Maschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgießerei von G. Kuhn

Allgemeines

FirmennameMaschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgießerei von G. Kuhn
OrtssitzStuttgart
OrtsteilBerg
StraßeStuttgarter Str. 13
Postleitzahl70190
Art des UnternehmensMaschinen- und Kessel-Fabrik
AnmerkungenBesitzer (um 1892): Ernst Kuhn u. Paul Kuhn. Seit Mai 1902 von der Maschinenfabrik Esslingen übernommen. Straße später vmtl.: Kuhnstraße. Produktion bis 1913 ins neue Werk Esslingen-Mettingen überführt. Dampfmaschinen-Lieferungen bis dahin noch in der Datenbank unter "Kuhn" aufgenommen, zumal auf die Zylinderdeckel beide Firmen aufgegossen waren. Ab 1863/67 mit eigener Gasanstalt.
Quellenangaben[Hirschfeld: Württ Großind (1889) 178] [Herrmann: Kuhn (Jahr?)] [Reichs-Adreßbuch (1900) 3837] [Adressbuch Elektr.-Branche (1892) 119]
HinweiseDie bedeutendste württembergische Dampfmaschinenfabrik und eines der größten deutschen einschlägigen Unternehmen, aus dem (zusammen mit den später von der Maschinenfabrik Esslingen gebauten) über 4.200 Dampfmaschinen hervorgingen.




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1851 Kuhn erwirbt im Stuttgarter Vorort Berg den ehemaligen Gauger'schen Bierkeller an der Steuebenstraße in Stuttgart-Berg, in dem er mit Landenberger als Partner eine mechanische Werkstätte einrichtet. Zuvor hatte dort C. d'Ambly eine Korsettfabrik betrieben.
01.01.1851 bis 30.03.1852 Gründung einer mechanischen Werkstätte zusammen mit seinem Teilhaber Landenberger. Die Geschäfte laufen nicht so gut wie erwartet.
1852 Angliederung einer Kesselschmiede
30.03.1852 Die Geschäfte laufen nicht wie erwartet, und es kommt zu Spannungen zwischen Kuhn und seinem Partner Landenberger. Dieser scheidet aus, und Kuhn gründet eine neue Gesellschaft. Kuhn beginnt mit 30 Arbeitern, finanziert mit laufenden Darlehen des Stuttgarter Industriellen Carl Jobst in Höhe von 4.000 Gulden; dafür müssen sich zwei Verwandte von Kuhn verbürgen: sein Bruder Christian-Friedrich (Schulmeister in Ebingen) und sein Schwager Balthasar Stauß (Lehrer in Sachsenhausen). Die Maschinenausstattung besteht aus einer Dampfmaschine, zwei Bohr-, und vier Hobelmaschinen sowie vier Drehbänken und 18 Schraubstöcken. - Rasch kann Kuhn dem Unternehmen eine Kesselschmiede angliedern.
1853 Durch einen gemeinsamen Bekannten wird Rudolf Ernst Wolf an "G. Kuhn" in Stuttgart empfohlen. Wolf arbeitete vorher bei Wöhlert in Berlin und ist Bekannter von Hermann Gruson in Magdeburg. Wolf übernimmt bei Kuhn genau die Aufgabe, die dieser früher bei Hoppe in Berlin innegehabt hatte: Er führt bei Abwesenheit des Firmeninhabers den Betrieb und löst zusammen schwierige technische Probleme.
1853 Ablieferung von 6 Dampfmaschinen mit einer Leistung von 7 PS. Sie werden Plänen gebaut, die von C. Hoppe (Berlin) bereitwillig überlassen wurden.
1853 Bau der ersten Balancier-Dampfmaschine mit Drosselklappen-Regulierung
1853 Kuhn bringt eine Einzylinderdampfmaschine liegender Bauart heraus
18.05.1853 Geburt von Ernst Kuhn als viertes Kind und drittgeborener Sohn von Gotthilf Kuhn
1854 Kuhn verpflichtet R. Wolf als Oberingenieur, der 8 Jahre in selbständiger Stellung auf verschiedenen Gebieten des Maschinenbaues arbeitet. Kuhn hatte Wolf bei Hoppe in Berlin kennengelernt.
1854 Lange vor den meisten anderen deutschen Maschinenbauanstalten läßt Gotthilf Kuhn Lehrlinge unter beständiger Aufsicht eines Meisters in der Handhabung der Werkzeuge und Werkzeugmaschinen unterweisen.
1854 Bau von 40-PS-Dampfmaschinen. Insgesamt werden in diesem Jahr 17 Maschinen gebaut
25.05.1854 Baubeginn (?) eines Dampfhammers für den eigenen Bedarf
24.10.1854 Baubeginn (?) einer Dampfmaschine für die eigene Fabrik
1855 Kuhn richtet eine firmeneigene Krankenkasse für die Mitarbeiter und ihre Angehörigen ein. Sie soll den Werkszugehörigen, "die längere Zeit im Geschäft sind, sich durch Fleiß, Wohlverhalten und sittliches Betragen ausgezeichnet haben, in Krankeit oder unverschuldeten Unglücksfällen" eine Unterstützung zukommen lassen. Aus einem von Kuhn und Jobst gestifteten Fonds sollen entsprechende Beträge an Betroffene ausgezahlt werden, wobei von Kuhn am Ende eiens jeden Jahres "aus dem Geschäfte" dem Fonds soviel wieder zuzulegen ist, "als für den beabsichtigten Zweck ausgelegt wurde". In den folgenden Jahren entwickelt sich die eher als "Stiftung" zu bezeichnende Einrichtng zu einer Krankenkasse im späteren Sinne, bei der die Berechtigung der Leistungsinanspruchnahme aus der Beitragszahlung resultiert.
