Maschinenfabrik Germania vorm. J. S. Schwalbe & Sohn


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Maschinenfabrik Germania vorm. J. S. Schwalbe & Sohn: Modell einer Kunsteisfabrik, ausgestellt auf der Internationalen Eisenbahn- und Verkehrsausstellung zu Buenos Aires 1910


Allgemeines

FirmennameMaschinenfabrik Germania vorm. J. S. Schwalbe & Sohn
OrtssitzChemnitz
StraßeFabrikstr. 7
Postleitzahl09111
Art des UnternehmensMaschinenfabrik
AnmerkungenBis 1873: "J. S. Schwalbe & Sohn" (s.d.). Dazu gehörte um 1883 eine Baumwollgarnspinnerei mit ca. 12.000 Spindeln [Technikum Mittweida]. Besitzer (um 1892): Aktien-Gesellschaft; Direktor: Frz. Rich. Schwalbe; Prokuristen: Otto Korb, Alfr. Glassmann u. Herm. Hallbauer. 1892: Dampfbetrieb. Ab 1896: Zweigwerk in Altchemnitz, Schulstr. 63. Das Hauptwerk in der Fabrikstraße hatte starke Kriegszerstörungen; das Werk in Altchemnitz blieb weitgehend unzerstört. Ab 1945: Landeseigener Zweigbetrieb der Industrieverwaltung 10, Maschinenbau. Ab 1946: VEB Germania; 1949: an die VVB "NAGEMA". 1996: Gesamtvollstreckung. Aktenbestand im Staatsarchiv Chemnitz Nr. 30984/ff.
Quellenangaben[Maschinenindustrie (1939/40) 256] [Kammel: Schlacht- und Viehhofbau (1936) Anh. 14] [Schornsteine in Chemnitz (1999) 94] [Elektr.-Br (1892) 134] [Handbuch Akt.-Ges. (1943) 2438]
HinweiseAktenbestand im StaatsA Chemnitz Nr. 30983; Zeittafel bei http://www.vhkk.org/geschichte




