Vereinigte Bautzner Papierfabriken

Allgemeines

FirmennameVereinigte Bautzner Papierfabriken
OrtssitzBautzen (Sachsen)
Postleitzahl02625
Art des UnternehmensPapierfabrik
Anmerkungen1900: auch in Doberschau enthalten [Reichs-Adreßbuch (1900) 3269]. Auch Werk in Obergurig (s.d.)
Quellenangaben[Birkner: Papier (1938) I 85] [Görlitzer Maschinenbauanstalt: Ventildampfmaschinen (um 1920)] [Handbuch Akt.-Ges. (1943) 1137] [Voith-Referenzliste Schleifer (1901)]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1805 Die Oberguriger Papiermühle wird an Carl Friedrich August Fischer verkauft. Fischer, der seine Papiermühlen Bautzen und Obergurig unter dem neuen Namen "Carl Friedrich August Fischer Papierfabriken Bautzen und Obergurig" zusammenschließt, baut die alte Papiermühle zur Fabrik um.
27.12.1871 Gründung mit einem Grundkapital von M 2.700.000,00 durch Zusammenfassung der Papierfabriken in Bautzen, Obergurig und Doberschau mit Beiwerk Schlungwitz der Firmen Carl Friedr. Aug. Fischer und Grimm & von Otto.
1886 Lieferung einer Dampfmaschine durch Görlitzer Maschinenbauanstalt
1888 Lieferung einer Dampfmaschine durch Görlitzer Maschinenbauanstalt
1896 Lieferung einer Francis-Turbine durch J. M. Voith, Heidenheim
1901 Lieferung von 2 Francis-Turbinen durch J. M. Voith, Heidenheim
15.02.1901 Aufstellung von 2 Holzschleifern durch J. M. Voith, Heidenheim
18.10.1901 Aufstellung eines Holzschleifers durch J. M. Voith, Heidenheim
1902 Lieferung von 2 Francis-Turbinen durch J. M. Voith, Heidenheim
1904 Lieferung einer Dampfmaschine durch Görlitzer Maschinenbauanstalt
16.03.1905 Aufstellung eines Holzschleifers durch J. M. Voith, Heidenheim
1913 Lieferung einer Francis-Turbine durch J. M. Voith, Heidenheim
1921 Lieferung einer Dampfmaschine durch Maschinenbau-Ges. Marktredwitz, Flottmann
1930 Stillegung des Werkes Doberschau und Übernahme der Anlagen in modernisierter Form nach Bautzen.
04.1939 Aufnahme eines Darlehns bei der Deutschen Industriebank im April, gesichert durch Eintragung einer Hypothek, bis Ende 1941 wieder zurückgezahlt.
1940 Das in Obergurig gelegene Rittergut wird verkauft.
1941 Das stillgelegte Werk Doberschau wird veräußert.
1941 Ablösung der Genußrechte der Altbesitz-Schuldverschreibung durch Zahlung des Nennbetrages.
24.04.1941 Laut Hauptversammlungsbeschluß vom 24. April 1941 wird das Grundkapital um RM 33.000,00 auf RM 3,15 Mill. durch zwangsweise Einziehung der Vorzugsaktien zwecks Rückzahlung herabgesetzt.
1942 Bemerkungen zum Abschluß per 31. Dezember 1942: Das Jahr 1942 brachte in gleicher Weise wie die vorhergegangenen Jahre den Beweis, daß die Rentabilität der Werke allein in ihrem inneren Wert begründet ist und nicht in irgendwelchen zufälligen Konjunkturverhältnissen. Die Werke wurden aller kriegsbedingteri Schwierigkeiten Herr und liefen das ganze Jahr hindurch ohne irgendeine Störung. Sie brachten auch in diesem Jahre eine ordnungsgemäße Verzinsung des Kapitals trotz der einschneidenden Erzeugungsänderungen, die durch behördliche Kriegsmaßnahmen bedingt waren und sich auf Umfang, Erlös und Art der Erzeugung erstrecken. Instandhaltungsmaßnahmen und Neuanlagen wurden im Rahmen der kriegsbedingten Möglichkeiten wie bisher ordnungsgemäß durchgeführt Die Abgeltung der Mietzinssteuer wurde aus eigenen Mitteln vorgenommen.
30.03.1943 Letzte ordentliche Hauptversammlung bis 1943/44




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Holzstoff 1871 Beginn vmtl. ab Gründung 1938 [Birkner: Papier (1938) I 85]  
Lumpenhalbstoff 1871 Beginn vmtl. ab Gründung 1938 [Birkner: Papier (1938) I 85]  
Zellstoff 1871 Beginn vmtl. ab Gründung 1938 [Birkner: Papier (1938) I 85]  