1855 Im Baisse-Jahr 1855 werden nur 7 Dampfmaschinen gebaut
1855 Gotthilf Kuhn und sein Oberingenieur Rudolf Wolf besuchen die Pariser Weltausstellung
25.09.1855 Für die erforderlichen Kapazitätsausweitungen setzt sich König Wilhelm I. persönlich dafür ein, daß Kuhn die erforderlichen Mittel bekommt. Ein Gesellschaftsvertrag zwischen Kuhn und Friedrich Jobst (1786-1859, Bruder des Geldgebers drei Jahre zuvor) wird im Sinne des Königs abgeschlossen. Jobst ist stiller Gesellschafter mit einer Einlage von 100.000 Gulden (der Anteil des persönlich haftenden Kuhn beträgt nur 25.451 fl.), erhält aber weitreichende Kontroll- und Mitspracherechte. Grundwerwerb, Neubauten, Anschaffung neuer Maschinen (Kosten über 800 fl.), Personaleinstellungen (Gehalt über 600 fl.) und Aufträger mit einem Volumen über 10.000 fl. bedürfen der Zustimmung beider Gesellschafter. Besonders auf finanziellem Gebiet traut Jobst dem Praktiker Kuhn wenig zu. Er beschränkt die Möglichkeiten des Firmenchefs, Geld aus dem Unternehmen als Privatentnahme (Dividende und Superdividende) herauszuziehen, auf 3.000 fl./a, daß die Mitarbeiter von einem eher bescheidenen Lebensstil des Firmeninhabers sprechen. Jobst steht nach Abzug der Abschreibungen aus dem Gewinn zunächst eine 5prozentige Verzinsung seines Anteils zu; dann wird das Kuhn'sche Kapital verzinst. Ein von verbleibender Gewinnrest (Superdividende) fällt zu 60% an Kuhn "für seine geistige und persönliche Tätigkeit, die er dem Geschäft widmet" und zu 40% an Jobst.
1856 Die Firma gründet den "Gesangverein Vulkania" (später "MGV Stuttgart-Berg"). Gotthilf Kuhn ist ständiger Mäzen; er stiftet die Vereinsfahne und wiederholt bedeutende Geldbeträge.
1856 Bis Ende 1856 werden über 50 Dampfmaschinen verkauft, davon 22 Stück im Jahre 1856. Die meisten gehen an schwäbische Kunden.
1857 Max Eyth beginnt sein Praktikum bei G. Kuhn in Stuttgart-Berg.
1857 Der württembergische König Wilhelm I. besichtigt die Kuhn'sche Fabrik. Seine Miene verfinstert sich, als ihm die Nicht-Schwaben R. Wolf (Magdeburg), ein Berliner und ein Posener vorgestellt werden. Kuhn schiebt einen Eleven vor, von dem er weiß, daß er Schwabe ist; es ist Max Eyth, der nach seinem Studium am Stuttgarter Polytechnikum die Werkstätten des Unternehmens durchläuft.
1857 Aufstellung eines selbstgebauten Dampfkessels
28.08.1857 Baubeginn (?) einer Dampfmaschine für den eigenen Bedarf
03.12.1857 Inbetriebnahme der eigenen Gießerei, als die erste private in Württemberg überhaupt. Sie dient sowohl für den eigenen Bedarf als auch für Gußerzeugnisse an Dritte. Bisher wurde das Gußeisen aus Wasseralfingen bezogen. Aus Kuhn'schem Gußeisen werden die Düsseldorfer Synagoge, die Bahnhöfe der Gotthardbahn, die Gemüsehalle in Stuttgart und der Schloßpavillon in Friedrichshafen gebaut. Der 50.000 fl. teure Bau ist aufgrund eines weiteren Jobst'schen Darlehns in Höhe von 160.000 fl. möglich.
1858 Bau von 70-PS-Dampfmaschinen
1858 Bau der ersten Woolf'schen Verbundmaschine
1858 Beginn des Lokomobilenbaues
1859 Eine ähnliche Dampfmaschinensteuerung wie die von George konstruiert Eyth. Sie wird von Kuhn in Stuttgart gebaut.
1859 Dampfmaschinen mit Doppelschieber-Expansionsventil werden gebaut
1860 Errichtung einer Lehrwerkstatt in der Eisen- und Gelbgießerei - vmtl. die erste in der ganzen Branche. Die bei Kuhn praktizierte Ausbildung ist richtungsweisend für zahlreiche andere Industriepioniere.
1860 Die Kuhn'schen Werksangehörigen sind zum ganz überwiegenden Teil krankenversichert, obwohl die württembergische Gewerbeordnung erstmals 1862 allgemeine Bestimmungen für den Fall der Erkrankung gewerblicher Arbeitnehmer formuliert.
Ende April 1860 G. Kuhn und R. Wolf reisen auf Wunsch von Ferdinand von Steinbeis von Stuttgart nach Paris, um die Lenoir'sche Gasmaschine zu studieren.
Ende April 1860 G. Kuhn und R. Wolf reisen auf Wunsch von Ferdinand von Steinbeis von Stuttgart nach Paris, um die Lenoir'sche Gasmaschine zu studieren.
