. Da sich dies Kabel bew├Ąhrt, kann Th. Guilleaume mit der preu├čischen Telegraphenverwaltung einen Vertrag abschlie├čen, der ihm f├╝r die n├Ąchste Zeit die gesamte Lieferung von Kabeln f├╝r Stadtleitungen und Flu├čkreuzungen sichert. Dies ergibt sich auch aus den ├ťbereinstimmenden Bescheinigungen der Preu├čischen Telegraphen-Direktion und des Reichspostamts von 1854, 1859 und 1883. Alle diese Kabel werden anscheinend ebenso gebaut wie das Rheinkabel.
1869 Franz Carl Guilleaume beschafft weitere Litzenmaschinen
1872 F. C. Guilleaume beschafft gr├Â├čere Drahtseilmaschinen. Aus dieser Zeit ist ein Auszug aus einem Verzeichnis der Telegraphenkabel der Firma erhalten, in dem 16 verschiedene Arten von Erd-, R├Âhren-, Tunnel-, Flu├č- und Seekabeln mit 1, 3, 4 und 7 Adern, s├Ąmtlich mit Guttaperchaisolierung, aufgef├╝hrt sind. Die Kabelsorten sind durch Bestellnummern bezeichnet; die in dem Auszug enthaltene kleinste Nummer ist 41, die h├Âchste 149. Alle Kabel haben Litzenleiter, meist aus 3 Dr├Ąhten mit 0,87 mm Durchmesser, zwei Sorten mit Litzen aus 7 Dr├Ąhten von 0,65 mm Durchmesser. Der Aderdurchmesser betr├Ągt 5,7 bis 7,4 mm. Sie sind durchweg mit Runddr├Ąhten sehr verschiedener Zahl und Dicke bewehrt; es gibt auch schon doppeltbewehrte Kabel. Von einem vieradrigen Flu├čkabel mit dreidr├Ąhtiger Leiterlitze, bewehrt mit 10 Runddr├Ąhten von 8,7 mm Dicke z. 13. kostete 1 Fu├č 22 Sgr. oder 1 m 7 RM. Ein einadriges Erdkabel mit dreidr├Ąhtiger Litze, bewehrt mit 11 Runddr├Ąhten von 2,6 mm Dicke, kostete 3 Sgr. 2 Pf. je Fu├č oder r. 1 RM. je m. Die Bewehrung mit Drahtlitzen scheint aufgegeben worden zu sein.
1872-1874 Da das Gel├Ąnde in Rosenthal f├╝r den stetig wachsenden Betrieb zu klein wird und die Arbeitsbedingungen in Linderheide ung├╝nstig sind, l├Ą├čt F. C. Guilleaume in den Jahren 1872 bis 1874 das Carlswerk in M├╝lheim (Rhein) bauen und verlegt dorthin alle Metall verarbeitenden Abteilungen der Firma, vor allem die Drahtzieherei, Drahtseilerei, Verzinkung und die Kabelherstellung.
1872 Der rasche Aufschwung der mechanischen Seilwerwarenfabrik veranla├čt den Bau des Karlswerkes und die Trennung nach den beiden Hauptbranchen, indem das M├╝lheimer Werk die Drahtabteilung, in K├Âln die Fabrik Rosenthal die Hanfabteilung erh├Ąlt.
1873 Den Bau und die technische Leitung des Carlswerks von 1873 bis Ende 1904 hat Emil Guilleaume (* 1. Februar 1846, + 21. April 1913). Die erste gr├Â├čere Besch├Ąftigung dieses neuen Werks ist die Lieferung der H├Ąlfte der Kabel f├╝r das gro├če unterirdische Netz der 70er und 80er Jahre. In dieser Zeit gewinnt die Firma noch weitere Beziehungen zum Auslande, gr├╝ndet Auslandsvertretungen und beginnt mit Lieferungen nach ├ťbersee.
1873 Die Gesellschaft errichtet f├╝r die Herstellung von Draht, Drahtseilen, Drahtwaren und Kabeln in M├╝lheim am Rhein eine Niederlassung.
14.06.1874 Das Carlswerk von Felten & Guilleaume ist voll in Betrieb.
14.06.1874 Das Carlswerk wird voll in Betrieb genommen.
1875 Generalpostdirektor, Dr. Stephan verhandelt mit F. C. Guilleaume wegen einer Telegraphen-Versuchslinie Berlin-Halle und st├╝tzt sich bei dem Entwurf der ersten Linie auf dessen langj├Ąhrige Erfahrungen in der Kabelberstellung. Die Mittel f├╝r die Versuchslinie die 1876 gebaut wird, bewilligt der Reichstag; die Linie entspricht allen Erwartungen. Eine sorgf├Ąltige Pr├╝fung der Me├č- und Betriebsergebnisse, zu der auch Dr. Werner Siemens hinzugezogen wird, ergibt, da├č die einmal gew├Ąhlte Bauart, abgesehen von einer geringf├╝gigen Verst├Ąrkung des Kupferleiters, f├╝r die weiteren Kabel beibehalten werden kann.
13.03.1876 bis 28.06.1876 Es wird eine Versuchs-Kabellinie Halle (Saale)-Berlin gebaut; Lieferer Felten & Guilleaume
13.03.1876 bis 28.06.1876 Nachdem die Vorlage Stephans vom Reichstag genehmigt wurde, wird das Kabel Halle-Berlin unter Verwendung von Adern der englischen Gutta Percha Company von Felten & Guilleaume angefertigt und in der Zeit vom 13. M├Ąrz bis 28. Juni 1876 von Halle aus 1 m tief gelegt. Zwischen Potsdam und Berlin, 29 km, werden noch ein zweites, zwischen Sch├Âneberg und Berlin, 5,1 km, ein drittes Kabel f├╝r sp├Ątere Linien mit eingelegt. Durch die Elbe bei Wittenberg und neben zwei Havelbr├╝cken in Potsdam werden Flu├čkabel gelegt. F├╝r die Legung der Erdkabel wird ein Kabellegewagen mit angeh├Ąngtem Asphaltierungswagen, der das abrollende Kabel asphaltiert, benutzt. Die L├Âtstellen und ihre Isolierung fertigen L├Âter der Gutta Percha Co. F├╝r die Messungen auf der Strecke haben Felten & Guilleaume einen Untersuchungswagen mit den erforderlichen Me├čger├Ąten usw. bauen lassen. Die Legung dieses und der sp├Ąteren von Felten & Guilleaume gelieferten Kabel leitet der Ingenieur und Elektriker Johann Hausmann.
13.10.1876 Bei dem Umfang der geplanten Telegraphenkabelanlagen beabsichtigt Stephan, sowohl Felten & Guilleaume als auch die Firma Siemens & Halske, und zwar beide zu gleichen Teilen, an der Lieferung zu beteiligen, und unterrichtet Dr. Werner Siemens am 13. Oktober genauer ├╝ber seine Pl├Ąne (Brief Werners an Karl Siemens vom gleichen Tage). Werner Siemens widmet sich dieser Aufgabe mit gewohnter Tatkraft. Urspr├╝nglich beabsichtigt er, die Kabel von der anfangs der 60er Jahre in Woolwich bei London gegr├╝ndeten Kabelfabrik von Siemens Brothers fertig zu beziehen. Da Dr. Stephan aber darauf Wert legt, da├č die Kabel m├Âglichst in Deutschland hergestellt werden, entschlie├čt er sich, in Berlin eine eigene Kabelfabrik einzurichten.
Anfang Dezember 1876 Anfang Dezember 1876 wird in einer abschlie├čenden Verhandlung beim Generalpostamt, an der Dr. W. Siemens und F. C. Guilleaume teilnehmen, vereinbart, da├č Felten & Guilleaume die Bauart des Halleschen Kabels beibehalten sollen, u.U. k├Ânne der Kupferleiter etwas verst├Ąrkt werden. Siemens & Halske sollen ein Kabel Berlin-Hamburg nach dem Muster des Halleschen Kabels liefern, ein zweites, ebenfalls von Berlin nach Hamburg, mit dickerem Leiter und d├╝nneren Bewehrungsdr├Ąhten; ein Drittel dieser Siemensschen Kabel sollte in Berlin angefertigt werden.
Anfang Dezeber 1876 Anfang Dezember 1876 wird in einer abschlie├čenden Verhandlung beim Generalpostamt, an der Dr. W. Siemens und F. C. Guilleaume teilnehmen, vereinbart, da├č Felten & Guilleaume die Bauart des Halleschen Kabels beibehalten sollen, u.U. k├Ânne der Kupferleiter etwas verst├Ąrkt werden. Siemens & Halske sollen ein Kabel Berlin-Hamburg nach dem Muster des Halleschen Kabels liefern, ein zweites, ebenfalls von Berlin nach Hamburg, mit dickerem Leiter und d├╝nneren Bewehrungsdr├Ąhten; ein Drittel dieser Siemensschen Kabel sollte in Berlin angefertigt werden.
06.03.1877 bis 14.07.1877 Bau des Kabels Halle Leipzig und Halle Kassel-Frankfurt-Mainz; Lieferer Felten & Guilleaume
12.06.1877 ├ťber die Verteilung der Kabellieferungen von Siemens & Halske und Felten & Guilleaume wird ein bis Ende 1882 geltender Vertrag zwischen beiden Firmen geschlossen, der wohl der erste Kartellvertrag ├╝ber deutsche Fernmeldekabel ist.
12.06.1877 ├ťber die Verteilung der Kabellieferungen von Siemens & Halske und Felten & Guilleaume wird ein bis Ende 1882 geltender Vertrag zwischen beiden Firmen geschlossen, der wohl der erste Kartellvertrag ├╝ber deutsche Fernmeldekabel ist.
03.09.1877 bis 29.10.1877 Verlegung des Kabels Berlin-Magdeburg; Lieferer Felten & Guilleaume
1878 Felten & Guilleaume liefern siebenadrige Guttaperchakabel f├╝r die Prager Stadtleitung.
1878 In Prag werden zwischen dem Hauptamt im Direktionsgeb├Ąude bis zum Kabelhaus am Kaiser Franz-Josefs-Bahnhof 0,865 km 10 siebenadrige Erdkabel von Felten & Guilleaume als Stadtleitung 1,43 bis 2,15 m tief gelegt. Elektrische Werte: 6,32 bis 6,51 Q/km, 2300 bis 2700 MegOhm/km, beides bei 15 ┬░C, 0,1823 bis 0,1872 myF/kM.
01.04.1878 bis 23.09.1878 Verlegung des Kabels Magdeburg-Hannover-K├Âln-Barmen; Lieferer Felten & Guilleaume
15.05.1878 Fr. Schleifenbaum tritt er als Ingenieur beim Carlswerk ein und wird in der Drahtseilerei und Kabelfabrik als Betriebsassistent besch├Ąftigt.
12.10.1878 Vertrag ├╝ber die Lieferung und Legung des Kabels K├Âln-Koblenz-Trier-Metz mit Felten & Guilleaume vom 12./8. Okt. 1878. 1879 verlegt
