Zuckerfabrik Oldisleben


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Zuckerfabrik Oldisleben: Zuckerfabrik Oldisleben Zuckerfabrik Oldisleben: Zuckerfabrik Oldisleben: Filterstation Zuckerfabrik Oldisleben: Zuckerfabrik Oldisleben. Ansicht des Hauptgeb├Ąudes Zuckerfabrik Oldisleben: Zuckerfabrik Oldisleben: Diffusionsbatterie
Zuckerfabrik Oldisleben: Zuckerfabrik Oldisleben: Diffusionsbatterie Zuckerfabrik Oldisleben: Zuckerfabrik Oldisleben: Verdampfstation Zuckerfabrik Oldisleben: Zuckerfabrik Oldisleben: Kondenswasserabscheider Zuckerfabrik Oldisleben: Zuckerfabrik Oldisleben: Hauptbetriebsmaschine
Zuckerfabrik Oldisleben: Zuckerfabrik Oldisleben: Verdampfstation Zuckerfabrik Oldisleben: Zuckerfabrik Oldisleben: CO2- und Vakuumpumpe Zuckerfabrik Oldisleben: Zuckerfabrik Oldisleben: Balancierdampfmaschine Zuckerfabrik Oldisleben: Zuckerfabrik Oldisleben: Dampfmaschinen
Zuckerfabrik Oldisleben: Zuckerfabrik Oldisleben: Relikte aus der DDR-Zeit Zuckerfabrik Oldisleben: Zuckerfabrik Oldisleben: Bauten aus der Erbauungszeit (1872) Zuckerfabrik Oldisleben: Zuckerfabrik Oldisleben: Zuckerlager


Allgemeines

FirmennameZuckerfabrik Oldisleben
OrtssitzOldisleben (Th├╝r)
Stra├čeEsperstedter Str. 9
Postleitzahl06578
Art des UnternehmensZuckerfabrik
AnmerkungenHier Fabrik ab 1872. Direktor bis ca. 1991: Karl Nowitzki (*09.07.1921). Herr Heinicke 0173/9254420 bzw. 034673/91128; Herr Heilemann, Frau T├Âppe; H. Heilemann, Fr. T├Âppe. Hatte um 1885 eine Privat-Gasanstalt. Kontakt (2017): Herr Landes (034673/78562 oder 0160/4766628).
Quellenangaben[Verz d. Zuckerfabr (1900), Adre├čbuch Zuckerind (1912)] [Maschinenfabrik Sangerhausen: Dampfmaschinen-Lieferlisten] Dokumentation Gieseler (1992/93) [Stat. Mitt. Gaswerke (1885) 552]
HinweiseTrotz ihrer v├Âllig veralteten, aber geschichtlich umso wertvolleren technischen Ausstattung (6 Dampfmaschinen, R├╝benwaage, Diffusionsbatterie, Belgischer Kalkofen mit Basserballast-Aufzug, Maischen mit riemenbetriebenen R├╝hrwerken, alte Kristallisatoren) und ihrer geringen Leistung (650 t R├╝ben/d) bis nach der "Wende" in Betrieb gehalten, da sie Wei├čzucker produzierte und da sie dank des Engagements der Mitarbeiter unter Herrn Nowitzki und Herrn Heinicke gute Produktionsergebnisse lieferte. Die Fabrik wurde nach ihrer Schlie├čung 1991 durch ihre Eigent├╝merin, die S├╝dzucker AG, Mannheim, in ein begehbares technisches Denkmal verwandelt und wird in anerkennenswerter Weise von diesem Unternehmen saniert, gepflegt und betrieben. Leider wurden 2000/01 zahlreiche Nebengeb├Ąude (darunter auch das Kesselhaus) abgebrochen, jedoch der Kernbereich ist noch vorhanden. Oldisleben stellt ein einzigartiges Industrieensemble dar, dessen Besuch - nicht nur wegen seiner Dampfmaschinen - ein MUSS f├╝r jeden technikgeschichtlich Interessierten ist! Besucher sind nach vorheriger Anmeldung unter 034673/91206 willkommen. Der Weg ins entlegene Oldisleben (zwischen Erfurt und Sangerhausen, s├╝dlich vom Kyffh├Ąuser an der Unstrut gelegen) lohnt sich auf jeden Fall.




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1872 erbaut durch R├Âhrig & K├Ânig
1872 Bau des Schornsteins (h= 41,5 m)
30.01.1872 Gr├╝ndung unter dem Namen "Zuckerfabrik Oldisleben eingetragene Genossenschaft mit unbeschr├Ąnkter Haftpflicht"
04.02.1872 Es wird der Beschlu├č gefa├čt, die Zuckerfabrik neben der bereits um 1835 erbauten Zuckersiederei zu bauen.
04.02.1872 bis 28.02.1872 Die Geb├Ąude und das Gel├Ąnde der Zuckersiederei werden an die Genossenschaft f├╝r 20.000 Mark von den Grundbesitzern G├Âring und Dittmann verkauft.
01.01.1873 Die mit der Bauausf├╝hrung beauftragte Firma Haase aus Wallhausen und die mit der Lieferung und Montage der Maschinen beauftragte Firma R├Âhrig & K├Ânig werden verpflichtet, die Inbetriebnahme der Zuckerfabrik zum 1. Januar 1873 zu sichern. Dieser Termin wird nicht gehalten.
27.02.1873 Die erste Kampagne beginnt am 27. Februar.
15.04.1873 Die erste Kampagne endet am 15. April
30.09.1873 Die zweite Kampagne beginnt am 30. September
11.03.1874 Die zweite Kampagne endet am 11. M├Ąrz
18.10.1874 Beginn der Kampagne 1874 (Dauer: 104 Tage)
20.01.1875 Ende der Kampagne 1874/75
14.09.1875 Beginn der Kampagne 1875 (Dauer: 176 Tage)
08.03.1876 Ende der Kampagne 1875/76
26.09.1876 Beginn der Kampagne 1876 (Dauer: 110 Tage)
1877-1880 Ab 1877 und in den Folgejahren werden recht hohe Gewinne erzielt
13.01.1877 Ende der Kampagne 1876/77
25.09.1877 Beginn der Kampagne 1877 (Dauer: 113 Tage)
15.01.1878 Ende der Kampagne 1877/78
17.09.1878 Beginn der Kampagne 1878 (Dauer: 130 Tage)
24.01.1879 Ende der Kampagne 1878/79
17.09.1879 Beginn der Kampagne 1879 (Dauer: 137 Tage)
1880 Bau eines Zuckerlagers
31.01.1880 Ende der Kampagne 1879/80
14.09.1880 Beginn der Kampagne 1880 (Dauer: 135 Tage)
26.01.1881 Ende der Kampagne 1880/81
06.09.1881 Beginn der Kampagne 1881 (Dauer: 160 Tage)
1882 Es kommt eine Balancier-Dampfmaschine zur Aufstellung, an der die Kolbenpumpen f├╝r die F├Ârderung von D├╝nn- und Dicksaft angeschlossen sind.
