| Zeit |
Ereignis |
| 1761 |
Gründung als Handelsgesellschaft. Der Schreiner Caspar Faber entscheidet sich, als Selbständiger unter einfachen Verhältnissen Beistifte herzustellen. |
| 1761 |
Der Schreiner Kaspar Faber, der sich einige Jahre vorher in Stein niedergelassen hat, beginnt mit der Fertigung von "Bleyweißstefften" in handwerklich einfacher Manier |
| 1783 |
Anton Wilhelm Faber kann mit der ererbten Barschaft den sogenannten "Unteren Spitzgarten" für die Vergrößerung des Handwerksbetriebs in Stein erwerben |
| 1783 |
Hochzeit Anton Wilhelm Fabers |
| 1784 |
Kaspar Faber's Sohn Anton Wilhelm übernimmt den kleinen Handwerksbetrieb |
| 1795 |
Aufnahme einer neuen Bleistiftmacher-Ordnung. Die alten Zunftschranken halten Einzug |
| 1810 |
Anton Wilhelm Faber kann seinem Sohn Georg Leonhard 24.000 Gulden vererben |
| 1839 |
Tod von Georg Leonhard Faber |
| 1839 |
Lothar Faber übernimmt nach dem Tod seines Vaters Georg Leonhard die Leitung der kleinen Fabrik |
| 1840 |
Lothar Faber wählt seine Brüder Eberhard und Johann als Geschaftspartner |
| 1843 |
Faber beauftragt die Firma Liliendahl mit dem Verkauf von A. W. Faber-Produkten in den USA |
| 1844 |
Eine Krankenkasse wird geschaffen |
| 1849 |
Faber wagt den Sprung nach Übersee und gründet seine eigene Niederlassung in New York, deren Leitung sein jüngster Bruder Eberhard übernimmt |
| 1856 |
Ein Vertrag zwischen Jean-Pierre Alibert und Lothar Faber kommt zustande, der letzterem die alleinige Nutzung der 1847 von Alibert entdeckten Graphitvorkommen westlich von Irkutsk sichert |
| 1860 |
Eine Radiergummifabrik in New York stellt neuartige Radierer für die Marke "A. W. Faber" her |
| 1861 |
In Stein entsteht sogar eine Kirche, maßgeblich gefördert und finanziert durch den Fabrikanten Lothar Faber |
| 1861 |
Die Stadt Nürnberg verleiht Lothar Faber die Ehrenbürgerwürde |
| 1862 |
Lothar Faber wird aufgrund seiner wirtschaftlichen und sozialen Leistungen vom bayerischen König Maximilian II. geadelt |
| |
Eröffnung der eigenen Gasanstalt |
| 1876 |
Lothar Faber erhält den Ritterorden der Ehrenlegion |
| 1877 |
Geburt von Ottilie von Faber |
| 1881 |
Lothar Faber wird in den erblichen Freiherrnstand erhoben |
| 1896 |
Lothar Faber schließt für immer die Augen |
| 1896 |
Nach dem Tod von Lothar Faber geht die Leitung der Firma zunächst an seine Witwe, später an seine Enkelin Ottilie von Faber über. Sein einziger Sohn starb bereits vor ihm, mit gerade 43 Jahren. |
| 1898 |
Durch die Aufnahme von Graf Alexander zu Castell-Rüdenhausen als Teilhaber entsteht der neue Familien- und Firmenname: Faber-Castell |
| 28.02.1898 |
Der Graf Alexander zu Castell-Rüdenhausen wird gleichzeitig mit der Heirat von Freiin Sophie Ottilie von Faber als Teilhaber in die Firma aufgenommen |
| 1903 |
Baubeginn des Faber-Castell-Schlosses |
| 1905 |
Einführung des grünen Bleistifts "Castell 9000" - ein großer Erfolg |
| 1906 |
Fertigstellung des Faber-Castell-Schlosses |
| 1916 |