07.02.1879 Der gro├če Bedarf an Guttaperchaadern veranla├čt das Carlswerk, Guttapercha selbst zu verarbeiten und die Adern in M├╝lheim, herzustellen, um auch darin vom Ausland unabh├Ąngig zu werden. Am 7. Februar 1879 verpflichtete sich die Telegraph Construction & Maintenance Co. in London vertragsm├Ą├čig, 50 v. H. ihres Bedarfs an Eisen- und Stahldraht f├╝r Bewehrungsdr├Ąhte von Felten & Guilleaume zu beziehen und im Carlswerk alle Einrichtungen f├╝r die Herstellung von Guttaperchaadern zu schaffen.
Ende Februar 1879 Vertrag des Reichspostamts mit Felten & Guilleaume und Siemens & Halske ├╝ber die Lieferung von Guttaperchakabeln; Normung ihrer Bauart und Benennungen.
01.04.1879 bis 26.06.1879 Verlegung des Kabels K├Âln-Koblenz-Trier-Metz; Lieferer Felten & Guilleaume
25.06.1879 bis 14.08.1879 Verlegung des Kabels Metz-Stra├čburg (Elsa├č); Lieferer Felten & Guilleaume
25.06.1879 Der Vertrag ├╝ber die Lieferung und Legung des Kabels Metz-Stra├čburg (Elsa├č) durch Felten & Guilleaume vom 25./28. Juni und 3. Juli 1879. Verlegt 1879
18.08.1879 bis 27.09.1879 Bau des Kabels Koblenz-Mainz; Lieferer Felten & Guilleaume
1880 Felten & Guilleaume stellen Guttaperchaadern, die sie bis dahin aus England bezogen, im Carlswerk her.
1880 Die Herstellung von Guttaperchaadern wird aufgenommen. - Die ersten bewehrten Guttaperchakabel stellt in Deutschland Felten & Guilleaume her. Anfangs werden die Guttaperchaadern aus England bezogen und in M├╝lheim (Rhein) weiter zu Kabeln verarbeitet.
1880 Mit der Einrichtung der Guttaperchaadern-Fabrik wird begonnen
04.03.1880 ├ťber die Lieferung der Telegraphenkabel K├Ânigsberg-Dirschau-Danzig und Danzig-Dirschau-Thorn wird zwischen dem Oberpostrat Ma├čmann, als Vertreter des Reichspostamts, und der Firma Felten & Guilleaume am 4./10. M├Ąrz 1880 ein Vertrag abgeschlossen. F├╝r die Linie Danzig-K├Ânigsberg und die Strecke Danzig-Graudenz (107 km) der Linie nach Thorn werden Kabel mit einer Leiterlitze von 7 x0,7 mm dicken Dr├Ąhten vorgeschrieben. Bei den Arbeiten an dem Kabel Danzig-Thorn sind eine ganze Anzahl von Arbeitern besch├Ąftigt, die nicht schreiben k├Ânnen; ihre Unterschrift besteht aus drei liegenden oder stehenden, mehr oder weniger kr├Ąftigen Kreuzen.
01.05.-07.08.1880 Verlegung des Kabels Thorn-Danzig-K├Ânigsberg (Pr.); Lieferer Felten & Guilleaume
24.06.1880 Legung des Telegraphenkabels Stettin-Danzig auf Grund des Vertrages vom 24./22. Juni und 7. Juli 1880 zwischen dem Oberpostrat Ma├čmann und der Firma Felten & Guilleaume. Die Legung ├╝bertr├Ągt die Lieferfirma ihrem Ingenieur Gr├╝ndgens, mit der ├ťberwachung ist der Postrat Heyse betraut. Das Kabel wird am 24. November 1880 durch Dr. Brix und Hausmann abgenommen und durch die Verf├╝gung des Reichspostamts vorn 3. Dezember 1880 f├╝r vertragsm├Ą├čig erkl├Ąrt.
09.08.1880 bis 07.11.1880 Bau des Kabels Stettin-Danzig; Lieferer Felten & Guilleaume
1881 Felten & Guilleaume legen ein siebenadriges Guttapercha-Telegraphenkabel und ein einadriges Signalkabel durch den Gotthardtunnel.
1881 Die erste Bleipresse wird aufgestellt
1881 Felten & Guilleaume liefern zwei Guttaperchakabel, f├╝r den Gotthardtunnel: ein siebenadriges Telegraphenkabel von 15,2 km L├Ąnge an die Telegraphenverwaltung und ein einadriges Kabel von 15,5 km L├Ąnge an die Bahngesellschaft f├╝r die Glockensignal-Einrichtung der 14 Tunnelkammern. Beide verbinden die Tunnelportale in G├Âschenen und Airolo. Bauart des Telegraphenkabels: Leiterlitze 7 XO,7 mm, Durchmesser 1,84 mm; zwei Lagen Guttapercha abwechselnd mit Chatterton Compound bis 5,2 mm, Hanfbewicklung jeder Ader bis 7 mm Durchmesser. Die verseilte Seele wird mit zwei Lagen geteerten Hanfs bewickelt, die Bewehrung besteht aus 16 verzinnten Eisendr├Ąhten von 4,4 mm Dicke, die Bekleidung aus einer 3 mm dicken geteerten Hanfschicht; der Au├čendurchmesser betr├Ągt 33 mm, das Gewicht 2500 kg/km, der Kabelpreis 3800 Mark/km., die Gesamtkosten stellen sich auf rd. 96.500 Mark. Elektrische Werte f├╝r 1 km bei 15 ┬░C: 7 S.E. (6,59 Ohm), 1000 MegOhm, 0,21 myF. Bauart des Bahnkabels: Ader und Bekleidung wie beim Telegraphenkabel, Bewehrung 12 Dr├Ąhte je 2,6 mm dick; Kosten rd. 30.000 Mark. Beide Kabel werden 2,4 m oberhalb des Fu├čpunktes des Schienenunterbaus an der Tunnelwand in einer U-f├Ârmigen Rinne aus 4 mm dickem gewalztem Eisenblech mit Holzdeckel, innen und au├čen mit Teer gestrichen, befestigt; als Tr├Ąger dienten eiserne Haken in Abst├Ąnden von 3,75 m.
25.04.1881 Abschlu├č eines Vertrages ├╝ber die Legung eines Telegraphenkabels K├Âln-J├╝lich-Aachen am 25./21. April/l. Mai 1881 zwischen dem Geheimen Ober-Regierungsrat Hucke f├╝r das Reichspostamt durch Felten & Guilleaume. Am 26. Juni wird das letzte Kabelst├╝ck in Aachen gelegt, und der dabei anwesende Staatssekret├Ąr Dr. Stephan kann die Durchf├╝hrung seines Planes telegraphisch dem Kaiser Wilhelm 1. und dem Reichskanzler F├╝rsten von Bismarek melden. Die Abnahmemessung am 31. Juli 1881 und die Messungen nach Ablauf der Gew├Ąhrfrist am 6. April 1884 durch Dr. Brix und Hausmann ergeben vertragsm├Ą├čige Werte.
09.05.1881 bis 26.06.1881 Verlegung des Kabels K├Âln-Aachen; Lieferer Felten & Guilleaume Ende des ersten Ausbaus des Guttaperchakabelnetzes.
1882 Die Guttaperchaadern-Fabrik kommt in vollen Betrieb. Seit dieser Zeit werden Guttapercha-Land- und -Seekabel einschlie├člich der Adern vollst├Ąndig in Deutschland erzeugt.
1883 Die Felten & Guilleaume beginnen, Faserstoffkabel herzustellen, zun├Ąchst f├╝r Fernsprech- und Starkstromzwecke.
1883 Seit 1883 werden Faserstoffkabel angefertigt.
1883 Felten & Guilleaume beginnen, Kabel mit einer Isolierung von getr├Ąnktem Hanf oder Baumwollgespinst und Bleimantel, zun├Ąchst f├╝r Starkstrom- und Fernsprechzwecke, zu entwickeln
1883 Felten & Guilleaume verwendet die Stanniolbewicklung von Einzeladern, benutzt derartige Kabel mit stanniolbewickelten Einzeladern auch als Telegraphenkabel.
08.1884 Zwei Guttapercha-Telegraphenkabel mit drei und sieben Adern und ein einadriges Signalkabel werden von Felten & Guilleaume im Arlbergtunnel gelegt.
01.08.1884 bis 15.08.1884 In der ersten H├Ąlfte des Augusts werden durch den Arlbergtunnel von St. Anton, Tirol, nach Langen in Vorarlberg, 10,27 km, zwei bewehrte Kabel von Felten & Guilleaume, je eines mit 3 und 7 Adern, zwischen den Gleisen und der s├╝dlichen Tunnelwand in Holzk├Ąsten in den Schotter des Unterhaus gebettet. Ein einadriges Kabel derselben Lieferer zur Verbindung der L├Ąutewerke wird an der n├Ârdlichen Tunnelwand in Mannesh├Âhe aufgeh├Ąngt. Bauart: siebendr├Ąhtige Kupferlitze, Isolation Guttapercha, vierfache teergetr├Ąnkte Jutelage, als Bewehrung 18 verzinkte Rundeisendr├Ąhte, Bekleidung geteertes Baumwollband; Au├čendurchmesser des siebenadrigen Kabels 35 mm. Preise je m: einadrig 60 kr. (r. 1 Mark), dreiadrig 165 kr. (2,80 Mark), siebenadrig 185 kr. (3,14 Mark).
07.07.1885 Die Versuche beginnen, das Feuerschiff "Au├čenjade" durch Seekabel mit dem Festland zu verbinden; dabei werden Kettensch├Ąkel und Kabel verschiedener Bauart von Felten & Guilleaume verwendet.
1886 Es werden Gummiadermaschinen beschafft, und es wird die Herstellung von Kupfer aufgenommen: eine Kupferschmelze, ein Kupferwalzwerk und eine Kupferdrahtzieherei werden angelegt.
1887 Tod von Franz Carl Guilleaume
1888 Theodor Guilleaume d.J. ├╝bernimmt nach dem Tode seines Vaters die Firma Felten & Guilleaume
1888 "Felten & Guilleaume" verlegt das erste gr├Â├čere st├Ądtische Leitungsnetz in Barmen. - In einigen Jahren werden ├╝ber 100 Zentralen mit Kabeln des Unternehmens ausgebaut.
1889 Verlegung des Kabels Karlsruhe-Stuttgart; Lieferer Felten & Guilleaume
1889 W├╝rttemberg wird an das Telegraphennetz durch ein Kabel Karlsruhe-Stuttgart angeschlossen. Felten & Guilleaume liefern auf Grund des Vertrages vom 6./4./25. September 1889 der Reichstelegraphenverwaltung 38,247 km Kabel f├╝r die Strecke von Karlsruhe bis zur badischen Grenze bei Enzberg und auf Grund eines Vertrages mit der Generaldirektion der W├╝rttembergischen Posten und Telegraphen vom 12./1. Oktober 1889 41,93 km Kabel f├╝r die Fortsetzung von Enzberg bis Stuttgart. Die Gesamtkosten betragen f├╝r jede Verwaltung r. 200 000 Mark.
1889 "Felten & Guilleaume" liefert ein Untersee-Telefonkabel mit Guttapercha-Adern, 45 km lang, f├╝r Buenos Aires
1890 Eine Kupfer-Raffinerie wird angelegt, gleichzeitig ein Walzwerk f├╝r Kupferwalzdraht und Stangenkupfer.
