Carl Freudenberg

Allgemeines

FirmennameCarl Freudenberg
OrtssitzWeinheim (Baden)
Postleitzahl69465
Art des UnternehmensLeder- und chemische Fabrik
$Anmerkungen$Auch: "Freudenberg & Co." 1997 u.a.: "Freudenberg Technische Dienste KG, Energietechnik" (Manfred Schulz). Herr Anselm: -4378. PLZ (ohne Straßen- und Pf-Angabe) genĂŒgt als Anschrift. 1960: Rechtsform: KG, Gerichtsstand: Weinheim. HauptproduktionsstĂ€tte: Weinheim/Bergstraße, Höhnerweg 4, weitere BetriebsstĂ€tten fĂŒr Leder in: Schönau b. Heidelberg und Neckarsteinach. Vertriebsname: C. F. Leder. Schutzmarken: Leder: Caressa, Corrida, Corteza, Diploma, F. W. B., Hansa, Harro, Impala, Kudu, Laguna, Mollessa, Molinella, Odin, Poncho, Pelusa, Plaza, Relax, Vineta.
Quellenangaben[Freudenberg und seine Produkte (1985)] [Mannheimer Morgen, 23.08.2006, S. 18] [Handbuch dt. Lederind. (1960) 117] [RNZ, 02.07.2009, Beil.]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1823 GrĂŒndung der Ursprungsfirma "Heintze & Sammet" als Lederhandlung
1829 Eine kleine Gerberei wird von Heintze und Sammet ĂŒbernommen.
1833 Carl Johann Freudenberg stĂ¶ĂŸt zu "Heintze & Sammet".
1844 Der junge Carl Johann Freudenberg (1819-1898) tritt in die Gerberei von Heintze und Sammet ein.
1848 Die Wirren der Badischen Revolution 1848 / der Zusammenbruch der GlĂ€ubigerbank bringen die kleine Gerberei von "Heintze & Sammet" in Schwierigkeiten. Sie wird liquidiert. Es gelingt Freudenberg, daß ihm seine finanziellen Einlagen aus der Konkursmasse ausbezahlt werden.
Ende 1848 Das Bankhaus, mit dem "Heintze & Sammet" zusammengearbeitet haben, meldet Konkurs an, und dadurch werden Bankkredite fÀllig.
1849 Es kommen zwei neue Fachleute (ein in Frankreich ausgebildeter Gerbermeister) ins Unternehmen mit dem Verfahren zur Herstellung von Lackleder. Die FirmengrĂŒnder erkennen die wirtschaftlichen Möglichkeiten dieses neuen, modischen Erzeugnisses, und Lackleder wird zum ersten Erfolgsprodukt von Freudenberg.
09.02.1849 Carl Johann Freudenberg ĂŒbernimmt die im MĂŒllheimer Tal gelegene Gerberei seines Oheims Sammet gemeinsam mit seinem ehemaligen Partner Heinrich Heintze. Umfirmierung in "Heintze & Freudenberg"
1850 Der in Frankreich ausgebildete Gerbermeister wird eingestellt, und man baut eine Lacklederfabrik. Heinrich Ch. Heintze ist Leiter der Gerberei, und C. J. Freudenberg steht der Lackierfabrik vor. Der Sohn des Teilhabers, Leopold Heintze, ist GeschÀftspartner in England, wo man das neue Produkt mit Erfolg verkaufen kann. Der Umsatz steigt von 87.000 auf 225.000 Gulden an. - Bald wird die ersten Dampfmaschine beschafft.
12.07.1870 Baubeginn (?) einer Dampfmaschine durch G. Kuhn, Stuttgart-Berg.
1874 Es kommt durch die Umstellung von Gulden auf Mark zu Turbulenzen.
1874 Aufgrund der wirtschaftlichen Turbulenzen lĂ€ĂŸt sich der Sohn und Erbe des verstorbenen Teilhabers Leopold Heintze seinen Kapitalanteil auszahlen, und Carl Freudenberg ist alleiniger Unternehmer. Das neue Unternehmen wird unter dem Namen "Carl Freudenberg oHG" beim Amtsgericht in Weinheim eingetragen.