12.02.1882 Ende der Kampagne 1881/82
12.09.1882 Beginn der Kampagne 1882 (Dauer: 160 Tage)
1883 Baujahr der Balancier-Dampfpumpe Maschinenfabrik Sangerhausen Nr. 288: 1 Dampfzylinder 392 mm Durchmesser, 706 mm Hub, 2 doppeltwirkende Kaltwasserpumpe je 265 mm Durchmesser, 470 mm Hub, mit Saug- und Druckwindkessel. Dampfmaschine mit Schiebersteuerung
08.03.1883 Ende der Kampagne 1882/83
11.09.1883 Beginn der Kampagne 1883 (Dauer: 165 Tage)
1884 Erh├Âhung des Schornsteins auf 57,5 m
09.09.1884 Beginn der Kampagne
1885 Die Tagesproduktion hat sich seit 1872 verdreifacht (Kampagne 1884/85: 56.955 t)
02.03.1885 Ende der Kampagne 1884/85
29.09.1885 Beginn der Kampagne 1885 (Dauer: 114 Tage)
20.01.1886 Ende der Kampagne 1885/86
21.09.1886 Beginn der Kampagne 1886 (Dauer: 118 Tage)
06.01.1887 Ende der Kampagne 1886/87
27.09.1887 Beginn der Kampagne 1887 (Dauer: 81 Tage)
16.12.1887 Ende der Kampagne 1887
11.09.1888 Beginn der Kampagne 1888 (Dauer: 128 Tage)
1889 Umbau durch Hallesche Maschinenfabrik
1889 Es wird eine neue Diffusionsbatterie mit 12 Gef├Ą├čen je 65 hl eingebaut
1889 Es werden neue Schneidemaschinen eingebaut
1889 Es werden neue Schnitzeltransporteure eingebaut
1889 Es werden neue Schnitzelpressen eingebaut
16.01.1889 Ende der Kampagne 1888/89
24.09.1889 Beginn der Kampagne 1889 (Dauer: 104 Tage)
05.01.1890 Ende der Kampagne 1889/90
23.09.1890 Beginn der Kampagne 1890 (Dauer: 127 Tage)
01.12.1890 bis 31.12.1892 1890/92 Einbau von Verdampfapparaten
01.12.1890 bis 31.12.1892 1890/92 Einbau von Schlammpressen
01.12.1890 bis 31.12.1892 1890/92 Einbau von Dampfkolbenpumpen
27.01.1891 Ende der Kampagne 1890/91
06.10.1891 Beginn der Kampagne 1891 (Dauer: 118 Tage)
1892 vmtl. Aufstellung von Nachprodukten-K├Ąsten von 450 m3 Gesamtinhalt durch die Hallesche Maschinenfabrik und Eisengie├čerei
31.01.1892 Ende der Kampagne 1891/92
27.09.1892 Beginn der Kampagne 1892 (Dauer: 85 Tage)
12.1892 Im Dezember wird die Genossenschaft in eine Gesellschaft mit beschr├Ąnkter Haftung umgewandelt
20.12.1892 Ende der Kampagne 1892
23.09.1893 Beginn der Kampagne 1893 (Dauer: 113 Tage)
13.01.1894 Ende der Kampagne 1893/94
22.02.1894 Ende der Kampagne 1893/94
29.09.1894 Beginn der Kampagne 1894 (Dauer: 139 Tage)
14.02.1895 Ende der Kampagne 1894/95
05.10.1895 Beginn der Kampagne 1895 (Dauer: 80 Tage)
01.12.1895 Einbau von Kochapparaten
01.12.1895 Einbau von Maischen
23.12.1895 Ende der Kampagne 1895
26.09.1896 Beginn der Kampagne 1896 (Dauer: 103 Tage)
06.01.1897 Ende der Kampagne 1896/97
02.10.1897 Beginn der Kampagne 1897 (Dauer: 80 Tage)
20.12.1897 Ende der Kampagne 1897
01.02.1898 bis 31.03.1898 Genehmigung f├╝r die Ausf├╝hrung eines neuen Kalkofens im Februar/M├Ąrz: Belgischer Doppelkonus-Schachtofen, Hersteller: Maschinen- und Dampfkesselfabrik Victor Lwowski, Halle; H├Âhe ├╝ber Fu├čboden = 10,60 m, V = 21 cbm, 20 t CaCO2/d und 2 t Koks/d; in Geb├Ąude eingebaut, ruht auf 6 gu├čeisernen S├Ąulen
08.10.1898 Beginn der Kampagne 1898 (Dauer: 76 Tage)
23.12.1898 Ende der Kampagne 1898
07.10.1899 Beginn der Kampagne 1899 (Dauer: 83 Tage)
28.12.1899 Ende der Kampagne 1899
1900 1900: Direktor Dr. G. Siebeck
1900 Die Waage befindet sich ganz im Norden, nordwestlich der Schwemme, in der N├Ąhe der Esperstedter Stra├če
1900 Um 1900 existieren 3 Schwemmrinnen: 1 westliche, 1 n├Ârdliche und 1 ├Âstliche (an deren Stelle sp├Ąter die Eisenbahn-Schwemme)
06.10.1900 Beginn der Kampagne 1900 (Dauer: 84 Tage)
28.12.1900 Ende der Kampagne 1900
05.10.1901 Beginn der Kampagne 1901 (Dauer: 97 Tage)
09.01.1902 Ende der Kampagne 191/02
08.10.1902 Beginn der Kampagne 1902 (Dauer: 77 Tage)
23.12.1902 Ende der Kampagne 1902
1903 Umbau durch Sangerh├Ąuser Maschinenfabrik
1903 Situation 1903 im Zuckerhaus: 4 U-Maischen, darunter 4 Erstprodukt-Zentrifugen; s├╝dlich davon: 4 Nachprodukt-Zentrifugen und 2 freie Pl├Ątze f├╝r Zentrifugen. N├Ârdlich von den Erstprodukt-Zentrifugen (Standort Zuckerhaus-Dampfmaschine): "Zentrifugen-Dampfmaschine" (d/h/D/b = 356/705/2780/260 mm)
1903 Situation 1903 im Siedehaus: am sp├Ąteren Standort der Wasserringpumpen steht eine Dampf-Vakuumpume (d/d/h = 430/670/630 mm), die ├╝ber Triebriemen auch eine Zwillings-Wasserpumpe und bis 1921 vmtl. auch die Maischen antreibt
1903 vmtl. Einbau eines Lyra-Vakuum-Apparats f├╝r 500/600 Ctr. F├╝llmasse-Inhalt, 120 m├Ż Heizfl├Ąche durch F. Hallstr├Âm in Nienburg (Saale)
1903 Vmtl. Umbau des Zuckerhauses (lt. Zeichnung der Maschinenfabrik Sangerhausen). Mit 4 U-Maischen, 4 A-Zentrifugen und 4 Nachprodukt-Zentrifugen, 2 Kristallisatoren (davon 1 mit Lyra-Rohren) und kleiner Dampfmaschine (nur f├╝r Zentrifugen-Antrieb)
1903 Aufstellung einer horizontalen Dampf-Vakuumpumpe, Type G 430-570/630, n = 90 U/min, Q = 25,7 cbm von der Maschinenfabrik Sangerhausen (1966/67 zerborsten)
06.10.1903 Beginn der Kampagne 1903 (Dauer: 74 Tage)
18.12.1903 Ende der Kampagne 1903
1904 gem├Ą├č vorhandener technischer Zeichnung: Umbau der Schnitzelstation durch Selwig & Lange
04.10.1904 Beginn der Kampagne 1904 (Dauer: 66 Tage)
08.12.1904 Ende der Kampagne 1904
1905 Einbau einer Diffusionsbatterie mit 12 65-hl-Gef├Ą├čen durch Maschinenfabrik Sangerhausen
04.10.1905 Beginn der Kampagne 1905 (Dauer: 89 Tage)
1905 Ende der Kampagne 1905
1906-1907 1906/07: Pl├Ąne zum Bau eines R├╝benkellers; es liegen Angebote von Maurermeister Krause, Fa. Knoch & Kallmeyer, Cementbauges. Rud. Wolle in Leipzig, Cementbau-AG in Magdeburg und Fa. Wayss & Freytag in Berlin vor
1906 Bau einer Laufbr├╝cke zwischen Zuckerhaus und Zuckerlager, vmtl. gebaut von E. Pfeffer, Erfurt (Zeichnungs-Jahr: 1906)
1906 Die Diffusisonsbatterie wird um zwei Gef├Ą├če erweitert
1906 Bau der Gleisanlage von Esperstedt nach Oldisleben durch die Firma Bachstein
1906 Bau einer Bahnschwemme, deren Schwemmrinne zum Hubrad f├╝hrt
1906 Lieferung einer Dampfpumpe durch Maschinenfabrik Sangerhausen
09.10.1906 Beginn der Kampagne 1906 (Dauer: 69 Tage)
16.12.1906 Ende der Kampagne 1906
1907 Umbau der Gesch├Ąftsr├Ąume der Fabrik
1907 Einbau eines gr├Â├čeren Hubrades
1907 Einbau einer R├╝benw├Ąsche
08.10.1907 Beginn der Kampagne 1907 (Dauer: 76 Tage)
22.12.1907 Ende der Kampagne 1907
1908 Neubau einer R├╝benw├Ąsche von Dinglinger in K├Âthen; aufgestellt vmtl. 1909
1908 Einbau einer R├╝benschnecke, Hersteller: Dinglinger, K├Âthen
06.10.1908 Beginn der Kampagne 1908 (Dauer: 58 Tage)
02.12.1908 Ende der Kampagne 1908
1909 Vmtl. 1909 Einbau von Vakuum-Maischen und 5 Zentrifugen unter den U-Maischen durch Maschinenfabrik Sangerhausen
1909 Einbau einer Dicksaftpumpe mit zwei Schwungr├Ądern. Zylinderdurchmesser 115 mm, Hub 600 mm, 3 gu├čeiserne Windkessel, 2 Sicherheits├╝berstr├Âmventile 100 mm Durchmesser, Regulator mit ├ľlbremse (Baujahr und Hersteller unbekannt)
05.10.1909 Beginn der Kampagne 1909 (Dauer: 60 Tage)