01.01.1890 Umwandlung der M├╝lheimer Firma in eine Aktiengesellschaft
1891 Verlegung eines Kabels Stra├čburg-M├╝lhausen (Elsa├č); Lieferer Felten & Guilleaume
22.07.1891 Telegraphenkabel Stra├čburg-M├╝lhausen (Elsa├č). F├╝r diese Linie werden durch den Haushaltsplan 1891/92 750 000 Mark au├čerordentlich bewilligt. Das Kabel wird von Felten & Guilleaume auf Grund eines Vertrages vom 22./18./28. Juli 1891 geliefert und gelegt.
1892 Schleifenbaum ├╝bernimmt die Leitung der Abteilungen Drahtseilerei und Kabelwerk im Carlswerk
1892 Es werden Papier-Luftraumkabel eingef├╝hrt. Dadurch wird die Kapazit├Ąt auf ein bisher unerreichtes Ma├č hinabgedr├╝ckt.
17.02.1892 Max Guilleaume tritt als Teilhaber in die Firma Felten & Guilleaume ein und f├╝hrt zusammen mit seinem Bruder Theodor das K├Âlner Werk.
17.02.1892 Die Zweigniederlassung M├╝lheim (Carlswerk) (Drahtseilfabrik) wird unter der Firma "Felten. & Guilleaume" in M├╝lheim am Rhein verselbst├Ąndigt und in eine selbst├Ąndige Handelsgesellschaft umgewandelt.
13.04.1892 Telegraphenkabel mit impr├Ągniertem Papier und Luftraum besonderer Bauart von Felten & Guilleaume nach D.R.P. Nr. 65 311 v. 13.04.1892 werden von Reichs-Telegraphenverwaltung bis 1902 verwendet.
1893 Max Guilleaume gr├╝ndet mit seinem Bruder Theodor die Handelsgesellschaft Felten & Guilleaume in Wien und Budapest.
1893 Die Kabelfabrik von Felten & Guilleaume in Wien wird gegr├╝ndet.
1893 In Wien wird eine Tochtergesellschaft gegr├╝ndet, die die Herstellung der Kabel f├╝r ihr Land ├╝bernimmt. (Weitere Tochtergesellschaft in Budapest)
01.09.1893 bis 31.10.1893 Ein siebenadriges Guttapercha-Telegraphenkabel, ferner vier- und f├╝nfadrige Sonderkabel werden von Felten & Guilleaume durch den Gotthardtunnel gelegt.
02.1894 Das Reichspostamt beginnt im Februar mit Felten & Guilleaume ├╝ber ein deutsch-amerikanisches Seekabel zu verhandeln.
17.08.1894 Erste deutsche Konzession an Felten & Guilleaume f├╝r ein Seekabel nach Nordamerika.
23.08.1894 bis 13.09.1894 Kabelbetriebsvertrag am 23. 8./13. 9. zwischen Reichspostamt und Felten & Guilleaume ├╝ber das geplante deutsch-amerikanische Seekabel.
04.10.1894 Die englische Telegraphenverwaltung lehnt Antr├Ąge des Reichspostamt und von Felten & Guilleaume wegen einer Zwischenlandung des geplanten deutsch-amerikanischen Seekabels in Porthcurno ab und l├Ą├čt sich auch durch weitere Verhandlungen nicht zu einer ├änderung ihres Standpunktes bestimmen.
1895 Die Reichs-Telegraphenverwaltung f├╝hrt das Faserstoffkabel allgemein ein; Lieferer Siemens & Halske, Felten & Guilleaume, Franz Clouth.
1895 Es werden Faserstoffkabel nach g├╝nstigem Ausfall der Versuche allgemein eingef├╝hrt, an der Lieferung sind au├čer Siemens & Halske zun├Ąchst Felten & Guilleaume und Franz Clouth beteiligt, nach und nach kommen immer mehr Firmen hinzu. Die Bauart unterscheidet sich bei den einzelnen Lieferern etwas, statt Jute wird Baumwolle oder auch Papier genommen. Einheitlich bleibt aber: feste Umwicklung des Leiters mit Faserstoffen ohne Luftraum, Impr├Ągnierung, Bleimantel.
07.1895 Seit 1895 werden Faserstoffkabel von der Reichstelegraphenverwaltung allgemein gebraucht; der erste Liefervertrag wird im Juli mit Siemens & Halske, Felten & Guilleaume und Franz Clouth abgeschlossen.
07.1895 Seit 1895 werden Faserstoffkabel von der Reichstelegraphenverwaltung allgemein gebraucht; der erste Liefervertrag wird im Juli mit Siemens & Halske, Felten & Guilleaume und Franz Clouth abgeschlossen.
21.03.1896 Die Deutsche See-Telegraphengesellschaft wird gegr├╝ndet, auf die Felten & Guilleaume ihre Konzessionen usw., soweit sie das Seekabel Borkum-Vigo betreffen, ├╝bertragen.
16.06.1896 Spanische Landungsgenehmigung an Felten & Guilleaume f├╝r ein Seekabel Borkum-Vigo.
03.07.1896 Erg├Ąnzungen zur Konzession v. 17. 8. 1894 an Felten & Guilleaume wegen der F├╝hrung des geplanten Seekabels nach Nordamerika ├╝ber Vigo.
07./18.08.1896 Am 7./18. Aug. werden Erg├Ąnzungen zum Kabelbetriebsvertrag Reichspostamt/Felten & Guilleaume v. 23. 8./13. 9. 1894 beschlossen (Seekabel).
1898 Um 1898 planen die Felten & Guilleaume Carlswerk AG. und die Land- und Seekabelwerke AG., eine Gr├╝ndung von Franz Clouth, unabh├Ąngig voneinander, je ein Seekabelwerk an der deutschen K├╝ste
anzulegen.
01.05.1898 Der Plan eines Seekabels Borkum-Lissabon-Azoren-New York wird vom Reichspostamt mit Commercial Cable Co., Eastern und Felten & Guilleaume vereinbart.
16.06.1898 Nachtrag zur Konzession v. 17. 8. 1894 an Felten & Guilleaume betr. F├╝hrung des deutsch-amerikanischen Seekabels ├╝ber Lissabon-Azoren statt ├╝ber Vigo.
07.12.1898 Erteilung des D.R.P. Nr. 118 461 an Felten & Guilleaume auf Fassonlitzen.
898 Die Land- und Seekabelwerke AG erwirbt Ende 1898 geeignetes Gel├Ąnde in Nordenham (Weser), beginnt mit den Bauarbeiten und bestellt einen Kabeldampfer in England. Da zwei Seekabelfabriken nebeneinander nicht gen├╝gend besch├Ąftigt werden k├Ânnen, einigen sich die Beteiligten auf Anregung des Reichspostamts: Es wird eine neue Aktiengesellschaft Norddeutsche Seekabelwerke gegr├╝ndet, deren Aktien Felten & Guilleaume und die Deutsch-Atlantische Telegraphengesellschaft ├╝bernehmen. Die Land- und Seekabelwerke erhalten Genu├čseheine mit begrenzter Dividendenberechtigung als Abstand. Die Norddeutsche Seekabelwerke AG. erwirbt die Anlagen in Nordenham sowie den Kabeldampfer und vollendet den Ausbau der Kabelfabrik.
1899 Die Erfindung des Wiener Chemikers Adolf Gentzsch wird bekannt, der sich damit besch├Ąftigte, einen Guttaperchaersatz unter Verwendung von Kautschuk mit Zus├Ątzen von Teer, Harzen und Wachsen zu finden. Die unter der Bezeichnung "Gutta-Gentzsch" in den Handel eingef├╝hrte Masse wird von der Firma Felten & Guilleaume erprobt und entwickelt. Die fehlende H├Ąrte und eine geringere Wasseraufnahmef├Ąhigkeit sucht Gentzsch durch Zusatz von Teerprodukten oder Harz-Kalkseifen zu erreichen. Er erh├Ąlt solch einen Stoff, der in seinen mechanischen Eigenschaften und in seiner Verarbeitungsf├Ąhigkeit der Guttapercha weitgehend ├Ąhnelt, sie allerdings in ihren elektrischen Eigenschaften nicht erreicht. Die Arbeiten von Gentzsch finden in verschiedenen Patenten ihren Niederschlag.
21.02.1899 Die Deutsch-Atlantische Telegraphengesellschaft wird gegr├╝ndet, auf die Felten & Guilleaume ihre Rechte und Pflichten aus den Konzessionen usw. ├╝ber ein Seekabel nach Nordamerika ├╝bertragen.
03.1899 Felten & Guilleaume beginnen im M├Ąrz Versuche, induktiv belastete Telgraphenkabel durch Bewickeln der Ader mit Bandeisen oder Einf├╝gen von Eisendr├Ąhten in die Leiterlitze herzustellen.
28.05.1899 Neue deutsche Konzession an Felten & Guilleaume f├╝r ein unmittelbares deutsch-amerikanisches Seekabel ├╝ber die Azoren.
29.05./08.06.1899 Abschlu├č eines Kabelbetriebsvertrags Reichspostamt/Felten & Guilleaume am 29.5./8.6.
14.12.1899 Die M├╝lheimer Fabrik wird in eine Aktiengesellschaft unter der Firma "Felten & Guilleaume Carlswerk A.-G." mit einem Grundkapital von M 30.000.000,00 umgewandelt.
1900 Aus Anla├č der Vollendung des ersten deutsch-amerikanischen Kabels wird Max Guilleaume Kommerzienrat, sp├Ąter Geheimer Kommerzienrat
01.01.1900 Schleifenbaum wird Mitglied des Vorstandes der Felten & Guilleaume Carlswerk AG.
1900 Das Kapital wird auf M 36.000.000,00 erh├Âht.
01.09.1900 F├╝r seine Verdienste um die Vorbereitung der deutschen Kabel nach ├ťbersee, besonders des ersten deutsch-amerikanischen Kabels, erh├Ąlt Theodor Guilleaume jun. den erblichen Adel.
05.-18.12.1900 Die erste Arbeit des Kabeldampfers "von Podbielski" der Norddeutschen Seekabelwerke ist die Legung eines von Felten & Guilleaume im Carlswerk hergestellten Kabels Tsingtau-Shanghai in der Zeit vom 5. bis 18. Dezember 1900.
18.11.1901 Deutsche und niederl├Ąndische Vorkonzession an Felten & Guilleaume und le Roy ├╝ber das Seekabel im Stillen Ozean.
04.1902 Erste Kabel mit Gutta-Gentzsch-Isolierung von Felten & Guilleaume f├╝r die Reichs-Telegraphenverwaltung geliefert: Seekabel S├╝dwesth├Ârn-Insel F├Âhr und Flu├čkabel durch die Ems bei Weener.
21.06.1902 Erstes Seekabel mit Gutta-Gentzsch, vieradrig, S├╝dwesth├Ârn-F├Âhr gelegt. Das besonders biegsame Kabel von Felten & Guilleaume zum Anschlu├č verankerter Schiffe bew├Ąhrt sich.