Sommer 1860 Max Eyth experimentiert im vornehmsten Zimmer der Kuhn'schen Privatwohnung mit dem Gasmotor von Lenoir. Für die Realisierung der Pläne läßt Kuhn in seinem Fabrikgelände eine Bretterbude aufstellen, zu der nur Kuhn, Eyth, R. Wolf und ein Arbeiter Zutritt haben. Die Arbeit macht Fortschritte. In einer Sommernacht werden Versuche gemacht, die Maschine zum Laufen zu bringen. Nach der zehnten Umdrehung beim Anwerfen läuft der Motor nach einem furchtbaren Knall zweimal um, ehe sie stehen bleibt. Eyth wird nach Paris geschickt, um die Maschine zu studieren. Dennoch gelingt es nicht, sie zum Laufen zu bringen.
1861 Kuhn stellt spätestens 1861 die Versuche zum Bau des Gasmotors von Lenoir ein. Es gelingt ihm zwar, eine Gasmaschine zu bauen, die in Gang zu bringen ist; Bau und Betrieb erweisen sich aber als so kostspeilig, daß das Projekt endgültig aufgegeben wird.
01.02.1861 Max Eyth erhält sein Abschlußzeugnis bei G. Kuhn in Stuttgart. Dieser bescheinigt ihm eine "gute theoretische Vorbildung". Er war ins technische Büro aufgestiegen und erwarb sich bald das volle Vertrauen des Fabrikinhabers. Eyth geht auf Arbeitssuche in den Industriezentren an Rhein, Ruhr und Maas.
1862 Kuhn produziert ein Viertel des in Württemberg privat hergestellten Gußeisens; insgesamt gibt es 14 Eisengießereien
Anfang Febr. 1862 Rudolf Wolf scheidet bei G. Kuhn in Stuttgart aus, um sich in Magdeburg selbständig zu machen. Gotthilf Kuhn veranstaltet für seinen scheidenden Oberingenieur sogar eine besondere Abschiedsfeier, läßt die Arbeiter ein Ständchen darbringen und geleitet den verdienten Mitarbeiter persönlich bis an die Grenze von Württemberg. - Auch die nachfolgenden Oberingenieure kommen von auswärts: der Aachener Lamberts hatte bei Cockerill in Seraing seine Ausbildung erhalten; Friedrich Kunze kommt von Hoppe in Berlin.
1863 Bauantrag zur Errichtung einer eigenen Gasfabrik
1865 Kuhn führt eine firmeneigene Sparkasse ein. Die Geschäftsbedingungen sehen eine Verzinsung der Einlage mit 4,5 % bei unentgeltlicher Rechnungsführung vor.
um 1867 Das eigene Gaswerk an der südwestlichen Grenze des Firmengeländes mit Teergrube und Gaskessel geht vmtl erst 1867 in Betrieb (Bauantrag bereits 1863).
13.07.1867 bis 14.07.1867 Ein Feuer zerstört in der Nacht vom 13. auf den 14. Juli Teile der Fabrik: Schreinerei, Dreherei, Schmiede und Teile des Magazins werden vernichtet. Ein Übergreifen auf weitere Teile der Fabrik kann vermieden werden. Somit kann eingeschränkt weitergearbeitet werden.
01.08.1867 bis 31.12.1868 Nach dem Brand im Juli 1867 wird das Werk größer und nach den modernsten Erkenntnissen aufgebaut. Der 120.000 fl. kostende Neubau wird mit 50.000 fl. aus der Versicherungssumme, mit 20.000 fl. aus Firmenmitteln und mit 50.000 fl. durch ein Darlehn seitens der v. Jobst'schen Erben (Laufzeit bis 1870) finanziert. Das neu errichtete, fast 100 m lange Gebäude ist anderthalbgeschossig und besteht aus Stein und Eisen; im Innern mit umlaufender Galerie mit Dübelgebälk auf eisernen Tragbalken und durchgehenden Laufkranen. Es enthält die eigentliche Werkstatt, die Schlosserei, die Schmiede (7 Doppelfeuer, 2 Dampf-, 1 Stempelhammer) sowie den Verwaltungstrakt mit Magazin. Durch den Neubau ist die Firma in die Lage versetzt, billiger zu produzieren und den Anforderungen der 1870er Jahre gerecht zu werden.
1868 Erstmalige Einführung der Meyer-Steuerung mit Drosselklappe
1868 Von den im Jahre 1868 in Württemberg eingesetzten 578 Dampfmaschinen und Lokomobilen stammen 271 von Kuhn. Er ist somit der bedeutendste Dampfmaschinen-Hersteller des Landes
1869 Streit zwischen Kuhn und den v. Jobst'schen Erben als Kreditgeber. Konfliktpunkt ist die Zeit der Inventarisierung des Kuhn'schen Inventars; Jobst wünscht die unverzügliche Durchführung, Kuhn will sie erst in Zeiten schwacher Konjunktur durchführen, um den Geschäftsbetrieb der Firma nicht zu stören. Weiterer Streit entzündet sich bei den Vertragsverhandlungen: Kuhn wünscht stärkeren Einfluß auf dem kaufmännischen Gebiet (alleinige Geschäftsleitung und Unterschriftsberechtigung) und höhere Privatentnahme (bisher: 3.000 fl., gefordert: 10.500 fl.) "zur Bestreitung seines Haushalts, der Annuitäten seines Gartens und des Repräsentationsaufwandes". Wegen des Vertragsentwurfs kommt es zu einem Streit unter Einschaltung der Rechtsanwälte. Der von Kuhn fordert die Stärkung der Position des Firmeninhabers; die Jost'sche Erbengemeinschaft verweist auf deren Mitbegründerschaft, auf deren positiven Einfluß bei der sparsamen Wirtschaftsführung und die ideelle Unterstützung (die Familie Jobst habe mit Geld, dem Kredit des Namens, durch Wort, Schrift, Rat und Tat viel für das Unternehmen geleistet, ohne die Würde Kuhns jemals zu verletzen). - Kuhn zieht erneut juristischen Rat ein und entschließt sich, den Jobst'schen Vorstellungen entgegen zu kommen.
