Maschinenfabrik Buckau R. Wolf AG

Allgemeines

FirmennameMaschinenfabrik Buckau R. Wolf AG
OrtssitzMagdeburg
OrtsteilBuckau + Sudenburg
Postleitzahl3911x
Art des UnternehmensMaschinenfabrik
AnmerkungenBis 1928 : "Maschinenfabrik Buckau AG" (s.d.) und "R. Wolf AG" (s.d.; Lokomobilenbau in deren Werk Salbke) durch Fusion. 1930 fusioniert mit "Otto Gruson & Co." (Hersteller von Zahnr├Ądern und Stahlgu├č). Nach 1945: Sitz nach Grevenbroich (Zweigwerk seit 1927) verlegt. Die Magdeburger Betriebe nach 1945 als "VEB Schwermaschinenbau 'Karl Liebknecht'" in Salbke und "VEB Schwermaschinenbau 'Georgi Dimitroff'" in Buckau.
Quellenangaben[Masch-Ind. (1939/40) 599] [Handbuch Akt.-Ges. (1943) 3625] [Industriearchitektur in Magdeburg (1999) 43+148]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1837 Gr├╝ndung des Ursprungs-Unternehmens, der "Hamburg-Magdeburger Dampfschifffahrts-Compagnie", als Reederei.
1845 Die Schiffahrtslisten weisen schon die Bef├Ârderung von 26 000 Fahrg├Ąsten und 15 000 t Frachtg├╝tern auf.
1928 ├ťberleitung der Fabrikation des Werks Sudenburg nach dem Werk Salbke
1928 Die Lokomotivfabrik Hagans in Erfurt wird auf Grund einer Vereinbarung mit der Firma Henschel & Sohn in Kassel stillgelegt und der Lokomotivbau aufgegeben. Die Firma Henschel & Sohn verzichtet daf├╝r auf den Bau von Lokomobilen. (1928 oder 1929)
1928 Der erste Bauabschnitt des neuen Verwaltungsgeb├Ąudes in der Sch├Ânebecker Stra├če wird beendet. (1928 oder 1929)
1928 Die Gie├čerei im Werk Buckau wird mit der des Werkes Salbke, die nach der Vergr├Â├čerung von 1928 in der Lage ist, den gesamten Bedarf der Magdeburger Werke zu decken, vereinigt. (1928 oder 1929)
16.01.1928 Fusionsvertrag vom 16. Januar 1928 mit der "R. Wolf Aktiengesellschaft", Magdeburg, in ├ťbereinstimmung mit dem Genehmigungsbeschlu├č dieser Gesellschaft vom 17. Januar 1928.
17.01.1928 Die Firma "Maschinenfabrik Buckau R.Wolf Aktiengesellschaft" f├╝hrt die Gesellschaft nach Aufnahme der "R. Wolf Aktiengesellschaft", Magdeburg, auf Grund des Beschlusses der au├čerordentlichen Hauptversammlung vom 17. Januar 1928.
17.01.1928 Gleichzeitig mit der Fusion mit der "R. Wolf Aktiengesellschaft" beschlie├čt die Hauptversammlung die Erh├Âhung des Grundkapitals um RM 6.000.000,00 auf RM 12.000.000,00.
17.01.1928 Der 1924 zwischen der R. Wolf Aktiengesellschaft in Magdeburg und der Heinrich Lanz Aktiengesellschaft in Mannheim geschlossene Interessen-Gemeinschaftsvertrag wird aufgehoben. Bestehen bleibt die Fabrikationstrennung, wonach die "Heinrich Lanz A.-G." den Dreschmaschinen- und Traktorenbau, die "Maschinenfabrik Buckau R. Wolf A.-G." den Lokomobilen- und station├Ąren Motorenbau betreibt. F├╝r die Aufhebung des Interessengemeinschaftsvertrages soll die "Heinrich Lanz Aktiengesellschaft" an die Gesellschaft 25 Jahreszahlungen zu je RM 225.000,00 zahlen