07.1902 F├╝r die Durchschreitung des Kamerunflusses werden von Felten & Guillaume 1450 m dreiadriges Okonit-Telegraphenkabel geliefert. Bauart: Kupferlitze 7 x0,8 mm, mit Okonit bis 8 mm Durchmesser nahtlos umpre├čt, mit gummiertem Band bis auf 8,6 min bewickelt. Die verseilten Adern erhalten eine doppelte Bewicklung mit tanniertem Jutegarn; als Bewehrung 16 Runddr├Ąhte von 5,5 rn-rn Durchmesser und als Bekleidung zwei Compoundschichten; Au├čendurchmesser 40 mm; Gewicht 4250 kg/km. Elektrische Vertragswerte je km: 5 Ohm, 1000 MegOhm, 0,32 myF, bei der Abnahmemessung: 4,87 Ohm, 2550 MegOhm, 0,2835 myF.
1903 Er werden verschiedene Kabel von Felten & Guilleaume mit Isolierh├╝lle aus Gutta-Gentzsch, Gesamtl├Ąnge 23,27 km, gelegt.
1903 Felten & Guilleaume gibt die Luftraumkabelisolierung mit besonders gefalteten Papierstreifen mit Beginn des Rechnungsjahres 1903 auf.
13.10.1903 Landungserlaubnis der Vereinigten Staaten von Amerika f├╝r Guam an Felten & Guilleaume und le Roy.
16.07.1904 Endg├╝ltige deutsche, am 18.7. endg├╝ltige niederl├Ąndische Konzession an Felten & Guilleaume und le Roy.
1905 Die Felten & Guilleaume Carlswerk A.-G. ├╝bernimmt das Kapital der Land- und Seekabelwerke
1905 Im Laufe des Jahres 1905 ├╝bernimmt die Felten & Guilleaume Carlswerk A.G. das Kapital der Land- und Seekabelwerke, soweit sie es nicht schon seit 1900 besa├č.
1905 In St. Petersburg werden die Vereinigte Kabelwerke A.G., von Siemens & Halske gemeinsam mit der Allgemeinen Elektrizit├Ątsgesellschaft und der Firma Felten & Guilleaume gegr├╝ndet.
1905 Die Firmenbezeichnung wird abge├Ąndert in "Felten & Guilleaume-Lahmeyerwerke A.-G." infolge der Angliederung der "Frankfurter Maschinenfabrik der Elektrizit├Ąts-Aktiengesellschaft vormals W. Lahmeyer & Co."
1905 Im Zuge der Angliederung der "E.A.G. vorm. W. Lahmeyer" wird das Aktienkapital auf M 55.000.000,00 erh├Âht.
01.01.1906 bis 28.02.1906 ein siebenpaariges Papierkabel f├╝r Telegraphie und Fernsprechen und ein vierpaariges Blockkabel werden durch den Simplontunnel gelegt; Lieferer Felten & Guilleaume
19.01.1907 Liberianische Konzession f├╝r ein Seekabel an die Oost-Afrikaansche Compagnie in Rotterdam (sp├Ąter an Felten & Guilleaume)
21.03.1907 Die liberianische Konzession f├╝r ein Seekabel an die Oost-Afrikaansche Co. wird auf Felten & Guilleaume ├╝bertragen.
01.05.1907 Liberianische Konzession an Felten & Guilleaume f├╝r Seekabel nach Europa und S├╝damerika.
06.06.1907 Spanische Konzession an Felten & Guilleaume f├╝r ein Seekabel von Emden nach Teneriffa.
1908 Ein zw├Âlfadriges Faserstoffkabel mit Stanniolh├╝llen und Erddr├Ąhten sowie ein siebenadriges Faserstoffkabel werden von Felten & Guilleaume durch den Karawankentunnel gelegt.
30.07.1908 Brasilianische Konzession an Felten & Guilleaume f├╝r ein Seekabel nach Teneriffa oder Westafrika.
09.08.1908 Deutsche Landungsgenehmigung an Felten & Guilleaume f├╝r ein Seekabel nach S├╝damerika ├╝ber Teneriffa und u. U. Liberia.
11.08.1908 Kabelbetriebsvertrag Reichspostamt/Felten & Guilleaume ├╝ber das Seekabel nach S├╝damerika am 11./14. August
27.08.1908 Die Deutsch-S├╝damerikanische Telegraphengesellschaft wird gegr├╝ndet, auf die s├Ąmtliche Konzessionen, die das Seekabel nach S├╝damerika betreffen, von Felten & Guilleaume ├╝bertragen werden.
24.10.1908 Feier der f├╝nfundzwanzigj├Ąhrigen T├Ątigkeit des Kommerzienrats Theodor von Guilleaume bei "Felten & Guilleaume"
1909 Verlegung eines f├╝nfzigadriges Papierkabel mit Induktionssehutz durch Stanniolh├╝lle um jede Ader und Kupferband um die Kabelseele von Felten & Guilleaume zwischen D├╝sseldorf und Duisburg
11.1909 Verlegung eines f├╝nfzigadrigen Papierkabels mit Stanniolh├╝llen als Induktionsschutz und mit 50 blanken Kupferdr├Ąhten, als Ersatz f├╝r das Kupferband, von Felten & Guilleaume f├╝r Deutz-Gremberg.
1910 Mit der Wiederabsto├čung der Frankfurter Fabrik ("E.A.G. vorm. W. Lahmeyer") im Jahre nimmt die Gesellschaft wieder die fr├╝here Firma "Felten & Guilleaume Carlswerk A.-G." an.
25.09.1910 Felten & Guilleaume sichern sich ein Anrecht auf die brasilianische Reidy-Konzession von 1909 (Seekabel l├Ąngs der brasilianischen K├╝ste); die Verhandlungen f├╝hren aber nicht zum Ankauf, die Konzession verf├Ąllt 1914.
08.1911 Ein Papierkabel mit Induktionsschutz, Bauart Deutz-Gremberg 1909, wird von Felten & Guilleaume f├╝r l├Ąngere Stadtleitungen in K├Âln geliefert.
16.12.1911 Ein Gesuch von Felten & Guilleaume um Genehmigung der Landung eines Seekabels wird von der Regierung von Uruguay abgelehnt.
1912 Zur Sicherung der Rohmaterialbasis f├╝r die Eisen- und Stahldrahterzeugnisse wird das Hochofenwerk Collart in Steinfort angegliedert, welches zum Stahlwerk ausgebaut wird.
1918 ├ťbernahme der Papierfabrik Br├╝der K├Ąmmerer in Osnabr├╝ck
1919 Das Hochofenwerk Collart in Steinfort mu├č infolge des verlorenen Krieges verkauft werden.
1920 Nach dem Verkauf des Werks in Steinfort wird zwecks Sicherung des Halbzeugbedarfs ein Interessengemeinschaftsvertrag mit dem "Arbed"-Konzern (Burbach-Eich-D├╝delingen) und Terres Rouges in Luxemburg abgeschlossen. Wesentlicher Inhalt: Sicherstellung des Hauptbedarfes an Eisenhalbzeug auf 30 Jahre
1920 Im Zusammenhang mit dem I.G.-Vertrag mit der Arbed wird das Grundkapital der Gesellschaft von M 60.000.000,00 auf Mark 120.000.000,00 erh├Âht; die jungen Aktien werden von dem Arbed-Konzern zum Kurse von 250 % ├╝bernommen.
1920 Als Anfang der zwanziger Jahre die "Felten & Guilleaume Carlswerke AG" in Schwierigkeiten ger├Ąt, stockt die AEG 1920 ihr Kapital um zehn Millionen Mark auf, um diese f├╝r sie wichtige Beteiligung zu halten.
07.04.1921 In Berlin wird die Deutsche Fernkabel-Gesellschaft (DFKG) als Tochterunternehmen der Deutschen Reichspost, der AEG, den Firmen Siemens & Halske und Felten & Guillaume Carlswerk gegr├╝ndet.
1924 Das inzwischen auf M 200.000.000,00 erh├Âhte Grundkapital der Gesellschaft wird auf GM 60.000.000,00 umgestellt.
1925 Die Felten & Guilleaume Carlswerk ├╝bernimmt auch das Kapital der Rheinische Gummiwarenfabrik A.-G. Franz Clouth, die beide ihren Betrieb weiterf├╝hrt.
1925 Das Kapital wird von der Felten & Guilleaume Carlswerk A.G., die ihre eigene Gummiwarenfabrik mit den Einrichtungen der Firma Franz Clouth vereinigt, ├╝bernommen.
02.03.1925 Lizenzabkommen zwischen Felten & Guilleaume und der International Western Electric Co., New York, ├╝ber die Verwendung des Permalloys
1928 Im Wege der Einbringung wird das Drahtwerk Eschweiler von der "H├╝ttengesellschaft der Roten Erden" gegen Hingabe von RM 4.500.000,00 neuer Aktien erworben ("Felten & Guilleaume-Eschweiler Draht A.-G.").
1928 Im Zug der Erwerbung des Drahtwerks Eschweiler von der "H├╝ttengesellschaft der Roten Erden" werden RM 1.500.000,00 Vorratsaktien geschaffen.
1930 Die Gesellschaft bringt ihre gesamten Eisen- und Stahlbetriebe sowie ihre 100 %igen Beteiligungen an der "Walzwerke Aktiengesellschaft vorm. E. B├Âcking & Co." und der "Felten & Guilleaume-Eschweiler Draht A.-G." in die zwecks Verselbst├Ąndigung dieser Sonderabteilung gegr├╝ndete "Felten & Guilleaume Carlswerk Eisen und Stahl A.-G." ein, deren gesamtes Aktienkapital im Besitze des Stammhauses verbleibt. Lieferungsvertr├Ąge zwischen der alten und neuen Gesellschaft regeln die gegenseitigen Bezuge unter Ausschlu├č interner Gewinne.
10.07.1930 Ein Versuchs-Guttaperchakabel mit Pupinspulen wird von Felten & Guilleaume in der Biskaya ausgelegt, am 23. 8. wieder aufgenommen.
1934 Die 1928 geschaffenen 1.500.000 Mark Vorratsaktien werden wieder eingezogen.
01.01.1937 C. Overhoff tritt von Clouth in den Vorstand der Felten & Guilleaume Carlswerk A.G. ├╝ber.
1941 Zum 31. Dezember 1941 wird auf Grund der Dividendenabgabeverordnung eine Kapitalberichtigung um 50 % durchgef├╝hrt, so da├č das berichtigte Kapital sich auf Reichsmark 96.750.000,00 stellt.
26.08.1943 Letzte ordentliche Hauptversammlung bis 1943/44
1949 Niederlassung von Felten & Guilleaume, Carlswerke AG, in den ehemaligen "Weserflug"-Hallen, Nordenham
1981 Die Niederlassung Felten & Guilleaume wird ein Betrieb der Philips Kommunikationsind. AG, N├╝rnberg, heute Felten & Guilleaume Energietechnik AG, Werk Nordenham, und F. & G. Antriebstechnik GmbH
1981 Umbenennung der Felten & Guilleaume Carlswerk AG (F&G) in Philips Kommunikations Industrie AG (PKI)