1870 Erstmalige Einführung der selbständigen Farcot-Schleppschiebersteuerung
1870-1871 Das Geschäftsjahr 1870/71 schließt mit einem Nettogewinn von 160.000 fl. ab, von denen rd. 100.000 fl. auf Kuhn entfallen.
1871-1878 Durch die Superdividende erhält Gotthilf Kuhn einen Betrag von über 670.000 Mark
1871 Bis 1871 erzielt v. Jobst eine Durchschnittsrendite von annähernd 9 Prozent.
01.02.1871 Kuhn schließt widerwillig einen neuen, auf 10 Jahre befristeten Gesellschaftsvertrag mit den Jobst'schen Erben ab. Dieser schränkt ihm im kaufmännischen Bereich ein, läßt ihm aber erweiterte Bewegungsfreiheit. Zustimmung und Vorwissen seiner stillen Gesellschafter sind bei Personaleinstellungen über 600 fl., bei Materialeinkäufen über 5.000 fl., bei Maschinenausstattung über 1.000 fl. sowie bei Grunderwerbungen, Neubauten, baulichen Veränderungen, Einrichtungen und Anordnungen über 1.000 fl. erforderlich. Anfangs wird ihm eine jährliche Privatentnahme von 6.000 fl. zugebilligt, wird jedoch auf 10.500 fl. (wie anfangs gefordert) revidiert. Die Jobst'sche Familie verwehrt Kuhn fortan die Inanspruchnahme ihres Kontokurrents. Um das Unternehmen weiterhin liquide zu halten, erklären sich die v. Jobsts bereit, über ihre Firma jederzeit Kuhn'sche Wechsel bei einem Zins von 5 % und 1/3 % Provision zu diskontieren. Dieses teurere Verfahren wird von Kuhn rege in Anspruch genommen: auf rd. 72.000 fl. beläuft sich Ende 1871 seine Wechselschuld bei den Jobst'schen Erben.
08.08.1871 Vertragsabschluß mit der Lederfabrik Christ. Breuninger, Schorndorf zur Lieferung eines Dampfkessels und einer Dampfmaschine für 5078 Gulden
1872 Einführung des Zehn-Stunden-Arbeitstags. Die Beschäftigten entscheiden sich für 10 Stunden Arbeitszeit ohne Vesperpause (statt 10,5 Stunden und zwei 15-Minuten-Vesperpausen vormittags und nachmittags)
1872-1873 Das Geschäftsjahr 1872/73 schließt mit einem Nettogewinn von 127.000 fl. zur Verteilung an die Gesellschafter ab
1872-1876 In den Jahren 1872 bis 1876 erzielt v. Jobst eine Durchschnittsrendite von fast 10 Prozent.
13.10.1873 Beschwerde Carl v. Jobsts, Kuhn habe im Laufe des Geschäftsjahres 1872/73 16.970 fl. dem Unternehmen entzogen. Dieser Vorwurf und die Behauptung, Kuhn habe nicht genügend auf die Bonität seiner Kunden geachtet, kränken ihn. Daraufhin intensiviert Kuhn den Geschäftsverkehr mit der Württembergischen Vereinsbank, der Stuttgarter Bank, den Bankhäusern Stahl & Federer, Keller & Sohn sowie Pflaum & Co. zu
13.10.1873 Carl von Jobst beschwert sich bei Kuhn, dieser habe in Laufe des Geschäftsjahres 1872/73 16.970 fl. dem Unternehmen entzogen: "Ich kann auch bei dem heutigen Anlaß nicht unterlassen, Sie auf die gegenwärtige Bank- und Börsen-Krisis, deren Ende namentlch auch für Süddeutschland nicht abzusehen ist, aufmerksam zu machen und Sie zu bitten, Ihrerseits doch ja alle Maßregeln zu treffen, um uns alle vor Verlusten zu bewahren." Darufhin intensiviert Kuhn den Geschäftsverkehr mit der Württembergischen Vereinsbank, der Stuttgarter Bank, den Bankäusern Stahl & Feder, Keller & Sohn sowie Pflaum & Co. - zu Lasten des Kreditinstituts E. Hummel & Co. (daran ist Jobst maßgeblich beteiligt), das bislang als "Hausbank" von Kuhn fungiert hatte. - Jobst wertet die Übergehnung des Bankhauses E. Hummel & Co. "als Vorgang der Feindseligkeit" gegen sich und sein Haus, was Kuhn sogleich in Abrede stellt, doch dieser behält sich in allen Dingen die Handlungsfreiheit vor, "welche mir zur gedeihlichen Führung des Geschäfts Bedürfnis ist". Dennoch erweist die Aufgabenteilung als vorteilhaft: Kuhn kümmert sich um die Technik und Kundenwerbung, v. Jobst kontrolliert das Finanzgebaren der Firma.
