Berliner Maschinenbau-Aktiengesellschaft vormals L. Schwartzkopff


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Berliner Maschinenbau-Aktiengesellschaft vormals L. Schwartzkopff: Berliner Maschinenbau-Aktiengesellschaft vormals L. Schwartzkopff: Verwaltungsgebäude Chausseestraße Berliner Maschinenbau-Aktiengesellschaft vormals L. Schwartzkopff: Berliner Maschinenbau-Aktiengesellschaft vormals L. Schwartzkopff:


Allgemeines

FirmennameBerliner Maschinenbau-Aktiengesellschaft vormals L. Schwartzkopff
OrtssitzBerlin
OrtsteilN 4
StraßeChausseestr. 23
Postleitzahl10115
Art des UnternehmensLokomotiv- und Maschinenfabrik
AnmerkungenBis 1870: Louis Schwartzkopff (s.d.). Siehe auch: Werk in Wildau (Produkte alle unter "Berlin" aufgenommen)
Quellenangaben[Masch-Ind (1939) 140] [Messerschmidt: Tb dt Lokomotivfabriken (1977)] [Matschoß: Entw. der Dampfmasch I (1908) 187] http://www.schwartzkopff-wildau.de (2006) [Handbuch A.-G. (1943) 49]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1852 Louis Schwartzkopff gründet auf dem Grundstück Chausseestraße 23 die "Eisengießerei und Maschinenbauanstalt von L. Schwartzkopff". In der ersten Zeit wandte er sich vorwiegend dem Eisengußbetriebe sowie der Erzeugung von Spezialmaschinen eigener Konstruktion, später auch der Herstellung von Eisenbahn-Bedarfsartikeln zu.
1866 Es wird eine Abteilung für den Bau von Lokomotiven auf dem unweit der Stammfabrik gelegenen Grundstück, Scheringstraße 13-28, eingerichtet. Der Lokomotivbau wird nunmehr zum Hauptzweig der Fabrikation.
01.07.1870 Umwandlung der "Eisengießerei und Maschinenfabrik von L. Schwartzkopff" in eine Aktiengesellschaft mit einem Grundkapital von M 6.000.000,00 unter Übernahme der Firma L. Schwartzkopff, Berlin. Generaldirektor wird Louis Schwartzkopff.
01.07.1870 Umfirmierung aus: L. Schwartzkopff
1878-1879 Ende der 1870er Jahre: Aufnahme des Dampfmaschinenbaues
1878 Beginn der Herstellung von Torpedos
1879 Anlage eines Torpedo-Schießstands und einer Reparaturwerkstatt in Kiel
1885 Beginn der Herstellung von elektrischen Maschinen
1885 Beginn der Herstellung von Gasmotoren
1888 An die Stelle von L. Schwartzkopff als Direktor tritt sein Schwiegersohn Emil Kaselowsky
1891 Vergrößerung des "Neuen Werks", das von der Scheringstraße, der Hussitenstraße, der Grenzstraße und der Berlin-Stettiner Bahn eingeschlossen wird
30.06.1892 Ende der Oberleitung durch Louis Schwartzkopff.
1896 J. Mayer schließt den Vertrag zum Bau der Linotype
28.10.1896 Gründung der Mergenthaler Stetzmaschinen-Fabrik GmbH
1897 Die BMAG erwirbt ein ca. 600 000 m² großen Grundstücke in Wildau im Süden von Berlin - Beginn des Aufbaues einer neuen Fertigungsanlage mit Wohnsiedlung und dazugehöriger Infrastruktur
1897 Die Fabrikation der Linotype-Setzmaschine wird aufgenommen. Der Lokomotivbau bleibt dabei weiter der Hauptzweig.
1899 Errichtung der Lokomotivenfabrik in Wildau bei Berlin
1900 Emil Kaselowsky bleibt bis 1900 Direktor; er stirbt wenige Monate nach seinem Rücktritt
1900 Schließung des Stammwerks
01.09.1900 Betriebsaufnahme im Werk Wildau
1901-1903 In den Jahren nach 1900 wird der Bau von Kolbenpumpen und Patent-Hochdruck-Zentrifugalpumpen sowie die Herstellung von kompletten Anlagen für Druckluftgrubenbahnen und Spezialmaschinen zur Herstellung von Glasflaschen und Glasröhren aufgenommen.
1905 Abbruch des Stammwerks, Werksleitung: Chausseestr. 23
1906 Dier ersten preußischen P 8 (später Baureihe 38.10) mit Schmidt'schen Rauchrohrüberhitzer werden bei der BMAG, vorm. L. Schwartzkopff fertiggestellt.
1906 1888 - 1905 wurden 840 Verbundlokomotiven gebaut
04.07.1907 Gemeinsame Gründung der Maffei-Schwartzkopff-Werke mit J. A. Maffei, München. Fertigung von Dampfturbinen, Generatoren, Zentrifugalpumpen.
1908 Im Verein mit der Firma J. A. Maffei, München, werden die Maffei-Schwartzkopff- Werke G. m. b. H., gegründet, für welche neue Werkstätten neben der Lokomotivenfabrik in Wildau errichtet werden. Diese übernehmen von der Berliner Maschinenbau-A.-G. vorm. L, Schwartzkopff die elektrotechnische und Zentrifugalpumpenbau- Abteilung, während ihnen Maffei den Bau von Dampfturbinen, System Melms und Pfenniger, überläßt.
1909 Seit 1909 nimmt die Firma im Verein mit den Maffei-Schwartzkopff-Werken auch den Bau von elektrischen Lokomotiven für Voll-, Neben-, Industrie- und Grubenbahnen auf.
