Escher, Wyss & Co.

Allgemeines

FirmennameEscher, Wyss & Co.
OrtssitzZ├╝rich
Art des UnternehmensMaschinenfabrik
AnmerkungenHier: Hauptsitz Z├╝rich. 1949: Escher Wyss Maschinenfabriken AG. Seit 1969 zu "Sulzer AG" und ab 1983: "Sulzer-Escher-Wyss AG"., Seit 1990 Umnutzung des Werksgel├Ąndes in der Hard zum "Technopark". Siehe auch Zweigwerk in Ravensburg.
Quellenangaben[150 Jahre Escher-Wyss (1955)] [VDI 47 (1903) 1162] [Guide to Swiss hydraulic developments (1926) 520] [Matschoss: Entw Dampfmasch (1908) I, 212] http://www.escher-wyss-areal.ch




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
31.01.1805 Der Kleine Rat von Z├╝rich bewilligt "zur F├Ârderung der Industrie und zum Nutzen des Kantons" die Gr├╝ndung einer mechanischen Spinnerei an der Neum├╝hle
10.03.1805 Gr├╝ndung einer Spinnerei am Neum├╝hlequai (Stampfenbach) unter Mitwirkung von 8 M├Ąnnern durch Hans Caspar Escher vom Felsenhof (1775-1859) zusammen mit dem Bankier und juristischen Berater Salomon von Wyss (1769?1827) mit einem Kapital von 80.000 Gulden. - Bald beginnt eigener Maschinenbau (Spinnereimaschinen) als erste Maschinenfabrik der Schweiz.
1807 Die ersten nach englischen Vorbildern gebauten Spinnmaschinen arbeiten in der Neum├╝hle
02.1807 Der Begr├╝nder des Werks kann im Februar seinen Gesch├Ąftsteilhabern das erste Garn zeigen, das er mit einer selbst gebauten Maschine gewonnen hat.
1809 Da die R├Ąumlichkeiten der Neum├╝hle und des Bollwerkes zu eng geworden sind, wird ein Teil des Betriebs in die Waser'sche Walche verlegt.
1810 Beginn des Maschinenbaues f├╝r den fremden Bedarf
1810 Im Betrieb in der Waser'schen Walche werden die ersten Spinnmaschinen und Wasserr├Ąder f├╝r Kunden gebaut. - Sp├Ąter wird die Anlage durch den Erwerb der Limmatburg vergr├Â├čert und nach englischem Vorbild modern ausgestattet: eisernes Wasserrad, Dampfheizung, Blitzableiter, Gasbeleuchtung.
1826 Der einzige Sohn von Caspar Escher, Albert Escher, kehrt aus England, wo er eine vorz├╝gliche Ausbildung erhielt, in die Schweiz zur├╝ck und tritt als Volont├Ąr bei Escher-Wyss ein. Dort ├╝bernimmt er den Maschinenbau, der vor├╝bergehend stark zur├╝ckgefallen war und mit 16 Arbeitern im Schatten der Spinnerei steht.
1826 Bau einer Kupferschmiede, einer Kesselschmiede und einer Schreinerei
1830 Bau einer Gie├čerei
1831 Bau des ersten Dampfkessels der Schweiz
1831 Josef Trick erh├Ąlt eine Stelle bei "Escher, Wyss & Cie." in Z├╝rich.
1832 Albert Escher vervielfacht in den sechs Jahren seit seinem Eintritt in die Firma Escher-Wyss (1826) den Auftragsbestand der Maschinenbauabteilung, indem er in Feldkirch, Neapel und Wien selbst├Ąndig ganze Spinnereien aufstellt.
1832 Albert Escher wird aufgrund seiner Erfolge bei der Ausweitung des Maschinenbaues als Teilhaber in die Firma aufgenommen.
