Mechanische Werkstätte Harkort & Co.

Allgemeines

FirmennameMechanische Werkstätte Harkort & Co.
OrtssitzWetter (Ruhr)
Postleitzahl58300
Art des UnternehmensMaschinenfabrik
AnmerkungenNachfolger vmtl. "Kamp & Co." Von Wetter kommen die ersten Dampfmaschinen nach Elberfeld und Barmen. Namensform "Harkort, Thomas & Co." (s.d.) eigentlich nicht zutreffend, da Edward Thomas nicht Teilhaber, sondern nur Angestellter war; er wurde als "talentvoller, aber haltloser Mann, der sich später nach Böhmen verlor" bezeichnet.
Quellenangaben[Redlich: Unternehmer [1964) 260 ff] [Matschoß: Entw. Dampfmaschine I (1908) 170] [Beitr. Gesch Technik (1913); Fuchs/Günther: Ersten betr.-fähigen Dampfmaschinen Böhmens, S. 234] [Wikipedia (2005)]
Hinweise[Matschoß: Ein Jahrhundert dt. Maschinenbau (1919) 1 ff]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
22.02.1793 Geburt von Friedrich Harkort in Hagen-Haspe im Haus Harkorten.
1819 Harkort gründet auf der Burg innerhalb der Stadt Wetter mit finanzieller Unterstützung von Heinrich Daniel Kamp die "Mechanische Werkstätte Harkort & Co." zur Herstellung von Dampfmaschinen und Gasbeleuchtungsapparaten. Gemeinsam mit seinem Bruder Gustav gründet er eine Firma, die Spedition und Kommission betreibt und mit englischen Garnen handelt. Die preußischen Behörden fördern Harkorts Werk als erstes Eisenindustriewerk in Westfalen und als eine der ersten Maschinenbaufirmen im Ruhrgebiet, denn dieses profitiert von den Wasserhaltungsmaschinen für den aufstrebenden Bergbau an der Ruhr. Die Werkstätte ist im alten Schloß der Grafen von Altena
1820 Harkort verkauft die ersten Kraftmaschinen am Firmen in Dortmund und Geldern
1822 Harkorts Fabrik wird in einem Aufsatz der amtlichen "Staatszeitung" unter "die merkwürdigsten und bewundernswertesten Anstalten in Deutschland gerechnet".
1823 Lieferung einer 120-PS-Dampfmaschine für das Bergwerk Sältzer & Neuack (23.700 Taler)
1823 Aufstellung der ersten betriebsfähigen und fabrikmäßig hergestellten Dampfmaschine Böhmens in der Baumwollspinnerei J. Kittel, Markersdorf.
1826 Einführung des Puddelns und Walzens als einer der ersten deutschen Unternehmerm alten Schloß der Grafen von Altena
1832 Übernahme der großartigen Betriebe durch Kamp infolge Verschuldung
1834 Harkort beginnt den Dampfmaschinenbau für Schiffe in der ehemaligen Ölmühle in Dortmund-Hombruch
1837 Ruin Harkorts infolge Beschlagnahmne von dreien seiner Dampfer




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Dampfgebläse 1820 Erste Erwähnung   Letzte Erwähnung für Berg- und Hüttenwerke
Dampfkessel 1820 Erste Erwähnung   Letzte Erwähnung in den 1820er Jahren, wurden Anfang der 1820er Jahre noch aus England gekauft, da die Qualität der deutschen Eisenbleche schlecht war.
Dampfmaschinen 1820 Erste Erwähnung   Letzte Erwähnung 10 Typen, von 4 bis 22 PS; die ersten für 5.000 bzw. 4.000 thlr. nach Dortmund und Geldern
Dampfpumpen 1820 Erste Erwähnung   Letzte Erwähnung für Berg- und Hüttenwerke
hydraulische Presssen 1825 Erste Erwähnung   Letzte Erwähnung in den 1820er Jahren
Maschinen für Bergwerke 1825 Erste Erwähnung   Letzte Erwähnung in den 1820er Jahren
Maschinen für Hüttenwerke 1825 Erste Erwähnung   Letzte Erwähnung in den 1820er Jahren
Papiermaschinen 1825 Erste Erwähnung   Letzte Erwähnung in den 1820er Jahren
Schiffsmaschinen 1834 Erste Erwähnung 1837 Letzte Erwähnung im Betrieb Dortmund-Hombruch. Im Sommer 1837: Beschlagnahme und Ende der Produktion
Textilmaschinen 1825 Erste Erwähnung   Letzte Erwähnung in den 1820er Jahren, hierzu wurde ein Betrieb in Elberfeld eingerichtet.
vollständige Walzwerke 1825 Erste Erwähnung   Letzte Erwähnung in den 1820er Jahren
vollständige Walzwerke 1825 Erste Erwähnung   Letzte Erwähnung in den 1820er Jahren




Firmen-Änderungen, Zusammenschüsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1832 Umbenennung danach Kamp & Co. Harkort war überschuldet