03.12.1909 Ende der Kampagne 1909
1910 Umbau durch Sangerh├Ąuser Maschinenfabrik
1910 vmtl. Einbau eines R├╝ben-Vakuum-Apparats mit 120 m2 Heizfl├Ąche durch F. Hallstr├Âm in Nienburg (Saale)
1910 lt. Plan: Bau einer Schmiede
04.10.1910 Beginn der Kampagne 1910 (Dauer: 70 Tage)
12.12.1910 Ende der Kampagne 1910
1911 vmtl. Einbau einer Kastenscheidung, Volumen = 3500 l
1911 lt. Zeichnung von 1911: Aufstellung eines Schnellstrom-Vorw├Ąrmers von ca. 90 qm saftber├╝hrter Heizfl├Ąche
12.10.1911 Beginn der Kampagne 1911 (Dauer: 36 Tage)
16.11.1911 Ende der Kampagne 1911
1912 Direktor: Dr. Jul. Lange
08.10.1912 Beginn der Kampagne 1912 (Dauer: 75 Tage)
21.12.1912 Ende der Kampagne 1912
1913 vmtl. Einbau einer R├╝benschw├Ąnzef├Ąnger-Anlage. Hersteller: Joerning & Sauter, Magdeburg-Buckau. Die Anlage ist in den 50er Jahren nicht mehr vorhanden
1913 Lieferung einer Dampfpumpe durch Maschinenfabrik Sangerhausen
07.10.1913 Beginn der Kampagne 1913 (Dauer: 62 Tage)
07.12.1913 Ende der Kampagne 1913
06.10.1914 Beginn der Kampagne 1914 (Dauer: 70 Tage)
14.12.1914 Ende der Kampagne 1914
1915-1920 1915 - 1920: Aufstellung der ab 1964 f├╝r C-Produkt verwendeten Kristallisatoren
1915 Aufstellung der gro├čen Betriebsdampfmaschine, Hersteller: BMA; d = 550 mm, h = 850 mm
12.10.1915 Beginn der Kampagne 1915 (Dauer: 53 Tage)
03.12.1915 Ende der Kampagne 1915
1916 Bau einer Fuhrwerkswaage mit Moment-Entlastung (1956 verschrottet)
1916 Lieferung einer Dampfpumpe durch Maschinenfabrik Sangerhausen
10.10.1916 Beginn der Kampagne 1916 (Dauer: 52 Tage)
30.11.1916 Ende der Kampagne 1916
1917 Einbau eines dritten K├Ârpers zum vorhandenen Quadruple-Effet (gem├Ą├č einer Zeichnung der Maschinenfabrik Sangerhausen)
10.10.1917 Beginn der Kampagne 1917 (Dauer: 56 Tage)
04.12.1917 Ende der Kampagne 1917
1918 Einbau einer Dampfmaschine mit Schiebersteuerung f├╝r den Antrieb der Kohlendioxidpumpe
08.10.1918 Beginn der Kampagne 1918 (Dauer: 63 Tage)
09.12.1918 Ende der Kampagne 1918
14.10.1919 Beginn der Kampagne 1919 (Dauer: 59 Tage)
11.12.1919 Ende der Kampagne 1919
05.10.1920 Beginn der Kampagne 1920 (Dauer: 46 Tage)
19.11.1920 Ende der Kampagne 1920
1921 Bau einer Filterschlamm-H├Ąngebahn durch H. Eberhardt, Wolfenb├╝ttel, in L-Form angelegt. Im Filterhaus Handverschub, Seilzug-Antrieb s├╝dlich des Filterhauses, 11 St├╝tzen mit St├╝tzweiten von 9 - 10 m, L├Ąnge = 116 m, Schienenh├Âhe ca. 8 m, Ausweiche bei der Antriebsstation, 2 Wagen, ca. 2000 mm lang
1921 Aufstellung von 5 Nachprodukt-Maischen durch Maschinenfabrik Sangerhausen, D = 2500 mm, l = 4250 mm
1921 Einbau einer Dampfmaschine zum Antrieb von Zentrifugen, Maischen, Sch├╝ttelrinne, Sichteranlage, R├╝hrwerken, Elevatoren und Kolbenpumpen
12.10.1921 Beginn der Kampagne 1921 (Dauer: 51 Tage)
01.12.1921 Ende der Kampagne 1921
1922 Umstellung von Roh- auf Wei├čzucker
1922 Einbau von 9 Zweiflammrohrkesseln mit H = 100 qm und ├ťberhitzer; zumindest St├╝hle, T├╝ren und Schieber von BMA; V├Âlcker-Halbgasfeuerung mit Sch├╝r- und Regulierapparat von Keilmann & V├Âlcker, Bernburg
1922 Von den vorhandenen 12 Zweiflammrohrkesseln p= 4.5 kp/qcm und je 70 qm Heizfl├Ąche mit Treppenrostfeuerung werden 3 verschrottet.
1922 Es werden 3 Zweiflammrohrkessel 12 kp/qcm Betriebsdruck und je 100 qm Heizfl├Ąche eingebaut.
1922 Die bisherige Werkstatt wird zu einer Schnitzeltrocknung umgebaut. Daten:
1 Trockentrommel (B├╝ttner, Uerdingen, D= 2000 mm, l= 10000 mm mit Kreuzeinbau, Antrieb mit Zahnkranz und R├Ądervorgelege, Fest- und Losscheibe), Feuerung: mech. Muldenrostfeuerung (Fr├Ąnkel & Viebahn, 3fach, 3 x 1200 mm breit, 2600 mm lang, R= 9,36 m├Ż), 1 Na├čschnitzelelevator 7000 mm lang, 3 Na├čschnitzelschnecken 2250 mm, 4500 mm, 8000 mm lang. Ausziehschnecke l= 4000 mm. Trockenschnitzelevator 11500 mm, Schitzeleinf├╝hrschnecke 1700 mm, Doppelna├čschnitzelschnecke 5600 mm, schmiedeeis. Ventilator D= 1600 mm, doppeltsaugender Staubzyklon D= 3350 mm, l= 2350 mm, Transmissionen
1922 Die bisherige Werkstatt wird in den ├Âstlichen Teil des Kesselhauses verlegt
10.10.1922 Beginn der Kampagne 1922 (Dauer: 61 Tage)
09.12.1922 Ende der Kampagne 1922
1923 Bau einer Wei├čzuckeranlage durch die BMA (bis 1964 im Einsatz)
1923 Aufstellung einer Mahl- und Siebanlage durch BMA (bis ca. Mitte der 30er Jahre in Betrieb)
1923 Anbau an das alte Zuckerlager, sp├Ąter Tischlerei
10.10.1923 Beginn der Kampagne 1923 (Dauer: 52 Tage)
30.11.1923 Ende der Kampagne 1923
1925 evtl. nach 1925: Einbau einer neuen Steuerwelle in die gro├če Betriebsdampfmaschine durch Hanomag
1925 Erweiterung der 5 Nachprodukt-Maischen um 3 weitere durch BMA
1925 Einbau einer Dampfmaschine mit Doppelkolbenschiebersteuerung f├╝r den Antrieb der Vakuumpumpe des Kondensator der Verdampfstation
1925 Es wird ein R├╝benkeller f├╝r eine Lagerkapazit├Ąt von 1200 t erbaut
1926 Umbau der gro├čen Betriebsdampfmaschine auf hintere Kolbenstangenf├╝hrung
1928 Erweiterung der Diffusionsbatterie um 2 65-hl-Gef├Ą├če durch Maschinenfabrik Sangerhausen (lt. Zeichnung mit Ablagezettel-Jahresangabe 1928)
1928 Erh├Âhung der I. Saturation f├╝r 2 Abz├╝ge (gem├Ą├č Zeichnungen der BMA)
12.10.1931 Beginn der Kampagne 1931 (Dauer: 72 Tage)
22.11.1931 Ende der Kampagne 1931
24.10.1932 Beginn der Kampagne 1932 (Dauer: 23 Tage)
15.11.1932 Ende der Kampagne 1932
24.10.1933 Beginn der Kampagne 1933 (Dauer: 35 Tage)
27.11.1933 Ende der Kampagne 1933
1934 Umbau der Filterpressen-Station durch Maschinenfabrik Sangerhausen
1934 Bau eines zweiten Zuckerlagers, des "neuen Zuckerlagers", an der s├╝dlichen Grundst├╝cksgrenze
1934 Bau eines Lagers f├╝r Zucker und f├╝r Trockenschnitzel (an der Westseite, zwischen altem und neuem Lager)
1934 vmtl. 1934 Umbau auf hintere Kolbenstangenf├╝hrung bei der B.M.A.-Maschine 450.700 (Zuckerhaus-Dampfmaschine)
16.10.1934 Beginn der Kampagne 1934 (Dauer: 52 Tage)
06.12.1934 Ende der Kampagne 1934
1935 Abbruch der Zweiflammrohrkessel 5 - 9 von 1922; Verwendung von 3 Kesseln stehend als Speisewasserbeh├Ąlter
1935 Aufstellung von 3 Doppel-Zweiflammrohrkesseln, Hersteller: Siller & Jamart, Wuppertal-Barmen, Nr. 2882/2883/2884, H = 165 qm, Q= 5 t/h, p = 15 bar, Trommel-D = 2500/2200 mm, Flammrohr-D = 850/750 mm, t = 280 - 320├ŞC
1935 Verschrottung der S├Ąulen und Unterz├╝ge im Kesselhaus von 1922 im Zuge des Umbaues
01.01.1935 bis 31.12.1925 Die vorhandenen Zweiflammrohrkessel p= 4.5 bar, H= 70 qm werden verschrottet.
1935-1936 Neubau einer hochmodernen, vollelektrifizierten Schnitzel- und R├╝benblatt-Trocknungsanlage in den Jahren 1935/36. Zum Einbau kommen:

- Trockentrommel D= 2.4 m, l= 12 m
- Trockentrommel D= 2.0 m, l= 10 m,

beide mit Muldenrostfeuerung. Die letztere war in der sp├Ąteren Elektrozentrale installiert und wird in die neue Trocknung umgesetzt.