30.01.1833 Beschlu├č des Gro├črats, das Paradiesbollwerk zu schleifen, wodurch die Werkanlage vergr├Â├čert werden kann.
1835 Es arbeiten 400 Leute in der von Albert Escher geleiteten Maschinenfabrik, und deren Ertrag ist der dreifache der Spinnerei. Die Aktion├Ąre, die sich vorher gegen das "neue Gesch├Ąft" gestr├Ąubt haben, geben vorbehaltlos ihre Zustimmung zum weiteren Ausbau der Maschinenfabrik. Darauf f├╝hrt Albert Escher zusammen mit seinem englischen Mitarbeiter Lloyd in der Neum├╝hle den Dampfmaschinen- und Dampfschiffbau ein, arbeitet ein Projekt zur Vergr├Â├čerung der Antriebskraft aus und baut die ersten Wasserturbinen.
1835 Die Gie├čerei erh├Ąlt ein eigenes Geb├Ąude, die vmtl. schon mit einem Kupolofen ausgestattet ist.
um 1835 Anschaffung einer 6-PS-Dampfmaschine als Kraftreserve bei unzureichender Wasserkraft
1836 Bau des ersten Dampfschiffs, der "Linth-Escher", f├╝r den Walensee
1837 Der Bau station├Ąrer Dampfmaschinen wird aufgenommen.
Febr. 1837 Die Schale dieses ersten von der Firma Caspar Escher (sp├Ąter Escher Wyss) erbauten Schiffes "Linth-Escher" l├Ąuft in Z├╝rich von Stapel
1839 Die erste Dampfmaschine wird in Betrieb gesetzt.
1840 Er├Âffnung einer Filiale von Escher-Wyss als "kleines Hilfswerk zur Herstellung schweren und kunstlosen Teile" in Leesdorf (Nieder├Âsterreich) auf Dr├Ąngen von Albert Escher. - Leesdorf baut in den folgenden Jahren ├╝ber 70 Donaudampfer und 400 Dampfmaschinen.
1840 Drei Jahre nach Beginn des Dampfmaschinenbaues werden Dampfmaschinen mit Leistungen bis zu 200 PS gebaut
1840/41 Moritz Schr├Âter sen. tritt in das Zeichenb├╝ro von "Escher, Wyss & Cie." in Z├╝rich ein. Er macht sich dort in f├╝nfj├Ąhriger T├Ątigkeit namentlich als Turbinenkonstrukteur verdient.
1841 Einf├╝hrung oszillierender Schiffsmaschinen
1843 Seit 1837 wurden 19 Dampfer gebaut
1843 Es werden Dampfmaschinen mit Leistungen bis zu 500 PS gebaut
1844 Einf├╝hrung schr├Ągliegender Schiffsmaschinen
1844 Lieferung der ersten Wasserturbinen nach Deutschland und Italien
1845 Albert Escher erkrankt auf einer Reise schwer und stirbt in Manchester. Er h├Ątte die Gesamtleitung des Unternehmens und die Nachfolge Caspar Eschers ├╝bernehmen sollen.
1845 Wenige Jahre nach Aufnahme des Turbinenbaues stellt Escher-Wyss den ersten hydraulischen Regler (mit Servomotor, der durch Druckwasser betrieben wird) her.
1845 Moritz Schr├Âter sen. scheidet als Direktor des Zeichenb├╝ros von "Escher, Wyss & Cie." in Z├╝rich aus.
14.08.1847 Da sich der Schraubenantrieb schlecht bew├Ąhrt (Geschwindigkeit "eines starken Fu├čg├Ąngers" und sehr geringe Stabilit├Ąt), wird der "Delphin" von Escher Wyss in ein Raddampfschiff umgebaut und dabei um 4,5 m verl├Ąngert. Am 14. August 1847 kann der umgebaute Dampfer seinen Dienst auf dem Z├╝richsee wieder aufnehmen.
1848 In die L├╝cke, die der Tod Albert Eschers (1845) hinterlassen hat, tritt zun├Ąchst Caspar Eschers Schwiegersohn Friedrich von May, nachdem er einige Vertragsschwierigkeiten der Firma in Marseille und Wien geordnet hat. Er ├╝bernimmt die Aktien Albert Eschers. Als Anwalt kann er sich aber nie richtig in das Werk einarbeiten, es gelingt ihm jedoch, das Bestehende zusammenzuhalten.
