Heinrich Lanz Aktiengesellschaft


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Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: Werbung fĂŒr Schiffsmaschinen mit Lentz-Ventilsteuerung Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: Lokomobil-Fabrik in der Schwetzingerstraße Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: Medaillen und Auszeichnungen Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: Medaillen und Auszeichnungen
Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: Patent-Dampf-Dreschgarnitur (1905) Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: Lanz-Patent-Dampf-Dreschgarnitur Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: Lanz-Lokomobile fĂŒr Strohheizung Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: Lanz, Mannheim: Wasserturm
Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: H. Lanz, Mannheim: Holzanlieferung Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: H. Lanz: Stammholz-Lagerplatz Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: H. Lanz, Mannheim: Holztrocknung Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: H. Lanz, Mannheim: Schreinerei
Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: H. Lanz, Mannheim: Holzbearbeitung Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: Stellmacherei des Dampfdreschmaschinenbaus Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: Montage der Dreschmaschinen-Gestelle Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: Blechperforieranstalt
Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: H. Lanz, Mannheim: SchmiedewerkstÀtten Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: H. Lanz, Mannheim: Dreherei Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: Einlaufstation der Dampfdreschmaschinen Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: H. Lanz: Schlosserei und Montage
Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: Montage der Dresch-Trommeln Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: Zwei (von vier) Montage-Reihen fĂŒr Dreschmaschinen Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: Montage der Strohpressen und Dampfdreschmaschinen Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: H. Lanz, Mannheim: Malerei
Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: Teil der Kesselschmiede Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: Kesselschmiede Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: Große Formpresse in der Kesselschmiede Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: Vernieten von Kesseln mit hydraulischen Maschinen
Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: Gießhallen mit Formmaschinen fĂŒr kleineren Guß Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: H. Lanz: Gießhallen Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: Armaturenfabrik des Lokomobilbaus Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: Automatische Werkzeugmaschinen des Lokomobilbaues
Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: H. Lanz, Mannheim: KreuzkopfwerkstÀtte Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: H. Lanz: Spezialdrehbank Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: H. Lanz: Zylinderdreherei Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: H. Lanz, Mannheim: Zylinderbohrmaschine
Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: Dreherei fĂŒr große Lokomobil-SchwungrĂ€der Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: Zylinderschlosserei Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: Zylinderschlosserei Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: Schlosserei fĂŒr Kurbelwellen zu Lokomobilen
Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: H. Lanz, Mannheim: Lokomobil-MontagewerkstĂ€tte Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: PrĂŒfung fertiger großer Lokomobilen Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: Malerei fĂŒr fahrbare Lokomobilen Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: Ausstellungshalle
Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: Versand der 10000. Dampfdreschmaschine (1905) Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: WerkstĂ€tte fĂŒr den Bau der Milchzentrifugen Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: Technisches BĂŒro Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: H. Lanz, Mannheim: KaufmĂ€nnisches BĂŒro
Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: Arbeitszimmer von Heinrich Lanz Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: Konferenzsaal Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: Landmaschinenfabrik Lindenhof Heinrich Lanz Aktiengesellschaft: H. Lanz, Mannheim: GedenkmĂŒnze 1887


Allgemeines

FirmennameHeinrich Lanz Aktiengesellschaft
OrtssitzMannheim
StraßeLindenhofstr. 53/57
Postleitzahl68163
Art des UnternehmensDreschmaschinen- u. Lokomobilen-Fabrik
AnmerkungenBis 1870: "J. P. Lanz & Co." (s.d.). Auch als "Maschinenfabrik Heinrich Lanz". Anfangs: Schwetzingerstadt. Um 1892: ZweiggeschĂ€fte in Breslau, Regensburg, Wien u. Paris; Besitzer: Heinrich G. Lanz; Prokuristen: Ludwig KĂŒhner u. Philipp Faul; Straßenangabe um diese Zeit: Z 9, 5 1/5 / 6. Um 1900: zweitgrĂ¶ĂŸter Dampfmaschinenhersteller der Welt und grĂ¶ĂŸte Landmaschinenfabrik des Kontinents; auch Filiale in Berlin, Friedrichstr. 186 mit der "SpecialitĂ€t: Lokomobilen fĂŒr Industrie und Landwirtschaft von 2 - 300 PferdekrĂ€ften". 1904 auch Filiale Leipzig, Löhrstr. 1. Um 1955: "Lanz-John Deere". Zweigfirmen: "Schwarzwaldwerke Lanz" u. "Lanz-Wery-MĂ€hmaschinenfabrik, ZweibrĂŒcken"
Quellenangaben[Maschinenindustrie (1939/40] 608] [Badische Gewerbezeitung 19 (1886) 345] [Industrie in Baden (1925) 83] [Mannheim, Kultur-...-Zentr. (1928) XLII] [Dt. StÀdte: Mannheim (1922)] [Stg Ztg 03.02.2005]
HinweiseLanz-Spezialist (Kunstgeschichte und Genealogie): Herr Möllmer. [TeichmĂŒller: Lehrgang der Schaltungsschemata elektr. Starkstrom-Anlagen (1909)]: Schaltung der Gleichstrom-Hauptzentrale und der Zentrale in der Kesselschmiede