1874 Tod des Teilhabers Heinrich Christian Heintze
1875 Nach dem Ausscheiden des Herrn Heintze jr. treten die Söhne des GrĂŒnders, die Herren Friedrich Carl und Hermann Ernst Freudenberg, in die Firma ein.
1875 Zu der ursprĂŒnglichen Fabrikation kommen hinzu: satinierte, chagrinierte und gefĂ€rbte, lohgare Leder, die sich mit den alten Artikeln in allen MĂ€rkten der Welt wachsender Beliebtheit erfreuen und als fĂŒhrend in ihrer Art gelten.
1876 Es gelingt innerhalb kurzer Zeit, das Verfahren zur Lacklederherstellung zu verbessern und solches Leder in tadelloser QualitÀt zu produzieren.
1887 Die beiden Söhne Friedrich Carl und Hermann Ernst (er hatte 1874-1876 Gerbereien in den USA besucht und hÀlt den Kontakt aufrecht) treten als Teilhaber in die Firma ein. - Der Sohn Wilhelm war bereits 1883 gestorben.
05.11.1888 Nach dem Umzug von "Badenia" in das Gewann "KĂ€sacker" ĂŒbernimmt Freudenberg deren freiwerdendes FabrikgrundstĂŒck im MĂŒlheimer Tal
1896 Umwandlung in eine Gesellschaft mit beschrÀnkter Haftung. Die Firma lautet seitdem: "Carl Freudenberg GmbH"
1896 Auf dem GelĂ€nde "Zwischen den DĂ€mmen" (zwischen zwei FlußlĂ€ufen der Weschnitz) und in den "KapellenĂ€ckern" entstehen die ersten GebĂ€ude mit einer neuen Gerberei. - Die Anlage wird spĂ€ter die "Neue Lackierfabrik" genannt.
1898 Carl Freudenberg stirbt
1898 Die Belegschaft hat sich seit 1848 verdreißigfacht: von 50 auf 1500 Menschen
1898 Nach dem Tode von Carl Freudenberg werden dessen Söhne Hermann und Ernst die Alleininhaber der Firma "Carl Freudenberg GmbH".
07.06.1898 Baubeginn (?) einer Dampfmaschine durch G. Kuhn, Stuttgart-Berg.
17.11.1898 Baubeginn (?) einer Dampfmaschine durch G. Kuhn, Stuttgart-Berg.
1900 Freudenberg fĂŒhrt als erstes Unternehmen in Europa die Chromgerbung ein; Hermann E. Freudenberg hatte dieses Verfahren in den USA kennen gelernt. Es arbeitet mit Chromsalzen und reduziert die Durchlaufzeit von vormals 18 Monaten (mit vegetabilischen Gerbstoffen, gewonnen aus jungen Eichen, die speziell dafĂŒr gepflanzt wurden) auf 18 Tage, und die Produktion nimmt einen steilen Aufschwung. Chromleder ist weniger wasserempfindlich, hat eine gleichmĂ€ĂŸigere OberflĂ€che und ist leichter zu pflegen
1900 Um die Wende des Jahrhunderts wird der Betrieb auf die neue Chromgerbung eingestellt, und es gelingt, auch in diesen Ledern den alten Ruf aufrecht zu erhalten. Die ursprĂŒnglichen lohgegerbten Artikel treten mehr und mehr zurĂŒck.
1912 Aus der kleinen Gerberei ist ein Unternehmen mit 1.300 Mitarbeitern und einem Umsatz von 12,5 Millionen Mark geworden.
1914 Richard Freudenberg, der Sohn von Hermann Ernst Freudenberg wird eingestellt. Er ist Kaufmann und ist fĂŒr die Aufstellung der Bilanzen zustĂ€ndig.