Betriebene Dampfmaschinen

Bezeichnung Bauzeit Hersteller
Dampfmaschine 1921 Flottmann-Werke, Maschinenfabrik
Dampfmaschine 1886 Görlitzer Maschinenbauanstalt und Eisengießerei AG
Dampfmaschine 1888 Görlitzer Maschinenbauanstalt und Eisengießerei AG
Dampfmaschine 1904 Görlitzer Maschinenbauanstalt und Eisengießerei AG




Maschinelle Ausstattung

Zeit Objekt Anz. Betriebsteil Hersteller Kennwert Wert [...] Beschreibung Verwendung
1938 installierte Gesamtleistung   Stammwerk   Leistung 3824 kW 5200 PS Dampfturbinen und Wasser (Spree)  
1938 Dampfturbinenanlage   Stammwerk         5200 PS Dampfturbinen und Wasserkraft  
1938 Wasserturbinenanlage   Stammwerk         Zusammen 5200 PS Dampfturbinen und Wasser. Gewässer: Spree  




Betriebsanlagen

Zeit Betr.-Teil Fläche bebaut Gleis Whs Betr. in Kommentar
1938 Stammwerk           8 Papiermaschinen, 140 - 220 cm




Personal

Zeit gesamt Arbeiter Angest. Lehrl. Kommentar
1938 660 660      




Produktionszahlen

Zeitraum Produkt Menge Einheit
1938   Papiere, Feinschliff   80 t




Firmen-Änderungen, Zusammenschüsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1 Nebenwerk danach Vereinigte Bautzener Papierfabriken, Fabrik Doberschau Werk Doberschau Teil von Bautzen
1 Nebenwerk danach Vereinigte Bautzner Papierfabriken, Fabrik Obergurig Werk Obergurig Teil von Bautzen




Allgemeines

ZEIT1943
THEMAOrgane und Kapital der Gesellschaft
TEXTVorstand: Wilhelm Stegemann, Bautzen, Vorsitzer; Dipl.-Ing. Heinrich Mack, Bautzen. Awfsichtsiat: Rechtsanwalt Dr. jur. Carl von Haebler, Dresden, Vorsitzer; Dr Walter Naumann zu Königsbrück auf Königsbrück, stellv. Vorsitzer; Dipl.-Ing. Direktor Arnold Bantzer, Berlin-Schlachtensee; Oberregierungsrat a. D. Max Fischer, Dresden; Günther von Platen, Direktor der Dresdner Bank, Dresden; Professor Dipl.-Ing. Baurat Alfred Rachel, Vorstandsmitglied der AEG, Berlin-Charlottenburg. Abschlußprüfer für das Geschäftsjahr 1943: Treuhand-Vereinigung Aktiengesellschaft, Dresden. Geschäftsjahr: 1. Januar bis 31. Dezember. Hauptversammlung (Stimmrecht): Je nom. RM 100,00 Stammaktie 1 Stimme. Reingewinn-Verwendung: 1. Zur Abführung von mindestens 5 % an den gesetzlichen Reservefonds bis 10 % des Grundkapitals); 2. zur Bildung oder Verstärkung besonderer Rücklagen; 3. zur Zahlung einer ordentlichen Dividende bis zu 4 % an die Aktien; 4. zur Gewährung einer Tantieme von 10 % an den Aufsichtsrat; 5. der hiernach verbleibende Restbetrag wird an die Aktionäre als Superdividende verteilt, soweit nicht die Hauptversammlung eine andere Verteilung beschließt. Grundkapital (1943): nom. RM 3.150.000,00 Stammaktien in 10 000 Stücken zu je RM 100,00 (Nr. 1-10000), 2 150 Stücken zu je RM 1.000,00 (Nr. 10001-12150).
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 1137]