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1829 Johann Peter Lanz grĂŒndet in Friedrichshafen am Bodensee eine Speditionsfirma unter dem Namen "J. P. Lanz & Co."
09.03.1838 Heinrich Lanz wird als Sohn des Spediteurs Johann Peter Lanz (1805-1891) und seiner Frau Luise Christiane als dritter von fĂŒnf Jungen in Friedrichshafen am Bodensee geboren. Er besucht die Volksschule und die Realschule in Biberach, macht eine Kaufmannslehre und arbeitet in einem Kolonialwarenladen in Mannheim, wo sein Vater 1842 ein HandelsgeschĂ€ft (ĂŒberwiegend Handel mit Guano) eröffnet hatte. Danach geht Heinrich eine Weile auf dei Handelsschule in Stuttgart und wandert bis nach Marseille.
1842 Johann Peter Lanz eröffnet wegen des anstehenden Hafenausbaus zunÀchst eine Zweigniederlassung in Mannheim
1847 Die bisherige Zweigniederlassung in Mannheim wird in den Hauptsitz der Firma "J. P. Lanz" verwandelt
1859 Heinrich Lanz tritt in die Firma seines Vaters ein und baut als "Unternehmen zur Verbreitung verbesserter landwirtschaftlicher Maschinen" den Handel mit Landmaschinen - vor allem aus England - aus.
1860 Lanz eröffnet eine Reparaturwerkstatt in der Schwetzinger Straße
1863 Verleihung einer Medaille an "Heinrich Lanz" in Gießen durch den Landwirtschaftlichen Verein
1863-1864 Erste Importe aus Amerika (McCormick-Maschinen)
1863-1864 Heinrich Lanz eröffnet seine erste Zweigniederlassung in Regensburg
1864 Verleihung einer goldenen Medaille "Dem Verdienste um die Landwirtschaft" an "Heinrich Lanz" in MĂŒnchen
1865 Erneute Verleihung einer goldenen Medaille "Dem Verdienste um die Landwirtschaft" an "Heinrich Lanz" in MĂŒnchen
09.03.1865 Heinrich Lanz heiratet die fĂŒnf Jahre jĂŒngere Julia Paul, Tochter eines WeinhĂ€ndlers
1866 Medaillenverleihung an "Heinrich Lanz" in Straßburg
1867 Beginn der Produkton eigener Maschinen und Ersatzteile. ZunÀchst werden Futterschneidemaschinen und Handdreschmaschinen gebaut
1869 Heinrich Lanz verkauft den ersten Dampfpflug "Fabrikat John Fowler" in SĂŒddeutschland.
1869 "Heinrich Lanz" erhĂ€lt die Große Verdienst-Medaille und das Ritterkreuz I. Klasse des Ordens von ZĂ€hringer Löwen
01.01.1870 Das bisher unter vĂ€terlicher Firma gefĂŒhrte GeschĂ€ft "J. P. Lanz & Cie." wird am 1. Januar als selbstĂ€ndige umfirmiert in "Heinrich Lanz"
1870 Die Firma Lanz beschÀftigt 58 Arbeiter.
1870 Die Firma Lanz ist das zweitgrĂ¶ĂŸte Unternehmen in Mannheim.
1871 Medaillenverleihung "Dem Fortschritte die Anerkennung" an "Heinrich Lanz" in Vöcklabruck durch den k.k. Landwirtschaftlichen Verein
1871 "Heinrich Lanz" erhÀlt zwei Silbermedaillen in Sion
1871 "Heinrich Lanz" erhÀlt eine Medaille auf dem Volksfest in Linz
1871 Auszeichnung von "Heinrich Lanz" durch eine Medaille in Klagenfurt "fĂŒr landwrthschaftliche Verdienste"
1871 Verleihung einer Medaille an "Heinrich Lanz" in DĂŒren
1871 Medaillen-Verleihung "Fortschritt und Verdienst" an "Heinrich Lanz" in Eger
1872 Verleihung einer Medaille I. Klasse "Dem Verdienste" an "Heinrich Lanz" in St. Veith
1872 Medaillen-Verleihung an "Heinrich Lanz" in Mödling
1872 "Heinrich Lanz" erhÀlt zwei silberne und bronzene Medaillen "Des Fleises [sic] Segen, der Arbeit Lohn" des Landwirtschaftlichen Kreisvereins auf der landwirtschaftlichen Ausstellung in Plauen
1873 Eine grĂ¶ĂŸere Erweiterung der Fabrikanlage, mit Errichtung einer Eisengießerei wird in Angriff genommen.
1873 Verleihung der Großen Silbernen Verdienstmedaille und Ehrendiplom an "Heinrich Lanz" in Weinfelden (Schweiz)
1873 Verleihung der Fortschritts-Medaille an "Heinrich Lanz" auf der Weltausstellung in Wien
1873 Verleihung einer Medaille an "Heinrich Lanz" in LĂŒttich
21.03.1873 Baubeginn (?) einer Dampfmaschine durch G. Kuhn, Stuttgart-Berg.
1874 Medaillenverleihung an "Heinrich Lanz" in St. Pölten
1874 Verleihung einer Goldmedaille an "Heinrich Lanz" auf dem Jaarmarkt van Willeboek
1874 Medaillenverleihung an "Heinrich Lanz" in Kronstadt
1874 Auf der "Inernationalen Landwirtschaftlichen Ausstellung" in Bremen-Horn erhÀlt "Heinrich Lanz" eine Medaille mit der Inschrift "Dem Verdienste", ferner eine Silbermedaille und einen Ehrenpreis
1874 Medaillen-Verleihung an "Heinrich Lanz" in Knittelfeld
1874 "Heinrich Lanz" erhÀlt bei der Ausstllung in Hasselt (Belgien) eine Medaille
1874 Medaillenverleihung an "Heinrich Lanz" in Warnsdorf
1875 Heinrich Lanz veröffentlicht seinen hundertsten Katalog.
1875 Der Betrieb zÀhlt 213 Mitarbeiter.
1875 Medaillenverleihung an "Heinrich Lanz" in Innsbruck
1875 Verleihung einer Medaille an "Heinrich Lanz" in Trier
1875 Auf der 4. Landwirtschaftlichen Provinzausstellung in Namur erhÀlt "Heinrich Lanz" eine Medaille
1875 Verleihung einer Medaille an "Heinrich Lanz" in Tongern (Belgien)
1875 "Heinrich Lanz" erhÀlt eine Ehrenmedaille auf der landwirtschaftlichen Ausstellung / Landwirtschaftlichen Versammung in Rom
1875 Verleihung einer goldenen Medaille an "Heinrich Lanz" auf der großen Ausstellung in Santiago
1875 Verleihung einer Medaille "FĂŒr landwirthschaftliche Leistungen" an "Heinrich Lanz" in Göttingen
1875 "Heinrich Lanz" erhÀlt eine Medaille auf der Ausstellung in Luxemburg
1876 Auszeichnung von "Heinrich Lanz" durch eine Medaille in Rouen
1876 "Heinrich Lanz" erhĂ€lt in Turin einen Ehrenpreis und eine Medaille fĂŒr seine Handdreschmaschine sowie seine Silbermedaille.
1876 Verleihung einer Medaille an "Heinrich Lanz" in Metz
1876 Verleihung einer silbernen Medaille an "Heinrich Lanz" in Saverdun
1876 Medaillen-Verleihung an "Heinrich Lanz" in Norrköping
1876 Medaillen-Verleihung an "Heinrich Lanz" in Freiburg
1876 "Heinrich Lanz" erhÀlt eine Medaille in Chablis (Burgund)
1877 "Heinrich Lanz" erhÀlt eine Medaille "Beloning for det Norske Landbrug" in Christiania
1877 Verleihung einer "Prisbelöning"-Medaille an "Heinrich Lanz" auf der landwirtschaftlichen Ausstellung in Lulea
1877 Verleihung einer Medaille "Agricultura Helvetica" an "Heinrich Lanz" in Fribourg
22.09.1877 bis 23.09.1877 "Heinrich Lanz" erhĂ€lt eine Medaille in Brumath (Unterelsaß) auf der Ausstellung am 22. und 23. September
1878 "Heinrich Lanz" erhĂ€lt eine Medaille fĂŒr "verdienstvolle Leistung" in Bonn
1879 Fabrikationsbeginn von Dreschmaschinen und Lokomobilen
1879 Heinrich Lanz nimmt den Bau von Lokomobilen und Dampfdreschmaschinen auf. Die Leistung der ersten betrÀgt 2 1/2 PS
1879 "Heinrich Lanz" erhÀlt eine Medaille von Sachsen-Coburg-Gotha "Dem Verdienste um die Landwirthschaft"
1879 Medaillen-Verleihung an "Heinrich Lanz" in Kaiserslautern
1880 Der Betrieb zÀhlt rund 400 Mitarbeiter.
1880 Die in den Lanz'schen Fabrikhallen gefertigten Dampfmaschinen und Lokomobile erreichen eine beachtliche Typenvielfalt.
1880 "Heinrich Lanz" erhĂ€lt eine Medaille in Riga (mit dem Portrait von Peter Heinrich von Blankenhagen, 1723-1794) von der Kaiserlich LivlĂ€ndischen GemeinnĂŒtzigen und Oeconomischen SocietĂ€t [muß "GemeinnĂŒtz.", statt "Gemeinde", auf dem Faksimile in der Quelle, heißen]; die Medaille wurde 1813 gestiftet.
1880 "Heinrich Lanz" erhÀlt eine Medaille auf der Landwirtschaftlichen Ausstellung in Mannheim.
1880 "Heinrich Lanz" erhÀlt eine Verdienstmedaille in Prag.
1880 Medaillenverleihung an "Heinrich Lanz" in Graz
1880 Verleihung einer Gold- und von zwei Silbermedaillen an "Heinrich Lanz" auf der Exposition Générale in Luxemburg
1880 Verleihung einer Medaille an "Heinrich Lanz" in Poitiers
1880 Auszeichnung von "Heinrich Lanz" durch eine Medaille "FĂŒr verdienstvolle Leistungen" auf der landwirtschaftlichen Ausstellung in Magdeburg
1881 Anwendung des Lanz-Alphabets "X, Z, F, G, E, H, L, M, K, O".
1881 "Heinrich Lanz" wird durch eine Medaille in Hannover fĂŒr landwirtschaftliche Leistungen ausgezeichnet.
1881 "Heinrich Lanz" wird in Krems durch eine Medaille auf der Landwirtschaftlichen Ausstellung ausgezeichnet.
1881 Medaillenverleihung mit der Inschrift "dem Verdienste" an "Heinrich Lanz" in Braunau
1881 Medaillenverleihung an "Heinrich Lanz" auf der International Exhibition in Melbourne: eine silberne Medaille mit der Inschrift "vitam excolvere per artes"
1881 Medaillenverleihung an "Heinrich Lanz" in Eggenburg
1881 Auf der Gewerbe- und Landwirtschaftlchen Ausstellung in Eger erhĂ€lt "Heinrich Lanz" ein Medaille "fĂŒr Fortschritte".
1881 Medaillenverleihung an "Heinrich Lanz" in Braunau
09.1881 Medaillenverleihung an "Heinrich Lanz" in Straßburg
1882 Verleihung einer Goldmedaille an "Heinrich Lanz" in Villepreux (Frankreich)
1882 "Heinrich Lanz" erhÀlt eine Medaille in Montcharville [Ort unbekannt, unsicher, ob Montharville gemeint ist]
1882 Die erste grĂ¶ĂŸere Lokomobile (50 PS) wird konstruiert
1883 Lanz ist mit einer Produktionsleistung von 100.000 die grĂ¶ĂŸte landwirtschaftliche Fabrik auf dem Kontinent
1883 "Heinrich Lanz" erhÀlt eine Medaille in Laibach
1883 "Heinrich Lanz" erhĂ€lt eine Vereinsmedaille "fĂŒr Verdienste" in Prerau
1883 Medaillenverleihung an "Heinrich Lanz" durch den Landwirtschaftlichen Verein in Znaim (Silbermedaillen)
1883 "Heinrich Lanz" erhÀlt eine goldene Ehren-Medaille in Linz
1883 Verleihung einer Goldmedaille mit dem Portrait des Agrarreformers Mathieu de Dombasle an "Heinrich Lanz" in Chateau-Salins
1884 Die erste Betriebskrankenkasse entsteht
1884 Es werden zwei Lokomobiltypen mit stehendem Dampfkessel und liegenden Querrohren der Marke A.P.C., sowie fĂŒnf Lokomobiltypen mit Lokomotiven-Kessel, Marke X, Z, F, E und L gebaut.
1884 "Heinrich Lanz" erhĂ€lt eine Medaille in Bruck (Österreich)
1884 "Heinrich Lanz" erhÀlt eine Medaille auf dem landwirtschaftlichen Wettbewerb in Rouen
1884 Medaillenverleihung an "Heinrich Lanz" in Norwegen
1884 Auf der Regionalausstellung in Budweis Medaillenverleihung an "Heinrich Lanz"
1884 "Heinrich Lanz" erhÀlt eine Medaille auf der Vierten Mastvieh-Ausstellung in Wien
1884 "Heinrich Lanz" erhÀlt einen Ehrenpreis mit Medaille der Landwirtschaftsgesellschaft in Wien
1885 Die 1 000. Dampf-Dreschmaschinen-Garnitur findet einen KĂ€ufer.
1885 Der Betrieb zÀhlt 659 Mitarbeiter.
1885 "Heinrich Lanz" wird durch eine Medaille auf der Regional-Ausstellung in Baden ausgezeichnet.
1885 "Heinrich Lanz" erhÀlt eine Silber-Medaille in Frankreich
1885 Auszeichnung von "Heinrich Lanz" auf der Landwirtschaftlichen Ausstellung in Esens durch eine Medaille "fĂŒr hervorragende Leistung".
1885 Medaillenverleihung "fĂŒr Landwirthschaftliche Leistungen" an "Heinrich Lanz" in Soest
1885 Medaillenverleihung durch das französische Landwirtschfts- und Handelsministerium an "Heinrich Lanz" bei Landwirtschafts-Wettbewerb in Lyon
1885 Verleihung einer Silbermedaille an "Heinrich Lanz" auf der Landesausstellung in Klagenfurt
1886 Medaillenverleihung an "Heinrich Lanz" in Stockholm (vmtl. auf einer landwirtschaftlichen Ausstellung)
1887 Heinrich Lanz stellt auf der DLG Wanderausstellung in Frankfurt eine Maschine vor, bei der er sich Gedanken um die Sicherheit Arbeiter macht. Die Maschine besitzt hölzerne Verkleidungen, die Verhindern sollen, daß beim Abspringen der Riemen in vollem Lauf jemand verletzt wird.
1887 "Heinrich Lanz" erhĂ€lt in Trondheim zwei große silberne Medaillen als erste Preise und eine kleine silberne Medaille
1887 Auszeichnung von "Heinrich Lanz" durch eine goldene Medaille in Wittmund
1887 "Heinrich Lanz" erhÀlt in Halle (Westf) einen ersten Preis mit Diplom
1887 Auf der Landwirtschaftlichen Landesausstellung fĂŒr das Königreich Sachsen in Bautzen erhĂ€lt "Heinrich Lanz" eine silberne Staatsmedaille - die einzige, welche fĂŒr die zahlreich ausgestellten Lokomobilen und Dampfdreschmaschinen vergeben wird.
1887 Verleihung von einer goldenen und einer silbernen Medaille an "Heinrich Lanz" fĂŒr Lokomobilen und Dampfdreschmaschinen in Luxemburg
1887 Die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft verleiht "Heinrich Lanz" auf der Ausstellung in Frankfurt a.M. die große silberne DenkmĂŒnze fĂŒr den Patent-Funkenlöscher an Lokomobilen
1888 Der Zukauf von GrundstĂŒcken in der Schwetzinger Vorstadt und im Gebiet Lindenhof wird notwendig.
1888 Heinrich Lanz bezieht eine Verbundlokomobile mit Lokomotivenkessel, und einem Hochdruck- und Niederdruckzylinder sowie einem liegenden Schieberkasten aus England, welche dann Anfang der 90er Jahre nachgebaut und verkauft wird.
1888 Auf dem Lindenhof wird eine Gießerei mit eigenem Gleisanschluß zum Mannheimer Personenbahnhof errichtet. Im ersten Jahr verarbeitet die Gießerei 5.000 t Eisen
1888 "Heinrich Lanz" erhÀlt in Ohligs (Rheinprov.) einen ersten Preis
1888 Goldene Medaille in Emden fĂŒr die Lokomobilen und Dampfdreschmaschinen von "Heinrich Lanz"
1888 Silberne Staatsmedaille in Freiburg (Hann.) fĂŒr "Heinrich Lanz"
1888 "Heinrich Lanz" erhÀlt in Stadthagen (Hann.) eine silberne Medaille
1888 Auszeichnugn von "Heinrich Lanz" mit einer silbernen Medaille, erster Preis in SaarbrĂŒcken
1889 Auf der Deutschen Allgemeinen Ausstellung fĂŒr UnfallverhĂŒtung in Berlin wird Herrn Heinrich Lanz als einzigem Landmaschinenhersteller, die "Königlich Preußische Staatsmedaille" fĂŒr gewerbliche Leistungen auf dem Gebiet der UnfallverhĂŒtung ĂŒberreicht.
1889 Heinrich Lanz gibt seiner Genugtuung Ausdruck, daß die auslĂ€ndische Konkurrenz endgĂŒltig aus dem Felde geschlagen sei.
1889 "Heinrich Lanz" erhĂ€lt in Coesfeld die Staatsmedaille fĂŒr Dampfdreschmaschinen
1889 Die Deutsche Landwirtschafts-Geselllschaft erkennt in Magdeburg bei "Heinrich Lanz" die "Neue Verbesserung, als neu und beachtenswert" an.
1889 In Ludwigslust wird "Heinrich Lanz" die einzige silberne Medaille fĂŒr Lokomobilen verliehen.
1889 Auszeichnung von "Heinrich Lanz" in Cannstatt mit der JubilĂ€ums-DenkmĂŒnze
1889 1889 verlassen 332 Lokomobilen das Werk
1890 Eine UnterstĂŒtzungskasse von 100.000 Mark zu Gunsten von langjĂ€hrigen Beamten und Meistern oder deren Familien im Falle von langer Krankheit oder Tod entsteht.
1890 Der Betrieb zĂ€hlt ĂŒber 1230 Arbeiter und Beamte (Angestellte).
1890 1890 wÀchst die Zahl der gebauten Lokomobilen auf 501
1891 Heinrich Lanz fĂŒhrt an seinen Dreschmaschinen den Strohbindeapparat System "Howard" ein.
1891 "Heinrich Lanz" erhĂ€lt in Nauen die Große goldene Medaille
1891 Verleihung der Großen goldenen Medaille an "Heinrich Lanz" in Pudewiz (Reg.-Bez. Posen)
1891 Auszeichnung von "Heinrich Lanz" mit der Silbernen Medaille als ersten Preis in Gotha
