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Maschinenfabrik Sangerhausen Aktiengesellschaft
| Firmenname | Maschinenfabrik Sangerhausen Aktiengesellschaft |
| Ortssitz | Sangerhausen |
| Straße | Hornung-Rabe-Str. 2 |
| Postleitzahl | 06526 |
| Art des Unternehmens | Maschinenfabrik |
| Anmerkungen | Vorher unter der Firma "Sangerhäuser Actien-Maschinenfabrik und Eisengießerei" bzw. (um 1900) "Actien-Maschinenfabrik und Eisengießerei, vorm. Hornung & Rabe". Vertreter in Surabaya und Den Haag: "J. & C. Vrins". Nach 1991 als GmbH. |
| Quellenangaben | [Maschinenindustrie (1939/40) 738] [Handbuch Akt.-Ges. (1943) 1873] |
| Hinweise | Für die freundliche Überlassung von Fotokopien aus den Lieferverzeichnissen von Dampfmaschinen und -pumpen danke ich der Maschinenfabrik Sangerhausen und Herrn Menzel. |
| Zeit |
Ereignis |
| 01.04.1873 |
Die Fabrik wird als kleines Werk von den Vorbesitzern, den Herren Hornung und Rabe, am 1. April 1873 übernommen. In den ersten Jahren werden Einrichtungen für die Zuckerindustrie, für Spiritusbrennereien, Bierbrauereien, Mälzereien und Grubenanlagen hergestellt. Das Werk bildet sich aber immer mehr als Spezialfabrik für den Bau von Zuckerfabrik- und Zuckerraffinerie-Einrichtungen aus, welche nach allen Staaten der Erde geliefert werden. |
| 19.04.1873 |
Gründung als "Sangerhäuser Actien-Maschinenfabrik und Eisengießerei vormals Hornung & Rabe" unter Übernahme der seit 1863 bestehenden Firma mit einem Grundkapital von M 600.000,00. |
| 1917 |
Lieferung einer Dampfpumpe durch Maschinenfabrik Sangerhausen |
| 14.01.1921 |
Änderung der Firma aus "Sangerhäuser Actien-Maschinenfabrik und Eisengießerei vormals Hornung & Rabe" in "Maschinenfabrik Sangerhausen Aktiengesellschaft" und Umwandlung in eine Aktiengesellschaft |
| 16.05.1933 |
Zur Verlustdeckung und Wertberichtigung sowie zur Bildung eines Reservefonds wird durch Hauptversammlungsbeschluß vom 16. Mai 1933 das Grundkapital im Verhältnis 2 : 1 in erleichtertet Form von RM 2.4 Mill. auf RM 1.2 Mill. herabgesetzt, und zwar durch Herabsetzung des Nennbetrages der Aktien von RM 200,00 auf RM 100,00. |
| 1936 |
Erweiterung des Fabrikationsprogramms durch die Aufnahme der Herstellung von Trocknungsanlagen aller Art und zellenlosen Saugfiltern. |
| 1936-1937 |
Beträchtliche Erweiterung des Fabrikationsprogramms insbesondere auf dem Gebiete der chemischen Industrie. Mit der "Deutsche Vacuumapparate Dreyer & Holland-Merten G. m. b. H." wird ein Abkommen für den Bau von Vacuum-Apparaturen getroffen. |
| 1937-1938 |
Beträchtliche Erweiterung des Ausfuhrgeschäftes. |
| 1938-1939 |
Lieferung der größten Zuckerrohrmühle der Welt. |
| 1939-1940 |
Errichtung eines Versuchsfeldes für die Verfahrenstechnik. |
| 1939-1940 |
Übernahme der Patent- und Lizenzrechte der Deutschen Vacuumapparate Dreyer & Holland-Merten G. m. b. H., sowie Erwerb sämtlicher Geschäftsanteile dieser Gesellschaft. |
| 07.1991 |
Im Juli Verkauf an die Portland Corp., plc. |
| 1994 |
Die Allgemeine Ortskrankenkasse in Halle hat die Eröffnung eines Gesamtvollstreckungsantrages beantragt. Die Forderungen für nicht bezahlte Beiträge betragen rd. 3 Mio DM |
| 1994 |
Gegen der Gesellschafter, Kurt Mayer, wird Haftbefehl wegen Betrug, Geldwäsche und Untreue erlassen |
| 06.1994 |
Eröffnung des Gesamtvollstreckungsverfahren. |
| 06.1994 |
Die Gesamtvollstreckung über das Vermögen der Maschinenfabrik Sangerhausen wird eröffnet. |
| 12.1994 |
Das Werksgrundstück wird aus der Konkursmasse an die Treuhandanstalt verkauft. |
| 01.01.1995 bis 31.07.1995 |
Verhandlungen mit einer Moskauer Privatbank scheitern. |
| 07.1995 |