1929 Erweiterungsbauten in den Werken Sudenburg und Salbke
1930 ├ťbernahme des Kommanditkapitals der Otto Gruson & Co. KG, Magdeburg-Buckau
1930 Anschlu├č der Zahnradfabrik und Stahlgie├čerei "Otto Gruson & Co." in Buckau
1930 Das Montagewerkzeugmagazin an der Sch├Ânebecker Stra├če (Baujahr 1921) wird erh├Âht
18.03.1930 Die Gesellschaft ├╝bernimmt das gesamte Kommanditkapital der Firma "Otto Gruson & Co. Kommanditgesellschaft", Magdeburg-Buckau, mit Wirkung ab 1. Februar 1930
1931 Die Vereinbarung mit "Heinrich Lanz", Mannheim zur Zahlung von Jahreszahlungen wegen der Aufhebung des Interessensvertrags (s. 1924 und 1928) wird gegen eine einmalige Abfindung aufgehoben.
1931 Die Gesellschaft kauft zu den vorhandenen nom. RM 964.200,00 eigenen Aktien im Laufe der letzten Jahre weitere nom. RM 1.035.800,00 hinzu und zog diese insgesamt nom. RM 2.000.000,00 eigenen Aktien zum Zwecke des Ausgleichs von Wertverminderungen unter Einstellung von RM 104992.19 Buchgewinn in den gesetzlichen Reservefonds ein.
1932 Dritte und letzte Erneuerung des Kartellabkommens mit der "Zeitzer Eisengie├čerei und Maschinenbau AG" von 1911
Mitte Juli 1932 Mitte Juli ├╝bernimmt die Gesellschaft den Kessel- und Feuerungsbau der Kesselbaufabrik K. &. Th. M├Âller in Brackwede. Die ├ťbernahme der Fabrikationsrechte der Firma M├Âller dient vor allem dazu, die entsprechenden Abteilungen bei Buckau-Wolf weiter auszubauen. Aktiven und Passiven werden nicht ├╝bernommen.
1934 Verkauf eines Teiles der Grundst├╝cke und Geb├Ąude der fr├╝heren "Ascherslebener Maschinenfabrik A.-G." an die Stadtgemeinde Aschersleben
1934 Zur Erweiterung und Verbesserung der Fabrikations-Einrichtungen werden im Jahre 1934 rd. RM 1.100.000,00 aufgewendet.
1934 Die Beteiligungen erfahren einen Zugang von RM 20.000,00 durch ├ťbernahme eines Anteils an der Erh├Âhung des Stammkapitals der Firma "Breest & Co. G. m. b. H.", Magdeburg.
1934 Der erste Bauabschnitt der Gro├čbaggerhalle wird erstellt
1936 Das stilliegende Fabrikgrundst├╝ck in Erfurt wird verkauft.
1936 Ein gr├Â├čeres Ackergrundst├╝ck und einige Wohnh├Ąuser in Aschersleben werden verkauft.
1937 Tod von Generaldirektor Dr.-Ing. e.h. Wilhelm Kleinherne
1937-1938 1937/38: W. Kleinherne hat die Leitung seinem Sohn, Dr. jur. Wilhelm Kleinherne, ├╝bertragen k├Ânnen.
1937 Erwerb eines Grundst├╝ckes f├╝r das Werk Salbke
1937 Verkauf des stilliegenden Fabrikgrundst├╝ckes in Sudenburg.
1939 Fertigstellung der Lehrlingswerkstatt im Werk Salbke und eines neuen Kameradschaftsheims im Werk Sch├Ânebecker Stra├če
1939 Verkauf des gr├Â├čten Teils des stilliegenden Werkes in der Hindenburgstra├če sowie mehrerer Wohnh├Ąuser in Aschersleben
1939 ├ťbernahme des Verm├Âgens der "Obstbaugesellschaft m. b. H.", Magdeburg
Anfang 1940er Bau der beiden Hallen der Blechschmiede an der Sch├Ânebecker Stra├če