1891 "Heinrich Lanz" erhÀlt in Einbeck die silberne Medaille als ersten Preis
1891 Verleihung der großen bronzenen PreismĂŒnze auf der Ausstellung in Bremen an "Heinrich Lanz" fĂŒr sorgfĂ€ltige und weitgehende EinfĂŒhrung von Sicherheitsvorrichtungen (die einzige große bronzene PreismĂŒnze).
1891 1891 wÀchst die Zahl der gebauten Lokomobilen auf 552
1892 "Heinrich Lanz" erhĂ€lt ein Ehrendiplom in WĂŒrzburg fĂŒr hervorragende Leistungen
1892 Auszeichznung von "Heinrich Lanz" durch ein Ehrendiplom in Arolsen fĂŒr hervorragende Leistungen
1892 "Heinrich Lanz" erhÀlt die silberne Medaille in Falkenburg (Pomm.)
1892 In Culmsee (Westpr.) wird "Heinrich Lanz" mit der bronzenen Medaille ausgezeichnet.
1892 Verleihung eines Ehrendiploms an "Heinrich Lanz" in Neunkirch b. Schaffhausen
1892 "Heinrich Lanz" erhÀlt ein Ehrendiplom in Hanau
15.02.1892 Großfeuer in der Lanzschen Fabrik
30.06.1892 Erneutes Großfeuer in der Lanz'schen Fabrik
1893 Auszeichnung von "Heinrich Lanz" durch zwei goldene und eine silberne Medaillen in Arlon (Belgien)
1893 Verleihung der großen goldene Medaille an "Heinrich Lanz" in Metz
1894 Auf der Weltausstellung in Antwerpen gehen zwei Grands Prix an "Heinrich Lanz"
1894 "Heinrich Lanz" erhĂ€lt in Neustadt an der Haardt eine Medaille fĂŒr wirksame Schutzvorrichtungen.
1894 In WolfenbĂŒttel: Auszeichnung von "Heinrich Lanz" durch eine bronzene Medaille
1895 Die 5 000ste Lokomobile wird ausgeliefert.
1895 Lanz bringt eine neue Dampfdreschmaschine mit dreifacher Windreinigung und verstellbarem Sortierzylinder auf den Markt, die durch mehrere Patente geschĂŒtzt ist.
1895 Auszeichnung von "Heinrich Lanz" durch eine bronzene Medaille in Gießen
1895 "Heinrich Lanz" erhÀlt in Kreuznach die silberne Medaille
1895 Als einzige höchste Auszeichnung fĂŒr Lokomobilen und landwirtschaftliche Maschinen erhĂ€lt "Heinrich Lanz" Straßburg (Elsaß) eine Ehrendiplom mit goldener Medaille.
16.01.1895 Die Stadt Mannheim schreibt an die Maschinenfabrik Lanz, weil eine Lokomobile beschafft werden soll. Diese Lokomobile soll eine Centrifugalpumpe betreiben, "welche mit ca. 350 - 450 Touren lĂ€uft, bei ersterer Tourenzahl etwa 25 - 30, bei letzterer Tourenzahl etwa 40 - 45 effektive PferdestĂ€rken auf der Welle verbrauchen wĂŒrde". Lanz hat zu dieser Zeit bereits eine Unzahl von Lokomobilen hergestellt und legt seinem Angebot vom selben Monat eine Referenzenliste bei. Zwei andere Firmen geben auch noch Angebote dazu ab: die Maschinenfabrik Wolf aus Magdeburg-Buckau und die Maschinenfabrik Badenia aus Weinheim. Nach Vergleichen mit sechs verschiedenen Typen wird einer feststehenden Dampfmaschine der Fa. Lanz der Vorzug gegeben. Diese Dampfmaschine wird benötigt, um beim Bau der Kuhweide-Siele Wasser abzupumpen.
1896 Diplom fĂŒr eine Dampfdreschgarnitur an "Heinrich Lanz" in Achern
1896 Bei einer Spezial-Konkurrenz in Moskau wird "Heinrich Lanz" durch zwei Ehrendiplome geehrt, der höchsten Auszeichnung fĂŒr Lokomobilen und Dampfdreschmaschinen
1897 Herr Karl Lanz, der Sohn des GrĂŒnders tritt in den vĂ€terlichen Betrieb ein.
1897 Einrichtung einer Arbeitslosenkasse. Sie wird ausschließlich von der Firma unterhalten.
1897 "Heinrich Lanz" erhĂ€lt in Doblen (Kurland) den ersten Preis fĂŒr eine Dampfdreschgarnitur
1898 Inbetriebsetzung der neuen Fabrik fĂŒr den Bau von Dampf-Dreschmaschinen im Stadtteil Lindenhof. Sie ist fĂŒr eine Produktion von monatlich 50 - 60 Maschinen eingerichtet.
1898 GrĂŒndung einer Sparkasse fĂŒr Arbeiter. Die Einzahlunge werden in kleinsten BetrĂ€gen entgegengenommen und hoch verzinst.
1898 Die Dreschmaschinenabteilung wird auf den Lindenhof verlegt.
1898 Die 5000. Groß-Dreschmaschine wird fertiggestellt
1898 Auf der Kraft- und Arbeitsmaschinen-Ausstellung in MĂŒnchen erhĂ€lt "Heinrich Lanz" eine Preismedaille fĂŒr "vorzĂŒgliche Leistungen im Bau von Lokomobilen, insbesondere fĂŒr die Einrichtung zu AusnĂŒtzung von HolzabfĂ€llen als Brennmaterial".
1898 Die Kaiserliche Gesellschaft fĂŒr Landwirtschaft verleiht "Heinrich Lanz" in Moskau zwei goldene Medaillen
1898 Verleihung einer goldenen Medaille an "Heinrich Lanz" in Spanbroek (Holland)
1898 Diplom und erster Preis an "Heinrich Lanz" in Korbach (Waldeck)
09.03.1898 Heinrich Lanz stiftet zu seinem 60. Geburtstag die "Heinrich-und Julia-Lanz-Stiftung" zugunsten kranker und in Not gekommener Arbeiter
1899 Lanz nimmt den Bau von Strohpressen auf.
1899 Die "Heinrich-und Julia-Lanz-Stiftung" von 1.000.000 Mark zugunsten von verheirateten Arbeitern und deren Familien in FĂ€llen von langer Krankheit, notwendigen Kuren, Tod, Alters-Witwen- und Waisen-UnterstĂŒtzungen wird eingerichtet. (Stiftung vergl. 1898)
1899 Auf der Deutschen Allgemeinen Ausstellung fĂŒr UnfallverhĂŒtung in Berlin wird "Heinrich Lanz" die Königl. Preußische Staatsmedaille fĂŒr gewerbliche Leistungen verliehen - die einzige, welche fĂŒr ausgestellte Lokomobilen und landwirtschaftliche Maschinen zuerkannt wird.
1899 Auf der Landwirtschaftlichen Ausstellung in Hof (Bay.) erringt "Heinrich Lanz" den I. Preis, die große silberne Medaille.
1899 Das einzige Ehrendiplom als höchste Auszeichnung fĂŒr Dampfdreschgarnituren geht in Rom an "Heinrich Lanz" . (Englische Fabrikate erhalten die zweite Abstufung der Auszeichnungen, goldene Medaillen.)
1900 Beginn des Baues von Milchzentrifugen
1900 Lanz stellt auf der Pariser Weltausstellung die grĂ¶ĂŸte Lokomobile der Welt vor. Es ist die 10.000ste im Werk Mannheim gebaute Lokomobile mit einer Dauerleistung von 260 PS und einem Kesseldruck von 10 atĂŒ (bar). Die kurzzeitige Höchstleistung liegt bei 460 PS.
1900 Auf dem FabrikgelÀnde wird ein Wasserturm gebaut.
1900 Auf der IV. landwirtschaftlichen Jahresausstellung in Reval erhĂ€lt "Heinrich Lanz" den ersten Preis, die große silberne Medaille.
1900 Auf der landwirtschaftlichen Ausstellung in Winnitza (Rußland) ergeht das Ehrendiplom an "Heinrich Lanz"
1900 Auf der landwirtschaftlichen Ausstellung in Purmerend (Holland) erhÀlt "Heinrich Lanz" eine goldene Medaille
1900 Landwirtschaftliche Ausstellung in Coburg: "Heinrich Lanz" erhÀlt eine goldene Medaille
1900 Lanz, Mannheim, ist auf der Weltausstellung Paris VizeprÀsident der Klasse 19 der Internationalen Jury.
1901 Beginn der Fertigung von Strohaufbereitungsmaschinen
1901 Lanz nimmt die Herstellung von Kleedreschmaschinen auf.
1901 Ehrendiplom in Eutin fĂŒr eine Dampfdreschgarnitur und Strohpresse von "Heinrich Lanz"
1901 Der Landwirtschaftliche Verein fĂŒr Rheinpreußen spricht "Heinrich Lanz" in JĂŒlich eine lobende Anerkennung aus.
1901 Landwirtschaftliche Ausstellung in Hildburghausen: "Heinrich Lanz" erhĂ€lt die silberne Staatsmedaille fĂŒr eine Dampfdreschgarnitur.
1901 Diplom des ersten Preises an "Heinrich Lanz" in Namur (Belgien)
1901 1901 werden 945 Lokomobilen verkauft
1902 In den Lokomobilen wird das "Heißdampf-System" eingefĂŒhrt.
1902 Heinrich Lanz lernt bei einer Reise nach Amerika bzw. beim Besuch der Firma John Deere, den Sohn des 1886 verstorbenen FirmengrĂŒnders, Charles Deere, kennen.
1902 Diplom fĂŒr eine Dampfdreschgarnitur und Strohpresse an "Heinrich Lanz" in Lensahn (Holstein)
1902 "Heinrich Lanz" erhĂ€lt in Mons (Belgien) den einzigen und ersten Preis sowie die höchste PrĂ€mie fĂŒr eine Dampfdreschgarnitur und Strohpresse
1902 In Simbach (Inn) erhĂ€lt "Heinrich Lanz" die silberne Medaille fĂŒr eine Dampfdreschgarnitur.
1902 "Heinrich Lanz" wird in Dillingen (Saar) mit der silbernen Medaille als I. Preis fĂŒr eine Dampfdreschgarnitur ausgezeichnet.
1902 Die Goldene Medaille, die höchste Auszeichnung, der HollĂ€ndischen Landwirtschafts-Gesellschaft geht in Alkmaar an "Heinrich Lanz" fĂŒr eine Dampfdreschgarnitur und Strohpresse.
1902 In Avellino (Italien) erhĂ€lt "Heinrich Lanz" die Goldene Medaille fĂŒr eine Dampfdreschgarnitur und andere Auszeichnungen.
1902 Goldene Medaille fĂŒr Dampfdreschgarnitur und Strohpresse in Kaiserslautern an "Heinrich Lanz" .
1902 1902 werden 1116 Lokomobilen verkauft
1903 Auf der Wanderversammlung Bayerischer Landwirte in Schweinfurt erhÀlt "Heinrich Lanz" die goldene Medaille als höchste Auszeichnung.
1903 Tierschau in Eutin: "Heinrich Lanz" erhĂ€lt ein Diplom fĂŒr die ausgestellte Dampfdreschgarnitur und Presse.
1903 Auf der Landwirtschaftlichen Ausstellung in KĂŒstrin wird "Heinrich Lanz" mit der silbernen Medaille fĂŒr den neuen Patent-Selbsteinleger und die Gesamt-Ausstattung seiner Dreschmaschinen ausgezeichnet.
1903 Auf der Tierschau in Anklam erhĂ€lt "Heinrich Lanz" die silberne Medaille als höchste Auszeichnung fĂŒr die ausgestellte Dampfdreschgarnitzr mit Langstrohpresse
1903 Landwirtschaftliche Ausstellung BrĂŒgge: "Heinrich Lanz" erhĂ€lt den einzigen Grand Prix (höchste Auszeichnung) fĂŒr Lokomobilen und einen weiteren (höchste Auszeichnung) fĂŒr landwirtschaftliche Maschinen und Milch-Separatoren. Von der Jury werden sechs Diplome fĂŒr anerkannte Neuerungen auf dem Gebiete landwirtschaftlicher Maschinen verliehen.
1903 1903 werden 1240 Lokomobilen verkauft
1903 Aufgrund seiner EindrĂŒcke in Amerika will Lanz in seinem Werk u.a. Stechuhren einfĂŒhren. Das fĂŒhrt zu einem Streik, auf den Lanz mit Aussperrungen reagiert. Der badische Großherzog tritt als Schlichter auf. Der Streik geht dem "Unternehmenspatriarchen klassischer PrĂ€gung, der sich mit eigener Kraft aus den bescheidendstene AnfĂ€ngen heraufgearbeitet hatte" sehr nach
1903 "Heinrich Lanz" nimmt auf der Acker- und Gartenau-Ausstellung in Luxemburg den Ehrenpeis mit Kunstgegenstand in Bronze "La Victoire couronnant le travail" fĂŒr die schönste Gesantausstellung (höchster Ehrenpreis fĂŒr Maschinen), Diplom de Grand Prix mit goldener Medaille fĂŒr die schönste Gesamtausstellung von Dampfmaschinen und Lokomobilen (einzige Auszeichnung) entgegen. Ferner vier Ehrendiplome mit goldenen Medaillen: 1. fĂŒr Dampfdreschmaschinen (Klasse 4), 2. fĂŒr Hand- und Göpeldreschmaschnen (Klasse 4), 3. fĂŒr Göpel, Futterschneider, SchrotmĂŒhlen (Klasse 7 und 8) und 4. fĂŒr Milch-Zentrifugen (Klasse 3, Sektion 4)
1904 Die 10000. Groß-Dreschmaschine wird fertiggestellt
1904 Die Ende des 19. Jahrhunders neu gebaute Dreschmaschinenfabrik wird in den folgenden Jahren auf die doppelte Leistung (das sind 100 - 120 Einheiten) ausgebaut. Allein im Jahre 1904 kommen 29.517 qm WerkstattflÀchen hinzu.
1904 1904 werden 1349 Lokomobilen verkauft
1904 In Arlon (Belgien) erringt "Heinrich Lanz" zwei goldene Medaillen fĂŒr Lokomobilen und Dampfdreschmaschinen.
1904 Ehrendiplom fĂŒr "Heinrich Lanz" in Neustadt (Baden)
30.08.1904 bis 01.09.1904 Auf der Wanderausstellung der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft erhĂ€lt "Heinrich Lanz" in Danzig den ersten Preis (400 Mark) fĂŒr Patent-Selbsteinleger (Dreschmaschinen). Die PrĂŒfung fand vom 30. August bis 01. September auf dem Rittergut Klein-Wanzleben in Gegenwart von Gutsbesitzer Dr. Albert (MĂŒnchenhof), Direktor Giesecke (Klein-Wanzleben), Ökonomierat Schaper (Groß-Wanzleben), Oberamtmann Thiele (Salzdahlum) und Prof. Fischer (Berlin) statt. Der Einleger vermochte 101 dz Getreide zu verarbeiten und benötigte 1 PS im Leerlauf und 3 PS bei der Arbeit.
01.10.1904 Die 1897 gegrĂŒndete Arbeitslosenkasse besitzt ein Vermögen von 99.895,15 Mark
01.10.1904 Die Einlagen der Betriebssparkasse betragen 135.364,01 Mark
1905 Der Betrieb zÀhlt nahezu 3 000 Arbeiter und Beamte.
1905 Die Firma Lanz erwirbt das AusfĂŒhrungsrecht der Ventilsteuerung System "Lentz" mit dem Lentzschen Beharrungs-Flachregler fĂŒr Lokomobilen.
1905 Die Fabriken umfassen eine FlÀche von 435.416,64 qm (170,5 Morgen).
Anfang 1905 Seit dem Bestande der Fabriken wurden bisher 203.520 HĂ€ckselmaschinen und SchrotmĂŒhlen, 27.362 verschiedene Maschinen, 71.970 Göpel, 143.327 Göpel- und Handdreschmaschinen, 10.086 große Dampfdreschmaschinen, 1.715 Strohpressen und Strohheber (= 457.980 landwirtschaftliche Maschinen) produziert.
Anfang 1905 Zu Beginn des Jahres wird die 16.000ste Lokomobile fertiggestellt.
1905 1905 werden 1435 Lokomobilen verkauft
01.02.1905 Herr Dr. Karl Lanz, der Sohn des GrĂŒnders, ĂŒbernimmt das Unternehmen.
01.02.1905 Tod von Heinrich Lanz in Mannheim. - Ein Teil seines Vermögens geht in eine Stiftung, aus der das Heinrich-Lanz-Krankenhaus in Mannheim und die Heidelberger Akademie der Wissenschaften hervorgehen.
1906 Lanz baut eine Dampfdreschmaschine "Koloss" mit einem Trommeldurchmesser von 28 Zoll und 12 Schlagleisten, deren Betrieb 15 PS erfordert.
1906 Die Firma Lanz unterhĂ€lt Zweigniederlassungen in Berlin, Breslau, Königsberg, Köln, Leipzig, Regensburg, MĂŒnchen, Paris, Rostow, BrĂŒssel, London, Mailand, Wien und ZĂŒrich. [1905 waren nur Berlin, Breslau, Königsberg, Köln, Regensburg und Rostow angegeben.]
1906 1906 werden 1724 Lokomobilen verkauft
01.06.1906 bis 31.08.1906 Der letzte Teil des Unternehmens, die Lokomobilfabrik, siedelt auf den Lindenhof ĂŒber.
1907 Bau der 20000. Lokomobile
1907 Bau der 13000. Dampf-Dreschmaschine.
1907 1907 werden 1971 Lokomobilen verkauft
17.11.1907 Eröffnung des von Heinrich und Julia Lanz gestiftete Heinrich-Lanz-Krankenhauses in der Meerfeldstraße unter dem Protektorat der Großherzogin Luise
1908 Die 20.000. Lokomobile wird gebaut. Jahresproduktion: 1845 StĂŒck
1908 SchĂŒtte besucht zusammen mit dem oldenburgischen Großherzog Friedrich August die Deutsche Schiffbauausstellung, um sich ĂŒber eine geeignete Motorisierung der "Lensahn" zu informieren. Dort lernt er den Industriellen Karl Lanz kennen.
1909 50jĂ€hriges Bestehen: bisher wurden 600.00 landwirtschaftliche Maschinen und 25.000 Lokomobilen gebaut. Lokombilen-Produktion 1909: 2013 StĂŒck
1909 Das Unternehmen zÀhlt 4 000 BeschÀftigte.
1909 Die Firma wird in eine oHG umgewandelt. Mitinhaber sind sÀmtliche Mitglieder der Familien Lanz.
1909 Karl Lanz stiftet den ersten deutschen Piloten-Preis
22.04.1909 Karl Lanz schließt mit Johann SchĂŒtte einen Vertrag zur GrĂŒndung des "Luftschiffbau SchĂŒtte-Lanz" ab. In Mannheim-Rheinau wird die Werft errichtet.
22.05.1909 Julia Lanz und ihr Sohn Karl ĂŒbereignen der Heidelberger UniversitĂ€t 1 Million Mark zur GrĂŒndung der Akadmie der Wissenschaften
1910 Auf der Weltausstellung in BrĂŒssel wird die 25.000. Lokomobile (mit 1.000 PS die grĂ¶ĂŸte der Welt) ausgestellt. Die Firma stellt ferner im Bereich "landwirtschaftliche Maschinen) eine stationĂ€re Verbund-Lokomobile mit ausziehbarem Röhrenkessel und Lentz-Ventilsteuerung sowie zumindest zwei fahrbare Lokomobilen mit DreschsĂ€tzen aus.