1848 Escher Wyss liefert eine neue Mitteldruck-Balanciermaschine f├╝r die "Spl├╝gen".
1850 Bau der 50. Station├Ąrdampfmaschine
1850 Aufnahme des Baus liegender Dampfmaschinen, bisher nur Balanciermaschinen erbaut
1851 Aufnahme des Baues von Schraubenschiffen / Bau-Nr. 41 f├╝r Lago Maggiore "Benedek"
03.03.1851 Das von Escher Wyss erbaute Schiff "Schwan" l├Ąuft um 14 Uhr von Stapel.
1856 Gr├╝ndung des Zweigwerks in Ravensburg
1856-1866 In der Zeit 1856-66 Bau von 35 Dampflokomotiven. - Danach erfolgt kein weiterer Lokomotivbau.
1857 Aufnahme des Baus von station├Ąren Woolf'schen Maschinen (mit zweistufiger Expansion)
1859 Aufnahme des Baus Woolf'scher Schiffsmaschinen (mit zweistufiger Expansion)
29.08.1859 Tod des Begr├╝nders nach kurzem Kranksein in Neum├╝hle. - Die Neum├╝hle geht an seine Erben ├╝ber: den seit 11 Jahren im Werk t├Ątigen Friedrich von May, Conrad von Muralt-Escher (Schwager des Gr├╝nders) und Karl von Gonzenbach (Gatte von Albert Eschers einiger Tochter Marie Olga). Der Betrieb wird unter der Leitung von F. von May als Gemeinschaftsunternehmen weitergef├╝hrt.
1860 Schlie├čung der Spinnerei, Konzentration auf den Maschinenbau unter der Direktion von Hans Zoelly
1862 Auszeichnung auf der Weltausstellung in London f├╝r eine zweizylindrige Schaufelrad-Dampfmaschine mit Expansion f├╝r originellen Entwurf, gute Arbeit und gute Anrodnung - herausragend in jeder Beziehung
02.07.1864 Escher Wyss erh├Ąlt den Bauauftrag f├╝r zwei gleiche Schiffe ("St. Gotthard" und "Lukmanier"), welche die "Stadt Z├╝rich"' und die "Rapperswyl" an Geschwindigkeit ├╝bertreffen m├╝ssen. Die Ablieferungen haben Ende M├Ąrz bzw. Ende April 1865 zu erfolgen, und zwar bei einer Konventionalstrafe von Fr. 500.- pro Woche und Boot. Im Pflichtenheft werden insbesondere auch ger├Ąumigere Kaj├╝ten als jene auf der "Concordia" gefordert.
1865 Friedrich von May scheidet aus, und sein Anteil wird unter Henri Mousson (Schwiegersohn), Viktor von Meyenburg (Schwiegersohn) und Berta von May (Tochter) aufgeteilt.
um/nach 1865 Bald nach dem Ausscheiden Friedrich von Mays wird das Unternehmen in eine Kommandit-Aktiengesellschaft umgewandelt, in der Karl von Gonezenbach den gr├Â├čten Kapitalanteil und den gr├Â├čten Einflu├č besitzt. - Nach dem Tod der anderen Teilhaber ├╝bernimmt der junge von Gonzenbach das Unternehmen, an dem er kein gro├čes Interesse zeigt.
1870 Aufnahme des Baus station├Ąrer Verbundmaschinen
1871 Aufnahme des Baus station├Ąrer Maschinen mit Corliss-Hahnsteuerung
1871 Aufnahme des Baus station├Ąrer Maschinen mit Colmann-Ventilsteuerung
1876 Die erste Francis-Turbine verl├Ą├čt die Werkst├Ątten
1877 Einf├╝hrung der Fink'schen Drehschaufeln in Leitapparaten von Wasserturbinen.
1880-1882 Nach Abschlu├č der Lehrzeit Louis Zodels bei Haas in Ravensburg nimmt ihn Bauart Walter Zuppinger, der zu dieser Zeit bei Escher, Wyss & Cie." zur├╝ckgetreten ist und in Ravensburg ein Ingenieurb├╝ro eingerichtet hat, zu sich und leitet seine theoretische Weiterbildung, besonders im Wassermotorenbau.