1874 Einführung der Bajonettbalken-Rundführung
1875 Lieferung des ersten Dampfmaschine mit Ventilsteuerung
1875-1876 Nach einem Rückgang im Vorjahr schließt das Geschäftsjahr 1875/75 mit einem Nettogewinn von 142.000 fl. ab
1877 Seit 1877 Lieferung kleinerer Maschinen mit Patentsteuerung (Meyer-Steuerung mit großer Schnecke)
1877 Ab 1877 beträgt die Verzinsung des v. Jobst'schen Kapitals um 1 Prozent
1877 Zum 25jährigen Firmenbestehen werden Prämien ausgeschüttet. Von 367 Arbeitern gehören 19 schon über 20 Jahre zum Unternehmen, weitere 12 über 17,5 Jahre. Weitere 8 Arbeiter und 9 Bürokräfte (von 57 Köpfen) sind über 15 Jahre bei Kuhn.
1878 Entstehung von Zweikurbel-Dampfmaschinen mit seitlich zusammengebauten Zylindern ("Brillenmaschinen")
1878 Kuhn nimmt als erstes Unternehmen in Deutschland den Bau von Dampfwalzen auf
1879 Eintritt Ernst Kuhns in das väterliche Geschäft. Er ist der dritte Sohn von Gotthilf Kuhn. (Mit dem ältesten Sohn Friedrich hatte er sich überworfen, und der zweitgeborene Gustav war als Kind gestorben). Ernst hatte nach dem Schulbesuch in Magdeburg eine kaufmännische Lehre absolviert und dann an der Technischen Hochschule Aachen Maschinenbau studiert.
1879 Nach langen Jahren treten bei flauem Geschäftsgang Verluste auf.
879 In der Schlußrechnung zum Jahresende beträgt die Geschäftseinlage des Firmeninhabers 1,05 Mark, einschließlich der laut § 7 des Gesellschaftsvertrags im Unternehmen belassenen Zinsen und Superdividenden sind es 1,98 Millionen Mark.
1880 Nach der Auflösung der Verbindung mit dem Geldgeber Jobst bezieht Gotthilf Kuhn stärker seinen Sohn Ernst in die Geschäftsführung ein.
01.01.1880 Es kommt zu Spannungen mit der Familie Jobst aufgrund derer straffen kaufmännischen Führung, die Kuhn zunehmend als Gängelei empfindet. Jobst wünscht die Verkleinerung des Geschäfts und die Auflassung nicht gewinnbringender Branchen; Kuhn entgegnet, er habe bereits rationalisiert und in Büro und Werkstätten Entlassungen vorgenommen. Auch solle sich Kuhn nicht auf der geplanten Stuttgarter Gewerbeausstellung 1881 präsentieren, was Kuhn als einen kaum wieder gutzumachenden Vertrauensverlust in sein Unternehmen betrachtet. Bei einer Liquidierung der Gesellschaft könne wegen der Überproduktion in der Eisenbranche kaum ein guter Preis zu erzielt werden. Kuhn schlägt daher vor, die stille Gesellschaft vorzeitig aufzulösen und v. Jobst die Einlagen mit Zinsen und Reservefonds in bar zurück zu erstatten. Damit seien weitere Verluste und der Aufwand für die Gewerbeausstellung vom Teilhaber abgewandt. Nach "reiflicher Überlegung" akzeptiert Jobst das Angebot, Kuhn zahlt die Teilhaber (534.325,29 Mark) aus und arbeitet mit den Banken "Stahl & Federer" sowie "Pflaum & Co." zusammen. Die Transaktion wird zum 01. Januar 1880 abgewickelt.
1880 Lieferung einer Compound-Receiver-Walzwerksdampfmaschine nach Italien
1880-1889 In den schwierigen 1880er Jahren kann Kuhn im Unterschied zur Maschinenfabrik Esslingen bei Umsätzen zwischen 1,6 und 2 Millionen Mark und Gewinnen zwischen 140.000 und 230.000 Mark zufrieden sein.
1881 Gotthilf Kuhn erhält von König Karl I. den Titel "Kommerzienrat"
1881 Ernst Kuhn erhält in Anbetracht der geschäftlichen Entwicklung von seinem Vater die Prokura
1881 Das Jahr bringt besonders große unternehmerische Erfolge. Mit zahlreichen Ausstellungsstücken (Erzeugnisse der Gelbgießerei, Apparate und Maschinen) präsentiert sich Kuhn mehrfach auf der Stuttgarter Gewerbeausstellung, die als Leistungsschau der württembergischen Wirtschaft im In- und Ausland Beachtung findet. Anerkennung finden die erstmals vorgestellten Lokomotiven (kleinere, vornehmlich für Erd-Transporte) und Dampfstraßenwalzen mit einem Gewicht bis zu 18.000 kg. König Karl besucht mehrfach die Stände der Firma Kuhn und ist tief beeindruckt. In dem zur Ausstellung herausgegebenen Katalog werden über 300 Maschinenbau- und weit über 200 Gießereierzeugnisse vorgestellt. Bislang wurden 963 Dampfmaschinen und 1332 Dampfkessel gebaut.
1881 Die 22. Hauptversammlung des Vereins Deutscher Ingenieure bringt Repräsentanten der deutschen Industrie nach Stuttgart. Kuhn führt die Tagungsteilnehmer durch sein Werk.