1910 Beginn der Herstellung von Maschinen zur motorischen Bodenbearbeitung
1910 Das Unternehmen zĂ€hlt ĂŒber 4 200 Arbeiter und Angestellte, und die Fabriken erstrecken sich ĂŒber eine GrundflĂ€che von 410 000qm, wovon etwa 196 000qm ĂŒberbaut sind.
1910 Lokomobilen-Jahresproduktion: 2086 StĂŒck
1910 EnthĂŒllung des ĂŒberlebensgroßen Standbilds von Heinrich Lanz auf WerksgelĂ€nde im Stadtteil Lindenhof. Es stammt wie der Sarkophag und eine BĂŒste im Heinrich-Lanz-Krankenhaus von dem Berliner Bildhauer August Kraus.
1910-1912 Der Pariser Schloß-Architekt St. Ange schafft die monumentale Villa Lanz in der Oststadt mit seinen Initialen "KL". FĂŒr Direktorenwohnungen aufgestockt
03.03.1910 Julia Lanz wird als erster Frau ihrer Vaterstadt Mannheim das EhrenbĂŒrgerrecht verliehen
1911 Lanz erwirbt die AusfĂŒhrungsrechte der BodenfrĂ€se System "Köszegi". Aus dieser BodenfrĂ€se geht der Landbaumotor Lanz hervor.
1911 Lokomobilen-Jahresproduktion: 2259 StĂŒck
17.11.1911 Das Luftschiff SL1 startet.
30.11.1911 bis 01.02.1912 Der Landbau-Motor wird technisch ĂŒberarbeitet.
1912 Bau der 30000. Lokomobile. Im laufenden Jahr werden 2393 StĂŒck hergestellt
1912 Nach ungefĂ€hr 50 ProbeflĂŒgen wird das Luftschiff SL1 an die Heeresverwaltung verkauft.
1912 Der Landbaumotor System "Köszegi" geht in die Produktion.
1912 Die 20000. Groß-Dreschmaschine wird fertiggestellt
1914 Die Produktion des Landbaumotors wird eingestellt, und die Fertigung von Kriegszugmaschinen, Radschleppern und Kettenzugmaschinen wird aufgenommen.
1914 Der Betrieb zÀhlt 5 000 BeschÀftigte.
18.07.1914 bis 23.07.1914 Die erste große Vorstellung in der Öffentlichkeit erfĂ€hrt der Landbau-Motor Lanz auf der 27.DLG-Wanderausstellung in Hannover.
08.1914 Der Export kommt zum Erliegen; Einholung von HeeresauftrÀgen
1915 Ein kleines JubilÀum steht der Firma ins Haus. Lanz liefert eine komplette Dampf-Dreschgarnitur aus, bestehend aus der 35000. Lokomobile, der 22500. Dampfdreschmaschine und der 8500. Strohpresse.
1916 Den Herren Gießereidirektor A. DiefenthĂ€ler und Chemiker Dr. Karl Sipp ist es gelungen, einen hochwertigen Grauguß, den sogenannten Lanz-Perlitguß, zu entwickeln.
1916 Karl Lanz erwirbt die Aktienmehrheit der ZweibrĂŒckener Landmaschinenfabrik Wery AG.
20.09.1916 Dr. Ing. Fritz Huber beginnt im Unternehmen.
1917 Große Lieferungen an Ballenpressen gehen nach RumĂ€nien
1917 Als eine der ersten BBC-Gleichrichteranlagen wird eine bei Lanz aufgestellt
Anfang Nov. 1918 Kriegsende: bedeutende AuftrĂ€ge auf Dampf- und Motorzugmaschinen fĂŒr die Beförderung schwerer GeschĂŒtze
1918 Bisher wurden 22 Luftschiffe gebaut.
1918 Das Unternehmen zÀhlt 3 800 BeschÀftigte.
1919 GrĂŒndung der Schwarzwaldwerke Lanz KG in Mannheim als Tochtergesellschaft; die Separatorenabteilung geht bei der Muttergesellschaft ein.
1919 Fertigstellung der ersten wirklich als Schwerölmotor geeigneten Maschine
1919 Der verbesserte Landbau-Motor Lanz wird unter der Typenbezeichnung LC vorgestellt.
1919 Die steigende Bedeutung, die die Produktion von Milchzentrifugen bei der Firma Heinrich Lanz gewinnt ist Veranlassung, diesen GeschĂ€ftsbereich völlig abzutrennen. So werden die Schwarzwaldwerke Lanz gegrĂŒndet, die die gesamte Zentrifugenproduktion ĂŒbernimmt
1920-1922 Der Landbau-Motor Lanz wird mit der neuen Typenbezeichnung LD geliefert. FĂŒr den Einsatz im Moor steht der Landbau-Motor LDM mit entsprechender AusrĂŒstung zur VerfĂŒgung.
1921 Lanz stellt den unter Leitung von Fritz Huber gebauten ersten Rohölschlepper der Welt auf der DLG in Leipzig der Öffentlichkeit vor.
1921 Die ersten Traktoren des Typs FDM (Feld-Motor-Dienst) werden fertiggestellt.
18.08.1921 Der Sohn des GrĂŒnders, Herr Dr. Karl Lanz stirbt.
1922 Bisher wurden 40.000 Lokomobilen gebaut.
30.11.1922 Die Villa Karl Lanz in der Oststadt wird fĂŒr 53 Millionen Mark an die Reichspostverwaltung verkauft.
1923 Fertigstellung der 40000. Lokomobilen
1923 Der zweite Lanz Bulldog (HP-Bulldog) wird vorgestellt.
1923 Die Firma errichtet eine Lehrwerkstatt fĂŒr 70 Lehrlinge.
1923 Der HM Lanz Schwerölbulldog "Mops" kommt auf den Markt.
1924 Abschluß einer Interessensgemeinschaft mit der Firma R. Wolff AG in Magdeburg-Buckau
1924 Lanz schließt mit der Wolf AG in Magdeburg-Buckau einen Fabrikations-Trennungsvertrag.
1924 Jakob Baumann wird Betriebsratsvorsitzender bei Heinrich Lanz AG (bis 1933)
08.1924 Abschluß eines Interessenvertrags zwischen "R. Wolf Aktiengesellschaft" in Magdeburg und der "Heinrich Lanz Aktiengesellschaft" in Mannheim
1925-1926 Lanz fĂŒhrt das Fließband ein.
1925 Das Unternehmen zÀhlt 3 560 BeschÀftigte.
1925 Der 5 000ste Lanz Bulldog wird ausgeliefert.
1925 Lanz stellt den Lokomobilbau ein.
1925 Fertigstellung des 5000. Schwerölmotors
03.12.1925 Umwandlung in eine Aktiengesellschaft mit einem Grundkapital von RM 12.000.000,00. Die Gesellschaft geht hervor aus der im Jahre 1859 gegrĂŒndeten offenen Handelsgesellschaft "Heinrich Lanz". AnlĂ€ĂŸlich der GrĂŒndung wird die bisher von der offenen Handelsgesellschaft in Firma Heinrich Lanz, Mannheim, betriebene Maschinenfabrik mit GrundstĂŒcken zum Werte von RM 13.200.000,00 ĂŒbernommen.
03.12.1925 Umwandlung in eine Aktiengesellschaft mit einem Grundkapital von RM 12.000.000,00. Die Gesellschaft geht hervor aus der im Jahre 1859 gegrĂŒndeten offenen Handelsgesellschaft "Heinrich Lanz". AnlĂ€ĂŸlich der GrĂŒndung wird die bisher von der offenen Handelsgesellschaft in Firma Heinrich Lanz, Mannheim, betriebene Maschinenfabrik mit GrundstĂŒcken zum Werte von RM 13.200.000,00 ĂŒbernommen.
1926 Lanz stellt den 22/28 PS Großbulldog "HR 2" vor.
17.12.1926 Julia Lanz stirbt 86jÀhrig
1927 Auf der DLG-Schau in Breslau stellt Lanz als erste deutsche Firma eine Ballenpresse mit selbsttÀtiger automatischer Drahtbindung aus, die BLS 500.
1927 Die 35000. Groß-Dreschmaschine wird fertiggestellt
1927 Fertigstellung des 10000. Schwerölmotors
01.07.1927 Die seit 1924 mit der Firma "R. Wolf A.-G." in Magdeburg-Buckau (spĂ€ter: Maschinenfabrik Buckau-R. Wolf) bestehende Interessengemeinschaft wird auf Grund freundschaftlicher Vereinbarung mit Wirkung ab 1. Juli 1927 aufgelöst; lediglich die Bestimmung hinsichtlich Aufteilung des Fabrikationsprogramms bleibt weiterhin in Kraft. Auf Grund des Vertrages ĂŒber die Aufteilung des Fabrikationsprogramms ĂŒbernimmt die Gesellschaft den gesamten Dreschmaschinen- und Schlepperbau, die "R. Wolf A.-G." dagegen den gesamten Lokomobilen- und stationĂ€ren Motorenbau. Die bisherige Erzeugung gleichartiger Maschinen an getrennten ProduktionsstĂ€tten wird dadurch vermieden.
1928 Der Betrieb zĂ€hlt ĂŒber 5 200 BeschĂ€ftigte.
01.06.1928 bis 31.07.1928 Der KĂŒhler-Bulldog HR4 kommt auf den Markt.
1929 Die erste Dreschmaschine aus Stahl, der "Stahl-Lanz" wird vorgestellt.
1929 Der neue, unter den Typenbezeichnungen "HR 5" und "HR 6" vorgestellte Lanz Bulldog 15/30 (bzw. 22/38) setzt neue MaßstĂ€be im Mannheimer Schlepperbau.
1929 Die ersten LuftrĂ€der fĂŒr den 15/30-Bulldog werden angeboten.
01.06.1929 bis 31.07.1929 Der KĂŒhler-Bulldog HR5 wird angeboten und ersetzt damit den HR2 und den HR4.
1930 Der Betrieb zÀhlt etwa 4 000 BeschÀftigte.
1931 Die Firma Lanz bringt ihre erste Schwingkolbenpresse heraus.
1931 Die Heinrich Lanz AG in Mannheim erwirbt sĂ€mtliche Aktien der Lanz-Werke ZweibrĂŒcken, die durch Beteiligung an dem Erntemaschinenwerk Wery entstanden ist.
1931 Die Familie Lanz scheidet aus der Firma aus.
1931 Lanz baut als erster europÀischer Landmaschinenhersteller einen Hackfruchtschlepper.
1931 Das GeschÀftsjahr 1931 erbringt einen Verlust von RM 1.394.534,00.
04.1931 Die Gesellschaft ĂŒbernimmt mit Wirkung ab 1. Mai 1931 von der "Vereinigte Fabriken landwirtschaftlicher Maschinen vorm. Epple & Buxbaum", Augsburg, die teilweise Produktion und den gesamten Vertrieb der bisher von "Epple & Buxbaum" hergestellten Erzeugnisse.
04.1931 Die Gesellschaft ĂŒbernimmt mit Wirkung ab 1. Mai 1931 von der "Vereinigte Fabriken landwirtschaftlicher Maschinen vorm. Epple & Buxbaum", Augsburg, die teilweise Produktion und den gesamten Vertrieb der bisher von "Epple & Buxbaum" hergestellten Erzeugnisse.
1932 Die Zahl der BeschÀftigten liegt unter 2 500.
1932 Die Vereinbarung mit der "Maschinenfabrik Buckau R. Wolf A.-G." in Magdeburg, wonach die "Heinrich Lanz A.-G." an diese Firma fĂŒr die Aufhebung des Interessengemeinschaftsvertrages noch fĂŒr eine Reihe von Jahren bestimmte Zahlungen zu leisten hat, wird gegen einmalige Abfindung aufgehoben.
13.05.1932 Nach Übergang der AktienmajoritĂ€t auf eine der Bankverbindung (Deutsche Bank) nahestehende Gruppe beschließt die ordentliche Hauptversammlung vom 13. Mai 1932 Herabsetzung des Aktienkapitals durch Einziehung von RM 5.350.000,00 von AktionĂ€ren kostenlos zur VerfĂŒgung gestellten eigenen Aktien.
13.05.1932 Mit RĂŒcksicht auf die Notwendigkeit einer Unkostensenkung beschließt die Hauptversammlung eine Fusion mit der Tochtergesellschaft, der "Lanz-Wery MĂ€hmaschinenfabrik A.-G.", ZweibrĂŒcken. Da die "Heinrich Lanz-A.-G." von dem Reichsmark 1.000.000,00 betragenden Aktienkapital der "Lanz-Wery A.-G." bereits RM 300.000,00 besaß, ist zur Erwerbung der restlichen RM 700.000,00 (Umtausch 2 : 1) nur eine Erhöhung um RM 350.000,00 erforderlich.
1933 Die ersten Lanz-Kartoffelroder LK 20 werden verkauft.
01.01.1933 bis 01.03.1933 Die Fertigung der 12/20 PS starken HN-2-Bulldogs beginnt.
1934 Die erste Bulldog-Raupe wird vorgestellt.
1935 Herr Dr. Fritz Huber wird Konstruktionsleiter fĂŒr den gesamten Schlepperbau und somit zum Direktor ernannt.
01.01.1935 bis 31.03.1935 Die Fertigung der 20-PS-HN-3-Bulldogs beginnt.
1935 Dr.-Ing. Fritz Huber wird Direktor bei Lanz.
1936 Ein neuer Eil-Bulldog mit 55 PS und einer Geschwindigkeit von ĂŒber 50 km/h wird angeboten.
12.1936 Mit der Entwicklung des 20 PS starken HN-5-Bulldogs wird begonnen.
1937 Ausbau der Werke in Mannheim und ZweibrĂŒcken.
1938 Beginn neuer Motoren-Versuche. Ziel ist, aus einem Vierzylinder-Dieselmotor einen GlĂŒhkopfmotor zu bauen, um dem Bulldog einen ruhigen Lauf zu geben, ohne auf die bewĂ€hrten Vorteile verzichten zu mĂŒssen, und um Schlepper mit grĂ¶ĂŸeren Leistungen als 55 PS bauen zu können.
1938 Erwerb von ca. 95 % Aktien der "Hofherr-Schrantz-Clayton-Shuttleworth Landwirtschaftliche Maschinenfabrik A.-G." in Wien, sowie Abschluß eines Organvertrages mit der Firma.
1938 Erwerb von 33914 qm GelÀnde in Mannheim
1939 Eine neue Klee-Dreschmaschine, die "KL VI", wird von der Lanz AG vorgestellt.
1939 Auf der Ausstellung in Leipzig zeigt Lanz den 15 PS Allzweck-Bauern-Bulldog mit elektrischem Anlasser, verstellbarer Spurweite, den großdimensionierten AntriebsrĂ€dern und hydraulischem Kraftheber.
1939 Der Betrieb zÀhlt ca. 7 500 Mitarbeiter.
1939 Erwerb von GeschĂ€ftsgrundstĂŒcken fĂŒr die Zweigniederlassungen in Hannover und Köln
1939 Kauf von GrundstĂŒcken zur Abrundung des FabrikgelĂ€ndes
1939 Erwerb eines ParkgrundstĂŒcks.
09.05.1939 Laut außerordentlicher Hauptversammlung vom 9. Mai 1939 Kapitalerhöhung um RM 5 Mill. durch Ausgabe von 5000 StĂŒck Aktien ĂŒber je RM 1.000,00 mit Dividendenberechtigung ab 1939, von der Deutschen Bank mit der Verpflichtung ĂŒbernommen, sie den Inhabern der alten Aktien zum Bezuge anzubieten. Auf je nom. Reichsmark 7.000,00 alte Aktien können nom. RM 5.000,00 neue Aktien zu 144 % bis 14. Juni 1939 bezogen werden.
1940 Erwerb eines GeschĂ€ftsgrundstĂŒcks fĂŒr die Zweigniederlassung in Posen
1940 Erwerb eines unbebauten GrundstĂŒcks fĂŒr den spĂ€teren Bau eines BĂŒrogebĂ€udes fĂŒr die MĂŒnchener Zweigstelle.
07.02.1941 Durch Beschluß der außerordentlichen Hauptversammlung vom 7. Februar 1941 Kapitalerhöhung durch Ausgabe von RM 6.000.000,00 Inhaberaktien ĂŒber je RM 1.000,00 mit Gewinnberechtigung ab 1. Januar 1941; den AktionĂ€ren 2 : 1 zu 170 % zum Bezuge angeboten.
06.10.1941 Durch Beschluß des Aufsichtsrats vom 6. Oktober 1941 Kapitalberichtigung gemĂ€ĂŸ DAV vom 12. Juni 1941 um 100% = RM 18 Mill. auf RM 36 Mill. mit Wirkung zum 31. Dezember 1940 durch Entnahme von RM 4.200.000,00 aus der gesetzlichen RĂŒcklage, von RM 700.000,00 aus freien RĂŒcklagen von RM 10.485.311,14 aus Zuschreibung zum Anlagevermögen, von RM 2.614.688,86 aus sonstigen Bilanzposten.
1942 Der 100 000ste Bulldog wird ausgeliefert.
14.04.1942 Direktor Dr. Fritz Huber stirbt.
1943 Die Bulldog-Entwicklung wird gestoppt, da das 3.Reich Lanz zwingt seine alten Typen auf Holzgas umzustellen oder die Schlepperproduktion einzustellen.
1943 Die OEG befördert mittlerweile tĂ€glich Ostarbeiter zur Möhlstraße, um sie von dort zur Firma Heinrich Lanz zu bringen.
20.08.1943 Letzte ordentliche Hauptversammlung bis 1943/44
10.05.1945 90 Prozent aller GebÀude sind zerstört, mehr als die HÀlfte aller Maschinen unbrauchbar.
12.1945 Der Betrieb zÀhlt 3 570 BeschÀftigte.
1946 Es wird begonnen, eine neue Allzweck-Schlepper-Serie zu entwickeln, die zunÀchst aus zwei verschiedenen Schleppertypen besteht.
1950 Lanz baut einen 16 PS-Allzweck-Bauernbulldog.
1951 Der unter dem Namen "Alldog" bekannte GerÀtetrÀger wird erstmals auf der DLG-Austellung in Hamburg der Fachwelt vorgestellt.
1952 Der GlĂŒhkopfmotor wird durch den Mitteldruckmotor abgelöst.
1953 Die ersten, serienmĂ€ĂŸig gebauten, gezogenen MĂ€hdrescher von Lanz erscheinen, nachdem die Firma schon 1938 Prototypen entwickelt hat.
1953 Auf der DLG-Schau in Köln prÀsentiert Lanz den zapfwellengetriebenen FrontschnittmÀhdrescher MD 180.
1953 Die "Lanz-Iberica, SA" in Madrid wird gegrĂŒndet.
09.02.1953 Der 150 000ste in Mannheim gefertigte Lanz-Bulldog, ein D2206 mit 22 PS verlĂ€ĂŸt das Werk.
1954 Lanz bringt den selbstfahrenden MĂ€hdrescher MD 240 S auf den Markt.
1954 Die GlĂŒhkopfĂ€ra geht zu Ende.
1956 Mehrheitliche Übernahme durch John Deere
1960 John-Deere ĂŒbernimmt Lanz.
1967 Volle Übernahme durch John Deere
06.2011 In der börsennotierten "John-Deere-Lanz-Verwaltung AG" sollen die wenigen privaten AktionĂ€re durch den MehrheitsaktionĂ€r "Deere & Company" aus dem Unternehmen gedrĂ€ngt werden und fĂŒr ihre Aktien eine Barabfindung erhalten. Eine außerordentliche Hauptversammlung im Sommer soll den Squeeze-Out beschließen.