1882 Gustav Naville aus Cham ├╝bernimmt die Gesch├Ąftsf├╝hrung und erringt ma├čgebenen finanziellen Einflu├č. Karl von Gonzenbach bleibt nur als Kommandit├Ąr im Unternehmen und zieht sich vorl├Ąufig von der Gesch├Ąftsleitung zur├╝ck.
1883 Aufnahme des Baus schr├Ągliegender Verbund-Schiffsmaschinen / Bau-Nr. 353 f├╝r die Donau "Olga"
1883 Es werden Dampfmaschinen mit Leistungen bis zu 1200 PS gebaut
1886 Erste nachweisbare Lieferung einer Druckleitung von Escher Wyss f├╝r ein Kraftwerk in Indien. Der Rohrdurchmesser betr├Ągt 800 mm
1887 Einf├╝hrung schr├Ągliegender Dreifachexpansionsmaschinen f├╝r Raddampfer / Bau-Nr. 407: Lago Maggiore "Italia"
1887 Seit 1840 wurden 1.700 Wasserturbinen mit einer Gesamtleistung von 100.000 PS gebaut
1888 Einf├╝hrung der Frikart-Drehschiebersteuerung bei Dampfmaschinen (der Corliss-Steuerung ├Ąhnlich)
1888 Erwerb einer Lizenz zum Bau von Dampfbooten mit Petroleumkesseln und Verbundmaschinen von der Firma "Lifu - Liquid Fuel Engineering Co. Ltd., Cowes (Isle of Wight)"
1888 Heinrich Zoelly wird technischer Leiter bei Escher-Wyss. er setzt sich f├╝r die Verlegung des Fabrikationsbetriebses vom Stampfenbach ins hard ein, wodurch das Unternehmen von seiner r├Ąumlichen Einengung befreit wird. F├╝r den Bau der neuen Fabrik ist man auf Fremdkapital angewiesen.
1889 Gr├╝ndung der "Autofrigor", Z├╝rich
1889 Baubeginn des Industrieareals im "Hard"
1889 Umwandlung der KGaA in eine Aktiengesellschaft. Karl von Gonzenbach wird Hauptaktion├Ąr und Pr├Ąsident der Verwaltung. Gustav Naville ist Delegierter der Verwaltungsrats, im Vorstand sind Heinrich Zoelly-Veillon und Conrad Escher-Schindler
1889 Aufgabe des Escher-Wyss-Filialwerks in Leesdorf (Nieder├Âsterreich). Es machte Verluste, das sich die Nachfolger Eschers zu wenig um das ├Âsterreichische Zweigwerk k├╝mmerten.
1890 Die Stadt Z├╝rich nimmt eine kleine Wasserspeicherpumpe im Letten in Verbindung mit dem "Resiweiher" in Betrieb, so da├č Escher Wyss mit dieser Maschine wohl eine der ersten Speicherpumpen der Welt liefert.
1891 Auf der Internationalen Elektrotechnischen Ausstellung in Frankfurt a.M. wird ein weitgehend aus Aluminium erbautes Dampfboot vorgef├╝hrt welches Aufsehen erregt
1891-1894 Bau einer Frikart-Drehschieber-Dampfmaschine mit Schwungradgenerator f├╝r das eigene Werk Hard
1894 Bezug des neu erbauten Werkes in Hard bei Z├╝rich
1894 Aufnahme des Baus sogenannter Naphtaboote, bei denen anstelle von Wasser Naphta, welches auch den Kessel beheizt, verdampft wird
1894 Fertigstellung des Industrieareals im "Hard"
1899 L. Zodel tritt in die Dienste von "Escher, Wyss & Cie." als Ingenieur f├╝r den Wasserturbinenbau
Anfang 20. Jh. Auftrag an Escher Wyss f├╝r ein Kraftwerk der "Canadian Niagara Power Company" mit 11 Francisturbinen von je 5.500 PS.
