Maschinenfabrik Augsburg-N├╝rnberg AG

Allgemeines

FirmennameMaschinenfabrik Augsburg-N├╝rnberg AG
OrtssitzAugsburg
Stra├čeStadtbachstr. 7
Postleitzahl86224
Art des UnternehmensMaschinenfabrik
AnmerkungenHier: Werk Augsburg (Sitz); unter "Augsburg": alle gemeinsamen Ereignisse beider Teilbetriebe abgelegt. Bis 1908 unter der Firma "Vereinigte Maschinenfabrik Augsburg und Maschinenbaugesellschaft N├╝rnberg" (s.d.). 2000: in mehrere Unternehmensbereiche (MAN B & W Diesel; MAN Roland; MAN Technologie; MAN Nutzfahrzeuge ...) aufgel├Âst. Sp├Ąter unter der Firma "MAN AG" mit Sitz in M├╝nchen, Ungererstra├če (dort um 2008 Neubau der Konzernzentrale).
Quellenangaben[Eisenbahnw d Gegenw (1911) II, 197] [Maschinenind (1939/40) 117] [Handbuch Akt.-Ges. (1943) 593]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1844 Sander verpachtet seinen Betrieb an Vater Carl Buz zusammen mit C. A. Reichenbach, die ab 1845 "C. Reichenbach'sche Maschinenfabrik" genannt wird; 44 Arbeiter. Sie schaffen damit die Grundlage der M.A.N.
1845 Erste Buchdruck-Schnellpresse
1857 Änderung der Rechtsform und des Firmennamens in Maschinenfabrik Augsburg Aktiengesellschaft, Augsburg
1873 Umbenennung Klett & Comp. in Maschinenbau Actiengesellschaft, N├╝rnberg; Umfirmierung der H├╝ttengewerkschaft und Handlung Jacobi, Haniel & Huyssen in Gutehoffnungsh├╝tte (GHH), Actienverein f├╝r Bergbau und H├╝ttenbetrieb, Oberhausen; Gr├╝ndung der Mechanischen Werkstatt von Johann Renk, Augsburg
1873 Erste deutsche Rotationsdruckmaschine f├╝r den Zeitungsdruck; erste K├Ąlteerzeugungs- maschine "System Linde"
17.02.1897 Die offiziellen Abnahmeversuche am Versuchs-Dieselmotor finden unter Aufsicht von Prof. Schr├Âter statt. Mit einem Gesamtgewicht von 4,5 Tonnen und einer Leistung von 20 PS hat dieser erste praxistaugliche Dieselmotor einen Wirkungsgrad von 26,2%. Er ├╝bertrifft damit die Dampfmaschinen mit ca. 12% Wirkungsgrad erheblich.
1898 Zusammenschluss der Augsburger und N├╝rnberger Firmen zur Vereinigten Maschinen- fabrik Augsburg und Maschinenbaugesellschaft N├╝rnberg A.-G., Augsburg
1898-1902 Bau der Wuppertaler Schwebebahn (vollst├Ąndige Inbetriebnahme am 27.06.1903)
21.04.1898 Emil Capitaines Argumentation im Patentprozess aufgrund der Klage von 1897 gegen Diesel, da├č "ihm Diesel lediglich mit der praktischen Verwirklichung zuvorgekommen sei, weil er, Capitaine, von niemanden die hierf├╝r ben├Âtigten finanziellen Mittel erhalten habe" wird am 21. April mit folgender Urteilsbegr├╝ndung abgewiesen: "Die Klage beruht zu einem Theil auf einer irrth├╝mlichen Auffassung der Bedeutung des angefochtenen Patents, zu anderen Theile auf einer zu weit gehenden Auslegung der kl├Ągerischen Patente (...). Abgesehen davon, dass die Arbeitsweise derartiger Maschinen eine von der durch das Patent gesch├╝tzten durchaus abweichende ist, ist an keiner Stelle der beiden Patentschriften etwas von hochgradiger Verdichtung reiner Luft und demn├Ąchstiger Einf├╝hrung von Brennstoff in dieselbe erw├Ąhnt. Alles, was in den beiden Patentschriften enthalten ist, steht dem Patent Nr. 67207 (Diesel) so fern, da├č von einer Beschreibung der durch dasselbe gesch├╝tzten Erfindung durch den Inhalt jener ├Ąlteren Patentschriften nicht die Rede sein kann (...)". Nach seiner Niederlage in diesem Prozess strengt Capitaine noch einen zweiten an, den er aber ebenfalls verliert. Schlie├člich versucht er die MAN damit unter Druck zu setzen, da├č er von einer Klage vor dem Reichsgericht Abstand nehmen w├╝rde, wenn das Unternehmen ihm eine Anzahlung von 30000 Mark und eine Umsatzbeteiligung von 6 % am Dieselmotorenverkauf zugestehen w├╝rde. Damit hat er den Bogen ├╝berspannt, denn nun droht ihm MAN ihrerseits mit einer Klage wegen versuchter Erpressung.