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1811 Gründung des Ursprungsunternehmens durch J. S. Schwalbe als Maschinenbauwerkstatt
1872 Die Eisengießerei wird in Betrieb genommen.
1873 Umwandlung aus "J. S. Schwalbe & Sohn" in eine Aktiengesellschaft unter dieser Firma mit einem Kapital von 2.400.000 Mark
1873 Die im Jahr 1872 begonnenen Bauten (Montagehallen der Fabrikstraße, Kesselhäuser, Putzereiräume, usw.) werden im Gründungsjahr der AG vollendet. Die zum erweiterten Betrieb erforderlichen zwei großen Dampfmaschinen samt Kesseln, Transmissionen und Rohrleitungen werden in den eigenen Werkstätten hergestellt.
1874 Ausstellung in Hagenau, die goldene Medaille für verschiedene Maschinen.
1876 Ausstellung in Norrköping (Schweden) und Helsingfors (Finnland), erste Auszeichnung und Anerkennungsdiplome für Modelle und Zeichnungen
1878 Landwirtschaftliche Ausstellung in Frankfurt a. d. Oder, den ersten Preis für ihre in der betreffenden Gruppe aufgestellten Brauerei- und Mälzereimaschinen.
1878 Der Bau von Holzschleifereien und Pappenfabriken wird aufgenommen.
1883 Allgemeine deutsche Ausstellung auf dem Gebiet der Hygiene und des Rettungswesens in Berlin, goldene Medaille für eine in Betrieb vorgeführte Dampfwascheinrichtung.
1883 Bau von Eis - und Kühlmaschinen nach dem Osenbrüchschen Patent.
1883 Um 1883 befinden sich 8 Dampfmaschinen von zusammen 220 Pferdestärken
1884 Konkurrenzausschreiben der Versuchs- und Lehrbrauerei in Berlin für eine zu errichtende Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei in Berlin, erster Preis für Pläne und Maschinenentwürfe.
1885 Im Jahr 1885 tritt Emil Schwalbe, einer der vier Söhne Franz Louis, von seinem Vorstandsposten zurück, um einem neuzschaffenen eigenen Unternehmen zu widmen
1886 75jähriges Geschäftsjubiläum, mit Auszeichnung älterer verdienter Arbeiter.
1886 Der Spinnereiabteilung wird eine Verbandwattefabrik angegliedert.
1886 Ab 1886 werden die Eis- und Kühlmaschinen nach eigenem, verbessertem System gebaut.
1888 1888/89 Internationale Ausstellung in Melbourne, 5 erste Preise für ihre in Betrieb vorgeführte Dampf- und Eismaschine.
1895-1896 In den beiden Jahren erwirbt die Firma in Altchemnitz Grundstücke von insgesamt 160.000 qm. Hier wird die neue Kesselschmiede gebaut.
1896 Ab 1896: Errichtung eines Zweigwerks in der Schulstraße
1897 Der freigewordene Raum im Stammwerk wird für den vergrößerten Dampf- und Eismaschinenbau ausgebaut.
1897 Die neue Kesselschmiede wird in Betrieb genommen.
1898 Aufnahme des Kesselbaus
1900 Weltausstellung in Paris, goldene, silberne und bronzene Medaille für ihre Zeichnungen.
1910 Weltausstellung in Brüssel, Ausstellung deutscher Ingenieurwerke, silberne Medaille für ihre Zeichnungen.
1910 Internationale Eisenbahn- und Verkehrsmittel-Ausstellung in Buenos Aires, großer Preis für eine in Betrieb vorgeführte Eismaschine, sowie Fotografien ausgeführter Kühlanlagen.
1910 Bis Ende 1910 werden über 1000 Dampfmaschinen verschiedener Konstruktion (bis 1500 PS) und etwa 700 Kompressoren fertggestellt und auzsgeliefert.
01.04.1910 bis 31.05.1910 Allrussische Ausstellung in Moskau für Mastvieh und deren Produkte, für Kältemaschinen, Wurstmaschinen und wissenschaftliche Fleischkunde. Ehrendiplom des Kaiserlich Russischen Ministeriums - höchste Auszeichnung für eine in Betrieb vorgeführte Kältemaschine.
1923 Erhöhung des Kapitals bis 1923 auf M 42.000.000,00
1924 Das Kapital wird umgestellt von Mark 42.000.000,00 auf RM 2.800.000,00
1928 Herabsetzung und Schaffung von Vorzugsaktien durch Zuzahlung auf RM 856.000,00
1930 Angliederung der Dampfmaschinenabteilung der Sächs. Maschinenfabrik, vorm Rich. Hartmann
09.09.1930 Vertragsentwurf zur Übernahme des Dampfmaschinenbaues von der "Sächsische Maschinenfabrik vorm. Richard Hartmann AG"