THEMAZweck und Gegenstand des Unternehmens (Organe und Kapital der Gesellschaft)
TEXTGegenstand des Unternehmens: Betrieb der gesellschaftlichen Fabriken und deren Erweiterung. Erzeugnisse: Papiere für Kupferdruck, Tiefdruck, Offsetdruck, Buntdruck, Landkärtendruck, Werkdruck, Notandruck, Lichtdruck, Autotypiedruck in Bogen und Rollen, Normalpapiere, Schreibpapiere, Konzeptpapiere, Geschäftsbücherpapiere und Kuvertpapiere, Dickdruckpapiere, Naturkartons, Briefumschlagpapiere. (Vorstand: Wilhelm Stegemann, Bautzen, Vorsitzer; Dipl.-Ing. Heinrich Mack, Bautzen. Awfsichtsiat: Rechtsanwalt Dr. jur. Carl von Haebler, Dresden, Vorsitzer; Dr Walter Naumann zu Königsbrück auf Königsbrück, stellv. Vorsitzer; Dipl.-Ing. Direktor Arnold Bantzer, Berlin-Schlachtensee; Oberregierungsrat a. D. Max Fischer, Dresden; Günther von Platen, Direktor der Dresdner Bank, Dresden; Professor Dipl.-Ing. Baurat Alfred Rachel, Vorstandsmitglied der AEG, Berlin-Charlottenburg. Abschlußprüfer für das Geschäftsjahr 1943: Treuhand-Vereinigung Aktiengesellschaft, Dresden. Geschäftsjahr: 1. Januar bis 31. Dezember. Hauptversammlung (Stimmrecht): Je nom. RM 100,00 Stammaktie 1 Stimme. Reingewinn-Verwendung: 1. Zur Abführung von mindestens 5 % an den gesetzlichen Reservefonds bis 10 % des Grundkapitals); 2. zur Bildung oder Verstärkung besonderer Rücklagen; 3. zur Zahlung einer ordentlichen Dividende bis zu 4 % an die Aktien; 4. zur Gewährung einer Tantieme von 10 % an den Aufsichtsrat; 5. der hiernach verbleibende Restbetrag wird an die Aktionäre als Superdividende verteilt, soweit nicht die Hauptversammlung eine andere Verteilung beschließt. Grundkapital (1943): nom. RM 3.150.000,00 Stammaktien in 10 000 Stücken zu je RM 100,00 (Nr. 1-10000), 2 150 Stücken zu je RM 1.000,00 (Nr. 10001-12150).)


THEMABesitzverhältnisse (Organe und Kapital der Gesellschaft)
TEXTAnlagen: 1. Werk Bautzen. Betriebsanlagen: Papierfabrik. Maschinelle Einrichtung: Papiermaschinen für feine und mittelfeine Papiere; Großkraftschleifer. Kraftanlagen; Hochspannungsdampfkessel, Dampfturbinen, Wasserturbine, Dampfmaschine. Häuser: 1. Verwaltungsgebäude, 5 Beamtenwohnhäuser. Sonstiger Besitz: Gleisanschluß. 2. Werk Obergurig: Betriebsanlagen: Papierfabrik. Maschinelle Einrichtung: Papiermaschinen für feine und feinste Papiere. Kraftanlagen: Wasserturbinen, Dampfmaschinen, Dampfkessel. Häuser: Beamten- und Arbeiterwohnhäuser. Gleisanschluß. (Vorstand: Wilhelm Stegemann, Bautzen, Vorsitzer; Dipl.-Ing. Heinrich Mack, Bautzen. Awfsichtsiat: Rechtsanwalt Dr. jur. Carl von Haebler, Dresden, Vorsitzer; Dr Walter Naumann zu Königsbrück auf Königsbrück, stellv. Vorsitzer; Dipl.-Ing. Direktor Arnold Bantzer, Berlin-Schlachtensee; Oberregierungsrat a. D. Max Fischer, Dresden; Günther von Platen, Direktor der Dresdner Bank, Dresden; Professor Dipl.-Ing. Baurat Alfred Rachel, Vorstandsmitglied der AEG, Berlin-Charlottenburg. Abschlußprüfer für das Geschäftsjahr 1943: Treuhand-Vereinigung Aktiengesellschaft, Dresden. Geschäftsjahr: 1. Januar bis 31. Dezember. Hauptversammlung (Stimmrecht): Je nom. RM 100,00 Stammaktie 1 Stimme. Reingewinn-Verwendung: 1. Zur Abführung von mindestens 5 % an den gesetzlichen Reservefonds bis 10 % des Grundkapitals); 2. zur Bildung oder Verstärkung besonderer Rücklagen; 3. zur Zahlung einer ordentlichen Dividende bis zu 4 % an die Aktien; 4. zur Gewährung einer Tantieme von 10 % an den Aufsichtsrat; 5. der hiernach verbleibende Restbetrag wird an die Aktionäre als Superdividende verteilt, soweit nicht die Hauptversammlung eine andere Verteilung beschließt. Grundkapital (1943): nom. RM 3.150.000,00 Stammaktien in 10 000 Stücken zu je RM 100,00 (Nr. 1-10000), 2 150 Stücken zu je RM 1.000,00 (Nr. 10001-12150).)