1910 Die Maffei-Schwartzkopff-Werke GmbH in Wildau beginnen den Bau elektrischer Lokomotiven und Ausrüstungen.
1910 3527 Lokomotiven geliefert, seit 1905: 530 Heißdampflokomotiven
1913 Verlegung des Allgemeinen Maschinenbaus in eine neue größere Werkstätte nach Wildau
1923 Als sich nach dem Kriege 1914/18 ein großer Bedarf an Straßenbau-Maschinen bemerkbar macht, nimmt die Gesellschaft auch den Bau von Straßenwalzen, der eine Zeitlang ruhte, wieder auf.
01.07.1923 Erwerbung des Hauses Ecke Chausseestr./Zinnowitzer Str., Umbau zum Linotype-Haus
1924 Die Firma entschließt sich, auch den Bau von Diesel-Lokomotiven aufzunehmen, nachdem es ihr mit dem Diplom-Ingenieur Huwiler gelungen war, ein sicher, und zwar stufenlos arbeitendes Getriebe herauszubringen, das sich auch für viele andere Zwecke verwenden läßt.
1924 Zur Verwertung der einschlägigen Auslandspatente wird die "A.-G. für hydraulische Getriebe System Schwartzkopff-Huwiler in Basel" gegründet.
1925 F. W. Eckardt, Ingenieur bei Schwartzkopff, erhält ein Patent (DRP 435471) auf sein Lenkgestell (z.B. bei der BR 84 (BMAG-Lieferungen) für die Müglitztalbahn eingebaut).
01.10.1925 Herbst 1925: Einweihung des Linotype-Hauses
1926 Verkauf von ca. 4000 qm Gelände am Stettiner Bahnhof in Berlin für RM 1.200.000,00.
1926 Die Gesellschaft nimmt auch die Fabrikation von Druck- und Papierverarbeitungsmaschinen auf.
1928 Die Gesellschaft erwirbt von der Sächsischen Maschinenfabrik vorm. R. Hartmann A.-G., Chemnitz, die Lokomotivbauquote. Die notwendigen Zeichnungen, Modelle und Gesenke werden mit übernommen unter gleichzeitiger Beteiligung an der Gesellschaft mit RM 1.000.000,00.
1929 Nach den Vorschlägen von S. Löffler baut die Firma Schwartzkopff eine 2C1-Schnellzuglokomotive für 120 atü (Bauart Schwarztzkopff-Löffler)
1929 Übernahme der Lokomotivquote der Sächsischen Maschinenfabrik, vorm. R. Hartmann
1930 Die zweite deutsche Hochdruck-Dampflokomotive, gebaut von der Berliner Maschinenbau AG, vorm. L. Schwartzkopff, Hochdrucksystem Prof. Stephan Löffler (1877-1929) für 120 atü, Betriebsnummer der Deutschen Reichsbahn H 02 1001 (2'C1'h3) wird fertiggestellt. Sie bringt gegenüber der Baureihe 01 Kohleersparnisse von 17 bis 25%. Die Versuche werden 1934 abgebrochen und die Lok an die Herstellerfirma zurückgegeben.
06.1931 Die Gesellschaft verkauft ihre 50prozentige Beteiligung an der Maffei-Schwartzkopff-Werke G. m. b. H., Berlin, an die AEG.
22.12.1931 Die Hauptversammlung vom 22. Dezember 1932 beschließt mit Wirkung per 30. Juni 1932 eine Kapitalherabsetzung in erleichterter Form von RM 18.000.000,00 auf RM 7.875.000,00.
1934-1935 Vornahme von Neuinvestitionen größeren Umfanges an Anlagen und Maschinenpark. Erhöhung der Beteiligung an der Arca-Regler A.-G. Die A.-G. für hydraulische Getriebe System Schwartzkopff-Huwiler, Basel, trat in Abwicklung.
1934-1935 Verkauf der nom. RM 1.000.000,00 Aktien der in Abwicklung befindlichen Sächsischen Maschinenfabrik Rieh. Hartmann A.-G., Chemnitz.
1935-1936 Auflösung der Baugesellschaft Wildau m. b. H. Beendigung der Abwicklung der A.-G. für hydraulische Getriebe System Schwartzkopff-Huwiler. Veräußerung der Beteiligung an der Arca-Regler A.-G., Berlin (50.38 %).
1939-1940 Umwandlung der Wohlfahrtskassen in selbständige Gesellschaften. - Aufnahme einer langfristigen Hypothek von RM 3.000.000,00.
1940-1941 Ankauf eines Wohngrundstückes in Wildau. Buchwert der Wertpapiere: RM 3.452.957,44. Vertrag: Fabrikationsvertrag mit der Mergenthaler Selzmaschinenfabrik G. m. b. H., Berlin N 4, Chausseestraße 24.
03.09.1943 Erster Bombenangriff auf das Linotype-Haus
03.02.1945 Drei Sprengbomben, stärkste Zerstörungen [Linotype-Brevier (ca. 1952) 89]
28.05.1945 Beginn der Demontage bei der BMAG
01.06.1945 bis 31.12.1945 Demontage des gesamten Werkes und Abriß der großen Werkhallen der BMAG und der AEG (vorm. MSW) in Wildau. Danach beginnt man auf dem Werksgelände wieder mit Reparatur- und Schlosserarbeiten, bald auch mit der Produktion von Maschinen und Anlagen im Auftrag und unter Verwaltung der SMAD
01.07.1945 Juli 1945: Wiederaufnahme der Arbeit bei der BMAG [Linotype-Brevier]
20.09.1945 Wiederaufnahme der Produktion