1940 Vergr├Â├čerung der Gro├čbaggerhalle im Zuge der im Vierjahresplan geforderten Steigerung der Produktion im Bergbau nach den Pl├Ąnen des Magdeburger Architekten Neumann-Rundstedt
1942 ├ťbernahme der "Zeitzer Eisengie├čerei und Maschinenbau AG" in den Firmenverband
1942 ├ťbernahme der "Zeitzer Eisengie├čerei und Maschinenbau AG"
12.06.1942 Laut Aufsichtsratsbeschlu├č vom 12. Juni 1942 Kapitalberichtigung gem├Ą├č DAV vom 12. Juni 1941 um 100 % = RM 10.000.000,00 auf RM 20.000.000,00 durch Entnahme von RM 500.000,00 aus Delkrederefonds, durch Zuschreibung von RM 8942952.56 zu Anlagen, RM 809.999,00 zu Beteiligungen. RM 960.000,00 zu Forderungen an abh├Ąngige Gesellschaften. Von dem verbleibenden Betrag von Reichsmark 1.212.951,56 werden RM 212.951,56 der gesetzlichen R├╝cklage zugef├╝hrt und RM 1.000.000,00 f├╝r Pauschsteuer gem├Ą├č ┬ž 13 DAV zur├╝ckgestellt.
1942 Bemerkungen zum Abschlu├č per 31. Dezember 1942: Gro├če Anforderungen an die Leistungsf├Ąhigkeit der Werke gaben im Berichtsjahr 1942 der Arbeit des Unternehmens das Gepr├Ąge. Die Beteiligungen haben wieder zufriedenstellend gearbeitet.
05.07.1943 Letzte ordentliche Hauptversammlung bis 1943/44
1944 Luftangriffe auf Buckau und Salbke
01.04.1945 bis 01.05.1945 Nach dem Einmarsch der Amerikaner: Durchf├╝hrung von Instandsetzungsarbeiten f├╝r Elektrizit├Ąts-, Gas- und Wasserwerke und Br├╝cken
1946 Sechs Monate nach ├ťbergabe an die Sowjets wird das Wirken der Gesch├Ąftsleitung beendet, und die Werke werden sowjetischer Verwaltung unterstellt.
1946 Der Betriebsteil "Otto Gruson" wird abgetrennt
1947 Das verbliebene Zweigwerk, die Tochtergesellschaft in Grevenbroich, wird zum Ausgangspunkt f├╝r eine Wiederaufnahme der Produktion. Der Sitz wird nach Grevenbroich verlegt.
1947 Der Betriebsteil "R. Wolf" wird von der "Maschinenfabrik Buckau R. Wolf" abgetrennt als SAG Betriebe (Maschinenfabrik Buckau R. Wolf als "Maschinenfabrik Buckau-Wolf der sowjetischen Maschinenbau AG Magdeburg" Buckau und Salbke)
1951 Das einstige Werk Buckau-Wolf erh├Ąlt den Namen "Schwermaschinenbau Karl Liebknecht"
1952 Die ehemalige Maschinenfabrik "Otto Gruson" wird in "Georgij-Dimitroff-Werk" umbenannt.
1956 Umstrukturierung in zwei selbst├Ąndige volkseigene Betriebe, den "VEB Schwermaschinenbau 'Karl Liebknecht' mit Hauptsitz in Salbke und den VEB Schwermaschinenbau 'Georgij Dimitroff'" in Buckau (aus dem Buckauer Betriebsteil der Maschinenfabrik Buckau-Wolf und dem Georgij-Dimitroff-Werk, vormals Otto Gruson)
1963 Der Warmbetrieb (ehemals Otto Gruson) wird abgespalten und dem Ernst-Th├Ąlmann-Werk zugeordnet. Das verbleibende Georgij-Dimitroff-Werk geht in den WB (Vereinigung Volkseigener Betriebe) Bergbauausr├╝stungen, Krane und F├Ârderanlagen ├╝ber.
1970 Der "VEB Schwermaschinenbau 'Karl Liebknecht'" wird Stammwerk eines neuen Kombinats