1900 Beginn des Dampfturbinenbaus
1903 Aufnahme des Lkw-Baus
1904 Das "Zoelly-Syndikat", ein bis 1923 (oder bis 1929?) bestehender Unternehmensverbund (Escher Wyss, MAN, ...), der die Produktion und Weiterentwicklung der vom Schweizer Ingenieur Heinrich Zoelly konstruierten Gleichdruckdampfturbine betreibt, wird geschaffen.
1908 Umbenennung aus "Vereinigte Maschinenfabrik Augsburg und Maschinenbaugesellschaft N├╝rnberg"
1911 Erste Bogenoffsetdruckmaschine "Roland"
01.04.1912 Die Abteilung Dampfmaschinenbau wird von Augsburg nach N├╝rnberg verlagert
1913 Friedrich M├╝nzinger promoviert an der TH Berlin mit dem Thema "Untersuchungen an einem 15perdigen Dieselmotor der Maschinenfabrik Augsburg-N├╝rnberg"
24.11.1913 Zuschlag f├╝r eine 10.000 kW-Dampfturbine f├╝r 310.000 Mark f├╝r das Kraftwerk Stuttgart-M├╝nster
1915 ├ťbernahme der Lastwagenwerke A. Saurer in Lindau. In Verbindung damit wird in N├╝rnberg der Lastwagenbau aufgenommen und zu diesem Zweck die neue Firma M. A. N. Lastwagenwerke Saurer mit einem Kapital von M 3.000.000,00 errichtet. Diese Firma wird sp├Ąter aufgel├Âst und wird als Abteilung des Werkes N├╝rnberg weitergef├╝hrt.
1920 Anschluss der M.A.N. an die GHH
1921 Aufnahme des Baues von Rollen-Offset-Maschinen
1921 Gr├╝ndung der Kohlenscheidungs-GmbH von der MAN und dem Stinnes-Konzern als Studiengesellschaft f├╝r die Entwicklung und den Bau der Steinkohlenschwelanlagen
1921-1922 Beteiligung an der L. A. Riedinger Maschinen- und Bronzewarenfabrik A.-G. in Augsburg
1921-1922 Verkauf der Werkst├Ątten in Duisburg.
1923 Erster Fahrzeug-Dieselmotor mit direkter Kraftstoff-Einspritzung
1923 Die Renk AG geh├Ârt zum MAN-Konzern
1923-1924 Mit dem 1923 gebauten Dieselmotor wird 1924 der erste Lastwagen angetrieben.
1923 Die MAN nimmt ihr Turbinenbauprogramm mit Ljungstr├Âm-Gegenlaufturbinen auf. Wegen der hohen relativen Drehzahl von 3 x 3000 U/min = 6000 U/min kann die Zahl der Schaufelringe verkleinert werden.
1924 erste Dieselmotoren mit Abgasturboaufladungaftstoff-Einspritzung
1924 Gr├╝ndung der Deggendorfer Werft und Eisenbau GmbH und Anschluss an die GHH
1925 Aufnahme des Baues von Tiefdruck-Rollenmaschinen
1926 MAN stellt einen Diesel-Lastwagen mit 150 PS vor.
1927 Es kommt zu einem Abkommen zwischen Linde einerseits und MAN und Maschinenfabrik Esslingen andererseits. Die gesamte Herstellung von K├Ąlteanlagen, die bisher MAN und Esslingen f├╝r sich getrennt vornahm, ist in der Maschinenfabrik Esslingen zusammengefa├čt, die nach dem Sysem Linde die Produktion von Gro├čk├Ąltemaschinen ├╝bernimmt
04.04.1927 Die Hauptversammlung vom 4. April 1927 beschlie├čt die Aufnahme der am 27. Oktober 1887 gegr├╝ndeten "L. A. Riedinger Maschinen- und Bronzewarenfabrik A.-G.", Augsburg durch Fusion. Der Umtausch der Aktien erfolgt im Verh├Ąltnis 1:1.