Herbst 1930 Zur besseren Ausnutzung der Werkstätten wird im Herbst die Maschinenbau-Abteilung der in Liquidation befindlichen Sächsischen Maschinenfabrik vorm. Richard Hartmann A.-G. in Chemnitz angegliedert.
09.10.1930 Vertrag zur Übertragung des Dampfmaschinenbaues von der "Sächsische Maschinenfabrik vorm. Richard Hartmann AG". Die SMF bekommt 25.000 Mark in bar, ferner: drei Jahre 2 % der Auftragssumme für neue Anlagen nach SMF-Plänen und drei Jahre 15 % vom Wert aller Ersatzteil- und Reparaturrechnungen und 3 % bei Weiterveräußerung von ehemaligen SMF-Rechten.
11.02.1931 Die Germania übernimmt den Dampfkesselbau der "Sächsische Maschinenfabrik vorm. Richard Hartmann AG" für 1.000 Mark
1933-1934 Durch Einziehung erworbener Stammaktien, die zur Bilanz-Verlustabdeckung mit verwandet werden, wird das Aktienkapital auf RM 693.300,00 herabgesetzt.
14.05.1936 Übernahme des Dampfmaschinenbaus von "Hermann Ulbricht" für 1.000 Mark
1937 Erweiterung des Fabrikationsprogrammes durch Aufnahme von Werkzeugmaschinen (Revolverdrehbänke und Gewindeschneidmaschinen).
1942 Es wird zur Durchführung der Kapitalberichtigung gemäß DAV vom 12. Juni 1941 das Aktienkapital auf RM 700.000,00 erhöht und dann um 50 % auf RM 1.050.000,00 mit Wirkung vom 31. Dezember 1941 berichtigt.
09.06.1942 Mitteilung über die möglichen Produktionsleistungen von Langkesseln für die Kriegslok-Baureihe 52: Mit 20 ausländischen Arbeitern können mit der vorhandenen Ausrüstung 2 Kessel/Monat gebaut werden; mit 45 Fremdarbeitern, überdecktem Lager und zwei weiteren Bohrmaschinen 4 Kessel/Monat; mit 95 Fremdarbeitern, Erweiterung der Kesselschmiede um 1.000 m² und darüber hinaus 3 Bohrmaschinen und einer Biegewalze: 10 Kessel/Monat.
1942 Im Zuge der Rationalisierungsbestrebungen wird der Germania behördlicherseits der Dampfmaschinenbau auf Kriegsdauer untersagt. Das Unternehmen hat den Wunsch, sich vom Dampfmaschinen-Geschäft (Neukonstruktion und Esatzteile) auf Dauer zu trennen. Daher kommt es zum Vertrag vom 31. Dezember zum Übergang dieses Geschäftszweigs auf die WUMAG in Görlitz. Diese übernimmt die Modelle und Vorrichtungen zum Zeitwert, zahlt 5 % Lizenzgebühren, 10 % der Einnahmen aus dem Reparaturgeschäft und garantiert die Lizenzen mit 6.000 Mark pro Jahr.
18.03.1943 Vertrag zur Lieferung von 50 Langkesseln für die Kriegslok-Baureihe 52 mit Henschel. Germania teilt mit, daß beim weiteren Bau von U-Boot-Teilen 2 bis 3 Kessel im Monat gebaut werden könnten, ohne U-Boot-Bau: 3 bis 4 Kessel. Es werden nur 50 Kessel gebaut; ein weiterer Bau wird behördlicherseits nicht genehmigt.
09.1945 Vorschlag zur Errichtung einer Lokomotivfabrik im weitgehend unzerstörten Werk Altchemnitz, da in der Sowjetzone die Lokomotivindustrie weitgehend zerstört ist. Es wird eine Schadlokomotiv-Ausbesserung mit drei Ständen und einer Kesselschmiede vorgeschlagen.
1947 Nach 1946: "VEB Germania"
1949 Angliederung an die "NAGEMA - Vereinigung volkseigener Betriebe des Maschinenbaus für die Nahrungs- und Genussmittel-, Kälte- und chemische Industrie"
1951 Schrittweise Einstellung der Produktion von Kleinkälteanlagen und deren Verlagerung an das "dkk Scharfenstein". Beginn der Zusammenarbeit mit dem "VEB Waggonbau Dessau" bei der Entwicklung von Eisenbahnkühlzügen
bis 1964 In Zusammenarbeit mit dem "VEB Waggonbau Dessau" wurden seit ca. 1951 insgesamt 536 Kühlzüge mit Kälteanlagen ausgerüstet, die in die Sowjetunion, nach China, Korea, Bulgarien und Rumänien geliefert wurden.
1970 Der bisher zur VVB "NAGEMA" gehörende "VEB Germania Karl-Marx-Stadt" wird dem "VEB Chemieanlagenbaukombinat Maschinen- und Apparatebau Leipzig/Grimma" zugeordnet.
1990 Umwandlung in "Germania GmbH"
1990 Im Zuge der Privatisierung wird die Ingenieurabteilung aus dem Betrieb Germania herausgelöst, von der "Lurgi AG" übernommen und als "Lurgi Anlagenbau Chemnitz GmbH" fortgeführt.
1995 Gesamtvollstreckung, Nutzung durch verschiedene Unternehmen