1902 Weiterer Auftrag an Escher Wyss für das Kraftwerk der "Canadian Niagara Power Company". Zu den bisherigen 11 Francisturbinen à 5.500 PS werden 3 Turbinen von je 10.400 PS als vertikale Zwillings-Kesselturbinen bestellt.
1903-1904 Zoelly entwickelt seine zweigeh├Ąusige Gleichdruckturbine, die sehr den Freistrahl-Wasserturbinen ├Ąhnelt: Sechs tangentiale Dampfstrahlen sind auf das Laufrad mit Schaufeln gerichtet. Die zweigeh├Ąusige Versuchsturbine von 1903 ist f├╝r 10 at├╝, 250 ┬░C und 500 PS und ein Vakuum von 0,06 ata gebaut; jedes Geh├Ąuse hat f├╝nf Gleichdruckstufen. Die Turbine wird Ende 1903 / Anfang 1904 von Prof. Stodola untersucht, und es werden g├╝nstige Verbrauchswerte festgestellt.
1903 Die von Heinrich Zoelly gebaute mehrstufige Aktionsturbine wird fertiggestellt. Sie entstand mit der Beratung durch Aurel Stodola
1903 Anschlie├čend an die Lieferung der Turbinen f├╝r das Werk am Niagara-Fall vergibt Escher-Wyss eine Turbinen-Lizenz an "Allis-Chalmers"
M├Ąrz 1904 Das "Zoelly-Syndikat", ein bis 1923 (oder 1929?) bestehender Unternehmensverbund (Escher Wyss, MAN, Siemens-Schuckert, Krupp-Germaniawerft, Norddeutsche Maschinen- und Armaturenfabrik), der die Produktion und Weiterentwicklung der vom Schweizer Ingenieur Heinrich Zoelly konstruierten Gleichdruckdampfturbine betreibt, wird geschaffen. - Diesem Syndikat schlie├čen sich bald Firman wie "Sch├╝chtermann & Kr├Ąmer" (Dortmund), "Frat. Orlando e Comp." (Livorno), "L. Lang" (Budapest), "Els├Ąssische Maschinenbaugesellschaft" (M├╝lhausen), "G├Ârlitzer Maschinenbauanstalt" und "Gebr. Stork" (Hengelo) an. In den mehr als 25 Jahren, in denen diese Lizenzabmachungen bestehen, bauen die genannen Firmen zusammen 2188 Turbinen mit einer Gesamtleistung von nominell 5.621.220 PS. Dem Syndikat sind ferner in Frankreich die SACM und die "Soc. Nouvelle des Etablissements Horme et Buira" (1904-1914: 140 Turbinen mit zusammen 400.000 PS); ferner in england "Mather & Platt" (Manchester), "J. Musgrave & son" (Bolton) und "J. Howden & Co." (Glasgow); in den USA "Cramp & sons" (Philadelphia)
27.07.1905 Im Kraftwerk der "Canadian Niagara Power Company" geht die erste der 10.400 PS-Zwillings-Kesselturbinen, geliefert von Escher-Wyss, in Betrieb.
11.09.1905 Im Kraftwerk der "Canadian Niagara Power Company" geht die zweite der 10.400 PS-Zwillings-Kesselturbinen, geliefert von Escher-Wyss, in Betrieb.
27.09.1905 Im Kraftwerk der "Canadian Niagara Power Company" geht die dritte der 10.400 PS-Zwillings-Kesselturbinen, geliefert von Escher-Wyss, in Betrieb.
1907 Anschaffung einer 30-t-Universalpr├╝fmaschine f├╝r Durck-, Zug- und Biegeversuche
1908 Escher-Wyss baut f├╝r das oberitalienische Wasserkraftwerk Adamello Freistrahlturbinen f├╝r ein Gef├Ąlle von 930 m; Leistung je Turbine: 7600 PS
1908 F├╝r das Wasserkraftwerk Biaschina im Tessin baut Escher-Wyss Freistrahlturbinen mit vier D├╝sen; Leistung: 1100 PS
1910 Aufgabe des Baus station├Ąrer Dampfmaschinen
09.12.1912 Tod von Direktor und Turbinenbau-Ingenenieur bei "Escher-Wyss", Louis Zodel, nach kurzer Krankheit im Alter von nur 50 Jahren.
