Berliner Maschinenbau-Aktiengesellschaft vormals L. Schwartzkopff


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Berliner Maschinenbau-Aktiengesellschaft vormals L. Schwartzkopff: BMAG: Verwaltungsgeb├Ąude Chausseestra├če Berliner Maschinenbau-Aktiengesellschaft vormals L. Schwartzkopff: BMAG:


Allgemeines

FirmennameBerliner Maschinenbau-Aktiengesellschaft vormals L. Schwartzkopff
OrtssitzBerlin
OrtsteilN 4
Stra├čeChausseestr. 23
Postleitzahl10115
Art des UnternehmensLokomotiv- und Maschinenfabrik
AnmerkungenBis 1870: Louis Schwartzkopff (s.d.). Werk I Scheringstra├če, und nach 1945 Werk III Reinickendorf, Werk IV Borsigwalde. Siehe auch ab Sept. 1900: Werk in Wildau (Lok-Produktion ab 1901 dem Werk Wildau zugeordnet); dort ab 1913 auch der allgemeine Maschinenbau. Tochterfirma ab 1907: "Maffei-Schwartzkopff-Werke GmbH" (s.d.). Nachfolgefirmen des Werks Wildau: 1948-1949: "Fahrzeugs und Beschaffungs GmbH Wildau", 1949-1950: "LOWA Lokomotivbau Wildau VEB" (Lokomotiv- und Waggonbau); 1050-1952: "VEB ABUS Schwermaschinenbau Wildau", 1952-1990: "VEB Schwermaschinenbau 'Heinrich Rau'", 1990-1995 (Liquidation): "Schwermaschinenbau Aktiengesellschaft Wildau".
Quellenangaben[Masch-Ind (1939) 140] [Messerschmidt: Tb dt Lokomotivfabriken (1977)] [Matscho├č: Entw. der Dampfmasch I (1908) 187] http://www.schwartzkopff-wildau.de (2006) [Handbuch A.-G. (1943) 49]
Hinweise[Haeber; Lawrenz: Schwartzkopff-Lokomotiven (1986)]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1852 Louis Schwartzkopff gr├╝ndet auf dem Grundst├╝ck Chausseestra├če 23 die "Eisengie├čerei und Maschinenbauanstalt von L. Schwartzkopff", das Vorg├Ąnger-Unternehmen. In der ersten Zeit wendet er sich vorwiegend dem Eisengu├čbetriebe sowie der Erzeugung von Spezialmaschinen eigener Konstruktion, sp├Ąter auch der Herstellung von Eisenbahn-Bedarfsartikeln zu.
01.07.1870 Umwandlung der "Eisengie├čerei und Maschinenfabrik von L. Schwartzkopff" in eine Aktiengesellschaft mit einem Grundkapital von M 6.000.000,00 unter ├ťbernahme der Firma L. Schwartzkopff, Berlin. Generaldirektor wird Louis Schwartzkopff.
01.07.1870 Umfirmierung aus: L. Schwartzkopff
Fr├╝hjahr 1871 Ledebur verl├Ą├čt nicht v├Âllig zusagende Stellung bei Schwartzkopff in Berlin
1873 Auslieferung der 500. Lokomotive
18.09.1877 Erstmals wird die preu├čische G 4-Lokomotive ausgeliefert
Ende 1870er Aufnahme des Dampfmaschinenbaues
1878 Beginn der Herstellung von Torpedos
1879 Anlage eines Torpedo-Schie├čstands und einer Reparaturwerkstatt in Kiel
1879 Die 1000. Lokomotive wird gebaut.
1879 Die durch einfache Pressung erzeugten Lokomotiv-Radsterne und und Kreuzk├Âpfe erregen auf der Berliner Gewerbeausstellung Aufsehen. Die Radsterne sind aus einzelnen geschmiedeten Speichen mit beiderseitig aufgelegten Nabenscheiben mit dem Felgenkranz unter der Presse zusammengeschwei├čt.