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Ballenpressen 1917 Lieferung nach RumĂ€nien 1940 Letzte ErwĂ€hnung  
Bulldoggs     1940 [Maschinenindustrie (1939/40] 608]  
Dampfdreschmaschinen 1879 Beginn 1925 [Industrie in Baden (1925) 83]  
Dampfkessel 1892 [Adressb Elektr.-Branche (1892)] 1905 [Mengebier (1905)]  
Dampfmaschinen          
Dampfzugmaschinen 1918 Lieferung fĂŒr GeschĂŒtz-Transport 1918 Lieferung fĂŒr GeschĂŒtz-Transport  
Futterschneidmaschinen 1870 Umfirmierung 1940 [Maschinenindustrie (1939/40] 608]  
Hand- und Göpeldreschmaschinen 1870 Umfirmierung 1940 Produktion unsicher  
Kartoffelerntemaschinen 1939 Erste ErwĂ€hnung 1940 Letzte ErwĂ€hnung  
landwirtschaftliche Maschinen 1870 Umfirmierung 1940 [Maschinenindustrie (1939/40] 608]  
Lokomobilen 1879 Beginn 1927 um 1927 an R. Wolf  
Milchzentrifugen 1900 Beginn 1919 geht bei der Mutterges. ein  
Motorzugmaschinen 1918 Lieferung fĂŒr GeschĂŒtz-Transport 1918 Lieferung fĂŒr GeschĂŒtz-Transport  
rotierende Hauenwerke 1919 Beginn um 1919 1919 Letzte ErwĂ€hnung  
Schiffsdampfmaschinen 1909 schon geliefert fĂŒr "Drache" und "Lensahn"     Heiß- und Sattdampfmaschine modernster Bauart fĂŒr Schrauben- und Raddampfer mit Ventilsteuerung System "Lentz". S.M.S. "Drache": 2 Maschinen mit 1850 PS; Jacht "Lensahn" mit 1300 PS. Empfiehlt Umbau auf Lentz-Maschinen
Schweröl-Motoren 1919 Beginn um 1919 1940 Letzte ErwĂ€hnung  
Strohbinder 1901 Beginn 1940 [Maschinenindustrie (1939/40] 608]  
Strohheber 1901 Beginn 1940 vmtl. noch  