1913 Aufgabe des Dampfschiffbaus mit der Bau-Nr. 589: Rhone-Raddampfer "Ville de Lyon"
Mai/Juli 1913 Die Firmen J. M. Voith, Escher Wyss & Cie. (Z├╝rich), Briegleb, Hansen & Co., Amme, Giesecke & Konegen AG schlie├čen sich im Zeitraum Mai/Juli 1913 unter der F├╝hrung von Voith zu einer Interessengemeinschaft deutsch-schweizerischer Turbinenhersteller zusammen, die im M├Ąrz 1920 um Piccard-Pictet & Cie., Escher Wyss & Cie. (Ravensburg) und J. M. Voith (St. P├Âlten) erweitert wird. Die Vereinigung wird auch "Turbinenvereinigung" oder "Kaplan-Vereinigung" genannt. Viktor Kaplan selbst bezeichnet sie als "Anti-Kaplan-Syndikat"
23.06.1913 Montagebeginn des Schiffs "Stadt Rapperswil"
um 1914 Aufgabe des Dampfmaschinenbaues
1916 Er├Âffnung einer Escher-Wyss-Filiale in Lindau (Bodensee)
1916 F├╝r alle Wasserturbinenregler-Gr├Â├čen wird ein gleiches Einheitssteuerwerk verwendet.
1919 Die Schweizerischen Bundesbahnen greifen den Vorschlag von Escher-Wyss zum Umbau einer Dampflokomotive zur Turbinenlok auf. Die 1'C-n2-Personenzuglokomotive wird durch Escher-Wyss und SLM umgebaut. Sie erh├Ąlt eine Zoelly-Turbine (sechsstufige Gleichdruckturbine, 750 kW, n= 6500 U/min) und Kondensation. 1924 wird sie wieder an den Hersteller zur├╝ckgegeben.
1920 Escher-Wyss und drei weitere europ├Ąische Firmen erwerben von Prof. Kaplan die Lizenz zum Bau von dessen Turbinen.
1920 Beschlu├č der Gesch├Ąftsleitung von "Escher-Wyss", die Maschinenwerkst├Ątten "De Pretto" in Schio (Italien) aufzukaufen.
21.04.1920 Escher-Wyss schlie├čt einen Vertrag mit der Maschinenfabrik "de Pretto" in Scio (Venetien) (gegr. 1885, Bau von Wasserturbinen nach franz├Âsischer Lizenz), beteiligt sich mit einer Aktienmehrheit und entsendet einen Direktor zur Reorganisation und Leitung.
1921 Vergabe von Escher-Wyss-Lizenz f├╝r Zoelly-Turbinen an Japan
1922 Bau des Seitenradschleppers "Z├╝rich" mit Zoelly-Dampfturbinenantrieb f├╝r den Rhein
1922 Einrichtung der "Escher Wyss G.m.b.H. Werke" in Lindau (Bodensee)
1922 Vergabe von Escher-Wyss-Lizenz f├╝r Zoelly-Turbinen an Fives-Lille
21.10.1922 Es findet ein Schiedsgerichtsverfahren zwischen der Interessengemeinschaft deutsch-schweizerischer Turbinenhersteller (Voith, Escher Wyss & Cie., Amme, Giesecke) statt. Viktor Kaplan erkl├Ąrt sich bereit, seine dreidimensionale Turbinentheorie dem Konzern zu ├╝bergeben. Bis dahin zahlt der Konzern die f├Ąlligen Lizengeb├╝hren nicht.
1925 In Ranconni├Ęre bei Le Locle wird wird die erste vollautomatische Escher-Wyss-Francisturbinenanlage in Betrieb genommen. - Bald folgt die erste Freistrahlturbinenanlage mit Vollautomatik und Fernsteuerung (in Oberterzen am Walensee).
1925 Escher Wyss erh├Ąlt den Auftrag, weitere Ma├čnahmen zur Verbesserung der Stabilit├Ąt des Schiffs "Albis" auszuarbeiten.