bis 1882 Verschiedene russische Bahngesellschaften erhalten seit 1869 insgesamt 534 Lokomotiven (Spurweite 1524 mm) von Schwartzkopff.
1885 Beginn der Herstellung von elektrischen Maschinen
1885 Beginn der Herstellung von Gasmotoren
1888 An die Stelle von L. Schwartzkopff als Direktor tritt sein Schwiegersohn Emil Kaselowsky
30.06.1888 Kommerzienrat L. Schwartzkopff legt nach 36j├Ąhriger T├Ątigkeit sein Amt als Generaldirektor der "Berliner Maschinenbau-AG" nieder. Danach ├╝bernimmt er eine Position im Aufsichtsrat.
1890 Die erste Tramway-Lokomotive (Achsfolge B, Fabr.-Nr. 1628) wird ausgeliefert
1891 Vergr├Â├čerung des "Neuen Werks", das von der Scheringstra├če, der Hussitenstra├če, der Grenzstra├če und der Berlin-Stettiner Bahn eingeschlossen wird
1896 J. Mayer schlie├čt den Vertrag zum Bau der Linotype
28.10.1896 Gr├╝ndung der Mergenthaler Stetzmaschinen-Fabrik GmbH
1897 Die BMAG erwirbt ein ca. 600 000 m┬▓ gro├čen Grundst├╝cke in Wildau im S├╝den von Berlin - Beginn des Aufbaues einer neuen Fertigungsanlage mit Wohnsiedlung und dazugeh├Âriger Infrastruktur
1897 Die Fabrikation der Linotype-Setzmaschine wird aufgenommen. Der Lokomotivbau bleibt dabei weiter der Hauptzweig.
1899 Errichtung der Lokomotivenfabrik in Wildau bei Berlin
1900 Schlie├čung des Stammwerks
1900 Emil Kaselowsky bleibt bis 1900 Direktor; er stirbt wenige Monate nach seinem R├╝cktritt
01.09.1900 Betriebsaufnahme im Werk Wildau
1901-1903 In den Jahren nach 1900 wird der Bau von Kolbenpumpen und Patent-Hochdruck-Zentrifugalpumpen sowie die Herstellung von kompletten Anlagen f├╝r Druckluftgrubenbahnen und Spezialmaschinen zur Herstellung von Glasflaschen und Glasr├Âhren aufgenommen.
1903 Ernennung des ehem. Eisenbahndirektors und jetzigen zweiten Direktors der "Berliner Maschinenbau AG, vormals L. Schwartzkopff", Hermann Rumsch├Âttel in Berlin, zum Geheimen Baurat. Gegengezeichnet vom Minister der ├Âffentlichen Arbeiten, Victor von Podbielski (1844-1916).
1905 Abbruch des Stammwerks, Werksleitung: Chausseestr. 23
1905 Auslieferung der ersten Baumusterlokomotiven der preu├čischen T 16 (mit Schmidt'schem Rauchkammer├╝berhitzer)
1906 1888 - 1905 wurden 840 Verbundlokomotiven gebaut
1906 Dier ersten preu├čischen P 8 (sp├Ąter Baureihe 38.10) mit Schmidt'schen Rauchrohr├╝berhitzer werden bei der BMAG, vorm. L. Schwartzkopff fertiggestellt.
1906 Schwartzkopff liefert die erste in Deutschland hergestellte Druckluftlokomotive an den K├Âlner Bergwerksverein.
1906 Ablieferung der ersten preu├čischen P 8 (Fabr.-Nr. 3616), die vom Lokomotivdezernenten Robert Garbe in Zusammenarbeit vom den Direktoren Br├╝ckmann und Rumsch├Âttel von Schwartzkopff sowie dem Oberingenieur Hoffmann der Schmidt'schen Hei├čdampfgesellschaft konstruiert wurde. Die BMAG wird von den insgeamt ca. 3800 der P 8-Lokomoitve 1027 St├╝ck bauen.