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Abraum- und Kohlenbagger 1939 [Masch-Ind. (1939/40)] 1939 [Masch-Ind. (1939/40)]  
Dampfkessel 1939 [Masch-Ind. (1939/40)] 1939 [Masch-Ind. (1939/40)] aller Art; bis zu den gr├Â├čten Leistungen u. f├╝r h├Âchste Dr├╝cke
Dampfkessel 1935 Erste Lieferung (Lizenz von Sulzer)     Buckau-Sulzer-Einrohrkessel: 1935 erste Lieferung, in Lizenz der Gebr. Sulzer
Dampfmaschinen 1928 Umfirmierung 1939 [Masch-Ind. (1939/40)]  
Dieselmotoren 1928 [Masch-Ind. (1939/40)] 1939 [Masch-Ind. (1939/40)]  
emaillierte Gef├Ą├če f├╝r Brauereien usw. 1939 [Masch-Ind. (1939/40)] 1939 [Masch-Ind. (1939/40)]  
emaillierte Gef├Ą├če f├╝r Brauereien usw. 1939 [Masch-Ind. (1939/40)] 1939 [Masch-Ind. (1939/40)]  
Einrichtungen f├╝r Braunkohlen-Brikettfabriken 1939 [Masch-Ind. (1939/40)] 1939 [Masch-Ind. (1939/40)]  
Einrichtungen f├╝r Torf-Brikettfabriken 1886 [125 Jahre ... (1963)] [Masch-Ind. (1939/40)] 1939 [125 Jahre ... (1963)] [Masch-Ind. (1939/40)]  
Feuerungen 1939 [Masch-Ind. (1939/40)] 1939 [Masch-Ind. (1939/40)]  
kompl masch. Einricht. f├╝r Steinkohlenbrikettfabr. 1939 [Masch-Ind. (1939/40)] 1939 [Masch-Ind. (1939/40)]  
kompl masch. Einrichtungen f├╝r die chemische Ind. 1939 [Masch-Ind. (1939/40)] 1939 [Masch-Ind. (1939/40)]  
kompl masch. Einrichtungen f├╝r die Zuckerindustrie 1939 [Masch-Ind. (1939/40)] 1939 [Masch-Ind. (1939/40)]  
kompl masch. Einrichtungen f├╝r Kalksandsteinfabr. 1939 [Masch-Ind. (1939/40)] 1939 [Masch-Ind. (1939/40)]  
kompl masch. Einrichtungen f├╝r Ziegeleien 1939 [Masch-Ind. (1939/40)] 1939 [Masch-Ind. (1939/40)]  
Lokomobile 1939 [Masch-Ind. (1939/40)] 1939 [Masch-Ind. (1939/40)] alle Arten von fahrbaren u. ortsfesten Lokomobilen; von 6 - 800 PS f├╝r Industrie und Landwirtschaft
Luftvorw├Ąrmer 1939 [Masch-Ind. (1939/40)] 1939 [Masch-Ind. (1939/40)]  
Naturumlauf-Strahlungskessel 1935 Erste Erw├Ąhnung   Letzte Erw├Ąhnung 1935 erste Lieferung, als eine der ersten Firmen
Pumpen 1939 [Masch-Ind. (1939/40)] 1939 [Masch-Ind. (1939/40)]  
S├Ąulen-Schwenkbagger auf Raupenfahrgestellen 1933 [125 Jahre Mf Buckau Wolf (1963) 37]   [125 Jahre Mf Buckau Wolf (1963) 37]  
Schaufelradbagger 1941 [125 Jahre Mf Buckau Wolf (1963) 38]   [125 Jahre Mf Buckau Wolf (1963) 38]  
Schr├Ągaufz├╝ge f├╝r Abraumbewegung 1939 [Masch-Ind. (1939/40)] 1939 [Masch-Ind. (1939/40)]  
Speisewasservorw├Ąrmer 1939 [Masch-Ind. (1939/40)] 1939 [Masch-Ind. (1939/40)]  
Trocken- und Mahlanlagen f├╝r Staubfeuerungen 1939 [Masch-Ind. (1939/40)] 1939 [Masch-Ind. (1939/40)]  
Trocken- und Mahlanlagen f├╝r Staubfeuerungen 1939 [Masch-Ind. (1939/40)] 1939 [Masch-Ind. (1939/40)]  
vollst├Ąndige Dampfpflugapparate 1939 [Masch-Ind. (1939/40)] 1939 [Masch-Ind. (1939/40)]  
wassergasgeschwei├čte Rohre 1939 [Masch-Ind. (1939/40)] 1939 [Masch-Ind. (1939/40)]  
Zellenfilter-Saugtrockner 1939 [Masch-Ind. (1939/40)] 1939 [Masch-Ind. (1939/40)]  
Zentrifugen f├╝r alle Zwecke 1939 [Masch-Ind. (1939/40)] 1939 [Masch-Ind. (1939/40)]  