1927 Escher-Wyss baut f├╝r das Kraftwerk im Siemens-Kabelwerk eine Gleichdruckturbine f├╝r 30 t/h mit einem Eintrittsdampfzustand von 180 bar und 420 ├ŞC. Die H├Âchstleistung der Turbine betr├Ągt 3000 kW bei 6000 U/min.
1929 Escher Wyss liefert die Speicherpumpen f├╝r das Kraftwerk Waldeck
1930 Escher Wyss liefert die Speicherpumpen f├╝r das Kraftwerk Schluchsee
1931 Zoelly ist bis 1931 technischer Leiter bei Escher-Wyss
01.12.1931 Escher-Wyss ist zahlungsunf├Ąhig, Gr├╝ndung einer Auffanggesellschaft durch die Banken. - Diese ziehen sich in den 1930er Jahren zur├╝ck; Unterst├╝tzung durch Stadt und Kanton.
08.12.1931 Bildung einer neuen Gesellschaft, der "Escher-Wyss Maschinenfabriken AG", an der vor allem die "Eidgen├Âssische Bank" in Z├╝rich und die "Basler Handelsbank" beteiligt sind. Grund f├╝r die wirtschaftlichen Probleme sind die Vernachl├Ąssigung der Eigenfinanzierung, die starke Abh├Ąngigkeit von Fremdgeldern und der R├╝ckgang der Exporte infolge der Weltwirtschaftskrise. Alle Schutzrechte und Lizenzvertr├Ąge, die Versuchseinrichtungen und ein Gro├čteil des Personals werden ├╝bernommen, und die Fabrik wird f├╝r f├╝nf Jahre vom Kurator gepachtet.
21.11.1935 Die Stadt Z├╝rich kauft von der Liquidationsmasse die Liegenschaft und verpachtet sie an die Firma mit Kaufsrecht. Stadt und Kanton verpflichten sich ferner zur ├ťbernahme einer Verlustgarantie im Umfange von 3/4, maximal 500.000 Franken pro Jahr auf die Dauer von drei Jahren.
Ende 1936 Der Beihilfevertrag zur Verlustdeckung mit Stadt und Kanton Z├╝rich kann wieder aufgehoben werden
30.06.1937 In der Generalversammlung werden Jacob Schmidheiny und Dr. Hans Gygi als Delegierte des Verwaltungsrats gew├Ąhlt. Die neue Gruppe sorgt auch f├╝r eine Erweiterung der finanziellen Basis.
1938 Escher Wyss baut Francisturbinen f├╝r das Kraftwerk Sungari (Mandschurei). Einzel-Leistung: 100.000 PS
1939 Aufgabe des Schiffbaus mit der Bau-Nr. 602: Thunersee-Motorschiff "Thun"
1941 Einstieg der Familie Schmidheiny
1941 R├╝ckkauf der Liegenschaft aus dem Eigentum der Stadt Z├╝rich
1949 Escher-Wyss beteiligt sich an den "Austral Iron Works" in Boksburg (S├╝darfrika), einer der bedeutendsten Maschinenfabriken des Landes, und errichtet dort eine besondere Abteilung.
01.07.1953 Escher-Wyss erwirbt die Aktienmehrheit an den "Austral Iron Works" in Boksburg (S├╝darfrika), verbunden mit der Umbenennung in "Escher Wyss Ausral Iron Works"
1954 Das Lindauer Escher-Wyss-Werk kehrt nach seiner L├Âsung im Jahre 1939 wieder zum Stammhaus zur├╝ck
1955 Seit 1840 wurden mehr als 10.800 Wasserturbinen mit einer Gesamtleistung von nahezu 20 Millionen PS gebaut
08.01.1955 Tod von Dr.-Ing h.c. Jacob Schmidheiny, dem gro├čen Erneuerer von Escher-Wyss
1966 Beteiligung von Sulzer mit 53 %
1966 Die "Sulzer AG" (Winterthur) ├╝bernimmt die Mehrheit der Escher-Wyss-Aktien.
1967 Prof. Osterwalder (seit 1944 bei EWC) folgt einer Berufung an die TH Darmstadt. Er war zuletzt als Leiter der hydraulischen Forschungsabteilung.