04.07.1907 Gemeinsame Gr├╝ndung der Maffei-Schwartzkopff-Werke mit J. A. Maffei, M├╝nchen. Fertigung von Dampfturbinen, Generatoren, Zentrifugalpumpen.
1908 F├╝r die im Verein mit der Firma J. A. Maffei, M├╝nchen, gegr├╝ndeten "Maffei-Schwartzkopff-Werke G.m.b.H." werden neue Werkst├Ątten neben der Lokomotivenfabrik in Wildau errichtet. Diese ├╝bernehmen von der "Berliner Maschinenbau-A.-G. vorm. L. Schwartzkopff" die elektrotechnische und Zentrifugalpumpenbau- Abteilung, w├Ąhrend ihnen Maffei den Bau von Dampfturbinen, System Melms und Pfenniger, ├╝berl├Ą├čt.
1909 Seit 1909 nimmt die Firma im Verein mit den Maffei-Schwartzkopff-Werken auch den Bau von elektrischen Lokomotiven f├╝r Voll-, Neben-, Industrie- und Grubenbahnen auf.
1910 3527 Lokomotiven geliefert, seit 1905: 530 Hei├čdampflokomotiven
1913 Verlegung des Allgemeinen Maschinenbaus in eine neue gr├Â├čere Werkst├Ątte nach Wildau
1923 Als sich nach dem Kriege 1914/18 ein gro├čer Bedarf an Stra├čenbau-Maschinen bemerkbar macht, nimmt die Gesellschaft auch den Bau von Stra├čenwalzen, der eine Zeitlang ruhte, wieder auf.
01.07.1923 Erwerbung des Hauses Ecke Chausseestr./Zinnowitzer Str., Umbau zum Linotype-Haus
1924 Die Firma entschlie├čt sich, auch den Bau von Diesel-Lokomotiven aufzunehmen, nachdem es ihr mit dem Diplom-Ingenieur Huwiler gelungen war, ein sicher, und zwar stufenlos arbeitendes Getriebe herauszubringen, das sich auch f├╝r viele andere Zwecke verwenden l├Ą├čt.
1924 Zur Verwertung der einschl├Ągigen Auslandspatente wird die "A.-G. f├╝r hydraulische Getriebe System Schwartzkopff-Huwiler in Basel" gegr├╝ndet.
1925 F. W. Eckardt, Ingenieur bei Schwartzkopff, erh├Ąlt ein Patent (DRP 435471) auf sein Lenkgestell (z.B. bei der BR 84 (BMAG-Lieferungen) f├╝r die M├╝glitztalbahn eingebaut).
01.10.1925 Herbst 1925: Einweihung des Linotype-Hauses
1926 Verkauf von ca. 4000 qm Gel├Ąnde am Stettiner Bahnhof in Berlin f├╝r RM 1.200.000,00.
1926 Die Gesellschaft nimmt auch die Fabrikation von Druck- und Papierverarbeitungsmaschinen auf.
1928 Die Gesellschaft erwirbt von der S├Ąchsischen Maschinenfabrik vorm. R. Hartmann A.-G., Chemnitz, die Lokomotivbauquote. Die notwendigen Zeichnungen, Modelle und Gesenke werden mit ├╝bernommen unter gleichzeitiger Beteiligung an der Gesellschaft mit RM 1.000.000,00.
1929 Nach den Vorschl├Ągen von S. L├Âffler baut die Firma Schwartzkopff eine 2C1-Schnellzuglokomotive f├╝r 120 at├╝ (Bauart Schwarztzkopff-L├Âffler)
1929 ├ťbernahme der Lokomotivquote der S├Ąchsischen Maschinenfabrik, vorm. R. Hartmann
1930 Die zweite deutsche Hochdruck-Dampflokomotive, gebaut von der Berliner Maschinenbau AG, vorm. L. Schwartzkopff, Hochdrucksystem Prof. Stephan L├Âffler (1877-1929) f├╝r 120 at├╝, Betriebsnummer der Deutschen Reichsbahn H 02 1001 (2'C1'h3) wird fertiggestellt. Sie bringt gegen├╝ber der Baureihe 01 Kohleersparnisse von 17 bis 25%. Die Versuche werden 1934 abgebrochen und die Lok an die Herstellerfirma zur├╝ckgegeben.