1921 GrĂŒndung ersten Auslandsgesellschaft, der "Externa S.A." in Lausanne zur Finanzierung des Rohwareneinkaufs
1921 Das Weinheimer Unternehmen wird in die Holdinggesellschaft "Freudenberg & Co. GmbH" verwandelt.
1923 Der Geh. Kommerzienrat Hermann Ernst Freudenberg verstirbt.
1923 Die "Externa S.A." in Lausanne wird durch den Kauf einer Gerberei ergÀnzt.
1924 Die Lederwerke "Neckaria" in Neckarsteinach werden dem Betriebe angegliedert
1927 Beteiligung am Bankhaus "Bankvereeniging Kralingen" in Rotterdam und an der "Hanseatischen Reederei Emil Offen"
1929 Herstellung von Lederdichtungen: Aus LederabfÀllen werden Dichtungsmanschetten hergestellt; bald darauf tritt der Simmerring seinen Siegszug an.
1929 Der Umsatz betrÀgt 78 Millionen Mark
1929 Der junge Freudenberg-Ingenieur Walther Simmer erfindet die Simmerring: Bei der weiteren Suche nach Verwendungsmöglichkeiten fĂŒr das Freudenbergsche Leder stĂ¶ĂŸt man auf eine Ledermanschette zum Abdichten von PumpenstĂ¶ĂŸeln. Sie wurde bisher teuer aus Amerika eingefĂŒhrt. Sofort beginnt das Weinheimer Unternehmen mit der Produktion von Ledermaschetten. Die Projektgruppe um W. Simmer perfektioniert die Dichtung weiter. Statt der Ledermanschette wird durch Einbau des Lederrings in ein BlechgehĂ€use zusammen mit einer Schraubenzugfeder und Dichtlippe das dauerhafte Umschließen der Welle sichergestellt.
1932 Seither werden Simmerringe im eigenen Simrit-Werk im MĂŒllheimer Tal produziert.
1932 Aufbau des Robus-Betriebs: Aus LederabfĂ€llen (FalzspĂ€nen) wird eine formbare Masse hergestellt, die zu Faserplatten (fĂŒr Schuhsohlen) gepreßt wird.
22.07.1932 Geburt von Reinhart Freudenberg
1933 Freudenberg grĂŒndet mit Partnern das Naturin-Werk Becker & Co. (eßbare WursthĂŒllen)
1933 Übernahme der Schuhfabriken Gustav Hoffmann (Elefanten-Schuh) und Conrad Tack
1933 Der Umsatz sinkt von 78 Millionen (1929) auf 29 Millionen Mark (1933) ab.
1936 Einsatz von Leder durch Synthesekautschuk (Perbunan) fĂŒr Dichtungsringe
1936 Carl Ludwig Nottebohm macht Versuche mit Portefeuille- und TĂ€schnerwaren aus Kunstleder. Sie sind die Grundlage fĂŒr das weite Feld der Vliesstoffe.
1936 Es wird ein musterhafter Kommanditvertrag geschlossen, der die Grundlage der finanziellen UnabhĂ€ngigkeit der Unternehmensgruppe Freudenberg begrĂŒndet. - Der Vertrag wird spĂ€ter bis in das Jahr 2030 verlĂ€ngert.
1936 Einsatz des Kunstkautschuks Perbunan fĂŒr "nora"-Schuhsohlen (eingetragenes Warenzeichen)
1936 Beginn der Herstellung von Treibriemen, Arbeitshandschuhen, AbsÀtzen und Schuhsohlen aus Kuststoffen und Gummi. In Zusammenarbeit mit der "I.G. Farben" entsteht der Buna-Gummi "Igelit"
1937 Das Kunstleder Viledon kommt auf den Markt
1937 Es werden aus Lederfaserplatten stabile Hinterkappen (Schuhsohlen) produziert.
2. Weltkrieg In den Kriegsjahren wird als Ersatz fĂŒr Leder aus Phenolharz und SĂ€gemehl der "Iganit"-Schuhabsatz hergestellt.
1942 Walther Simmer wird fĂŒr den Ersatz von Leder durch Synthesekautschuk beim Simmerring ein Patent erteilt.
1942 Die unter der Marke "Nora" vertriebenen Produkte werden zur Sparte "Noraplast" zusammengefaßt.
1948 Erste Vliesstoffprodukte auf dem Markt: "Vileda"-TĂŒcher und "Vliseline"-Einlagestoffe
1949 Fertigung von FußbodenbelĂ€gen: Die Nora-Kautschuk-BodenbelĂ€ge unter dem Markennamen "Noraplan" werden das dritte große Standbein von Freudenberg.