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Dampfkessel 1892 [Adressb Elektr.-Branche (1892)] 1905 [Mengebier (1905)]  
Dampflokomotiven 1870 Beginn (Umwandlung) 1945 Ende 1911: Hauptzweig der Fabrikation
Dampfmaschinen 1892 [Adressb Elektr.-Branche (1892)] 1892 [Adressb Elektr.-Branche (1892)]  
Dampfstraßenwalzen          
Dampftriebwagen 1880 für Niederschl.-Märk. Eb. 1880 für Niederschl.-Märk. Eb. Weissenborn'sche Triebwagen, System "Rowan"
Druckmaschinen          
elektrische Maschinen 1885 Beginn 1885 [Ingenieurwerke Berlin (1906) 482]  
Einrichtungen für Flaschenfabriken          
Eisenguß 1870 Beginn (Umwandlung)      
Elektromotoren 1885 Beginn 1892 [Adressb Elektr.-Branche (1892)]  
Flüssigkeitsgetriebe          
Gasmotoren 1885 Beginn 1892 [Adressb Elektr.-Branche (1892)]  
Hochdruck-Kreiselpumpen 1905 1906: "In neuester Zeit" 1905 1906: "In neuester Zeit"  
Hochdruckkompressoren für Bergwerke u. chem. Werke          
Hochdruckkompressoren für Bergwerke u. chem. Werke          
Hochdruckkompressoren für Bergwerke u. chem. Werke          
Kraftübertragungsalagen 1892 [Adressb Elektr.-Branche (1892)] 1892 [Adressb Elektr.-Branche (1892)]  
Linotype-Setzmaschinen für Buch- und Zeitungsdruck 1899 Erste Erwähnung   Letzte Erwähnung Gründung der Mergenthaler-Setzmaschinenfabrik: 28.10.1896
Lokomobilen 1892 [Adressb Elektr.-Branche (1892)] 1892 [Adressb Elektr.-Branche (1892)]  
Motorlokomotiven          
Motorstraßenwalzen          
Papierverarbeitungsmaschinen          
Petroleummotoren 1892 [Adressb Elektr.-Branche (1892)] 1892 [Adressb Elektr.-Branche (1892)]  
Schleusenanlagen 1905 1906: "In neuester Zeit" 1905 1906: "In neuester Zeit"  
Schmiedestücke          
Staubabsaugvorrichtungen 1905 1906: "In neuester Zeit" 1905 1906: "In neuester Zeit"  
Torpedos 1878 Beginn 1878 [Ingenieurwerke Berlin (1906) 482]  
Untergestelle für elektrische Lokomotiven          




