Vereinigte Chamotte-Fabriken (vorm. C. Kulmiz)

Allgemeines

FirmennameVereinigte Chamotte-Fabriken (vorm. C. Kulmiz)
OrtssitzSaarau (Schlesien)
Art des UnternehmensSchamottefabrik
AnmerkungenBis 1896 oder 1899 unter der Firma "C. Kulmiz" (s.d.). 1913: Filial-Fabriken Marktredwitz (s.d.) und Halbstadt. [Wasner]: In der Umgebung wird weißer und blauer Ton gefunden, aus welchem in den hiesigen Schamottefabriken feuerfeste Steine gebrannt werden; sie werden bis nach Sibirien versendet; auch stellt man mannshohe Röhren, sogenannte Retorten, her, welche in den Gasanstalten Verwendung finden. Firma ab 1945: "Zarowskie Zaklady Materialów Ogniotrwalych".
Quellenangaben[Verzeichnis der Zuckerfabriken 17 (1900) Anh.] [Wasner: Stadt- und Landkreis Schweidnitz (1904)] http://www.mojemiasto.swidnica.pl




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1850 Gründung des Ursprungsunternehmens "C. Kulmiz"
1896 Umwandlung aus "Chamottefabrik Saarau, C. Kulmiz"
1899 Vertrag zur Zusammenarbeit mit Didier in Stettin
1905 Moritz Schulz übernimmt die Unternehmensleitung. Er modernisiert die Fabrik und führt die Filtration zur Entwässerung ein.
1906 Kulmiz übernimmt die in den 1870er Jahren gegründete Ziegelei der Gebr. Langer in Konradswaldau (Produktionsmenge um 1900: 700 t Ziegel pro Monat).
1925 Direktor Gustav Knoch übernimmt die Nachfolge von Moritz Schulz. Er führt zahlreiche Verbesserungen ein: Anlagen zur automatischen Ton-Trocknung, Verbesserung des Rohstofftransports, elektrische Rangierlokomotive und Automatisierung der Produktion.
1929 Die Ziegelei von Kulmiz in Konradswaldau (ehemals Gebr. Langer) brennt ab
1929 Einbau eines 101 m langen Tunnelofens (Hersteller: Dressler, Hannover), der die Brennzeit der Ziegel verkürzt
1932 Schließung der Kulmiz-Werke in Udaninie-Piekary und Halbstadt
1932 Anschluß an Didier und Umbenennung in "Didier Werke A. G. Saarau"
12.02.1945 Einstellung des Betriebs
Nov. 1945 Die Fabrik ist noch außer Betrieb und in Reparatur und beim Wiederaufbau der Maschinen. Die Fabrik beschäftigt 100 Arbeiter, "w tym niestety dopiero 1/3 czesc Polaków" [unter denen leider erst 1/3 Polen sind]. (Bericht der "Wiadomosci Swidnickie")
Anfang 1946 Aufnahme der Produktion




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Chamottesteine aller Art 1900 Erste Erwähnung 1913 erwähnt: Jahrbuch dt. Braunkohlen...Ind (1913)  
Gasretorten, komplette Retortenöfen 1900 Erste Erwähnung 1913 erwähnt: Jahrbuch dt. Braunkohlen...Ind (1913)  
komplette Kalköfen 1900 [Adreßbuch der Zuckerindustrie (1911/12) Anh.] 1911 [Adreßbuch der Zuckerindustrie (1911/12) Anh.]  
komplette Kalköfen 1900 [Adreßbuch der Zuckerindustrie (1911/12) Anh.] 1911 [Adreßbuch der Zuckerindustrie (1911/12) Anh.]  




Personal

Zeit gesamt Arbeiter Angest. Lehrl. Kommentar
1911 1500       vmtl. zusammen mit Halbstadt und Marktredwitz; Produktion: 120 Millionen kg geformte, gebrannte Chamotte-Waren




Firmen-Änderungen, Zusammenschüsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1896 Umbenennung zuvor Chamottefabrik Saarau, C. Kulmiz 1896 oder 1899 (Didier)
1899 Nebenwerk danach Vereinigte Schamottefabriken, vorm. C. Kulmiz GmbH  
1899 Zusammenarbeit beider Unternehmen danach Stettiner Chamottefabrik-Actien-Gesellschaft vorm. Didier