Ottilie von Faber und Alexander zu Castell-Rüdenberg trennen sich. Sie verläßt Mann und Kinder (Scheidung 1918). Darüber schreibt die Münchner Schriftstellerin Asta Scheib eine Romanbiographie mit dem Titel "Eine Zierde in ihrem Hause". |
| 1925 |
Ab 1925 entsteht ein neuer, U-förmiger Fabriktrakt |
| 1928 |
Alexander zu Castell-Rüdenhausen stirbt |
| 1928 |
Nach dem Tod von Alexander zu Castell-Rüdenhausen übernimmt sein Sohn Roland, gerade 23jährig, die Firmenleitung |
| 13.12.1928 |
Gründung als Aktiengesellschaft |
| 04.01.1929 |
Eingetragen als Aktiengesellschaft |
| 1930-1931 |
Zu beginn der 30er Jahre wird die Johann Fabersche Bleistiftfabrik mit A.W. Faber vereint |
| 1931 |
Kooperationsvertrag mit der "Johann Faber AG, Nürnberg" |
| 1937 |
Beteiligung an der Lapis Johann Faber-Fabrik in Sao Carlos (Brasilien), der größten Bleistiftfabrik Südamerikas |
| 1944 |
Tod von Ottilie von Faber |
| 01.05.1945 bis 31.12.1945 |
Die Produktion kann bereits 1945 begonnen werden, da die Bombenangriffe auf Nürnberg Schloß und Fabrik verschonten |
| 01.05.1945 bis 31.12.1945 |
Als das Schloß von den Amerikanern besetzt wird, verschwindet die Urkunde über die Zusammenlegung der Geschlechternamen Faber und Castell. |
| 12.1946 |
Ende 1946 kann die Produktion wieder in vollem Umfang betrieben werden |
| 1952 |
Faber-Castell beginnt als erstes Unternehmen der deutschen Bleistiftindustrie mit der Kugelschreiberfertigung. |
| 1967 |
Faber-Castell beteiligt sich erneut an der Lapis Johann Faber-Fabrik in Sao Carlos (Brasilien), das im Zweiten Weltkrieg enteignet wurde |
| 1976 |
Anton Wolfgang Graf von Faber-Castell wird in die Firmenleitung berufen |
| 1978 |
Roland Graf von Faber-Castell stirbt nach 50jähriger Firmenleitung |
| 1979 |
Graf Anton Wolfgang von Faber-Castell setzt auf weitere Produktions- und Vertriebsstätten im Ausland |
| 1980 |
Eine Vertriebsgesellschaft in Südafrika entsteht |
| 1984 |
Die Urkunde über die Zusammenlegung der Geschlechternamen Faber und Castell wird auf einem Flohmarkt in der Nähe Chicagos gefunden und für 2 Dollar verkauft. |
| 1991 |
Gründung einer Vertriebsgesellschaft in Neuseeland |
| 1991 |
Eröffnung eines neuen, modernen Werks in Australien |
| 1991 |
Gründung einr Produktion für holzgefaßte Stifte in Indonesien |
| 1992 |
Einweihung einer neuen Radiergummifabrik in Malaysia |
| 1993 |
Neuausrichtung der Unternehmensstrategie |
| 1994 |
Faber-Castell erwirbt 75 Jahre nach seiner Enteignung seine Markenrechte für USA und Kanada zurück |
| 1996 |
Der Außenumsatz wird 1996 um 8,4 Prozent auf 411 Millionen DM gesteigert. |
| 01.01.1997 bis 30.06.1997 |
Die Verkaufserlöse erhöhen sich im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraumes, auch wegen des starken Dollars, um 18 Prozent auf 255,5 Millionen DM. |
| 01.01.1998 bis 30.06.1998 |
Das Unternehmen steigert seinen Umsatz um 14 % auf 269 Mio DM im Vergleich zum Vorjahreszeitraum |
| 19.09.1998 bis 22.11.1998 |
Ausstellung Über Ottilie Faber-Castell im Steiner Faber-Castell-Schloß vom 19.9. bis 22.11. |