1881 Lieferung der Säulen- und Treppenanlage für die 1881 fertiggestelle Stuttgarter Gewerbehalle
27.05.1881 Der württembergische König erfreut sich am von Kuhn gebauten Springbrunnen und der Veranda, die in der Haupthalle der Stuttgarter Gewerbeausstellung zu sehen sind.
02.06.1881 Der württembergische König besichtigt in der Maschinenhalle der Stuttgarter Gewerbeausstellung "die großartige Ausstellung" von Kuhn. Die Firma erhält zwei Ehrendiplome, die höchste zu vergebende Auszeichnung. Nur fünf andere Aussteller erreichen das selbe Ergebnis.
1882 Lieferung einer Dampfmaschine für den eigenen Bedarf
1883 Lieferung einer liegenden Compound-Dampfmaschine mit Proell-Flachregler am HD-Zylinder und Corliss-Steuerung am ND-Zylinder
1884 Stillegung des betriebseigenen Gaswerks und dessen Abriß. An dessen Stelle entstehen die Erweiterung der Kesselschmiede und ein Schmiedeschuppen.
1885 Lieferung einer liegenden Dampfmaschine mit Hartung-Ventilsteuerung am HD-Zylinder und Corliss-Steuerung am ND-Zylinder
1885 Aufstellung eines Dampfkessels aus eigener Produktion
1885 Aufstellung einer selbstgebauten Dampfmaschine
1885 Kuhn konstruiert erstmals eine Dampfbrauerei-Anlage
07.01.1885 Baubeginn (?) einer Lilienthal-Dampfmaschine durch G. Kuhn, Stuttgart-Berg.
1887 Das Filialbüro von G. Kuhn, Stuttgart-Berg, entsteht in Berlin, Tempelhofer Ufer 12.
01.03.1887 Baubeginn (?) einer Dampfmaschine für die eigene Fabrik
21.06.1887 Baubeginn (?) einer Dampfmaschine durch G. Kuhn, Stuttgart-Berg.
06.07.1887 Baubeginn (?) einer Dampfpumpe durch G. Kuhn, Stuttgart-Berg.
1888 Lieferung der ersten Ventildampfmaschine mit Kuchenbecker-Steuerung (Fabr.-Nr. 1367)
1888 Erstmalige Anwendung der Radovanovic-Ventilsteuerung
1888-1889 Ende der 1880er Jahre: Kuhn begreift, daß es Zeit ist, die Unternehmensführung in jüngere Hände zu legen. Der Sohn Ernst scheint ihm geeignet, die Probleme zu meistern.
1888 Einrichtung einer ständigen Vertretung der Maschinenfabrik G. Kuhn, Stuttgart-Berg, in München. - Bal dolgen diejenigen in Köln, Frankfurt am Main, Freiburg i. Br. und Hamburg.
1889 Auf der Brauerei-Fachausstellung erhält Gotthilf Kuhn in Anerkennung seiner Verdienste gerade um das Brauereiwesen vom König den Friedrichsorden I. Klasse verliehen.
1889-1897 Acht Jahre lang, von 1889 bis 1897, fährt Zettelmeyer für zwei schwäbische Unternehmen mit Dampfwalzenzügen über Land, anfänglich als Heizer, später als Walzenführer. Er steht dabei zunächst in Diensten der "Maschinen- und Kesselfabrik, Eisen- und Gelbgießerei Gotthilf Kuhn" in Stuttgart.
15.03.1889 Ernst Kuhn wird als Teilhaber in das Geschäft aufgenommen. Er übernimmt insbesondere die anstrengende, mit viel Reisetätigkeit verbundene Betreuung der drei aufstrebenden Filialen in Frankfurt, München und Berlin (letztere mit Siemens & Halske als stillem Teilhaber). Gotthilf Kuhn verspricht sich von dem verstärkten Einsatz seines Sohnes eine größere Aufgeschlossenheit des Unternehmens gegenüber modernen Produktionsverfahren.
21.09.1889 Die Frau von Gotthilf Kuhn stirbt. Dieser Verlust raubt ihm die Lebensfreude, und er überläßt seinem Sohn Ernst nahezu alle Entscheidungen.
04.11.1889 Baubeginn (?) einer Dampfmaschine durch G. Kuhn, Stuttgart-Berg.
1890 Die nach dem Brand 1868 in Betrieb genommenen Maschinenbauwerkstätten werden auf etwa doppelte Größe ausgebaut. Sie sind eine imposante Werkhalle, welche das Haupgebäude des ganzen Etablissements bildet.
02.01.1890 Baubeginn (?) einer Dampfmaschine durch G. Kuhn, Stuttgart-Berg.
24.01.1890 Gotthilf Kuhn stirbt. Er war, wie in der Trauerrede auf dem alten Berger Friedhof gesagt wird, eine tatkräftige, umsichtige, wohlwollende und sympathische Persönlichkeit. Königin Olga stellt den Trauerwagen zur Verfügung. Neben diesem gehen im Trauerzug 16 Angestellte und Ingenieure, gefolgt von 80 Lehrlingen und den meisten der 800 Beschäftigten.
25.01.1890 Nach dem Tod des Vaters, Gotthilf Kuhn, wird die Geschäftsleitung durch Ernst (seit 1889 Teilhaber) und Paul Kuhn (auch Ingenieur, jedoch kränklich) übernommen.