1930-1931 Die Maschinenfabrik Augsburg-N├╝rnberg Ltd. London, Vertriebsgesellschaft f├╝r Gro├čbritannien und Irland, wird aufgel├Âst.
1930 ├ťbernahme der in Den Haag/Niederlande gegr├╝ndeten Firma Ferrostaal durch die GHH
1931-1932 Gemeinsam mit der Gutehoffnungsh├╝tte, Oberhausen, beteiligte sich die Gesellschaft an der Schloemann A.-G., D├╝sseldorf.
1934 Beginn der Entwicklung von Abgas-Turboladern f├╝r Dieselmotoren
1934 Die erste MAN-Hochdruckanlage mit Ljungstr├Âm-Turbinen f├╝r das Kraftwerk der IG Farben in Leverkusen. Leistung 13.900 kW bei 124 bar und 500 ├ŞC.
1934 Die MAN liefert eine Hochdruckanlage mit Ljungstr├Âm-Turbinen f├╝r das Kraftwerk der Hibernia, Zeche Scholven mit 21.000 kW Leistung.
1934-1935 Beginn der Durchf├╝hrung gr├Â├čerer Neu- u. Ersatzinvestitionen, die in der Krisenzeit zur├╝ckgestellt worden sind.
1935 Einf├╝hrung des Papier-Rollensterns ... bei Rotationsdruckmaschinen
1936-1937 Erhebliche Verbesserung der Werksanlagen.
1937-1938 F├╝r Verbesserungen und Erweiterungen dnv Anlagen werden rund RM 7.8 Mill. aufgewendet.
1937-1938 Errichtung einer Wohnungshaugesellschaft mit einem Kapital von RM 250.000,00.
1938 Bestellung einer weiteren Ljungstr├Âm-Turbine von 30.000 kW f├╝r das Kraftwerk Stuttgart-M├╝nster
1938-1939 Verbesserung und Ausbau der Anlagen
1938-1939 Beteiligung an der ├ľsterreichischen Automobil-Fabriks A-.G., Wien
1938-1939 Erweiterung der Beteiligung an der Schloemann A.-G., D├╝sseldorf
1938-1939 Verkauf der Beteiligung an der Linde-Riedinger Maschinenfabrik A.-G., Wien
1938-1939 Verwertung des Restbesitzes an eigenen Aktien
18.12.1939 Mit R├╝cksicht auf die gro├če Umsatzsteigerung des Unternehmens Kapitalerh├Âhung um RM 10 Mill. laut au├čerordentlicher Hauptversammlung vom 18. Dezember 1939. Die neuen auf je nom. RM 1.000,00 lautenden, ab 1. Januar 1940 gewinnanteilberechtigten Aktien werden von einem Bankenkonsortium unter F├╝hrung der Deutschen Bank ├╝bernommen und den bisherigen Aktion├Ąren zum ├ťbernahmekurs von 122 % im Verh├Ąltnis 2 : 1 angeboten.
1940-1941 Verst├Ąrkung der Beteiligung an der ├ľsterreichischen Automobil-Fabriks-A.-G., Wien
1940-1941 Erwerb von Aktien der Gutehoffnungsh├╝tte Aktienverein f├╝r Bergbau und H├╝ttenbetrieb
1940-1941 K├╝ndigung der noch umlaufenden Genu├črechte.
1941-1942 Gr├╝ndung einer Tochtergesellschaft in Hamburg unter der Firma Motorenwerk Hamburg G. m. b. H.
01.03.1942 Die Tochtergesellschaft in Hamburg "Motorenwerk Hamburg G. m. b. H." ├╝bernimmt die Motorenwerke der Howaldtswerke A.-G., Hamburg, mit allen Forderungen und Verbindlichkeiten.
20.10.1942 Laut Aufsichtsratsbeschlu├č vom 20. Oktober 1942 Kapitalberichtigung gem├Ą├č DAV vom 12. Juni 1941 um 30% = RM 10.000.000,00 auf RM 40.000.000,00 durch Entnahme von RM 8.000.000,00 aus Sonderr├╝cklage, durch Zuschreibung, von RM 830.600,00 zu Beteiligungen und RM 1.169.400,00 aus sonstigen Posten des Rechnungsabschlusses.