Betriebene Dampfmaschinen

Bezeichnung Bauzeit Hersteller
Lokomobile 1924 R. Wolf Aktiengesellschaft
Lokomobile 1927 R. Wolf Aktiengesellschaft




Personal

Zeit gesamt Arbeiter Angest. Lehrl. Kommentar
1928 6000       [125 Jahre Mf Buckau Wolf (1963)]
1932 4000       Hier: nur Werk Salbke
1938 6000       [125 Jahre Mf Buckau Wolf (1963)]
Ende 1945 2833       in Buckau 1077 und in Salbke 1756 Mitarbeiter




Firmen-Änderungen, Zusammenschüsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1928 Zusammenschlu├č, neuer Name zuvor Maschinenfabrik Buckau AG Mf Buckau + "R. Wolf"
1928 Zusammenschlu├č, neuer Name zuvor R. Wolf Aktiengesellschaft Mf Buckau + "R. Wolf"
1942 Anschlu├č (Namensverlust) zuvor Zeitzer Eisengie├čerei und Maschinenbau-Aktien-Gesellschaft Zeitzer Eg zu "Mf Buckau R. Wolf"""
1947 Ortswechsel danach Maschinenfabrik Buckau R. Wolf AG, Werk Grevenbroich Magdeburg --> Grevenbroich
1946 Umbenennung danach Schwermaschinenbau "Karl Liebknecht" Buckau Wolf --> VEB Schwermaschinenbau (Jahr unsicher)
1930 Anschlu├č (Namensverlust) zuvor Otto Gruson & Co., Stahlwerke u. Zahnr├Ąderfabrik  




Allgemeines

ZEIT1943
THEMAOrgane und Kapital der Gesellschaft
TEXTVorstand: Direktor Dr. jur. Wilhelm Kleinherne, Magdeburg, Vorsitzer des Vorstandes; Direktor Werner Langen,, Magdeburg; Direktor Heinrich Notz, Magdeburg; Direktor Konstantin Pfeffer, Magdeburg; Direktor Josef Sch├Âbl, Magdeburg; stellv. Vorstandsmitglieder: Direktor Philipp Capitaine, Magdeburg; Direktor Johannes Rodel, Magdeburg; Direktor Dr.-Ing. Otto Wirmer, Magdeburg. . Aufsichtsrat: Oswald R├Âsler, Bankdirektor, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, Berlin, Vorsitzer; Willy Loewe, Bankier, Magdeburg, stellv. Vorsitzer; Geh. Regierungsrat Gustav Brecht, K├Âln; Friedrich Dittmer, Bankdirektor, Magdeburg; Dr.-Ing. e. h. Franz Fischer, Bergwerksdirektor, Cottbus; Eduard Max Hofweber, Vorstandsmitglied der Heinrich Lanz A.-G., Mannheim; Georg van Meeteren, Kaufmann, D├╝sseldorf; Friedrich Carl Freiherr von Oppenheim, Bankier, K├Âln; Moritz Schultze, Bankdirektor, Berlin; Dipl.-Ing. Fritz Vorster, Fabrikant, K├Âln-Marienburg; Wilhelm, Werhahn, Kaufmann, Neu├č (Rhein); Rudolf Wolf, Kaufmann, Weimar. Abschlu├čpr├╝fer f├╝r das Gesch├Ąftsjahr 1943: Deutsche Treuhand- Gesellschaft, Berlin. Gesch├Ąftsjahr: 1. Januar bis 31. Dezember. Hauptversammlung (Stimmrecht): Je nom. RM 100,00 Stammaktien l Stimme. Reingewinn-Verwendung: Der Reingewinn, der sich nach Vornahme von Abschreibungen, Wertberichtigungen, R├╝ckstellungen und R├╝cklagen - einschlie├člich der Einstellung in die gesetzliche R├╝cklage - ergibt, wird wie folgt verteilt: 1. es wenden auf die Aktien bis zu 4 % als Gewinnanteil ausgesch├╝ttet: 2. der Rest wird ebenfalls en die Aktion├Ąre verteilt, soweit die Hauptversammlung keineandere Verwendung bestimmt. Grundkapital: nom. RM 20.000.000,00 Stammaktien in 19 600 St├╝cken zu je RM 1.000,00 (Nr. 1-19 600), 4 000 St├╝cken zu je RM 100,00 (Nr. 30 001-34 000). Von dem. Kapital befanden sich am 31. Dezember 1942 nom. RM 150.000,00 Aktien im Eigentum der Stahlwerk Augustfehn A.-G.; nom. RM 143.200,00 im Eigentum der Firma Otto Gruson & Co.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 3625]