15.10.1935 Beginn der Kampagne 1935 (Dauer: 51 Tage)
05.12.1935 Ende der Kampagne 1935
1936 Bau einer neuen Schnitzeltrocknung. Trocknungsgeb├Ąude gebaut vom Baugesch├Ąft Richard Herbst, Ringleben, Ausr├╝stung durch BMA. Die vorhandene Trockenstation mit der 2000-mm-Trommel wird umgesetzt. Neu hinzu kommt eine Trockenstation mit einer Trommel von 2400 mm Durchmesser und 12000 mm L├Ąnge und eine R├╝benblattaufbereitungsanlage. Feuerung: Fr├Ąnkel & Viebahn, Holzhausen b. Leipzig. Gr├Â├čter Kraftbedarf (2400er-Trommel mit Diffusionsschnitzeln, 2000er-Trommel mit R├╝benbl├Ąttern): 250 PS. Leistungen: 2400er Trommel: 45 t/d Trockenschnitzel = 825 t/d R├╝benverarbeitung oder 51 t/d Zuckerschnitzel aus 205 t/d R├╝ben. 2000er-Trommel: 30 t/d Zuckerschnitzel aus 120 t/d R├╝ben oder 140 t/d R├╝benbl├Ątter
1936 Im Zuge des Baues einer neuen Schnitzeltrocknung: Kauf einer liegenden Einzylinder-Auspuffdampfmaschine mit Ventilsteuerung und elektrischer Andrehvorrichtung, Hersteller: BMA (1911), Fabr.-Nr. 8559 von der Zuckerfabrik Uelzen (dort Betriebsmaschine) f├╝r 7000 RM. Leistung: 400 - 450 PS, Gegendruck= 0,5 bar. Zahnradgetriebe: Maschinenfabrik W├╝lfel Nr. 8716, n= 125/1000, P= 450 PS. Gekuppelt mit einem Generator der Schorch-Werke, Rheydt 400 V, 665 A, 460 kVA, 1000 U/min, 50 Hz, Typ DG 911/6, Nr. 349152. Die die Kesselanlage nicht entsprechend erweitert wird, kann die neu aufgestellte Maschine kaum eingesetzt werden.
20.10.1936 Beginn der Kampagne 1936 (Dauer: 44 Tage)
03.12.1936 Ende der Kampagne 1936
1937 Bau des Hauses f├╝r eine Fuhrwerkswaage (Gr├╝nfutterwaage); Waage 1989 verschrottet
12.10.1937 Beginn der Kampagne 1937 (Dauer: 58 Tage)
08.12.1937 Ende der Kampagne 1937
1938 Das Spindelrohr der R├╝benschnecke wird gewechselt. Um den F├Ârderraum zu erh├Âhen, wird ein Rohr von 450 mm Durchmesser eingebaut
1938 Das Spindelrohr der R├╝benschnecke bricht 6 h vor Ende der Kampagne 1938
12.10.1938 Beginn der Kampagne 1938 (Dauer: 63 Tage)
13.12.1938 Ende der Kampagne 1938
1939 Einbau einer Hochleistungs-Schnitzelpresse mit 630 mm Siebzylinderdurchmesser (1981 verschrottet)
1939 Einbau eines neuen Spindelrohrs der R├╝benschnecke mit einem Durchmesser von 530 mm.
16.10.1939 Beginn der Kampagne 1939 (Dauer: 95 Tage)
18.02.1940 Ende der Kampagne 1939/40
16.10.1940 Beginn der Kampagne 1940 (Dauer: 70 Tage)
24.12.1940 Ende der Kampagne 1940
1946 Bau einer Prozentw├Ąsche. Prozentier-Raum in der Nordost-Ecke der Verwaltung
02.09.1948 In der Gesellschafterversammlung vom 09. September 1948 wird beschlossen, das Verm├Âgen in die Verwaltung der Vereinigung Volkseigener Betriebe in Erfurt zu ├╝bertragen
1949 Einbau einer Schnitzelpresse mit 900 mm Siebzylinderdurchmesser mit Riemenantrieb (in den 80er Jahren verschrottet)
1950 Erneuerung des Daches ├╝ber dem Zuckerhaus, verbunden mit einer Erh├Âhung der W├Ąnde
1950 Ab Beginn der 50er Jahre soll die eigene Energierzeugung erh├Âht werden
1951 Bau einer Eisenbahn-Sp├╝labladung (1980/81 abgerissen)
11.10.1951 Beginn der Kampagne 1951 (Dauer: 89 Tage)
1952-1953 1952/53: Umbau des gew├Âlbten Daches ├╝ber dem Kalkofengeb├Ąude in ein flaches Satteldach
1952 Bau eines Unterkunftsraums f├╝r Kesselheizer (1962/63 abgebrochen)
1952 Die Zuckerfabrik erh├Ąlt mit der Gr├╝ndung der ersten Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft neue Aufgaben in der B├╝ndnispolitik ├╝bertragen: Hilfe in der Feldarbeit, bei der Getreideernte und bei der Reparatur von Erntemaschinen
1952 Umstellung auf Schnitzelpumpen f├╝r die ausgelaugten Schnitzel: VEB Pumpenwerke Halle (Saale), Typ PMO 151a kz (Laufr├Ąder Rg 5)
07.01.1952 Ende der Kampagne 1951/52
08.1952 Alle Zuckerfabrriken werden der Vereinigung Volkseingener Betriebe der Zuckerindustrie in Halle unterstellt.
09.10.1952 Beginn der Kampagne 1952 (Dauer: 72 Tage)
19.12.1952 Ende der Kampagne 1952
1953 Nach 1952 Verschrottung der liegenden Einzylinder-Auspuffdampfmaschine Hersteller: BMA (1911), Fabr.-Nr. 8559. Die Maschine ist nie richtig zum Einsatz gekommen (zu geringe Dampferzeugung, keine automatische Drehzahlregelung, Unwucht des Schwungrades).
06.10.1953 Beginn der Kampagne 1953 (Dauer: 87 Tage)
1953 Ende der Kampagne 1953
1954-1955 Die ersten Projetierungsarbeiten zur Erh├Âhung der eigenen Energierzeugung erfolgen (Umbau Kesselhaus). Die drei Flammrohrkessel (Baujahr 1922) sollen durch einen Steilrohrkessel 25 t/h, 26 at├╝, 375 ┬░C ersetzt werden
1954-1955 Die ersten Projektierungsarbeiten zur Erh├Âhung der eigenen Energierzeugung erfolgen (Umbau Kesselhaus). Eine Dampfturbine mit Generator (1,26 MW) soll in der Schaltzentrale eingebaut werden
28.09.1954 Beginn der Kampagne 1954 (Dauer: 103 Tage)
1955 In den ersten Plan f├╝r die Rekonstruktionsma├čnahmen der VVB der Zuckerinidustrie Mitte der 50er Jahre ist auch die Zuckerfabrik Oldisleben eingeschlossen: Aus ├Âkonomischen Gr├╝nden ist die Kapazit├Ąt auf 1250 t/d zu erh├Âhen.
08.01.1955 Ende der Kampagne 1954/55
03.10.1955 Beginn der Kampagne 1955 (Dauer: 92 Tage)
1956 Der Betrieb wird seit 1956 auf Verschlei├č gefahren
Fr├╝hjahr 1956 im Fr├╝hjahr erstmalige Umarbeitung von Kubarohrzucker zu verbrauchsf├Ąhigem Wei├čzucker
1956 Umbau der R├╝benwaagen. Das Waagehaus befand sich bis dahin im sp├Ąteren B├╝ro des Betriebsingenieurs
1956 Ersatz der Kastenscheidung durch einen U-Trog mit R├╝hrwelle
1956 Umbau der B├╝ros und Verkleinerung des s├╝dlichen B├╝roraums im EG
03.01.1956 Ende der Kampagne 1955/56
13.02.1956 Beginn der ersten Cubakampagne
30.04.1956 Ende der ersten Cubakampagne. Einwurf: 2997.594 t, Erzeugung: 2131.200 t Wei├čzucker und 331.000 t Rohzucker. Herstellungskosten: 47,03 DM/dz
08.10.1956 Beginn der Kampagne 1956 (Dauer: 78 Tage)
01.12.1956 T├Âdlicher Unfall in der Schnitzeltrocknung um 21.45 Uhr. In Doppelschnecke eingeklemmt. Ursache: Betreten fremder Stationen [Half hier nicht der Sohn seinem Vater beim Abschmieren?]
24.12.1956 Ende der Kampagne 1956
1957 Einbau einer Schnitzelpresse (1987 verschrottet)
1957 An 149 Gesellschafter werden Gesch├Ąftsanteile ausgezahlt
1957 Die Projektierung der Kapazit├Ątserh├Âhung auf 1250 t/d R├╝benverarbeitung wird angeordnet und eingeleitet.
1957 Ab der Projektierung der Kapazit├Ątserh├Âhung auf 1250 t/d R├╝benverarbeitung wird jede weitere Erneuerung von zuckertechnologischen Ausr├╝stungen eingestellt (Ausnahme: R├╝benannahme, -lagerung, -schnitzelung und Trocknungsanlage).