03.12.1942 Laut Hauptversammlungsbeschlu├č vom 3 Dezember 1942 Erm├Ąchtigung des Vorstandes zur Erh├Âhung des Grundkapitals um bis zu RM 10.000.000,00, befristet bis 1. Dezember 1947.
1943 Bestellung einer weiteren Ljungstr├Âm-Turbine von 30.000 kW f├╝r das Kraftwerk Stuttgart-M├╝nster
1950 Erster hoch aufgeladener Dieselmotor, Wirkungsgrad 46 %
1950 Neuordnung der GHH  Ausgliederung der H├╝ttenwerke Oberhausen AG, der Bergbau AG Neue Hoffnung und von Haniel & Cie. sowie Namens├Ąnderung in Gutehoffnungsh├╝tte Aktienverein
1951 Erster Lkw mit Abgasturbolader-Dieselmotor
1952 erste Bogenoffsetmaschine ULTRAMAN
1952 Gr├Â├čte Strangpresse der Welt
1952 Aufnahme der Fertigung von R├Âhrenreaktoren f├╝r Chemie-Anlagen
07.07.1952 Das Warenzeichen "M.A.N" zusammen mit der Darstellung des Versuchs-Dieselmotors (1893 / 1897) wird als Warenzeichen eingetragen
1953 Die MAN beteiligt sich mit 51% an dem Kranbau-Unternehmen "Jul. Wolff & Co. GmbH" in Heilbronn.
1955 Er├Âffnung des M.A.N.-Lkw-Werks in M├╝nchen
1959 erste gefertigte Neutronenbeugungsanlage
1962 LITHOMAN, Rollenoffsetmaschine f├╝r Illustrationsdruck
1969 Spitzenleistung bei Zweitakt-Dieselmotoren von 5126 PS/Zyl
1970 Gr├Â├čtes Schiffsplanetengetriebe der Welt
1971 Beteiligung des Bereichs Neue Technologie am Raumfahrtprojekt "Tr├Ągerrakete Europa/ARIANE"
1972 ├ťbernahme der Automobilwerke AG B├╝ssing, Braunschweig
1973 Zusammenschluss der Schloemann AG und der Siemag Siegener Maschinenbau zur SMS Schloemann-Siemag AG, D├╝sseldorf
1974 gr├Â├čte Rotationsdruckmaschine Europas: 16-Rollen-Offset COLORMAN
1977 erstmals bei Viertakt-Dieselmotoren eine Zylinderleistung von 2200 PS erreicht
1977 Die MAN erh├Âht ihre Anteile an der "Jul. Wolff & Co." in Heilbronn auf 100 Prozent.
1979 Verschmelzung der Roland Offset- maschinenfabrik Faber & Schleicher mit dem ausgegliederten Augsburger M.A.N.-Druckmaschinenbau zur MAN Roland Druckmaschinen AG, Offenbach
1980 Erwerb der d├Ąnischen B&W Diesel A/S
1982 Erster Zweitakt-Gro├čdieselmotor mit einem Wirkungsgrad von ├╝ber 50 %
1984 Verselbstst├Ąndigung der noch nicht ausgegliederten M.A.N.-Unternehmensbereiche und Bildung eigener Gesellschaften
1986 Verschmelzung der M.A.N. auf die Gutehoffnungsh├╝tte Aktienverein AG zur MAN Aktiengesellschaft mit Sitzverlegung nach M├╝nchen (Neuordnung als "Vertragskonzern")
1986 Beginn der Entwicklung von Geh├Ąusen f├╝r die Festtreibstofftanks (Booster) der ARIANE-5-Tr├Ągerrakete
1987 Lieferung von neun Viertakt-Dieselmotoren f├╝r die "Queen Elizabeth II", der weltweit gr├Â├čte dieselelektrische Antrieb f├╝r ein ziviles Schiff
1988 Erwerb einer 50 %-igen Beteiligung am franz├Âsischen Dieselmotorenhersteller S.E.M.T. Pielstick (heute: 67 %)
1990 Erster Niederflur-Gelenkbus mit durchgehend niedrigem Wagenboden
1994 Der Maschinenbaukonzern profitiert von der wirtschaftlichen Erholung und von h├Âheren Exporten
1994 Zusammenschlu├č der F├Ârdertechnik-Aktivit├Ąten der MAN Gruppe mit der TAKRAF Lauchhammer GmbH zur MAN TAKRAF F├Ârdertechnik GmbH
1994 Verkauf der "Ecoair" (Zusammenschlu├č von Flottmann, Secair und Bauer) an die "Ingersoll Rand Company"
1995 Erste Pr├Ąsentation des Digitaldrucks auf der Druck-und-Papier-Messe drupa in D├╝sseldorf
01.07.1995 bis 30.06.1996 Das Personal wird im Gesch├Ąftsjahr 1995/96 um 660 Leute auf konzernweit 57813 Besch├Ąftigte aufgestockt.