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Absperrschieber 1946 [StaatsA Chemnitz 30984/1233] 1946 [StaatsA Chemnitz 30984/1233] vmtl. für Wasserturbinen
Ausrüstung von Brauereien 1883 [Technikum Mittweida, Bericht 1881-82 u. 1882-839 1883 [Technikum Mittweida, Bericht 1881-82 u. 1882-839 rüstete die Chemnitzer Brauereien aus
Dampfkessel 1883 [Technikum Mittweida, Bericht 1881-82 u. 1882-83] 1945 [StaatsA Chemnitz 30984/1233] Kesselschmiede im Zweigwerk Altchemnitz. 1931: Übernahme des Hartmann-Kesselbaus. 1945: Großwasserraumkessel, Wasserrohrkessel, Abhitzekessel und Sicherheitskessel
Dampfmaschinen 1883 [Technikum Mittweida, Bericht 1881-82 u. 1882-83] 1943 Ende (Abgabe an WUMAG) 1891: bis zu 500 PS. Seit 1930 auch Kerchove-Maschinen (ex Hartmann).
Dampfüberhitzer 1946 [StaatsA Chemnitz 30984/1233] 1946 [StaatsA Chemnitz 30984/1233]  
Einrichtungen und Maschinen für Cellulosefabriken 1891 [Wochenbl Papierfabr 22 (1891) 1772] 1891 [Wochenbl Papierfabr 22 (1891) 1772]  
Einrichtungen und Maschinen für Holzstofffabriken 1883 [Technikum Mittweida, Bericht 1881-82 u. 1882-83] 1891 [Wochenbl Papierfabr 22 (1891) 1772]  
Einrichtungen und Maschinen für Holzstofffabriken 1883 [Technikum Mittweida, Bericht 1881-82 u. 1882-83] 1891 [Wochenbl Papierfabr 22 (1891) 1772]  
Einrichtungen und Maschinen für Papierfabriken 1883 [Technikum Mittweida, Bericht 1881-82 u. 1882-83] 1891 [Wochenbl Papierfabr 22 (1891) 1772]  
Eisenwasserbauten 1939 [Maschinenindustrie (1939/40) 256] 1940 [Maschinenindustrie (1939/40) 256]  
Eiserzeugungsanlagen 1883 [Technikum Mittweida, Bericht 1881-82 u. 1882-83] 1945 [StaatsA Chemnitz 30984/1233]  
Geschwindigkeitsregler 1946 [StaatsA Chemnitz 30984/1233] 1946 [StaatsA Chemnitz 30984/1233] vmtl. für Wasserturbinen (Jahns-Thoma)
Gewindeschneidmaschinen 1938 [Anzeiger für Maschinenwesen, 26.07.1938, S. 28] 1945 [StaatsA Chemnitz 30984/1233] 1945: Durchmesser 6 - 60 mm
Großwasserraum-Vorwärmer 1946 [StaatsA Chemnitz 30984/1233] 1946 [StaatsA Chemnitz 30984/1233]  
Hochdruck-Verflüssiger 1946 [StaatsA Chemnitz 30984/1233] 1946 [StaatsA Chemnitz 30984/1233]  
Kälteanlagen 1936 [Kammel: Schlacht- und Viehhofbau (1936) Anh. 14] 1945 [StaatsA Chemnitz 30984/1233]  
Kühlraumreinrichtungen 1936 [Kammel: Schlacht- und Viehhofbau (1936) Anh. 14] 1936 [Kammel: Schlacht- und Viehhofbau (1936) Anh. 14]  
Lokomotiv-Langkessel 1943 50 Stück für Henschel (Vertrag vom 18.03.1943) 1943 für Henschel (Vertrag vom 18.03.1943) Weitere Lieferungen kamen nicht zustande
Luftkühleinrichtungen 1946 [StaatsA Chemnitz 30984/1233] 1946 [StaatsA Chemnitz 30984/1233]  
Maschinen für Dampfwaschanstalten 1883 [Technikum Mittweida, Bericht 1881-82 u. 1882-83] 1883 [Technikum Mittweida, Bericht 1881-82 u. 1882-83]  
Maschinen für Mahlmühlen 1883 [Technikum Mittweida, Bericht 1881-82 u. 1882-83] 1883 [Technikum Mittweida, Bericht 1881-82 u. 1882-83]  
Maschinenbau 1872 Beginn (ex Schwalbe & Sohn) 1995 Ende (Gesamtvollstreckung) 1946-90: VEB
Revolverdrehbänke 1939 [Maschinen-Industrie Dt Reich (1939/40) 256] 1945 [StaatsA Chemnitz 30984/1233]  
Schiffskühlanlagen 1946 [StaatsA Chemnitz 30984/1233] 1946 [StaatsA Chemnitz 30984/1233]  
Schlacht- und Transporteinrichtungen 1936 [Kammel: Schlacht- und Viehhofbau (1936) Anh. 14] 1936 [Kammel: Schlacht- und Viehhofbau (1936) Anh. 14]  
Schweißarbeiten 1946 [StaatsA Chemnitz 30984/1233] 1946 [StaatsA Chemnitz 30984/1233]  
Tischbohrmaschinen 1946 [StaatsA Chemnitz 30984/1233] 1946 [StaatsA Chemnitz 30984/1233]  
Transmissionen 1891 Erste Erwähnung 1892 [Adressb Elektr.-Branche (1892)]  
Verdichter 1946 [StaatsA Chemnitz 30984/1233] 1946 [StaatsA Chemnitz 30984/1233] stehende
Wasserräder 1891 Erste Erwähnung 1891 Letzte Erwähnung  
Wasserschloß-Ausrüstungen 1946 [StaatsA Chemnitz 30984/1233] 1946 [StaatsA Chemnitz 30984/1233]  
Wasserturbinen 1883 [Technikum Mittweida, Bericht 1881-82 u. 1882-83] 1946 [StaatsA Chemnitz 30984/1233] Mit Jahns-Thoma-Regler [StaatsA Chemnitz 30984/1633]. 1945: Francis-, Schacht- und Gehäuseturbinen