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Bindfaden 1888 MAN-Dampfmaschine 1888 MAN-Dampfmaschine  
Bronzedraht 1900 [Reichs-Adressbuch (1900) 2402] 1900 [Reichs-Adressbuch (1900) 2402]  
Drahtwaren 1900 [Reichs-Adressbuch (1900) 2402] 1900 [Reichs-Adressbuch (1900) 2402]  
Eisendraht 1900 [Reichs-Adressbuch (1900) 2402] 1900 [Reichs-Adressbuch (1900) 2402]  
Fernmeldeschn├╝re 1937 [Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 174] 1940 [Dt. Elektro-Adre├čbuch (1940) 207]  
Hanfgarn 1888 MAN-Dampfmaschine 1888 MAN-Dampfmaschine  
Kabel 1892 [Adressb Elektr.-Branche (1892)] 1994 bekannt  
Klingelschn├╝re 1937 [Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 172] 1937 [Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 172]  
Kupferdraht 1900 [Reichs-Adressbuch (1900) 2402] 1900 [Reichs-Adressbuch (1900) 2402]  
Lichtkabel 1900 [Reichs-Adressbuch (1900) 2402] 1900 [Reichs-Adressbuch (1900) 2402]  
Me├čger├Ąte f├╝r Fernsprechanlagen 1937 [Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 180] 1937 [Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 180]  
Rundfunkschn├╝re 1937 [Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 173] 1937 [Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 173]  
Seilereiwaren 1888 MAN-Dampfmaschine 1900 [Reichs-Adre├čbuch (1900) 2345]  
Telefone/Zubeh├Âr          
Telegraphen- und Telefonkabel 1900 [Reichs-Adressbuch (1900) 2402] 1940 [Dt. Elektro-Adre├čbuch (1940) 205]  
Telegraphen- und Telefonkabel 1900 [Reichs-Adressbuch (1900) 2402] 1900 [Reichs-Adressbuch (1900) 2402]  
Telegraphendraht 1892 [Adressb. Elektr.-Branche (1892)] 1892 [Adressb. Elektr.-Branche (1892)]  