01.07.1995 bis 30.06.1996 Der Jahres├╝berschu├č im Gesch├Ąftsjahr 1995/96 w├Ąchst um gut ein F├╝nftel auf 330 Millionen DM.
01.07.1995 bis 30.06.1996 Orderr├╝ckg├Ąnge im Gesch├Ąftsjahr 1995/96 im Inland auf 6,5 Milliarden DM werden durch hohe Auslandsauftr├Ąge von 14,2 Milliarden DM ausgeglichen.
01.07.1995 bis 30.06.1996 In den einzelnen Sparten kommen im Gesch├Ąftsjahr 1995/96 die Orders bei Nutzfahrzeugen und Druckmaschinen von 3 und 6 Prozent unter Druck.
1996 Ferdinand Graf v. Ballestrem wird Finanzvorstand der MAN AG
1997 Die neue GHH BORSIG Turbomaschinen (GBT), Oberhausen, nimmt nach ├ťbernahme der Borsig-Aktivit├Ąten den Betrieb auf
1997 Weltweit erster 10-stufiger Getriebekompressor
1997 Erste CSP-Anlage in Europa
1998 Umbenennung von GBT in MAN Turbomaschinen AG GHH BORSIG
1998 Aufnahme der Produktion im Buswerk Posen/Polen
1998 Lieferung des ersten Bauteils f├╝r den X-38-Raumgleiter
1998 Wahl des NL 263 zum Omnibus des Jahres
1998 Bau eines Super-Magneten f├╝r CERN
1999 MAN AG  Aktiensplit 1:10, Umstellung auf St├╝ckaktie
1999 ├ťbernahme der Mehrheit an der Mannesmann Demag Metallurgie und Gr├╝ndung der SMS Demag AG, D├╝sseldorf
1999 Erprobung von MAN-Bussen mit Wasserstoffantrieb am Flughafen M├╝nchen
1999 Erster Brennstoffzellenbus mit Fl├╝ssigwasserstoff f├╝r Linienbetrieb in der Erprobung
1999 Fritz Kreutzpointner wird auf MAN Europameister im Truck Race
2000 ├ťbernahme der Lkw-Hersteller Star Trucks in Polen und ERF in Gro├čbritannien
2000 Vertrag mit Auw├Ąrter zur ├ťbernahme von NEOPLAN-Bussen
2000 Das 1 000 000. MAN-Nutzfahrzeug l├Ąuft vom Band
2000 Vorstellung der neuen schweren Lkw-Baureihe "Trucknology® Generation" (TG-A)
2000 Vorstellung der ersten plattenlosen Digitaldruckmaschine "DICOweb" auf der drupa
09.06.2000 "ALSTOM Engines Ltd." wird durch "MAN B&W Diesel AG" in Augsburg erworben und wird zur "MAN B&W Diesel Ltd.". Paxman wird zur "MAN B&W Diesel Ltd, Paxman".
12.2000 ├ťbernahme von Sulzer Turbo in der Schweiz
2001 Umstellung des Gesch├Ąftsjahres auf das Kalenderjahr
2001 R├╝ckkauf eigener Vorzugsaktien
2001 Bildung der "NEOMAN"-Busgruppe und der Turbomaschinen-Gruppe "MAN TURBO"
2001 Auszeichnung "Truck of the Year" f├╝r neue Lkw-Baureihe TG-A
2003 MAN verkauft SMS-Beteiligung an Familie Weiss
Ende 2004 MAN zieht nach einer Einigung mit den Arbeitnehmern ├╝ber Mehrarbeit und flexiblere Arbeitszeiten das Vorhaben, die Sparte "Bogendruckmaschinen" auszugliedern, zur├╝ck.
