Vereinigte Ultramarinfabriken AG, vormals Leverkus, Zeltner u. Consorten

Allgemeines

FirmennameVereinigte Ultramarinfabriken AG, vormals Leverkus, Zeltner u. Consorten
OrtssitzKöln
StraßeHohenzollernring 84
Postleitzahl50672
Art des Unternehmenschemische Fabrik
AnmerkungenZweigwerk in Oberndorf (b. Schweinfurt) (s.d.) und vmtl. in Duisburg (s.d.)
Quellenangaben[Verzeichnis der Zuckerfabriken 17 (1900) Anh.] [Reichs-Adreßbuch (1900) 2348] [Wikipedia (2005)] [Handbuch Akt.-Ges. (1943) 501]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
04.02.1889 Tod. Er war verheiratet und hatte elf Kinder. Er liegt in Wermelskirchen begraben.
1890 Aufnahme der Werke "Blaufarbenwerk Marienberg bei Bensheim", Sophienau bei Eisfeld, "Hannoversche Ultramarinfabrik vorm. Egestorff" in Linden-Hannover, "Schweinfurter Ultramarinfabrik" sowie der Firmen "Jordan & Hecht" in Goslar, "J. Nuppeney & Co." in Andernach und "Gebr. Bahl & Co." in Montabaur.
31.05.1890 Gründung mit Wirkung ab 1. Januar 1890 unter Übernahme der Firmen "Nürnberger Ultramarinfabrik Joh. Zeltner" in Nürnberg, "Ultramarinfabrik Dr. C. Leverkus & Söhne" in Leverkusen bei Köln mit einem Grundkapital von M 2.500.000,00.
1891 Nach Carl Leverkus' Tod verkaufen seine Söhne 1891 seine Fabrik in Wiesdorf an die Elberfelder "Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer & Co AG". Damit ist Carl Leverkus' Fabrik der Grundstein der heutigen Bayer AG in Leverkusen.
1897 Bestellung/Lieferung einer Dampfmaschine durch Maschinenbau-AG Nürnberg
1905 Lieferung einer Dampfmaschine durch Kuhn/Maschinenfabrik Esslingen.
1906 Kauf der Ultramarinfabrik in Duisburg von der Firma Julius Curtius.
1918 Verkauf des Leverkuser Werkes an die "Farbenfabrik vorm. Friedr. Bayer & Co., Leverkusen"
01.07.1925 bis 01.08.1925 Zu Anfang des Geschäftsjahres 1925/26 können bessere Verkaufsmöglichkeiten festgestellt werden. Jedoch lassen infolge der ungünstigen Wirtschaftslage die Auftragseingänge dann nach. Erst seit dem Frühjahr 1926 bewegt sich das Geschäft wieder in normalen Bahnen.
1926-1927 Das Geschäftsjahr kann trotz der schwierigen Wirtschaftslage als befriedigend bezeichnet werden. Die technischen Einrichtungen und die Verkaufsorganisation werden weiter ausgebaut.
1927-1928 Die leichte Besserung im Absatz hält während des ganzen Jahres an. Das Inlandsgeschäft war befriedigend; das Exportgeschäft scheint sich bessern zu wollen.
1928-1929 In der ersten Hälfte des Jahres hält sich die Beschäftigung auf normaler Höhe. Der merkliche Rückschlag zu Anfang 1929, der durch den ungewöhnlich harten Winter verursacht wird, konnte erst in den letzten Monaten einigermaßen wettgemacht werden.
1929-1930 Die allgemeine wirtschaftliche Notlage hat sich auch bei der Gesellschaft fühlbar gemacht. Bereits im Herbst 1929 beginnen die Aufträge nachzulassen; auch im zweiten Halbjahr konnte dieser Ausfall nicht wieder eingeholt werden.
1929-1930 An Entschädigungen für Kriegsverluste im feindlichen Auslande fließen dem Unternehmen in 1929/30 RM 1 223 669.55 zu. Dieser Betrag wird unter "Rücklage II" in Reserve gestellt.
1930-1931 Der starke Rückgang des Absatzes zwingt dazu, wesentliche Einschränkungen in der Produktion durch Einführung verkürzter Arbeitszeit und zeitweilige Stillegung von Betriebsstellen vorzunehmen. Aus der Rücklage II wird eine Zusatzdividende von 1 % gewährt.
1931-1932 Weiterer Rückgang des Umsatzes, besonders infolge Daniederliegens der Bauindustrie und deren Nebengewerbe sowie Exporterschwerung durch Zollerhöhungen und Devisenvorschriften des Auslands. Größere Einbuße bei Effekten und ausländischen Währungen. Der Reserve II werden RM 391.129,00 entnommen zur teilweisen Deckung der Effekten-Verluste und einer zusätzlichen Ausschüttung von 3 % auf die Stammaktien,
1932-1933 Verkauf des Kieselweiß-Werkes in Wellheim an die Firma Siegel & Co. G. m. b. H., Köln, für RM 125.000,00, nachdem der eigene Bedarf dieses Rohstoffes für lange Jahre vertraglich gesichert wird.
19.10.1935 Die ordentliche Generalversammlung vom 19. Oktober 1935 beschließt die Herabsetzung des Stammaktienkapitals von nom. RM 5.400.000,00 um nom. RM 150.000,00 auf nom. RM 5.250.000,00 durch Einzug eigener Aktien in erleichterter Form.
1936-1937 Das Werk in Schweinfurt wird stillgelegt.
1940-1941 Abstoßung einer ausländischen Beteiligung.
1941-1942 Übernahme von Beteiligungen an Industrieunternehmungen
30.06.1942 Bemerkungen zum Abschluß per 30. Juni 1942: Der Umsatz im Berichtsjahre hielt sich auf der Höhe des Vorjahres. Die nach dem vorjährigen Geschäftsbericht in Aussicht genommenen Beteiligungen an Industrieunternehmungen sind inzwischen zum größten Teil durchgeführt worden; wegen weiterer Beteiligungen sind zur Zeit noch Verhandlungen im Gange. Von einer Aufstockung des Kapitals glaubt die Gesellschaft nach reiflicher Prüfung aller vorliegenden Umstände Abstand nehmen zu sollen. Die Bestände an Rohmaterialien und eigenen Erzeugnissen sind nach den gleichen Grundsätzen wie im Vorjahr bewertet worden.
10.11.1942 Letzte ordentliche Hauptversammlung bis 1943/44