Betriebene Dampfmaschinen

Bezeichnung Bauzeit Hersteller
Dampfmaschine 1888 Maschinenfabrik Augsburg AG
Dampfmaschine 1893 Maschinenfabrik Augsburg AG
Dampfmaschine 1898 Maschinenfabrik Augsburg AG
Dampfmaschine 1898 Maschinenfabrik Augsburg AG
Dampfmaschine 1899 Vereinigte Maschinenfabrik Augsburg und Maschinenbaugesellschaft N├╝rnberg
Dampfmaschine vor 1900? Gebr. Sulzer AG
Dampfmaschine vor 1900? Gebr. Sulzer AG
Dampfmaschine vor 1900? Gebr. Sulzer AG
Dampfmaschine vor 1900? Gebr. Sulzer AG
Dampfmaschine 1900-1911 Gebr. Sulzer AG




Maschinelle Ausstattung

Zeit Objekt Anz. Betriebsteil Hersteller Kennwert Wert [...] Beschreibung Verwendung
1888 Dampfmaschinen     unbekannt Leistung ges. 1200 PS    
1911 elektr. Kraftzentrale 1   unbekannt Gesamtleistung 13000 PS    




Personal

Zeit gesamt Arbeiter Angest. Lehrl. Kommentar
1874   150     150 Arbeiter ├╝bersiedelten nach M├╝lheim
1887   1500      
1888   1600      
1892 2400       in der Quelle als "Arbeiterzahl" bezeichnet
1911   6500      




Firmen-Änderungen, Zusammenschüsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1904 Anschlu├č (Namensverlust) danach Elektrizit├Ąts-Aktiengesellschaft, vorm. W. Lahmeyer & Co. EAG vorm. Lahmeyer an Felten & Guilleaume
1918 Nebenwerk danach Papierfabrik GmbH, vorm. Br├╝der K├Ąmmerer  




Allgemeines

ZEIT1943
THEMAOrgane und Kapital der Gesellschaft
TEXTVorstand: Regierungsbaumeister a. D. Generaldirektor Fritz Lehmann, Vorsitzer; Direktor Carl Overhoff; Direktor Dr. phil. Ulfilas Meyer; Direktor Philipp Schneider; Direktor Heinz H├Ârn, stellv. Aufsichtsrat: Kurt Freiherr von Schr├Âder, K├Âln, Vorsitzer; Generaldirektor Dr.-Ing. e. h. Aloys Meyer, Luxemburg, stellv. Vorsitzer; Bergassessor a. D. Paul Becker, Kohlscheid; Geh. Regierungsrat Gustav Brecht, K├Âln; Dr. Rudolf Brinckmann, Hamburg); Robert Collaert, Dommeldingen (Luxemburg); Direktor Karl Heimann-Kreuser, K├Âln; beigeordn. Generaldirektor Carlheinz Hoffmann, Luxemburg; beigeordn. Generaldirektor Arthur Kipgen, Luxemburg; Hermann Kramer, K├Âln-M├╝lheim; Fritz Kranefu├č Berlin; Dr. Robert Pferdmenges, K├Âln; Dr. Karl Rasche, Berlin; Dr. Karl Ernst Sippell, Berlin; Staatsfinanzrat a. D. Hans Weltzien, Berlin. Abschlu├čpr├╝fer f├╝r das Gesch├Ąftsjahr 1943: Deutsche Revisions- und Treuhand-Aktiengesellschaft, Berlin. Gesch├Ąftsjahr: 1. Januar bis 31. Dezember. Hauptversammlung (Stimmrecht): nach Aktiennennbetr├Ągen. Reingewinn-Verwendung: Der Reingewinn steht innerhalb der gesetzlichen Grenzen zur freien Verf├╝gung der Hauptversammlung. Die Auszahlung der Gewinnanteile erfolgt sp├Ątestens an dem auf den Ablauf des Gesch├Ąftsjahres folgenden 1. August. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten neben einer festen Verg├╝tung einen Betrag, der 7 % desjenigen Teils der ausgesch├╝tteten Dividende entspricht, um den diese Dividende 4 % der auf das Grundkapital geleisteten Einlagen ├╝bersteigt. Die feste Verg├╝tung betr├Ągt j├Ąhrlich f├╝r jedes Mitglied RM 3.000,00; sie erh├Âht sich f├╝r Mitglieder von Aussch├╝ssen auf RM 4.500,00, f├╝r den Vorsitzer und seinen Stellvertreter unter Anrechnung der Erh├Âhung f├╝r Ausschu├čmitgliedschaft auf RM 6.000,00. Grundkapital: nom. RM 96.750.000,00 Stammaktien in 91 000 St├╝cken zu je RM 1.000,00 (Nr. 1-91 000), 13 000 St├╝cken zu je RM 300,00 (Nr. zwischen 1-200 000), 18 500 St├╝cken zu je RM 100,00 (Nr. 1-18 500). Bestand an eigenen Aktien: nom. RM 1.715.400,00 (Buchwert = Erwerbspreis: RM 425 873.10). Dividenden seit 1933: 0. 4, 6, 6, 7, 8, 8, 5%, 5.4 %. Beteiligung der "Vereinigte H├╝ttenwerke Burbach-Eich-D├╝delingen Aktiengesellschaft", Luxemburg: 67.1 %.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 5765]


ZEIT1943
THEMAZweck und Gegenstand des Unternehmens
TEXTGegenstand des Unternehmens: Weiterf├╝hrung des Gesch├Ąfts der fr├╝heren Handelsgesellschaft Felten & Guilleaume in M├╝lheim am Rhein sowie ├╝berhaupt: a) Errichtung oder Erwerbung und Betrieb von Fabriken und sonstigen gewerblichen Anlagen auf dem Gebiet der Kabel- und Leitungsindustrie, der Metallurgie und der angewandten Elektrotechnik sowie im allgemeinen Unternehmungen jeder Art auf diesen Gebieten; b) An- und Verkauf sowie eigene Erzeugung von Rohstoffen und Herstellung von fertigen wie halbfertigen Waren und von Maschinen jeder Art, die zu den bei a) bezeichneten Betrieben und Unternehmungen erforderlich oder dienlich sind; c) Erwerbung und Betrieb von Erz-, Kohlen- und sonstigen Bergwerken, Errichtung oder Erwerbung und Betrieb von Anlagen jeder Art zur Zugutemachung und weiteren Verarbeitung der aus Bergwerken und aus der Ausbeutung von anderen Gerechtsamen gewonnenen Erzeugnisse sowie Handel in solchen Erzeugnissen; d) Erlangung von Konzessionen zur gewerblichen Ausnutzung der Elektrizit├Ąt und Ausbeutung derselben im eigenen Betriebe oder mittels sonstiger Verwertung; e) Beteiligung bei staatlichen, kommunalen oder privaten Unternehmungen auf den Gebieten der Erzeugung, Verarbeitung und Verfeinerung von Eisen- und Nichteisenmetallen, der angewandten Elektrotechnik und der Gummi-Industrie; Errichtung, ├ťbernahme und Finanzierung solcher Unternehmungen sowie Ver├Ąu├čerung und sonstige Verwertung solcher Beteiligungen; f) Anlagen, Beteiligungen und Gesch├Ąfte jeder Art im allgemeinen, welche geeignet sind, die vorgezeichneten Gesellschaftszwecke zu f├Ârdern. Erzeugnisse: Dr├Ąhte aus Kupfer, Bronze, Messing und Aluminium; Fahrdr├Ąhte, Freileitungsseile aus Kupfer, Aluminium. Stahl-Aluminium und Aldrey; Freileitungs-Hohlseile, Leitungsdr├Ąhte der verschiedensten Art, Starkstromkabel, H├Âchstspannungskabel bis 220 kV (ausgef├╝hrt als Druck- und ├ľlkabel), Gummikabel, Schwachstrom-Bleikabel f├╝r Telegraphie und Telephonie, Pupin- und Krarupkabel, See-Fernsprechkabel, selbsttragende Luftkabel, Hochfrequenzkabel, Kabelgarnituren, wie Muffen, Endverschl├╝sse, Hausanschlu├čkasten, Kabelverteilerschr├Ąnke, Kabelkasten usw., Ausbau vollst├Ąndiger Kabelnetze, Trennschutzschalter und Schutzschalter, elektrische Me├činstrumente, Leichtmetalle nach DIN 1713 und Sonderlegierungen.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 5765]


ZEIT1943
THEMABesitzverh├Ąltnisse
TEXTBesitz- und Betriebsbeschreibung: Kupfer- und Kabelbetrieb. Betriebsanlagen: Kupferwerk, Kupferdrahtzieherei, Leichtmetallwerk, Kabelfabriken, Pupinspulenfabrik, elektrotechnische Werkstatt, Schreinerei, Versuchsanstalten, chemische Laboratorien, Pr├╝f- und Me├čr├Ąume, technische B├╝ros. Sonstige Anlagen: Rheinwerft mit Krananlagen, Eisenbahnanlagen. Wohlfahrtsanlagen: Arbeitersiedlungen.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 5765]