Betriebene Dampfmaschinen

Bezeichnung Bauzeit Hersteller
Dampfmaschine 21.03.1873 Maschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgießerei von G. Kuhn
Lokomobilen vor 1901 Heinrich Lanz Aktiengesellschaft
Lokomobile   Heinrich Lanz Aktiengesellschaft
Lokomobilen vor 1910 Heinrich Lanz Aktiengesellschaft
Lokomobile vor 1910 Heinrich Lanz Aktiengesellschaft




Betriebsanlagen

Zeit Betr.-Teil FlÀche bebaut Gleis Whs Betr. in Kommentar
1922 Lindenhof 700000 72000       72.000 m2 fĂŒr Lokomobil-WerkstĂ€tten




Personal

Zeit gesamt Arbeiter Angest. Lehrl. Kommentar
1859 2       [Ill. Katalog der neuen Patent-Dampf-Dreschmaschinen No. 2100* (1905) 6]: auch 1860
1870 58       [Dt. StĂ€dte: Mannheim (1922)]: 63. [Wybrecht: Mannheimer Wirtschaft (1956) 69] und [Ill. Katalog der neuen Patent-Dampf-Dreschmaschinen No. 2100* (1905) 6]: 83
1875 213       [Ill. Katalog der neuen Patent-Dampf-Dreschmaschinen No. 2100* (1905) 6]
1878 289        
1879 319        
1880 398       auch: [Dt. StĂ€dte: Mannheim (1922)] u. [Wybrecht: Mannheimer Wirtschaft (1956) 69]
1881 548        
1882 610        
1883 800       [Wybrecht: Mannheimer Wirtschaft (1956) 69]: 668 Arbeiter
1884 572        
1885 659       [Ill. Katalog der neuen Patent-Dampf-Dreschmaschinen No. 2100* (1905) 6]
1886 605        
1887 756        
1888 851        
1889 1002        
1890 1234       auch: [Dt. StĂ€dte: Mannheim (1922)] u. [Wybrecht: Mannheimer Wirtschaft (1956) 69]
1891 1508        
1892 1625        
1893 1127        
1894 976        
1895 1237        
1896 1333        
1897 1745        
1898 2426        
1899 3197        
1900 2000       [Wybrecht: Mannheimer Wirtschaft (1956) 69]: 2883 Arbeiter
1901 2040       [Ill. Katalog der neuen Patent-Dampf-Dreschmaschinen No. 2100* (1905) 6] und [Wybrecht: Mannheimer Wirtschaft (1956) 69]: 1040 Arbeiter.
1902 1966        
1903 2235       [Ill. Katalog der neuen Patent-Dampf-Dreschmaschinen No. 2100* (1905) 6]
1904 2971 2630 341   [Wybrecht: Mannheimer Wirtschaft (1956) 69]: 2571: [Ill. Katalog der neuen Patent-Dampf-Dreschmaschinen No. 2100* (1905) 6]: 2630 Arbeiter (vmtl. im MĂ€rz)
1905 3000       [Wybrecht: Mannheimer Wirtschaft (1956) 69]: 2828 Arbeiter
1906 3153        
1907 3723        
1908 3692        
1909 4000       [Wybrecht: Mannheimer Wirtschaft (1956) 69]: 3655 Arbeiter
1910 4200       [Dt. StĂ€dte: Mannheim (1922)]: 4000
1912 5000        
1918 3800        
1920 6000        
1925 3560        
1927 4000        
1933 3534        
1934 4263        
1935 5548        
1936 6772        
1937 8171        
1938 10478        




Firmen-Änderungen, ZusammenschĂŒsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1870 Umbenennung zuvor J. P. Lanz & Cie. I. P. Lanz --> H. Lanz [Industrie in Baden (1925) 83]
1960 Umbenennung danach John Deere Werke Mannheim Seit 1956 mehrheitlich, seit 1967 voll ĂŒbernommen




Allgemeines

ZEIT1943
THEMAOrgane und Kapital der Gesellschaft
TEXTVorstand: Eduard Max Hofweber, Mannheim, Vorsitzer; Dr.-Ing. Franz Ehlers, Mannheim, stellv. Vorsitzer; August Haßler, Mannheim; Dr. Ludolf Schwenkow, Berlin; Oskar Schlegel, Mannheim, stellv. Aufsichtsrat: Dr. jur. Karl Ernst Sippell, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, Berlin, Vorsitzer; Max H. Schmid, Vorsitzer des Vorstandes der Zellstofffabrik Waldhof A.-G., Berlin, stellv. Vorsitzer; Dipl.-Ing. Dr.-Ing. e. h. Ernst Röchling, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Röchling'sche Eisen- und Stahlwerke G. m. b. H. in Völklingen-Saar, Paris, stellv. Vorsitzer; Rudolf Besemfeider, Direktor der SĂŒddeutschen Zucker A.-G., Heidelberg; Philipp Frank, Direktor der Deutschen Bank Filiale Mannheim, Mannheim; Dr. Carl Jahr, Kommerzienrat, Mannheim; Direktor Dr. jur. Wilhelm Kleinherne, Vorsitzer des Vorstandes der Maschinenfabrik Buckau-R. Wolf A.-G., Magdeburg; Dr. Hermann Röchling, Kommerzienrat, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Röchling'sche Eisen- und Stahlwerke G. m. b. H., Völklingen-Saar; Wilhelm Werhahn, i. Fa. Wilhelm Werhahn, Neuß (Rhein). AbschlußprĂŒfer fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 1943: Rheinische Treuhand-Gesellschaft A.-G., Mannheim. GeschĂ€ftsjahr: 1. Januar bis 31. Dezember. Hauptversammlung (Stimmrecht): je nom.RM 1.000,00 Aktie 1 Stimme. Reingewinn-Verwendung: Der Reingewinn, der sich nach Vornahme von Abschreibungen, Wertberichtigungen, RĂŒckstellungen und RĂŒcklagen - einschließlich der Einstellung in die gesetzliche RĂŒcklage und des Gewinnvortrags auf neue Rechnung - ergibt, wird wie folgt verteilt: a) zunĂ€chst werden auf die Aktien bis zu 4 % als Gewinnanteil ausgeschĂŒttet; b) sodann erhĂ€lt der Aufsichtsrat den ihm satzungsgemĂ€ĂŸ zustehenden Anteil am Jahresgewinn; c) der Rest wird an die AktionĂ€re verteilt, soweit die Hauptversammlung keine andere Verwendung bestimmt. Grundkapital: nom. RM 36.000.000,00 Stammaktien in 36 000 StĂŒcken zu je RM 1.000,00 (Nr. 1-36 000).
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 4881]


ZEIT1943
THEMAZweck und Gegenstand des Unternehmens
TEXTGegenstand des Unternehmens: Betrieb einer Maschinenfabrik sowie von Fabriken und Unternehmungen jeder Art im Gebiete der Maschinenfabrikation. Innerhalb dieser Grenzen ist die Gesellschaft zu GeschĂ€ften - jeglicher Art befugt, insbesondere auch zum Erwerb und zur VerĂ€ußerung von GrundstĂŒcken, zur Beteiligung an fremden Unternehmungen gleicher oder verwandter Art, sowie zur Errichtung von Zweigniederlassungen an allen Orten des In- und Auslandes. Überhaupt ist die Gesellschaft berechtigt, alle Maßnahmen zu ergreifen, die zur Förderung des Gesellschaftszweckes notwendig oder nĂŒtzlich erscheinen. Insbesondere darf sie auch InteressengemeinschaftsvertrĂ€ge mit solchen Firmen schließen, die Maschinenfabrikation betreiben. Erzeugnisse: Herstellung von Rohölschleppern, genannt "Bulldog", ferner von Dreschmaschinen, Strohpressen, Erntemaschinen, insbesondere GrasmĂ€hern, Schlepperbindern und Pferdebindern, GetreidemĂ€hern, Heurechen, Heuwendern und Kartoffelerntemaschinen. Zweigniederlassungen: Die Gesellschaft unterhĂ€lt Niederlassungen in Berlin, Breslau, Hannover, Köln, Königsberg (Pr), Magdeburg, MĂŒnchen, Wien und Posen.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 4881]