2005 Amtsantritt des Vorstandschefs Hakan Samuelsson
2005 Ende der Amtszeit von Ferdinand Graf v. Ballestrem als Finanzvorstand der MAN AG
16.12.2005 "MAN B&W Diesel Ltd., Regulateurs Europa" werden von der MAN an die im Privatbesitz befindliche "Heinzmann GmbH Co. KG" in Sch├Ânau verkauft. Die "Regulateurs Europa Limited" in Colchester und ihre Schwestergesellschaft "Regulateurs Europa BV" in Roden (Niederlande) sind weiter unter dem Namen "Regulateurs Europa" t├Ątig, sind nun aber Mitglieder der Heinzmann-Gruppe.
2006 MAN tritt mit einem feindlichen ├ťbernahmeangebot f├╝r Scania in Konkurrenz zum Volkswagenwerk. VW kontert und erwirbt rund 15 Prozent an MAN
15.03.2006 Die MAN will sich vom Druckmaschinengesch├Ąft trennen. Die "MAN Roland" (Zentrale in Offenbach) soll in ein eigenes Unternehmen ausgegliedert werden. An diesen wird der Finanzkonzern Allianz 65 Prozent erwerben. Laut Absichtserkl├Ąrung von MAN und der Allianz-Beteiligungsgesellschaft "Allianz Capital Partners" (ACP) soll auf Sicht von vier bis f├╝nf Jahren die MAN-Roland an die B├Ârse gebracht werden. Diese Mitteilung kommt ├╝berraschend, da Vorstandschef Hakan Samuelsson die Drucksparte noch vor wenigen Wochen als Kerngesch├Ąft bezeichnet hatte.
01.09.2006 "MAN B&W Diesel Ltd." ├Ąndert ihren Namen in "MAN Diesel Ltd.".
09.03.2011 Das Volkswagenwerk stockt seinen Anteil an MAN auf ├╝ber 30 Prozent auf.
07.2011 Das Volkswagenwerk ├╝bernimmt 55,9 Prozent der Stimmrechte und 53,71 Prozent des Grundkapitals. Die Zustimmung der Europ├Ąischen Kommission steht noch aus. Die rund 3,4 Mrd. Euro f├╝r die knapp 36 Millionen angedienten Stammaktien sind f├╝r die gut gef├╝llte Kasse bei VW kein Problem.




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Brauerei-Einrichtungen 1970 Erste Erw├Ąhnung 1970 Letzte Erw├Ąhnung wurde 1970 anderen Unternehmensbereichen ├╝bertragen
Dampfmaschinen 1908 Erste Erw├Ąhnung 1912 Letzte Erw├Ąhnung 1908: Umfirmierung; 1912: 3162 Maschinen mit 560.000 PS geliefert
Dampftriebwagen 1905 Fahrzeugteil an Bayer. Staatsbahn     Nur der Fahrzeugteil; Antriebsanlage (mit Turgan-Kesseln) von Maffei. Davon 1925 vier St├╝ck zu ET 85 01-04 umgebaut
Dieselmotoren 1908 Erste Erw├Ąhnung 1940 Letzte Erw├Ąhnung 1908: Umfirmierung
Druckmaschinen 1908 Erste Erw├Ąhnung 1940 Letzte Erw├Ąhnung 1908: Umfirmierung
K├Ąltemaschinen 1908 Erste Erw├Ąhnung 1927 Letzte Erw├Ąhnung 1908: Umfirmierung; 1927: 3580 K├Ąltemaschinen geliefert
Kessel 1908 Erste Erw├Ąhnung 1970 Letzte Erw├Ąhnung 1908: Umfirmierung; wurde 1970 anderen Unternehmensbereichen ├╝bertragen
Wasserturbinen 1908 Erste Erw├Ąhnung 1913 Letzte Erw├Ąhnung 1908: Umfirmierung; 1913: 907 Wasserturbinen mit ca. 103.000 PS gebaut




Betriebene Dampfmaschinen

Bezeichnung Bauzeit Hersteller
Dampfmaschine 1901 Vereinigte Maschinenfabrik Augsburg und Maschinenbaugesellschaft N├╝rnberg
Dampfmaschine 1910 Maschinenfabrik Augsburg-N├╝rnberg AG




Personal

Zeit gesamt Arbeiter Angest. Lehrl. Kommentar
          57813 (konzernweit)
          61259




Firmen-Änderungen, Zusammenschüsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1908 Umbenennung zuvor Vereinigte Maschinenfabrik Augsburg und Maschinenbaugesellschaft N├╝rnberg "Vereinigte ..." --> MAN [s. Ereignis!]