ZEIT1943
THEMABeteiligung an folgenden Unternehmens
TEXTKonzern-Gesellschaften (s.d.): 1. Felten & Guilleaume Carlswerk Eisen und Stahl A.-G., K├Âln-M├╝lheim, Beteiligung: 100 %; 2. Norddeutsche Seekabelwerke Aktiengesellschaft, Nordenham, Beteiligung: 50% (50 % Siemens & Halske A.-G., Berlin); 3. Kabelwerk Wilhelminenhof Aktiengesellschaft, Berlin, Beteiligung: l00 %; 4. S├╝ddeutsche Telefon-Apparate-, Kabel- und Drahtwerke, Akt.-Ges. TEKADE, N├╝rnberg, Beteiligung: 100 %; 5. Dielektra Akt.-Ges., Porz b. K├Âln, Beteiligung: 100 %; 6. Braunkohlenbergwerk und Briketfabrik Liblar G. m. b. H., Liblar, Beteiligung: 100 %; 7. Land- und Seekabelwerke Aktiengesellschaft, K├Âln-Nippes, Beteiligung: 100 %; 8. Liblar Tiefbau G. m. b. H., Liblar, Beteiligung: 100 %; 9. Papierfabrik G. m. b. H. vorm. Br├╝der K├Ąmmerer, Osnabr├╝ck, Beteiligung: 50 % (Rest bei AEG); 10. Franz Clouth, Rheinische Gummiwarenfabrik A.-G., K├Âln-Nippes, Beteiligung: 95.5 % (Rest bei Dielektra A.-G., Porz); 11. Gummi-Werke "Elbe" A.-G., Piesteritz bei Klein-Wittenberg (Elbe), Beteiligung: Mehrheit; 12. Bleichert-Transportanlagen G. m. b. H., Leipzig, Meteiligung: Mehrheit ├╝ber Konzernuntemehmen; 13. Oldenburger Moorkultur G. m. b. H., Ramsloh, Beteiligung: 50 % (Rest bei AEG); 14. Carlswerkhaus A.-G., K├Âln, Beteiligung: 100 %; 15. Felten & Guilleaume Fabrik elektrischer Kabel, Stahl- und Kupferwerke A.-G., Wien, Beteiligung: 65.96%; Felten & Guilleaume Carlswerk Aktiengesellschaft, K├Âln-M├╝lheim; 16. Elektro Holding A.-G., Luxemburg, Beteiligung: rund 66 % gemeinsam mit Wien Ujvid├ęki K├íbelgy├ír R. T., Ujvid├ęk, Beteiligung: 90% gemeinsam mit AEG und Siemens; Beteiligung: 100%; 17. Kabelwerk Ozarow Aktiengesellschaft, Ozarow bei Warschau, Beteiligung: 100% gemeinsam mit AEG und Siemens; 18. Bergwerks-Aktiengesellschaft Plrin, Sofia, Beteiligung: 25 %; Buchwert der a) Beteiligungen: RM 81.592.117,50. b) Andere Wertpapiere des Anlageverm├Âgens: RM 281.946,00 (umfassen haupts├Ąchlich Beteiligungen an Verb├Ąnden und Wertpapiere, die dauernd oder langfristig dem Gesch├Ąftsbetrieb dienen), c) Wertpapiere des Umlaufverm├Âgens: RM 5229284.20.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 5765]


ZEIT1911
THEMABeschreibung
TEXTWer ohne Kenntnis des Werdeganges der Firma zum ersten Male die Betriebe des Carlswerks durchwandert, ist erstaunt ├╝ber die Mannigfaltigkeit ihrer Erzeugnisse. Mehr als 20 Fabriken, deren jede nach der Eigenart und Herstellungsweise ihrer Produkte eine Industrie f├╝r sich bilden k├Ânnte, finden sich hier zu einem Gro├čunternehmen vereinigt. Es bedarf schon eines Einblickes in die Entwicklungsgeschichte des Werkes, um den nat├╝rlichen Zusammenhang der vielen, auf den ersten Blick nur lose miteinander verwandten Betriebe zu erkennen. Aber schon das Bild der H├Âfe und Pl├Ątze gibt einen Fingerzeig zum Verst├Ąndnis des Unternehmens. Berge von Eisen-, Stahl- und Kupferdraht bedecken das Gel├Ąnde und zeigen sich uns als das Bindeglied zwischen den verschiedenen Abteilungen des gro├čen Werkes. Denn alle Einzelbetriebe des Carlswerks dienen, die einen unmittelbar, die anderen mittelbar, der Erzeugung oder Weiterverarbeitung gezogenen Drahtes. Die alte Firma Feiten & Guilleaume in K├Âln, das Stammhaus der M├╝lheimer Firma, betrieb anf├Ąnglich nur die Herstellung h├Ąnfener Seilerwaren. Die Erfindung des Drahtseiles im Anfange der drei├čiger Jahre des vorigen Jahrhunderts veranlagte sie zu einer Ausdehnung der Seilerei auf das Gebiet der Verwendung metallischer Dr├Ąhte. Der Tag der Errichtung dieser Drahtseilerei im alten K├Âlner Hause - zugleich der ├Ąltesten auf der ganzen Erde - kann als der eigentliche Geburtstag der M├╝lhe├Ąmer Weltfirma angesehen werden. Das schlichte Drahtseil ist mittlerweile zu einem unentbehrlichen Zugorgane der Technik geworden; der Bergbau verdankt ihm geradezu seine heutigen Teufen. An die Seite der ├Ąlteren rund drahtige n und rundlitzigen Konstruktionen traten im Laufe der Zeit neue, vollkommenere Seilarten. Verschlossene Seile f├╝r H├Ąngebr├╝cken und Luftseilbahnen, flachlitzige f├╝r Bergbahnen und Hebezeuge, vollkommen drallfreie doppelflach-litzige Seile zum Heben frei schwebender Lasten und dreikantlitzige F├Ârderseile bilden den H├Âhepunkt der bisherigen Leistungen der Seilindustrie. In der Herstellung dieser Fassonseile steht die Firma bis heute unerreicht da. Die Anforderungen der Drahtseilerei n├Âtigen zu einem eingehenden Studium aller einschl├Ągigen Probleme der Drahtindustrie. Besonders dringend erschien die Herstellung gut verzinkter Dr├Ąhte. Im Jahre 1853 wurde eine eigene Verzinkungsanstalt errichtet, die erste Drahtverzinkerei auf dem Kontinent, der nach einigen Jahren eine Drahtzieherei folgte. Die Herstellung von Seildraht wurde zu einer Spezialit├Ąt, in deren Ausbildung die Firma bahnbrechend und unter stetiger Erweiterung ihres Arbeitsfeldes vorging. Heute umfa├čt ihre Drahtzieherei das ganze Gebiet der Drahterzeugung, namentlich auch die Herstellung aller Arten hochwertiger Dr├Ąhte. Un├╝bertroffen sind die Seildr├Ąhte bis hinauf zum Pflugseildraht von 200 kg/qmm Festigkeit, der geh├Ąrtete Kratzendraht, der Klaviersaitendraht von 260 und der Zithersaitendraht von nahezu 300 kg/qmm Festigkeit. Zur Herstellung des Walzdrahtes, des Ausgangsmaterials der Drahtzieherei, ist ein alle Fortschritte der Technik verwertendes, modernes Eisen- und Stahl-Walzwerk erbaut worden. Das Streben nach weitestgehender Ausnutzung der Drahtzieherei f├╝hrte zur Errichtung von Fabriken zur Erzeugung von Stacheldraht, Drahtgeflecht, Zug- und Druckfedern, Webelitzen und Drahtstiften. Auch diese Betriebe sind zu gr├Â├čter Leistungsf├Ąhigkeit entwickelt worden. Schon fr├╝hzeitig war der Firma in der Elektrotechnik ein neuer Abnehmer erstanden, dessen wachsende Bedeutung den Schwerpunkt ihrer Fabrikation mit der Zeit vollst├Ąndig verschieben sollte. Im Jahre 1850 hatte Theodor Guilleaume der Preu├čischen Telegraphen-Verwaltung angeboten, ihre zur Kreuzung des Rheines bestimmten Guttaperchaadern, zum Sch├╝tze gegen Schiffsanker, in die Seele eines Drahtseiles einzuseilen. Damit war die heute noch ├╝bliche Konstruktion elektrischer Kabel in ihrer Grundform gegeben. Leider ging die Verwaltung erst sp├Ąter auf diesen Vorschlag ein, so da├č mit dem Kabel Dover - Calais vom Jahre 1851 der englischen Industrie der Ruhm der Priorit├Ąt zufiel. Seit 1853 lieferte die Firma in gr├Â├čerer Zahl Ru├čkabel, k├╝rzere Seekabel und Erdkabel zum Ersatz oberirdischer Stadtleitungen. Im Jahre 1876 baute sie unter eigener Verantwortung die erste unterirdische interurbane Linie Berlin - Halle, deren Erfolg den sofortigen Ausbau eines gro├čen Reichskabelnetzes erm├Âglichte, der zur gr├Â├čeren H├Ąlfte ihr ├╝bertragen wurde.
An der Entwickelmng des deutschen ├╝berseeischen Telegraphennetzes hat die Firma hervorragenden Anteil genommen. Unter ihrer F├╝hrung wurden die Norddeutschen Seekabelwerke in Nordenham gegr├╝ndet Unter ihrer Mitwirkung entstand das Kabel Emden - Azoren - New-York, ferner das Kabel von Niederl├Ąndisch-Indien zur deutschen Karolineninsel Vap mit Abzweigen nach Guam an das amerikanische Pacific-Kabel und nach Shanghai an die chinesischen Telegraphenlinien und an diejenigen der Gro├čen Nordischen Telegraphen-Gesellschaft. Ein deutsch-brasilianisches Kabel ist am 29. M├Ąrz des selben Jahres in Betrieb genommen worden. Telephone und Starkstromtechnik fanden schon eine entwickelte Kabelfabrikation vor. Ihre Anforderungen betrafen daher mehr die Konstruktion der Kabel als ihre Herstellungsweise. In der Telephonie fanden zun├Ąchst die impr├Ągnierten Faserstoffkabel schnelle Verbreitung. 1892 f├╝hrte die Firma als erste die Papier-Luftraumkabcl ein, wodurch sie die Kapazit├Ąt auf ein bis dahin unerreichtes Ma├č hinabdr├╝ckte. Gleichfalls als erste lieferte sie 1889 ein Untersee-Telephonkabel mit Guttaperchaadern, 45 km lang, f├╝r Buenos-Aires. Ihre gleichzeitigen Erfahrungen in der Seil- und Kabeltechnik erm├Âglichten, durch Anordnung verschlossener Bewehrung, die Verwendung der Papier-Luftraum-Isolation mit Bleimantel auch bei Unterseekabeln. So entstanden das Weiternseekabel und die Linien nach Helgoland, Borkum, Langeoog sowie Fehmarn-Laaland. In der Starkstromtechnik sind gerade die ├Ąltesten Lichtzentralen mit ihren Kabeln ausger├╝stet Das erste gr├Â├čere st├Ądtische Leitungsnetz verlegte sie 1888 in Barmen. In wenigen Jahren waren ├╝ber 100 Zentralen mit Felten & Guilleaume-Kabeln ausgebaut. Neben der Papier-Isolation verwendet die Firma f├╝r besondere Zwecke auch Gummi und seine Mischungen. Das hitzebest├Ąndige Okonit verdankt ihr seine Einf├╝hrung. Der steigenden Anwendung hoher Spannungen konnte sie ohne Schwierigkeit folgen. Die j├╝ngste Leistung auf diesem Gebiete ist die Verlegung eines der Elektrifizierung der Siaatsbahn dienenden 60000-Voltkabels der Strecke Halle - Bitterfeld. Eine Gummi- und Guttaperchafabrik dienen der unmiitelbaren Verarbeitung der Rohstoffe. Sie liefern als Fertigprodukt Gummi- und Guttapcrchaadern, Hartgummi und, zur besseren Ausnutzung der Anlage, technische Gummiwaren aller Art. Die elektrotechnischen Werkst├Ątten verarbeiten die in eigener Eisen- und Gelbgie├čerei hergestellten Kabelgarnituren und ihre Zubeh├Ârteile. Sie erm├Âglichen der Firma den Ausbau ganzer Kabelnetze, vom Schaltbrett der Zentrale bis zum Hausanschlu├čkasten, ohne fremde Mitwirkung. Der elektrotechnischen Versuchsanstalt obliegt die wissenschaftliche Behandlung aller einschl├Ągigen Fragen. Das Kupferwerk deckt den gro├čen Kupferbedarf der Kabelfabrik. Das in Platten bezogene Elektrolytkupfer wird hier eingeschmolzen und zu Walzbarren gegossen. Ein besonderes Kupferwalzwerk stellt den Walzdraht her, den die Kupfedrahtzieherei zu Trolley- und anderen Leitungsdr├Ąhten verarbeitet. Im Kupferfeinzuge wird Kupferdraht durch Diamanten bis zu dem winzigen Durchmesser von 0,05 mm ausgezogen. Das Kupferwerk liefert auch Schienenverbinder, Blitzableiterspitzen und im Kupferschleppzuge Stangen, Lamellen, B├Ąnder und Kupferrohre. Sein Arbeitsfeld erstreckt sich auf die Herstellung s├Ąmtlicher Kupferlegierungen. Ein Hochofen verh├╝ttet Schlacke und kupferhaltige Abf├Ąlle aller Art. Eine Pr├╝fstation f├╝r Adern und Kabel, je ein organisches und anorganisches Laboratorium, eine Gasanstalt, eine Maschinenfabrik zur Herstellung der Spezialmaschinen der Fabrikation und eine elektrische Zentrale mit einer dem n├Ąchstigen Leistung von 13000 PS vervollst├Ąndigen das Bild des eigenartigen gro├čen Werkes. Den neuen Industriezweigen der alten K├Âlner Firma Felten & Guilleaume gen├╝gten die verf├╝gbaren R├Ąume schlie├člich nicht mehr. Im Jahre 1874 entstand das M├╝lheimcr Carlswerk mit den vier Hauptbetrieben: Drahtzieherei, Verzinkerei, Drahtseilerei und Telegraphenkabelfabrik. 150 Arbeiter ├╝bersiedelten nach M├╝lheim. Unter der tatkr├Ąftigen Leitung Franz Carl Guilleaumes wuchs das Unternehmen erstaunlich schnell in die Breite und Tiefe. Bei seinem Tode im Jahre 1887 besch├Ąftigte es schon 1500 Arbeiter, jetzt z├Ąhlt es deren 6500. Daneben gr├╝ndete die Firma mehrere Tochtergesellschaften und beteiligte sich, zur F├Ârderung und Erg├Ąnzung ihrer Fabrikation, an einer Reihe
Im Jahre 1892 teilte sich die Firma in ihre beiden Zweige. Die K├Âlner Hanfseilerei und das M├╝lheimer Carlswerk wurden als selbst├Ąndige Unternehmungen in die betreffenden Handelsregister eingetragen. Am 1. Januar 1900 wurde die M├╝lheimer Firma in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Das unerm├╝dliche Streben nach immer weiterer Festigung des guten Rufes, den die Erzeugnisse des Carlswerks auf dem ganzen Erdkreis genie├čen, bietet die Gew├Ąhr, da├č die Felten & Guilleaume Carlswerk Actien-Gesellschaft in M├╝lheim am Rhein der erfolgreichen Vergangenheit eine nicht minder erfolgreiche Zukunft anreihen wird.
QUELLE[50 Jahre K├Âlner Bezirksverein des VDI (1911) 191]