ZEIT1943
THEMABesitzverhÀltnisse
TEXTBesitz- und Betriebsbeschreibung: 1. Werk Mannheim. Anlagen: Gießerei, in welcher der gesamte Grauguß fĂŒr das Werk in mehreren Kupolöfen erschmolzen wird. Als Besonderheit wird der hochwertige Lanz-Perlitguß erzeugt, der fĂŒr alle dem Verschleiß ausgesetzten Teile sĂ€mtlicher Erzeugnisse verwendet wird. FĂŒr die Bereitstellung des Formsandes steht eine neuzeitlich eingerichtete Sandaufbereitung zur VerfĂŒgung und fĂŒr die Erstellung der Formen eine große Anzahl nach den neuesten Erkenntnissen der Formtechnik arbeitender Formmaschinen; Schmiede, u. a. mit DoppelgesenkhĂ€mmern, FreifallhĂ€mmern, hydraulischen Pressen, Schmiedemaschinen, und elektrischen Widerstandsschweißmaschinen nebst den entsprechenden Öfen fĂŒr die Herstellung sĂ€mtlicher SchmiedestĂŒcke aus einfachen und hochwertigen StĂ€hlen; Klempnerei, in der WerkstĂŒcke aus Feinblech, wie Siebe fĂŒr Dreschmaschinen, Blechverkleidungen und Einbauteile fĂŒr sĂ€mtliche Maschinen gefertigt werden, wofĂŒr neuzeitliche maschinelle Einrichtungen fĂŒr die spanlose Formgebung zur VerfĂŒgung stehen; Blechschmiede und ein Stahlgestellbau, wo aus Mittel- und Grobblechen sowie aus FormstĂ€hlen verschiedenartiger Querschnitte sĂ€mtliche FahrrĂ€der, Fahrgestelle und Aufbauten fĂŒr die Schlepper, Dreschmaschinen, Strohpressen und Kartoffelerntemaschinen nach neuzeitlichen Fertigungsverfahren gebaut werden; Holzzubereitung, in welcher die bezogenen Rohhölzer geschnitten und zugerichtet werden fĂŒr die Weiterverarbeitung zu Holzteilen fĂŒr die Dreschmaschinen; Holzbearbeitung und eine Holzgestellmacherei, in der die Weiterverarbeitung und Fertigstellung der Holzteile erfolgt; ausgedehnte WerkstĂ€tten fĂŒr die mechanische Bearbeitung, wofĂŒr ein umfangreicher Park an Ein- und Mehrzweckwerkzeugmaschinen vorhanden ist; Werkstatt fĂŒr die Zahnradfertigung, in der auf neuzeitlichen Verzahnungsmaschinen sĂ€mtliche ZahnrĂ€der und Getriebeteile fĂŒr die Schlepper hergestellt werden. Dieser Abteilung ist ferner eine umfangreiche WĂ€rmebehandlungsanlage angeschlossen, die es ermöglicht, sĂ€mtliche GlĂŒh-, HĂ€rte- und VergĂŒtungsprozesse zur Steigerung der WerkstoffgĂŒte durchzufĂŒhren; Gruppen- und ZusammenbauwerkstĂ€tten, wo die Einzelteile zu Gruppen und schließlich zum fertigen Erzeugnis zusammengesetzt werden, unter weitgehender Verwendung der Fließarbeit; Lackiererei, um die fertigen Maschinen mit dem letzten Anstrich zu versehen; außerdem ausgedehnte Lager- und Versandhallen mit entsprechenden Verladeanlagen fĂŒr fertige Maschinen und Ersatzteile. FĂŒr die Fertigung im Werk Mannheim steht eine große Anzahl Werkzeugmaschinen zur VerfĂŒgung. Zur Beförderung der GĂŒter innerhalb des Werkes dient ein Werkseisenbahnbetrieb, ferner eine Anzahl Lastwagen, Schlepper und Elektrokarren. 2. Werk ZweibrĂŒcken (s.d.). Patente: Die Gesellschaft besitzt fĂŒr ihre Fabrikate im In- und Ausland rund 453 Schutzrechte sowie 41 geschĂŒtzte Warenzeichen. Ferner laufen zur Zeit im In- und Auslande nach 399 Schutzrechts-Anmeldungen. Die Laufzeit der Schutzrechte betrĂ€gt durchschnittlich acht Jahre. FĂŒr den Vertrieb ihrer Erzeugnisse steht der Gesellschaft eine umfangreiche Verkaufsorganisation und Kundendiensteinrichtung im In- und Ausland zur VerfĂŒgung.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 4881]


ZEIT1943
THEMABeteiligung an folgenden Unternehmens
TEXTBeteiligungen: Hofherr-Schrantz Landwirtschaftliche Maschinenfabrik A.-G. (s.d.), Wien, Beteiligung: 99,61 % und Organvertrag; Flugwerke Saarpfalz G. m. b. H. (s.d.), Speyer, Beteiligung: 25 %; N. V. Technisch Bureau "Impex", Den Haag, Kapital: hfl. 100.000,00, Beteiligung: 61%; Uzinele Lanz S. A., Bukarest, Beteiligung: 90 %; KĂŒmmelbacher Hof G. m. b. H., Heidelberg. Kapital: RM 70.000,00, Beteiligung: 100 %. Lanz-Wery G. m. b. H., ZweibrĂŒcken. Kapital: RM 20.000,00 (25% einbezahlt). Beteiligung;, 100 %.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 4881]


ZEIT1905
THEMAWerksbeschreibung
TEXTDie Fabriken umfassen eine FlĂ€che von 435.416,64 qm (170,5 Morgen). Mit den im Bau gegriffenen neuen LokomobilwerkstĂ€tten ist sie vollstĂ€ndig in Benutzung und bedarf zu neuer VergrĂ¶ĂŸerung des Ankaufs von neuem GelĂ€nde. Zum Betriebe und zur Beleuchtung der zahlreichen WerkstĂ€ten dienen zwei große Dampfmaschinen und viele große, selbstgebaute Lokomobilen, letztere allein in der StĂ€rke von 2.500 PferdekrĂ€ften. Die meisten Arbeitsmaschinen werden elektrisch betrieben, viele Arbeiten werden durch Wasserdruck andere wieder durch Luftkompression verrichtet, und zahlreiche Spezialmaschinen arbeiten ganz selbsttĂ€tig in ungemein exakter, durch Menschenarbeit nicht erreichbarer Weise. Eigene WerkstĂ€tten fĂŒr die Herstellung der Werkzeuge, fĂŒr die chemische und mechanische PrĂŒfung aller Materialien und der daraus hervorgehenden Produkte, Meßapparate fĂŒr Herstellung und PrĂŒfung der Lehren, welche bis zu 1/1000 Millimeter genau messen, vervollstĂ€ndigen die innere Ausbildung der Anlage. Drei Lokomotiven besorgen auf Normaleisenbahnen von ca. 10.000 Meter GesamtlĂ€nge innerhalb der Fabrik den Verkehr der vielen WerkstĂ€tten. Die Zahl der Werkzeugmaschienn betrĂ€gt 2.266, der Formmaschinen 203, der elektrischen und hydraulischen Niet- und Preßmaschinen 21, Krane und Hebemaschien in großer Zahl erleichtern und beschleunigen die Arbeit. Große gedeckte LagerrĂ€ume fĂŒr fertige Maschinen gestatten die Unterbringung von 600 Dampf-Dreschmaschnen und 7 - 800 Lokomobilen. Ein Fuhrpark, eine Straßenlokomotive und ein vierfaches Einladegleis gestatten bei Beginn der Erntearbeiten die rascheste Beladung von tĂ€glich mehrerren Eisenbahnzßgen mit Dampf-Dreschgarnituren.
QUELLE[Ill. Katalog der neuen Patent-Dampf-Dreschmaschinen No. 2100* (1905) 4]


ZEIT1905
THEMAPatente
TEXTBis 1905 wurden folgende deutsche Patente erteilt: D.R.P. No. 16324, 33880, 34555, 37703, 57641, 62315, 67814, 79224, 82566, 83078, 89840, 102322, 105960, 111276, 115983, 119055, 119807, 124152, 125900, 129090 (Getreideeinleger), 137010, 140478, 141769, 155916. Ferner auslĂ€ndische Patente: Amerika No. 596576; Belgien Nr. 109466, 124152, 171985, 175479; DĂ€nemark am 13.04.1894, 26.06.1895; England No. 7291, 13197; Frankreich No. 237906, 257258, 294109, 306500; Italien No. 35211, 71/155; Luxemburg No. 2632; Norwegen am 09.11.1884, 30.10.1885, 06.04.1894; Österreich No. 44/298, 20098, 7265, 5025, 47/380; Rußland am 27.01.1903, 27.04.1894, No. 68, 555, 23.10.1896, 21.06.1895; Schweden No. 318, 414, 415, 9554, 6110, 5735; Schweiz No. 6529, 13437, 9522; Ungarn No. 348, 37031, 18227. Gebrauchsmusterschutz: D.R.G.M. No. 4181, 12474, 14216, 14476, 16657, 21159, 23366, 23367, 32437, 38725, 45378, 61488, 62138, 62139, 83873, 115219, 118508, 118784, 143627, 144167, 165149 (Getreideeinleger), 197863, 198803, 198834, 199615, 200378, 203278, 204157, 224918, 225429, 226818, 230386, 230387, 233926, 234177, 234178, 236389, 238101, 240479, 240674
QUELLE[Ill. Katalog der neuen Patent-Dampf-Dreschmaschinen No. 2100* (1905) 8+41]


ZEIT1909
THEMASchaltung der Kraftwerke
TEXTZwei Dreileiter-Gleichstromwerke (Hauptzentrale und Kesselschmiede).
Hauptzentrale: 4 Generatoren zu je 75 kW und 4 Generatoren zu je 83 kW (alle 220 V) arbeiten umschaltbar auf die Außenleiter der Licht-Sammelschiene (2 x 110 V) oder auf eine HĂ€lfte der Sammelschiene fĂŒr Kraft (2 x 220 V). Parallel mit der Licht-Sammelschiene ist eine in der Mitte geteilte Akkumulatorenbatterie (2x 60 Zellen, 198 A, 3 h) mit je einem Zellenschalter in der Mitte verbunden. Die Mitte der Zellenschalter ist der Mittelpunktsleiter der Licht-Sammelschiene. Die Lade- und Ausgleichsmaschine der Batterie besteht aus drei Aggregaten: zwei Motoren (je 20 PS) und einer Lademaschine (240/175 A, 30/100 V). Keine Batterie fĂŒr die Kraft-Sammelschiene.
Die Kraftzentrale in der Kesselschmiede besteht aus je zwei jeweils in Reihe geschalteten Generatoren mit 110 kW bzw. 80 kW (alle 220 V); die Verbindung zwischen den zwei Maschinen bildet den Nulleiter des Dreileitersystems. Die dreipolige Generator-Sammelschiene (2 x 200 V) ist mit einer Verteilungsschiene fĂŒr Kraft verbunden; diese hat auch eine Verbindung mit der Hauptzentrale. Dort sind auch zwei Verteilungsschienen fĂŒr Licht, diese hier jeweils 220 V, vorhanden.
QUELLE[TeichmĂŒller: Lehrgang der Schaltungsschemata elektr. Starkstrom-Anlagen (1909)]