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Chromoxydgrün 1943 [Handb. Akt.-Ges. (1943)] 1943 [Handb. Akt.-Ges. (1943)]  
Chromoxydgrün 1943 [Handb. Akt.-Ges. (1943)] 1943 [Handb. Akt.-Ges. (1943)]  
Ultramarin 1943 [Handb. Akt.-Ges. (1943)] 1943 [Handb. Akt.-Ges. (1943)]  




Betriebene Dampfmaschinen

Bezeichnung Bauzeit Hersteller
Dampfmaschine vor 1917 Ascherslebener Maschinenbau Act.-Ges., vorm W. Schmidt & Co.
Dampfmaschine vor 1917 Ascherslebener Maschinenbau Act.-Ges., vorm W. Schmidt & Co.
Dampfmaschine 1905 Maschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgießerei von G. Kuhn
Dampfmaschine 1897 Maschinenbau-Aktiengesellschaft Nürnberg




Firmen-Änderungen, Zusammenschüsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1 Umbenennung zuvor Leverkus, Zeltner & Consorten  




Allgemeines

ZEIT1943
THEMAOrgane und Kapital der Gesellschaft
TEXTVorstand: Arthur Leverkus, Köln- Alfred Leverkus, Köln; Dr. C. Otto Leverkus, Duisburg. Aufsichtsrat: Rechtsanwalt Bruno Potthast, Köln, Vorsitzer; Ober-Medizinalrat i. R. Dr. Edwin Zeltner, Hersbruck (Bay.), stellv. Vorsitzer; Detlev Horny, Wien; Dr. Arnold Frese, Köln. Geschäftsjahr: 1. Juli bis 30. Juni. Hauptversammlung (Stimmrecht): Je nom. RM 200,00 Stammaktien 2 Stimmen, je nom. RM 100,00 Vorzugsaktien l-bzw. 20 Stimmen. Reingewinn-Verwendung: 1. Zunächst sind gemäß § 4 der Satzung etwaige Rückstände von Gewinnanteilen aus Vorjahren auf die Vorzugsaktien nachzuzahlen; 2. von dem verbleibenden Gewinn sind auf die Vorzugsaktien 6 % des auf ihren Nennwert eingezahlten Betrages zu verteilen; 3. danach entfallen auf die Stammaktien bis zu 4 % des auf die Aktien eingezahlten Betrages; 4. sodann erhält der Aufsichtsrat von dem noch verbleibenden Gewinn abzüglich eines etwaigen Gewinnvortrages aus dem vorletzten, dem laufenden Geschäftsjahr vorauf gegangenen Jahre die ihm nach § 16 der Satzung zustehende und im übrigen nach § 98 Abs. 3 des Aktienrechts zu berechnende Gewinnbeteiligung in Höhe von 10%; 5. der Rest wird an die Stammaktionäre verteilt, soweit die Hauptversammlung keine andere Verwendung bestimmt. Grundkapital: nom. BM 5.250.000,00 Stammaktien in 26 250 Stücken zu je RM 200,00, nom. RM 60.000,00 Vorzugsaktien in 600 Stücken zu je RM 100,00. RM 5.310.000,00
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 501]