1891 Ernst Kuhn ist alleiniger Inhaber. Er führt die Firma in eine Scheinblüte.
23.09.1892 Baubeginn (?) einer Dampfmaschine durch G. Kuhn, Stuttgart-Berg.
1893 Lieferung einer Lokomobile durch G. Kuhn, Stuttgart-Berg.
10.01.1893 Baubeginn (?) einer Dampfmaschine durch G. Kuhn, Stuttgart-Berg.
15.02.1893 Baubeginn (?) einer Dampfmaschine durch G. Kuhn, Stuttgart-Berg.
20.07.1893 Baubeginn (?) einer Dampfmaschine durch G. Kuhn, Stuttgart-Berg.
12.10.1893 Die Stadtverordneten fassen den feierlichen Beschluß, das Elektrizitätswerk Frankfurt (Main) sofort zu bauen. Kessel und Rohrleitungen werden an Kuhn vergeben
1894 Bis 1894 stellt das während des Dampfmaschinen-Zeitalters expandierende Unternehmen ca. 2350 Dampfmaschinen und ca. 2150 Dampfkessel neben vielen anderen Maschinen und Anlagen her.
1895 Eine Straße in Stuttgart-Berg wird zu Ehren des Fabrikgründers in "Kuhnstraße" benannt.
1895 Aufstellung eines Dampfkessels eigener Produktion
1895 Aufstellung einer selbstgebauten Dampfmaschine
1896 Lieferung von zwei Dampfpumpen durch G. Kuhn, Stuttgart-Berg.
1898 Lieferung einer Dampfpumpe und einer Dampfmaschine durch G. Kuhn, Stuttgart-Berg.
1898 Die Firma gerät in die Verlustzone, obwohl sie inzwischen auch Dampfmaschinen für die Elektrizitätserzeugung baut.
09.08.1900 Übernahme einer gebrauchten Dampfmaschine ex Dieterle & Marquardt, Lorch (von Kuhn in Vorrat genommen)
1901-1902 Kuhn wird während der Abschwungphase in den Jahren 1901/02 vor erhebliche Absatz- und Finanzierungsprobleme gestellt
1902 Umwandlung des Geschäfts in eine GmbH
07.05.1902 Nach großen Verlusten wird Gotthilf Kuhns Fabrik von der Maschinenfabrik Esslingen mit einer Hypothekenverbindlichkeit von 2,5 Millionen Mark übernommen. Der Beschluß kommt offenbar unter dem Druck von Banken zustande und bringt große Verluste für die Maschinenfabrik Esslingen.
1904 Beginn der Verlegung nach Esslingen
08.05.1906 Baubeginn (?) einer Dampfturbine durch Kuhn/Maschinenfabrik Esslingen.
01.11.1909 Baubeginn (?) von zwei Dampfpumpen durch Kuhn/Maschinenfabrik Esslingen.
1913 Nach dem Verkauf der Maschinen- und Kesselfabrik an die "Maschinenfabrik Esslingen" (1902) wird der Betrieb noch bis 1913 fortgeführt
Nach 1913 Nach der Betriebseinstellung und Verlagerung nach Esslingen (1913)werden große Teile der Bebauung abgerissen, und das Grundstück wird in unterschiedlicher Form weiter benutzt.
1928 Bau der staatlichen Frauenklinik auf einem Teil des ehemaligen Betriebsgeländes
1988 Ein Teil des ehemaligen Betriebsgeländes (Bereich des Gaswerks / der Kesselschmiede) geht in das Eigentum der Stadt Stuttgart über.




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Aufzüge 1900 [Reichs-Adreßbuch (1900) D 108] 1900 [Reichs-Adreßbuch (1900) D 108]  
Centrifugen 1900 [Reichs-Adreßbuch (1900) D 108] 1900 [Reichs-Adreßbuch (1900) D 108]  
Dampfkessel 1852 Beginn (Angliederung der Kesselschmiede) 1902 Kuhn zu ME 1860: da bestimmt schon; 1902: Kuhn zu ME
Dampflokomotiven (Kleinloks) 1870 Beginn circa 1902 Ende, Übergang des Werks auf ME  
Dampfmaschinen 1853 Erste Erwähnung 1902 Kuhn zu ME 1853: 1. Lieferg.; 1902: Kuhn zu ME
Dampfpumpen 1860 Erste Erwähnung 1902 Kuhn zu ME 1860: da bestimmt schon
Dampfstraßenwalzen 1900 [Reichs-Adreßbuch (1900) D 108] 1900 [Reichs-Adreßbuch (1900) D 108]  
Fördermaschinen 1900 [Reichs-Adreßbuch (1900) D 108] 1900 [Reichs-Adreßbuch (1900) D 108]  
Fördermaschinen 1900 [Reichs-Adreßbuch (1900) D 108] 1900 [Reichs-Adreßbuch (1900) D 108]  
Gebläsemaschinen 1900 [Reichs-Adreßbuch (1900) D 108] 1900 [Reichs-Adreßbuch (1900) D 108]  
hydraulische Pressen 1900 [Reichs-Adreßbuch (1900) D 108] 1900 [Reichs-Adreßbuch (1900) D 108]  
Heizungs-Einrichtungen 1889 Erste Erwähnung 1900 [Reichs-Adreßbuch (1900) D 108]  
Lokomobilen 1858 Beginn 1900 [Reichs-Adreßbuch (1900) D 108]  
Maschinen-, Bau- und Ornamentguß 1900 [Reichs-Adreßbuch (1900) D 108] 1900 [Reichs-Adreßbuch (1900) D 108]  
Petroleum-Motoren 1892 [Adressb Elektr.-Branche (1892)] 1900 [Reichs-Adreßbuch (1900) D 108]  
Pumpwerke 1889 Erste Erwähnung 1889 Letzte Erwähnung  
Transmissionen 1900 [Reichs-Adreßbuch (1900) D 108] 1900 [Reichs-Adreßbuch (1900) D 108]  
Turbinen nach Girard-System 1889 Erste Erwähnung 1889 Letzte Erwähnung  
Turbinen nach Jonval-System 1889 Erste Erwähnung 1889 Letzte Erwähnung  
vollständige Einrichtungen für Brauereien 1860 Erste Erwähnung 1900 [Reichs-Adreßbuch (1900) D 108] 1860: Vermutung; 1885: Bericht von einer Brauerei in Nürtingen
vollständige Einrichtungen für Brennereien 1860 Erste Erwähnung 1870 Letzte Erwähnung 1860/70: Vermutungen
vollständige Einrichtungen für Gerbereien 1860 Erste Erwähnung 1900 [Reichs-Adreßbuch (1900) D 108] 1860/70: Vermutungen
vollständige Einrichtungen für Mehlmühlen 1860 Erste Erwähnung 1870 Letzte Erwähnung 1860/70: Vermutungen
vollständige Einrichtungen für Wasserwerke 1860 Erste Erwähnung 1902 vmtl. bis zur Schließung 1860: Vermutung
vollständige Einrichtungen für Zuckerfabriken 1860 Erste Erwähnung 1870 Letzte Erwähnung Zeitraum geschätzt - keine Quellen!