06.1931 Die Gesellschaft verkauft ihre 50prozentige Beteiligung an der Maffei-Schwartzkopff-Werke G. m. b. H., Berlin, an die AEG.
22.12.1931 Die Hauptversammlung vom 22. Dezember 1932 beschlie├čt mit Wirkung per 30. Juni 1932 eine Kapitalherabsetzung in erleichterter Form von RM 18.000.000,00 auf RM 7.875.000,00.
1934-1935 Vornahme von Neuinvestitionen gr├Â├čeren Umfanges an Anlagen und Maschinenpark. Erh├Âhung der Beteiligung an der Arca-Regler A.-G. Die A.-G. f├╝r hydraulische Getriebe System Schwartzkopff-Huwiler, Basel, trat in Abwicklung.
1934-1935 Verkauf der nom. RM 1.000.000,00 Aktien der in Abwicklung befindlichen S├Ąchsischen Maschinenfabrik Rich. Hartmann A.-G., Chemnitz.
1935-1936 Aufl├Âsung der Baugesellschaft Wildau m. b. H. Beendigung der Abwicklung der A.-G. f├╝r hydraulische Getriebe System Schwartzkopff-Huwiler. Ver├Ąu├čerung der Beteiligung an der Arca-Regler A.-G., Berlin (50.38 %).
1939-1940 Umwandlung der Wohlfahrtskassen in selbst├Ąndige Gesellschaften. - Aufnahme einer langfristigen Hypothek von RM 3.000.000,00.
1940-1941 Ankauf eines Wohngrundst├╝ckes in Wildau
1940 Bau der Dampflokomotiven 50 412 - 429 lt. Kaufvertrag 03.419/63.137; Preis: 177.500,00 RM je Lok
1940-1941 Buchwert der Wertpapiere: RM 3.452.957,44
1940-1941 Fabrikationsvertrag mit der "Mergenthaler Selzmaschinenfabrik G.m.b.H.", Berlin N 4, Chausseestra├če 24.
1941 Bau der Dampflokomotiven 50 1022 - 1094 lt. Kaufvertrag 03.419/63.458; Preis: 177.500,00 RM je Lok
1941/42 Bau der Dampflokomotiven 50 1290 - 1344 lt. Kaufvertrag 03.419/63.176; Preis: 164.980,00 RM je Lok
1941 Bau der Dampflokomotiven 50 1814 - 1891 lt. Kaufvertrag 03.419/63.493; Preis: 182.080,00 RM je Lok
1941/42 Bau der Dampflokomotiven 50 2554 - 2637 lt. Kaufvertrag 03.419/63.823; Preis: 182.080,00 RM je Lok
1942 Bau der Dampflokomotiven 50 2863 - 2924 lt. Kaufvertrag 03.419/63.120; Preis: 149.080,00 RM je Lok
03.09.1943 Erster Bombenangriff auf das Linotype-Haus
1945 Zerst├Ârung der Hauptverwaltung in der Chausseestra├če bei den K├Ąmpfen um Berlin. Betr├Ąchtliche Sch├Ąden im Werk an der Ackerstra├če (Scheringstra├če).
03.02.1945 Drei Sprengbomben, st├Ąrkste Zerst├Ârungen [Linotype-Brevier (ca. 1952) 89]
28.05.1945 Beginn der Demontage bei der BMAG
01.06.1945 bis 31.12.1945 Demontage des gesamten Werkes und Abri├č der gro├čen Werkhallen der BMAG und der AEG (vorm. MSW) in Wildau. Danach beginnt man auf dem Werksgel├Ąnde wieder mit Reparatur- und Schlosserarbeiten, bald auch mit der Produktion von Maschinen und Anlagen im Auftrag und unter Verwaltung der SMAD
01.07.1945 Juli 1945: Wiederaufnahme der Arbeit bei der BMAG [Linotype-Brevier]
20.09.1945 Wiederaufnahme der Produktion