1908 Nebenwerk danach Maschinenfabrik Augsburg-N├╝rnberg AG, Werk N├╝rnberg Werk N├╝rnberg Teil von MAN [s. Ereignis!]
1927 Anschlu├č (Namensverlust) zuvor L. A. Riedinger Maschinen- und Bronzewarenfabrik AG MAN + L. A. Riedinger = MAN [s. Ereignis!]
1 Nebenwerk danach MAN B & W Diesel AG f├╝r Diesel-Aktivit├Ąten [Handelsblatt, 15.11.1995]




Allgemeines

ZEIT1943
THEMAOrgane und Kapital der Gesellschaft
TEXTVorstand: Otto Meyer, Augsburg; Dr. Hans Wellhausen, N├╝rnberg; Dr. Johannes Rathje, N├╝rnberg; Richard Reinhardt, Mainz-Gustavsburg; Professor Dr.-Ing. Emil S├Ârensen, Augsburg, stellvertretend. Aufsichtsrat: Hermann Kellermann, Bergassessor a. D., Gen.-Dir., Oberhausen, Vorsitzer; Dr. Oskar Ritter von Petri, Geh. Kommerzienrat, N├╝rnberg, stellv. Vorsitzer; Ludwig Benedikt Freiherr v. Crarner-Klett, Hohenaschau; Dr. Otto Ge├čler, Reichsminister a.D., Lindenberg (Allg├Ąu); Dr. Franz Haniel, M├╝nchen; Dr. Karl Haniel, Landrat a. D., D├╝sseldorf; Dr. Ludwig Kastl, Geheimer Regierungsrat, M├╝nchen; Hans Rummel, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, Berlin; Carl Tabel, Fabrikbesitzer, Creu├čen (Oberfr.); Otto Wiskott, Rittergutsbesitzer, Gerdshagen (Mecklenburg). Abschlu├čpr├╝fer f├╝r das Gesch├Ąftsjahr 1942/43: S├╝ddeutsche Treuhand-Gesellschaft A.-G., N├╝rnberg. Gesch├Ąftsjahr: 1. Juli bis 30. Juni. Hauptversammlung (Stimmrecht): je nom. RM 200,00 Stammaktien l Stimme; je nom. RM 400,00 Stammaktien 2 Stimmen; je nom. RM 1.000,00 Stammaktien 5 Stimmen. Reingewinn-Verwendung: Die Hauptversammlung kann den Reingewinn ganz oder teilweise von der Verteilung ausschlie├čen, insbesondere kann sie weitere Abschreibungen, Wertberichtigungen, R├╝cklagen und R├╝ckstellungen sowie auch einen Gewinnvortrag auf neue Rechnung beschlie├čen. Bei einer Erh├Âhung des Grundkapitals kann f├╝r die neuen Aktien eine von den Vorschriften des ┬ž 53, Abs. 2 AG abweichende Art der Gewinnverteilung beschlossen werden. Grundkapital: nom. RM 40.000.000,00 Stammaktien in St├╝cken, zu RM 1.000,00, RM 400,00 und RM 200,00. Genehmigtes Kapital: Laut Hauptversammlungsbeschlu├č vom 3. Dezember 1942 RM l0.000.000,00, befristet bis 1. Dezember 1947. Gro├čaktion├Ąr: Gutehoffnungsh├╝tte Aktienverein f├╝r Bergbau und H├╝ttenbetrieb, N├╝rnberg (mehr als 60 %). Dividende ab 1925/26: 5, 0, 6, 6, 6, 0, 0, 0, 0, 4, 4, 6, 8*), 8*), 8, 8. 6%; *) davon 2 % an Anleihestock.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 593]


ZEIT1943
THEMAZweck und Gegenstand des Unternehmens