1951 GrĂŒndung der Pellon Company, USA (1. Nachkriegs-AuslandsgrĂŒndung)
1956 Fertigung von Gummi-Metall-Elementen fĂŒr Schwingungstechnik. Seitdem baut Freudenberg auf dem Gebiet der Dichtungs- und Schwingungstechnik ein weltweites Netz von Produktions- und Vertriebsgesellschaften auf.
1957 Die ersten Viledon-Filter werden produziert
1960 Beteiligung an Dichtungs- und Vliesstoff-Fabriken in Japan: der "Nippon Oil Seal Company Ltd.", Tokio
1960 Freudenberg arbeitet mit den japanischen Firmen NOK Corporation und der "Japan Vilene Company Ltd." eng zusammen.
1961 Dr. Reinhart Freudenberg tritt nach seinem Jurastudium, seiner Promotion, wissenschaftlicher ARbeit am Max-Planck-Institut und praktischer Erfahrung als Rechtsanwalt in das Unternehmen ein.
1962 Dr. Reinhart Freudenberg ĂŒbernimmt zuerst die Verantwortung fĂŒr eine Gerberei in Mexiko
1963 Beginn der Schaumkunstlederfertigung
1965 Beginn der Spinnvliesproduktion
1966 Die "KlĂŒber Lubrication MĂŒnchen", eine Gesellschaft fĂŒr Spezialschmierstoffe, wird erworben.
1969 Dr. Reinhart Freudenberg beendet die Leitung der Gerberei in Mexiko und kehrt nach Deutschland zurĂŒck, um das Vliesstoff-GeschĂ€ft zu fĂŒhren.
1970 Die in den 1960er Jahren bei Freudenberg entwickelte Technik der Spinnvliese geht in einem neuen Werk in Kaiserslautern in Betrieb
1972 Dr. Reinhart Freudenberg wird zum Mitglied der Unternehmensleitung und zum persönlich haftenden Gesellschafter bestellt.
1973 Erschließung des neuen Werkstoffs "Frelen" aus PolyĂ€thylen
1980 Herstellung medizinischer Grundstoffe aus Hauteiweiß
1981 Fertigung elektronischer Bauelemente in Weinheim
1982 Anlage zur physikalischen Vernetzung von Kunststoffen geht in Betrieb
1983 Aufbau einer Spinnvliesproduktion in den USA
1988 Dr. Reinhart Freudenberg wird Sprecher der Unternehmensleitung. - Unter seiner FĂŒhrung wird die organisatorische Restrukturierung des Unternehmens zur Unternehmensgruppe mit ihrer dezentralen Holdingstruktur vorangetrieben und umgesetzt.
1989 GrĂŒndung der US-Gesellschaft "Freudenberg NOK General Partnership"
1990-1995 Die Zahl der Mitarbeiter wird um 27 Prozent verringert.
1990 Ein Mitarbeiter kostet rund 66 000 DM.
1990-1994 Die UmsĂ€tze gehen um fast acht Prozent zurĂŒck.
31.12.1990 bis 31.05.1995 Seit Ende 1990 bis 1995 werden rund 3000 ArbeitskrÀfte abgebaut