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Dampfkessel 1892 [Adressb Elektr.-Branche (1892)] 1905 [Mengebier (1905)]  
Dampflokomotiven 1870 Beginn (Umwandlung) 1945 Ende 1911: Hauptzweig der Fabrikation
Dampfmaschinen 1892 [Adressb Elektr.-Branche (1892)] 1892 [Adressb Elektr.-Branche (1892)]  
Dampfstra├čenwalzen          
Dampftriebwagen 1880 f├╝r Niederschl.-M├Ąrk. Eb. 1880 f├╝r Niederschl.-M├Ąrk. Eb. Weissenborn'sche Triebwagen, System "Rowan"
Druckmaschinen          
elektrische Maschinen 1885 Beginn 1885 [Ingenieurwerke Berlin (1906) 482]  
Einrichtungen f├╝r Flaschenfabriken          
Eisengu├č 1870 Beginn (Umwandlung)      
Elektromotoren 1885 Beginn 1892 [Adressb Elektr.-Branche (1892)]  
Fl├╝ssigkeitsgetriebe          
Gasmotoren 1885 Beginn 1892 [Adressb Elektr.-Branche (1892)]  
Hochdruck-Kreiselpumpen 1905 1906: "In neuester Zeit" 1905 1906: "In neuester Zeit"  
Hochdruckkompressoren f├╝r Bergwerke u. chem. Werke          
Hochdruckkompressoren f├╝r Bergwerke u. chem. Werke          
Hochdruckkompressoren f├╝r Bergwerke u. chem. Werke          
Kraft├╝bertragungsalagen 1892 [Adressb Elektr.-Branche (1892)] 1892 [Adressb Elektr.-Branche (1892)]  
Linotype-Setzmaschinen f├╝r Buch- und Zeitungsdruck 1899 Erste Erw├Ąhnung   Letzte Erw├Ąhnung Gr├╝ndung der Mergenthaler-Setzmaschinenfabrik: 28.10.1896
Lokomobilen 1892 [Adressb Elektr.-Branche (1892)] 1892 [Adressb Elektr.-Branche (1892)]  
Motorlokomotiven          
Motorstra├čenwalzen          
Papierverarbeitungsmaschinen          
Petroleummotoren 1892 [Adressb Elektr.-Branche (1892)] 1892 [Adressb Elektr.-Branche (1892)]  
Schleusenanlagen 1905 1906: "In neuester Zeit" 1905 1906: "In neuester Zeit"  
Schmiedest├╝cke          
Staubabsaugvorrichtungen 1905 1906: "In neuester Zeit" 1905 1906: "In neuester Zeit"  
Torpedos 1878 Beginn 1878 [Ingenieurwerke Berlin (1906) 482]  
Untergestelle f├╝r elektrische Lokomotiven          