01.10.1957 Beginn der Kampagne 1957 (Dauer: 96 Tage)
1958 Aufstellung von 16 m hohen Lichtmasten durch Hartfu├č-Stahlbau, Heldrungen
1958 Bau eines Wohnheims. Es war zun├Ąchst als Unterkunft f├╝r die Handwerker beim geplanten Neubau des Kessel- und Turbinenhauses gedacht
1958 Es erfolgt die Projektierung des Neubaues eines Kessel- und Turbinenhauses (n├Ârdlich des bestehenden Kesselhauses, Grundma├če 30,17 x 24,75 m). Vorgesehen sind 2 Steilrohrkessel mit 25 t/h und 12,5 t/h Dampfleistung
1958 Es erfolgt die Projektierung des Neubaues eines Kessel- und Turbinenhauses (n├Ârdlich des bestehenden Kesselhauses, Grundma├če 30,17 x 24,75 m). Vorgesehen ist eine Gegendruckturbine von 2 MW
1958 Es erfolgt die Projektierung des Neubaues eines Kessel- und Turbinenhauses (n├Ârdlich des bestehenden Kesselhauses). Vorgesehen ist ein Schornstein aus Blech (30 m hoch).
1958-1959 In der Kampagne 1958/59 bricht das Spindelrohr der R├╝benschnecke kurz vor Ende der Kampagne
04.01.1958 Ende der Kampagne 1957/58
27.01.1958 Brand im Kesselhaus, der bis an das Hauptgeb├Ąude (Siedehaus) reicht. Der Kohleplatz ist zur Nachkampagne weitgehend ger├Ąumt; es bestehen Brandnester durch Selbstentz├╝ndung auf dem Platz. Morgens findet eine Arbeitsschutzbelehrung statt. Abends wird gl├╝hende Kohle in den Bunker gef├Ârdert. Herr Nowitzki bemerkt den Brand von der Wohnung aus. Erste Brandbek├Ąmpfung mit Handfeuerl├Âschern
02.1958 Das gesamte Dach im Kesselhaus wird durch einen Brand zerst├Ârt
02.1958 Die F├Ârderanlage f├╝r Kohle im Kesselhaus wird durch einen Brand zerst├Ârt
01.02.1958 bis 31.12.1958 Nach dem Brand im Kesselhaus: Gerichtsverhandlung, das Bedienungspersonal wird mit Bew├Ąhrung verurteilt
01.02.1958 bis 31.12.1958 Nach dem Brand im Kesselhaus: Das Dach wird v├Âllig erneuert, und die Holzbinder werden durch Stahlbinder ersetzt, teilweise Dacherh├Âhung
01.03.1958 bis 30.09.1958 Frauen bilden eine Brigade und stellen von M├Ąrz bis September ├╝ber 160.000 Hohlblocksteine f├╝r das kreisliche Bauwesen her.
01.06.1958 bis 31.07.1958 Die Rationierung von Zucker wird Mitte 1958 aufgehoben
26.09.1958 Beginn der Kampagne 1958 (Dauer: 113 Tage)
21.10.1958 Die Balancier-Dampfpumpe Maschinenfabrik Sangerhausen Nr. 288 wird dem Museum f├╝r Deutsche Geschichte, Berlin, angeboten, jedoch nicht ├╝bernommen, sondern verschrottet
1959 vmtl. Bau einer Rangierwinde (s├╝dlich der Drehscheibe) mit 1500 kg Zugkraft, Hersteller: Thieme in Magdeburg
1959 Geplanter Beginn der Rekonstruktion f├╝r 1250 t/d.
1959 Bau des Wohnheims f├╝r die Bau- und Montagekr├Ąfte
1959-1960 1959/60: Geplanter Bau des Kesselhaues. Vorgesehen sind: ein Strahlungsteilrohrkessel, Leistung 25 t/h, p= 26 bar und einer mit 12,5 t/h und p= 26 bar
1959-1960 1959/60: Geplanter Bau der Kraftanlage. Vorgesehen sind: zwei Turbinen mit 1,28 MW
1959 Es erfolgt eine Notreparatur des Spindelrohrs der R├╝benschnecke mit aufgeschwei├čten Halbschalen
16.01.1959 Ende der Kampagne 1958/59
01.10.1959 Beginn der Kampagne 1959 (Dauer: 70 Tage)
09.12.1959 Ende der Kampagne 1959
1960-1962 Anfang der 60er Jahre: die s├╝dliche Dampf-Vakuumpumpe im Siedehaus zerbirst durch einen Wasserschlag. Der Pumpenzylinder rei├čt seitlich auf. Die Pumpe wird durch Wasserringpumpen ersetzt
01.1960 Die ersten T├╝ten der eigenen Kleinabpackung (Schokopack, Dresden) k├Ânnen Anfang 1960 abgef├╝llt werden
1960-1961 Anfang der 60er Jahre ist der Zusammenschlu├č der b├Ąuerlichen Betriebe in LPG vollendet. Die Zahl der R├╝benanbauer sinkt von 2500 auf 48 LPG und 2 Volkseigene G├╝ter
1960-1961 Seit Beginn der 60er Jahre geh├Ârt auch die Getreidetrocknung zum j├Ąhrlichen Ablauf der Arbeit in der Zuckerfabrik
1960 Obwohl umfangreiche Projektierungsarbeiten bereits abgeschlossen sind, Ausr├╝stungen f├╝r das neue Kesselhaus und Krafterzeugungsanlage bereits geliefert wurden, erfolgt aufgrund ver├Ąnderter Perspektivvorstellungen auf Weisung der VVB der Zuckerindustrie die Einstellung des Investitionsvorhabens
1960 Es ergeht die Auflage die derzeitige Kapazit├Ąt der Zuckerfabrik von 570 t/d durch Mechanisierungs- und Modernisierungsma├čnahmen zu erhalten, schwere k├Ârperliche Arbeit zu reduzieren und Arbeitskr├Ąfte einzusparen
1960 Der vorgesehene Neubau eines Kessel- und Turbinenhauses (n├Ârdlich des bestehenden Kesselhauses) wird von dem "Staatlichen B├╝ro f├╝r die Begutachtung von Investitionsvorhaben" gestrichen.
29.09.1960 Beginn der Kampagne 1960 (Dauer: 125 Tage)
1961 In den Jahren 1961 und 1963 soll das Siedehaus demontiert und elektrifiziert werden.
1961 In den Jahren 1961 und 1963 soll die Auslaugeanlage eingebaut werden
1961 In den Jahren 1961 und 1963 soll die Saftreinigungsanlage eingebaut werden
01.02.1961 Ende der Kampagne 1960/61
23.10.1961 Beginn der Kampagne 1961 (Dauer: 48 Tage)
10.12.1961 Ende der Kampagne 1961
1962-1965 1962/65: Bau eines separaten Zuganges zum Obergescho├č des Verwaltungsgeb├Ąudes, verbunden mit der Verkleinerung der Direktorenwohnung und des B├╝ros
1962 Einbau von 3 Jungk-Schwing-Gegenschubrosten DWP anstelle der Treppenrostfeuerungen der Doppelzweiflammrohrkessel, sowie eine Kratzer-Na├čentaschung. Dadurch k├Ânnen die Dampfverh├Ąltnisse des Betriebes wesentlich verbessert und die unzumutbaren Arbeitsverh├Ąltnisse im Aschekeller beseitigt werden.
1962-1963 1962/63: Abbruch des Unterkunftsraums f├╝r Kesselheizer von 1952
1962 Gr├╝nfuttertrocknung mit provisorischer Gr├╝nfutterzufuhr
15.10.1962 Beginn der Kampagne 1962 (Dauer: 57 Tage)
10.12.1962 Ende der Kampagne 1962
1963-1965 Entfernung der Bl├Ąttertrocknung 1963/65
1963 Baujahr der Messerfr├Ąsmaschine, Hersteller: Maschinenfabrik Sangerhausen, n = 35 U/min, Drehstrommotor 1,6 kW, f├╝r 72┬░-Dachwinkel f├╝r lange Fase und 88┬░-Dachwinkel f├╝r kurze Fase.
1963 Aufstellung von 2 Nachprodukt-Zentrifugen. Hersteller: Maschinenfabrik Sangerhausen, Type KSZ 630/360, Nr. 3458/59, n = 2300 U/min
1963 Erh├Âhung des Filterhausdaches. Die Holzkonstruktion war verfault, und die Saftk├Ąsten werden erh├Âht.
1963 Bau einer Trafostation auf der anderen Seite der Esperstedter Stra├če
1963 vmtl. Aufstellung einer Seilwinde f├╝r die Schnitzelfahrt
1963 In den Jahren 1961 und 1963 soll das Siedehaus demontiert und elektrifiziert werden.
1963 In den Jahren 1961 und 1963 soll die Auslaugeanlage eingebaut werden
1963 In den Jahren 1961 und 1963 soll die Saftreinigungsanlage eingebaut werden
1963 Nach der Bildung des Zuckerkombinates "Unstrut-Helme" Artern 1963 geh├Âren diesem die Zuckerfabriken Artern, Oberr├Âblingen, Oldisleben, Ro├čleben, Vitzenburg, Strau├čfurt und Walschleben an.