1991 Erste Standorte in den neuen BundeslÀndern. Es folgen Standorte in Osteueropa und dem Fernen Osten
1993 Es wird 1993 ein Konzerngewinn nach Steuern von 60 Millionen DM ausgewiesen.
01.01.1994 bis 30.04.1994 Umsatzzuwachs um 5 % in den ersten vier Monaten
1994 Das Ă€lteste Werk aus den 1850er Jahren im MĂŒllheimer Tal wird abgerissen
1994 Das GelĂ€nde des Ă€ltesten Werks im MĂŒllheimer Tal soll an BautrĂ€ger verkauft werden
1994 Deutliche Ertragssteigerung 1994
1994 Das Unternehmen verbessert 1994 den Umsatz und den Ertrag.
1994 Der Umsatz 1994 liegt mit 1,65 Milliarden DM um 2,8 Prozent ĂŒber dem Vorjahr.
1994 Ein Mitarbeiter kostet rund 86 000 DM.
12.1994 Zur Unternehmensgruppe gehören 174 Gesellschaften in 34 LÀnder.
1995 Das GeschĂ€ftsjahr bringt keine besondere Überraschung.
1995 ErtragsmĂ€ĂŸig schließt das GeschĂ€ftsjahr an das Vorjahr an.
1995 Die GeschÀftseinheiten des Stammunternehmens Carl Freudenberg werden in neun selbststÀndige Kommanditgesellschaften eingebracht.
1995 Erste Freudenberg-ProduktionsstĂ€tten in China fĂŒr Dichtungen und Einlagestoffe
1996 Die GeschÀfte laufen 1996 sehr gut. Der Umsatz steigt um 7,3 Prozent auf 5,4 Milliarden DM.
1996 Der Konzern zÀhlt 25 830 Mitarbeiter.
1996 Die Unternehmensgruppe steigert den konsolidierten Jahresumsatz um 7,3 Prozent auf 5,39 Milliarden DM.
1996 Das Ergebnis der gewöhnlichen GeschĂ€ftstĂ€tigkeit steigt auf 366 Millionen DM, der JahresĂŒberschuß erhöht sich auf 200 Millionen.
1996 Die Gesellschafter entnehmen ihren Gewinnguthaben lediglich 20 Millionen DM.
31.05.1996 bis 31.12.1996 Freudenberg sieht dem weiteren Verlauf des GeschĂ€ftsjahres mit gemischten GefĂŒhlen entgegen.
12.1996 Die Stammgesellschaft "Carl Freudenberg" wird in einzelne weltweit tĂ€tige GeschĂ€ftsgruppen aufgeteilt, die selbstĂ€ndig an ihren jeweiligen MĂ€rkten agieren. FĂŒhrungsgesellschaft fĂŒr die Unternehmensgruppe ist "Freudenberg & Co." in Weinheim. Zur Unternehmensgruppe gehören 180 Gesellschaften in 36 LĂ€ndern.
1997 Freudenberg erwartet fĂŒr 1997 einen Umsatzwachstum von vier bis fĂŒnf Prozent und einen ĂŒberproportionalen Anstieg des Ergebnisses.
01.01.1997 bis 31.05.1997 Das GeschĂ€ft lĂ€uft von Januar bis Mai gut, die UmsĂ€tze steigen nominal um neun Prozent, wĂ€hrungsbereinigt um fĂŒnf Prozent.
1997 GrĂŒndung der "Freudenberg Politex" Gruppe mit italienischen Partnern zur Herstellung von Polyester-Vliesstoffen.
1997 Die Konzerninvestitionen sollen deutlich ĂŒber 500 Millionen DM steigen.
1997 Geplant ist u.a. der Erwerb des Dichtungsherstellers Merkel GmbH in Hamburg.
1997 Die Zahl der BeschÀftigten erhöht sich um 750.
1997 Dr. Reinhart Freudenberg wechselt in den Gesellschafterausschuß und wird zu dessen Vorsitzenden gewĂ€hlt
01.07.1997 Die Unternehmensleitung wird an Peter Bettermann abgegeben, der vor drei Jahren den Sessel des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen BP verließ und Finanzchef bei Freudenberg wurde.
1998 Die Unternehmensgruppe beschĂ€ftigt 1998 mehr als 29.000 Mitarbeiter in ĂŒber 40 LĂ€ndern. Ihr jĂ€hrlicher Umsatz erreicht rund 6,7 Mrd. Mark
1999 Carl Freudenberg verkauft die Tochtergesellschaft "Tack Schuh GmbH", Offenbach an die Suez Industrie S.S., Paris. Die Einzelhandelskette verfĂŒgt in Deutschland ĂŒber 40 eigene Filialen und machte 1998 einen Umsatz von 140 Mio DM mit 731 Mitarbeitern.