Personal

Zeit gesamt Arbeiter Angest. Lehrl. Kommentar
1892 2000       in der Quelle als "Arbeiterzahl" bezeichnet
1911 3500       [EbWes d Gegenw (1911) II 138]




Firmen-Änderungen, Zusammenschüsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1855 falsche Schreibweise danach Schwarzkopf Schwarzkopf soll "Schwartzkopff" bedeuten""
1870 Umbenennung zuvor Eisengießerei und Maschinenfabrik von L. Schwartzkopff Schwartzkopff --> Berliner Aktiengesellschaft




Allgemeines

ZEIT1943
THEMAOrgane und Kapital der Gesellschaft
TEXTVorstand: Dipl.-Ing. Walther Winterle, Berlin, Vorsitzer; Dipl.-Ing. Ernst Sporleder, Berlin; Dipl.-Ing. Oskar Stamm, Wildau. Aufsichtsrat: Hans Weltzien, Staatsfinanzrat a, D., Geschäftsinhaber der Berliner Handels-Gesellschaft, Berlin- Dahlem, Vorsitzer; Fritz Wintermantel, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, Berlin, stellv. Vorsitzer; Dr. Herbert v. Breska, Geschäftsinhaber der Berliner Handels-Gesellschaft, Berlin; Eugen Brückmann, Berlin-Grunewald; Dr. Walter Nettelrodt, Vorstandsmitglied der Eisenbahn-Verkehrsmittel- A.-G., Berlin; Karl Schirner, Vorsitzer des Vorstandes der Deutschen Erdöl A.-G., Berlin. Abschlußprüfer für das Geschäftsjahr 1942/43: Deutsche Treuhand-Gesellschaft, Berlin. Geschäftsjahr: 1. Juli bis 30. Juni. Hauptversammlung (Stimmrecht): je nom. RM 100,00-Stammaktien 1 Stimme, je nom. RM 100,00 Vorzugsaktien 1 Stimme, in den bekannten drei Fällen jedoch 5 Stimmen. Reingewinn-Verwendung: a) Zunächst wird der Gewinnanteil auf die Vorzugsaktien nachgezahlt, soweit auf diese in früheren Jahren weniger als 6 % Gewinnanteil für das Jahr verteilt wurden, b) Darauf erhalten die Vorzugsaktien 6 % Gewinnanteil für das abgelaufene Geschäftsjahr c) Sodann erhalten die Inhaber der Stammaktien einen Gewinnanteil bis zu 4 % des Nennwertes, d) Der Rest wird als weiterer Gewinnanteil auf die Stammaktien verteilt, soweit die Hauptversammlung nicht eine andere Verwendung bestimmt. Grundkapital: nom. RM 7.875.000,00 Stammaktien in 25000 Stücken zu je RM 100,00 (Nr. 1 - 25000), in 5375 Stücken zu je RM 1.000,00 (Nr. 25001 - 30375), nom. RM 445.000,00 Vorzugsaktien in 4450 Stücken zu je RM 100,00 (Nr. l - 4450). RM 8.320.000,00. Vertretene Aktionäre: In der H.-V. vom 7. Dezember 1942 waren insgesamt RM 4.903.200,00 Stamm- und Reichsmark 455.100,00 Vorzugsaktien vertreten, davon Reichsmark l 725 WO,00 durch die Berliner Handels-Gesellschaft, Reichsmark l 120.000,00 durch die Deutsche Bank, RM 892.000,00 durch die Dresdner Bank, RM 155.000,00 durch die Commerzbank und RM 151.000,00 durch von der Heydt & Co.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 49]