10.10.1963 Beginn der Kampagne 1963 (Dauer: 97 Tage)
1964 Einbau eins R├╝benschw├Ąnzef├Ąngers mit Waschmaschine und Zerrei├čw├Âlfen, Hersteller: Maschinenfabrik Sangerhausen
1964 Umstellung der Kristallisation auf Dreiproduktschema: die 2 A-Kristallisatoren bleiben unver├Ąndert, der f├╝r B-Produkt war vorher unbenutzt, die 2 f├╝r C-Produkt wurden vorher f├╝r B-Produkt betrieben; dieses ging in die Raffinerie, denn erst ab 1964 wird mit L├Âsegut gearbeitet
1964 Einbau der Verteilermaischen von den A-Zentrifugen. Hersteller: Maschinenfabrik Sangerhausen, Durchmesser = 800 mm, L├Ąnge = 9400 mm, Drehzahl der Schnecke = 2,7 U/min
1964 Einbau der Verteilermaischen von den C-Zentrifugen. Hersteller: Maschinenfabrik Sangerhausen, L├Ąnge = 4300 mm, Drehzahl der Schnecke = 2,7 U/min
1964 Aufstellung einer B-Produkt-Zentrifuge. Hersteller: Maschinenfabrik Sangerhausen, Type KSZ 630, Nr. 3415, n = 2000 U/min
1964 Einbau von 2 Aufl├Âsemaischen. Hersteller: Maschinenfabrik Sangerhausen, D = 920 mm, l = 5000 mm, n = 14,5 U/min, 12 R├╝hrfl├╝gel, Antrieb: 5-kW-Motor DMK 5/4R, Stirnradgetriebe Type 10 A1-340x40, elastische Klauenkupplung
1964 Einbau eines Wei├čzuckerelevators, Hersteller: Maschinenfabrik Sangerhausen, Achsabstand senkrecht = 13,88 m, 52 Becher je 3,75 l, Zuggurt 10 x 300 x 29620 mm, Umlenkrollen-D = 560 mm, Q = 15 t/h, v = 1,35 m/sec, Antrieb: Motor DMK 5/4 RA mit 5 kW
1964 Mit Umstellung auf Dreiprodukt-Schema: Au├čerbetriebnahme der Wei├čzuckeranlage von 1923
1964-1965 In den Jahren 1964 und 1965 ist die Demontage aller im Zuckerhaus stehenden Maschinen und Anlagen vorgesehen, und die neuen Apparateeinrichtungen sollen montiert und elektrifiziert werden.
1964-1965 In den Jahren 1964 und 1965 soll die Kochstation nach dem Drei-Produkt-Schema umgestellt werden
1964 Vergr├Â├čerung des Kellergeschosses im Zuckerhaus und dar├╝ber Bau einer Stahlbetondecke
1964 Da lange Lieferzeiten auch bei Zentrifugen bestehen, werden zun├Ąchst von der Zuckerfabrik Nauen wassergetriebene Zentrifugen mit Peltonr├Ądern (4 Steilkonus mit 500 kg F├╝llung und 2 Flachboden mit 400 kg F├╝llung) ├╝bernommen und eingebaut.
1964 Zum Antrieb der wassergetriebenen Zentrifugen l├Ąuft eine Dampfturbine, welche die Kreiselpumpe f├╝r Druckwasser betreibt
14.01.1964 Ende der Kampagne 1963/64
05.10.1964 Beginn der Kampagne 1964 (Dauer: 68 Tage)
11.12.1964 Ende der Kampagne 1964
1965 um 1965 Einbau einer Entstaubungsanlage im Zuckerhaus
1965 Umbau der Filterpressen auf Hydraulik-Antriebe unter Benutzung alter Teile von einer anderen Zuckerfabrik
1965 Einbau eines aus Gatersleben ├╝bernommenen Verdampfapparats (4. Stufe), Hersteller: Maschinenfabrik Sangerhausen, (1961) Nr. 2448, Saftraum-Volumen = 1900 l, Dampfraum-Volumen = 5024 l
1965 Die Produktion von Hohlblocksteinen wird infolge der Einf├╝hrung der Plattenbauweise eingestellt
1965 Geplantes Ende der Rekonstruktion f├╝r 1250 t/d.
1965 Baubeginn einer Trafostation
1965-1970 Alle maschinellen Anlagen, die noch von der gro├čen Betriebsmaschine Baujahr 1915 ├╝ber Transmissionen und Riemen im Siedehaus angetrieben werden, werden ab 1965 bis Anfang der 70er Jahre schrittweise durch elektrisch betriebene Anlagen ersetzt bzw. umgebaut
1965 Bis 1965 sind noch 340 Arbeiter und Angestellte zur Durchf├╝hrung der Kampagnen erforderlich
1965 Ausbau der liegenden Dampfpumpe: Dampfzylinderdurchmesser 400 mm, 2 Pumpenzylinder je 180 mm Plungerdurchmesser, 600 mm Hub (Schlammsaft zur I. und II. Saturation [unsicher, ob sich das Verschrottungsjahr auf d i e s e Maschine bezieht].
1965 Verschrottung der Dicksaftpumpe mit zwei Schwungr├Ądern [Schadensursache: Wasserschlag?]
1965 Erste Getreidetrocknung mit provisorischer Getreidezufuhr
1965 Die Kessel f├╝r den vorgesehenen Neubau eines Kessel- und Turbinenhauses (n├Ârdlich des bestehenden Kesselhauses) werden in der Zuckerfabrik Ro├čleben bzw. in den Maizena-Werken Barby (Elbe) ca. 1965 augestellt.
1965 Bildung des VEB Zuckerkombinat Unstrut-Helme mit Sitz in Artern mit den Zuckerfabriken Artern, Ro├čleben, Oberr├Âblingen, Vitzenburg, Oldisleben und Strau├čfurt
19.10.1965 Beginn der Kampagne 1965 (Dauer: 106 Tage)
1966 Neubau eines Auflandeteichs
1966 um 1966: Verlegung des Labors an seinen endg├╝ltigen Platz
01.01.1966 bis 31.12.1961 Mit der Trocknungsanlage werden erstmals 1500 t Gr├╝nfutter getrocknet, um ein wertvolles Rauhfutter zu bekommen
1966 Inbetriebnahme der Trafostation mit zwei Trafos 630 kVA
01.02.1966 Ende der Kampagne 1965/66
06.1966 Lt. Firma Krautwald im Juni 1966: an der gro├čen Betriebsdampfmaschine Einbau eines Achsenreglers von H. Ulbricht, Chemnitz aus einer Dampfmaschine (1921) Nr. 986, Typ MG7a, d1/d2 = 465/675 mm, h = 800 mm, Regler-Nr. 4019, n = 125 U/min, Proell-Regler, Gr├Â├če 3, Typ DT III 07