THEMAZweck und Gegenstand des Unternehmens (Organe und Kapital der Gesellschaft)
TEXTGegenstand des Unternehmens: Fabrikation von Ultramarin, von chemischen und anderen Artikeln sowie der Handel mit solchen, auch kann sich die Gesellschaft an Unternehmungen zu gleichen Zwecken beteiligen. Erzeugnisse: Ultramarin und Chromoxydgrün. (Vorstand: Arthur Leverkus, Köln- Alfred Leverkus, Köln; Dr. C. Otto Leverkus, Duisburg. Aufsichtsrat: Rechtsanwalt Bruno Potthast, Köln, Vorsitzer; Ober-Medizinalrat i. R. Dr. Edwin Zeltner, Hersbruck (Bay.), stellv. Vorsitzer; Detlev Horny, Wien; Dr. Arnold Frese, Köln. Geschäftsjahr: 1. Juli bis 30. Juni. Hauptversammlung (Stimmrecht): Je nom. RM 200,00 Stammaktien 2 Stimmen, je nom. RM 100,00 Vorzugsaktien l-bzw. 20 Stimmen. Reingewinn-Verwendung: 1. Zunächst sind gemäß § 4 der Satzung etwaige Rückstände von Gewinnanteilen aus Vorjahren auf die Vorzugsaktien nachzuzahlen; 2. von dem verbleibenden Gewinn sind auf die Vorzugsaktien 6 % des auf ihren Nennwert eingezahlten Betrages zu verteilen; 3. danach entfallen auf die Stammaktien bis zu 4 % des auf die Aktien eingezahlten Betrages; 4. sodann erhält der Aufsichtsrat von dem noch verbleibenden Gewinn abzüglich eines etwaigen Gewinnvortrages aus dem vorletzten, dem laufenden Geschäftsjahr vorauf gegangenen Jahre die ihm nach § 16 der Satzung zustehende und im übrigen nach § 98 Abs. 3 des Aktienrechts zu berechnende Gewinnbeteiligung in Höhe von 10%; 5. der Rest wird an die Stammaktionäre verteilt, soweit die Hauptversammlung keine andere Verwendung bestimmt. Grundkapital: nom. BM 5.250.000,00 Stammaktien in 26 250 Stücken zu je RM 200,00, nom. RM 60.000,00 Vorzugsaktien in 600 Stücken zu je RM 100,00. RM 5.310.000,00)


THEMABesitzverhältnisse (Organe und Kapital der Gesellschaft)
TEXTBesitz- und Betriebsbeschreibung 1. Werk Linden-Hannover. 2. Werk Schweinfurt (stillgelegt). 3. Werk Duisburg. 4. Werk Marienberg. Buchwert der Wertpapiere des Anlagevermögens: Reichsmark 2.274.933,85. 5. Werk Sophienau. 6. Sonstiger Grundbesitz: , Wiesen und Ackerland in Schweinfurt, Marienberg und Sophienau. Größe: etwa 30000 qm. Baugrundstück in Nürnberg. Größe: etwa 1100 qm. (Vorstand: Arthur Leverkus, Köln- Alfred Leverkus, Köln; Dr. C. Otto Leverkus, Duisburg. Aufsichtsrat: Rechtsanwalt Bruno Potthast, Köln, Vorsitzer; Ober-Medizinalrat i. R. Dr. Edwin Zeltner, Hersbruck (Bay.), stellv. Vorsitzer; Detlev Horny, Wien; Dr. Arnold Frese, Köln. Geschäftsjahr: 1. Juli bis 30. Juni. Hauptversammlung (Stimmrecht): Je nom. RM 200,00 Stammaktien 2 Stimmen, je nom. RM 100,00 Vorzugsaktien l-bzw. 20 Stimmen. Reingewinn-Verwendung: 1. Zunächst sind gemäß § 4 der Satzung etwaige Rückstände von Gewinnanteilen aus Vorjahren auf die Vorzugsaktien nachzuzahlen; 2. von dem verbleibenden Gewinn sind auf die Vorzugsaktien 6 % des auf ihren Nennwert eingezahlten Betrages zu verteilen; 3. danach entfallen auf die Stammaktien bis zu 4 % des auf die Aktien eingezahlten Betrages; 4. sodann erhält der Aufsichtsrat von dem noch verbleibenden Gewinn abzüglich eines etwaigen Gewinnvortrages aus dem vorletzten, dem laufenden Geschäftsjahr vorauf gegangenen Jahre die ihm nach § 16 der Satzung zustehende und im übrigen nach § 98 Abs. 3 des Aktienrechts zu berechnende Gewinnbeteiligung in Höhe von 10%; 5. der Rest wird an die Stammaktionäre verteilt, soweit die Hauptversammlung keine andere Verwendung bestimmt. Grundkapital: nom. BM 5.250.000,00 Stammaktien in 26 250 Stücken zu je RM 200,00, nom. RM 60.000,00 Vorzugsaktien in 600 Stücken zu je RM 100,00. RM 5.310.000,00)