2000 Joint Venture mit Phoenix zur Herstellung von Schwingungstechnik (Vibracoustic)
2002 Einstellung der Lederproduktion
Anfang 2004 Anfang des Jahres erfolgt die Übernahme der GeschĂ€ftseinheiten Gleitringdichtungen, Kompensatoren und Automotive von dem bayerischen Familienunternehmen "Burgmann Dichtungswerke" in Wolfratshausen. Die neue GeschĂ€ftsgruppe "Bergmann Industries" beschĂ€ftigt und 3.300 Mitarbeiter und macht 300 Mio. Euro Umsatz.
Anfang 2004 Anfang des Jahres ĂŒbernimmt Freudenberg die OKS Schmierstoffe in MĂŒnchen und den US-amerikanischen Trennmittelhersteller Chem-Trend. Die beiden "Neulinge" werden mit der Freudenberg-Tochter KlĂŒber zur GeschĂ€ftsgruppe Chemical Specialities mit einem Umsatz von 375 Mio. Euro und rund 2.000 Mitarbeitern zusammengefaßt
2004 Einstieg in die Medientechnik mit dem Erwerb der amerikanischen Firma "Jenline Industries", einem Hersteller von Siliconkautschukprodukten
2004 GrĂŒndung der "Freudenberg Chemical Specialities" in MĂŒnchen
2004 Das Gemeinschaftsunternehmen mit der Phoenix "Vibracoustic" geht wieder in den alleinigen Besitz von Freudenberg ĂŒber.
2004 Kauf der "Feodor Burgmann Dichtungswerke GmbH & Co." in Wolfratshausen (bis 1945 in Dresden)
25.05.2004 Die Unternehmensgruppe wandelt sich in letzter Zeit durch VerkĂ€ufe traditionsreicher AktivitĂ€ten und den gleichzeitigen Kauf von Firmen. Damit wird eine tiefgreifende VerĂ€nderung des Portfolios abgeschlossen. Nach dem Abstoßen renditeschwacher Arbeitsgebiete will die Weltfirma, zu der mehr als 300 Gesellschaften im 54 LĂ€ndern gehören, neue und Gewinn bringende WachstumssprĂŒnge machen. In den letzten fĂŒnf Jahren hat das Familienunternehmen, das 300 Gesellschafter zĂ€hlt, AktivitĂ€ten mit einem Umsatzvolumen von 400 Millionen Euro verkauft. Aus der Gruppe entfernt wurden die Schuhproduktion, der Schuhhandel, die Lederherstellung sowie der technische Handel. Freudenberg hat vor allem Anfang des Jahres 2004 durch ZukĂ€ufe in den Bereichen Dichtungstechnik, Vliesstoffe, Haushaltsprodukte und SpezialitĂ€ten "ertragsstarken Umsatz von 500 Mio. Euro hinzugewonnen." (Bilanzpressekonferenz)
2005 Im GeschÀftsjahr 2005 erwirtschaftet Freudenberg einen Umsatz von 4,8 Mrd. Euro.
2005 Dr. Reinhart Freudenberg ist bis 2005 Vorsitzender des Gesellschafterausschusses
2006 Die neue GeschÀftsgruppe "Freudenberg New Technologies KG" (FNT) nimmt ihre TÀtigkeit auf.
2006 Freudenberg expandiert in der Dichtungstechnik fĂŒr die Öl- und Gasindustrie durch den Erwerb der "Imperial Rubber and Urethane Corporation" in Nisku (Kanada).
2006 Weiterer Ausbau der Medizintechnik durch den Erwerb von "Helix Medical"
2006 Im GeschĂ€ftsjahr 2006 steht die Gewinnmaximierung erst an dritter Stelle; man will den eingenen Bestand sichern und als Familienunternehmen unabhĂ€ngig von den auf Rendite gerichteten KapitalmĂ€rkten bleiben. Das Unternehmen setzt 2006 mehr als 5 Mrd. Euro um, ein Plus von 4,5 Prozent. Es wird ein Gewinn von 8,4 Prozent = 219 Millionen Euro erzielt. Man geht davon aus, daß sich die Entwicklung im Jahre 2007 fortsetzt. Die Schwingungstechnik mit 2,8 Mrd. Euro Umsatz und 8501 Mitarbeitern weltweit ist das wichtigste GeschĂ€ftsfeld.