01.10.1966 Beginn der Kampagne 1966 (Dauer: 111 Tage)
1967 Generalumbau in der Abpacklinie: Es wird ein Vollautomat AB 1 von Schokopack, Dresden aufgestellt.
1967 Durch die Stillegung der Wei├čzuckerfabrik H├Âtensleben 1966 ergab sich die M├Âglichkeit zur ├ťbernahme von 5 St├╝ck Steilkonuszentrifugen 500 kg F├╝llung, Baujahr 1948. Der Einbau an Stelle der wassergetriebenen Zentrifugen erfolgt 1967
1967 Die Gr├╝nfuttertrocknung wird auf die bis zum Ende betriebene Anlage umgestellt
1967 Einbau einer Kratzer-Na├čentaschung in die Schnitzeltrocknung
1967 Einbau einer Schwingrostfeuerung in die rechte (2400 mm) Trockentrommel
19.01.1967 Ende der Kampagne 1966/67
26.09.1967 Beginn der Kampagne 1967 (Dauer: 106 Tage)
1968-1970 1968/70: Aufstockung des Schnitzelpressenhauses wegen des Einbaues neuer Pressen und da das alte Holzdach marode war
1968 Einbau der 2 Schneidemaschinen. Hersteller: Maschinenfabrik Sangerhausen, Scheibendurchmesser = 2000 mm, 24 Messerk├Ąsten, urspr├╝nglich mit Drehstrom-Kommutatormaschinen, sp├Ąter Kurzschlu├čl├Ąufermotoren
1968 Einbau des Umlaufrechentransporteurs, Leistung = 20 t/h, Geschwindigkeit = 0,8 m/sec, mit Schurren, Antriebsmotor: 13 kW, n = 1460 U/min
1968 Einbau eines P├╝lpef├Ąngers, Hersteller: Maschinenfabrik Sangerhausen, Durchmesser = 1200 mm, H├Âhe = 1400 mm, Drehzahl des R├╝hrwerks = 6,3 U/min, Antrieb: 0,8 kW
1968-1970 1968/70: Umstellung der periodischen Saturation (4 Saturateure - lt. Zeichnung von 1911: 5 runde Saturateure - auf kontinuierliche Karbonatation
09.01.1968 Ende der Kampagne 1967/68
01.10.1968 Beginn der Kampagne 1968 (Dauer: 104 Tage)
1969 Einbau einer R├╝benw├Ąsche, Hersteller: VEB Chemieanlagenbau Leipzig-Grimma (Lieferer: Maschinenfabrik Sangerhausen), Durchmesser = 1700 mm, L├Ąnge = 8000 mm
1969 Einbau eines R├╝benhubrades. Hersteller: Maschinenfabrik Sangerhausen, Durchmesser = 8000 mm, 50 Schaufeln, Schaufel-L├Ąnge / -Breite = 630 / 500 mm, Drehzahl = 2,2 U/min, Leistung = 1600 t/d bei 800 % Wasser, Antrieb: 30 kW
1969-1973 In den Jahren 1969/73 wird mit einem Wertumfang von 3,0 Mio Mark eine Kapazit├Ątserweiterung der technischen Trocknung durchgef├╝hrt. Es kommen zwei Trockentrommeln D= 2,4 m zum Einbau
1969-1973 In den Jahren 1969/73 wird mit einem Wertumfang von 3,0 Mio Mark eine Kapazit├Ątserweiterung der technischen Trocknung durchgef├╝hrt. Es kommt eine Kohlef├Ârderanlage zum Einbau
1969-1973 In den Jahren 1969/73 wird mit einem Wertumfang von 3,0 Mio Mark eine Kapazit├Ątserweiterung der technischen Trocknung durchgef├╝hrt. Es kommt eine Schnitzelbandbr├╝cke zum Einbau
12.01.1969 Ende der Kampagne 1968/69
05.10.1969 Beginn der Kampagne 1969 (Dauer: 85 Tage)
21.10.1969 Bruch des Spindelrohrs der R├╝benschnecke
28.12.1969 Ende der Kampagne 1969
1970 um 1970 Umsetzung der Prozentw├Ąsche in neues R├╝benprobehaus
1970 Lieferung der Schnitzelpumpe, Hersteller VEB Pumpen und Verdichter, Erfurt, Q = 150 m├╝/h, n = 970 U/min, H = 20 m, Leistung = 14 kW, Motor: 17 kW
1970 Die Apparate der Verdampfstation werden bis Anfang der 70er Jahre erneuert.
1970 Ab dem Jahre 1970 ist die Zeit der Transmissionen und Riemenantriebe im gesamten Betrieb, mit Ausnahme der Maischantriebe im Zuckerhaus, zu Ende.
1970 Ab dem Jahre 1970 wird von der gro├čen Betriebsmaschine nur noch der Generator 200 kVA betrieben
1970 Umbau auf Schnitzelpumpen Typ KRD 150/420 GG/Rg, Hersteller: VEB Pumpenwerk Erfurt f├╝r die ausgelaugten Schnitzel
1970 Einbau eines neuen Spindelrohrs der R├╝benschnecke (510 x 20, nahtlos) von der Zuckerfabrik Hecklingen
1970-1971 1970/71: zweimalige Schwei├čarbeiten am Spindelrohr der R├╝benschnecke
01.10.1970 Beginn der Kampagne 1970 (Dauer: 99 Tage)
1971 Bau des 1. Bauabschnitts des R├╝benlagerplatzes auf der anderen Seite der Esperstedter Stra├če. Fl├Ąche: 132 x 95 m, f├╝r 20.000 t R├╝ben
1971 Einbau einer neuen Trockentrommel von 2000 mm Durchmesser (links)
07.01.1971 Ende der Kampagne 1970/71
05.10.1971 Beginn der Kampagne 1971 (Dauer: 84 Tage)
27.12.1971 Ende der Kampagne 1971
1972 Einbau eines Verdampfapparats (1. Stufe), Hersteller: Maschinenfabrik Sangerhausen, Nr. 3205, Saftraum-Volumen = 2390 l, Dampfraum-Volumen = 6040 l
1972 Neubau eines Prozenthauses
1972 Einbau einer Schwingrostfeuerung in die linke (2000 mm) Trockentrommel
1972 Einbau einer neuen Trockentrommel von 2400 mm Durchmesser (rechts)
03.10.1972 Beginn der Kampagne 1972 (Dauer: 111 Tage)
1973 Bau einer Kohlebandbr├╝cke durch Fa. Jungk, Erfurt
21.01.1973 Ende der Kampagne 1972/73
01.10.1973 Beginn der Kampagne 1973 (Dauer: 102 Tage)
1974 Umbau der Kalkung mit dem selben Trog auf System Brighel-M├╝ller in Eigenbau
1974 Einbau von Beutelfiltern als Ersatz f├╝r die Schlammpressen
1974 Einbau von Beutelfiltern und Drehfilter (zellenloser Trommelfilter, Hersteller: Maschinenfabrik Sangerhausen, Fl├Ąche = 20 m├Ż, Trommel-Durchmesser = 2600 mm) als Ersatz f├╝r die Schlammpressen
1974 Nutzung der B-Produkt-Zentrifuge. Hersteller: Maschinenfabrik Sangerhausen, Type KSZ 630, Nr. 3415 f├╝r C-Produkt
1974 Einbau von Horizontalkonuszentrifugen als B-Produkt-Zentrifugen. Hersteller: Maschinenfabrik Sangerhausen, Type FKn 1100
1974 Einbau der Getreidetrocknungsanlage, die bis zum Schlu├č vorhanden ist.
1974 Wegfall des Saugers durch Bau der Schnitzelbandbr├╝cke durch Fa. Jungk, Erfurt
1974 Das Spindelrohr der R├╝benschnecke bricht 1974 viermal
12.01.1974 Ende der Kampagne 1973/74
01.10.1974 Beginn der Kampagne 1974 (Dauer: 115 Tage)
1975 Einbau eines Steinf├Ąngers
1975 der VEB Feuerungsanlagenbau Erfurt liefert den F├Ârderer zum Steinf├Ąnger auf dem R├╝benlagerplatz
1975 Einbau eines Verdampfapparats (2. Stufe), Hersteller: Maschinenfabrik Sangerhausen, Nr. 3401, Saftraum-Volumen = 2390 l, Dampfraum-Volumen = 6040 l
1975 Lieferung der Kalkl├Âschtrommel, Hersteller: Chemieanlagenbau Sta├čfurt Nr. 43686 (1975), D = 1200 mm, l = 5000 mm, n = 3 U/min, Wandst├Ąrke = 10 mm; Getriebe: Getriebewerk Penig, Typ 10AO-250x63b, ├╝ = 1 : 63; Drehstrommotor: KMR 132 S 6, 5,5 kW, n = 960 U/min
01.01.1975 bis 25.09.1975 Neuanfertigung des Spindelrohrs der R├╝benschnecke durch Mafa Sangerhausen; Rohr 512 x 25 mm aus ├ťberbest├Ąnden von Kali und Steinsalz, Bernburg
24.01.1975 Ende der Kampagne 1974/75
25.09.1975 Probebetrieb mit neuem Spindelrohr der R├╝benschnecke von Mafa Sangerhausen: Welle schl├Ągt stark
25.09.1975 Beginn der Kampagne 1975 (Dauer: 105 Tage)
1976 Einbau eines Krautf├Ąngers (Hersteller: Maschinenfabrik Sangerhausen)
1976 M├Ąngelbeseitigungam neuen Spindelrohr der R├╝benschnecke durch Mafa Sangerhausen
07.01.1976 Ende der Kampagne 1975/76
25.09.1976 Beginn der Kampagne 1976 (Dauer: 92 Tage)
25.12.1976 Ende der Kampagne 1976
1977 Bau eines Fahrradschuppens
1977 Letzte Bahnanfuhr der R├╝ben
1978 Bau des 2. Bauabschnitts des R├╝benlagerplatzes auf der anderen Seite der Esperstedter Stra├če. Fl├Ąche: 50 x 95 m, f├╝r weitere 10.000 t R├╝ben
1978 um 1978: Umbau der 2 Schneidemaschinen mit Hilfsmotoren
1978 Lieferjahr der Messerbesto├čmaschine, Hersteller: Maschinenfabrik Sangerhausen, mit Absaugung
1978 Einbau eines Verdampfapparats (3. Stufe), Hersteller: Maschinenfabrik Sangerhausen, Nr. 3401, Saftraum-Volumen = 2390 l, Dampfraum-Volumen = 6040 l
1978 Die Aufrechterhaltung der Zuckererzeugung ist bis mindestens 1978 zu sichern (Beschlu├č nach Bildung des Zuckerkombinates "Unstrut-Helme" 1963).