THEMAZweck und Gegenstand des Unternehmens (Organe und Kapital der Gesellschaft)
TEXTGegenstand des Unternehmens: Anfertigung und Vertrieb von Maschinen und Konstruktionen aller Art, insbesondere von Lokomotiven. Die Gesellschaft ist befugt, sich an anderen Unternehmungen gleicher oder verwandter Art zu beteiligen, Zweigniederlassungen im In- und Auslande zu errichten sowie Interessengemeinschafts- oder ähnliche Verträge abzuschließen. Erzeugnisse: Dampf- und Motorlokomotiven für jede Spurweite, Untergestelle für elektrische Lokomotiven, Druckluftlokomotiven, Hochdruckkompressoren für Bergwerke und chemische Werke, Linotype-Setzmaschinen für Buch- und Zeitungsdruck, Owens-Flaschenmaschinen, Einrichtungen für Flaschenfabriken, Dampf- und Motorstraßenwalzen, Flüssigkeitsgetriebe, Eisenguß, Metallguß, Schmiedestücke. (Vorstand: Dipl.-Ing. Walther Winterle, Berlin, Vorsitzer; Dipl.-Ing. Ernst Sporleder, Berlin; Dipl.-Ing. Oskar Stamm, Wildau. Aufsichtsrat: Hans Weltzien, Staatsfinanzrat a, D., Geschäftsinhaber der Berliner Handels-Gesellschaft, Berlin- Dahlem, Vorsitzer; Fritz Wintermantel, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, Berlin, stellv. Vorsitzer; Dr. Herbert v. Breska, Geschäftsinhaber der Berliner Handels-Gesellschaft, Berlin; Eugen Brückmann, Berlin-Grunewald; Dr. Walter Nettelrodt, Vorstandsmitglied der Eisenbahn-Verkehrsmittel- A.-G., Berlin; Karl Schirner, Vorsitzer des Vorstandes der Deutschen Erdöl A.-G., Berlin. Abschlußprüfer für das Geschäftsjahr 1942/43: Deutsche Treuhand-Gesellschaft, Berlin. Geschäftsjahr: 1. Juli bis 30. Juni. Hauptversammlung (Stimmrecht): je nom. RM 100,00-Stammaktien 1 Stimme, je nom. RM 100,00 Vorzugsaktien 1 Stimme, in den bekannten drei Fällen jedoch 5 Stimmen. Reingewinn-Verwendung: a) Zunächst wird der Gewinnanteil auf die Vorzugsaktien nachgezahlt, soweit auf diese in früheren Jahren weniger als 6 % Gewinnanteil für das Jahr verteilt wurden, b) Darauf erhalten die Vorzugsaktien 6 % Gewinnanteil für das abgelaufene Geschäftsjahr c) Sodann erhalten die Inhaber der Stammaktien einen Gewinnanteil bis zu 4 % des Nennwertes, d) Der Rest wird als weiterer Gewinnanteil auf die Stammaktien verteilt, soweit die Hauptversammlung nicht eine andere Verwendung bestimmt. Grundkapital: nom. RM 7.875.000,00 Stammaktien in 25000 Stücken zu je RM 100,00 (Nr. 1 - 25000), in 5375 Stücken zu je RM 1.000,00 (Nr. 25001 - 30375), nom. RM 445.000,00 Vorzugsaktien in 4450 Stücken zu je RM 100,00 (Nr. l - 4450). RM 8.320.000,00. Vertretene Aktionäre: In der H.-V. vom 7. Dezember 1942 waren insgesamt RM 4.903.200,00 Stamm- und Reichsmark 455.100,00 Vorzugsaktien vertreten, davon Reichsmark l 725 WO,00 durch die Berliner Handels-Gesellschaft, Reichsmark l 120.000,00 durch die Deutsche Bank, RM 892.000,00 durch die Dresdner Bank, RM 155.000,00 durch die Commerzbank und RM 151.000,00 durch von der Heydt & Co.)