Personal

Zeit gesamt Arbeiter Angest. Lehrl. Kommentar
1892 2000       in der Quelle als "Arbeiterzahl" bezeichnet
1911 3500       [EbWes d Gegenw (1911) II 138]




Firmen-Änderungen, Zusammenschüsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1940 Interessengemeinschaft danach Weberei, Bleicherei, F├Ąrberei u. Appreturanstalt Eislingen GmbH, vorm. Jung & Sixt Fabrikationsvertrag
1907 Nebenwerk danach Maffei-Schwartzkopff-Werke GmbH zusammen mit J. A. Maffei, M├╝nchen
1870 Umbenennung zuvor Eisengie├čerei und Maschinenfabrik von L. Schwartzkopff Schwartzkopff --> BMAG
1900 Umbenennung danach Berliner Maschinenbau-Aktiengesellschaft vormals L. Schwartzkopff, Lokomotivfabrik Wildau Er├Âffnung in Wildau am 1. Sept.




Allgemeines

ZEIT1943
THEMAOrgane und Kapital der Gesellschaft
TEXTVorstand: Dipl.-Ing. Walther Winterle, Berlin, Vorsitzer; Dipl.-Ing. Ernst Sporleder, Berlin; Dipl.-Ing. Oskar Stamm, Wildau. Aufsichtsrat: Hans Weltzien, Staatsfinanzrat a, D., Gesch├Ąftsinhaber der Berliner Handels-Gesellschaft, Berlin- Dahlem, Vorsitzer; Fritz Wintermantel, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, Berlin, stellv. Vorsitzer; Dr. Herbert v. Breska, Gesch├Ąftsinhaber der Berliner Handels-Gesellschaft, Berlin; Eugen Br├╝ckmann, Berlin-Grunewald; Dr. Walter Nettelrodt, Vorstandsmitglied der Eisenbahn-Verkehrsmittel- A.-G., Berlin; Karl Schirner, Vorsitzer des Vorstandes der Deutschen Erd├Âl A.-G., Berlin. Abschlu├čpr├╝fer f├╝r das Gesch├Ąftsjahr 1942/43: Deutsche Treuhand-Gesellschaft, Berlin. Gesch├Ąftsjahr: 1. Juli bis 30. Juni. Hauptversammlung (Stimmrecht): je nom. RM 100,00-Stammaktien 1 Stimme, je nom. RM 100,00 Vorzugsaktien 1 Stimme, in den bekannten drei F├Ąllen jedoch 5 Stimmen. Reingewinn-Verwendung: a) Zun├Ąchst wird der Gewinnanteil auf die Vorzugsaktien nachgezahlt, soweit auf diese in fr├╝heren Jahren weniger als 6 % Gewinnanteil f├╝r das Jahr verteilt wurden, b) Darauf erhalten die Vorzugsaktien 6 % Gewinnanteil f├╝r das abgelaufene Gesch├Ąftsjahr c) Sodann erhalten die Inhaber der Stammaktien einen Gewinnanteil bis zu 4 % des Nennwertes, d) Der Rest wird als weiterer Gewinnanteil auf die Stammaktien verteilt, soweit die Hauptversammlung nicht eine andere Verwendung bestimmt. Grundkapital: nom. RM 7.875.000,00 Stammaktien in 25000 St├╝cken zu je RM 100,00 (Nr. 1 - 25000), in 5375 St├╝cken zu je RM 1.000,00 (Nr. 25001 - 30375), nom. RM 445.000,00 Vorzugsaktien in 4450 St├╝cken zu je RM 100,00 (Nr. l - 4450). RM 8.320.000,00. Vertretene Aktion├Ąre: In der H.-V. vom 7. Dezember 1942 waren insgesamt RM 4.903.200,00 Stamm- und Reichsmark 455.100,00 Vorzugsaktien vertreten, davon Reichsmark l 725 WO,00 durch die Berliner Handels-Gesellschaft, Reichsmark l 120.000,00 durch die Deutsche Bank, RM 892.000,00 durch die Dresdner Bank, RM 155.000,00 durch die Commerzbank und RM 151.000,00 durch von der Heydt & Co.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 49]


ZEIT1943
THEMAZweck und Gegenstand des Unternehmens
TEXTGegenstand des Unternehmens: Anfertigung und Vertrieb von Maschinen und Konstruktionen aller Art, insbesondere von Lokomotiven. Die Gesellschaft ist befugt, sich an anderen Unternehmungen gleicher oder verwandter Art zu beteiligen, Zweigniederlassungen im In- und Auslande zu errichten sowie Interessengemeinschafts- oder ├Ąhnliche Vertr├Ąge abzuschlie├čen. Erzeugnisse: Dampf- und Motorlokomotiven f├╝r jede Spurweite, Untergestelle f├╝r elektrische Lokomotiven, Druckluftlokomotiven, Hochdruckkompressoren f├╝r Bergwerke und chemische Werke, Linotype-Setzmaschinen f├╝r Buch- und Zeitungsdruck, Owens-Flaschenmaschinen, Einrichtungen f├╝r Flaschenfabriken, Dampf- und Motorstra├čenwalzen, Fl├╝ssigkeitsgetriebe, Eisengu├č, Metallgu├č, Schmiedest├╝cke.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 49]


ZEIT1943
THEMABesitzverh├Ąltnisse
TEXTBesitz- und Betriebsbeschreibung: 1. Werk Berlin. Anlagen: Gie├čerei, Werkst├Ątten f├╝r Feinmaschinenbau, Anschlu├č an die Reichsbahn, eigene Kraftzentrale mit zwei Dieselmotoren, einer Lokomobile und Anschlu├č an das St├Ądtische Elektrizit├Ątswerk. 2. Werk Wildau (Kr. Teltow). Anlagen: Lokomotivfabrik, allgemeiner Maschinenbau, Schmiede, Gleisanschlu├č, eigene Eisenbahnhaltestelle, eigener Stichkanal zum Dahmeflu├č mit modernsten Entladevorrichtungen, eigene Kraftzentrale mit Dampfturbinen. H├Ąuser: Verwaltungsgeb├Ąude.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 49]