1978 Nach Umstellung des ├Âffentlichen Energienetzes von 10 kV auf 20 kV wird ein weiterer Trafo 630 kVA installiert
1979-1980 Die Eisenbahnbr├╝cke wird 1979/80 gesperrt
1980 Einsatz der Bel├╝ftung auf dem R├╝benlagerplatz. Axialventilatoren, Hersteller: VEB Turbowerke Mei├čen, 2730 - 3900 m├╝/h, 7,5 kW
1980-1981 1980/81: Abri├č der Eisenbahn-Sp├╝labladung von 1951
1980 Es werden drei St├╝ck neue, programmgesteuerte Zentrifugen, 500 kg F├╝llung eingebaut
1981 Aufstellung einer Sackzun├Ąhmaschine, Hersteller: Maschinen- und Werkzeugbau Leipzig Nr. 1486 (1981) mit Zweifaden-Doppelkettenstich, 1400 Stiche/min, Stichl├Ąnge 6 12 mm, 800 - 1200 S├Ącke/h je nach Stichabstand, Bandgeschwindigkeit = 10,5 - 14 m/min
1981-1982 1981/82: Lieferung von Schnitzelpressen, Typ GH 2, Hersteller: Maschinenfabrik Sangerhausen, Siebmantel-D = 800 mm, Q = 500 t/d je Presse, Trockensubstanz = 21 %, Verh├Ąltnis Spindel-D : Spindelh├Âhe = 1 : 3,35, Antrieb: 30,4 kW, n = 4 U/min, 2 Umlaufr├Ądergetriebe + 1 nachgeschaltetes Stirnradgetriebe
1981 1981/82: Erneuerung der Gleisanlage
1981 um 1981: Verschrottung der Schnitzelpresse von 1939
1981 Erneuerung der Beleuchtungsanlage der Schnitzeltrocknung durch die PGH Wei├čensee
1982 Aufstellung einer Filtertuchwaschmaschine, Bauart Pullmann, Modell 11035, Hersteller: VEB Tisora, Karl-Marx-Stadt, f├╝r 102 kg Trockenw├Ąsche, Antrieb: 3 kW
1983 Generalumbau im Kesselhaus: Die drei Flammrohrkessel aus dem Jahre 1922 werden entfernt
1983 Generalumbau im Kesselhaus: Anstelle der drei Flammrohrkessel wird ein Flammrohrkessel 100 m├Ż Heizfl├Ąche, Betriebsdruck 15 bar mit mechanischer Vorfeuerung und einer Speisewasserbevorratungsanlage f├╝r den gesamten Kesselhausbetrieb installiert. Investition: 1,3 Mio Mark.
1983 Einbau eines Zweiflammrohrkessels, H= 130 m├Ż, Fabr.-Nr. 14781, Baujahr 1977, Hersteller: VEB Dampfkesselbau Dresden-Uebigau, p= 14 bar, Q= 6,6 t/h, Wasserinhalt 39 m├╝, Braunkohle-Vorfeuerung mit Schwingschubrost R= 7,26 m├Ż, Hersteller: VEB Feuerungsanlagen Erfurt-Bischleben
1984 Einbau einer Nachk├╝hlung, Hersteller: Maschinen- und M├╝hlenbau Wittenberg, h = 10 m, Antrieb: 2,2 kW
05.10.1984 Das Spindelrohr der R├╝benschnecke bircht in der Kampagne 1984/85
19.12.1984 Das Spindelrohr der R├╝benschnecke bircht in der Kampagne 1984/85 erneut
1985 Einbau eines H├Ąngelagers f├╝r das Spindelrohr der R├╝benschnecke
1986 Einbau eines R├╝benhubrades. Hersteller: Maschinenfabrik Sangerhausen, Durchmesser = 8000 mm, 50 Schaufeln, Schaufel-L├Ąnge / -Breite = 630 / 500 mm, Drehzahl = 2,2 U/min, Leitung = 1600 t/d bei 800 % Wasser, Antrieb: 30 kW
1986 Verschrottung des verschlissenen R├╝benhubrades
1986 Erneuerung der Br├╝denschornsteine der Schnitzeltrocknung mittels Hubschrauber
1987 Lieferung der 3. Schnitzelpresse, Typ GH 2/1, Hersteller: Maschinenfabrik Sangerhausen, Siebmantel-D = 800 mm, Q = 500 t/d (gleiche Bauart wie die 1981/82 gebauten)
1987 Verschrottung der Schnitzelpresse von 1957
1987 Die C-Maischen werden im Durchflu├čbetrieb gefahren
1988-1989 1988/89 Au├čerbetriebnahme des R├╝benschw├Ąnzef├Ąngers
1988 Einbau einer Sto├čschwingsiebmaschine, Hersteller: Chemieanlagenbau Sta├čfurt Nr. 54893 (1981), aus Zuckerfabrik Ro├čleben
29.08.1988 Um 11.30 Uhr t├Âdlicher Arbeitsunfall und Unfall mit K├Ârperschaden bei Reparatur des Wasserkastens am Kalkofenaufzug. Ursache: Unsachgem├Ą├če Sicherung des Aufzugskorbes gegen Herabst├╝rzen
1989 Verschrottung und Erneuerung der Gr├╝nfutterwaage von 1937
1989 Abbruch des Schornsteins um ca. 3,5 m
1989 Ein Notstromaggergat vom VEB Schwermaschinenbau "Karl Liebknecht", Magdeburg wird aufgestellt (Typ 6 NVD 26 A-2, Dauerleistung 220 KW bei 750 U/min wird aufgestellt.
01.01.1990 bis 31.12.1909 vmtl. von Vakuum-Maischen und 5 Zentrifugen unter den U-Maischen durch Maschinenfabrik Sangerhausen
1990 Die oberen 15 m des Schornsteins sollen erneuert werden (nicht realisiert)
26.09.1990 Beginn der letzten Kampagne
18.12.1990 Ende der letzten Kampagne. Die Tagesverarbeitung liegt im Durchschnitt bei 616 t (= 102,67 % Erf├╝llung). AnWei├čzucker werden 6.639 t erzeugt. Zuckerausbeute = 12,97 kg/dt R├╝be.
30.06.1991 Betriebsschlie├čung, Entlassung der Mitarbeiter
01.1994 Das Notstromaggregat vom VEB Schwermaschinenbau "Karl Liebknecht", Magdeburg wird im Januar zur Zuckerfabrik Delitzsch umgesetzt
Dez. 2012 Philipp Schl├╝ter, Direktor der S├╝dzucker AG, erh├Ąlt einen F├Ârdermittelbescheid aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm III des Bundes sowie vom Land Th├╝ringen in H├Âhe von 130.000 Euro, ├╝berreicht von Landeskonservator Holger Reinhardt.




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Rohzucker 1872 Gr├╝ndung 1922 1922 oder 1923: Umstellung auf Wei├čzucker  
technische Schauanlage der Zuckerherstellung 1992 erste F├╝hrungen finden statt 2001 die Mitarbeiter freuen sich ├╝ber Besucher!  
Wei├čzucker 1923 Umstellung auf Wei├čzucker 1990 Produktionseinstellung mit Kampagne 1990/91  




Betriebene Dampfmaschinen

Bezeichnung Bauzeit Hersteller
Dampfmaschine 1934 Richard Raupach Maschinenfabrik G├Ârlitz GmbH
Dampfpumpmaschine 1903 Maschinenfabrik Sangerhausen Aktiengesellschaft
Dampfpumpmaschine 1918 Maschinenfabrik Sangerhausen Aktiengesellschaft
Dampfpumpmaschine 1925 Braunschweigische Maschinenbauanstalt AG
Pumpdampfmaschine 1882 Maschinenfabrik Sangerhausen Aktiengesellschaft
Dampfmaschine 1915 Braunschweigische Maschinenbauanstalt AG
Dampfmaschine 1921 Braunschweigische Maschinenbauanstalt AG
Dampf-Kohlens├Ąurepumpe 21.03.1916 Maschinenfabrik Sangerhausen Aktiengesellschaft
Dampfkolbenpumpe 02.04.1906 Maschinenfabrik Sangerhausen Aktiengesellschaft
Dampf-Duplexpumpe 14.03.1913 Maschinenfabrik Sangerhausen Aktiengesellschaft
Dampfmaschine 1911 Braunschweigische Maschinenbauanstalt AG
Dampfmaschine vor 1903 unbekannt
Dampfpumpe vor 1903 unbekannt
Dampfpumpe 1883 Maschinenfabrik Sangerhausen Aktiengesellschaft
Dampfpumpe vmtl. 1903 Maschinenfabrik Sangerhausen Aktiengesellschaft
Dampfpumpmaschine   unbekannt




Personal

Zeit gesamt Arbeiter Angest. Lehrl. Kommentar
1900         1899/00: 4.600 t Rohzucker, 33.250 t R├╝ben; 525 t R├╝ben/d
1910         1909/10: 5.693 t Rohzucker, 33.036 t R├╝ben; 625 t R├╝ben/d
1911         1910/11: 6.680 t Rohzucker, 39.155 t R├╝ben; 625 t R├╝ben/d




Produktionszahlen

von bis Produkt im Jahr am Tag Einheit
1899   Zuckerr├╝ben 33250 525 t
1909   Zuckerr├╝ben 33036 625 t
1910   Zuckerr├╝ben 39155 625 t