2007 Verkauf von "Freudenberg Bausysteme" (nora)
19.01.2007 Wegen des GerĂŒchts vom Verkauf der "Freudenberg Bausysteme" werden die Werkstore in Weinheim zehn Stunden von Mitarbeitern blockiert.
26.01.2007 Die Freudenberg-Gruppe plant, 40 Mio Euro in den Standort Weinheim zu investieren (lt. Mitteilung vom 26. Januar). Beschlossen ist bereits, daß die Weltzentrale der Freundenberg Haushaltsprodukte (Vileda) fĂŒr 9 Mio Euro gebaut wird. Das GebĂ€ude soll auf 2008 Platz fĂŒr 220 Mitarbeiter haben. 100 Davon werden aus der bisherigen Zentrale in Mannheim kommen. Das GebĂ€ude wurde in einer ungewöhnlichen V-Form entworfen, angelehnt an den Markennamen Vileda. Noch keine entgĂŒltige Entscheidung ist ĂŒber weitere Investitionen in Weinheim gefallen, die insgesamt ein Volumen von 31 Mio Euro hĂ€tten. Die Unternehmensleitung verbindet allerdings die Aussicht auf die millionenschere StĂ€rkung des Standorts mit dem Hinweis, "daß Investitionen nur möglich sind, wenn die Rahmenbedingungen stimmen". Geplant sei zum Beispiel der 3 Mio Euro teuere Bau einer neuen Stahlband-Umformanlage fĂŒr Simmerringe. Vorgesehen sei auch der Umzug der Freudenberg Process Seals, einer Vertriebseinheit mit 45 BeschĂ€ftigten, von Viernheim nach Mannheim.
2008 Freudenberg Dichtungs- und Schwingungstechnik verstĂ€rkt seine AktivitĂ€ten in der Öl- und Gasindustrie sowie in der Medizintechnik durch verschiedene Akquisitionen.
2009 Der Bereich Filter wird als "Freudenberg Filtration Technologies KG" eine selbstÀndige GeschÀftsgruppe.
Gj 2009 Erstmals seit 1952 muß das Unternehmen massive Verluste in Höhe von fast 250 Millionen Euro verkraften, weil in den wichtigsten Abnehmer-Branchen, der Automobilindustrie und dem Maschinenbau, die UmsĂ€tze bis zu 40 Prozent einbrechen. Der Umsatz geht im gesamten Unternehmen um fast 17 Prozent auf 4,2 Mrd. Euro zurĂŒck. Ergebnisse (in Klammern: 2008): Umsatz: 4200 (5050), Konzernergebnis: -249,6 (+176,3), Cashflow: 456,1 (393), Nettoverschuldung: 431,2 (683,8), Eigenkapitalquote: 44,5% (46,9%)
29.06.2012 Letzter Arbeitstag von Peter Bettermann, der 14 Jahre lang den Konzern geleitet hatte.
08.2012 Weiterer Ausbau des medizintechnischen GeschĂ€fts: Der Teilkonzern "Helix Medical" (Zentral in Kaiserslautern) erwirbt 50 Prozent der Anteile der irischen "Cambus Medical", die Metall-Feinrohre (Hypotubes) und Mikrokomponenten fĂŒr Kathedersysteme produziert. Im ersten Schritt gewĂ€hrt Helix den Iren ein Darlehen fĂŒr den Ausbau ihres GeschĂ€ftsbetriebs. Im Januar 2012 erwirbt Freudenberg dann den 50-prozentigen Abnteil an Cambus.