Betriebene Dampfmaschinen

Bezeichnung Bauzeit Hersteller
Dampfmaschine 1896 Maschinenfabrik Augsburg AG




Personal

Zeit gesamt Arbeiter Angest. Lehrl. Kommentar
1883   650     um 1883
1891   1100      
1892 1100       in der Quelle als "Arbeiterzahl" bezeichnet




Firmen-Änderungen, Zusammenschüsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1 Umbenennung zuvor J. S. Schwalbe & Sohn [Maschinenindustrie (1939/40) 256]




Allgemeines

ZEIT1943
THEMAOrgane und Kapital der Gesellschaft
TEXTVorstand: Dr. Thilo Rothamel, Chemnitz; Dipl.-Ing. P. J. Schreckenberg, Chemnitz, stellvertretend. Aufsichtsrat: Direktor Dr.-Ing. Carl -Hahn, Chemnitz, Vorsitzer; Rechtsanwalt Dr. jur. Gerhard Fröhlich, Chemnitz, stellv. Vorsitzer; Fabrikdirektor Walter Hengstenberg, Chemnitz; Bankdirektor Walter Meißner, Chemnitz; Bankdirektor Alfred Reich, Chemnitz; Fabrikdirektor Richard Scheibe, Dresden; Direktor Franz Schwalbe, Chemnitz. Stimmrecht: Je nom. RM 100,00 Aktienbesitz (Stamm- oder Vorzugsaktien) l Stimme. Gewinn-Verwendung: Aus dem nach den gesetzlichen Bestimmungen zu errechnenden verteilbaren Gewinn erhalten die Vorzugsaktionäre etwa noch nachzuzahlende Gewinnanteile, dann die Vorzugsaktionäre bis zu 4 % Dividende, dann bis zu 4 % an Stammaktien, an Aufsichtsrat einen Gewinnanteil von 10 % gemäß § 98 des Aktiengesetzes, weiter sämtliche Vorzugs- und Stammaktionäre nach dem Verhältnis der Nennbeträge ihrer Aktien den dann noch verbleibenden Rest, soweit er nicht zu weiteren Rücklagen, zur sonstigen Verwendung oder zum Vortrag auf neue Rechnung bestimmt wird. Solange noch Aufwertungsgenußrechte sich im Umlauf befinden, sind diese aus dem verteilbaren Gewinn mit bis zu 3,5 % zu verzinsen; sollten die Stammaktionäre eine Gewinnausschüttung erhalten, die weniger als 2,333 % der Stammaktien ausmacht, so sinkt die Verzinsung der Genußrechte aus dem Gewinn entsprechend. Ist der Gewinn jedoch höher, als die Verzinsung von 3,5 % für die Genußrechte und 2,333 % für alle Stammaktien nach Befriedigung der Vorzugsaktien gemäß Abs. ia und b erfordert, so sind neben etwaigen Ausschüttungen nach Abs. l mindestens 5 % der gesamten unter die gewinnberechtigten Aktionäre zu verteilenden Summe zur Tilgung der Genußrechte zu verwenden. Grundkapital: nom. RM 1.050.000,00, davon nom. Reicnsmark 735.000,00 Stammaktien und nom. RM 315.000,00 Vorzugsaktien. Rechte der Vorzugsaktien: Die Vorzugsaktien haben Anspruch auf nachZahlungspflichtige Vorzugsgewinnanteile von 4 % sowie auf bevorrechtigte Beteiligung am Erlös bei einer etwaigen Auflösung der Gesellschaft gemäß § 21 der Satzung. Die Nachzahlungspflicht wird zeitlich jeweils auf drei Jahre beschränkt. Altbesitz-Genußrechte der getilgten Prioritäts-Anleihe von 1895: Noch im Umlauf am 31. Dezember 1942 nom. Reichsmark 41.950,00.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 2438]