Der ehemalige Gesellschafter und Geschäftsführer der Maschinenfabrik, Kurt Mayer steht in Halle vor Gericht. Ihm wird Betrug in 14 Fällen vorgeworfen. |
| 1996 |
Das Unternehmen nimmt die Produktion mit 250 Mitarbeitern auf. |
| 30.09.1996 |
Ehemalige Mitarbeiter der Maschinenfabrik Sangerhausen GmbH, protestieren gegen die geplante Versteigerung des Maschinenparks des Betriebes. |
| Produkt |
ab |
Kommentar |
bis |
Kommentar |
| Dampfmaschinen |
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| Dampfpumpmaschinen |
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| Großapparate für die chemische Industrie |
1939 |
Erste Erwähnung |
1940 |
Letzte Erwähnung |
| Maschinen und Anlagen für die Zuckerindustrie |
1939 |
[Maschinenind. Dt. Reich (1939/40)] |
1991 |
[FAZ, 01.10.1996, S. 20] |
| rotierende zellenlose Trommensaugfilter |
1939 |
Erste Erwähnung |
1940 |
Letzte Erwähnung |
| Sulfat-Laugenstationen für Zellstoffindustrie |
1939 |
Erste Erwähnung |
1940 |
Letzte Erwähnung |
| Trocknungsanlagen für Industrie und Landwirtschaft |
1939 |
Erste Erwähnung |
1940 |
Letzte Erwähnung |
| Bezeichnung |
Bauzeit |
Hersteller |
| Dampfmaschine |
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Maschinenfabrik Sangerhausen Aktiengesellschaft |
| Dampfmaschine |
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Maschinenfabrik Sangerhausen Aktiengesellschaft |
| Dampf-Kolbenpumpe |
08.07.1917 |
Maschinenfabrik Sangerhausen Aktiengesellschaft |
| Zeit |
gesamt |
Arbeiter |
Angest. |
Lehrl. |
Kommentar |
| 1935 |
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268 |
43 |
33 |
Löhne: 553.000 RM, Umsatz: 1,51 Mio RM |
| 1936 |
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305 |
57 |
49 |
Löhne: 708.000 RM, Umsatz: 1,95 Mio RM |
| 1937 |
104 |
305 |
510 |
85 |
Löhne: 1.294.000 RM, Umsatz: 2,86 Mio RM |
| 1938 |
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605 |
115 |
146 |
Löhne: 1.653.000 RM, Umsatz: 5,06 Mio RM |
| 1991 |
1000 |
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Zeit ca. |
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1000 |
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Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt
| Zeit |
Bezug |
andere Firma |
Kommentar |
| 1 |
Umfirmierung aus |
Sangerhäuser Actien-Maschinenfabrik und Eisengießerei |
[Maschinenindustrie (1939/40) 738] |
| ZEIT | 1943 |
| THEMA | Organe und Kapital der Gesellschaft |
| TEXT | Vorstand: Dipl.-Ing. Werner Melot de Beauregard, Sangerhausen; Erich Karl Dreyer, Sangerhausen; Walter H. Tesch, Sangerhausen. Aufsichtsrat: Dr. Hermann Jannsen, Vorstandsmitglied der Reichs-Kredit-Gesellschaft A.-G., Berlin, Vorsitzer; Staatsbankdirektor a. D. Wilhelm M. Striebig, Kassel, stellv. Vorsitzer; Herbert Quandt, Vorstandsmitglied der Accumulatorenfabrik A.-G., Berlin, Berlin; Dipl.-Kaufm. Karl von Wirth, Vorstandsmitglied der Deutschen Luftfahrt- und Handels-A.-G., Berlin; Dr.-Ing. Friedrich Wilhelm Zürcher, Vorstandsmitglied der Auergesellschaft, Berlin. Abschlußprüfer für das Geschäftsjahr 1942/43: Deutsche Waren-Treuhand-A.-G., Hamburg-Berlin, Geschäftsjahr: 1. Oktober bis 30. September. Hauptversammlung (Stimmrecht): je nom. RM 100,00 Stammaktien 1 Stimme. Reingewinn-Verwendung: Über die Verwendung des Reingewinns beschließt die Hauptversammlung. Grundkapital: nom. RM 1.200.000,00 Stammaktien in 12.000 Stücken zu je RM 100,00 (Nr. 1-12.000). |
| QUELLE | [Handbuch Akt.-Ges. (1943) 1873] |
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| THEMA | Zweck und Gegenstand des Unternehmens (Organe und Kapital der Gesellschaft) |