ZEIT1914
THEMABeschreibung
TEXTHeinrich Lanz begann mit der EinfĂŒhrung englischer und bald mit der eigenen Fabrikation landwirtschaftlicher Maschinen. In rastloser Arbeit wurden im engsten Anschluß an die landwirtschaftliche Praxis immer vollkommenere Maschinen geschaffen, die nicht nur im eigenen Lande, sondern ĂŒberall in der Welt, wo landwirtschaftliche Maschinen gebraucht werden, den Ruf höchster Vollendung genießen. Die Fabrikation landwirtschaftlicher Maschinen umfaßt: Dampfdreschmaschinen, Strohpressen, Hand-, Göpel- und Motordreschmaschinen, Milchseparatoren, Göpelwerke, Futterschneidemaschinen, Schrot- und BackmahlmĂŒhlen und andere kleinere landwirtschaftliche Maschinen. Ferner fahrbare Lokomobilen sowie Zuglokomobilen (Straßenlokomotiven) fĂŒr Zug- und Dreschzwecke. Der Gesamtabsatz der Firma Lanz belĂ€uft sich bereits auf mehr als 700.000 landwirtschaftliche Maschinen, darunter ĂŒber 22.000 große Dampfdreschmaschinen und 8.000 Strohpressen.
Die Heinrich Lanz-Werke bedecken eine GesamtflĂ€che von 410.000 qm, wovon etwa 180.000 qm ĂŒberbaut sind. Die Fabrik zerfĂ€llt in das sogenannte Nordwerk und das Siidwerk. Das Nordwerk umfaßt im wesentlichen die GebĂ€ude fĂŒr den Bau landwirtschaftlicher Maschinen, das SĂŒdwerk beherbergt die Lokomobilfabrik. Die Eisen- und Messing-Gießereien mit 43.000 qm GebĂ€udegrundflĂ€che liefern den gesamten eigenen Bedarf an Gußteilen, deren Gesamtgewicht von Jahr zu Jahr steigt, zuletzt nahezu 17.000 Tonnen jĂ€hrlich betragen hat. Entsprechend den an das Material zu stellenden Anforderungen werden hier die verschiedenen GußqualitĂ€ten in genau bestimmten Eisenmischungen und Legierungen hergestellt. Diese unterliegen hinsichtlich ihrer chemischen Zusammensetzung und ihrer Festigkeitseigenschaften einer stĂ€ndigen Kontrolle in den eigenen Laboratorien. Außerdem wird jedes einzelne Gußteil, ehe es zur Verarbeitung weitergegeben wird, noch einer scharfen PrĂŒfung unterzogen, die selbst unbedeutende MĂ€ngel und Schönheitsfehler nicht durchgehen lĂ€ĂŸt.
Eine große Anzahl hydraulisch betriebener Formmaschinen dienen der Massenfabrikation. Mit der Gießerei verbunden ist das chemisch-physikalische Laboratorium. In dem selben werden alle zur Verwendung kommenden Materialien. wie Roheisen, Walzeisen, Stahl, Kupfer, Zinn, Kohlen, Koks, Speisewasser, Fette, Schmieröle, Formsand usw. sowie der fertige Guß tĂ€glich chemisch untersucht und einer fortlaufenden eingehenden PrĂŒfung unterzogen.
An die Gießerei schließen sich nordwĂ€rts die Holzverarbeitungs-WerkstĂ€tten und die Schreinerei an. Das Holz ist nĂ€chst dem Eisen dasjenige Material, dessen die Fabrik fĂŒr ihre landwirtschaftliche Maschinen am meisten bedarf. Es wird durch die Firma selbst in den WĂ€ldern ausgesucht und gekauft und in ganzen EisenbahnzĂŒgen, im Durchschnitt etwa 700 Bahnwagen pro Jahr, in die Fabrik gebracht. Das GelĂ€nde der HolzlagerplĂ€tze beherbergt stĂ€ndig HolzvorrĂ€te im Werte von mehr als 1 Million Mark.
Das zur Verarbeitung bestimmte trockene Holz gelangt auf Eisenbahnwagen in die Schreinerei mit nahezu 100 Holzbearbeitungsmaschinen, darunter Stammholz-Kreis- und BandsÀgen, Hobel-, FrÀs- und sonstige Spezialmaschinen.
Das HauptgebĂ€ude im Nordwerk ist der ĂŒber 10.000 Quadratmeter bedeckende Dreschbau. der durch seine Unterteilung in 2 Geschosse eine gesamte ArbeitsnutzflĂ€che von 20.000 qm enthĂ€lt. Die Bezeichnung Dreschbau umfaßt die Schlosserei- und DrehereiwerkstĂ€tten der Fabrik landwirtschaftlicher Maschinen und zugleich die Montage fĂŒr Dampfdreschmaschinen und Strohpressen. Der Dreschbau enthĂ€lt nicht weniger als 400 Arbeitsmaschinen, darunter befindet sich eine große Anzahl außerordentlich interessanter automatisch arbeitender Maschinen, welche die verschiedenen WerkstĂŒcke völlig selbstĂ€ndig bearbeiten. Nirgends lĂ€ĂŸt sich wohl so deutlich das Zusammenwirken so vieler HĂ€nde zum schönen Ganzen im einzelnen verfolgen und erkennen als hier. Da sind Arbeiter, welche jahraus jahrein die Teile zu SchĂŒttelwerken fertig machen, dort solche, die GeblĂ€se und Entgranner fertigen, hier wieder ganze Reihen von Trommelmachern, die gewohnt sind mit feinfĂŒhligen HĂ€nden das Gleichgewicht aller Teile herzustellen, um der Maschine einen ruhigen Gang zu sichern. Ihre letzte sorgfĂ€ltige PrĂŒfung erfĂ€hrt die vollstĂ€ndig montierte Maschine in der elektrisch betriebenen Einlaufstation des Dreschbaues. Erst nach hier bestandenem grĂŒndlichen Probelauf wird die Maschine fĂŒr fertig erklĂ€rt und in die Lackiererei ĂŒberfĂŒhrt.
An den großen Dreschbau schließen sich die GebĂ€ulichkeiten, die zur Fabrikation und Lagerung von kleinen landwirtschaftlichen Maschinen dienen, wĂ€hrend die vollstĂ€ndig neue Milchseparatoren-Fabrik im SĂŒdwerk errichtet wurde. GegenĂŒber dem Dreschbau befindet sich die elektrische Betriebszentrale der Heinrich Lanz-Werke. Diese Hauptzentrale enthĂ€lt eine Reihe von Lanz'schen Lokomobilen mit 4500 PS Gesamtleistung, die den grĂ¶ĂŸten Teil des fĂŒr den Betrieb erforderlichen Stromes erzeugen. Einschließlich einer zweiten lokomobilen-elektrischen Zentrale betrĂ€gt die Gesamtbetriebskraft der Heinrich Lanz-Werke ĂŒber 6200 PS. Der Gesamtstromverbrauch fĂŒr Kraft und Licht belĂ€uft sich einschließlich des in den PrĂŒfstationen erzeugten Stromes auf ĂŒber 6 Millionen Kilowattstunden jĂ€hrlich.
Hand in Hand mit der Entwicklung landwirtschaftlicher Maschinen ging die Entwicklung des Baues fahrbarer Lokomobilen fĂŒr die Landwirtschaft. Welche Bedeutung heute dem Lanz'schen Lokomobilbau zukommt, geht zur GenĂŒge daraus hervor, daß bei einer Jahresproduktion von ĂŒber 2000 Lokomobilen insgesamt bereits 35 000 Lanz'sche Lokomobilen die WerkstĂ€tten verlassen haben. Ein großer Anteil an dieser Gesamtleistung fĂ€llt den Lanz’schen Industrielokomobilen zu, deren Fabrikation aus dem Bau fahrbarer landwirtschaftlicher Lokomobilen hervorgegangen ist, um jedoch dann spĂ€ter den Weg zu einer völlig selbstĂ€ndigen, betriebstechnisch hochentwickelten stationĂ€ren Kraftmaschine fĂŒr Industrie und Gewerbe zu finden. FĂŒr die Fabrikation der Lokomobilen dient das gesamte SĂŒdwerk. Die hier errichtete Kesselschmiede gehört zu den grĂ¶ĂŸten und besteingerichteten ihrer Art. Sie bedeckt bei einer LĂ€nge von 250 Meter und 80 Meter Breite einen Raum von zusammen 20 000 Quadratmeter in einer einzigen fĂŒnfschiffigen Halle. In ihr können monatlich bis zu 250 StĂŒck Lokomobilkessel in allen GrĂ¶ĂŸen hergestellt werden. 10 elektrische Laufkranen von 5 bis 15 Tonnen TragfĂ€higkeit dienen neben einer großen Anzahl hydraulischer oder mit Preßluft betriebener Kranen zum Heben und Transport der Lasten. Hydraulische Nietmaschinen ziehen unter Ausschaltung jeder Handnietung die Nieten ein. Schwere hydraulische Pressen, die bis zu 500 Tonnen Druck auszuĂŒben vermögen, geben den in großen GlĂŒhöfen angewĂ€rmten Kesselblechen in einer einzigen Pressung die gewĂŒnschte Form. Bohrmaschinen der verschiedensten Konstruktionen zum Bohren sĂ€mtlicher Nietlöcher, Göpel-, FrĂ€s-, Biege-, Bördel- usw. Maschinen in großer Anzahl vervollstĂ€ndigen die Hilfsmittel zur mechanischen Bearbeitung der Kesselbleche. Das moderne autogene Schweiß- und Schneideverfahren findet beim Zerschneiden und Fassonieren von Blechen usw. ausgedehnte Verwendung. Die verwendeten Bleche sowie die fertigen Kessel werden dem neuen deutschen Kesselgesetz entsprechend stĂ€ndig amtlich kontrolliert und ĂŒberwacht. Die LokomobilwerkstĂ€tten bedecken in hohen luftigen Hallen zusammen eine FlĂ€che von 75.000 Quadratmeter. Den mechanischen LokomobilwerkstĂ€tten, die rund 40.000 Quadratmeter FlĂ€che in fĂŒnfschiffigen Hallen bedecken, können wohl wenig RĂ€ume von gleicher GrĂ¶ĂŸe an die Seite gestellt werden. Auch hier stehen nicht weniger als 22 elektrisch betriebene Laufkranen neben einer Anzahl anderer mechanischer Hebevorrichtungen in ununterbrochenem Betriebe.
Die Montagehallen gliedern sich der Haupthalle an beiden Seiten an. Die eine der Hallen dient der Montage kleiner stationĂ€rer und fahrbarer Lokomobilen, Zuglokomobilen usw. Es können hier mehr als 100 Lokomobilen gleichzeitig fertiggestellt werden. Jede einzelne Lokomobile wird in der direkt anschließenden PrĂŒfstation angeheizt und unter Dampf auf Leistung, Gang und Regulierung kontrolliert bzw. auf Dampf- und Kohlenverbrauch geprĂŒft.
QUELLE[Industrie der Oberpfalz in Wort und Bild (1914) 106]


ZEIT1914
THEMAFiliale Regensburg
TEXTWie frĂŒhzeitig der BegrĂŒnder der Firma Lanz die Wichtigkeit der Oberpfalz und besonders des Platzes Regensburg fĂŒr die EinfĂŒhrung landwirtschaftlicher Maschinen in SĂŒdostdeutschland erkannte, geht daraus hervor, daß bereits fĂŒnf Jahre nach GrĂŒndung der Mannheimer Stammfabrik die Filiale Regensburg ins Leben gerufen wurde. Die im Jahre 1864 mit dem Kaufe des GrundstĂŒckes KumpfmĂŒhl, Gutenbergstraße, errichtete Filiale Regensburg kann somit heute auf ihr 50jĂ€hriges Bestehen zurĂŒckblicken.
Die Filiale Regensburg, die in der Oberpfalz und Regensburg im besonderen und in Bayern im allgemeinen in der landwirtschaftlichen Maschinen-Industrie einen bedeutenden Faktor darstellt, hat sich aus kleinen AnfĂ€ngen von Jahr zu Jahr vorwĂ€rts entwickelt, sodaß die Errichtung eines Neubaues (KumpfmĂŒhlerstraße 11) in der NĂ€he des JustizgebĂ€udes notwendig wurde. Das in den Abbildungen dargestellte neue Haus der Filiale Regensburg enthĂ€lt große BureaurĂ€umlichkeiten, LagerrĂ€ume mit Laufkranen und elektrischen AufzĂŒgen und eine mit allen Neuerungen eingerichtete WerkstĂ€tte, wodurch es möglich ist, die Kundschaft rasch und zuverlĂ€ssig zu bedienen und zu befriedigen. Große Lager von Maschinen aller Art und GrĂ¶ĂŸen, von Ersatz-Reserveteilen und Materialien gehen dabei zur Hand. Etwa 70 Angestellte finden in der Filiale Regensburg BeschĂ€ftigung. Durch die geographisch gĂŒnstige Lage von Regensburg zu Österreich, Böhmen usw. ist die Filiale geeignet, den Lanz'schen Fabrikaten auch als StĂŒtzpunkt nach diesen LĂ€ndern zu dienen, was ihrem Ansehen und damit auch dem Ansehen Regensburgs nicht wenig förderlich ist. In der gesunden Entwicklung der Filiale Regensburg wird sie von dem Stammhaus in Mannheim geleitet und unterstĂŒtzt.
QUELLE[Industrie der Oberpfalz in Wort und Bild (1914) 106]