1969 Hundertprozentige Eingliederung der "Escher-Wyss" in die "Sulzer AG"
1983 Gr├╝ndung der "Sulzer-Escher Wyss AG" mit den Kernproduktionsbereichen Hydraulik und thermische Turbomaschinen
1990 Das ehemalige Industrieareal in der "Hard" wird gemischt genutzt, neu geplant und ├╝berbaut.
1995 V├Âllige Integration in den Sulzer-Konzern und Streichung des Namens Escher-Wyss aus der Firmenbezeichnung
1999 Verkauf des Gesch├Ąfts Wasserkraftmaschinen an die ├Âsterreichische VA Tech
2001 Verkauf des Turbokompressoren-Gesch├Ąfts an die MAN




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Baumwollgarn 1805 Beginn als Spinnerei 1860 Ende, nur noch Maschinenbau  
Dampfkessel 1831 Beginn (als erster in CH) 1903 [VDI 47 (1903) 1162]  
Dampflokomotiven 1856 Beginn 1866 Ende (nur 33 oder 34 Loks gebaut) davon 13 nach Italien und 10 nach Ostindien [Metzeltin] bzw. "East Indian Railway Co." [EWC]
Dampfmaschinen 1837 Beginn (auch 1835 genannt) 1914 Ende nach 1911 1878: auch Maschinen mit Collmann-Steuerung; auch Corliss-Maschinen; Lieferung an E-Werke Z├╝rich, M├╝nchen, Madrid, St. Petersburg, Moskau usw.
Dampfschiffe 1836 Beginn 1913 Ende (mit Bau-Nr. 589)  
Eismaschinen 1887 Beginn (Gr├╝ndg. d. Abteilg.) 1955 [150 Jahre Escher-Wyss (1955)] Anfangs CO2-Anlagen, ab 1918 (oder 1900?) NH3. Werk Lindau als Spezialfabrik
Land-Dampfturbinen 1900 Beginn 1955 [150 Jahre Escher-Wyss] System Zoelly, bis Ende 1911: 1.871.300 PS gesamt
Papiermaschinen 1908 [Matscho├č (1908) I, 212]   sp├Ąter in Ravensburg konzentriert Nicht mehr in [150 Jahre Escher-Wyss (1955)] genannt.
Schiffsdampfmaschinen 1836 Beginn 1914 Ende  
Spinnereimaschinen 1805 Beginn f. eigenen Bedarf 1839 f├╝r Urach Beginn 1805, ab 1810 auch f├╝r andere Firmen. Unsicher, wie lange Spinnereimaschinenbau
Turbopumpen 1904 Beginn 1955 [150 Jahre Escher-Wyss] Spezialit├Ąt: Speicherpumpen f├╝r Pumpspeicherwerke
Wasserr├Ąder 1805 Beginn ab Gr├╝ndungsjahren 1856 [150 Jahre Escher-Wyss, S. 30] 1805 Baubeginn, bis 1810 nur Eigenbedarf
Wasserturbinen 1843 Beginn mit Jonval 1955 [150 Jahre Escher-Wyss] 1912: 2362 Francis- und 2648 Freistrahlturbinen geliefert [VDI 56 (1912) H. 49, Anh. S. 77]




Betriebene Dampfmaschinen

Bezeichnung Bauzeit Hersteller
Dampfmaschine um 1835 unbekannt




Personal

Zeit gesamt Arbeiter Angest. Lehrl. Kommentar
1832 100       etwa 100
1843 500       in der Neum├╝hle (unsicher, ob einschl. Spinnerei)
1857 1450       davon 1100 in Z├╝rich und 350 in Leesdorf (N├ľ)




Firmen-Änderungen, Zusammenschüsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1969 Zusammenschlu├č, neuer Name zuvor Gebr. Sulzer AG  
1856 Nebenwerk danach Escher Wyss Maschinenfabrik GmbH