THEMABesitzverhältnisse (Organe und Kapital der Gesellschaft)
TEXTBesitz- und Betriebsbeschreibung: 1. Werk Berlin. Anlagen: Gießerei, Werkstätten für Feinmaschinenbau, Anschluß an die Reichsbahn, eigene Kraftzentrale mit zwei Dieselmotoren, einer Lokomobile und Anschluß an das Städtische Elektrizitätswerk. 2. Werk Wildau (Kr. Teltow). Anlagen: Lokomotivfabrik, allgemeiner Maschinenbau, Schmiede, Gleisanschluß, eigene Eisenbahnhaltestelle, eigener Stichkanal zum Dahmefluß mit modernsten Entladevorrichtungen, eigene Kraftzentrale mit Dampfturbinen. Häuser: Verwaltungsgebäude. (Vorstand: Dipl.-Ing. Walther Winterle, Berlin, Vorsitzer; Dipl.-Ing. Ernst Sporleder, Berlin; Dipl.-Ing. Oskar Stamm, Wildau. Aufsichtsrat: Hans Weltzien, Staatsfinanzrat a, D., Geschäftsinhaber der Berliner Handels-Gesellschaft, Berlin- Dahlem, Vorsitzer; Fritz Wintermantel, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, Berlin, stellv. Vorsitzer; Dr. Herbert v. Breska, Geschäftsinhaber der Berliner Handels-Gesellschaft, Berlin; Eugen Brückmann, Berlin-Grunewald; Dr. Walter Nettelrodt, Vorstandsmitglied der Eisenbahn-Verkehrsmittel- A.-G., Berlin; Karl Schirner, Vorsitzer des Vorstandes der Deutschen Erdöl A.-G., Berlin. Abschlußprüfer für das Geschäftsjahr 1942/43: Deutsche Treuhand-Gesellschaft, Berlin. Geschäftsjahr: 1. Juli bis 30. Juni. Hauptversammlung (Stimmrecht): je nom. RM 100,00-Stammaktien 1 Stimme, je nom. RM 100,00 Vorzugsaktien 1 Stimme, in den bekannten drei Fällen jedoch 5 Stimmen. Reingewinn-Verwendung: a) Zunächst wird der Gewinnanteil auf die Vorzugsaktien nachgezahlt, soweit auf diese in früheren Jahren weniger als 6 % Gewinnanteil für das Jahr verteilt wurden, b) Darauf erhalten die Vorzugsaktien 6 % Gewinnanteil für das abgelaufene Geschäftsjahr c) Sodann erhalten die Inhaber der Stammaktien einen Gewinnanteil bis zu 4 % des Nennwertes, d) Der Rest wird als weiterer Gewinnanteil auf die Stammaktien verteilt, soweit die Hauptversammlung nicht eine andere Verwendung bestimmt. Grundkapital: nom. RM 7.875.000,00 Stammaktien in 25000 Stücken zu je RM 100,00 (Nr. 1 - 25000), in 5375 Stücken zu je RM 1.000,00 (Nr. 25001 - 30375), nom. RM 445.000,00 Vorzugsaktien in 4450 Stücken zu je RM 100,00 (Nr. l - 4450). RM 8.320.000,00. Vertretene Aktionäre: In der H.-V. vom 7. Dezember 1942 waren insgesamt RM 4.903.200,00 Stamm- und Reichsmark 455.100,00 Vorzugsaktien vertreten, davon Reichsmark l 725 WO,00 durch die Berliner Handels-Gesellschaft, Reichsmark l 120.000,00 durch die Deutsche Bank, RM 892.000,00 durch die Dresdner Bank, RM 155.000,00 durch die Commerzbank und RM 151.000,00 durch von der Heydt & Co.)