vollständige Einrichtungen von chemischen Fabriken 1900 [Reichs-Adreßbuch (1900) D 108] 1900 [Reichs-Adreßbuch (1900) D 108]  
vollständige Einrichtungen von Sägemühlen 1900 [Reichs-Adreßbuch (1900) D 108] 1900 [Reichs-Adreßbuch (1900) D 108]  
vollständige Einrichtungen von Tricot-Fabriken 1900 [Reichs-Adreßbuch (1900) D 108] 1900 [Reichs-Adreßbuch (1900) D 108]  
Ventilations-Einrichtungen 1889 Erste Erwähnung 1889 Letzte Erwähnung  
Walzenzugmaschinen 1900 [Reichs-Adreßbuch (1900) D 108] 1900 [Reichs-Adreßbuch (1900) D 108]  
Wasser-Motoren 1900 [Reichs-Adreßbuch (1900) D 108] 1900 [Reichs-Adreßbuch (1900) D 108]  
Wasserräder der mannigfaltigsten Konstruktion 1889 Erste Erwähnung 1889 Letzte Erwähnung  




Betriebene Dampfmaschinen

Bezeichnung Bauzeit Hersteller
Lilienthal-Dampfmaschine 01.1885 Maschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgießerei von G. Kuhn
Dampfmaschine 01.1890 Maschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgießerei von G. Kuhn
Dampfmaschine 01.1893 Maschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgießerei von G. Kuhn
Dampfmaschine 03.1887 Maschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgießerei von G. Kuhn
Dampfhammer 05.1854 Maschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgießerei von G. Kuhn
Dampfpumpe 06.07.1887 Maschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgießerei von G. Kuhn
Dampfmaschine 06.1887 Maschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgießerei von G. Kuhn
Dampfmaschine 07.1893 Maschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgießerei von G. Kuhn
Dampfmaschine 08.1857 Maschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgießerei von G. Kuhn
Lilienthal-Dampfmaschine 10.05.1884 Maschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgießerei von G. Kuhn
Dampfmaschine 10.1854 Maschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgießerei von G. Kuhn
Lilienthal-Dampfmaschine 10.1889 Maschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgießerei von G. Kuhn
Dampfmaschine 10.1892 Maschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgießerei von G. Kuhn
Dampfmaschine 11.1889 Maschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgießerei von G. Kuhn
Dampfpumpe 11.1909 Maschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgießerei von G. Kuhn
Dampfpumpe 11.1909 Maschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgießerei von G. Kuhn
Dampfmaschine 15.02.1893 Maschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgießerei von G. Kuhn
Dampfmaschine 1882 Maschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgießerei von G. Kuhn
Dampfmaschine 1885 Maschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgießerei von G. Kuhn
Lokomobile 1893 Maschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgießerei von G. Kuhn
Dampfmaschine 1895 Maschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgießerei von G. Kuhn
Dampfpumpe 1896 Maschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgießerei von G. Kuhn
Dampfpumpe 1896 Maschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgießerei von G. Kuhn
Dampfmaschine 1897 Maschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgießerei von G. Kuhn
Dampfmaschine 1898 Maschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgießerei von G. Kuhn
Dampfpumpe 1898 Maschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgießerei von G. Kuhn




Personal

Zeit gesamt Arbeiter Angest. Lehrl. Kommentar
1852 30        
1859 249        
1868 409        
1877   367 57   57 Bürokrafte. 47 Mitarbeiter sind schon über 15 Jahre im Unternehmen. Summenbildung nicht möglich, da Techniker und Lehrlinge nicht genannt
1879 438        
1881 500       ca. 500
1887 642        
1889 650     30  
1894 950        
1900 1246        




Firmen-Änderungen, Zusammenschüsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1902 Anschluß (Namensverlust) danach Maschinenfabrik Esslingen Kuhn + ME = ME