03.06.2017 Tod von Dr. Reinhart Freudenberg




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
andere Rindleder 1960 [Handb dt Lederind (1960) 117] 1960 [Handb dt Lederind (1960) 117] verschiedenster Zurichtung
Gummi-Metall-Elemente 1956 Erste ErwÀhnung 1991 Letzte ErwÀhnung 1956: Beginn
Kalbleder fĂŒr die Portefeuilleindustrie 1960 [Handb dt Lederind (1960) 117] 1960 [Handb dt Lederind (1960) 117]  
Kalbleder fĂŒr die Schuhindustrie, 1960 [Handb dt Lederind (1960) 117] 1960 [Handb dt Lederind (1960) 117] und zwar Boxkalb schwarz und farbig
Kunstoffvliese 1948 Beginn "Vileda" u. "Vlieseline" 1991 Letzte ErwÀhnung 1948: erste Produkte auf dem Markt
Kunststoffußböden 1950 Beginn "Noraplan" 1991 Letzte ErwĂ€hnung Beginn 1949 oder 1950
Leder 1849 Beginn als "Heintze Freudenberg" 2002 Ende 1848: Übernahme einer Gerberei
PlĂŒschkalbleder, 1960 [Handb dt Lederind (1960) 117] 1960 [Handb dt Lederind (1960) 117] andere Kalbleder verschiedenster Zurichtung
PlĂŒschspalte 1960 [Handb dt Lederind (1960) 117] 1960 [Handb dt Lederind (1960) 117]  
Rindleder fĂŒr die Portefeuilleindustrie, 1960 [Handb dt Lederind (1960) 117] 1960 [Handb dt Lederind (1960) 117] (chrom und kombiniert)
Rindleder fĂŒr die Schuhindustrie, 1960 [Handb dt Lederind (1960) 117] 1960 [Handb dt Lederind (1960) 117] und zwar: Mastbox und Rindbox schwarz und farbig
Rindvelour 1960 [Handb dt Lederind (1960) 117] 1960 [Handb dt Lederind (1960) 117]  
Schaumkunstleder 1963 Erste ErwÀhnung 1991 Letzte ErwÀhnung 1956: Beginn
Simmerringe 1929 Beginn 1991 Letzte ErwĂ€hnung  
Spezialschmierstoffe 1965 ab den 1960er Jahren      




Betriebene Dampfmaschinen

Bezeichnung Bauzeit Hersteller
Dampfmaschine 12.07.1870 Maschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgießerei von G. Kuhn
Dampfmaschine 1898 Maschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgießerei von G. Kuhn
Dampfmaschine 11.1898 Maschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgießerei von G. Kuhn
Dampfmaschine 1900-1911 Gebr. Sulzer AG
Dampfmaschine 1900-1911 Gebr. Sulzer AG
Dampfmaschine 1900-1911 Gebr. Sulzer AG




Personal

Zeit gesamt Arbeiter Angest. Lehrl. Kommentar
1848 50 50      
1850 170 170     ist ist nur von "Arbeitern" die Rede
1865 400 400     Gilt fĂŒr Zeitraum 1860-70. Es ist ist nur von "Arbeitern" die Rede
1893 1000 1000     Es ist ist nur von "Arbeitern" die Rede
1898 1500 1500     Es ist ist nur von "Arbeitern" die Rede
1906 2000 2000     Es ist ist nur von "Arbeitern" die Rede
1913 2800 2800     Es ist ist nur von "Arbeitern" die Rede
1913 2500 2500     Höchststand 1913/14
1924 3200 3200     Es ist ist nur von "Arbeitern" die Rede
1928 3400        
06.1993 25609       weltweit
01.1994 5800       Stammpersonal in Weinheim
06.1994 25443        
30.12.1994 6500       Stammpersonal in Weinheim
Ende 1994 844       628 im Werk Mannheim, 216 im Werk Hockenheim, im ganzen Konzern: 25400
1995 25672       ganzer Konzern
1996 25829       ganzer Konzern
1997 27625       27625
1998 29289       In Weinheim: 6513
Ende 2004 32004       In Weinheim: 6155
Ende 2005 33420       In Weinheim: 6092
Ende 2006 33542       In Weinheim: 6073
31.12.2008 32738       davon in der Metropolregion: 5089, in Weinheim: 5047
31.12.2009 32142       davon in der Metropolregion: 4672, in Weinheim: 4630