TEXTGegenstand des Unternehmens: Herstellung von Maschinen, Fahrzeugen, Eisenkonstruktionen, Bauten und technischen Einrichtungen aller Art, sowie ├╝berhaupt die Weiterverarbeitung von Metallen in jeder dem Vefbrauch angepa├čten Form, der Handel mit solchen Erzeugnissen, der Erwerb anderer Unternehmungen und die Beteiligung an anderen Unternehmungen. Die Gesellschaft ist zu allen Gesch├Ąften und Ma├čnahmen berechtigt, die zur Erreichung des Gesellschaftszweckes notwendig oder n├╝tzlich erscheinen, insbesondere zur Errichtung von Zweigniederlassungen sowie zum Abschlu├č von Interessengemeinschaftsvertr├Ągen und ├Ąhnlichen Vertr├Ągen. Erzeugnisse: Werk I: Dieselmotoren von 25 PS bis zu den h├Âchsten Leistungen, ortsfest, f├╝r Fahrzeug- und Schiffsantrieb, Druckmaschinen, W├Ąrmeaustauschger├Ąte, Steilsiederkessel, Ziehschleifmaschinen. Werk II: Dampfkessel, Dampfmaschinen, Dampfturbinen, Gro├čgasmaschinen und Gasgebl├Ąse, stehende Gasmaschinen, Gaserzeuger, Hebe- und Transporteinrichtungen der verschiedensten Art, Eisenbahnwagen, Stra├čenbahnwagen, Diesel-Lastkraftwagen, Kraftomnibusse, Werkstoffpr├╝fmaschinen, hydraulische Pre├čanlagen, Absaugungs-, Heizungs-, Trocknungs- und Klimaanlagen. Werk III: Stahlbr├╝cken und Stahlhochbauten aller Art, Industrie- und ├Âffentliche Bauten, wasserlose Gasbeh├Ąlter und Fl├╝ssigkeitsbeh├Ąlter, Eisenwasserbauten,, wie Wehranlagen aller Art, Schleusen- und Docktore, Schiffsaufschleppen, Schiffshebewerke, Schraubenpumpen und -Mischer, Drehscheiben, Schiebeb├╝hnen, B├╝hneneinrichtungen, Pre├č- und Schmiedeteile.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 593]


ZEIT1943
THEMABesitzverh├Ąltnisse
TEXTBesitz- und Betriebsbeschreibung: 1. Werk Augsburg (einschlie├člich vorm. L. A. Riedinger). Anlagen: Werkst├Ątten f├╝r den Bau von ortsfesten, Schiffs- und Fahrzeug-Dieselmotoren, Druckmaschinen, Bronzewaren. 2. Werk N├╝rnberg: Anlagen: Werkst├Ątten f├╝r den Bau von Dampf- und Gaskraftanlagen, Stra├čen- und Schienenfahrzeugen, Transportanlagen, Werkstoffpr├╝fmaschinen, hydraulischen Pre├čanlagen, Luftf├╝hrungsanlagen. 3. Werk Gustavsburg. Anlagen: Werkst├Ątten zur Herstellung von Stahlbr├╝cken, Stahlhochbauten, Wehr Schleusentoren, Gasbeh├Ąltern, Drehscheiben, Schiebeb├╝hnen, Pre├čteilen. 4. Landwirtschaftlicher Besitz: Gutshof N├╝rnberg Stadt): l 440300 qm; G├╝ter Gustavsburg: 810000 qm 5. Sonstiger Besitz: a) B├╝roh├Ąuser, b) Geb├Ąude f├╝r Lastwagen-Reparaturwerkst├Ątten. Beteiligungen (s.d.): 1. Schloemann A.-G., D├╝sseldorf, Beteiligung: 50 % = nom. RM l 000.000,00; 2. L. A. Riedinger, Bronzewarenfabrik G. m. b. H., Augsburg, Beteiligung: 100 %; 3. Ballgesellschaft Werderau m. b. H., N├╝rnberg, Beteiligung: ├╝ber 50%; 4. Ruthsspeicher-Gesellschait m. b. H., Berlin, Beteiligung: Zusammen mit SSW und AEG. 5. M. A. N.-Maschinenvertriebs-Gesellschaft m. b. H., N├╝rnberg, Beteiligung: 100%; 6. ├ľsterreichische Automobil-Fabriks A.-G., Wien, Beteiligung: Ueber 50%; 7. M. A. N.-Wohnungsbau G. m. b. H., Augsburg, Beteiligung: 100 %; 8. Motorenwerk Hamburg G. m. b. H., Hamburg, Beteiligung: 100%. Buchwert der Beteiligungen: RM 5.502.257,00. Buchwert der Wertpapiere: RM 5 384 650.75. Vertrag: Seit dem Jahre 1920 besteht eine enge Verbindung mit der Gutehoffnungsh├╝tte in Oberhausen.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 593]