THEMAZweck und Gegenstand des Unternehmens (Organe und Kapital der Gesellschaft)
TEXTZweck: Maschinenfabrikation und (seit 1898) Kesselbau. Haupterzeugnisse: Eis- und Kühlmaschinen, Gefrier- und Kühlanlagen für alle Zwecke, Wasserturbinen, Werkzeugmaschinen (Gewindeschneidemaschinen, Revolverdrehbänke); in der Kesselschmiede: Kessel aller Art, insbesondere neuzeitliche Hochleistungs-Wasserrohrkessel. Hypotheken: Der Grundbesitz der Gesellschaft ist belastet mit je RM 100.000,00 zugunsten der Sächsischen Bank. (Vorstand: Dr. Thilo Rothamel, Chemnitz; Dipl.-Ing. P. J. Schreckenberg, Chemnitz, stellvertretend. Aufsichtsrat: Direktor Dr.-Ing. Carl -Hahn, Chemnitz, Vorsitzer; Rechtsanwalt Dr. jur. Gerhard Fröhlich, Chemnitz, stellv. Vorsitzer; Fabrikdirektor Walter Hengstenberg, Chemnitz; Bankdirektor Walter Meißner, Chemnitz; Bankdirektor Alfred Reich, Chemnitz; Fabrikdirektor Richard Scheibe, Dresden; Direktor Franz Schwalbe, Chemnitz. Stimmrecht: Je nom. RM 100,00 Aktienbesitz (Stamm- oder Vorzugsaktien) l Stimme. Gewinn-Verwendung: Aus dem nach den gesetzlichen Bestimmungen zu errechnenden verteilbaren Gewinn erhalten die Vorzugsaktionäre etwa noch nachzuzahlende Gewinnanteile, dann die Vorzugsaktionäre bis zu 4 % Dividende, dann bis zu 4 % an Stammaktien, an Aufsichtsrat einen Gewinnanteil von 10 % gemäß § 98 des Aktiengesetzes, weiter sämtliche Vorzugs- und Stammaktionäre nach dem Verhältnis der Nennbeträge ihrer Aktien den dann noch verbleibenden Rest, soweit er nicht zu weiteren Rücklagen, zur sonstigen Verwendung oder zum Vortrag auf neue Rechnung bestimmt wird. Solange noch Aufwertungsgenußrechte sich im Umlauf befinden, sind diese aus dem verteilbaren Gewinn mit bis zu 3,5 % zu verzinsen; sollten die Stammaktionäre eine Gewinnausschüttung erhalten, die weniger als 2,333 % der Stammaktien ausmacht, so sinkt die Verzinsung der Genußrechte aus dem Gewinn entsprechend. Ist der Gewinn jedoch höher, als die Verzinsung von 3,5 % für die Genußrechte und 2,333 % für alle Stammaktien nach Befriedigung der Vorzugsaktien gemäß Abs. ia und b erfordert, so sind neben etwaigen Ausschüttungen nach Abs. l mindestens 5 % der gesamten unter die gewinnberechtigten Aktionäre zu verteilenden Summe zur Tilgung der Genußrechte zu verwenden. Grundkapital: nom. RM 1.050.000,00, davon nom. Reicnsmark 735.000,00 Stammaktien und nom. RM 315.000,00 Vorzugsaktien. Rechte der Vorzugsaktien: Die Vorzugsaktien haben Anspruch auf nachZahlungspflichtige Vorzugsgewinnanteile von 4 % sowie auf bevorrechtigte Beteiligung am Erlös bei einer etwaigen Auflösung der Gesellschaft gemäß § 21 der Satzung. Die Nachzahlungspflicht wird zeitlich jeweils auf drei Jahre beschränkt. Altbesitz-Genußrechte der getilgten Prioritäts-Anleihe von 1895: Noch im Umlauf am 31. Dezember 1942 nom. Reichsmark 41.950,00.)