ZEIT1888
THEMABeschreibung
TEXTDie Firma Felten & Guilleaume wurde 1824 in K├Âln von Johann Theodor Felten mit seinem Schwiegersohn Franz Karl Guilleaume gegr├╝ndet und von dessen Enkel, dem k├╝rzlich verstorbenen Kommerzienrat gleichen Namens, zu einer Weltfirma entwickelt. Urspr├╝nglich befa├čte sich dieselbe mit Seilerwaaren. Mit der Erfindung der Eisendrahtseile durch Professor Albert in Clausthal begann f├╝r die Seilindustrie eine neue glanzvolle Periode. Im Jahre 1845 gr├╝ndete die Firma eine Seilerkolonie auf der Linderhaide bei Wahn, welche erst im Jahre 1872, als das Karlswerk in M├╝lheim am Rhein ins Leben trat, aufgehoben und mit dem ganzen Betriebe dorthin verlegt wurde. 1853 errichteten Felten & Guilleaume zu K├Âln die erste Drahtverzinkerei in Deutschland, 1857 die Drahtzieherei, welche beide sp├Ąter mit dem Karlswerk verbunden und bedeutend erweitert wurden. Im Jahre 1867 wurde der erste Anfang zur mechanischen Seilerwarenfabrik gemacht durch Aufstellung von Polier- und Zwirnmaschinen. Der rasche Aufschwung derselben veranla├čte die Erbauung des Karlswerkes im Jahre 1872 und die Trennung nach den beiden Hauptbranchen, indem das M├╝lheimer Werk die Drahtabteilung, in K├Âln die Fabrik Rosenthal die Hanfabteilung erhielt. Das Karlswerk bedeckt einen Fl├Ąchenraum von 20 ha, besch├Ąftigt 1600 Arbeiter, hat Dampfmaschinen mit zusammen 1200
Pferdekraft und erzeugt j├Ąhrlich etwa 35.000 t (wovon etwa 25.000 zum Export) Draht, Drahtseile und Kabel usw. Das Werk hat eine eigene Gasfabrik f├╝r einen j├Ąhrlichen Gasverbrauch von etwa 700.000 cbm, elektrische Beleuchtung, Telephoneinrichtung und elektrische Zeitregulierung mittels Normaluhren und sympathischer Uhren. Auch ist das Karlswerk Telegraphenstation, ferner mit Bahnanschlu├č und 4 km eigenem Gleis versehen. Hand in Hand mit diesen gro├čen gesch├Ąftlichen Anlagen gehen die f├╝r die Arbeiter und deren Wohl sorgenden Einrichtungen, n├Ąmlich: Konsumanstalt zur Beschaffung billiger und guter Waren, Sparkasse, zahlreiche Arbeiter-, Meister-Beamtenwohnungen, und Kinderbewahranstalten usw. Das Werk steht in jeder Beziehung auf der H├Âhe der Zeit. Die Hauptfabrikate sind Draht, Drahtseile und Kabel. Vom Draht werden Seildr├Ąhte, von den gew├Âhnlichen Eisendr├Ąhten bis zu den feinsten Patentgu├čdr├Ąhten mit Tragf├Ąhigkeiten von 40 bis ├╝ber 200 kg pro qmm Querschnitt gefertigt; au├čerdem verzinkte Leitungsdr├Ąhte f├╝r Telegraphie, Telephonie und elektrische Beleuchtung; ferner Stacheldraht und Drahtm├Âbel. Die Drahtseile werden f├╝r die mannigfachsten Zwecke angefertigt, besonders f├╝r Bergwerke, Seilbahnen, Tauereien, Seilbr├╝cken. Eine besondere Spezialit├Ąt des Karlswerkes ist die Anfertigung der Telegraphenkabel. Es nahm zuerst auf dem Kontinent deren Fabrikation auf und stellte u. a. von 1876 ÔÇö 1881 etwa 3800 km unterirdische Telegraphenleitung f├╝r die Reichsverwaltung her. Mit der Aufnahme des Telephons in den Gesch├Ąftsverkehr werden auch Telephonkabel hergestellt. Obwohl das Werk nicht in einem Gu├č entstanden ist, so zeigen die Geb├Ąude doch einen fast einheitlichen Charakter: zumeist gro├če R├Ąume mit Holzdecken und D├Ąchern auf eisernen S├Ąulen, sp├Ąter Hallen mit Sheddachbeleuchtung oder mit bombiertem Wellblech ├╝berspannt.
QUELLE[K├Âln und seine Bauten (1888) 755]