ZEIT1943
THEMAZweck und Gegenstand des Unternehmens
TEXTGegenstand des Unternehmens: Betrieb von Maschinenfabriken, Eisengie├čereien, Kesselschmieden, Schiffswerften und verwandten industriellen Unternehmungen. Die Gesellschaft ist zu allen Gesch├Ąften und Ma├čnahmen berechtigt, die zur Erreichung des Gesellschaftszweckes notwendig oder n├╝tzlich erscheinen, insbesondere zum Erwerb und zur Ver├Ąu├čerung von Grundst├╝cken, zur Errichtung von Zweigniederlassungen im In- und Auslande, zur Beteiligung an gleichartigen Unternehmungen sowie zum Abschlu├č von Interessengemeinschaftsvertr├Ągen. Erzeugnisse: Vollst├Ąndige maschinelle Einrichtungen f├╝r Braunkohlen-Brikettfabriken, Torfbrikettfabrikeinrichtungen, Trocken- und Mahlanlagen f├╝r Staubfeuerungen; Abraum- und Kohlenbagger, Schr├Ągaufz├╝ge und sonstige Spezialapparate f├╝r Abraumbewegung; komplette maschinelle Einrichtungen f├╝r die Zuckerindustrie, chemische Industrie, Ziegeleien, Kalksandsteinfabriken und Steinkohlenbrikettfabriken, Zentrifugen f├╝r alle Zwecke, wassergasgeschwei├čte Rohre, Formst├╝cke; alle Arten von fahrbaren und ortsfesten Lokomobilen von 6 bis 800 PS f├╝r Industrie und Landwirtschaft, vollst├Ąndige Dampfpflugapparate, Dampfmaschinen, Dampfkessel aller Art bis zu den gr├Â├čten Leistungen und f├╝r h├Âchste Dr├╝cke, vollst├Ąndige Kesselh├Ąuser, Feuerungen Speisewasser- und Luftvorw├Ąrmer, Pumpen, Zellenfilter-Saugtrockner D. R. P. f├╝r ununterbrochene Arbeitsweise; Dieselmotoren; emaillierte Gef├Ą├če f├╝r Brauereien usw.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 3625]


ZEIT1943
THEMABesitzverh├Ąltnisse
TEXTBesitz- und Betriebsbeschreibung: 1. Werk Buckau. Bstriebsanlagen: Es werden erzeugt vollst├Ąndige Einrichtungen f├╝r Braunkohlenbrikettfabriken, f├╝r Kalksandsteinfabriken, Torfbrikettfabrikeinrichtungen, Trocken- und Mahlanlagen f├╝r Staubfeuerungen, Abraum- und Kohlenbagger, Schr├Ągaufz├╝ge und sonstige Spezialapparate f├╝r Abraumbewegung, wassergasgeschwei├čte Rohre und Formst├╝cke. 2. Werk Salbke. Betriebsanlagen: Zur Erzeugung von Lokomobilen von 6-800 PS. Dampfpflugapparaten. Dampfmaschinen, Dampfkesseln aller Art bis zu den gr├Â├čten Leistungen und f├╝r h├Âchste Dr├╝cke, vollst├Ąndigen Kesselh├Ąusern. Feuerungen, Speisewasser- und Luftvorw├Ąrmern, maschinellen Einrichtungen f├╝r Zuckerfabriken, Zentrifugen, Pumpen und Zeltenfilter- Saugtrocknern, Dieselmotoren. 3. Werk Grevenbroich. Betriebsanlagen: Zur Herstellung von emaillierten Gef├Ą├čen f├╝r Brauereien, Molkereien usw., geschwei├čte Gef├Ą├če aller Art.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 3625]


ZEIT1943
THEMABeteiligung an folgenden Unternehmens
TEXTTochtergesellschaften (s.d.): 1. Stahlwerk Augustfehn Akt.-Ges., Augustfehn, Beteiligung: 60 %; 2. Maschinenfabrik Grevenbroich Aktiengesellschaft, Grevenbroich, Beteiligung: 100 %. Bemerkung: Der nach teilweiser ├ťberleitung des Grevenbroich-Betriebes auf Magdeburg dort verbliebene Restbetrieb wird unter dieser Firma fortgef├╝hrt; 3. Otto Gruson & Co. Komra.-Ges., Stahlwerk und Zahnr├Ąderfabrik, Magdeburg-Buckau, Beteiligung: 100 %; 4 Breest & Co. G. m. b. H., Magdeburg, Beteiligung: 50 %. Buchwert am 31. Dezember 1942: a) Wertpapiere Reichsmark 5.232.944,65, b) Beteiligungen RM 937377.50.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 3625]