| TEXT | Gegenstand des Unternehmens: Maschinenfabrikation, Eisengießerei und Fertigung von Eisenwaren jeder Art, namentlich auch Herstellung von ganzen Fabriken. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des Gesellschaftszweckes notwendig oder nützlich erscheinen, insbesondere zum Erwerb von Anlagen und Grundstücken, zur Beteiligung an Unternehmungen gleicher oder verwandter Art, zur Errichtung von Zweigniederlassungen im In- und Auslande, zur Beteiligung an wirtschaftlichen Verbänden und zum Abschluß von Interessengemeinschaftsverträgen. Erzeugnisse: Herstellung von Rüben- und Rohrzuckerfabriken und Raffinerien; Lieferung der dazugehörigen Einrichtungen und Maschinen; Apparate insbesondere für die chemische, Montan- und Nahrungsmittelindustrie; Verdampfer, Vacuumtiockner, Destillatoren, Kalzinatoren, Imprägnierer, Frederkingapparate, Kalklöschanlagen, Filterpressen, Saugtrommelfilter, Nutschen- und Druckfilter, Zentrifugen, Trommeltrockner, Kalzinier- und Kühltrommeln, Walzentrockner, Schaufeltrockner, Laugenregenerationsanlagen, Dialysatoren. (Vorstand: Dipl.-Ing. Werner Melot de Beauregard, Sangerhausen; Erich Karl Dreyer, Sangerhausen; Walter H. Tesch, Sangerhausen. Aufsichtsrat: Dr. Hermann Jannsen, Vorstandsmitglied der Reichs-Kredit-Gesellschaft A.-G., Berlin, Vorsitzer; Staatsbankdirektor a. D. Wilhelm M. Striebig, Kassel, stellv. Vorsitzer; Herbert Quandt, Vorstandsmitglied der Accumulatorenfabrik A.-G., Berlin, Berlin; Dipl.-Kaufm. Karl von Wirth, Vorstandsmitglied der Deutschen Luftfahrt- und Handels-A.-G., Berlin; Dr.-Ing. Friedrich Wilhelm Zürcher, Vorstandsmitglied der Auergesellschaft, Berlin. Abschlußprüfer für das Geschäftsjahr 1942/43: Deutsche Waren-Treuhand-A.-G., Hamburg-Berlin, Geschäftsjahr: 1. Oktober bis 30. September. Hauptversammlung (Stimmrecht): je nom. RM 100,00 Stammaktien 1 Stimme. Reingewinn-Verwendung: Über die Verwendung des Reingewinns beschließt die Hauptversammlung. Grundkapital: nom. RM 1.200.000,00 Stammaktien in 12.000 Stücken zu je RM 100,00 (Nr. 1-12.000).) |
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| THEMA | Besitzverhältnisse (Organe und Kapital der Gesellschaft) |
| TEXT | Besitz- und Betriebsbeschreibung: 1. Betriebsanlagen. Dreherei, Schlosserei, Schmiede, Gießerei, 5 Montagehallen, Werkzeugmacherei, Modellschreinerei und verschiedene Nebenbetriebe. Kraftanlagen: 2 Dampfmaschinen, 3 Dynamos, Transformatorenstation und dgl. Grundbesitz, bebaut mit Fabrik-, Lager- und Verwaltungsgebäude, rund 47.056 qm. 2. Sonstiger Besitz: Bebaute Grundstücke 6042 qm, 9 Wohnhäuser. Ferner unbebaute Grundstücke, rund 92.238 qm. Beteiligung Deutsche Vacuumapparate Dreyer & Holland-Merten G. m. b. H., Sangerhausen. (Vorstand: Dipl.-Ing. Werner Melot de Beauregard, Sangerhausen; Erich Karl Dreyer, Sangerhausen; Walter H. Tesch, Sangerhausen. Aufsichtsrat: Dr. Hermann Jannsen, Vorstandsmitglied der Reichs-Kredit-Gesellschaft A.-G., Berlin, Vorsitzer; Staatsbankdirektor a. D. Wilhelm M. Striebig, Kassel, stellv. Vorsitzer; Herbert Quandt, Vorstandsmitglied der Accumulatorenfabrik A.-G., Berlin, Berlin; Dipl.-Kaufm. Karl von Wirth, Vorstandsmitglied der Deutschen Luftfahrt- und Handels-A.-G., Berlin; Dr.-Ing. Friedrich Wilhelm Zürcher, Vorstandsmitglied der Auergesellschaft, Berlin. Abschlußprüfer für das Geschäftsjahr 1942/43: Deutsche Waren-Treuhand-A.-G., Hamburg-Berlin, Geschäftsjahr: 1. Oktober bis 30. September. Hauptversammlung (Stimmrecht): je nom. RM 100,00 Stammaktien 1 Stimme. Reingewinn-Verwendung: Über die Verwendung des Reingewinns beschließt die Hauptversammlung. Grundkapital: nom. RM 1.200.000,00 Stammaktien in 12.000 Stücken zu je RM 100,00 (Nr. 1-12.000).) |
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